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Jüdische Rundschau · 1917-11-09 · Heft 45 (9.11.1917) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 45 (9.11.1917)
Date
1917-11-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 354 Nr. 45 Im Namen der Periiiaiieii/.koinmissioii schlug Pr. Göttlich vor, folgende Kommissionen 7.1! wählen: _ eine I’iiljtstiiiakoiiinussioii, eine ICnllnrkomiiiissioii, eine Schulkonimission, eine politische Kommission, eine Wohlfahrt;.- kominission, eine J. N. F. Kommission, eine Orgaiu• satioiiskoiiiiiiissio» und Kommissionen für Pronagamla und Presse, sowie einen Ausschuß für die Revcsioii der Mnmlaie. Per Vorschlag, zusammen mil den vom Permanenz,■itissdiuß vorgcschlageneii Kandidatenlisten, wurde angenommen. Einstimmig fällte die Konferenz eine Resolution, in der dem Zentralkomitee angesichts der erschweren• den Verhältnisse Dank und Anerkennung׳ für seine Ar• beit nusgedriiekt wird. lieber den weiteren Verlauf der Konferenz werden wir in der nächsten Nummer der ״Jüdischen Rund• schau“ berichten. Wahrend der Konferenz fanden auch Beratungen der 1״ vriall“-Verci 11 c und der Hecliaiuz- © r g a 11 i s a t i o 11 statt. Ins neue Zentralkomitee sind gewählt worden: Vorsitzender: H. F&rbstcin; Mitglieder: Dr. K liinicl, Dr. P 0 r 111 c r, Rechtsanwalt O I schwanger, A. L. Schal ko w i t s ch, Dr. Oott• lieh, Lew in-Epstein (Misrachi), sämtlich aus Warschau; als Vertreter der Provinz wurden gewählt: Dr. Brandt (Lodz), Dr. Jakob Kalla 11 (Lodz), Dr, Hurwitz (Lodz), Dr. Schwar/wasscr (Pabiauice), Weinreb (Sosnowite), B. Perlmutter (Mlawa), Rechtsanwalt H a r t 1 מ a ß (Szietllcc), Rabbiner Kowalski (Wlozlawek), Rabbiner Slotnik (üombin), M. R c c 1! t e r 111 a 11 n (Noworadoinsk), M. S a i z stein (Czeustochau). Der Vernichtungikampf der Juden in Rumänien (Weiteres Material.) Der bekannte Rabbiner Moses Rcvclski aus (Ungern an der rumänischen Grenze, der als Mitglied einer Odcssacr Kommission nacti Rumäiiieii entsandt wurde, berichtet in der Moskauer Tageszeitung ״I laam“ No. 132 über seine Reise in Rumänien: ״Das Schlimmste, was einem Juden in Ja$sy passicren kann, ist, wenn er beim Gebrauch der jüdischen Spradic ertappt wird. Ich wandte mich häufig an einen Juden auf der Straße, bekam aber nie eine Autwort; die Leute liefen in Schrecken davon. Nachher erklärte man mir, daß idi offenbar nicht wisse, daß man für ein einziges jüdisches Wort, das ־zufälligerweise gehört werden konnte, ins Gefängnis geschleppt wird. Die ״Sprognnca“, das schlimmste Gefängnis für Krinünalverbrcdicr, ist überfüllt mit solchen jüdischen ״Vcrbrcdicrn". Nur mit großer Mühe konnte ich im Hause eines Juden Wohnung finden. Jeder zugereiste Jude wird nämlidi sofort als Spion verdächtigt. Schon am nächsten Tage gab man tnir authentisches Material über die Greueltaten gegen ׳die Juden ü> Rumänien. Idi will nur einzelne krasse Fälle herausgreifen: Lin Mann, Leon Wechsle r, ca. 40 jährig, wurde in Jassy einberufen und hatte aus Unkenntnis versäumt, dem Offizier den erforderlichen Gruß zu geben. Alle Vcrsudic des Juden, seine Unschuld zu beweisen, seine Beteuerungen, daß er den Offizier nicht rechtzeitig bc• merkt habe, blieben erfolglos. Er wurde ©ffentlieh mil der Prügelstrafe gezüchtigt. Nach der Bestrafung verwundete der Leutnant den Juden schwer mit eine 111 Rasiermesser. Wechsler starb nach drei Tagen. Arkiba Polakki erstattete mir folgenden Bericht: ״Nachdem mein Sohn einberufen war, erhielt ich mehrere Monate keine' Nachricht, Schließlich erhielt Ich von einem Kommandanten, mmiens Rnspinskl, eine Nachricht folgenden Inhaltes: ״idi beglückwünsche Sie, Arkiba Polakki, Ihr Solui ist verwundet worden in Erfüllung seiner vaterländischen Pflicht als treuer Solm seines Vaterlandes. Idi selbst habe ihm seine Wunde» verbunden.“ Wie crsdireckt war ich, als Ri! nach eiiiigen Tagen in einer offiziellen rumänisdicn Zeitung las, daß in der Niihc von Grusisii 10 Juden als Spione hinge rieht et wurden, und darunter den Namen meines Sohnes fand. Ich begann sofort iiaclizuforschen und erhielt schließlich vom genannten Kommandanten Kaspinski folgende Auskunft: An demselben Tage, an dem mein Solm Albert Polakki verwundet wurde, sind noch 10 Juden und ca. 90 Rumänen verwundet worden. Als man die Verwundeten auf den Verbandplatz bradite, erklärten einige Saiiitätsbcamtc, daß die Verwundungen der Juden liidit von Kugeln herstammten, sondern auf Selbstverstümmlungcn zurückzufüliren seien, um sich dem Militärdienst zu entziehen. Darauf wurden sie alle zum Tode verurteilt. Ein Augenzeuge bcriditctc, daß die Soldaten cs abgclclmt haben, den Juden Albert Polakki, den sie als guten und treuen Kameraden kannten, zu erschießen, worauf ein Leutnant ihm eine Kugel •durdi den Kopf jagte.“ Der Rabbiner Rcvclski iiat diesen Vorfall am nachsten Tage dem Minister Taki Jonesku beriditet der versprochen hat, eine Untersudiung cinzulciten. Seitdem sind bereits drei Monate verflossen, ohne daß irgend weldie Resultate bekam«־ wurden. Gedenket der Evakuierten! 'JU EDI SC!12 RUNDSCHAU Vor dem jüdbdiCn Kcn;׳re3 In RiiSIciid Das OrgaiiisaliouskouilU'e des jlidir.dtou Kongrcrsci entwickelt due niißerorileiitlich lebhafte Tätigkeit. Die Zionistische Organisation, die einen hervorragenden An•* teil an der ()rgmüsatioimarlieit nimmt, etcilie fast ihren gesamten Apparat in den Dienst dieser Tätigkeit. Auf der_letzten Sitzung des Orgnnisatioiiskomitees flieh der Vertreter der Zionisten S, K. Gcpstciii ein eingetiendes Referat über die Einteilung des russi* sdien Reiches in Wahlbezirke und über die Zahl der Delegierten, die jedem Wahlbezirke znkomint. Das Komitee beschloß, Rußland in 43 Wahlkreise ©iuzuteilen, die zusammen 507 Delegierte schicken. Die Stirnmeiuibersdifissc der einzelnen Listen werden später zu• .sammengezälilt und den Zentralkomitees der betreffen• den politischen Parteien überwiesen, die entsprechend diesen Uebersdiiis.ien weitere Delegierte entsende« werden mul für diesen Zweck insgesamt 40 Plätze erhielten. Die jüdischen Soldaten an der Front werden 25—30 Delegierte wählen. Eine genaue vom Re•!ereilten vorgesditagene Liste der Zahl der Deputier• len in jedem Wahlbezirk wurde vom Komitee bestätigt lind in den Zeitungen mit einem ausführlichen Wahl• reglemcnt veröffentlicht, das eine spezielle Komission unter Vorsitz von Professor Uclkowsky ausge• arbeitet hat. Dem technische;׳ Wahlkomitcc gehören 8 Vertre• ter der Parteien, 4 Mitglieder des Präsidiums und S. A. An-ski als Unparteiischer an. Gleichzeitig wurde auch eine juridische Konimission von 10 bc• kannten Rechtsanwälten alter Richtungen unter Lei• tuug von II. D. Sliosberg und!Professor Bel-׳ kowsky gewählt. Eine lebhafte Debatte rief die Frage der offiziellen Spradic des Kongresses hervor. Hebräisch wurde mit 14 Stimmen als die offizielle Spradic unerkannt und Jidisdi mit 19. Der Antrag, die russische Sprache als die offizielle Spradic des Kongresses zu!bestimmen,, wurde mit 17 gegen 2 Stimmen abgclclmt. Das Komitee beschloß, daß sämtliche Schriftstücke des Organisations- Komitees in hebräischer, jidischcr und anderen Sprachen abgefaßt werden soll. Die zunehmenden judenfeindlichen Ausschreitungen in Rußland Die aus vielen Städten des alten und neuen jüdisehen Aiisicdlungsrayons eintreffenden beunruhigenden Nachrichten über die immer wachsenden ,antisemitischen Exzesse lassen oft Spuren einer planmäßigen Organisation erkennen, die im Ocheimcn ihre verbrecherische Tätigkeit entfaltet, ln einer Reibe von Städten wurden nachts an den Anschlagsäulen Proklamationen vorgefunden, die, von unbekannter Hand verbreitet, das Volk zur ״Rache“ gegen die Juden aufreizen. Dabei weiden die Juden als die einzigen Schuldigen an de» Mißerfolgen der russischen Armee und den Unruhen im Lande, aber vor allein an der Teuerung der Lebensmittel Eingestellt. Manchmal ändert sich die Begründüng und die Juden werden als die Hmiptvcrlretcr des Kapitalismus, als Mitschuldige an der KoriiilowSchcn Verschwörung und als Haupthindernis für die Ucbcrnähme der ganzen Ucgierungsmacht durch das organisierte Proletariat bezeichnet, 111 Odessa wiederum trägt die iiiiterirdisdie Pogroiuagitation eine ausgesprochen iiion.mliislisclie Färbung. Dagegen waren die Unnibcii In J e k a t e 1* 111081 a w von Ausrufen wie! ״Schlugt die IknirgeolHie", ״nehlngt die Juden“ begleitet, in Wolhynien, in Polonnoje und Ostrog, bildeten «Ile lluuptkiuler der 1 looligmm die an die Front ziehenden Soldaten. In solchen Füllen beginnt der Pogrom immer in den größeren Branntwein Geschäften und erst spater tauchen die Agitatoren auf, die den betrunkenen Mob zur Plünderung der Juden hetzen.. Dabei wird die Ware der Jüdischen Geschäfte nicht geraubt, sondern vom verwilderten Volk unter Jauchzen und Schreien auf den Straßen vernichtet, ln M 011 i lew wurde der Versuch gemacht, auch ältere Motive für die Pogroiuagitation zu verwenden. Ein dreijähriges Kind eines russischen Leutnants verschwand plötzlich. Sclileufügst wurde daraus eine antisemitische Waffe geschmiedet und die alte Ritualmordlcgcndc lebte von neuem auf. Zum Glück gelang cs schnell, die christliche Frau ausfindig zu machen, die das Kind entführt hatte und der Versuch mißlang, Ucbcrall setzten die Mili^ die Räte der Arbeiter- und Soldatcndeputiertcn und die Vertreter der Regierung alle ihre Kräfte ein, um diese für die Juden wie für die Sache der Revolution gleich gefahr• volle Agitation zu ersticken. Die jüdischen Soldaten au der Front, die von den traurigen Vorfällen erfuhren, veröffentlichten in den Zeitungen eine Erklärung, in der sic ihr Entsetzen zum Aufdruck bringen und erklären, daß diese Nachrichten ihnen die Ruhe rauben, iiire!,flicht dem' Vatcrhndc und der Republik gegenüber zu erfüllen. .«im 1 oepremoar wuruc aic rrege im Dir! toriuiu «1er Provisorischen Regierung unter dem Vors Keren skis behandelt. Der Minister des Innci M. N. Niki t i n berichtete über die traurigen Vorfii in Kiew, Tambow und anderen Städten und stnl fest, daß all diese Unruhen, die au? grund der Nahruni inittelteucruug entstanden, allmählich den ausgeaprod ne״ Charakter einer für die Juden, die Intiilcgcnz u die Bourgeoisie gefährlichen Bewcgun״ angcnomir Imben. Kerenski trat für die Anwendung äußere Atittel zur Unterdrückung dieser anarchischen, die i «ingensdiaftcn der Revolution gefährdenden A «direitungen ein. Eine zionistische ״Arbcilcpcrtei“ ia Rußland Am IS. September tagte in Moskau die Vor. kontere nz einer neuen zionistischen ״Arbeitspartei" (S i o n i s t y T r u d o w i k v), nicht zu verwechseln mit den ״Poale-Zion“, Nach einem ausführlichen Ro fern(, das die Gründe zur Entstehung dieser besonderen Fraktion iiuscinaiidersetzte, wurde beschlossen, eine Konferenz der Anhänger der neuen Partei für Ende Novanher cinzubcrufcii. Die Vorkonferenz beschloß, spätestens ain 1. Oktober mit der Herausgabe eines eigenen wöchentliche« Organs in russischer Spradic zu b«. ginnen. Die Frage, ob die zionistische Arbeitspart 1* als eine selbständige oder als eine innerhalb der allgenieiiicn zionistischen Organisation bestehende Fraktion Auftreten soll, ist der Konferenz zur Entscheidung überlassen worden. Wie verlautet, soll der bekannte Schriftsteiler Rappaport (Ari-sky) der neuen Partei nahe stellen. Von den ״Poale-Zion“ in Rußland Die Poalc-Zioniste 11 entwickeln in Ruß* land in den letzten Monaten eine außergewöhnlich lebhafte Propaganda. Aus allen Teilen des russischen Reiches wird berichtet, daß die Arbeiten der Poale- Zion mit großem Erfolge in größeren und kleineren jüdischen Zentren durcligeführt werden und daß in den breitesten jüdischen demokratischen Kreisen den De• Strebungen der Poale-Zion große Sympathien entgegengebracht werden. Eine lebhafte Tätigkeit entwickeln die Poate-Zionistcn bei den Wallten zu den Stadtverwal» tuiigen. Jn größeren jüdischen Orten haben sie bis jetzt 40 Stadtverordnete durchgeführt, wobei nur wenige Stadtverordnete durdi Wahlnbmachuugen mit anderen Parteien gewählt wurden. Alle anderen Vertreter waren von der Partei als selbständige Kandidaten aufgestellt. In der letzten Zeit sind eine Rcitie führender Par• teiarbeiter aus Amerika nacti Rußland zur&ckgckchrt. Es kamen: B, B oroctiow, Alexander Chas cli i n (Zwi Awcrbudi), R, Kendschcrski aus Amerika, M. J a (1 r b 1 u m (Anjutin) aus Paris. Des weiteren sihd bereits unterwegs aus Amerika: der bekannte Schriftsteller Dr. Chaiiti Schiilowski und der Herausgeber des poalc-zionistischcn Organs ״Haachdut“ in Palästina Scrubabcl, Audi der bekannte Schrift• steiler Dr, Nachmnn Syrkin aas Amerika wird dem* nädist erwartet. Außerdem ist aus Amerika der Poale• Zionist Ingenieur Pinchas Ruthenbcrg zurückge• kehrt, der unlängst zum Gehilfen des Obcrstkomnian• dicrcndcii des Petrograder Militärbezirkes für die Zivil• Abteilung ernannt worden ist. Am 8. September neuen Stils hat in Kiew einDele* glertcntag der Poale-Zion stattgcfundcu, Urigeaditet der außergewöhnlichen Vcrkchrsschwicrigkeiten kamen zu dieser Konferenz mehr als 160 Delegierte aus den verschiedensten Teilen des Reiches, darunter aus Sibirien und dem Kaukasus. Fast 500 Gäste wohn• teil ununtcrbrodicn den Sitzungen bei. Ins Präsidium wurden gewählt: Rafalkcs, Re* wuzky, Baru, Kendschcrski und Abramowitsch, zum Ehrenvorsitzenden B. Barochow, Die Konferenz wurde durdi Herrn Tennenbaum eröffnet. Sie wurde unter anderen von einer Reihe ukrnmisdicr sozialistischer und revolutionärer Parteien, sowie von den städtisdien Verwaltungsinstitutionen be• grüßt. Ueher «Ile widitigslen gegenwärtig das russisch• Jiidentum und die russisdie Demokratie beherrsche»* den Probleme wurden besondere Referate gehalten. Im# IiMiptreferut hielt B. Borochow über ״Die gegen• wärtige polilisdie Lage um! unsere Erwartungen von der Internationale". In seinem grundlegenden Referat führte der Redner aus, daß die Aufgabe der Poale« Zion in Rußland darin bestellen müsse, trotz der Ar* beiten für die Durdiführung der jüdischen Autonomie keinen Augenblick die Arbeiten für die jüdische KolonR sation in Palästina in den Hintergrund zu stellen. Die Regeneration des jüdisdien Proletariats in Palästina ist mit unseren Arbeiten in der Diaspora auf das Engste verknüpft. Das Referat Borodiows wurde mit großen* Enthusiasmus aufgcnomuicn, [11 einer Resolution spricht die Konferenz ihre volU* Zustimmung und Genugtuung dem Zentral -Bureau des Welt Verbundes der Poale-Zion dafür aus, daß cs die Judenfrage vor das Forum der sozialdemokratisdicn In« tcrnationalc gebradit hat, und schließt sich den Forde״ rungen des Zentralburcaus, wie sic in der Deklaration an das liolländisch-skaiidinavisch-sozialistischc Komitee entwickelt sind, restlos an, Die Konferenz beauftragte das Exekutivkomitee, alles zu unternehmen, um diese Forderungen den weitesten Kreisen der curopäisdicrf und anicrikauisdten Demokratie zugängig zu machen und für deren Unterstützung zu werben. Außerdem bcsddoß die Konferenz die Oründung eines Palästina-Ressorts, wcldics sich damit befassen soll, Informationen und Aufklärungen über die Arbcitsmöglichkcitcn in Palästina in den weitesten Krci* sen der jüdischen Arbeiterschaft zu verbreiten. R. Ken dscherski referierte über die Aufgabe des bevorstehenden jüdischen Kongresses. Der Referent führte aus, daß der russisch-jüdische Kongroß sidi nicht nur mit Fragen des russischen Juden* tums zu befaßen habe. Ein solcher Kongreß könne nur dann seine Aufgabe im hohen Sinne erfüllen, wenn er sidi auf den Boden des Ocsamtjudcntums stelle. Deshalb müsse er unbedingt auch die volle Gleich be* reditigung für die Juden in allen Ländern, insbesondere ln Rumänien, Polen und Galizien fordern. Eine besondere

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