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Jüdische Rundschau · 1917-10-19 · Heft 42 (19.10.1917) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 42 (19.10.1917)
Date
1917-10-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr, 42 Seite 339 ,1 f| t t v;!► I '<<׳, \ /l \ c ,V I{ jt «0 m i\ ) \ \ 4- I 1:; J U E DI ג C H E י C li A U (reu1‘ nur Böses und Demoralisierendes /u erblicken. 1 Hat doch Herr I)r. Martin Buber erst vor kurzem selbst in diesem Krieg ein ״Erlebnis" erblickt. Hat die Meiischfieit sich durch all diese Schleichwege, Tricks und Intrigen hindurch nicht schließlich neue Prinzipien mit ihrem Blute erkämpft? Gehören denn nicht die Parolen der Existen/.rechte der kleinen Nationen zu den Prinzipien, die wohl oder übel die Grundlage für die kommenden Generationen werden müssen? Unter dem System der Verwendung all dieser Schleichwege und Tricks, Zuflüstcruugcn und Schmeicheleien sind Völker bereits zur Freiheit um! Selbständigkeit gelangt. Ist nirht in dem System dieser Biindeleien und Intrigen der Zarismus vernichtet worden? Haben nicht diese Intrigen dem größten Teil des jüdischen Volkes Menschenreclite für alle Zeiten gebracht? Oie ganze Menschhed sucht diese mit ihrem Blute geführten ,,Intrigen“ für ihre Existenz und F.rlialtung benutzbar zu machen. Fs ist ein Kämpfen und Erkämpfen für alle Völker. Warum sollte gerade Zion 'unbedingt beiseite stehen — in Absehen und Verachtung vor dieser Weltverwahrlostmg, um in Passivität, in Resignation und Zu ruck• gezogonlieit die kommende wunderbare Frneuenuig der Menschheit abzuwarten? Ausgerechnet das jüdische Volk soll eine Sonderstellung eimidimen, sielt in eine Rolle versetzen lassen, wie man sie in keiner :tmlcrcn lebendige» Nation findet? Was bleibt denn alter sonst zu tun?!.ebnen wir einmal die Prinzipien der /ionistineben Oesauilpolitik ab, verabscheuen wir all die ״bcnutzbaren Momente", um sie zugunsten des Baseler Programms auzuwendc'it --- welcher Weg bleibt denn? Lebt «hielt das jüdische Volk nun einmal nicht unter Aus- Schluß der ()Öffentlichkeit, daß es in absoluter Zurück-' gczngoiilicit ein gleichgültiger Zuschauer bei all ,,die• »ein Wirrsal und den Intrigen"!»leihen könnte. Herr Dr. Martin Buber verlangt vom Zionismus, ״daß er die Politik des Freimuts und nicht des Mißtraueiis, der Offenheit und nicht des 1 Unterhalts, der Direktheit und nicht, 11er Intrige aiiziiweiiden versuchen roll, und dann erst wird mau den Zionismus als einen politischen Faktor in einem besonder» hohen Sinne nennen dürfen." Darin liegt eben die uiiersohiitterliehe Kraft «les Baseler Programms, daß es die Offenheil und Direktheit als seine Grundlage gewählt hat. Das ist ja die wunderbare Kraft des Zionismus, der zionistischen Kongresse, die fast alle Teile unseres Vol• kes erobert, das ist unsere Macht n;1111־ innen wie nach außen. Diese Offenheit und Direktheit, diese Politik des Freimuts war es eben, die den Zionismus zu einem politischen Faktor von ernster Bedeutung gemacht hat. Der kurze Artikel des Herrn I >r, Buber hat einen Punkt Berührt, der innerhalb der zionistischen Organi• sation längst Aufklärung und Regelung verlangt. Das sind noch die Uoherrosic früherer ״Geister" innerhalb unserer Organisation, «lie den politischen Zionismus stets mit scheelen Augen verfolgt haben. F.s ist notwendig, einer Untcrscliäi/ung der politischen Mittel unserer Bevve•• gmig enigcgeii/utretei!. I) r. S. B e r n s t e i 11, Atkdisnuis und Libertinismus Der Artikel des Herrn l>r. S. Bernstein, der ״l’oliidclier Askclismus" überseftriehen ist, ist nun lauter ' Mißverständnissen komponiert, vielmehr ׳er ist ein Miß- Verständnis, Wer meinen Aufsatz ״Fin politischer Faktor";1111• merksam gelesen hat, der weiß, wogt•;,׳«) allein ich mich darin gewendet habe; «laß der Zionismus einer der kri.'gführuidui Parteien helfe, sich seiner als eines Kampfmittel:; gegen die andere׳ zu bedienen. Fr kann nicht verbuk,1, daß es geschieht, aber es ginge gegen sein Wesen mul seine Uebcrlieferinig - gegen die Ueberlielermig Theodor Fierzls -־, wenn er seihst dabei seine Hand im Spiel hätte. Wenn er das täte, würde er trotz aller Wahrung des Scheins der Neutralität zu einer heimlichen Partei im Weltkrieg herabsinken. Gewiß ist heute dem nicht so, aber icli habe es für meine Pflicht gehalten, vor einem mößliehen ersten, unbewußten oder fialhbewußten Schritt auf einem Weg zu warnen,־ der dahin führen müßte. Herr Dr. Bernstein stellt es aber so dar, als ob ich vor der politischen Aktion überhaupt gewarnt hätte. Dieses!Mißverständnis hat sich in ihm so festgesetzt, dal! es ihn sogar zu falschen Zitaten veranlaßt. So behauptet er, ich protestierte dagegen, daß das ״Zions* /eichen auf eine Karte gemalt und diese Karte ins Spiel 11er Weltpolitik geworfen werden soll“. Bei mir fehlen die Wolle ״der Wellpolitik“ - ich lasse keinen Zweifel darüber, welches Spiel ich meine; und Gott sei Dank, es gibt noch Weltpolitik außerhalb seiner, leb bin dafür, mit ganzem Herzen dafür, daß der Zionismus fortsetzt, was er vor dem Krieg begonnen bat: «lie Menschen guten Willens in allen Völkern für sein Werk und Ziel zu gewinnen, und ich habe in meinem Auls,•uz freudig fesfgestellt, daß diese Tätigkeit immer größere l'rfolge zeitigt: ״Die phiiozionistisehe Stirn-!innig", sagte ich, ״wächst zur tätigen Gesinnung heran“. Dies, so führte ich aus, ist «Ins lichte Antlitz der Tatsache, «laß der Zionismus ,,ein politischer Faktor" geworden ist. Aber ein anderes ist es, «lie Vol• ker informieren, ein anderes, mit den Regierungen intrigieren. Nicht, daß dies von seiten «les Zionismus gc• , schehen wäre; aber es gibt allerlei gute Leute und schlechte Musikanten, «lie dazu raten. Darum habe ich mit allem Nachdruck widerraten und werde v* immer wieder tun, so weit meine Stimme reicht. Der Zionis• 11111s würde dadurch von seinem Weg, auf dem es nach dein von mir angeführten Worte Hcrzls keine Biindcleii'ii gehen darf, unwiderruflich abweicheu, er würde sich nicht etwa zum Verbündeten, sondern ■zum ״Faktor“ oder Laufbursche» einer kriegführenden Partei maeheii und nichts anderes erreichen, als daß beim Friedciisschluß seine Suche auf uhachhnrc Zeit liiuniis koniprotiiiliiert wäre; denn eben die, die ihn jetzt henützen, würden ihm keinen Blick mehr gönnen, siihn'ii) sie für ihn keine Verwendung mehr haben. Dagegen werden wir zur 7-eil der Friedeusvei'liandluugen eine um so günstigere Position haben, je unbefangener und iiiigebundener wir unsere Forderungen Vorbringen kön* neu, je freier und überlegener —- ja, überlegener — wir heiilen Parteien gegcnübersieheit, je iinabgeuiitzter, tmverbraiieliler, imverbümleHer wir aufzulretcu ver mögen. Zu Unrecht sefiill Herr Dr. Bernstein «len Askelis* mus, Der rechte Asketismus bedeutet: seine Kraft sainmein, seine Kraft Zusammenhalten, seine Kraft aufspeichern, seine Kraft potenzieren — für «las künftige Werk Was aber die erwähnten Ratgeher vertreten, das is! politischer Libertinismus; der bedeutet: seine Kraft vertun, seine Kraft verzetteln, seine Kraft verwüsten, seine Kraft annihilieren — irn unfruchtbaren Wcrkwahii, 1111 entscheidenden Augenblick wird.der Asket frei, stark und breit sein, der Libertin verbraucht und oliiiinäclitig. So weit will ich Herrn Dr. Bernsteins llehanp-! hingen gern auf Mißverständnisse zurück führen. Aber es gibt einen Satz in seinem Artikel, der mich für diese Erklärung fast zu ungeheuerlich dünkt. ״Ist nicht“, so fragt er, ״in dem System dieser Büudclcicn und Intrigen der Zarismus vernichtet worden? Haben nicht diese Intrigen dem grüßten Teil des jüdischen Volkes Menschenrechte für alle Zeiten gebracht?“ Soll ich dies für Ihre wirkliche Auffassung der russischen Rcvoliiliou halten, Herr Dr. Bernstein? Dan» ist es er* schreckend, tief erschreckend für mich, dal! es Zionisten gibt, die das Geschehen dieser Zeit s o sehen. Wahrlich, nicht ein Produkt der Intrigen, sondern die erste große Aullehmmg gegen die Intrigen bedeutet die russische Revolution. Nicht die Kräfte, die diesen Krieg führen, haben sie geschaffen, sondern die Gegenkraft hat cs getan, die von jenen aufgeriitlclt wurde. Wenn die Pogrome der Achl/igerjalire die schlafende Jtuleiiheit weckten mul befeuerten, wollen wir die ״De* mitzbni'keit“ «ler Pogrome verkünden? Herr Dr. Bernstein unterfängt sich, mir entgegcimi•!!alten, ich hätte ״erst vor kurzem selbst in diesem Krieg ein ,,Erlebnis“ erblickt.“ Das kling! so, als ob er mich den Frlebnissihw.irniern und Frlcbnisrhctnrikern aus der ersten Zeit des Kriegs zugeselleu wollte. Er verschweigt, welches Erlebnis ich in «liesem Krieg erblickte. Zweimal habe irh in seinen Anfangsmona* ten es ausgesprochen. Das cincmal als allgemeines Frlebnis; jene AculU'iting habe ich jetzt am Schluß meines Buchs ״Ereignisse timi Begegnungen" wiederahgcdruckt. Das amlereinal als jüdisches Erlebnis: in «kr Rede ״Die Tempclweilie", die in «lern Buche ״Die jüdische Hcwegtmg" veröffentlicht ist. Bcidcitiale ließ ich keinen Zweifel darüber, welches Erlebnis ich meine: das Erlebnis «ler Gegenkraft. Die Gegenkraft hat sich in der russischen Revolution erhoben, die Gegenkraft ist auch im Zionismus lebendig, ln beiden Gestalten droht iftr die Zersetzung, «lie Vermischung mit jenen Mächten, gegen die zu kämpfen, die zu besiegen sic be• rufen ist. Diese Bcdrolunig ihr fcrn/ulialten oder zu entfernen, ist dort «lie Aufgabe der Getreuen der Rcvo* lutiou, ist hier die Aufgabe der Getreuen des Zionismus. Herr Dr. Bernstein behauptet -. wieder ein falsches Zitat —-, ich verlangte vom Zionismus, ״daß er die Politik des Freimuts, . . , der Offenheit . , ., der Direktheit ... n 11 zuvven«Ie» vcrsttdmt so 11“. Die Worte, «lie in Anführungszeichen stellen, sollen angeblich meine Worte sein. Aber die Worte, die an der angeführten Stelle meines Aufsatzes in Wahrheit stellen, besagen das gerade Gegenteil. Ich setze sic ungekürzt hierher, weniger um die wunderliche Me* thode, mit der Herr Dr, Bernstein seine Mißverstäm!• nissc ausniit/t, zu beleuchten, als vielmehr tun am Schluß dieser tmerfreiilieheu, mir uufgenöligten Auseinander* Reizung niclit mehr in widerlegender, sinuleru nochmals in positiver Form aus/usprechen, worauf es mir ankommt ״Diese, zu «ler wir vor zwanzig Jahren uns im Auge sich( «ler M c 11 sch c n w c 11 beknnnicu und der wir t re u ge b I i c b e n s i nd, ist eine andere Politik, als «lie in diesem Kriege herrsdit, eine andere, als die war, deren Fortsetzung mit allen Mitteln Wahrlich dieser Krieg «larstellt. Cs ist eine Politik «les Freimuts und nicht des Mißtrauens, «ler Offenheit 11 ml nicht «les Hinterhalts, «ler Direktheit und nicht der Intrige. Wenn der Zionismus tltirdi seine politische Methode diese neue Politik e insetzen entsprechend sind auch die meisten seiner Feste in den verschiedenen 1 leftei» gewählt. Besonders hervorheben möchte ich die musikalisch so trefflieh illustrierten Fieder ״Der Fuhrmann", ״Der Paroni“, nicht minder «len ״Seiger'־, mit «lern sitnivoll musikalischen Gimlmno des l'hreiiticscr.s. Fine Glanzj iiumuui für Teuöre ist das ״Maie Lied", von echt j jüdischer Art das in düsteres Fs-Moll gciaiuhtc ״Troi* j rij:־e Lied“. . Wir inöehlen den Arbeiten Roskins keine uchvlhaf• tea Deutungen mit auf den Weg gehen; es sind eigenartige KnnstprodukU־, deren Wert voll und ganz zu verstellen ein volles Vertraiitsein mit;dtjiidisehcr Musik voraussetzt. Da nur wenig stilreine Arbeiten auf diesein Gebiete vorhanden sind, bedeuten Roskins Lieder eine wertvolle Bereicherung unserer jüdischen Lieder im Volkston. Obcrkantor Singer, Kattmvilz. Jüdisch-pädagegisehe Kurse in Wien Ein Kuratorium, bestellend aus den Herren Adolf Boelim, Regierungsrat Prof. Dr. Wilhelm Jerusalern, Adolf Stand und Frau Anitta Müller, hat ein großzügiges Programm für das jüdische Er/ichungs• wesen aufgestellt, das in den kommenden Jahren in Wien dcirehgeffifirt werden soll. ״Die׳ Er/.ielumgs-. frage", heißt es in der Anzeige der projektierten j üd i se h - p ii d a gog i sch c 11 Kurse, ״ist für «las Judentum - so wie für alle Völker — vielleicht die wichtigste »nd entscheidendst«• «ler Gegenwart und nach• sicu Zukunft. Zahlreiche Institutionen, Schulen, Sprach• kur«, Kinderheime, I!orte, Gärten, Waisenhäuser, Fcricukohmicn und dcrgl. widmen sieh dieser bedeutsamen Aufgabe und es ist mit Sicherheit zu erwar• teu, daß bald noch mehr solcher jüdischer Erziehungs• institutioncn entstehen werden. Ihre fruchtbare Ent- Wicklung aber ist sehr gehemmt durch den Mangel an geeigneten Lehr- und Erzieherpersönlichkeiten. Es fehlt die genügende Anzahl von solchen, in denen sich modernes pädagogisches Können und Wissen vereinigt mit gründlicher jüdischer Bildung. Diesem Bedürfnis zu dienen, ist der Zweck der jüdisch-pädagogischen Kurse. Sie sind sowohl für alle jene berechnet, die, aktiv im Frziehungswescn stehen«), in irgend einer Hinsicht einpiiitdi'ii, daß sic der Fortbildung oder Ausbildung bedurfc», ab auch für jene, die ihre Wahl für «Sen jüdischen Er/iefierhenif getroffen haben «nd nun sieh eine geeignete Vorbildung erwerben möchten." Die vom Kuratorium eingerichteten Kurse sind in ziisaiumeiifasseiulc und Npezialkiirse cingcteilt. In den vorgesehenen allgemeinen Kursen werden fol• gciule Stoffe behandelt: 1. Jüdische Geschichte und Religionsphilosoptne von Dr. Joel Obermann mul Dr. Wilhelm Stein; 2. Hebräische Sprache und Literatur für Anfänger und Vorgeschrittene von Moses 1G1111־ und 11.!Listenfeld; 3, Pädagogik: a) All• gemeine Uittcrrichtslehrc und Aufgaben des Erziehers von Regierimgsrat Prof. Dr. Wilhelm Jerusalem, b) Ziel der jüdischen Erziehung von Dr. Abraham Sonne, c) Jugeiulkuncle von Dr. Siegfried Bern• fehl; *I. jüdische Frage und Bewegung von Adolf Bo chm; 5. Wesen und Technik der sozialen Arbeit von Anitta Müller. Die speziellen Kurse bchandeln: 1. Zur jüdischen Kulturgeschichte: Rcalia des jüdischen Altertums (Prof. Dr. S.«Krauß), Das Leben der Juden im Mittelalter (l)r. B. Wachstein), Eiaführang in die Bibel (PrivaUlozent Dr. H, Torczy* 11 e r), Einführung in «len Talmud (IVof. R. Apto» witzer). Feste und ' "11s (Rabbiner Dr. Taglicht); ferner: Jüdisch. Volkskunde (Das Leben der Ostjuden der Gegenwart, Geschichte der Juden Wiens, Jüdische Heimalskünde), '2. Zur Pädagogik: Die Probleme «les Rcligiunsimlerridil» (Ua’ub, Dr. Tag licht); ferner: Lelirmittelkuiide, Besprechungen über Lektüre, Spiele, Sagen etc., Besprechungen über die Methodik der Kinderheime und •harte, Methodik «fes hebräischen Sprachunterrichts, Umgang mit jugendlichen, Musik (Ji• dische und hebräische Lieder.) Die Kurse finden lilr Erwachsene (über 16 Jahre) in deutscher Sprache an .׳dien Wörben tagen abend» (mit Ausnahme des Freitags) von 1/!7 bis t/a 10 Uhr staft, ferner nach Ucbereinkunft an den Sormtag-Vor״ ״»!(tagen von 8 12 Uhr. Sic «lauern van Anfang November bis Mitte Februar und von Mitte Februar bis Mitte Juli. Ordentliche Hörer sind solche, die «las Recht ziun Besuch sämtlicher Kurse erhalten Diese Imbcn zu entrichten einen einmaligen Vcreinsbeitrag von 5 Kronen und eine» Spesenbeitrag von 20 Kronen pro Semester. Außerordentliche Hörer sind solche, die das Recht zum Besuch einzelner Kurse erholten. Diese haben zu entrichten■, einen einmaligen Vcreinsbeitrag von ö Kronen und pro Kurs und Semester 10 Kronen, Es findet mir eine beschränkte Zahl von ordentlichen und außerordentlichen Hörern Aufnahme. AnmeUlun• gen müssen außer Namen, Adresse und Alter auch die gegenwärtige Berufstätigkeit, bei ordcijtlichen Hörern überdies eine ausführliche Darstellung «les bis• hörigen Shidiengangcs eiilü.'ilteii. Eventuelle Ansuchen um Ermäßigung, Stundung ״«ler Erlassung des Spesen• beitrngs sind zugleich bri/ufiigeu. Die Anmeldungen sind zu seniler! an: jüdisch-pädagogische Kurse, Wien 11, Zirkusgasse 33, I. Stock. Sprechstunden Dienstag und Mittwoch von 6—8 Uhr abends. , Es ׳ist sehr erfreulich, daß cs in Wien gelungen ist, einen größeren Kreis sach- und fachkundiger Personlichkciten für den Ausbau des jüdischen Erziehung»* wesen» zu gewinnen. Möchte das Wiener Beispiel anderen Städten mit einer großen jüdischen Bevölkerung als Vorbikl dienen I 'u* B««R• der In Kutirlk •ufmflilirlen Voraff«n1llrl1״nK«n w«11<l» man *Ith ,11*1» ״ Jlitf1»«'l1»*1 Varl«(, H*rlln VS If», HAcBtr«»• 8.) ln dem vor kurzem gegründeten hebräischen Kindervertag ״S If ri“, der unter der Leitung von Ch. N. Bialik steht, erschienen bereit» 20׳ Hefte Das von David Frise 11 mann au» dein Englisehen ins Hebräische übersetzte ״Oitaniali“ von Rnbmdranath Tagorc erschien unter dem Titel ״Kor• oan-aimra‘• im Sonderdruck,

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