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Jüdische Rundschau · 1917-10-19 · Heft 42 (19.10.1917) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 42 (19.10.1917)
Date
1917-10-19
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 340 JU EDI SC HE RUNDSCHAU hilft, wird er auch in einem besonder» hohen Sinn ein politischer Faktor genannt werden dürfen.“ Möge diese unsere alte, für Europa neue Politik in unserer Mitte 'rein und mächtig bleiben und aus unserer und »ler Gleichgesinnten aller Völker Mitte ausstrahlcn in die Welt! Martin!)über Zur Palästinafrc!׳« in Nummer 38 der ״Jüdischen Rundschau“ brachteil wir die Acußerungen des holländischen Fiiinnzniinisters M. W. F. van Treub zur Frage eines jüdischen Palästinas. Trcub hat sich bekanntlich ״für eine ver- Künftige Lösung der Judenfrage, wie sic das zionistische Programm a »strebt" ausgesprochen. Nunmehr liegt die Meinung eines anderen hervorragenden holläiidisdien Politikers über die Palästiuafrage vor. Der ho Urin• d i s c h e S t a a t s in i n i s t e r Freiherr Alexander-Friedrieh de׳ Sa vor 11 in Loh mann, der Führer der kalviiiistische« ״aiilirevolutioiiiircn" Partei Hollands, als deren Repräsentant er auch im Ausland, nnmciitlicii in Deutschland grobes Ansehen genießt, hat sich in einem ähnlichen Sinne wie Treub über den Zionismus und sein Programm geäußert. Savornin Lohnt »nn, der durch gründliche wissenschaftliche Arbeiten sich den Rang eines Universitätsprofessors erworben hat, ist durch fast ״vier Jahrzehnte abwechselnd Mitglied des holländischen Ober- und Unterhauses gewesen und wurde 180(1 /־um Minister des Innern ernannt, Oie Aeußmmg des Staatsniinistcrs hat nach dem ״Jüdischen Korrespoiidcu/.hüro“ im Haag »leu folgenden Wortlaut: ״Ich schließe mich ganz: den Ausführungen des Ministers Treub an, die er über den Gedanken des Juden- Staates getan hat. Wenn seine Durchführung möglich ist, kann ich es nur von ganzem Herzen bcgriilieJi. Ich liege warme und aufrichtige Sympathie für die Klee der Rückkehr des jüdischen Volkes nach seinem alter. Heimatland. Die Verfolgungen der Juden haben in mir immer die Einpfindung heftigsten Widerwillens und Al)- scheiis aiisgclöst. ,Selbst wenn man »11 nehmen würde, daß die Jtiileu durch ihre Handlungen Anlall zu Feind- Seligkeiten gegeben haben, so sigil die Verfolgungen, ihre Formen und ihre Grausamkeit nicht zu cntschuldigen. Ich wünsche von Herzen, da 11 die Juden in ihrem eigenen Laude das Werk ihrer Wiedergeburt durch• führen, in Ruhe leben tmil der Kultur mul dein Fortschritt dienen. Wir Holländer sind immer für die Freiheit der Individuen und der Nationen eingetreten. Darum wünsche icfi, daß auch die Juden ihre Freiheit er* langen. Ich kann es nur begrüßen, wenn die Judenfrage auf der Friedenskonferenz behandelt und zu einer gerechten Lösung durch die Verwirklichung der natiuiialen Hoffnungen auf Palästina gebracht werden würde. Der Zionismus scheint mir die natürlichste Lösung der Judenfrage. Ich batte immer für ihn aufrichtige Sympathien, Ebensowenig wie heute zögerte ich auch früher nicht, ihnen Ausdruck zu geben. Sa nahm ich vor Jahren in Scheveiiiiigen an einer Versammlung teil, die Herr Jacobns Kann einberief und vo Prof. M a r - morck aus Paris die Ziele des Zionismus aiiscinamtersetzte. Meine Sympathien für den Zionismus sind keine Zufälligkeit. Sie entspringen nicht einer Laune oder einer willkürlichen Ideenverhimhiiig. Sie wurzelii nicht in Erwägungen ausschließlich politischer Natur. Sie fließen aus tidinneren Beweggründen, Die gliiuliigen Protestanten, worunter ich diejenigen verstehe, die dem alten Testament göttliche Autorität /»!erkennen, überselten niemals den Zusammenhang zwischen dem alten Testament und ihrem Glauben an Christus. Ihr Glaube ist gewissermaßen auf dem jüdischen aufgehaut, ela Christus für sie die Erfüllung der ProjiEiezeiungen ist. Für sie hat das ״alte Volk" immer eine hohe Mission gehabt und insofern erachten wir uns dem gläubigen Juden“ geistesverwandt. Darum sind evir auch gegen jede Verfolgung der Juden wegen ihrer Religion". Judendebatte im Lodzer Stadtrat Die Stadträte in Polen sind vorläufig die einzige Arena, in der gewählte Vertreter des Judentums den Kampf um die jüdischen Rechte öffentlich ausfeclitci» können, bis jetzt war der Warschauer Stadt rat so ziemlieh der einzige, jn dem sich an der Hand der Praxis allgemeine Debatten über die Beziehungen der Vülker im Laude zu einander entwickelt haben. Immer mehr werden in diesem parlamentarischen Kampf auch die Stadträte der Provinz hineiiigezogen, wobei sich ein erschreckendes Bild der gespannten Beziehungen zwischen Juden und Polen ergibt. In Lodz hatte der Magistrat einen Beschluß gefaßt, auf das Held der Jüdischen Gemeinde Beschlag zu legen zwecks Deckung der Kosten für die I leiluitg־ der jüdischen Kranken aus Lodz, die in dem von der Stadt gegründeten Krankenhaus in Z d u 11 s k a - W o 1 j a imtergebraelii sind. Trotzdem sämtliche Lodzer Christheilen kranken in diesem Krankenhaus auf Kosten des Magistrats gelteijt werden, wurde gegen die Jüdische Ge. mrmdc in der genannten Weise ׳vorgegangeu. Diese Beugung der jüdischen Rechte seifen« des Magistrats gab «eil jüdischen «atmiimiern Veranlassung zu einer Anfrage im Stadtrat. Der Vertreter des Magistrats he• miihte sich in keiner Weise, die von den jüdischen Ratiiuirincm angeführten Tatsachen zu widerlegen, 8011• lern berief sich auf eine alt« russische Verordnung aus den Jahren 1840 und 1S50, nach der die jüdischen unbemittelten Kranken nicht die allgemeine städtische medizinische Hilfe genießen können, Atif Forderung des jüdischen Abgeordneten Rußak wurde über dies« Haltung des Magistrats eine Debatte i« Stadtrat er- ״c!״!־). .!,1. ׳er eingehenden Rede zeigte Rahnam! Rußak, daß die angeführte Verordnung, die der Magi■ *trat zu seiner Rechtfertigung aus der staubigen Rmi». neIkam Iller der Ocschichtc liervorgchoit lut, sogar von der alten russischen Regierung durch ein Gesetz von 18(11 längst annulliert worden war. Der alte russische Magistrat in Lodz hat sdlr.t gelegentlich diese Verordmuig als aufgehoben erklärt. Die gewählte Vertretung der Stadt Lodz mm.se dieses ausgesprochen antisemitische Verfahren des 'Magistrats auf das entscliicdenstiablelmeii, Charakteristisch ist, daß sich 111 dieser Debatte kein einziger polnischer Ratmann fand, der sieh gegen diese Maßnahme des Magistrats j'evvendet hätte. Die Ratmäimcr Stipulkowsky und Albrecht nahmen den Magistrat in Schutz. Selbst der Vertretei der P. P. S. R j c w s k i fand es für nötig, gegen kul'.ak mit der Begründung auf/.utrelen, daß die Rede des jüdischen Abgeordneten den nationalen Antagoiiismiis verschärfte — die Verteidigungsrede des Juden und nicht das aggressive Verfahren des Magistrats... Dein Sozialistischen Abgeordneten, der sich in seiner Rede über die ehemalige jüdische Autonomie spöttisch äußerte, au!wartete würdig der zionistische Abgeordnete ür. R o s e n b I a 11. Die Frage der Stellung des Siadirates zum Verfahren des Magistrats wurde zur Abstimmung gesteift, Von den anwesenden 41 Ratmiinneru fanden sich 15, die das Vorgehen des Magistrats gutlileßcn, Line besondere Gelegenheit, die Judenfrage imf/urollen, gab die bald darauf folgende Budgetdebatte,' ״Ein Staat kann nur dann festgefügt sein“ führte Ratmann Dr. Rosenblatt in seiner Rede aus, die von der gesamten jüdischen Presse begrüßt wurde, ״Wenn seine 'gesamte Bevölkerung die Qcwißheit besitzt, daß sic ihr die Erfüllung ihrer Pflichten auch alle ihr zugehörigen Rechte j;enicßt.' Polen hat . 25 Pro• zeut Einwohner, die keine Pulen sind. Die Juden allein bilden schon eine ßcvülkeriuig von 2 Millionen, Wir alle wollen in Einigkeit leben. Politisch sind Wir Polen. Aber kulturell sind wir Juden , . , Die Seele des Volkes gehört dem Volke selbst und kann niemals auf den Wunsch eines anderen Volkes auf gegeben werden. Unsere Religion tuid nationale Kultur sind fünf Jahrtausende alt. Ist es dem! für das Wohl Polens nötig, sic /um Opfer zu bringen? Wir verlangen in den inneren Angelegenheiten das Recht auf Selbstbe- Stimmung, eine national-kulturelle Autonomie, Sic sagen uns: unsere Wünsche werden nicht von allen uilen ge!eilt, Aber unsere Gegner bilden ein kleines auflcm, das kaum 2!/ä Prozent der gesamten polnischeii Juden heit aiisinaelit und sich umt ganz vom jüdischen Vnlkskörper Insgcrisseii hat. Diese wenigen sind cs, die filier uns die Ansicht׳ verbreiten, wir wären kein Volk, sondern eine religiöse Gniiipe. Diese Ansicht ist falsch, Haben wir denn freiwillig Palästina verlassen? Wir wurden durch die größte Macht der Welt mit Gewalt aus dem Lrmde verjagt. Dieses kleine Häuflein der Assimil,•inten kann in seinem, aber nicht im Namen des Volkes sprechen. Mit uns ist auch die Orthodoxie, deren Heiligtümer gegenwärtig bedroht werden. Unsere Forderung wird zumeist unter dem Vorwurf z.urückgewiesen, wir wollten ein ״Judaeo-Po• lonia" schaffen. Das ist unwahr. Ein ״Judäa“ wollen wir mir in Judäa haben. Die zionistische Partei hat die Verwirklichung dieses unseres Strebcus zu ihrer politischen Aufgabe. Hier erstreben wir nur die Mögiichkeif, unser eigenartiges Leben fortzufiilircn. Wenn mir in Polen Freiheit für alle da.s Land bewohnenden Völker herrschen!und Gerechtigkeit regieren wird, dann wird kein Budget und keine städtische Anleihe zu schwer fallen.“ Der poalc-ziouistischc Ratmann Holondcrski im- (erzog in »Ier zweiten Hälfte seiner Rede die Juden- Politik des Magistrats einer eingehenden Kritik, Bei den Arbeiten des Magistrats werden fast gar keine Juden niigostclll. Bei der lJuterstiitziuigsscklion sind z. U. 210 Angestellte tätig, darunter mir 14 Juden. Zu den Garten- und Waldarlveiten, den öffentlichen Dadeanstaltcn und den städtischen Arbeiten werden Juden überhaupt nicht ziigelasseu. Her Magistrat verweigerte die Gründüng eines jüdischen Lehrerseminars tnuf verjagte die jidisclu: Sprache ans den jüdischen Schulen. Der Redner forderte von der Stadtverwaltung, ck»u Magistrat zu veranlassen: 1. daß eine entsprechende Zahl Ikamter augestellt werde, die sieh mit der jüdischen ISevölkermig in iidisclicr Sprache verständige» können; 2, daß sämtliche llekiniiitniacliuiigen des Magistrats auch in jidiseher Sprache und der jüdischen Presse bekannt gegeben werden; 3, daß alle Art Bitten und Zuschriften au den Magistrat auch ln jidisclier Sprache entgegenzuuduueu und zu beantworten sind; 4. daß Gewerkschaften für Arbeiter eröffnet werden, die bei den städtischen Arbeiten beschäftigt sind, Daliei muß den jüdischen Arheitern die Einhaltung der Sabbatli- und Feiertagsruhe ermöglicht werden. Auch der einzige btiridislisehe Abgeordnete der Stadtverwaltung Lehrer L £ch t c n s t c i 11 wandte sich in seiner Rede gegen die antisemitische Politik des Magistrats, der der jidisdint Sprache den Kampf erklärt hat. Es fehlte in dieser Debatic aber auch nicht an mitisemitischen Reden. Ratmann S1111 u i k o w 81< y erklärte; ״Wir stehen jetzt vor der Errichtung des polnischen Staates, und in einem polnischen Staate kann nur eine Sprache, die . polnische, herrschen, Wirtschaftlich und Hozial - - meinte der Redner ~~ geht es den Juden viel besser als «len Pole», Die Jude» verstehe» cs besser, sich Bildung zig erwerben. Daher besitzen sic mehr Intelligenz, was sie in ihrem ICampfc befestigt. Die Juden sind jimh i!» Handel geschickter und sch lauer. Sogar Sterblielikeitsziffcr ist bei den Juden eine kleinere. Polen sind •es, die in Polen unterdrückt sind“, verstehe nicht“, erklärt«*., ein zweiter polnischer Abgeordneter, Sch i b ij j a ,׳' ־־ie man ln Schulen, die auf polnischer Erde .,en, verlangen kann, den jüdischen ״Jargon" zu lehren. Was ist das für eine Sprach« — Jargon? Die Polen inosainchcn Glaubeus möge« antworten: ist es eine Sprache? Ich weiß nicht, woher die Juden sie genommen haben, von den I ürken oder anderswoher. Des eine aber weiß ich — in Polen gibt es für sie ■keinen Patzt Ich' wai nicht, da» Sie sagen,, ich würde mit Drohungen operieren Aber wer die Forderung des ״ Jargon“ aufsteim soll nicht vergessen, wozu dies führe» kann “ So lauteten die Antworten der polnischen Ratmäimcr Waren auch Nielit-Antiscmitcn unter dert polnischen Ab• geordneten t Unter denen, die sielt zmn Worte meldeten, gab es keine. . Von der Kongreßbewegung in Nr. 42 ׳!and die Die ״Ich Das Organisationskoiniti'e des jüdischen Kongresses in Rußland veröffentlichte einen Apell ״An alle Juden in Rußland“, in dem unter anderem über die Bedcutuug der dem Judentum in Rußland Bevorstehenden Aufgaben folgendes gesagt wird: ,,Nicht mir der Jude als Person erhielt Gleichberechtigung, sondern d*i e jüdi sehe Nation steht vor einer Möglichkeit, nationah; Rechte zu bekommen, ■Mit vollem Rechte dürfen wir behaupte», daß die Juden Rußlands sich der Wichtigkeit der ihnen zu Teil gewordenen historischen Mission völlig bewußt sind," Nachdem die Geschichte der Kongreßbewegung und Konferenz der großen Gemeinden kurz dargelc;;t und das bekannte Programm des Kongrosses angeführt wird, ruft der Apell das gesamte Judentum der Provinz auf, die Wahlkampagne zu eröffnen und sieh möglichst vollzählig au den *Waiden zu beteiligen. Vom Koiigrcßkoinitee wurden die Waiden zum Kongroß im gesamten Reiche auf 3.- 5. (16.—18.) Dezctnhpr bestimmt. Der Kongreß wird atn 10. Januar (neuen Stils) in derjenigen Stadt abgchaltcn, in der zu jener Zeit die Provisorische Regierung ihren Sitz haben wird. Es sind im ganzen 507 Delegierte zu Wählen. In den Tagen der amerikanischen Mobilmachung Trotzdem die Juden überall eifrig an de» Rcskriptionen teilnahiucn und viele junge ■Juden sich freiwillig zunl Militärdienst meldeten, hörten die antisemitischen Zeitungen nicht auf, die amerikanische Oeffentlichkcit z« ״informieren“, daß in den Juden viertel« der amerikanjschcn Städte die Zaiil der Kraiikgeschriebencn groß sei und daß die ״Fremden“ keinen rechten Patriotismtts zu tage legten. Besonders zeichnete sicii bei dieser ״Inforiniition" ein christlicher Geistlicher aus brnoklin aus, der auf vielen öffentlichen Versniiunhmgen und auf den Straßen imtisemitische I lel/.reden hielt. Als er am 23, August während seiner Rede im Edisonpark in New York von einem jüdischen Soldaten unterbrochen wurde, kam cs zu einem ernsten Zusainmenstoß, bei dem einige Personen verwundet und I5 in Haft genommen wurden. Der geistliche ״Patriot“ wurde für seine antisemitischen Hetzreden zu einem Monat Gefängnis verurteilt, Besonders viel Stoff lieferte der niitiscnntischcn Presse die Tatsache, daß die jüdischen Sozialisten aller Schattierungen, deren Einfluß im amerikanischen Judentum ziemlich groß ist, die Agitation der gesamten amerikanischen Sozialisten gegen den Krieg bis zum Tage der Kriegserklärung initgemacht haben. Einige Mitglieder der amerikanischen Expedition, die vor kurzem aus Rußland zurückgekchrt waren, verbreiteten sogar die Nachricht, daß manche der ״Fremden, die in den östlichen Gegenden von New York ein abgesondertes Leben führen und nach dem Sieg der russischen Rcvolution massenweise nach Rußland zurückgekchrt sind, dort eine antiamerikanische Agitation führen, die die ms•1 sich-amerikanisdicn Beziehungen verschlechtern kann“. Wer unter diesen ״Fremik'11“ gemeint war, ist jedem klar. Die jüdische Presse Amerikas legt gegen diese Verleumdung und Vergiftung der öffentlichen Meinung Protest ein. Zwecks Erteilung wirtschaftlicher, juristischer, kulturcllcr und medizinischer Hilfe an die jüdischen Soldnten in Amerika wurden spezielle jüdische Gesellschäften gegründet, denen bedeutende jüdische Politiker verschiedener Richtungen angeboren. Von den Jerusalemer Waisenkindern Bekanntlich haben amerikanisch-jüdische Kinder für die Kinder in Jerusalem Sammlungen voran* staltet, als deren Resultat l>ercits eine erste Rate in Höhe von Mk. 13 05(),■— überwiesen werden konnte. Diese schöne und beherzigenswerte Idee sollte nach Möglichkcit in weiterem Umfang zur Verwirklichung gelangen. Denn die Lage, in der sich die große Zahl der Jerusalemer jüdischen Kinder befindet, ist höchst erbarmenswert. Es gibt kaum irgendwo so viele eiternlose und verwahrloste Kinder wie in Jerusalem. Einige Zahlen, die wir im nachfolgenden bringen, sollen die Verhältnisse Ix'h'uclitcn: Es gibt Alter Waisen in Jerusalem: 1-5 Jahre 148 203 351 ״ 10—6 416 437 853 ״ 15—11 434 510 <)44 ״ 18—16 1 171 172 unbest. 133 105 238 l itsges,: 1132 1426 Nach der Gemeinde-Zugehörigkeit: 2558 Aselikcnasim 1013 Sfardirn 633 Jemeniten 206 Aus Aleppo 153 Marokkaner 108 Perser 129 ßticharcr 86 Kaukasier 57 Bablier 33 Aus Iran 7 Kurilen 8 unbestimmt 124 Zusammen: 2560 * <

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