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Jüdische Rundschau · 1917-01-05 · Heft 1 (5.1.1917) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 1 (5.1.1917)
Date
1917-01-05
Page
– (sequence 7)
Language
German
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M» i § f i י-/ Nr. I Praxis ihr Palästina liodi nicht fest/usteilen gewescii, Man inult■ niktiirlich, will num di« KoUmir.Miou beschku- ״'gen, and! an ״Halbbnuernstelleii“ denk:'״ und an pan/, kleine Betriebe mit Gemüsebau, intensivster Milch- Wirtschaft ״, dergl. Oetiingcr übersieht das nicht, doch kann das, nicht die Begründung großer Kolonie» überflüssig machen, ,eher können jliese solch kleine t irüiuiungeii erleichtern, Unsere l»flicht ist danach, zunächst' die Mittel zur Begründung einer ersten ״Hundertfamilicn-Kokwie" zu beschaffen, liine Million Francs l.ambpende ist dazu notig. Etwa '200000 Kronen haben Oesterreich-Ungarn dazu bisher aufgebracht. Mindestens das Gleiche ■müssen wir jetzt in Deutschland aufbringeu, ohne dabei die andern Uiitcr-Abtcihingeii unseres Natioualfoml.s zu vergessen, vor allem den, HeimstäUenfoiid und den Geiiossciuschaflsfond, welch letzterer, wie immer wieder zu betonen notwendig ist, nicht bioß die Sicdlungsgenossenschalt zu versorgen hat. Diese neue großzügige Sammelarheit dürfen wir nicht, bloß unser« gewiß überall sehr tüchtigen und arbeitsireudigen Nationalfond- Koiiiinissionen überlassen, sondern ■jeder Zionist, insbesondere jeder der hier Versammelten, hat die unabweisbarc!,flieh(, liier mit Hund an/uiegen, muß die gesamte Judensclia ft seines Ortes und dessen Umgvbung möglichst persönlich dafür zu interessieren versuchen. Nur so wird etwas zu erreichen sein, Wem die Aufgabe! noch zu winzig oder zu gering erscheint, der kann, sie sich ja vervielfachen״ Es stellt ihm ja frei, seine Propaganda so großzügig zu gestalten, so viel Mittel 'zu beschaffen, daß nach Friedensschluß nicht nur eine, sondern gleich mehrere Himdcrtfaniilicn• Kolonien begründet werden können. Näheres über ״Methoden 1111,11 Kapitalbedarf jüdischer Kolonisation“ linden Sie 'in einer so betitelten Schrift Göttingers, die eben in der Nationalfond-Bibliotliek erschienen und auf die ich Sie hei dieser Gelegenheit, aufmerksam machen möchte, wie auch auf die andern Hefte dieser Bibliothek und die bisher erschienenen Hefte von Ercz Israel. Es sind das nicht etwa Propagandaschriften, die nichts Neues bringen, sondern ernste Wissenschaftliehe Literatur, die wirklich von jedem, der an unserem Kolonisationsprobleni Interesse nimmt, nicht gelesen, soliden; studiert werden müssen, Nun würde dieser Tage gesagt: Man, solle doch nicht jetzt, wo so gfolk* gegenwärtige Not zu lindem ist, für so etwas wie ,,Landspc11.de" sammeln und das dafür bereits gesammelte Geld lieber zu Uuterstützungszwecken für galizische oder polnische oder litauische Juden verwenden. So sehr ich dafür bin, daß für diese Zwecke von unserer Seite besondere Summ■ hingen vtraiistallef werden,so meine ich doch, daß das eine das andere nicht z.u stören braucht, Hs gibt Leute, die jlebcr, für einen Zweck geben, der gegenwattiger Not allhilft, andere wieder,’, die' lieber dauernde Hilfe, sodab' Hilfe schaffen. Wie der eine cs vorzieht, für sein, Geld gut zu leben und der andere es /um Kapital werden zu lassen, um danit die Zinsen zu gefließen, während er jetzt lieber etw'as 'entbehrt, Daran, daß von dgn bereits für die La1ulspcn.de gesammelten Geldern jetzt etwas für Unterstütziiiigszweekc abgegeben wird, ,ist natürlich schon vom teil; rechtlichen Standpunkt aus ‘nicht zu denken, selbst wenn auch vielfach der Nationalfond in Palästina, wie erst kürzlich unser Fmnhl Dn Nawratzky in der Jüdischen Hund• schau“ i/usgl'fülirt hat, nicht bloß dem Landerwcrb dient, sondern ,für andere Zwecke in Anspruch genommen wird, Aber eben ,nur iii Palästina. Ob im übrigen der Nationaifond sich luer mit Recht oder Unrecht beteiligt, bleibe heute dahingestellt mul unu11ters|1el1t, Uns Cie Id der Land sp en de ist jedenfalls einzig und allein zum Bodcnkauf bestimmt und deshalb schon möchte ich Sie alle um Ihre besondere Unterstützungen dieser ncuauf• genommenen Arbeit ׳ dringend bitten. Dali Sie dieser Bitte entsprechen wollen, bitte ich Sie, auch durch inögliehst einstimmige Annahme folgender Resolution zum Ausdruck zu bringen: . Der außerordentliche Delegiert (!!)tag der• deutschen Zionisten von Bild erklärt cs for die Pflicht eines jeden Zionisten, die Mittel des Jüdischen Nationalfonds zuin Bodenkauf durch eifrigste Bemühung für die Lamlspeiide zu fördern. Beschließen Sie, meine Damen und Herren, in diesem Sinne und handeln Sie in diesem Sinne, ״Das Land harrt ■der Befreiung, die Menschen harre» der Erlösiing.M : Es wird nunmehr beschlossen, zunächst in eine Diskussion über dieses Referat einzutreten und erst dann die allgemeine Diskussion über die Referate vom Montag lortzuset/en. Die Redezeit wird auf 10 Minuten fcstgcsetzt.. , . Jakob Reich - M ü 11 c h e n: Die Kriegslaudspeude in Deutschland z.u propagieren, ist eine Unmöglichkeit. Bei der, Gründung dieser Institution in Oesterreich war gewiß guter Glaube vorhanden, Es ist aber doch nicht möglich, sofort nach *dem Kriege große Massen in Palästina anzusiedeln. Die Propaganda wird mit einer unzulässigen Begründung der Landspende geführt. Selbst der vorsichtiger abgefaßte Aufruf der deutschen Samrnelstelle des Jüdischen Nationalfonds Ist nicht zu vorwenden. Es ist ausgeschlossen, daß wir sofort nach dem 'Kriege eine große Anzahl von Juden neu in Palästina ansiedeln können. Sie weiden nur sagen, daß■ ja auch nur von der Ansiedlung von hundert Pamitten die Rede ist. Tatsächlich bekommt aber die Sache in der Agitation efn ganz anderes Gesicht. Ich beantrage, den Nationaliond zu veranlassen, die begonnene Propaganda für die Landspendc in Deutschland elnzustcllcn, Dr. Kurt NawratzkI-Berlin: Ich spredie weder für noch gegen die Landspende, ich möchte nur folgendes klnnrtdltii * Meines Erachtens kann es sich hier nur darum han• dein, noch cinett neuen Zweig der Propaganda zu achaf- JU EDI £•€ it E HUN DOCIIhU «;11, Wir Ivoi'ii bis jetzt bereits eine ganze Keilte von Unterabteilungen des Jüdischen Nntional-Fonds, Jedoch konnten «lk':c lür SotuJmwcckc bestimmten Untergruppen nicht mit den jeweils vorhandenen Mitteln auskoin• men und der J, N. F. mußte daher über!Gebühr ilmcn mit seinen Geldern unchhclfeu. Der J. N. F, konnte deshalb und auch, weil in der türkischen Gesetzgebung die notwendigen Voraussetzungen fehlen, bisher bekanntlich nicht oder wenig dazu verwandt werden, wozu er in׳• sprüiiglich bestimmt war. Auch mit der Lanüspciulc wird es _wol;l daher kaum anders geiicn!, als zuin Beispiel mit der Oe!h:1umspc׳ude. Wenn man audi das Geld zum Landkauf aufbringt, so Ichlen nämlich wieder die Summen, die zur Durchfüll• ■ rung der Kolonisation oder Bepflanzung des Bodens nötig sind. Bei sehr teuerem Boden beträgt der Bodcnpreis ca. die Hälfte, bei billigerem aber nur ein Drittel bis cm Vierte! der Gcsamtköstcn. Wenn man aber später für geeignete Leute, z. B. Kriegsinvalideu, die «ach Palästina gehen wollen, Koloiiieu schatfen will, 80 sollte man dies nach dem ausgezeichneten Schema von Octtingcr tun, aber dafür dann einen Spezialfond schaffen, der die gesamten Kosten und nicht nur die des Bodens übernimmt, aber in dieser Form nur der Landspende ist es nicht durclraiiülircu. . Es ist wohl richtig, daß man für ciiieii Spe/ial/week leichter Gelder bekommt aber ich bitte Sie, bei der Propaganda auch zu licdeukeii, ob num das Versprochene auch du.rel! führen kann, und wo wollen Sie die zur Bcwirt!:dtailu11}!1 de* Bodens Wer Landspendc Verhältnis» mäßig hohen Summen licrnelimen? Dann sammeln Sie doch lieber für oj-iicn speziellen KolonUat ions» foud. Das ist klar und kann jeder verstehe», Es ist meines Erachtens nicht allein notwendig, daß man Gelder für irgend etwas bekommt, sondern daß man nicht den falschen Eindruck erweckt, als ob das Geld den Versprechuiigcu gemäß verwandt wird resp. verwendet werden kann. Man munmelt Geld ,und die Leute wollet« etwas Konkretes sehen, was aber dann nicht geschaffen werden kann. Das führt aber zu Enttäuschungen bei denen, die die Gelder!!ergaben. Will inan tu Zukunft etwas Reales schaffen, so beachte man das Folgende: Eine Kolonie für 100 Familien kostet minimal unget ä h r zwei Millionen Mark, man kann ja in Palästina nicht mit ganz bestimmten bumincn rechnen. Diese Gelder müßten aber aufgebracht werden, den J, N.F. würde ich dabei außer Betracht lassen. Der J. N. F. ist zwar für bestimmte Aufgaben begründet!worden, die er a'ber, wie erwähnt, nicht erfüllet! kann, deswegen hat er sielt bereits anderen zugewendet. Man hat ihm daraus einen Vorwurf ■gemacht, aber da er 1111111 einmal festgelegt ist, muß man sich damit abfindeti. Seine Arbeit ist allerdings dadurch unsystematisch geworden. Bei der Laudspcitde «möchte ich daher wicht 11 aheu, daß man sich einseitig festlegt. Wenn man für solch eiiiicu Zweck Gelder lin/beu will, so soll inan den Leuten Ragen, wir wollen tiadt dom Kriege wenn möglich viele und geeignete Leute und! Palästina lirin• gen iiuul sie ansicdeln. Wir wissen auch noch nicht genmi, wie teuer dies ist, ungefähr betragen die nötigen Summen 2 Millionen Mark für je HSO Familien. Man will aber doch nicht nur Propaganda lür di« Auf• hringung von Mitteln treiben, sondern auch tatsächlich in der Lage sein, sie dann so zu verwenden, wie sie die Gelwr gedacht haben. Praktisch möchte ich daher vorschlagen, nicht lür eine slogcnaimte Land spende, sondern lür einen ihr entsprechenden Kolon isat i o 11 s f o 11 d zu sammeln, Davis Trietsch •Berlin: Ich erkläre mich lür I die Landspeiule, obgleich ich der Ansicht hin, daß wir viel dringendere Aufgaben habe«, pber ich glaube,, daß die Landspendc uns erhebliche Mittel zuführen kann die für andere Arbeit nicht zu haben wären. Ich habe aber das Wort dcshaln genommen, ,um der rechnerischen Begründung entge• genzntreteii, die ich lür ein Hindernis lür die Landspendc selbst halte, mul die ich außerdem für einen grüßen Unfug halte, Insofern nämlich, als liier eine nationale Hilfsarbeit in Anspruch genommen werden soll, die mit nationalen Mitteln eher kleine landwirtschaftliche Arbeitgelier als eigentliche selbst arbeitende Landwirte schaffen will, Wo die kleinste Landwirtschaft am Platze ist, die gerade noch eine Selbständigkeit gewährleistet, wllman kleine Gutsbesitzer schaffen und das mit nationalen Mitteln, die'angesichts ,der noch nie dagewesenen Notlage mit der äußersten Sparsamkeit verwendet werden sollten. Ich habe bei der Ausarbeitung der Prospekte für die Lßiidspende getan, was ich tun konnte, um herausfallen zu lassen, was irgendwie sogenannten präzisen Ziffern gleichsam, um nicht bei irgendwelchen rechenkundigen Tl.'ebaneru den Eindruck zu erwecken; daß ein ungeheurer Apparat in Bewegung gesetzt wird tiir die Ansicdlung weniger Einzelner. Der Referent erwähnte, Oettingers Ziffern würde» sich vielleicht als zu hoch heraussteilen, aber wenn man mit' weniger auskommt, sei es gewiß gut. Das wäre richtig, wenn es sich um verhältnismäßig kleine Verbilligungen handeln würde. Es kann aber keinesfalls gelten, wenn ■ein Unterschied hcrauskommt von etwa »/!״ oder ./f der genannten Summe. Dann kann man nicht sagen, die Sache ist nachgerechnet worden oder sie hat sich' in der Praxis günstiger gestellt. Vor kurzem war in deutschen Zeitungen eine kleine Diskussion erschienen, hervorgeruien durch Professor Bailods Darstellungen von Kolonisationsmöglichkeiten in Palästina. Er hat sich dabei Palästina vorgenommen und dessen Möglichkeiten berechnet und auch die Kokrnisationskosten in den Kreis seiner Betrachtung gezogen. Er kam dabei auf Mk. 600.— pro Kopf oder ür eine Familie Mk. '3000.— und zwar unter Zugrundelegung ungeheurer allgemeiner Verbesserungsarbeiten, die den Erfolg beschleunigen sollen, andernfalls würden sich sogar nur etwa Mk. 20110.— ergeben. Das ist in unserer Presse in einer typischen Weise behandelt worden, Wir haben In unsere« Blättern fast ggmiclits darüber ru lcseit bekommen, aber nicht etwa, weil eine grolle Oegnerschaft bestanden hätte. Herr Dr. Jacobson hat mir gesagt,■ daß er den Plan habe, diese Ballod-Debattc tür Propagandazwecke zu verbreiten. Das tut man doch sicher nur, wenn man darin Möglichkeiten sieht. Ucbrigens existierte doch auch einmal eine Hilfsaktion für die Vcmeniten. Damals konnte man Haui und Land Seite 7 lür 1000 Frcs.. haben. Wie verhalten sich diese Notslaiulsziffcni zu den jetzigen? Die Leute, an die wir uns wenden, sind nicht so dumm, daß sie sich eiureden lassen, man könne mit unseren beschränkten Mitteln Millionen Menschen helfen. Die Hauptsache ist doch auch nicht Palästina sondern das jüdische Volk. Man hat anderwärts und bei allgemeinen jüdischen Hilisakti״- neu schon Leuten mit 50 oder 100 Frcs, helfen können und solche Aktionen zeigen, daß man in der geeigneten Weise in zahllosen Fällen mit sehr kleinen Mitten! hei* fei! kann, sodaß auch unsere Summen reichen würden, tun sehr weitgehende Hille zu leisten. Ich verwerte die Argumentation für die Landspendc durchaus und bezeichne es als eine Unterlassung ungcheucrlichster Art, daß wir bis heute nicht die Möglichkeit gehabt haben, diese sachlichen und rechnensehen Grundlagen jüdischer Kolonisationsmöglichkeiten in Palästina halbwegs anständig zu erörtern. Selbst die Bußodsdie Anregung ist so verlauten, daß ich den Hauptteil der Diskussion stellen mußte. Eine uer Bedeutuug der Sache halbwegs entsprechende Würdigung ist 111 c h t erfolgt. In der Landspendc, soweit sie nicht auch aut solche mangelhafte Methoden festgetegt wird, sehe ich jedentalls ein Mittel, erhebliche Gelder für unsere nationalen Zwecke nutzbar zu machen. isaak Feuerring - H a 11! e r s t a d t: Ich möchte nur zwei Anregungen geben. Uns lelilt eine eingehende Systematik der Palästina Arbeit, eine Zusaiiimeiitragung alles Materials, Uebcr 'die Frage des Luudkauis in Palästina herrschen geteilte Ansichten. Gute Palästinakeimer sagen, es sei nicht zweckmässig, weiter Boden zu kauten, wem! man nicht genügend jüdische Arbeiter 111 Palästina hat, um ihn z.u bearbeiten, sonst schalle inan sieh nur selbst eine Konkurrenz lür die jüdische Arbeit, Das Hauptbureati des Jüdischen Natioitahonds witd in vollkommen iinkaufmüiiiiischer Weise gc.eitet. Fiii große Kpemleit, die gegeben werden sollen, werden zu viele Bedingungen gestellt, so daß man olt, wenn man nicht ein guter Zionist wäre, sieh um solche Ditlge nicht mehr kümmern würde. Das Hauptbureau müßte in solchen Fällen entgegenkommender sein. Zahnarzt Wolff-G un zc 1111 a u s en: Der Aufruf lür die LmuUiKiide hätte nicht von dem iüdisdien Nationalfond allein, sondern gemeinsam mit anderen au Palästina interessierten Organisationen ergehen müssen. So wurde ja seinerzeit auch mit gutem Erfolge in der Yeiueniteii-Aktioii geurbei tet. Der Redner stellt die Anträge ob der Versuch gemacht worden ist, die Agudas Jisrocl oder den 1 lilfsverein zur Mitarbeit lieranzuziehen. Justizrat Dr. Bodenheimer-Cö 111: Die Landspendc ist durchaus kein neues Sainmeliiiittel, sondern nur von den österreichischen Zionisten jetzt stärker propagiert worden. Die österreichischen ITeuiidc haben dies in der Hoffnung getan, daß cs möglich sein wird, Kriege, u, die in Not geraten sind, oder geeigneter. Juden Ga.izieus die Möglichkeit zu schäftet! in Palästina eine Existenz als Bauern zu finden. Ich möchte nur empfehlen, die Begründung, die in dem Aulruf de! deutschen Sammebtel.e des Jüdischen Nationaliönds gegeben ist, etwas ab zuändern. . Die Landspende selbst ist für den Judj chca Nati nalfoud eine Notwendigkeit geworden. A11 und für sich ist der Nationalfond selbst nichts anderes, als eine Landspende größeren Stils. Der Zweck des Natioiialfouds ist zunächst nur die Erwerbung von Land zu ewigem Besitz. Nachdem dringende Aufgaben an den Natio- Haltend herantreten, hat er xicli;111 diesen beteiligt, weil er die bereit liegenden Mittel zu dem HjiupizwccK nicht voll verwenden konnte. Dadurch kam man zu den Oe'־ baumpflanzungen. zur Gründung der Nätit nalfonds-Farmen usvv. So ist es gekommen, daß die Mittel des Nationahonds mehr und mehr für diese Zwecke verwendet wurden und ihm die Freiheit genommen wurde, nach einem großen systematischen Zic.e zu arbeiten. Nun ist es notwendig, einen Fond zu schatfen, der für nichts anderes verwendet werden kann, als (ür die eigentlich’« Aufgabe des Nationalfonds: die Landspende. Herr Reich stellt folgenden׳ Antrag: ״Der Dclcgicrtcntag lehnt es ab, die mit neuer Begründung vorgeschlagenc Lamlspemlc zu propagiereu“, Dr. Arthur Hantke: Es ist noch nicin.1l!; vorgekomlüen, daß die deutsche Saiiimclstclle des Jüdischer! Natlonalfonds eine Anordnung’ des Hauptbnreaus des Jvidisehen Nation ßfoiids abgelchiU hat. Die Behörde,׳ die hierüber nt entscheiden* hat, ist der Kongreß.• Ich schlage Ihnen vor, die Natioiiallönds-Kommiss o!1 darum zu ersuchen, den Aufruf gemeinsam mit dem Gcschätsführenden Ausschuß nochmals duichmpiüen. (Per Vorschlag wird angenommen.1) Herrn Zahnarzt Wolff möchte ich erwidern: Es gibt etwas viel neutraleres als die Lanidspeiide, nämlich das /Hilfswerk für Palästina. Wir sind seinerzeit׳ an alle jüdischen Organisationen I.eräugetretet!, um ein* gemeinsames Hilfswerk zu gründen. Wir wollten in dieser Sache nicht a'lcir! Vorgehen. Die großen Organisationen haben aber abgelebt«. Sie wissen, daß unsere gemeinsame Arbeit mit einer Reihe an Pa'astina interessierter Organisationen schon bisher schöne Erfolge gehabt hat, insbesondere haben eine große Anzahl von Gemeinden das Hilfs- \*erk unterstützt. Der hillsvcrcin* hat scirte Sammeltätigkeit für Palästina im Großen und Gänzen eingestellt. Es erscheint wenigsten!; kein Aufruf mehr. Die Orthodoxie arbeitet unter ihrer Flagge.' Ich glaube, daß es keinen Zweck gehabt hiitle wenn der Nationalfoiul sich wegen* eines gemeinsamen Arbeitens für die Landspendc mit den von Herr«. Wolff genannten Organisationen in Verbindung gesetzt hätte. Fs gelangt hierauf uie vor! Herrn Schachtel ge- *teilte Resolution zur Verlesung; ״Der außerordentliche Dclegicrtcntag der Deutsehen Zionisten von 1016 erklärt es für die Pflicht eines jeden Zionisten, die Mittel des Jüdischen Nationaifonds zum Bodenkauf durch eifrigste Bemühung für die Landspciiide zu fördern.“ Die Resolution wird angenommen. '11 Professor Dr. Otto war bürg 1 Ich möchte mich hier zu dem Verhältnis unserer Gesamtorganisation zum Nationalfond äußern. Die Kritik, die an der Koloms.v

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