Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXII (1917)
- Issue
- Heft 51 (21.12.1917)
- Date
- 1917-12-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 410 jU EDISCt, 31U M DSC i .0 Nr. 51 »ehe״ Pläne. ״nge schon“, schreibt sie, 71.11״h•!! nmeriklinische Milli! :!■ und amerikanische Phikuitlui»!h ii;ui dem neuen /i. ». Iicrumgcdokteri, au einem Judenstaut, der die zerslr״״(e11 Kinder Israels, ,soweit sie danach Sehnsucht hnin׳n,Wieder aufiiimmt,“ Die Dtisseldorfer Zeitung“ vom Fi. Dezember nennt das englische Versprechen ״schlangenklug“ und spricht von den moralische» Frobri'iingeii, die England schon vor dem Krieg in Palästina zu niaeiien bestrebt war. Audi die ö s t c r r e i c 11 -1111 g a risc I! e Presse nimmt nn der I )iskussion des J ,.11! s I i 11:1 j 1׳! < - blems lehliafteu Anteil. Die ״Neue Freie Pres Ne“ liiill es zw1;׳r, ihrer Tniditioii geiniill, seheinhar für überflüssig in ihren Ausfiilinuigcu über die IkdcuUtfig der letzten Ereignisse in Palästina den Zionismus auch nur mit einem Wort zu erwähnen, dagegen «her versteht der ״P e s l r r Lloyd“, der am II. Dezember dem Falle Jerusalems einen Leitartikel widmet, sehr wohl die Beilentimg der englischen und miierikanisclie» Sympathien für den Zionismus. Die Zeitung stellt cs als sicher hin, dal! die Besetzung Jerusalems der Agitation für den Zionismus nt'tien Zündstoff gehen wird. Beachtenswerte Gedanke» zum Palästinaprohleiii äufiert das Zcntralorgai! der dem• sehen So/.ialdentokratie in Oesterreich, die ״A r b e i - ter-Zeit 1111g“ vom 12. Dezember. Das Organ stellt fest, dall die Vorgänge in Palästina und Deutsch-Ostafrika für die Engländer zwei grolle Erfolge darstetlen. Fs ist der Ansicht, dal! England durch die lirrichtung eines selbständigen jüdischen Reiches ״den Vorteil und die Annehmlichkeit hat, von Jerusalem ans ebenso das jüdisch-orthodoxe, wie von Mekka aus das moliammcdänische geistliche Denken zu beeinflussen. Zum Schlull soll auch die Stellung nicht unerwähnt!)leiben, die das Organ der deutschen Orthodoxie, der Frankfurter ״Israelit“, der sieh bisher zu den zionisiisclieii Pliincu ablehnend verhielt, in seiner Nummer vom ft. Dezember zu dem Standpunkt der Zionisten gegenüber der englischen Regierungserklärung geitommen hat. Das Watt schreibt: ״Der Standpunkt des Zionistischen Aktionskomitees ist durchaus korrekt uml wird auch bei den Mittelmächten als vollkommen loyal gewürdigt werden. Fine andere Frage ist natürlich, inwieweit cs heute überhaupt möglich ist, mit der Türkei, die sich in Paliislina gegen Existt'iizveniirhliing verteidigt, über friedliche Konzessionen zu verhandeln. . , , : Wir haben Oriind zu der Annahme, dnli auch die• dcnlschc Regierung eler Befürwortung!eines malt• vollen Paläsliiiiijuogramnis, das die Smiveränilätsreelik• der Türkei unangetastet liillt und sich im wesentlichen auf Sicherung wirtschaftlicher und kultureller Bcläti• gungsfreilieit beschränkt, durchaus geneigt sein wird, sobald die Lage einen derartigen Schritt gestattet.“ * Kriegsminister O. d. 1. v. S t ö g c r S t e i 11 e r machte im JleeresausschtiO der österreichischen Delegationen folgende Mitteilung: ״Aus den bisherigen Meldungen geht hervor, dall die Fiu• nähme Jerusalems kampflos erfolgte mul die Stadt keinen Schaden erlitten hat. l.atit Ver• Sicherungen der osmnnischcn obersten Heeresleitung sind mutwillige Beschädigungen ausgeschlossen. Die türkische Stellung westlich von Jerusalem wurde in der Nacht vom S. auf den <J. d, überrumpelt, worauf siel! die Türken durch die Stadt gegen Osten zurück* gezogen haben. Die Stadt Jerusalem soll nunmehr aulleihalb des unmittelbaren Kampfgebietes liegen." Die Aufnahme der eagUschen Erklärung in Rußland Aus Kultlaiid trafen eine Reihe Nachrichten ein, die grolle Wirkung der englischen FrUllirmig auf jüdische Oeffentliehkeit Rnltlands wiederspiegeln. Am 2(1. November begab sieh eine Delegation Zentralkomitees der Zionisten Rnltlands, bestellend aus den Herren A 1 e i 1111 i kovv , l)r. Bru/kus, 1t. Guldberg, linsow und Dr, K a t z c 11 e I s!! 11 11, zum englischen Ikilsehaller in Petrograd Sir Bucha• (in n, um lim zu ersuchen, der englischen Regierung den tielgelühllcii Dank der Zionisten Rnltlands zu über• mit lein. In der von l)r. Kal/eiielsohn vurgelragenen feierlichen Deklaration wird unter anderem der wiederholten Syinpathicbezetigiingcu der englischen, Na* lion für das jüdische Volk gedacht, wie sie in den' Allgeboten der englischen Regierung betreffs Ll-Ariseb und Ug.mda zum Ausdruck kamen. Das jüdische Volk werde Palästina in ein kraftvolles Kulturzentrum verwandeln, in dem der Geist des Bibclvolkes wieder zu neuer FntlaHung gelangen werde. Das jüdische Zentrum am ZtuSiahierv des Weltverkehrs werde dem Völkerfricden umt dem Fortschritt der ganzen Menseheit dienen. Das jüdische Volk werde die Rechte der iiidit-jüdischeii Lnmlcshcvolkcrtuig lioehhnltcn. Sir Buchau .ו n dankte der Delegation in warmen Worten für die Kundgebung. Das Zentralkomitee der zionistischen Studenten* Organisation ״Hcchawer" veröffentlichte einen Auf* ruf, in dem nach Würdigung der Bedeutung des Fr* cignisses gesagt wird: ״Lin Teil des Weges liegt bereits hinter uns, ein gröberer ,Teil steht uns noch bevor. Der jüdische■ Staatsgedanke ist rpminehr proklamiert, uiKcre Aufgabe ist. es, diesen Gedanken m verwirk* liehen . . . Wir dürfen , nicht dii! Schwierigkeiten ver* gessen, die für uns.die Zukunft noch'birgt. Wir haben vieles erreicht, wir müssen aber. yprwärfs schreiten“. , Eine große zionistische , ‘ Versammlung, die der 1״'*cltawer" .darauf ,ja Petersburg cinbericf, faßte einstimmig eilte Resolution, in der da* ge* *aiute Judentum ״zum Beginn , einer neuen Epoche *ciiifr nationalen WiederbrD!n1;1g׳•, Jicglückwünncht uml die die de• die jüdische Jugend, liisliesottdere die jüdische Stmieu tcHsduiH aufKcionk’H wird, sich <U׳r hrvot- Klebenden Volksarheit zu widmen. Die Versammlung begrüßte ferner die leitenden Organe der Zionistischen Weltorganisation und wünschte ihm’» eine fruchtbare For|set/1n!g ihrer segensreichen Tätigkeit. Deher iilmlieln׳ Mas»#t1v1T.sn111mlmf1j;cn wird auch ans der Provinz beneidet, In Polozk fand eine Ver* Sammlung von 211(10 Jaden statt, die mit Fnthusiasiniis ״das erste Manifest der Zionistischen ()rganis.'ibnn“ anfnahm. In Taiiibow fand ein Volksmcclhtg, veraiistalh'l von den ״Z e i r e * Z i <> n“, Klatl. Linen tic* len 111111111(1; machte die Frklflruug auf die jlidi* sehen Soldaten. Das ״Vereinigte Koinilee der s(1/ial־/i(mistischen Fraktiiuien der XII, Armee" veröifentlielde eine Erklärung, in der das Gefühl des I ntzüekens über die englische I )eklarniioii zum Ausdruck gebradit wird, ״Wir beglückwüiischeii - schließt die Frklärmig das allweUliehe Jiideiitum zu der neiteit ' Fpoelie des Z.ioiiKnuis und sind tief überzeugt, dall die schöpferischen Kräfte unseres Volkes mit Hilfe der ge* sainlen I )emokratie die freie Entwicklung des jüdischen Volkes in! .׳iiitoiiomeii Palästina verwirklichen werden.“ Die Freude über die Erklärung dej englischen Regiernug reicht aber weit über die Reihen der Zionisten hinaus. So wurde am Sonnabend, dem IS. November, während des Morgeugebctes in der großen (lliiir* Synagoge zu P e t v r s b u r g von Rabbiner Dr. Fi s e 11 * stadt eine Predigt über die Bedeutung der Erklärung uml über die Pflichten des Judentums in diesem entscheidenden historischen Augenblick gelullten, Audi in allen anderen Synagogen der Stadt traten besondere Redner auf. Nach einer Mehlung der ״Neuen Züricher Zeitung“ fand in Odessa unter Mitwirkung politischer Fiiieht* linge aus Rumänien eine Kuiulgelnutg statt, an der sich etwa 10ל<!()() Personen beteiligten. Dem englischen Gcucratkousut wurde eine Adresse Überreicht, in der die Juden Odessas König Georg, der britischen Regierung und der britischen Nation ihren wärmsten Dank bekunden. Der Konsul, der auf dein Balkon erschienen war, hielt eine Ansprache, in der er versicherte, dnli England alles tun werde, 11111 den Juden die Rückkehr in ihre alte Heimat zu ermöglichen. Vor dein h'onsidat der Vereinigten Stauten fand eine ähnliche Kundgcbiuig .statt, Am folgenden Tage ülicrbr,׳teilte eine R a b b i 11 e rd e I e g a t i o n dem britischen Ueueralkonsul eine Dankadresse. Die Rabbiner erklärten, die Rede des Konsuls werde in allen Synagogen wiederholt werden. Die allgemeine russische O e f { e 11 tl i c 11 - keit ist durch die gegenwärtigen Vorgänge in Rußlaud derart absorbiert, *laß die englische Erklärung naturgemäß nicht die entsprechende Aufmerksamkeit finden .konnte. Doch widmet die Presse dem Ereignisse ausführliche Befrachtungen. ״Bi rs 011 c w i j n Wje־ domosti“ schreiben: ״Die Hebergabe Palästinas an die Juden 11.1־t eine ungeheure Bedeutung für die ganze Weltwirtschaft.“ Die Moskauer ״Rttsskija Wjedomosti“ sehen im Akt der britischen Regierung ein Zeichen des Nahens des Weltfriedens. Sozialisten über den Frieden und die Judenfragc*) 2. P. J. Troclstra Der Führer der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Hollands, P. J. Troclstra, äußerte sieh über die Judenfragc in der folgenden Weise: ״Fs ist eine unleugbare Tatsache, *laß die Judenfrage in ihrem gegenwärtigen Stadium eine nationale Frage geworden, dal! sie nicht mehr eine Frage liloil burgerlichei׳, d, h. individueller Gleichhrrcelillgtiug ist, Diese Auffassung 11,•11 in den Rcilum der So/iaiisiiscäen liilcrmnioiiale erst in letzter Zeit Platz gegriffen, leb muH bekennen, daß icii seihst hier!ungelernt habe, und zwar in hollem (bade durch die Itekanulseliafl mit den Po a 11׳ /, i o 11, Die Judciih’agc ist in den l.:indem der jüdischen Masscusicdluug, in Rußland, Polen, Galizien und Ru• niäiueu eine der wichtigsten nationalen Fragen und ihre Losung, ist mir auf Grund der P e r s o n a 1 a u t 0 11 o mj *• möglich. Die Juileiifrage bedarf der internationalen Regehing, wie dies vom Priednisuiauifest der iiculralen ,l)ele- Kationen in Stockholm gefordert wird, weil sie von allen nationalen Tragen die■ internationalste ist. Die Zerstreuung der Juden in so vielen Ländern, die Taisaehe, dall sie nirgends eia geschlossenes Gebiet bewohnen, daß sie überall zu den nationalen Minderheilen gehören, daß sie überall auf personale Aldonoiiiie angewiesen sind, die Tatsache ferner, daß die ungenügende Lösung der Jmlenfrage in einem Laud ungünstige Wirkungen auf dir Lage der Juden in :uideren Ländern mtslöst, das alles drückt der Judenfrage ihren besonderen Stempel auf um! macht den internationalen Schutz für das jüdische Volk zur Notwendigkeit. Ich kann cs absolut nicht begreifen, wieso man den Juden eigene S c I! 11 len, die ihren nationalen Bedürfnissen• Rechnung tragen sollen, verweigern will. Das widerspricht jedem B.lligkeitsgefühl. Fs ist im all'- gemeinen falsch, dem Staat die unbeschränkte Gewalt über.die Erziehung der Jugend in die Hraul z.u geben. Wir in Holland haben das erkannt und haben in unserem neuen Schulgesetz den Eltern die letzte Entscheidung über die Art der Erziehung ihrer Kinder überlassen. Der Staat unterhält alle Volksschulen, auch die privaten, -insofern sie in liezii״ auf den Lehrplan einem . *>. .'1:;*־'׳. Nr. 40 der ־"• IDciie;) l!11:!:l'(;!utt׳׳, voiy.csdii'k'bi'iH'ii Minimum von Anforderungen ent* sprechen. Alles arnlcic wird dem fuicu Spiel de! geistigeu Kräfte überlassen. Nur (!:!durch konnten wir den inneren Frieden au(־ dem Gebiete der Jugcmter/ichun;: bewahren. Die Juden (U llollond haben bisuer keine Somienniiisclie hiimichtlieh de* Ei zu hitngsw eseii; ge- ■inlU'iT, ,•111er ich bi» über/( ugl, daß, wenn sic einen eigenen Schnlvci'cin bilden uml Schulen i.1 eigener'Ver* Wallung gründen würde», sie unter den allgemein gellenden * Voraussetzung eil die Mittel dazu .ins der Slaalskassc bekommen wimlcii. Dieser < irimdsnt/ müßte in Nnlimialilälcnslanli'ii auf die nationalen Miiiderliedc» entsprechende Anwendung finden, l'.s ist mR in den Stockholmer Vorkonferenzen aut• gefallen, mit welcher Reserve sich die u k r a i!1 i » e 11 e 11 und jüdischen Vertreter zum Gedanken eine.. 1111• abhängigen Polens verhüllen, von welcher Angst sie beherrscht waren, die Polen könnten ihre Selbstständig,keit zur Nicdeihallung der nationalen Minder- . heilen mißbrauchen. Ich gcstelir, daß 1e!1 die VerhälHtisse in Polen /־n wenig kenne, um mir ein Urteil darüber bilden zu können, inwiefern diese Augst begründet ist. leb hin aher jedenfalls überzcugl, dalt die loidcmupeu der Ukrainer uml Juden herecliligt s.nd mnl daß in den Gebieten, wn die Polen die Mehrheit der Üevölkciung bilden, auf internationalem WigeMaßnahmen dafür getroffen werden müssen, dall die Freiheit ilci׳ Polen nicht die Unterdrückung der nationalen Minderheit(•» bedeuten sali. Wie die Stellung der Juden in Polen geregelt werden soll, da rüber haben wir von! Jüdischen Sozialistischen Arbcilervcrbaml P o a I e - Z i o 1» einen interessanten Gesetzentwurf erhalten, der ein wert' volles Material für die Internationale Kommission der Mächte sein wird, die das Statut des F'ricdensbuude» der Völker aus/uarheiten habe« wird. Mit großer Verwunderung hörten wir seiten» s o z i a 1 i s t i s e h e r Parteien in Pol e a 11 n d Oesterreich, dall große sozialistische Parteien Po• lens und Deutsch•()esterreiehs ihre eigene Nationalität als herrschende befrachten umt sieh für die Befrei- 1111g unterdrückter Völker nicht genügend betätigen. Da« ist aher schließlich begreiflich. Die Sozialdemokratie wollte ja bis /um gegenwärtigen Kriege mit Rücksieht auf den Klasseitkaiitpf die Bedeutung der natioitalen Frage nicht anerkennen. Das war aher Vogel- S t ra 11II• P o I i t i k. Die sozialistische Well sUhlln'iiie die Dinge in einem anderen Liebt, Einerseits erfordern die Interessen eines dauernden Friedens die Lösung der 11;11 i o 11 a I e 11 Frage, a allerer;eit* haben wir eine in ehr föderative Auffassung von der Demokratie bekommen, gewissermaßen eine Reaktion gegen de» übertriebenen Zentralismus und Automat sums der (ran* zösischeii Revolution. Man glaubte früher, Demokratie bedeute, dal! die Hälfte plus eins die Hälfte mintu eins regieren uüisse. Sie bedeutet heute Fir uns;"’״Alles Wesentliche und Eigene, das KulUtrwert hat »ml der Ausfluß des *Willens alles Lebendigen, sie'h atisz.uieben, ist, iiiut', die Gelegenheit der freien Betätigung 11*kommen. Ich glaube, daß bald nach dem Krieg ein Revcil kom* Uten wird, worin das natioiiale Element sieli äußern Wird. Die Welt wird dadurch vielgestaltiger und Inter* essanter werden. Was Palästina betrifft, so halte ich die Forde* rungeii des Pon 1 c ־ Z i o 11 - Ve r 11 a 11 d e s zur Stockholmer Konferenz für durchaus berechtigt. Alle Hinderuisse für die jüdische Einwanderung uml Koloni* sation in Palästina müssen beseitigt werden und cs nuil! dem jüdischen Kolonisationswcrk durch internationale Rechtsverhältnisse die Möglichkeit freier Entwicklung gesichert werden. Ich bin kein Freund koinimuiistisehcr Kolonien, wie sie in früheren Jahrzehnten als Mittel zur Lösung der sozialen Präge ins Lehen gerufen wurden. Die jüdische Kolonisation in Palästina entspringt aber ganz nmleren Motiven. Sie will den entwurzelten jüdische» Massen wirtschaftliche Arbeit«* gelogenlicit hielcn uml stül/.t sieb auf starke nationale Triebe. Da׳! Jüdische Volk hat Anspruch darauf, daß ihm die I reihfit der kolonisatorischen ISiTätiguag gesichert werde, Deshalb (ordert unser l'riedensnf.iaifest den internationalen Schutz für die jüdische Kolonisation in Palästina.“ ־** St rauch er, Stand und Stricker beim österreichischen Ministerpräsidenten Am Freitag, dem 7. Dezember, hat der Minister- Präsident Dr. v. Seidlcr die Führer jder österrcicliischcn j ü d i s c 11 -11 a t i o 11 a I e n I» a r t e i aiipfangen. Es erschienen bei ihm Abg. Dr. St raue her, der gewesene Abg. Stand und Ingenieur Stricker. 1 e Abordnimg präzisierte in längeren Ausführungen die \v mische der uationalgesiiinten österreichischen Ju* (len und stellte insbvsoiidere an die Regierung die Poider 11 ng, daß ׳bei der Neuregelung der österrcidii eich Verhältnisse der Vertretung der nntionaP orgamsierleii Jr.iensUmft der gebührende Einfluß gesidiert werde. Der Ministerpräsident erklärte, daß de»! Verhalten der Jmlciisiuaft Oesterreichs im Kriege voll* stes und uiieiugesiiiräakte.s׳ Loh ■gebühre und daß in der kürzesten Zeil .dcn Vertretern der nationalen Juden* sc ta t ucle^eihieit werde, ihre Forderun^a» in der eiitspieeliemleu Form vorzuicgeii und zu bf gründen, ' * ' ־ - - ■ Alle in der Jüclinchen Rundschau besprochenen oder erwähnten Bücher sind mit Ausnahme efer in» Ausland erschienenen durch de« Jüdischen Verlag (j. m. b. H., Berlin W, 15, Sfichaische Straße l>» S s<*