Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXII (1917)
- Issue
- Heft 14-15 (6.4.1917)
- Date
- 1917-04-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2651273-2652026-2652040--11061-2668871- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 1 lö JUEDISCHE RUNDSCHAU Es hat in diesen Zeiten hochpolitischer Spannung nicht an Stimmen unter 1uns gefehlt, die den alten, fast verschollenen Zwiogcsang von den ״Politischen" und den ״Praktischen" wieder anstimnien wollten. An manclicrlci Stellen wurde behauptet, daß wir den hohen polilischcn Anforderungen der Gegenwart nicht gerecht wurden und man hat auch wohl versucht, diesen angeblichen Mangel auf eine prinzipielle Abneigung der leitenden Stellen gegen politische Betätigung zurückzufiihreu. Nun ist cs /.war müßig, auf diese Vorwürfe cinzugehen. Wer sich auch nur einigermaßen der Mühe unterzogen hat, die politische Tätigkeit unserer Leitung vor!und während des Krieges zu verfolgen, der weiß, daß keine Periode unserer zionistischen Entwicklung so sehr mit Recht den Namen einer politischen verdient, wie die, die mit der Geschäftsführung durch die jetzige Leitung zusammcnfällt. Eines aber ist dabei bemerkenswert. Auf derartige Vorhaltungen, die ja immer wieder sehr ernst gemeint und aus ganz sachlichen Erwäguii- 1 gen heraus laut werden, antwortet bei uns immer mir die Leitung selbst, vermag immer nur die Leitung selbst zu antworten. Hier liegt einer unserer schwächsten Punkte, Der Kreis unserer engeren Freunde, die in unseiet politischen Arbeit zu Hause sind, ist unendlich gering, und es ist eben außerhalb der Leitung kaum einer, der aus der Kenntnis der Materie heraus den Kritiken cntgcgcntrcteu konnte. Das aber ist nicht etwa eine Folge einer übertriebenen Geheimniskrämerei bei der Leitung. 1111 Gegenteil, man kann ruhig sagen, daß die jetzige Leitung in einem bei ihren Vorgängern ganz unbekannten Masse Berichte und Veröffentlichungen, vertrauliche und nichtvcrtraulichc, herausgibt und in fast unbeschränktem Umfange bereit ist, jedem ernsthaft Fragenden ihre sämtlichen Aktcnbiindcl zu öffnen. Es ist allmählich zur Gewohnheit geworden, daß auf den Tagungeu der Landesverbände ein Mitglied des EAC selbst in vertraulicher Sitzung vor einem engeren Kreise ganz offen und ohne Rückhalt die politische Arbeit der Leitung darlcgt und man könnte eher von einer zu weit gehenden Offenheit als vom Gegenteil sprechen. Jedenfalls hat in der Zionistischen Organisation von heute der Vorwurf der ״Gcheiimiiploinatie" keinen Raum. Wohl aber muß der Vorwurf, der heute in jedem Laude ertönt, auch der zionistischen Organisation gemacht werden: der politische Sinn, ja mir das politische Verständnis ist in unserem Kreise noch sehr mangelhaft entwickelt, der Kreis der Leute, der sieh bemüht, die politischen Problcme iltiieh/mleiikcn, den Ereignisse״ naehzugcheii und sic unter dem Gesichtspunkte politischer Erfahrung und Kenntnis zu .prüfen, ist unverhältnismäßig klein hei uns. Wenn wir genau und ehrlich sind, so müssen wir zugeben, daß cs hei uns seit Beginn der Bewegung immer dieselben paar Leute sind, die zu den politischen Fragen das Wort nehmen, daß dieser Kreis kaum den Zuwachs erfahren hat, der die natürlichen Lücken hätte ansfüllen können, die die Zeit in ihm entstehen ließ. Es mag sein, daß jener Streit der Politischen und Praktischen allzu vielen das politische Lied als ein garstig Lied erscheinen ließ und sie von der Beschäftigung mit den politischen Problemen zu liebenswürdigeren, weniger dein Parteigegensatz unterliegenden Gegenständen lenkte. Aber solche Sentimentalitäten dürfen heute keinen Kaum mehr hei uns haben. Es ist eine zwingende Notwendigkeit, daß wir bald, sehr bald, mehr politisch geschulte Köpfe bekommen, als wir jetzt haben. Es geht nicht länger an, daß unsere ganze politische Arbeit aussclilicn־ lieh auf den Schultern einer ö gliedrigen Leitung ruht, daß alle politischen Probleme ausschließlich im Schoße der Leitung durchdacht, daß alle politische Kritik ausselilicfilieh im Kreise der Leitung geübt wird, werden muß. Und ich verrate kein Geheimnis, wenn ich feststclle, daß dieser Zustand am meisten hei der Leitung selbst als anormal empfunden wird. Keiner sehnlicher als das EAC wünscht die Mitarbeit sachkundiger Kräfte. Sachkundiger, darauf kommt es an. •Und die Sachkunde erwirbt man sich mm einmal nicht durch noch so eifriges Studium der Kongreßprotokolle oder der EAC-Berichtc, obgleich das auch dazu gehört. Die Politik ist heute eine Wissenschaft, ist ein Fach, und wenn irgendwo, so ist hier der Dilettant unmöglich. Hier liegt der Schwerpimkt. Wem! einmal später die Archive geöffnet werden können, dann wird eine von der Spannung des Krieges befreite zionistische Ocffcntlichkeil mit Staunen, mit Belustigung, aber auch mit Erschrecken, wahrnehmen, zu welch merkwürdigen und recht seltsamen Extratouren und Vorkommnissen die politische Hochspannung dieser Tage ganz, ernsthafte Leute hei uns verführt hat, wie begreiflicher Tatendrang und an sich lobenswerte Hingebung an die Sache sich nur ailzuoft mit gähnendem politischen Unverständnis paarten und groteske Pläne, aber auch gefährliche Zwisclientreiberei erzeugten, deren ungünstige Wirkungen abzuschwiichcn oft notwendiger war und mein• Arbeit erforderte als die normale Be• miilumg um politischen Erfolg. Die politische Bildung ist bei uns ungemein vernachlässigt, auch dieses ganz ohne Vorwurf, rein herichtend festgestellt. Dabei ist der Kreis, der den Begriff ״Politischer Zionismus" oder ״Zionistische Politik" umschließt, bei weitem umfangreicher als landläufig angenommen wird, und enthält eine ungemein reichhaltige und wechselnde Fülle von Begriffen und Fragen, die die Beschäftigung damit schon reizvoll und anregend erscheinen lassen müßte. Und doch, wen haben wir, der wirklich ernstlich über die jüdischen Siedelungspläue als politisches!hohlem initredeu dürfte? Ganz wenig Personen, viel zu wenig kennen die Dinge, kennen die Personen, beherrschen die Formen. Darum finden wir auch in unseren besten Zeitschriften höchst seiten Aufsätze wirklich politischen Charakters. Es ist Zeit, daß es anders wird, es ist notwendig, svstematisch unseren Kreis zur Beschäftigung mit Politik, zur Kenntnis der Politik zu erziehen. Die Dinge sind zu wichtig, reifen jetzt zu schnell, als daß wir noch länger warten dürften. I leide schon gibt es wenigstens e i 11 Gebiet, auf dem uns allen fast jede Erfahrung und Kenntnis mangelt, mul das doch jetzt, gerade jetzt, unsere Be• aclduiig, unsere Behandlung in einem besonderen Maße verlangt. Das ist die Frage der Nationalitätenpolitik, die jetzt in Polen brennend geworden ist. Wir sind uns alle einig in dem, was wir für die Juden in Polen verlangen müssen: Nationale Rechte, Miuoritätensehut/, Was aber sind nationale Rechte? Und wie drücken sie sich konkret ans? Schon liegen verschiedene fertige Programme vor: Nationale Autonomie, kulturelle Autonomie, , nationale Kurie, Mutrik, Kataster, Aushau der Kalmls usw, usw, Eine bestimmte österreichische Schule, der sicli z. B. Franz Oppenheimer ״״geschlossen hat, plaidiert für die nationale Abgrenzung dach freier persönlicher Eutsdilie- Illing. Die Zugehörigkeit zu einer Nation, also auch der jüdischen, ist ausschließlich bestimmt durch die pcrsöii• liehe Willensäußerung mit dem Rechte des Wechsels dieser Entschließung innerhalb bestimmter Fristen und Grenzen. Man führt als Analogon das religiöse Bekennt• uis an und verlangt, daß ebenso wieder Satz: euius regio eins religio verschwunden ist, auch der: euius regio eins liugtia seine gewalttätige Herrschaft verliere. Ausdrück• lieh wird dabei betont, daß das religiöse Bekenntnis mit dem nationalen nichts zu tim habe, ist aber die'Uebcrtra■ Nr. 14/15 gung dieser Leine auf die jüdischen Verhältnisse wirk• lieh ohne weiteres möglich oder auch nur zulässig? ist es tatsächlich unsere Meinung, daß es nur u)n meinem Willen, sagen wir von meiner Laune abhüngt, ob oder wie lange ich Jude bin. Kann icli •wirklich durch eine einfache Unterschrift Nichtjude• werden? Und hin ich gezwungen, mich für eine bestimmte Nation zu vr. klären, <1. 11. midi für einen Juden oder einen, nun was? also sagen: wir Serbokroaleii zu erklären, Wenigsten* eine Zeitlang, solange die Dauer einer solchen Erklärung stipulicrt ist, oder wird nach Analogie der religiösen Ent• Wickelung die Einrichtung eines nationalen Dissidenten• tums, einer Nationslosigkeit geschaffen werden? Und wie ist es mit der Religion? Wenn es anderswo möglich ist - ich weiß nicht, ob es bei der butgari• sehen , serbischen, griechischen Nation möglich m - ist es auch bei der jüdischen Nation mög. lieh, daß Nation und Religion auseinauderfailen, daß man z. B. Jude dein Glaubensbekenntnis, Pole dem Nationalhekenntnis oder auch umgekehrt, daß man Jude dem Natioualhekcnntuis und Christ dem Glau• beiisbekcnntnis nach ist? Oder kann man wenig• stens bei den Juden - Religion und Nation nicht so völlig von einander trennen, wie es die Vertreter der neuen lehre behaupten? Ich will liier nicht in eine Untersuchung dieser Leine dutreten, aus der vielleicht hervorgiuge, daß die Glcichsetzung der Entwicklung des nationalen Begriffs und der des religiösen Bekenntnisses keineswegs ohne weiteres möglich ist, daß die blut• gebundene nationale Abhängigkeit ganz anders wie das auf dein Glauben beruhende religiöse Bekenntnis im Men• sehen und in den Menschengeschlechtern verankert ist. Aber ist es nicht Zeit, daß die Untersuchung geschieht? Icli habe bisher nicht gefunden, daß auch nur eine Stimme aus unserem Lager, kritisch oder zustimmend, zu dieser neuen Begriffsset/uiig laut geworden ist, die den altvertrmiten und von uns so leidenschaftlich bekämpften Begriff des polnischen usw, Staatsbürgers jüdischen Glaubens in den des Staatsbürgers polnischen Nations• bekennt nisses und jüdischen Glaubensbekenntnisses dehnt. Es ist klar, daß dies nur deshalb nicht geschieht, weil uns die ganze Materie fremd ist. Und dabei ist dieser Problemenkomplex doch schon seit Jahren in Oesterreich aktuell und zu einer gewissen Zeit auch für die jüdische Nation von brennender Bedeutung gewesen. Wir hatten doch den Wahlkampf der jüdischen Nation in Galizien und der Bukowina, wir batten doch schon einen jüdisch-nationalen Klub im österreichischen Rcichsrat, Nichts aus jener bedeutsamen mul höchst wichtigen Epoche ist übrig geblieben, keine Untersuchung, keine Darstellung, nur Reden und Artikel. Keiner unserer;11• teil und jungen Freunde in Oesterreich, in Galizien, in der Ikikowina, die damals mit so glänzendem Eiithusias• nms den Kampf geführt und int wahren Sinne des Wortes ihr Leben dafür eingesetzt haben, hat die Ereignisse dieser Zeit hat die Fragen, die er damals alltäglich in Reden und Anfragen behandelt hat, später zum Gegenstand der aktuellen Untersuchung gemacht. Hier war und ist lebendige jüdische Politik, interessant und vielseitig wie nur eine politische Frage, aber wir alle sind daran vorbeigegangen. Heute 311er fehlt uns das nötige Material, heute haben wir nur Behauptungen und Forderungen und wir können mit Sicherheit weder auf die Frage der Art des Minoritiitensclmtzes im allge• meinen noch der des Wahlrechtes oder irgend eines anderen Drluilproblcms im besonderen antworten. Wir wollen nicht klagen, cs ist nicht die Zeit dazu und wir wollen nicht kritisieren, es lohnt nicht der Mühe.■ Aber geschehen soll etwas. Wald Gras mit Blaubeeren gegessen? Und . . . Ha? Was ist das? — Au! Ein heißer Patsch fällt dem Gcmorehhochcr, wie vom Himmel herab, auf den Nacken. Er springt auf: die Muhme Feige steht hinter ihm mit flammendem Gesicht, die Acrinel aufgckrcnipclt: — Wieder mit der Kuh? . . . Wieder der Kuh einen halben Leib Brot gegeben? Mcschummcd! — Mm . . . Iinn . . . läßt die Kuh ein ersticktes Seufzen aus den Nüstern. Nur der Gemorchbocher verstellt dieses Seufzen. In der Kuhsprachc heißt das: — Wirtin, schlagt das Kind nicht, schlagt nicht! . . . Aber die Muhme Feige versteht cs nicht. Sie versteht mir, daß ein Gemorchbocher sich nicht mit Kühen beschäftigen darf. Und daß eine Kuh ganz gut Kartoffclselialeii mit Kleie verträgt . , . Der Gemorchbocher entläuft in die Stube. Da bcgegnet ihm Vetter Uri und in seinen schielenden Augen züngelt ein böses spöttisches Lächeln: — Nägclwasser übergegossen? — Ucbergcgossen. — Brochcs gesagt? — Gesagt. — Die Zizzis geküßt? — Geküßt. — Der Kuh Gutenmorgen gesagt? — M . - . ja . . . nein. . . nicht ... Der Gemorehbocher besinnt sich und verstummt. Beinahe sich verraten . . , Aber die kleineren Brüder ,lym ihm herum kugeln sich vor Gelächter. Dem Vetter Uri gefällt sein Einfall: 1, , “ ^an ^raßt dich doch etwas? Wie geht es der Kuh? * Der Gemorehbocher schweigt. Er fühlt nur, daß ui u 1 c,"!c ^nSamc> Gute ist; und Menschen sind schlecht, schlecht und närrisch. Haben viele gute Sachen, wohnen lin Warmen und sind schlecht ... Was wolle» sie von ihm? Die Kuh Aus dem Zyklus ״Idyllen vom Städtchen". Von S. Schneur L Einen ganzen Winter steht Vetter Uris Kuh im Ställchen, das dem Flur hart angebaut ist. Vom kleinen Boden unter dem Giebel des Flurs wirft man ihr ihr Fressen und ihre Streu für ihr Lager, Heu und Stroh, gleich in den Stall hinein. Wenn man in langen Wintcrnächtcn bei den großen Frösten und Schneegestöbern in Vetter Uris Stube vom Schlaf atifschrcckt, hört man hinter der Wand, wie die Kuli im Stall schwer atmet und aus ihrem Inneren stöhnt; als ob sie mit sich selbst in ihrer Kuhsprache redete: Mm . . . fuuiii , , , in. Ein schwerer Winter l -• Wenn Wölfe), der elfjährige Gemorchbocher, inmitten der Nacht einen solchen Stoßseufzer hört, malt er sieh aus, wie zwei weiße Dampfsäuicn aus der Kuh Nüstern in die kalte Finsternis des Stalles strömen. Es erscheinen ihm die feuchten guten Augen einer Mutter- Kuh, die schon so viele schwarze und braune Kalblcin und Böckchcn auf die Welt gebracht hat; so liebliche, ausgelassene und närrische; und sie alle hat der Schlächter weggcschlachtet. Die Leber der Kälbchen hat die Mutter vom Markte gebracht, gebacken und mit Zwiebeln ' gehackt . . . Und da liegt jetzt die ,Kuh einsam im Stall, ihre langen Brauen vom Frost wie mit Mehl beschüttet, und grübelt und seufzt im Fi 11• stercii. Worüber grübelt sie jetzt, wenn nicht über ihre Kälbchen? ... — Hh — au — fl Hört man weiter einen tiefen Kuhseufzer aus dem Ställchen. Und der Wind fängt ihn auf . . . Hat gelauscht wie ein neugieriger Schwätzer und zcrbläst es: — Fju — u — u ... Mit dem gleichen verschlafenen nächtlichen Mit• Icidsgcfühl erhebt sich frühmorgens der Gemorchbocher. Nur ist jetzt das Gefühl frischer und klarer. Er weiß, was er zu tun hat. Bald nachdem er sieh gewaschen hat, verschlingt er die Scgcnssprüchc wie eine bittere Medizin und beginnt irgendein vertrocknetes Stückchen Brot zu suchen, im Schränkchen, auf der Bank, auf dem Fenster. Erwischt er ein frisches Stückchen, nimmt er es auch weg — soll sein, es wäre für einen armen Mann! Er bestreut die Brotreste dicht, dicht mit Salz, Er weiß, daß die Kuh Salz gern hat. Und stiehlt sich in den Flur. Verstohlcns macht er das Türchen auf und streckt die Nascherei mit beiden zitternden, unageren Händchen der Kuh hin: — Da, da . , , Kuhchen! Es stößt ihm ins Gesicht mit warmem Dampf, Geruch von Milch und Mist und ״״gewärmtem Stroh. Dann streckt sielt aus der Dunkelheit ein hörniger, vicrkaittiger Kopf mit ein Paar feuchten Muttcraugcn heraus und eine lange Zunge packt die Brotstückchen eins nach dem andern. Und jedesmal erhält der Gemoreh• bochcr ein Lecken über die Hand wie mit einer harten, warmen Bürste . , . Dieselbe Zunge leckt ihm dann beide Hände aus, wenn kein Brot mehr da ist. Sicht• lieh ein Dank . . . Dem Gemorehbocher krampft cs den Hals zusammen, Es treten ihm Tränen in die Augen. Er fühlt, daß ihn die Kuh viel besser versteht als die Menschen־ mit den haarigen, bärtigen Gesichtern, die ihn bcaufsichtigen, ihn lehren und schlagen und ihm predigen . . . Wenn es erlaubt gewesen wäre, würde er so ganze Stunde gesessen und zugehört haben, wie die Kuh kaut und sich mit ihr unterhalten haben. Er würde sie auch zu Gast cingcladen haben . . . Auf der Sand• bank hinter der Stube hätte er ihr Brotstückchen mit Salz hingelcgt: Aufwartung für die Kuh. Aber ich bitt Euch, Muhme, eßt, soll Euch wohl bekommen 1 Wie steht es mit Eurer Gesundheit? Wenn man Euch übet die Hörner schlägt, tut cs Euch nicht weh? Was füi einen Geschmack fühlt man, wenn man Stroh kaut? Ihr habt niemals einen Wolf gesehen? Einmal im