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Jüdische Rundschau · 1917-12-07 · Heft 49 (7.12.1917) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 49 (7.12.1917)
Date
1917-12-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Zweifellos. hevinflnfH durch die Siege Englands im Orient, hat 'die Deklaration doch einen solchen Wortlaut, daß sic von• jeder Regit'• rang abgegeben oder gebilligt werden kann, die dem jüdischen Volke in aufrichtiger Freundschaft gegenüber• sieht. Es wäre daher durchaus verfehlt, wenn man die Zustimmung zu der Deklaration als eine einseitige Stellungnahme auffaßt . . . Die sorgsam abgewogene Formel der .englische» Regierung, die sich fast wörtlich mit unserm Friedens• Programm deckt, liebt die jüdische Land frage absolut «us dem Bereich des Wcltstreites. Der Meinungsstreit im zionistischen Lager dürfte daher mm sein Lude erreicht haben. 111 der Zeit de! grüßen praktischen Arbeit, die jetzt heraiinalicn wird, wird es sicli zeigen, daß die Zionisten aller IJimlct eine geschlossene einheitliche nationale Phalanx bilden, den Kern des jüdischen Volkes. Die Union surrte 111111:1 den Zionisten aller Lager muß unverzüglich hcrgestelll weiden,“ I Die deutsche Presse und der Zionismus Immer wieder nehmen die deutschen Zeitungen und Zeitschriften Stellung,?.um Zionismus und dem aktuellen Problem der zionistischen Arbeit in Palästina.. Die in Berlin erscheinende ,,Konservative Monats• sclirift“ bringt in ihrem Novemberheft einen kur• zen Aufsatz unter dein Titel ״Der bisherige Erfolg der Zionisten.“ 111 diesem Aufsatz wird insbesondere die kolonisatorische und kulitir 1־ c Leistung׳ , gewertet, die der zionistischen Arbeit in Palästina zu danken ist. Die ״Konservative Monatsschrift“ faßt die Weitung in dem einleitenden Satz zusammen: ״Die Zionisten, die vorläufig die Schäftung einer öffentlichrechtlich gesicherten I leimstiitte für das jüdische Volk in Palästina unter der türkischen Regierung erstreben, haben in zwanzigjähriger Arbeit doch schon viel erreicht.“ A11sderRcihedcrTagcszcitunK.cn, die sich mit ■der politischen Bedeutung des Zionismus beschäftigen, ist der ״Düsseldorfer Oe n c r a I n n zc i g e r“ hervorzuheben, in dessen Nummer vom 28, November dem Wunsche Ausdruck gegeben wird, die deutsche Regierung mochte, wie die tnglischc, den Zionisten die Hand reichen, dem! sie habe bei ihrem Ereiimisdiaflsvcrilältiiis zur Türkei doch sicherlich mehr Hin!1111) auf diese als England. ״Die Souveränität der türkischen Regierurig über Palästina soll nicht augclastcl werden, wohl aber sollte es doch möglich sein, daß Deutschland bei der Unterstützung, die es bisher der 'liirkci aiigcdeilicu ließ, schon jetzt dem deutsehen Einfluß in Palästina zu einer Wirkung im Rinne des Zionismus verheilen kann. Die deutsche Regierung könnte dann einer Mas- «cnansiedlimg von Juden daselbst die Wege ebnen und •ilmeti ein gewisses autonomes Sclbstvcrwaltung'srecht von der Türkei erwirken, deren Vorteil cs doch ist, dar Land mit tüchtigen Bürgern zu besiedeln.“ Auch die katholische Presse beginnt sich intensiver mit der ־ zionistischen Frage zu befassen. Die ״G c r in a 11 i a“, Berlin, hat sich schon früher wiederholt z.u der Frage geäußert und in ihrer Nummer v״m 7. November nochmals in einem längeren Artikel die Stellungnahme der ״Jüdischen Rundschau‘1 besprochen. Es wird von der Germania vermerkt, daß die Rundschau ״auch in objektiver Weise von unserem (der (iennania) Aufruf an die Christenheit, die Frage der Zukunft ries tll. Landes, scharf im Auge zu behalten, Kenntnis ge-, 11«:innen hat.“ In diesem längeren Aufsatz der Gerniania findet sich, wie wir feststcUcu können, bereits kein Wort der Ablehnung gegen den Zionismus mehr, wie in den früheren Aufsätzen. Die Germania referiert nur in ebenfalls durchaus objektiver Weise über unsere Stellungnahme 11ml schließt daran ihrerseits den Ausdruck der Hoffnung, ,,daß durch die fortwährende Dehaiidlung der PaUistinafrage in der jüdischen Presse und besonders durch die Bestrebungen des Zionismus die Christenheit nach und nach lüuschcn wird, wie uubedingt notwendig cs ist, daß sic sich gleichfalls für die Zukunft des Ul. Landes interessiert.“ Ein anderes katholisches Organ, der angesehene ״Rcgcnsburg'c r Anzeiger“, nimmt am 25. November in einem Artikel ״Ein ׳Judenstaat Palästina?“ eine sehr zustimmenJe Haltung ein. Der Aufsatz knüpft au eine Besprechung eines Vortrages über den Zionismus an, den kürzlich Major End res in Stkkleutsdilatid gchalten hat. Nachdem der Gewährsmann des Regenshtirgcr Anzeigers über diesen Vortrag referiert hat, gibt er dazu sein eigenes Urteil nl>, für das ihm die Redaktion des Regensburger Anzeigers die Vcrantwor- (1mg überläßt. Dieses Urteil ist insofern von Interesse, als cs ausdrücklich ,vom katholischen Standpunkt uusgeht. Es lautet: ״Auch vom katholischen Standpunkt aus ist der Gedanke eines Judenstaates In Palästina nicht ohne weiteres abz^ldincn. Zu den l'orderungen gehören aber: erstens, daß die Zahl der in ga1tt11115ffijm!ra«1111t111;w111;i111ts;;f1i!K11111t111a1111tii1111!111ti1111ä11!1111ii1H11111!11111| | Mitglieder ״Versammlung | «J * der | I Berliner Zionistischen Vereinigung. | | Leo Herrmänn: | p — ------ . — .!2 1 ״Pie jüdischen Kongress- | 1 beweßunflen.“ § i Dienstug, den tl. Dezember 1917, pünktlich 1 1 6'» Uhr abends, im Rcsiourßut Alt-Boyern׳ g || Potsdamer Strafte 127/126. §j «PtH!itlll!tlill!tÄt!tEtl!lllHIISIIIiHI!IJil!llllt!:k:2l«l'IISIIffltllllll!llitllllll,1|illllllllitil»SllllllI Palästina angcsiedeltcn Juden im ■Verhältnis zu jener der übrigen Bewohnerschaft so groß sei, daß die Erriclitm!g eines Judenstaates möglich sei! zweitens, daß die nicht jüdische Bewohnerschaft vor jeder Bcdiückung gcsichert sei; drittens, daß die heiligen Stätten der Christen und diesen deren Besuch völlig gesichert sei; viertens, daß der Judenstaat unter Oberhoheit und Schutz der Mittelmächte siehe. Die Errichtung eines solchen wäre sogar zu bcgrüßen, weil dann in diesem Staat ein greifbarer, unverkennbarer Vertreter des Judentums vor der ganzen Welt dastümlc, der, zu allen Welt- und Kulturfragcu verantwörtlich Stellung nehmen müßte, sodaß der jüdische Nationalwillc unabstreitbar als solcher zum Ausdruck käme.“ Während sieh hier ein katholischer Urteiler, im Einklang mit den bekannten Aeullerungcu des Papstes zu Sokolovv, vom katholischen Standpunkt aus mit der Anerkennung der zionistischen Arbeit in Palästina — von der Errichtung eines Staatswesens, das er liegrü• flen würde, ganz abgesehen — einverstanden erklärt, gibt es ein sozialdemokratisches Organ,' welches seine ablehnende Haltung gegen den Zionismus u. a, auch mit den Bedenken stützen will, die es bei gläubigen Christen voraussetzt. Es scheint demnach, daß der Gewährsmann der ״Vo 1 k s s t i m rti e“, des in Frankfurt a. M. erscheinenden sozialdemokratischen Organs( für Süddeutschland, die Voraussetzungen, auf die er seinen am 20. November erschienenen Aufsatz ״Groß- J> r i t n n n i c 11 u 11 d d er Z i o 11 i s m u s“ atifbaut,.nicht gut geprüft hat. Jedenfalls laßt sieh dies mit Sieberheit in Bezug auf die Schilderung sagen, die er einerseits der Eignung Palästinas für Sicdlungsz.wcckc, andcrerscits dem Wesen, den Entstehungsursadicn und den kolonisatorischen Zielen des Zionismus angedeihen laßt. Der Beurteiler kann sich von der alten Auflassung nicht freimadicn, 11,1B der Zionismus nur als eine Rcaktion gegen den Antisemitismus zu betrachten sei. Es kann daher auch nicht überraschen, daß er auch nicht die Bedeuiung des Zionismus für das Ostjudentum erfaßt und dem Zionismus überhaupt nur ein Scheinteilen zusprechen will. Es müßte gerade gegenwärtig nicht schwer sein, sich auch nur bei einiger Aufmerksamteil für das jüdische Leben der Gegenwart, in Ost und West, eines bestreu belehren zu lassen. Von besonderein Interesse ist die Acußcruug der konservativen ״Neuen Preußischen Kreuzzcitung", die sich in ihrem Artikel ״Der Krieg und die g r o ft e P o i i t i k“ vom 28. November 1917 über die englischen Bemühungen um de« Zionismus auslfißt und dann bemerkt: ״Bisher hat die Türkei diesen zionistischen Gedanken, das Streben der Juden nach einer- Heimstätte in Palästina, abgekhnt. Geht jetzt England mit diesem Plan vor, für den die Freiheit der kleinen Nationalitäten wieder ein bequemes Aushängeschikl ist, so wird ein Gegensclilag unbedingt notwendig. Zusehen kann unser Band nicht, wenn England der Annexion von Aegypten und der Prekiamicrung eines unabhängigen Arabiens nun die eiucs^ solchen Judenstaates hiiiztiliigen würde . . .“ '' Mit Aufmerksamkeit verfolgen die mit dem Führer del׳ Bodenreform, Adolf Damaschke, in Verbindung stellenden Zeitungen die zionistische Frage. Die ״Deutschen Nachrichten“ bringen am 27. November unter der stereotypen Uebcrschrift ״Auch Israel?“ die Sympathie-Erklärung der englischen ltcgicrung für die jüdisch-zionistischen Bestrebungen, schließendaran die Wiedergabe verschieden er in der ״Jüdischen Rundschau“ schon milgeteiltcr Erklärungen zionistischer Organisationen hierzu und schließen den Aufsatz von Rcdnktious wegen mit der Bemerkung: ״Als unsere Zeitung in der Artikelserie ״Auch Israel?“ als eine der ersten Tageszeitungen diese f rage zur öffentlichen Aussprache stellte, erregten wir auch bei unseren Lesern inanclicrlei Widerspruch. Es galt eben als ״vorsichtig“, ,,klug", ״taktvoll“ etc,, von diese« Dingen in der Oeffentliciikcit überhaupt niclil zu spreclien. Nun reden die Tatsachen. Wie wichtig wäre cs jetzt, wenn die öffentliche Meinung tmd and» die Politik der Mittelmächte eine klare, feste Stellung zu den Fragen des Zionismus zur rechten Zeit gewonnen hätte!“ Die ״Deutsche Warte", die ebenfalls in Berlin erscheint, gibt unter dem gleichen Titel ״Audi• Israel?“ am 30. November den wichtigsten Teil unserer Austührimgcn in No. 47 der ״Jüdischen Rundschau" wieder und schließt die Veröffentlichung mit der redaktioncllen Bemerkung: ״Unsere eigene Meinung haben wir an dieser Stelle wiederholt dargclcgt. Jedenfalls — darin stimmen wir dem Zionistcnblatt durchaus zu -- muß cs mit der vornehm tuenden und dabei innerlich doch verlogenen tind feigen Art des Totschweigen• dieser großen Probleme nun ein Ende haben.“ ־״ ־־ *" - ו.--.-.—.—- —I.I. — — .—II- — לו ihrem Wandcrwegc, Die ziirückbleibemlen Begleiter schlichen nach der Stadt zurück. Jeder schämte sich vor dem anderen, jeder emptaml es so, als ob er etwas verbrochen hätte, lind jeder (iililte, daß mit den! Auszug des Gymnasiums eine der Ilauptvvur/eln aus Tel-Avviw ntisgcrisscn, daß «las Herz Tel-Avviws entfernt worden war. Die Straße Vvurde leer, wie versteinert, und die Augen richteten sicli unwitlkürticli auf das Gebäude des Gymnasiums, «las mit scim,•» vielen Eensteril slajr und trauernd dastami. Nach einer Weile erhebt sieh wieder in der Straße Lärm und Getöse. Wagen fahren hinaus und Wagen keinen leer zurück. Arm und Reich trifft sich; Wagen beladen mit armseligen Fetzen aus den Wohnungen von Ncwcli-Schaloiii, weinen* den t mdiomkranken Kindern in zer^cliliessencn, sclimulzigen Kleidern; und Wagen beladen mit Klavieren, Teppichen und kostbaren Möbeln. Wagen beladen mit Thoraroßen aus den Synagogen und Ik'thäusern lind Wagen beladen mit Weizen und 1.ebensmittein des Verpfleguugskomitecs — Wagen nach Wagen, Tag und Nacht. Tag um Tag wird die Stadt leerer. Nacht um Nacht werden die Lichter in den Fenstern weniger. Nun ziehen"die Jemeniten aus. Elf Wagen bestimmte man für sic. Sie ziehen des Nachts. Die Wagen sind voilbclailcn. Oben auf dem Gepäck sitzen Kinder, Alte und Kranke, gedränkt wie Heringe im Faß, weinen und klagen, schreien und schelten. Die übriger», Männer und Frauen, gehen zu Fuß. Die Reise geht nach §id1ron. Sie, ihr Gepäck, ihr Schreien und Schimpfen erinnern an das Bild der yemcnitisclien Ein- Wanderung nacl» Palästina, Szenen, die man jeden Freitag im Hafen von Jaffa beobachten konnte, I«!1 Verlaufe von zwei Wochen wurde Jaffa ganz leer. Am Rüsttag von Peßach zogen die letzten aus. Am selben Tage nachmittag waren bereits die Straßen vollständig menschenleer. Es blieben bloß einige junge Leute, die beim Auswandcrungskomitcc tätig •waren und noch \ paar Mcr״׳f1cr Die f!r«״׳r sir.J vp' er Schm! tr niiifpkilinilecs, Driutieu Beratungen und Ritzungen 11ml di; ulliMi wartet die Menge eines erlösenden Wortes «Er Räte 11m! 11111' . jedem Gesiebt laslet eine Wolke diiiekemler Sorge: was wird geschehen? was? I.eilte (feilen in den Straßen umher, wandeln wie Schatten, jeder mit seiner eigenen Sorge. Manche sind besorgt Wegen ihres Vermögens, wegen der gestörten Ruhe; andere besitzen kein Vermögen, sie sind vollkommen entwurzelt. Alle aber haben den Wunsch, den Tumult endlich hinter sieh zu liabeu, zu fliehen, wohin es auch •ei, nur um die «!nickende Last los/.mvemlen, um der allernächsten Sarge, der zwangsweisen l:\akuation zu entgehen. Es kamen die Wagen aus Galiläa und auch aus an* «leien Kolonial. Die Ankunft der galil.tischen Wagen beruhigte die Gemüter etwas. Alle fühlten, daß cs Im.dcrliehe Hilfe in der Not ist. Es war gleichsam eine nationale Kuudgelniiig. Die Regulierung der Aus- Wanderung wurde cmgeleitet und der Auszug beamt in g 10110111 Maßslab. Bei der Ausführung der Evakuation wurden einige MiUteruiigeu?»!gelassen. Den Juden ־ wurde die Erist bis ztim ersten Tag Chol-hamoed verlängert. Den Bauern wurde gestattet, samt ihren Eamilien zu bleiben; den Pflanzern — mit 2—3 Arbeitern, aber ohne Fainilien. Das war eine teilweise Rettung: es werden wenig• stens die Kolonien erhalten bleiben. Diese Milderungen besänftigten ein wenig die Stimmung. Aber «las Evakua• tionsficbcr legte sich dadurch keineswegs. Auf!der Straße begann das Bild der Evakuation sich immer mehr zu enthülle 11. Ganze Wagenkolonnen, beladen mit Gepäck, Frauen und Kindern, fuhren unaufhörlich durch das Tor Tel-Awiws. Die Männer folgten hinter den Wagen zu Fuß. In Tel-Avviw war der Sammelpunkt. Dorthin wurden die Sachen von allen Stadtvierteln gebracht. Eine zu diesem Zweck organisierte Gruppe junger Leide sorgte ל" Or.'n1 ,׳; und i! ׳' . •alcr rlcn b.i PT(?• ilenmg der Rachen. Der IJirm in den Straßen wurde immer größer: Hunderte von I'rein den, Peitsche ukimll 11ml das Knarren der Wagenräder. Tel Awiw hat sicli in einen Bienenstock von Menschen, Pferden und Maul- (■ (־hi, in eine lärmende Masse verwandelt, 111 den Gejiäckräiuiieu, die au einigen Ecken eingerichtet wurden, häufen sicli ganze Berge von Paketen. Männer, Kinder, Frauen 11111I Säuglinge liegen auf ihren Bündeln ausgestreckt, Tag mul Nacht draußen unter offenem lliinmol wartend, bis die Reilie an sie kommt, bis einWngen sie 1!1i!nehmen wird. Ein Wagon nach dein aiKlcrCu fährt hinaus, einer nach dem anderen, zehn, lituidert. Die Häuser werden leer, die Fensterläden schließen siel!, einer nach dem anderen. Domu'fstagf■ eine Woche nach dem Evakuation•- erlall, verließ das hebräische Gymnasium Te|-A\vivv, Es iil!cr!änlc!tc nach Sawije, Voran fuhren die Wagen, beladen mit dem Gepäck der Schüler und dein luventar des Gymnasium!». Die Schüler und Lehrer folgten hinter den Wagen zu E'ufl. Die Schüler bildeten eine Kolonne und durchzogen, mit den Leitern und Lehrern an der Spitze, die Horzlstraßc, die llatikwa mit erstickten Tränen singend Die Pro/er.*don schritt langsam und vvurde von einem zahlreichen Publikutn bcgleitet. Jedes Haupt war gesenkt, in jedem Auge blitzteil Tränen, Jeder Einzelne fühlte, daß in diesem Augenblick etwas fürchterliches pcscliieht, dnll ein Schicksal entschieden, ein Urteil vollzogen wird. An» Tor stand ein Rcgieruugsbeamler und weinte wie ein kleines Kind. Als der Zug bis au die Chaussee jenseits des Tores von Tel-Avviw kam, mnclite er halt. Zum letzten Male wandten Schüler und Lehrer ihren Blick auf die Mcrzlstraßc, auf das verlassene licbräisehe Gymnasium und ein erstickter Ausruf: ״Es lebe Tel-Avviw I Es lebe das hebräische Gymnasium I“ löste sich aus jedem Mund. Einige Minuten Ständen sie und schauten auf ihren verwüsteten Tempel; dann wandten «' ־ r‘־h 1 d vjrscF.v• ir.dei» «••icF in Reif ■? letzenfl. aT

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