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Jüdische Rundschau · 1917-03-09 · Heft 10 (9.3.1917) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 10 (9.3.1917)
Date
1917-03-09
Page
– (sequence 5)
Language
German
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»,A - i fc■-) l t Nr. 10 JUtUlöCHE RUNDSCHAU Seite 87 t! k i I *. I) f 1 I I I k i I I t > F 1 i t 1 k t ׳ j i r 1 1 r r ו e r l e n r ׳9 ״ 1 yi ו I ־1: & r d I* ת ־1 n n rit t*• t t I ׳ Id ״ sr n*!£* ח¬ ¬וו ir id |‘• t: :n ־* er I; irr en ir- *virnit en •er 5 1 1 i ,1* irf, ön 41ü *nt ort cd. ein cm' 1et_ len un*־ m 1 i;1 ■yi Movers von einem ׳,;״tu* besonders rüliremien Gesichts• pmikt aus *11 bclraditen. Ik*r zweite Brief I d c t so h n s aus Warschau scheint nicht pan* auf der Höhe einer aktucllcn politischen Uclvrsicht *u stehen. Elias Auerb •1 e 11 berichtet über das Leben des Königs Uriikagina vtm l.agasch und seine sozialen Reformen. F. L. Die jüdischen Flüchtlinge aus Ostgalizien und der Bukowina in Westschlesien Hie jüdischen Flüchtlinge, die bei der Russcninvasion Ostgalizicn und die Bukowina verließen und ins Innere des Landes flohen, waren zumeist in un- ״arischen und mährischen Barackenlagern untergebracht. Die Baracken waren jedoch bald überfüllt und die 1mzulänglichen Einrichtungen des Barackcnlcbcns veranlaßteu die grollte Unzufriedenheit unter den Fliiclitlingeu. Seit Oktober I0H1 wurde nun ein!inselmheiter Teil zunächst in die Landgemeinden c(cs Tropparier Bezirkes, dann aber auch der Bezirke Jägerndort, l'reiwaldau und Freude nt hat abgcschoben. Derzeit sind ungefähr 181)00 jüdische Flüchtlingc in ea. 160 Landgemeinden Wcstschlcsicns untergebracht. Der Zustand, in welchem die Acrmsten nnkaincn, spottet jeder Beschreibung■, Zerrissene Kleidung, oft weniger als das Notwendigste, zerrissene oder gar keine Schuhe, von der laugen Reise ausgehungert und frierend, auf aller Mienen die Frage: was wird nun mit ’1ms geschehen, wohin, unter welche Menschen? Die Bczirkshauptmannschaft Trop patt hatte in richtiger Erkenntnis der Sachlage vorher die Hilfe der Kultusgemeinde uugerufen, und cs kann dem Kultusvorstchcr Herrn Dr. Sonnenschein nicht genug dafür gedankt werden, daß er sofort in großzügiger Weise im Vertrauen auf die I lilfc der eingeborenen Judcnscbaft die ganze Instradicrung auf sich nahm und die Troppauer Kultiisgemeinde als Vermittlungsinslnnz zwischen die Flüchtlinge und die Staatsbehörde schob. Es wurde ein Fliiclitiingskomitce in Troppau ins Leben gerufen, in dessen Dienst sich die ganze jüdische Bevölkerung, vor allem natürlich auch die Zionisten stellten. Die jüdischen Frauen empfingen jeden durchfahrenden Flüchtiingsschub am Bahnhofe und labten die Hungernden und Frierenden, oft in später Nachtstunde, oft in den frühesten Morgenstunden. Jeder Schub wurde von einem Delegierten der Kultusgemeinde zusammen mit einem Beamten der Bezirkshauptmannschnft in die betreffende Gemeinde geleitet und der Ortsbehörde übergeben, die sich über die gctroffenen Maßnahmen ausweisen mußte. Eine von den Frauen sofort cingclcitete Brockensammhing brachte aus der ganzen, auch christlichen, Bevölkerung Spenden an Kleidern und Schuhen, so daß in notdürftiger Weise den ersten Anforderungen entsprochen werden konnte. Das Fliichtlmgskomitee rief für Bekleidung, Lebensmittelvcrsorgung, Sclnd« und Rechtschutz eigene Referate ins Leben, die unter großen Mühen hei sehr entgegenkommender Haltung der Bezirkshmiptnuuiu• schaft ihre Aufgabe erfüllten. Auch die Auszahlung des staatlichen Unterstiit/nngsbeitrages übern,ilun das Komitee. Diese erfolgt in der Weise, daß alle 2 Wochen ein Herr hezvv. eine Dame in 1—J bestimmte Gcmeinden fährt, über die sie als ״Pfleger“ eingesetzt sind, dort die Auszahlung vornimmt und gleichzeitig Wünsche und Beschwerden entgegennimmt, die entweder durch sofortige Fühlungnahme mit den Lokalbehörden direkt geordnet oder an das Flüchtlingskomitec zwecks Weiterleitimg an die Staatsbehörde berichtet werden. Die Pfleger hallen zunächst Kataster auzulcgen; in den von den Staatsbehörden hcrausgogobcncn Fornudaren mußten beziigl'cli jeder Familie alle Daten genau angegeben werden. Zu unserer Freude fand sich da eine Rubrik ״N :11 i o n a I i t ä t“ vor, zu der es eine Fußnote gab: ״polnisch, ruthenisch oder jüdisch.“ Die Bekleidung machte bei den jetzigen Verhältnissen ebenso wie die Lebensmittelversorgung große Schwierigkeiten. Jetzt ist in Jägcrndorf vom Staate eine Bekleidungszentralc eingerichtet, während Lebensmittel beim Ministerium des Innern erhalten werden, das auch lullend eingegriffen hat. Pie ״Allianz“ hat dem Fliichtlingsknmitcc in Troppau, das in dieser Richtung für ganz Westschlesien tätig ist, monatlich einen Betrag von 2(HMKI K zur Verfügung gestellt, um in Eiuzelfällcn eingreifen zu können und nachzuhelfen,• wo die staatliche Unterstützung «licht ausreicht. Naturgemäß stiel! auch die Beschaffung von Heiz- und l euchtinatcrialien auf große Schwierigkeiten, die zum Teile noch fortbcstchen. ln mehreren größeren zentral gelegenen Gemeinden wurde eine Betgclcgenheit errichtet, so daß in den meisten Fällen die religiösen Bedürfnisse der Flüchtlinge, die aus den umliegenden Ortschaften in jene Gemeinden kommen, befriedigt werden. Der umsichtigen Leitung des Herrn Dr. Sonnenschein, der nimmermüden Arbeit der Frauen und der Mitarbeiter ist es zu danken, daß die Pfleger jetzt zumeist zufriedene Gesichter antreffen, wenn sie ihre Schützlinge besuchen. Die Kinder gehen in die Dorfschulen, vielen Arbeitsfähigen konnte Arbeit verschafft werden. Pur die leider so zahlreichen Waisenkinder soll ein Waisenhaus, für die Mädchen ein Mädchen• heim begründet werden. Die Bevölkerung der westsclilcsischeii Lamlgeinciii■ den ist zumeist seiir gutmütig. In den deutschen Gemeinden war gewöhnlich Vorsorge getroffen: ordent• liehe, oft geheizte Wohnhäuser, frisches Stroh, Holz und Kohle und die notwendigsten Lebensmittel waren für die erste Zeit vorbereitet. Die Bevölkerung nahm sich mitleidsvoll der ihnen so wesensfremden jüdischen Flüchtlinge an und half ihnen nach Möglichkeit. Man konnte wahrnchiiicn, daß der Krieg, der Anblick von so viel Elend alte Vorurteile zum Verstummen brachte, und wie oft Zurechtweisungen an Leute ergingen, die der Situation der Acrmsten nicht das entsprechende Verständnis cntgegcnbracliten. Hingegen war die Aufnähme in manchen nichtdeutschen Gemeinden weniger freundlich, manchmal direkt feindselig, so daß in vorcinzeltcn Fällen auf Antrag der Pfleger eine Ueberleituug in eine andere Gemeinde stattfaud. Unter den jüdischen Flüchtlingen gibt es wenige Männer, kaum 10׳ •>, zumeist sind cs Frauen und Mädchen, 25"/0 schulpflichtige Kinder. Nach dem Verbleibe der Männer fragend, hört man die Antwort: von den Russen verschleppt, erschlagen oder eiligerückt. Durch das Min- und Herführen der Flüchtlinge ist der Kontakt mit den' cingeriiektcn Männern meist gestört, und cs wird daran gearbeitet, ihn wieder herzustcllcn. Erschreckend groß ist die Zahl der Waisenkinder, oft mutterseelenallein dastehende kleine Kinder, die keine Anverwandten haben und deren sich ״christlichen Sendung“ aufgestellt hat; Max Broti zeig! die enge Berührung von Millers Aktivismus mit den Forderungeu nach Einheit des Lebens, nach FJiibedingthcit der Lebensführung, wie sie uns Zionisten von Buber und Achad llaam vorgchaltcn werden, und bekämpft die Anschauung Franz Werfels, als ob die Forderung nach Unhedingtheit eine spezifisch christliche sei. Einen Beitrag zur jüdischen Psyche liefert Hermann Glenn, der das ״Westöstliche Sein“ der Juden charak• terisiert und eine Erklärung der weltgeschichtlichen Syndiese von Ost und West in der jüdischen Gcistcsgestaltuiig sucht. Er bezeichnet die ״Aufhebung der Persönlichkeit durch die allbchcrrschcnde Idee" als den ciitsclicidenstcn gemeinsamen Charakterzug des klassisehen Orients, demgegenüber ״die Sehnsucht des Okzidents auf die Erhöhung der Persönlichkeit durch die Idee“ gehe. Das Judentum stellt zwischen beiden Extremen. Der palästinensische Arbeiterführer A, D. G ord 011 setzt seine Serie ״Briefe aus Palästina“ fort. Der dritte Brief reiht sich organisch an die beiden ersten an, obwohl er sich mit einem allmcnschlichen Problem atiscinandersetzt. Er untersucht die tiefsten Gründe, die zu dem Weltbrand geführt haben, und gerade in diesen allgemeinen Betrachtungen läßt sich eine neue Wahrheit fühlen, die ein Lehen der Arbeit auf eigener Scholle gebar. Leo Rose 11 b e r g bringt einen wcrtvollen Beitrag zur Kenntnis ostjüdischer Wirklichkeit, indem er über das Armenwesen und die soziale Fürsorge im üstjudciihnu berichtet. Von einer anderen Seite läßt Fritz Monlechai Kaufmann ein Schlaglicht auf das Leben des Ostjudentums fallen, indem er das vor einigen Jahren erschienene Sammelbuch ״Der Pinkcs“ einer eingehenden Würdigung unterzieht. Er sieht im ״Pinkcs“ einen Protest gegen journalistische Dilcttante.nbehandlung ostjridischcr Kultur- und Wirtschaftslagen. Der oit gereizte Ton des Verfassers wirkt hefrein- (leiid. Es folgt die dritte Abteilung «stjüdischer Liebeslieder, denen Arno Nadel mit liebevoller Sorgfalt 11 ichgcht. Ganz besonders reichhaltig sind diesmal die ״Be• mcrkiingen“ ausgefallen, die sich mehr und mehr z.u euer Debcrsicht über alles aiisgestaltcu, was das jüdische Lehen der Gegenwart auf allen Gebieten an Neuem und Interessantem bringt. Martin liubcrs kraftvolle Worte gegen das oberflächliche Literatengeschwätz von Franz. Blei über Ostjuden und die jüdische Kolonisation in Palästina sind den Lesern aus der vorigen Nummer be• reits bekannt. Max Strauß macht das Judenheft der ,,Frcidcutsclien Jugend“ zum Gegenstand einer cingehenden Besprechung. Siegfried Wcitzniann unterzieht Max Fischers Heine-Biographie einer wertvollen Kritik. Max Fischer versucht zwar, Heine aus seiner jüdisehen Persönlichkeit zu begreifen. Aher für ihn ist das Jüdische in Heine das Beengende, das Negative, dem , er die Entwicklung eines Friedrich Stahl gcgcnüberstellt, der es vom Juden bis zum Verfechter christlich-germamsther Ideale gebracht hat. Demgegenüber betont Weitzniaim in überzeugenden Ausführungen, daß man Heine nicht als den deutschen Juden, das Gemisch von Deutschtum und Judentum, sondern als das Produkt des jüdischen Volkes aus der Zeit seiner tiefsten Erniedrigung, aus der Zeit der Emanzipation heraus verstehen müsse. R. Salm an widmet dem Tode J. L. Katzeiielsolins (Buki ben Jogli) innige Worte der Würdigung seines Schaffens und seiner Persönlichkeit. Robert Weits di verstellt den üedichtebaml Ludwig Franz um seines Leidens willen und weil Elijahu den Sieg über Jacob Pfefferkorn in seiner Seele schließlich davonträgt. In der Tage furchtbarem Wirrsal, in der Zeiten Schrecknis und Verwirrung wirkt der Geist der Versöhinnig, der über Arnold Zweigs jüdischer Tragödie schwebt, wie ein leiser Hauch einer fernen Zukunft. Einer Zukunft, der unsere innigste Sehnsucht gilt. Der neue ״Rath" Keine Kritik soll liier gegeben werden; bei uns wird ohnedies zu viel kritisiert. Sondern nur angezeißt und empfohlen soll werden, und allen, die es noch nicht wissen, soll gesagt werden: ״Hier ist das liebräisehe Lehrbuch, das ihr brauchet und־ über dessen Nichtsein man soviel geklagt hat! Seit dem letzten Delcgiertcntag ist es wohl jedem Zionisten und durch deren Wirkung auch den anderen Juden Deutschlands zum wachen Bewußtsein geworden, daß die Grundlagt* der jüdischen geistigen Existenz die Kenntnis der hebräischen Sprache ist. Allerdings war cs ihr Schicksal, auch in zionistischen Kreisen mehr gelobet als gelernt zu werden; mm aber scheint endlich die Zeit da zu sein, wo jeder Einzelne weiß, daß von ihm diese persönliche Arbeit verlangt wird, ohne die er an das Tor des Judentums nicht hcrankann. Auf dem Delegiertentng sprach man davon, daß ein Buch in Vorbereitung sei, Ich weiß nicht, welches gemeint war, aber icli weiß, daß nun eins da ist, denn ich habe jetzt mit großer Freude die neue Auflage von Raths ״Sfat amen u“ durchgesehen und glaube, daß es geeignet ist, ein hebräischer ״ Ploetz“ zu werden. Das Lehrbuch von Moses Rath ist ohnedies — als einziges brauchbares in deutscher Spr.1clu■ abgefaßtes —- schon sehr verbreitet; es muß also nur noch gesagt werden, daß die zweite Auflage eine sehr wesentliche Erweiterung und Verbesserung erfahren hat. Wir hallen mm ein Buch, mit dessen Hilfe man mit oder ohne Lehrer Hebräisch lernen kann, wenn man den guteil Willen hat. Es wäre sehr zu wünschen, daß das Buch in den Schulen cingcfiilirt und damit der beäugstigern! sinnlosen mechanischen Ucbcrsetzcrci ein Ende gemacht wird. Das Buch bestellt aus dem in deutscher Sprache verfaßten Lehrbuch, enthaltend die Regeln der Grammatik, Vokabeln und Ucbersetzungsaufgaben, dem hebräischen Lesebuch, enthaltend elementare Uebungssät/e, Fragen, Paradignieiitafeln, Gedichte und Lesestücke aus alter und neuer Literatur (die moderne Prosa ist einem zweiten Teil Vorbehalten), und dem ״Schlüssei“, enthaltend die Ucberr-etzungcn der deutschen Aufgaben (für Selbstunterricht), Sehr zu begrüßen ist die Aufnahme der Kursivschrift. Manche Regel könnte vielleicht, besonders im Anfangsteil, mit Rüdesicht auf den Selbstunterricht etwas ausführlicher gefaßt sein. Jedenfalls seien wir froh, daß wir mitten im Krieg so ein Ruch erhalten haben, für das wir dem Verfasser danken wollen. Nun aber gehet hin und lernet! Im Felde. R. W. * Abraham Grünberg (derzeit Prag): Ein jüdischpolnisch-russisches Jubiläum (Der große Pogrom von Sicdlcc i 111 Jahre 1 1)0 6). Prag 1916. Selbstverlag. 4755. Ein Flüchtling hat diese Geschichte des bei uns wenig bekannten Pogroms von Sicdlcc (in Russisdi* Polen) geschrieben, die dein Historiker zweifellos eine wichtige Erkcnntnisquellc sein wird. Wir wollen nicht nacherziililcn, was er aus den Schrcckcnstagcn erzählt, die er, zum Teil im Kerker, mitgemacht' hat; auch mit seinem blindwütenden, sien allem Seclenvcrständnis absichtlich verschließenden Russenhaß soll nicht polemisiert werden. Nur ein paar kleine Züge seines Bildes sollen unterstrichen werden: wie der jüdische Arbeiterbund seinen jungen Nachwudis erzieht, indem er die Wcrkstiittc am Abend zur Schule verwandelt, in 1 der neben Rechnen und Russisdi auch das Schreiben von Briefen in Jidisch und das Verstehen von — Frcmdwortcn gelehrt wird, letzteres, damit die Lehrlinge Jargonliteratur lesen können. — Dann: Der Pogrom hat begonnen. Das Judenvieriel steht unter Ar־' tillcricfcucr. Rabbiner und Vorsteher werden zu den russischen Behörden gerufen und sollen die Namen der sozialistischen Parteiführer nennen. Es ist der Rabbiner, der cs durchsetzt, daß niemand angegeben wird. Und das Artillcriefcuer setzt neuerlich verstärkt «in. - Dann: Derselbe Rabbiner, dessen Namen wir leider nicht erfahren, widmet sich unter steter lebenswahr dem Dienst der Verwundeten und holt sich den Kenn zu einer Krankheit, die ihn bald darauf hin rafft. Und neben dem Rabbiner geht der katholische Geistliche Her Polen durch die jüdischen Gassen. — Doch liier sind wir schon bei dem aktuellen Teile des kleinen Büchleins angclangt. Grimberg selbst Nationaljude, weil! die Judenfreundscliaft der Polen nicht hoch genug zu preisen: ״Denn katholischen Polen hatte wenigstens die Hälfte der jüdischen Bevölkerung ihr Leben und teilweise audi ihr Hab und Gut zu verdanken, denn sic stellten sieh für uns förmlich unter Hintansetzung ihres eigenen Lebens in die Bresche,“ Man möchte seinem Optimisinus, seiner Polemik gegen Brandes, Bernstein und Birnbaum, gegen die jüdische Presse gern recht geben, würden nicht Tatsachen der jüngsten Zeit (schon nach Drucklegung seines Buches geschehene Tatsachen) gegen ihn zeugen. Beachtung verdienen seine Worte jedenfalls, b. Literarische Mitteilung An der Stelle der vor kurzem eingestellten jüdi- Bischen Tageszeitung in Warschau, das ״Warschauer Tagcblatt“ erscheint seit einigen Wochen unter der gleichen Redaktion eine Wochenschrift ״Das Volk“, um die sich die Schriftsteller der ״Volksgruppe“ sammein, Die bis jetzt erschienenen Hefte befassen sich unter anderem eifrig mit der Bekämpfung des Zionismus i i x 1

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