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Jüdische Rundschau · 1917-10-12 · Heft 40-41 (12.10.1917) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 40-41 (12.10.1917)
Date
1917-10-12
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seile'332 ffU EDISCil Nr. 40/5! Italien. Herr Kalium Sokolow wurde bei!.einem Aufenthalt in Rom, wo er — wie bekannt — eine Reihe wichtiger Unterredungen 11aHe, auch von den dortigen Juden ׳,dir herzlich aufgcnomnmi und im Namen der Jüdischen Gemeinde von Advokat Atmelo Screni und Cavaliere Prof, Anselino Columbo begrübt, Während seines Aufenthaltes in Italien sprach er mit Vertretern verschiedener jüdischer Komitees, unter anderen mit dem Präsidenten der Komitees ״Pro Causa Ebrai■ ca" und ״Pro israele“. Er machte die Herren mit dem Stand der zionistischen Bewegung in den andcreu Ländern bekannt und nahm mit Befriedigung Kenntnis von der immer steigenden Bedeutung des Zionis- 111 us in Italien, Bei seiner Audienz bei dem Premierminister begleitete ihn Herr Scrcni, der Präsident der Jödisehen Gemeinden von Italien, Der italienische Premierminister hatte eine längere Unterhaltung mit Herrn Sokolow und zeigde genaue Kenntnis der jüdischen Angelegenheiten und Tendenzen, Auf die direkte Präge nach seiner Stcllungnahmc und der Haltung seiner Regierung gegenüber der Forderung des jüdischen Volkes auf eine Heim- Stätte ln Palästina entge,״riete der Minister: ״Es ist kein Zweifel, daß das jüdische Volk in der ganzen Welt als e,in Resultat des Krieges überall Gleichberechtigung erhalten wird. Was Palästina betrifft, so wird die italienischc Regierung alle Bemühungen der Alliierten in dieser Richtung unterstützen.“ Ueber die Unterredung Sokolows mit dem Papst Benedikt ist bereits berichtet worden. Oesterreich. (Organisierung der hebräischen Lehrer in Wien) Am 4. August fand in Wien eine allgemeine Bcr a t u n g aller Tiebräisdien Lehrer und Lehrerinnen statt, die die einschlägigen Berufsfragen erörterte und folgende Resolutionen annahm: 1, Ei ist in Wien eine Ortsgruppe des ״Hebräisehen Lehrerverlmnds Oesterreichs‘1 zu gründen, die mit allen hebräischen Lehrern und Lehrerinnen, die sieh zur Zeit in Wien aufhalten, in enger Verbindung stehen soll, um ihre materielle, gegenwärtig so unnormale Lage zu verbessern, über den liebräiscuen Unterricht die Aulstellt zu führen und ihn, wenn möglich, zu reformieren, 2. Die Eltern, die den Unterricht während der Ferien unterbrechen, sollen den Lehrer für die Ferien bezahlen. 3, Infolge der großen von Tag zu Tag steigenden Teucrunjl sehen sich die hebräischen Lehrer gezwungen, ein höheres Honorar zu verlangen. 4, Wer einem Lehrer kündigen will, hat dies einen Monat zuvor mitz.uteilcu. 5. Kein Lehrer darf neue Stunden annclnncn, ohne sich zuvor mit dem Lehrer, der bisher unterrichtet hat, verständigt zu haben. 0, Es ist eine L i s c 11 k a 111 -Mo• di in (Informationsbüro) zu gründen. Die Lischkath- Modiin für Wien befindet sich in Wien II, Zirkusgasse Ti, und ist jeden Dienstag und Samstag nacht von 8—9 Uhr geöffnet. In Angelegenheiten hebräischen Unterrichts außerhalb Wiens wende man sich an die Adresse Wien II, Große Mobrengasse 16/22, Hebräischer Lehrerverband. 7. Es wurde ein Schiedsgericht eingesetzt, das zur Aufgabe hat, in einem Streitfall zwischen Lehrer und Eltern zu vermitteln, — Die Versammlung wählte einen fünfgliedrigen Ausschuß, an dessen Spitze Herr Mose» Rath, der Verfasser des bekannten hebriiisehen Lehrbudies, steht. Galizien. (Zionistische Tätigkeit in Chrzanow) Die Zionisten Chrzanows, einer Stadt mit 8000 jüdischen Einwohnern, haben durch die Gründung eines jüdischen Kinderhortes־ einer jüdischen Spielschule, eines jüdischen Jugendvcrems, einer jüdischen Volksküche, eines jüdischen Rcditssclnitzhüros der geistigen und materiellen Not der jüdischen Bevölkerung der Stadt zu steuern gesucht. An lierzls Todestag wurde im Jugendwidmet: Es erschienen bisher, eine Schrift von M. Al. Ussisclikin: ״Zum Moment“ (in hebräischer und russischer Sprache), zwei Broschüren von G. A. Brodowski: ״Palästinensische Gegenwart“ und ״Nationale Erziehung“, ferner Broschüren von 1, M. Sch ec 11tmann: ״Juden mul Ukrainer“, von S, Schwarz: ״Die Palästina-Frage auf dem Friedenskongreß“ und von S. S. Pen; ״Die jüdische Gemeinde“. Eine neue Serie erscheint dcmnäaist. Unter der Redaktion der Gründer und Leiter der 11cbräischcn Fröbelkursc J, Alt er mann, Moskau, und J, Hcilpcrin, Odessa, wird demnächst in Odessa eine literarisch-pädagogische Zeitschrift ״H a g i n 11 a“ herausgegeben. Die Zeitschrift, die der Theorie und Praxis der hebräischen Kindergärten gewidmet ist, wird zweimonatlich unter ständiger Mitarbeit des Dichters J. Fichmann erscheinen: Die Schüler der von der ״BiWungsgesellsdiaft“ gegründeten und wahrend des Krieges von G rodn<? «!ach Charkow verlegten jüdischen Lehrerknrse geben zum lOiähr. Jubiläum der Kurse (November 1<)17) ein Sa in ine 1 buch heraus, der Entstehung und Ent- Wicklung dieser Kurse gewidmet. Die Sdiriftleitung־ des Sammelbuchcs bittet die Absolventen dieser Kunst* tun Zusendung von Materialien und Beitrugen in allen Sprachen. , Unter dem Titel 500״ Jahre jIdi sche r Po c- ** * erschien in jidisdter Sprach« eine Anthologie der jiaischcn Literatur, zusammengeatellt von M, Bas in, Die jüdische Theatcrgesellschaft, an deren Snit. Senator G O. Grusenberg■ steht, gründete cii Aktiengesellschaft ״Das freie jüdische Theatei mit einem Grundkapital von 2500m Rubel. Die G Seilschaft gibt 2500 Aktien zu je 100 Rubel aus, / der Gesellschaft wurde ein kiinsflerisdier Beirat g biklet. Die Gesellschaft hat das Ziel, die jüdische llühi , ,n hebräischer jidischer Und russischer Sprache zu pfleg und zu entwickeln, verein eine Feier almelialten, 1H und I )r. Nicht l> e r :׳; c ty Au;־ ment,1g, den das Zionistiscn bradite der Notstandsaldioii für Summe ein. Dia 1;1■' : :11 h:!müh;!!na RrrouS c U o r r ..Len, Ein ihnc venitmlahcic, eine aimeliniiehc Ungarn. (Zionistische Tätigkeit in 1 eines rar) Dank der eifrigen ITopagambrntigkcit des Herrn Dr. Alexander M a r 111 0 r ek mad.i der ...10ms!uus in Tcuicsvar große lorl-ehriUe, •l>so;uI׳:r>. wirMing.- voll war die" von den Zionisten ver.tnsfallde 1 lerzlfeier, auf der Herr Dr, Marmorek eine begeisternde Rede hielt. Es sprachen noch Prof. D0«;:׳ kor und Rr. Üoliany, Um das zionistische Leben in femesvar ma dit en sieh noch die I lerren F.nscst V er iti c s , Vorsitzender der ״Ilalikvvnli", .ferner Will:( im Ne u - b a 11׳ e r Dr, Barudi T o m u s C11 o f f t Sicgimmil _li I u in (Jiid. jugeiidverein) und Fräulein Vdma Löwingef (Jüdischer Miiddsenverein) verdient. Litauen (Zionistische Tagung in Bialystok) Vorn 3 bis <). Septbr. tagte im ,,Saale ״Linath Hazodck“ die Biajystoker Zionistische Or־}fanisation Die Eröffnungsrede luell der Vizepräsident Herr Dr. Gutmaim; da,nn gab Herr Eisen bcrg einen chronologischen Ucbcrblick über uic Gesdiichte des Zionismus in der letzten Zeit, worauf Herr Borowski den Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der Hinlysiokcr Zionisten im letzten Halbjahr erstattete, Endlieh hielt Herr I. Lewin ein Referat über zionistisehe Jugend und /, Rabiczübcr ״UnserSchnlproßramm und unsere Tätigkeit“, In der Debatte wurde besonders die Frage der Gegcnwartsarbclt sind der Hilfstätigkeit für die notleidende Bevölkerung besprochen. Die bisher selbständige Organisation der ״Zei're •Zi 0 u" hat sich der üesamtorgaiiisntion angeschlosscn. Ain SclihiII wurden einige Resolutionen, die Organisation und Schekelarbeit betreffen, angenommen, Es sind einige Unterausschüsse eingesetzt worden, die mit Energie ihre Arbeiten aufneliinen. (Zc f re־Zion in Wilna) Die Ze'irc-Zion in Wilna erließen einen Schwungvollen Aufruf, in dem die jüdische Jugend atifgefordert wird, dem zionistischen Ideal ihre ganze Kraft zu weihen. Der Aufruf wurde in vielen Tausenden von Exemplaren verbreitet. Aus aller Welt Aus RuSland (Jüdische Ernennungen) Der Justizminister Sarudny bot dem jüdischen Rechtsanwalt L, M. Ilramsohn das Portefeuille eines Vizeniinistcrs an. Bramsohn, der jetzt Mitglied des Zentralkomitces des A. u. S.-Ruics ist, lehnte dieses Augebut mit der ׳Motivierung ab, er sei mit Arbeiten überhäuft, die ihn an der Annahme des Portefeuilles verhinderten. lAr Senator O, O, Grusen borg wurde nun Vorsitzenden der Kommission zur Untersuchung der Mills!,:i!1de bei Flotte tnid Marine ernannt. (Antisemitische Ausschreitungen) Mit dem Anwachsen der kontrerevolutiouärcn Stintmti״gen werden auch immer mehr die Stimmen der alten russischen Antisemiten vernehmbar. In Petersburg wurde ein jüdischer MeischhiiiHller, der Felle an eine Fabrik abfülircii wollte und dafür eine Genehmigung der Miliz halle, verdächtigt, daß er die Ware der Requisition zu entziehen beabsichtige. Eine Anzahl Radaumacher bc* Ramien, den Händler und seine jüdischen Angestellten zu schlagen und den Inden zu demolieren. Antiscrnitisehe und konterrevolutionäre Ausrufe wurden laut. Die Miliz eilte zu Hilfe. Der Mob überfiel den Führer der Miliz und schlug ilui, bis er bewußtlos zusammen* brach, lieber offene antisemitische Agitation gegen die Juden, die als Hauptschuldige für die gegenwärtige Teuerung verantwortlich gemacht werden, wird aus Tsclicrnigovv, Odessa und Saratow bcrichtet. In Lugausk sollen ernstere Unruhen entstandest sein, wobei einige jüdische Läden geplündert und einige jüdische Häuser in Brand gesteckt wurden. Die Provisorische Regierung und die revolutionären, Räte sind ernstlich bemüht, diese antisemitischen Kundgcbimgcn allenthalben auf das Entschiedenste zu unterdrücken. (Konferenzen der Poale-Zion) Im Verlnuf des Monats Juli fanden .Rayonkonferenzen der jüdischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Paale- Zion in Jekaterinoslaw, Odessa. M,i n s k und Moskau statt. Alle hatten die Vorbereitung zum I a r t e i t a g, der am 26, August/9, September in rC i e w eröffnet wurde, zum Gegenstand ihrer Beratung, in den genannten Rayons wurden 10000 organisierte Mit- Rheder der Partei registriert. oiauiratwanicn däliUVi Dank der Einwanderung der Flüchtlinge und der Ai licbiing des Ansi'cdlungsrayons wurde Saratow einer bedeutenden Jiidi sehen Gcmeimlr, die gegenwäri eine zelintmiscml jüdische Seelen zählende Bevölkerte l>e:;i(xt, wahrend der Wahlen in die Stndtvenvaltu! bildeten die Zionisten eia besonderes Wuhikomitce. II ״Huna * vereinigte stell mit den riüuiiielien Sozi. Revolutionären und den ״Menschewiki“. Die Pool ztion dagegen schloßen einen block mit den V< einigten jüdischen Sozialir.tcn (J. S, und S. &.), C wahh Würden 19 Juden (unter 113 Müglicdcrn), d.m ter 2 Zionisten, 1 Poale-Zion, 6 Btindiiiten ”und Juden tiichtjudisclicr Parteien, (Sciiri ft steiler verband) Unter dem Vorsitz, von C11. N. Bialik fand Odessa die Oriimlj1nrsven1:׳r:11.־t•״״• eine•״. Vt ba ndes d e r jüdl!.clreii Jo 1־ r nn 1 i 11«n u Schriftsteller statt. Ab AhLLiaDr werden : jüdischem Schriftsteller der hebräischen, jkH-Jicn ו anderer Sprachen attfj;t110:u1r.en, £,e nur hi gegen die Grundprinzipien jüdi,;;;:ca Nf״ti״״׳lRr wirken Zum Ü1rcnyural::€nd־n des neu gcr.ciiäffc: Verbandes wurue der ״Sek!־*־־• ־'׳־- gewählt. 6. j. A'0ra:110 wi11!!;׳!-־•'־:׳'••:•!•ו ״•</ (j o den i in i r a 11 z ü s i s e 11 e 11 Ministerin in) li,M nrtie Iran/ösDelir Ministerium Painlcve bat zwei jüdische Mitglieder, nämlich de» IX*putierten Klotz als f iiiaii/miuister, und den Deputierten Pierre Masse als Staatssekretär im Kriegsministei'imn. Der erstere war schon öfter tlnan/riiinister. Der Denutierte Masse ist eines der jüngsten Mitglieder der Kammer und seine Redet! werden stets sehr beachtet. Fs ist seit Anfang( des Krieges das erste Mal, «IaH auch Jude״ im französischen Ministerium sitzen. Aus Tunis (Antisemitische Ausschreitung c 11) Fran/ösisch-jüdischc Blätter berichten über große antisemitische Unruhen in den jüdischen Gunrlieren von T u n i s. Fs fanden P I ü 11 d c r 11 nge״> Verwüstungen und auch Morde statt. Audi in Biserta, So risse, Sfax tisw. wurden die Juden von den Soldaten geprügelt; ihre Waren wurden auf die Straße geworfen. Nähere Nachrichten fehlen noch, At» Italien. (Vom V c r b a n <1 der jüdischen Gemeinden) Die Juden Italiens haben durch den ״Verband der jüdischen Gemeinden" eine Adresse a;1 die Juden Rußlands gerichtet, in der sie ihrer Freude für die durch die Revolution angebahnte neue Zeit der Freiheit Ausdruck geben und )!offen, daß ihnienige Teil der Judeulieit der bisher mit seinem Ranzen Vermögen an der Ucberliefemng fcsthiclt, auch in der Zukunft das von den Vätern ererbte Out Und die Ehre des jüdischen Namens Ircwabrcn wird. Die russischen luden haben sieb nur von der alten Kultur ihres Volkes feiten lassen und sind nicht in jene Fehler verfallen, die vielen jüdischen Gemeinschaften verderblich waren. Sic sollen von der russischen Regierung die Auerkcnming ihrer Rechte im vollsten Malle verlangen, aber doch der Stimme Zions Gehör leisten, denn dort sei die Quellt• jedes Gcrcchtigkeifsprogramnts und jede« Frdhcitsgedankens. Aus England. (Jüdische Kriegsgefangene) Die jüdischen Kriegsgefangenen wurden mit Genelmiigung der englischen Regierung in einem besonderen jüdischen Gefangenenlager in der Nähe von Douglas Konzentriert, wo sie nach den Gesetzen des jüdischen Ritus leben können. In diesem Lager befinden sich ca. 700 deutsche, österreichische und türkische Juden, die sich einen Rabbiner, einen österreichischen KricgsgefanjjejKtn, gewählt haben. Die jüdische Gemeinde in Douglas riehtete für diese Kriegsgefangenen hebräische und jidische Schulen ein und versorgte sic mit Lehr- und Lesebüchern. Aus Amerika. (Der Ze h n m i 11 i 0 11 e 11 - D o 11 a r f 0 n d) Wie der Bericht des Komitees der jüdischen Hilfskomitees mitteilt, sind bis jetzt für den 10 Millioncn-Ikdlarfoml, den das Komitee zu gunsten der notleidenden 111• den im Kriegsgebiet aufzubringen beschlossen hat, bc* rcits 5 250 000 Dollar gesammelt worden. Das Ko* mitce hofft, bis zum Abschluß des Jahres 1917 die gc* plante Summe aufgebracht zu haben,;• Aus Holland. (Jahresversammlung der Alliance Israelite Universelle) Der holländische Landesverband der Alliance I s r a £• 1 i t e Universelle hat an! 2. September in Rotterdam seine Jahresversammlu n g abgehalten. Der Vorsitzende, Rechtsanwalt B, E, A s s c h e r, Amsterdam, erinnerte in seiner Eröffnungsrede daran, daß die Rotterdamer Ortsgruppe der Alliance in diesem Jahre ihr 50jäl1rigcs Bestehen feiern konnte, meinte jedoch, er wolle den bei soldien Jubiläen sonst gebräuchliehcn Wunsch , bis 100 Jahre“ nicht z.um Ausdruck bringen, denn er hoffe von Herzen, daß Rotterdam mit den übrigen Ortsgruppen des Verbandes sobald als möglich aufgelöst werden könne. Es würde der schönste Tag der Alliance der sein, au dem gesagt werden könne: es gab eine Alliance, Der Redner hob alsdann hervor, daß den Juden sehr spannende und gewichtige Tage bevorstünden, ln dieser Hinsicht wies er hin auf die Revolution in Rußland, ferner auf Rumänien, wo man anfangs dem Beispiel des freien Rußland hinsichtlich der Stellung der Juden zu folgen schien, es dann aber leider vorläufig* bei guten Absichten geblieben ist. Des weiteren nahm der Vorsitzende Bezug auf die jüngsten Ereignisse in Palästina, die zwar noch nicht sämtlich ganz deutlich bekannt seien; doch wäre auch nur ein kleiner Teil davon wahr, so würden die Juden durch die Leiden so vieler Glaubensgenossen angespornt werden, mit verdoppelter Kraft in die Bresche zu treten. Aus dem Bericht des Landesverbandes, den Herr Pr, £. Lioni, Amsterdam, erstattete, sei entnommen, dati das Z e n t r a I k o 1u i t e e in Paris beschlossen hat, für Lebensmittel und Kleidung der russischen und ruinämsclicn luden, die sieh als Kriegsgefangene in Oesterreich befinden, monatlich 10000 Frcs. zur Verftigimg zu stellen. Die vereinnahmten Beiträge des ““‘* 1;;״jjisclicn Verbandes betragen etwas mehr ab 4000 1*1., die größtenteils au das Zentralkomitee iit Paris nbgefuhrt worden sind. Alsdann wurden Vorstands wählen vofgenommen; der neue Amsterdamer Obcrmbbincr, Dr A S, Onderwij■ zer, wurde zum Ehrcn-Vorsitzendcn ernannt. Der Rest der Verhandlungen betraf innere Anacle!ycftheitefl des Landesverbandes. * Immerwährende Mitgliedschaft der Zlcßlsiicchcn Vcrelnlgaiig ffir Dcttscblsßi Die Angehörigen des am 31. Min 1917 gefallenen Gesinnungsgenossen Fritz, O e 1 s 11 e r s. A. aul Gneten tragen Ihn mit 300 Mk. als immerwährende« Mitglied d«f Zionistischen Vereinigung für Deutschland «in,

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