Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXII (1917)
- Issue
- Heft 3 (19.1.1917)
- Date
- 1917-01-19
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 3 J U EL/* 5C H - RUNDSCHAU Seite 29 :rden. [i mrniil I 1 trat•: »i inhan- « feinen pueidftrdcn junter- 1 |c s:'״ It ‘der l! kost* l hat, J tt ge* legier*!sorgt Eure «men! listen, melier! zic* I dem! c In* kel,! wie Mehr fhare Btioil rotier s ist, nsclie nnen, tin- Lei- •uppe t der fleich i die "• und nisti- Mcg-;1!;- 1- * ״ i״-״• dien >16 j ünfte Na- ‘allen Dies rher- 1915: turde 200) ebnis •stcr* Jland ebiet Hand 1615, tnada iwciz!!and 3329, tpten erner idere 11 en itc!» Sl ' -4 :e‘ :it Le* nr!r>׳s- C1SS neue ( CCS Inc'lil von eneriientcd er- Pdä- ■Dem 1 Le- *,beit 1 Bt :!n Je 11׳* fc:hc k ht k. ht Im Douglas Aliens Camp, lsle of Man, hat sieh mit Genehmigung der Behörden ein ״Jüdisches Comite“ gebildet, das in diesem Winter zweimal wödientlieh Vorträge jüdischen Inhalts veranstaltet. Das Thema eines Vortrages lautete: ״Jüdische Geschichte im Mittclaltcr und der Neuzeit“, ein anderer Redner sprach über ״Die Institutionen der /ionistiselten Organisation". Beratungsstelle für Jüdische Verlags-Angelegenheiten im Anschluß au den Dclegiertentag haben die in Berlin anwesenden Mitglieder des neugebildetn Hauptansehusses für jüdische Kulturarbeit eine erste Ber.1tung ahgchaltcii, Ls wurde besprochen, wie mit den Arbeiten zu beginnen sei. Die erste Arbeitssitzuug des I lauptauschusses wird im Mürz stattfinden. 111/wisdien ist das Programm für einige Vorarbeiten testgelegt wollen und als erste Einrichtung des 1 lauptausschusscs ist die Beratungsstelle für jüdische Verlags-Angelegenheiten gegri'mdet worden. Die Leitung dieser Beratungsstelle hat Herr M. Galvary übernommen. Die Beratungsstelle stellt Autoren und Vereinen in allen Angelegenheiten, die die Herausgabe von Biiehern, Broschüren oder Zeitschriften betreffen, zur Verfügung. Auf Wunsch w ird sic die Verhandlungen mit den Verlegern führe« oder bei den Verhandlungen behilflieh sein. *> Ueber diesen geschäftlichen Teil hinaus soll die Beratungsstelle den Autoren mit Rat und Hilfe zur Seife stehen in allen Dingen, die Art und Form der Veröffentlichung betreffen. Briete mul Anfragen sind au Herrn Oberlehrer Moses Calvary, rrossen a/O., zurichten. Aus Palästina Der Verein ״Hadassa“ aus Amerika (Präsidentin Miss Szold, New-York) führt, wie aus Jaffa berielitet wird, auch während der Kriegszeit sein Arbeits- Programm durch, wird den erhöhten Forderungen gerecht und konnte sogar seinen Arbeitskreis ausdehnen, Die Tätigkeit des Vereins umtalit drei Hauptgcbiotc und zwar: Hilfe bei Geburten und Wödmerinneuiüri* sorge, Poliklinik für Frauen und Kinder (Dr. Kagan), Tradioinbehaiulhuig in jüdischen Schulen (Dr, Ticho), Die Hadassu ist die einzige Organisation in ganz Paliistina, die ambulante mul erste geburtshilfliche Arbeit leistet. Ihre Tätigkeit auf diesem Gebiete erstreckt sieb aut: i. 1. Untersuchung der Schwangeren vor der Gehurt durch den Arzt, 2. Entbindung und Pflege der Frauen durch geschulte Hebammen. 3, Acr/tlichc und medikamentöse Hille bei anormalen Fällen. ׳ ־־׳ Vom September 1915 bis l()lö ist in 312 Fallen Hilfe bei Gehurten geleistet worden. Dabei waren 2 Stcißcivt- Wickelungen(, I / inge 'bei tiefer Querlage, 1 Wendung.bei Querlage bei Piment,•1 praevia und.mehrere Dammrisse, Bei sehr komplizierten Füllen und besonders bei un* günstigen hünslielicu Verhältnissen wurden die Frauen vor der Geburt in das ,,Scbuare Zcdck“• Hospital gebracht, wo die Entbindung von Herrn Dr, Wallach dtirehgcfülut wurde. II, In der Poliklinik für Frauen und Kinder wurden seit der Gründung vom 26, Januar 1916 bis Septemher 191(1 2197 Fülle behandelt und zwar: a) Kleine, aiulmlanie gyiiaecologische Operationen: Gurettc, Polyp-Abtragungen; b) Regeimiiiligc Behandlung chronischen, gynaccologischcr Fülle, iü. Die Trielnmiheluuullung in Schulen bezieht sielt aut folgende 21 jüdische Anstalten: Hebräische Knabenfind Mädchenschule, Hehr. Lehrerseminar, Knaben• und Mädchenschule sowie 2 Kindergärten des Hilfs- Vereins, F.velina Rothschild-Mädchenschule, Kindergarten und Arbeiterscltule, Alliance Knaben- und Mädchenschule, Arbeitersehule und Kindergarten, Talmud Tora Tifcret Israel, Gurdjiseln׳-, Jemenitische-, Doreseh Zion- Talmud Tora; Glieder Tora; Tachkcmoni Glieder Tora; Spitzenschule. Die Arbeit ist folgendermaßen organisiert:: Regclmäbigc, dreimonatliche ärztliche Gesamtunter• suciiuitg aller Schulen, tägliche Behandlung der Kranketi nach ärztlicher Weisung durch ausgebildcte Schwestern, vier/chntiigige Untersuchung der Kranken zwecks Kontrolle und eventueller Bchandlungsiinderung durch den Arzt. Medikamente erhalten sämtliche Scitttlen ums.mst. Die 1׳ iste Uiitersnelmiig vom Mai bis Juni 1913 gab: 1237 K1 •mki׳ von 1523 Schulkindern, also ו! ״()9 27 Novemh er 191) bei 29$ö Untersuchungen 19 05 ״n Januar 1915 3113 ״ ״״14,73 Januar 1916 3555 ״ ff ״;״12,38 Juni 191() 3132 ״ tp ״״11,33 Jn den Ferien findet die Behandlung während der Ausspcise/eit der Kinder in den Schulen oder Volks, küchen, z. T. auch im Lemaatt Zion-Hospital statt. Die Behandlung erstreckt sich auch auf alle äußeren Augenkraiikheiüit. Nötige operative Eingriffe und even* tuelle Spitalspflege finden in der Augenklinik Lemaan Zion statt. Es wurden Tracltontakranke festgestellt im Jahre 1916 von Mai bis August bei: 3132 Untersuchungen 354 Fälle -- 11,33״« in jiidi* sehen Schulen, 342 Untersuchungen 113 Fälle 3'3,04";o im türkischeu Waisenasyl. (L e h r e r * K u r s c) Der Lehrerverein in Jerusalem, zusammen mit dem pädagogischen Rat, eröftnete Abendkurse für Lehrer, Bis Jetzt kannte die jüdische Lehrerwelt in Palästina solche Veranstaltungen nur wähnend der Ferienzeit.* Die Dozenten sind Herr S. Schiller, der zwei Vorlesungen (Psychologie und Geschichte der Philosophie) und Herr E. Rubinowitsch, der drei Vorlesungen in der Woche (Palästiiiensische Flora, Allgemeine Botanik und Astrouomic) hält. Bis spät am Abend sitzen die Aer/te und Lehrer, die einen schwierigen Arbeitstag hinter sich haben, und folgen aufmerksam den Vortragenden Do- /eilten. Mit jeder Vorlesung nimmt die Zahl dieser Lehrer-Schüler zu. (V o r t r ii ge) Die Vorlesungen, die der Lehrerverein in Jerusalern jeden Sonnabend Abend veranstaltet, werden initiier aktueller und interessanter. Die Vorlesung des Herrn Li f seliltz über ״Das realistische und humanitäre Er* Ziehungssystem“ rief eine lebhafte Debatte hervor, die drei Abende in Anspruch nahm. Ebensolches Interesse weckte auch der Vortrag des Herrn Boruchow über die ,,Erziehung in Palästina und ntiilerltnlb Palästinas", dem sielt die erwähnte Debatie ergänzend anschloll. (Kurse für Kunst arbeit) Anfangs Dezember wurden in Jaffa Abendkurse für Kunstnrheit mul Malerei erölfnet. Die Leiter der Kurse sind die Künstler Eisenstein Glitt mann, Rosenzweig. Nawott und Frl. Halpcrin, Vorläufig finden die Kurse zweimal wöchentlich in den Räumen des Spektorsaalcs statt. (Ein Abend im J a f f a e r G y m n a s i u m) Am 19. Gheswan veranstalteten die Schüler und musikaliscli-vokaliseheii Abend, der sich bei den vielen musikaliscli-vekaliselten Abend, der sich bei den vielen Besuchern, darunter auch gegenwärtig in Jaffa weilenden österreichischen und deutschen Offizieren, gro- Ben Erfolges erfreute. Zionistische Bewegung Argentinien. Die Zionistische Föderation In Argentinien hat dein Provision:11 Exccutive-Gonnte bisher 107 000 IKillars lür Hilfsaktionen überwiesen. 20 Prozent dieser Summe sind iiir Palästina bestimmt. Auch organisatorisch leistet die Föderation sehr viel, sodalt sowohl die National-Fond-Eingänge wie auch die Schekelsutiunlmigen einen erheblichen Aufschwung ge• nominell haben. Amerika. Am 12. November fand in Herrisberg die Jahreskonferenz. der Zionisten in Pcnsylvauien statt, an der 49 Delegierte teilnahmeii. Die Konferenz faßte eine Anzahl Resolutionen bezüglich der Organisierung der Nationalkmdarbeit, der Notstandsaktion, sowie der Vorbcreitmigs,arbeiten zum Jüdisch-amerikanischen Kongreß. Die Kimteren/ wählte einen Arbeitsausschuß mit dem Sitz in Philadelphia. Das Zentralkomitee der Amerikaiiisehen Federation war durch Herrn Louis Ljpski vertreten. An den Verhandlungen nahmen als Gäste die Herren M. M Seheiiikin (Jaffa) und der Sekretär des Nationalfonds Dr. Epstein teil. England. Das wachsende Interesse, das die jüdische Jugend in England au den Zielen des Zionismus nimmt, doknmentiert sich unter anderem in den Arbeiten der ״London Univcrsity Society“. Dieser Verein wendet sieh besonders an die akademisehe jüdische Jugend Englands und versucht, durch Abhaltung von Vorträgen, Veranstaltung von Kursen in hebräischer Sprache, über jüdische Geschichte und die Geschichte des Zionismus ״Propaganda durch Erziehung“ zu imahcii. Diskussionsabeiulu, die vor dem Kriege wöchentlich abgchaltcn wurden, trugen dazu bei, weitete Kreise mit den Ideen des Zionismus bekannt zu machen. Die ״London Univcrsity Society“ hatte bis zum Ausbrucli des Krieges ihr eigenes monatlich erscheinendes Organ ״The Zionist“. Der Verein bemüht sich jetzt, durch die Verbreitung zionistischer Lektüre größere Propagaiulu zu machen. Infolge der besonderen Verhältnisse an der Londoner Universität kann die Mitglictierzahl des Vereins nur eine bescheidene sein. Und es entspricht auch der Absicht des Vereins, eine klcinere, aber gut ausgebildcte Mitgliederzahl zu haben, die später imstande sein wird, für die jüdischen Interessen mannhaft einzutreten. * (P i n s k e r (c i c r in London) Unter dem Vorsitz von Herrn Dr. Gastcr fand zum 25j;ihrigen Todestag von Dr. Leo Pinsker (17. Dezember) eine Massenversammlung in London statt, die zu einer grollen zionistischen Demonstration w urde. Nuhum So ko low fesselte die Aufmerksamkeit der Versammelten mit seinen tiefschürfenden Betrachtungen über die Zeit und Persönlichkeit des verstorbenen Führers, die er in einer formvollendeten hebräischen Rede zusummen lallte. Herr Leon Simon las einen Brief von Ach ad llaam vor, den eine Krankheit verhinderte, der Feier hci/uwohiien, Prof. Glutin! Weizninnn hielt eine jfulisehe Rede, Eine englische Rede von Dr, Gast e r Schluß die Feier.* Am H). ds. Monats wurde eine Pinskerfeier im Westen der Stadt veranstaltet, die von einem zahlreichen Publikum besucht war. Die Festredner waren Israel ZangwiU und Prof. Ghaiin Wei/.mann, Frankreich. Die Zionistische Arbeit in Frankreich entwickelt sich erfreulich weiter. Am 4. Oktober 1916 veranstaltete die ״Gruppe der Zionistischen Studenten an der Sorbonne“ ihren 5, Vortragsabend, bei dem anläßlich des Todestages David W o I f f s o h n s Herr Bern- Seid eine Gedenkrede hielt, Herr S. Kagan sprach über «Jas Thema ״Jiddish und Zionismus“. Der 6, Vortragsabend dieses Vereins (and am 14, Oktober statt. Die Herren Hermann und Kagan sprachen über den verstorbenen Dichter S, F ru g und lasen mis seinen Werken vor. Sodann referierte Herr S o 811« v i c k über , D ie Judenfrage in Polen“, Die ״Zionistischen Gruppen des 3, und 4. Kreises“ veranstalteten am 5, November ihren ersten gemeinschaftlichen ,Vortragsabend, unter Vorsitz von Herrn M, Rosman, Herr Bcrnfeid sprach über die ״Zionistische Arbeit in Paris“ und wies auf die Wichtigkeit einer straffen Organisation und natioini-jiuliseher Jugendarbeit hin, Herr Leibovici spraeli über die tinan/iellcn ln!.titut*.>ne»j der Zionistischeu Organisation, Schekel, Zcntralfond, Banken und Nationalfond. Der JUilisehc Jugendverein ״U 11 i o n Amicale d e la J <• 1111 e s s e J ti i v c“ veranstaltete am 18. Noveinber eine Zusammcnkunlt unter dem Vorsitz von Herrn II. Sega I, Herr M, Lovel hielt einen Vortrag über die ״H e I a g e r u 11 g J e r u s a i 1■ m s 1111 r e h T i t u s“, Lin gr..lies um der ״Zionistischen Gruppe des IS. Kreises* arrangiertes I ii d i s c 11 e s Volks- 111 e e t i n g Find am 2t), November unter dem Vorsitz von Dr. Haffkine statt. Die Herren M. Herold, Vize* Präsident der Liga für Menschenrechte, Andre Spire, . sowie die, Deputierten Lcmguet lind Muutet hatten ihr Fernbleiben schriibitli entsUiuliligt, Die Herren Jacobson, Awni, ( einher:;, Maury und Braunstein hielten Ansprachen, in denen sie die gegen* w,artige Lage des jüdischen Volkes in allen Ländern und seine Zukimltsaussichten besprachen. Die Versaitinduii; nahm einstimmig Resolutionen an, in denen die Notwendigkeit weiterer Bestrebungen zur Erlangung der bürgerlichen und politischen üleithberedi* tigung der Juden in allen Ländern lind Errichtung einer jüdischen Heimstätte in Palästina zum Ausdruck ge* bracht wird, Oesterreich. Die Zionisten Oesterreichs haben während des Krieges •in vorbildlicher Weise bewiesen, dali trotz .aller Schwierigkeiten viel geleistet werden kann, wenn die richtige Energie aufgewandt wird und ein fester Wille vorhanden ist. Die Nationalfonil-Land-Spende hat bisher nirgends eine solche Förderung erfahren wie in Oesterreich. Die Zionisten Oesterreichs haben einen grollen Teil der Flüchtlingsfürsorge auf s'ch genommen mul stellen au der Spitze vieler großer (hiteriulummgen, die zu diesem Zwecke ins l eben gerufen wurden sind. Trotzdem linden die österreichischem Zionisten Zeit, auch unter sich die zionistische Idee zu vertiefen und sic durch tüchtige Propagandaarbeit bisher indifferenten Kreisen zugänglich zu machen. Die Veranstaltung zahl* reiiclter Vorträge ist der beste Beweis datür. A1111 13. De- /einher sprach Dr, Nathan Birnbaum (Mathias Acher) über das Thema ״Oer Chassidismus und seine zeitgenössischc Apothcse“ in der Aula der Wiener Universität. In der ״Lese- und Rcdchallc jüdischer Hochschüler“ sprach am 16. Dezember Dr. Abraham 'Schwadron über ״Zionismus und Pazifismus“, woran sich eine rege Dis• kussion schloß. Max Brod sprach über seine ״Erlebnisse mit den Ostjuden״ im ״wiener Komitee zur Aufklärung über ostjüdische Fragen“. Der Vortrag wurde von einem zahlreichen Publikum begeistert aufgenommen. Zu Ehren des 25-jährigen Jubiläums des Dichters Bialik veranstaltete der Verein ״liitci Israel“ in Rymanow einen Bialik-Abend, an dem Dr. B. Goldmann eine hebräische Rede über Bialik hielt. Von den im Kriege und durch den Krieg erstandenen Fürsorgceinrichtungcn verdient das Wiener Armen- Ambulatorium des Zionistischen Zent r a 1 k o m i t e c s für Krieg sfliichtlingc he on* dere Anerkennung.׳ Seit׳ Bestellen des Ambulatoriums wurden 79 982 Patienten behandelt. Es gibt besondere Abteilungen für Augenkrankheiten, Chirurgie. Frauenkrankheiten. Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinderkrankheiteii, Nase• und Kehlkopf*. Nerven-, Ohrenkranklieiten; ferner besondere Abteilungen für Orthopädie und für Zahnhcilkunde. Polen. Knlisch. Sonnabend, den 2J. Dezember, wurde in der zionistischen Synagoge eine G 11 a^i u k a 111 e i e r abgchaltcn. Nach dem Gottesdienste sprachen einige Redner über die Bedeutung des Glianukkaiit'estcs, der Makkabäer und die Grundlage des Zionismus. Mit dem Gesang der ״Hatikwali“ schloß die Feier, Das eingesetzte provisorische Komitee hat die Leg a 1 i s i e r u 11 g d er z i 0 n i s t i s c hen Ortsgruppe veranlaßt. Rußland• (P in s k e r t e i e r in Moskau) In der großen Stadtsynagoge wurde am 17, De/einber ein Gottesdienst zu Ehren Lea Pinskers ahgehalten. Eine eindrucksvolle Rede hielt Rabbiner Dr. J. Mase, der unter anderem erzählte, wie vor 25 Jahren, zur Zeit des Todes von Pinsker, der Vorstand der Gemeinde und der Rabbiner es ablehnten, das Andenken des Toten in der Synagoge zu ehren. Der Redner selbst trat damals an den Vorstand heran, um die Erlaubnis datür zu erwirken, und erhielt eine ablehnende Antwort, da Pinsker ״in seinen letzten Jahren entgleist sei". Diese ״Entgleisung“ war es aber, was Dr. Pinsker die Un- Sterblichkeit verliehen hat. Jetzt ist es der Vorstand der Gemeinde selbst, der die Feier veranstaltet und der Rabbincr ist es, der die ״Entgleisung׳* Pinskers, die in seiner ״Autiieuiau/ipaiitm" zum Ausdruck kam, von der Kanzel herab weihevoll zu feiern sielt verpflichtet1 fühlt. Am 28. Dezember fand eine große Pinsker- Feier im großen Auditorium des Polytcch uik u m s statt, veranstaltet von den ״C h o w e vv e S p h a t Ew er‘. Die Festredner waren Dr. J. Tschlenow, J. Grün bäum und Wl. T jo na k in, Tripolis. 'Die Zionistische Ortsgruppe in Tripolis, die kürzlich eine Jüdische Bibliothek ins Leben gerufen hat, hat jetzt hebräische Sprachkurse lür ihre Mitglieder eingerichtet. Der Verein zählt 350 orgauisierte Mitglieder, die ihre Schekel an die Zionistisehe Föderation von Italien entrichten. Aus aller Welt Aus Rumänien. (Zur gegenwärtigen Lage der Juden in Kumäni e tt) Seit der rumänischen Kriegserklärung gab es keine Möglichkeit, zuverlässige Nachrichten über die Lage der Juden in Rumänien zu erhalten. Die Gerüchte über Pogrome in Galatz und Jassi, wie die bald darauf folgenden Dementis trugen wenig zur Aufklärung bei. Nun veröffentlicht der in New-York erscheinende he-