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Jüdische Rundschau · 1917-12-07 · Heft 49 (7.12.1917) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 49 (7.12.1917)
Date
1917-12-07
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Nr. 49 Seite 2^ __ __ Türkei eh; cinscheii, welche Bedeutung eine Wie־ dergeburt jüdischen Ku]tur iin Heiligen Laude haben wird. Daß die Juden über genügende geistige Kräfte verfügen, um ciü neues geistiges Zentrum in Jerusalem zu schaffen, wird wohl kaum von jemandem atigezvvcifelt werden. Die Universität in Jerusalem, die hoffentlich bald begründet werden wird, wird über Kräfte ersten Ranges verfügen.. Es ist selbstverständlich, daß schon die Ansiedlung weniger Hundcritauscndcr oder gar einer Million viel Zeit und neue Anstrengungen fordern wird, aber die Einwanderung wird sicherlich cinset/cn und wachsen, wenn auch der Friedenskongreß hoffentlich den Juden aller Länder volle Freiheit schenken wird. Daß eine jüdische Gesellschaft — sie mag so stark und mächtig werden, wie man sich nur vorstcl'cii kann — niemals eine Drohung des Weltkrieges bedeute!) wird, wird wohl von,allen Seiten zugegeben werden. Die Juden sind ein Volk des Friedens geworden, und vielleicht wird das neue Leben in Palästina dazu bei* tragen, daß die Zeit einmal kommen wird, nach der wir in den Jahren des Krieges uns zu sehnen wieder gelernt haben, da man ״das Schwert zu einer Pflugschar umschmiedcn wird“ . . . * Von besonderem Interesse sind die Ausführungen der Warschauer zionistischen Wochenschrift ״Das Jüdische Volk“ zur Erklärung der englischen Re* gierung. Dr. J. Göttlich wirft liier die Frage nach den Ursachen auf, die zur Erklärung Balfours geführt haben und führt den Beweis, daß eines der Hauptmotive die jüdische Arbeit der letzten Jahrzehnte war. 35״ Jahre praktischer kolonisatorischer Arbeit in Palästina", heißt es dort,, ״und '20 Jahre politischer Ziouis* muR haben Früchte getragen. Die harmonische Ver* kniipfung einer .allen ticfcingcivur/ellcn Tradition, einer zähen kulturellen Eigenart, einer volkstümlichen hreuiieiideu Sehnsucht mit einer praktischen, niiihternen, sachlichen und reaipolitisehen Tätigkeit hat den Grund* stein zur Anerkennung unserer Rechte auf im-cr hi-torisches Land gelegt . , Das Organ der polnischen Zionisten betont die Not- Wendigkeit, daß nunmehr auch von Seiten der deutschen und der türkischen Regierung ein;ilinlicher Schritt tmtcnioimiicii werden nitillle. ״Wir hoffen, wir erwarten und wir haben das Recht zu fordefit“, heißt es hier, ״daß die Regierungen der /.eiilr/ilinilehte ebenso den jüdiselHialioiialeii Willen, die eherne Logik der <icschichte, die Gerechtigkeit, die politische Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit unserer Forderungen berücksichtigen und eine ähnliche Erklärung ahgeben werden.“ f Das ״I, c in berge r Ta ge hl all״ vom 16. No• vciubcr veröffentlicht 'folgenden Leitartikel unter der UebcrschriM ״Der erste d I p 11> tu a t i s eh e S i c g des Z i o 11 i s m u s“: ״Unabhängig davon, wie man sich gegenüber der amtlichen englischen Erklärung wegen der Gründung eines jüdischen Staalsweseiis in Palästina stellt, ist das eine jedenfalls klar, daß wir den leuchtendsten Tag in unserer finsteren Galutligcschielite erlebt haben. Es hau• delt .sich liier nicht darum, ob das englische Verspre« eiten in seinem vollen Maße wird erfüllt werden können und ob diese Präjudizierung vom Friedenskongreß a!1erkannt werden wird. Für beute, wo das Ende des Weltkrieges noch nicht vorauszusehen ist und wo das Aussehen der Weltkarte auch in annäherndem Maße nicht z.u bezeichnen ist, für heute ist es genug, daß der Zionismus von einer solch bereeliiicnü-n Diplomatie wie JU EDISCH II IxU!1 DSC!1 AU der englischen als diejenige Bewegung innerhalb de# jüdischen Volkes anerkannt wurde, eite eine gesicherte Zukunft hat und als die Vertretung׳ des gesamten jüdischen , Volkes awjcselicu zu werden verdient. Der Erfolg liegt eben in der Tatsache, daß Großbritannien mU de« Zioni* sten wie mit seines gleichen verhandelt, wie mit den legitimen Vertretern des nationalen Willens der jtidi* scheu Nation — mit jüdischen Diplomaten. Es unterliegt keinem Zweifel, daß der praktische Engländer bei seinem Beschluß — aus Palästina ein jüdisches Land zu machen — sich nicht durch reih ideale Gesichtspunkte hat leiten lassen; auf einem׳ solch hohen Niveau stellt die Vcltdiplomatic noch lange nicht, Wie wohl wir ebenso weit davon entfernt sind zu hchaiiptcu, daß England mit diesem Akt ausschließlich und nichts "als praktische Ziele im Auge hat. Können wir uns doch.noch alle lebhaft erinnern, in welch hocliher* ziger Weise die großhritanuischc Regierung der Zionistischeu Organisation Uganda angelnden hat, zu einer Zeit, als (lieZionisisdicOrgaiiisaitloii sich noch in ihren Ju!p11׳djnhrcr1 befand mul die Weltdipkiiintie von ihr in .eh keine Notiz genommen halte. Man muß der cngll• sehen Diplomatie zi/geben, daß sic großzügige'» und feines Verständnis für politische Bewegungen besitz(; für Bewegungen, die einen Wechsel auf die Zukunft bedeuten. Aber selbst wenn wir auiiehmcn sollten, daß England mit seiner Bereitschaft, sein Prestige und seine Macht zu Gunsten der zionistischen Lösung der Judenfrage zu engagieren, gerade und ausschließlich materielle und politisch egoistische Ziele in! Auge hat, no ist doch gerade dies der beste Beweis dafür, wie hoch die englischen Staatsmänner die Macht der Zionislischen Organisation einsehiitzen. Wenn eine Großmacht vom Range. Englands cinu offizielle Erklärung wegen Erfüllung der zionistische» Bestreluingeii in Palästina iihgiht, so muß sic doch die Konse(|11enze11 eines solchen Schrittes auf skh mhmen. Im Kriege haben Verpflichtungen zwar keinen allzu großen Wert. Wenn aber England diese Verpflichtung öffentlich übernommen hat gerade in einer Zeit, da seine Armeen vom Gebiete der Philistäcf nach Judäa mul Samnria marschieren, gerade In einer Zeit, da es schon ein Stück Palästinas!111 Besitze hat Und soll auf weiterem Vnrmmneli .befindet, •— so wird nieinaiid so naiv sein, sieh eiii/nblhlcii, daß »in» mit dem jtidi• scheu Volke mir ein Spiel treibe, Gewiß ist England allein nicht tiusiande, heule schon oder morgen seine Versprechungen zu verwirklichen! Audi die Tals,׳!ehe, daß Englands Verbündete gemeinsam mit den Vereinigten Staaten von Nordamerika dem englischeu Projekt, bezidunigweise der durch das Reuter, liüro verbreiteten offiziellen englischen Erklärung grolle Sympathien eiiigegeiihringeii, ist nicht genügend atisreiclii'iHl, um dem jüdischen Volke sein historisches l.autl zurück/11׳1״ben. Vor allem ist es absolut nicht der Wille der Zionisten selbst, daß die P.iliistinnfrage nur einseitig, d. 11. nur von Seiten 11er Entente und gegen den Willen der Türkei gelöst mul entschieden werden soll. Trotz der mehrfache» Enttäuschungen, die die Zionistische Organisation von Selten der Türkei durch ihre unverständliche Haltung gegenüber den zionistischcu Ik'sli'dnmgen gehabt hat, gibt es wohl kaum einen ernsten Zionisten, der eine Kränkung der Türkei beabsichtigt, dieses Landes, dein wir stets »lankbar sein müssen für seine freundliche Aufnahme der Juden in allen Zeiten, da Juden überall gehetzt und von diesem oder jenem europäischen Staat vertrieben wurden. Die Zustimmung der Türkei zu der zionistischen 1, (Kling der Judenfrage hat für uns daher nicht weniger Wert als die von England. Und' 05 ist selbstverständlich, daß cs keinem cinzf- י gen Zionisten ein fällt, sieh als Exponenten der cngll. J scheu Politik im nahen Asien verwenden zu lassen. ,1 Darum ist uns an der Zustimmung der Zeiitralmäclife 1 und an ihrer Anerkennung unserer neutralen Haltung I mich in einem Moment gelegen, da die Eiitcntestaatcn | sich für uns engagiert haben, ähnlich wie cs die Zen* \ trahnächte für die Erneuerung des Königreiches Polen getan haben. Wir dürfen und wollen uns nicht auf ■ die gefährliche Parteinahme zu Gunsten einer der käinpfcmltui Parteien cinlasscn. Unsere Sympathien für England «ml seine Juden* politik beruhen nicht darauf, daß cs von der Türkei * eine Provinz loszureißen gilt, um sie uns zu übergeben, sondern lediglich auf der bloßen Tatsache, daß cs als erste europäische Großmacht dem jüdischen Volke die Hand gereicht hat, tim cs in die Reihe der sclbstiimligen Völker mit staatlicher Macht wieder ,־uifzumlumn. Der Anfang ist gemacht; sagen wir: Glückauf! D,f Diplomat ist das konservativste Element in der Welt, und so lange sich kein einziger Staat rührte, um mii den Zionisten zu vciliamleln, schämten sich die Diploma* ten untereinander, die Unterhandlungen mit den Juden zu beginnen. Nun hat der cr.de Staat den Bann gcbrachen; die gesamten Eiitcntestaatcn werde״ heute oder morgen dasselbe tun und wir sind sicher, daß genau wie in den Entcntelämlcrn zuerst die Presse für die zionistische Frage cintr.1t und cs erst nach laugen Diskussioncu und Aufklärungen zu einer offiziellen Regierung»- Erklärung kam, mich »lic jetzt cingeleitete Arbeit der Presse in Deutschland und Oesterreich-Ungarn nur ein Vorläufer sein wird für eine offizielle günstige Stcllungnahmc von Seiten der Türkei und der verbündeten I Zeiitralmächlc gegenüber den zionistischen Dcstrehun- ' gen tuul tausendjährigen Hoffnungen de» ganzen Jtidischeu Volkes, Der Zionismus hat seinen ersten diplomatischen Sieg erlebt. Die Paliistinnfrage ist aufgctauclit, »las jüdische Volk hat Grund, den Beginn seiner Erlösung zu erwarten," % Da» ״Israelitische W 0 c h e 11 b! at t für di« Schweiz“ bringt (in der Nummer vom 16. Novcmher) folgende Ausführungen von P, Pink ns; ״Die politische Tragweite des PokuuicuU׳» hl ein• leiiflilrml, Die Regierung Großbritanniens hat diese Erklärung naturgemäß im I Unverständnis niT den übrige» alliierten Großmächten abgegeben. Wir stellen aho hier vor tlcr Tatsache der staatsrechtlichen Anerkennung des jüdischen Volkes als Nalion und seiner hisior&ehrn Ansprüche auf Palästina seitens der Mehrheit der Großmachte. Diese Anerkennung eröffnet uns auf jeden Fall den Zutritt zum künftigen Friedenskongreß. IX׳r reale Wert »icr Erklärung wird dadurch gesteh gert, daß die britische Regierung bereits bestimmte | Bedingungen für die Errichtung der nationalen Heimstälte in Palästina stellt; freilich Bedingungen, die für uns selbstverständlich sind, denn niemand von uns hat je daran gedacht, die religiösen und bürgerlichen Rechte der nicht jüdischen Gemeinschaften in Palästina anzutasten. Rührt doch von Theodor Hrrzl das Wort her, daß wir Juden «lic Ehrenwache aller palästinensischen Heiligtümer bilden werden. Von höchster Bedeutung ist der Schlußsatz der britisehen Deklaration, in welchem ausdrücklich erklärt wird, daß die Rechte und der politische Status der Juden auch nach Errichtung der I leimstättc in jedem anderen Tande gewahrt bleiben muß. Dieser Satz, ausgespro* dien von einer der mächtigsten Regierungen der Welt, wird der Arbeit für Palästina irr weiten jüdischen Krei* sei! neue Anhänger zuführen. Jdfit in den Tagen der Evaluation Wir sind in der Lage, über die iin Frühj;,hr dieses lahres vollzogene Evakuierung Jaffas d1 ׳. folgenden aus dein 1 lehräisclicn übersetzten Stiiiunungsbcrichl zu veröffentlichen, Mittwoch, den 28. März um die Mittagzeit, wurde befohlen, daß die Einwohner von Jaffa und Umgebung den Samlsehak Jerusalem zu verlassen haben. . Noch einen Tag vorher war eine gespannte 'Stirn- Jiumg bemerkbar. Man sah der Ankunft des Jenisale- 111er Paschas entgegen, ln der Stadt schwirrten verschiedcne Nachrichten und Gerüchte. Eine fatalistische Erwartung schwebte in der Luft. Die lokale Behörde bemühte sieh, die Odfentliclikeit zu beruhigen. Sic ließ tu den Straßen verlautbarcn, alle Gerüchte über die Evakuierung Jaffas seien grundlos. Die *Odfentliclikeit aber ließ sich dadurch nicht beruhigen. Auch in Gaza war so vcrlauthart worden —• einen Tag vor der Evakn iernng. Eigentlich kam der Befehl nicht überraschend. Seit der Evakuation Gazas war die Sorge über das Schicksal Julias nicht mehr zur Ruhe gekommen. Aber jederrimnii suchte diese Sorge zu unterdrücken. Niemand glaubte, daß dies einmal Wirklichkeit werden kann. Und das Leben rollte wie gewöhnlich, ja lebhafter als gewöhnlich, Abende und Festlichkeiten, wie sie in den Jahren der Krise ungewöhnlich waren; außcrordciiilliher , Ausbruch van Frohsinn und Ausgelassenheit am Purim I ־־ am Vorabend der Evakuierung. Und unmittelbar vor der Evakuierung ein im letzten Augenblick abgcsngics Chopinkoiizert. Eine kurze Bekanntmachung: ״lief Chopinabcnd wird bis auf weiteres verschoben“ — das war der Anfang der Evakuierung. 1111 jüdischen Jaffa ist Vorpoßachzeit. Mazza und Pcflachmehl. Weizcnmazza oder Maismazza. Es ist viel Bewegung. Aber auch viel Sorge. Auf der Straße — das bekannte Bild der Judenviertel in dieser Jahreszeit: '1 iiron und Fenster weit geöffnet, man kascfiert und glüht die Gefäße aus, man tüncht und putzt «ml ohne daß man an die Möglichkeit eines plötzlich heranbrecheiiden Unglücks dachte, kam die Nadiriiht; Hinausl Die Arbeit wurde unterbrochen, das Fest war verstört. Im ersten Augenblick herrschte Verwirrung. Eine feste Frist war nicht angegeben worden. Manche sagten: 2 Tage, andere: noch am selben Tage. Es waren •־'»eh solche, die siel! mit der Illusion trösteten, alles würde noch gut werden und der Befehl würde noch im letzten Moment rückgängig gemacht werden. Aber der erste Wagen, beladen mit Paketen und Hausrat, der das Torvon Tcl-Awiw verließ, bestätigte die Tat- Sache der Evrikuieriing. Es blieb der einzige Trost, daß der Jischuw nicht ganz ruiniert werde, daß das jüdische Vermögen nicht herrenlos bleiben wird, da die Staats,nigcluiiigen befreundeter Lander dem Befehl gemäß zurück bleiben durften. In den ersten Tagen verließen Jaffa nur Einzelne, nur Wohlhabende, für die die Frage Wohin und die Frage der Beförderungsmittel nicht existierte. Die grolle Menge kam noch nicht in Bewegung, sie wußte noch nicht, womit man nnfangen und wohin man sieh bcgeben solle. Aber jeder einzelne fühlte bereits, daß ihm der Boden unter den Füssen entgleitet, daß sein Haus nicht mehr sein, daß er vielleicht in der nächsten Nacht nicht mehr in seinem Zimmer übernachten werde, Ein Gefühl der Verwirrtheit bemächtigte sich aller Herzen. inzwischen wurde ein Auswanderungs-Komitee ge* bildet. Es wurden Boten nach Galiläa’ geschickt, um Wagen zu schaffen. An den Mauern erscheinen verschicdenc Bekanntmachungen, Anweisungen an das Publikum; was zu Um sei und wohin man sich wenden soll Am Freitag wurde in der Stadt vcrlauthart, daß die Auswanderung auf 48 Stunde» befristet sei, Der Turnult war groß. Beförderungsmittel waren fast noch keine da. Wagen bekamen nur diejenigen, die genug Geld bezahlen kannten. Die wenigen Wagen, die dem Publikum ״zur Verfügung“ standen, waren aus Petach-Tikwn. Die verlangten Preise waren enorm: 50—60 Francs in Gold und mehr für eine Reise nach 1 Pctnch-Tikwa (möge diese Tatsache in der Geschichte des nationalen Unglücks verzeichnet!)leihen!), Diese Wagen waren Tag und Nacht in Betrieb. Der Sabbat wurde zum Werktag und die Auswanderung wuchs. Aber auch jetzt gingen nur Einzelne. Die Wagen aus Galiliin waren noch nicht cingetroffc», die Ililie waf nocli nicht organisiert. Die große Menge saß noch vorläufig am Ort, erschrocken und verwirrt, ohne zu wissen, was ihr das Schicksal bringen wird. Aus dem Jemenifcnvicrtcl und Newell Srlmlom hörte man Weinen und Klagen. Man sagte dort ICinot und und Selichot, verordnte allgemeines Fasten und ähnliche Mittel, die■ einem Juden in der Not zu Gebote stellen. Am Sabbalh wurde der Evakttationsbefchl ergänzt. Es wurde verfügt, daß die Juden, die Staatsangehörige befreundeter und neutraler Länder sind, ebenfalls die Stadt verlassen müssen. Nach verschiedenen Bemühungen und Versuchen wurde cs klar, daß auch dieser Erlaß nicht zu ändern ist. So vergingen di« ersten vier Tage der Evakuation. Die Sache war klar: man mußte fort. Die Men- K* scheu vcrsölurten sieh bereits mit diesem Gedanken. Man י | wußte nur nicht, wohin. Man dachte, auch die Kolo- | nien würden evakuiert und überall, wohin die Kunde | der Evakuierung drang, herrschte Schrecken und Auf- | regung. Aus der Ferne hörte inan dumpfen Kanonen- 1 donner. Es schien, als ob wir nun zum ersten Mal I den Krieg und seine Schrecken Aug in Auge zu sehen j bekämen: Evakuation, Auszug! Neuntausend jtidi- י sehe Seelen in Jaffa, meistens arm und hungernd, j ständige Schützlinge des Kricgshilf-Komitces — wohin sollen sic sich wenden, wohin sich begeben? Die Lage I war fürchterlich, Hunderte von Menschen belagerten ן f die Türen des städtischen Waad und des Auswandey * ז 1 ו r 1 n d b z k s! fl VI ■di «i ״C 1״ At U; no tu •dr de dr K« jeC w au tu cm t e! d ki ei \v!■׳ K <J U I. b E S d

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