Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXII (1917)
- Issue
- Heft 40-41 (12.10.1917)
- Date
- 1917-10-12
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2651273-2652026-2652065--11302-2668611- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 330 Nr. 40,41 weg dadurch geschaffen worden sei, daß das Biclitzcr Distrikts-Komitee einen Herren aus Troppau und einen aus Olmiitz in das neue Distrikts-Komitee kooptiert. Mit diesem Antrag erklärte sich im Namen der Bielil/cr Zionisten l)r. Wagner einverstanden, worauf der Antrag, ilali das Distrikts-Komitee nach 15 i e I i t z \ erlegt werden soll, einst i in m i g angenommen wurde. Hierauf erfolgten die Neuwahlen. Am NaohmiUag fand die Konstituierung des neuen Distrikts-Komitees statt. Zum Obmann wurde Herr Wilhelm S o b e I, zum Stellvertreter l>r. Wilhelm Wagner, zum Kassierer Ing. Leopold!*'einer, zum .Schriftführer Ing. Eduard A sch e r in a 11 ri, für den N, I*. Fräulein Mi/.zi Löwinger, ferner als Bei• sil/er die 1 lerren Dr. L e s c h n e r, Ing. B r a tu er, Kontrollor Adolf Huppert und tned. Herbert Bett e r bestimmt. Um 4 Uhr nactunittugs waren die Delegierten zu einer Veranstaltung des ״BI a u - W e i II" in den naben Zigeunerwald geladen. Etwa 2(X> Wanderer und Wanderinnen marschierten auf einer Festwiese mit hebräischem Marseligcsang auf. Hierauf gliederten sie sieh nach ihren Zügen mul ließen sieh z.u Spiet, Ciesang und Tanz gemütlich nieder. Herr Dr. Stein hielt eine Ansprache. Am Abend fand noch eine sehr zahlreich besuchte öffentliche Versammlung im Gemcindchmise statt, in der Herr J)r. Stein über den Zionismus während des Weltkrieges und seine Aussichten sprach. Seine wohUhircbdachte Rede fand lebhaften Beifall. Eine jüdische Laodesorfanisation in der Bukowina Auf Einladung des ehemaligen Bürgermeisters der Landeshauptstadt Czcrnowitz Dr, Salo v, Weisseibeiger versammelten sich am 6. Scptbr. die zehn zum jüdischen Landtagsklub gehörigen Landtagsabgeordneten der Bukowina z.u einer Besprechung, als deren Ergebnis der Beschluß gefaßt wurde, eine einliebliche jüdische Landesorganisation der Bukowina ins Leben zu rufen, deren Aufgabe es sein soll, im Einvernehmen mit den anderen Nationen des Landes den politischen und w i r t s c 11 a f 11 i - cli eu Wiederaufbau der Bukowina in die Wege zu leiten, Diesem Beschlüsse zufolge fand am El, ds. Mts. unter Vorsitz von Dr. Salo v. Wcissclbergcr eine aus den Vertrauensmännern aller Berufsstiinde der Bukuwinacr Judenscliaft zusammengesetzte Versammlung statt, in welcher die Abgeordneten Dr, S t r a 11 c 11 e r und Dr. Fokscliancr über den Beschluß des jüdischen Lamltagsklulis in eingehender Weise referierten. Der zur Abstimmung gebrachte Vorschlag des Lniidtagskhibs fand einstimmige und begeisterte Annahme, In Konsequenz dieser Zustimmung konstituierte sich die Versammlung als j ü d i s c h e s L a n d e s k o m i t c e, das clic vorzuhereitenden Maßnahmen in kürzester Zeit beraten und ge* eignete Anträge stellen wird, Das Komitee übertrug inzwischen die Exekutive einem Arbeitsausschuß, in den die folgenden Herren gewählt wurden: Kommerzialrat Max Ritter v. Anhauch, Ciemeiudcrai Dr. Friedrich Billig, Gcineiuderat i)r. Mayer Ebner, Herr Natban Eidiuger, Cicmciudcrat Bernhard Eie mm ing e r, Abgeordneter Dr, F o k s c 11 a 11 c r , Kommerzialrat Abg. Jakob Hecht, Magistratsbemnter Jakob Hi!־ sc 11 rat (Suczawa), Knltusrat Dr. Salomou Kali 11 er, Abgeordneter Dr, l< a t 7, Advokat Dr, L11 pul, Abgeordneter Kommerzialrat Rudi 011, Abgeordneter Dr. 4 UJC11 A Ü. ׳RI ״JUEDiwvJh Strauche r, (iemeiuderat Adolf Wal Ißt ein, Abgeordneter Dr, Salo v. W e I n r e I bc r g e r, Zum Vorsitzenden des Lnndcskomitces und des Arbeit;,9’1י!!וז!1י1\־:11,״ wurde Dr. Strauciier, nln Vl/.evorHi/emler Dr. F'oks e 11 a 1) c r gewühlt, Uiu der in (< z im* u o \v 11 z zu koiisliUiicrcndcii vorläufigen Z,wci/;slcl!c des Arbeit»- aussdiiisses wurde den Herren Kommerzialrat liecht, Abgeordneten Dr, Wender, f'ien1ei1nlcT.it Adolf Hart mul’ Direktor I1111 '׳ r in .11111׳ übertragen. Endlich wurden zu ständigen Referenten UemeiiRlerat Adolf Wallstein mul Kultnsrat Dr, K a II11 e r gewählt. Es W'iiide weiter einstimmig bcscliliissc’11, die erfolg,te Koiisliliiie• rung den anderen nationalen Parteien den Laune.» bekannt zu gehen um) ein Eiiivernehmen mit denselben!•tiztjstreben. Von der KongrcGbcvvc^unrj in RuCland Das von der Konferenz der grollen jüdischen Oemeinden gewählte grolle Orgniiisalioiiskoiuitec der Kon- Preisbewegung besteht —• wie jetzt miigeteilt wird — a'us <) Zionisten, 5 Bunilisten, ״ 1׳Vereinigten Sozialisten'‘, •I Orthodoxen, 1׳ Volkspnrteilcru, 3 Ponle-Zion, 2 Volksgruppe-Vertretern, 2 Vertretern der deiuokraUsehen Gruppe midi 2 Vertretern der Nationalpartei (Dnbnowisten). Außerdem wurden noch 4 Persönlichkeiten gewählt, die keiner Partei allgehören: Dumaabgcordiieter F r i c 11111;11111, Senator Grusenberg, Schriftsteller An-xky und A, J. Ilrauilo, Auf der Sitzung des Orgaiilsatiouskomitees vom 25, August wmrde ein engeres Präsidium gewählt, bestehend aus den Herren: M, N. Kreinin (Volkspartci), Boris Goldberg (Zionist), Dr. Elsenstadt (Orthodoxie), D. Salllawski (Bund), M. I. Magidsohn (Vereinigte Sozialisten), Rechtsanwalt Baru (Ponic-Zion) und A. J, Braudo (unparteiisch). Zum Sekretär des Präsidiums wurde der Schriftsteller A. Weiter ernannt, Das Organisatioiiskomitee beschloß, den Kongreß in einer der beiden russischen Residenzstädte während dar Tagung der riillländisclien Konstituante cinzubcrufen, Die'Dclogierleii werden auf Grund des allgemeinen, glciehern, direkten, geheimen und proportioncllen Wahlrechts gewählt. Das aktive und passive Wahlrecht besitzen alle russischen Juden, die zur Zeit der Wahlen 20 Jahre alt sind. Die Wahlen werden gleichzeitig im ganzen Reiche im Verlauf von drei Tagen stattfiiulcn. Die politischen und öffentlichen Organisationen haben das Recht, ihre Kandidatenlisten im ganzen Reiche un- (er der gleichen Nummer aufziistcllcn, Für die Abhaltung des Kongresses werden Ausgaben in der Höhe von ca. einer halben Million Rubel erforderlich sein, Dieses Budget soll in folgender Weise gedeckt werden: die jüdische Bevölkerung in Petersbürg und Moskau soll je 75000 Rubel, Kiew und Charkow je 000 10׳ Rubel, Odessa, Jckaicriuosluw und Baku je 2(1000 Rubel, Sibirien 15(KM) Rubel, das Wolga- Gebiet 10 000 Rubel, Minsk 10000 Hubel und die iibrigen Provinzstädte zusammen 11)0 00() Rubel aufbringen. Vor den Wahlen zur rußländischen Konstituante Die erste Hälfte des Wahlgesetzes zur Konstituante ist bereits veröffentlicht worden und die Wahlpolitik beginnt eine Tagesfrage der rußliirnlIschen Oeffentlidikeit z.u worden, Das Zentralkomitee der zionistischen Organisation in Rußland veröffentlichte ein besonderes Zirkular, in dem die zionistische Wahlpolitik ausführlich besprodien wird. In der Konstituante — so heißt es im׳ Zirkular — muß die jüdische Nationalität offiziell vertreten sein. Die Aufgabe dieser nationalen Vertretung wird vor allem darin bestehen, die Beschlüsse und die Forderungen des jüdischen Kongresses in Rußland m verkünden ’und zu verteidigen. Der Zahl der jüdischen Bevölkerung gemäß müßte die jüdische Vertretung aus 33 Personen bcstehen, infolge der beispiellosen indischen Zerstreuuug aber und der Unvollkommenheit des Wahlgesetzes ist gegenwärtig -- im besten Falle - nur mit einer Vertretung von 16 bis 18 jüdischen Abgeordneten zu rechnen (»״daß jedes Ciuuver״einem des ״Ansiedlmigsrayons״ je einen und die Gouvernements Wolhynien Cherson, Kiew, Minsk mul eventuell Podolk״׳ jL. /wt■• jüdische Mandate,e1j.:elH*11 werden). Unter diesen Verhältnissen kann also eine jüdische Vertretung in der Konstitwante nur dann möglich sein, falls alle Juden eines Gouvernements für eine jüdische Liste stimmen werden. In jedem Gouvernement muß daher ein vereinig! tcr j ü d i s c h - n n t i 0 n a i e r Block gebildet werden, dem sieb sämtliche jüdischen politischen, professiouelleti und Kulliir-Vercine, Gemeinden etc. nnzusehlie- Ihm haben, Die Vcrciiiigiuigsplntforin dieses nationaljüdischen. Blocks bestellt aus folgenden zwei Punkten; 1, Sämtliche Deputierte des Blocks bilden in der Konstituante eine besondere j ü d i s c 11 e p a r I a tu c n t a - rische Gruppe, die die Priorität der jüdischen nationaleii Interessen anerkennt. Die Deputierten sind verpflichtet, den politischen Parteien, denen sie angchören, zu erklären, daß sie in jüdischen Fragen selbständig sind, 2, Die Kandidaten verpflichten sich, die Be- Schlüsse des jüdischen Kongresses vor der Konstituante zu verteidigen und ihnen gegenüber sieb einer strengen Disziplin zu unterwerfen, Das Zirkular lenkt die besondere Aufmerksamkeit der Zionisten auf die Wahlagitation unter den F rauen, die 60 Prozent der Bevölkerung nusmachen. THe zweite Hüllte des Zirkulars beschülügt sich mit den technischen und lokalen Wahlfragen, Das Zirkular schließt mit einem energischen Appell an alle Zionisten, sofort zur Wahlagitaticm nt schreiten, allenthalben zionistische Walilkommissioncu mit besonderen Sekretariaten zu bilden und alle Kräfte cinzusctzcu, um diese Wnlilkapipagne, die für das Schicksal der nationalen Zukunft des russischen Judentums entscheidend ist, wirksam dtirchzufülirert. In der autonomen Ukraina Die ״Engere Rada“, die gegenwärtige Regierung der autonomen Ukraina, befaßte sich nunmehr mit der Organisierung der Laudeseiiiriclitungen und der endgültigen Konstituierung der großen revolutionären ״Zentralen Rada“, die vorläufig die Funktion eines ukrainischen Parlaments atisiilwn soll. Von den nationaleu Minoritäten der Ukraina waren bis jetzt die Juden und die Polen an der ״Zentralen Rada“ vertreten. Der Vertreter der Zionisten in der ״Engeren Rada", Herr Rosenstein, vertrat die Ansicht, daß auch den kleinen nationalen Minderheiten des Landes, den Deutschen, Griechen, Moldauern etc., die in kleineren Gruppen Im Lande zerstreut sind, das Recht der Vertretung in der ״Rada“ gewährt werden muß. Die Vertreter der russischen Sozialdemokraten und die Sozialrevolutionären dagegen fanden, daß nur ausgesprochen revolutionäre Parteien aller Nationalitäten an der revolulionäreii Rada tcilnehmen dürfen. Diese kleinen nationaleu Minoritäten besäßen weder revolutionäre Parteien noch überhaupt politische Parteien und könnten dalicr das Recht der Beteiligung an der revolutionären Regierung nicht genießen. Die Kommission, die zur Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß dieses er• wachende Verständnis für die I.npc in Ercz. Jsracl zum Teil mif das Konto des ״Jüdischen ,Echos“ zu schreiben ist. Diese kur/, vor dem Kriege gegründete Wochenschrift bemüht sich, das jüdische Publikum über alle indischen Fragen mif/nklären, den jüdischen Nationafgedanken von allen Seilen zt4 beleuchten und stau■ dig über die Vorgänge ln Palästina zu berichten. Es beginnt, in Bayern festen Full zu fassen mul wird auch in Kreise gelangen, wo man mit seiner nationalen Tendenz nicht ühcrciustimmt, Dali er dieses Blatt trotz der anfangs schwieligen Verhältnisse erhalten hat, ist ein Verdienst des zionistischen (JriippeiivcrlKimlcs für Bayern, das seine Früchte getragen hat und weiter tragen wird, Kin besonders starkes Interesse für den Zionismus hat kürzlich der Leitartikel des bekannten Major Endres in den ״Münchener Neuesten Nachrichten׳‘ (vcigl. ״Jiiil. Rundschau“ Nr, 37) bei Juden und Nichtjtitlcn ansgelöst, Daß diese verbreitetste liberale Zeitung Bayerns das, ׳zionistische Problem als ein solches von weit• politischer Bedeutung behandelte, hat vielen die Augen darüber geöffnet, daß mau den Zionismus heute nicht mehr als eine nebensächliche Angelegenheit abluii kann. Daß auch die sehr reclitslibcrale ״Müuclieii-Aiigsburgcf Abendzeitung״ einen Aufsatz ״Zwanzig Jahre Zionismus ‘ von Helene Hanna Cohn brachte, wurde gleich* falls vielfach kommentiert. Gerade rechtzeitig, um das ncutuifflanuiicnclc Interesse an der Bewegung noch mehr zu schüren, kam ein Vortrag, den Herr Richard Licht• heim am 13. Scptbr, im ״Bayr.Hof“ vor einem 1*11bhkuiti von Zionisten, zionistisch Interessierten mul Anti• zioiustcn hielt. Seine Ausführungen über die vvelipoli* Uscue Bedeutung der Bewegung machten sichtlichen Eindruck auf die Hörer. Nach allen diesen hoffnungsvollen Ansätzen fühlen 1 j die Münchener Zionisten ermutigt, an eine euer• gisdiö׳ winterarbeit herannitrctcn, Womöglich schon für 1> ׳enJ licrbVt״ Ist ׳ein allgemeiner bayerischer Z i 0 * n«|1st>u11Fäg• geplant1׳,׳auf‘dem man alle Möglichkeiten ,!einer׳ intensiven•׳ Arbeit ״auch in den kleineren Städten erwägen wird. Man will auch versuchen, sich, Anhänger und rrcunde der Sache durch Aussprachen in kleinerem Zionistische Arbeit in München Bewegungen, die auf einen Umsturz, bestellender Meinungen, einen Kampf gegen das bequeme Befahren aller Gleise gerichtet sind, haben keinen besonders giiu• stigen Boden m Münclicii. In dieser Stadt heilerer, genügsamer Leheiisbejiilniug läßt man sieh nicht gern seine Ruhe durch ElcuieuU: stören, die in der hiirgwr־ liehen Behaglichkeit den schlimmsten Feind aller giollen Volks- und Meiischheitsiileale sehen. Vielleicht ist dies der Grund, weshalb, ähnlich wie der ■Sozialismus, so ,:»nch der Zionismus bisher in München niemals recht heimisch werden konnte. Mit seinen strengen ethischen Forderungen 11ml seinen Ans-, sichten auf eine elementare Umwälzung des jüdischsozialen Lebens_ prallt er an dem allzu ruhigen Teinperament der eingesessenen jüdischen Bevölkerung ab und stört auch die Behaglichkeit der jungen Akademiker, denen ein Semester in München mehr mit Kunst- und NaturgenuU als mit der Durchdringung und Verkündung schwierigster Probleme vereinbar erseliciut. Dazu kommt ,.iiocn, daß die ablehnende Haltung, die München von , Anfall[׳ an!;egen den Zionismus eingenommen hat, zu ,einer 1 radnnm geworden ist. die sich von den Vätern Deren!! auf die Söhne vererbt hat und sozusagen alt׳ ReqUKit der guten Familien betrachtet wird, 1i , . ^,der diesen Umstünden konnte das zionistische Leben in München, bisher .niemals recht gedeihen, und nachdem der Krieg auch noch die' eifrigsten Mitarbeiter »•jiidisoli-nauoiijlcr Vereine ins Feld entführte■, bestand י eimge uefahr, daß die Bewegung 'hi der 'bnverisehrn ' Würde** 1*11 *" Vü 'Kcr bedetihmgslosigkeit hernbsiiiken Zt41״ pliiek hat sich aber׳ die Lebenskraft der ׳na■ . tionalc»• Veienie starker erwiesen.als •nllc 1 Icm1m1n״er1. . י f"U eines, empfindliche« Mangels an geschulten Führern 1,׳•־V'™ ׳rv1״ r־״*«״W«.ßc.«״. allwöchentlich, in .die .,Öercc, ,Die Turnabende des ״Jüdischen Turn- . ,׳״"״ Sn« rtv frei ns״ finden, ■regelmäßig statt, •.und 1 »is ^6•,TCrt.in steh «t der Vergangenen Woche,nun ersten •'Male an den ״ יNationalen Athletik• Wettkämpfen“ be* ‘Heiligte, an •denen eine ganze Fülle von Sportvereinen teilnaluu, gelang es ihnen, sowohl heim •100 m-Lmifen wie auch in der •1X1(10 m-Slnffelte 13-Klasse einen Preis davoiizutnigeii, Der osljüdische Verein 11״ ne Jehitda 11“ hält jeden Dienstag seine Diskutier- oder Leseübende und ein kleiner Kreis versammelt sich Dienstags im Hann׳ einer Orsiniiutij'Ngenosüiii, die mit den jungen Leuten die < ieseliidite der zionistische» Bewegung aus* lülirlieti *iurdmiuuut, Am empfindlichsten bemerkbar macht sieh der Krieg in der z. i o n i s t i s c 11c 11 Ortsgruppe, die ihre Tätigkeit zur Zeit fast ausselilieü• lieh auf die Sammeltätigkeit beschränken muß und nur selten au das größere Publikum hevnntrelen kann, Um einerseits den durch die Zeitvcrhällnissc bedingten Mangel an größeren Veranstaltungen weniger fühlbar zu machen, andererseits die ihrer Leiter beraubten Vereine zu entlasten und endlich um eine engere Ver׳ biudung der einzelnen nationalen Kreise zu schaffen, haben sieh ״ mm kürzlich sämtliche nationalen Organi• sationen Münchens z.u einem ״N a t i 0 n a I j ü d i s cii e n Verl) a 11 d“ zusammciigcsdilosscii. Der Verband Ver■ anstaitet in jeder zweiten Woche einen Vortragsabend, rin dein Mitglieder und Gäste gern tcilnehmen. An diesen Abenden sprachen bisher Herr Jakob Reich über: ״Nationale Autonomie“, Herr Lasar Abrami so n liMc.r »1'0י Revolution in Rußland“. Herr Alexander tliasblTg las aus Schoicm Alejehcms Werken vor. Helene Hanna C0I111 referierte au einem dem Au• denken des ersten Kongresses gewidmeten Abend ttbef die Geschichte des zionistischen Ocdankens, ein anderes Mal über ״Syrien als Wirtschaftsgebiet“, Zur Zeit bc- . reitet die Vorstamlschaft eine Süudiath Thorn-Feicr vor. Im Winter sollen im Verband regelmäßig 11 e b r li I sehe Kurse gelmlten werden; Tuch wird cs seine Auf. gäbe sein, eine ],■mge •embelirtel'- jüdische׳ Bibliothek anzulegcu. . " '■׳״;•׳■״׳ ,׳•'׳ ׳ ' Mit einer größeren: Wcrbe.iUldn trat derMün’cli'öftcr ׳ Zionismus anläßlich der Sami.ii.mgen ft'.r das M ilfs» .werk für Palii81i 11 a׳’.\n־ ■das Publikum heran.11 Un-i cnmudieh Ringen •die jungen Srn״k>r vbivi.HrturUtti! Haus,.und es erwies sich, «laß viele, die früher.,dem Falaslmagcdanken ganz,׳ fern •f;f:'־״<r.«len hati״n, ihm: Herzen und Taschen zu öffucii ,bereit waren! .Das Er•׳ gebuis der Sammlungen betrug über 6000 Mark! ‘ 1