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Jüdische Rundschau · 1917-10-12 · Heft 40-41 (12.10.1917) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 40-41 (12.10.1917)
Date
1917-10-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 328 Nr. 40/41 sehen ־ her. Handelns und wird damit zugleich *um Mahnruf , ■r die Einheit aller Juden. So *:; . dien wir die Hoffnung aus, daß die Kund• gehörig vom 18. November eine recht eindrucksvolle werde und daß sich die überwältigende Mehrheit der holländischen Juden zu dieser Kundgebung bekennt. Zur Palästinafrage Wie wir schon mehrfach feststclltcn, nimmt das lntcrcsse für die jüdische Palästina frage in den politischen Kreisen aller kriegführenden und neutralen Länder zu. Wir sind in der Lage, heute wieder zwei Urteile über diese Frage mittcilcn zu können. Der ״Standaard“, das Organ des früheren holländischen Ministerpräsidenten Dr. Kuyper, brachte unter dem Titel ״Das jüdische Land“ einen Auf- »atz, der, ausgehend vom zionistischen Kongreß-Jubiläwn, eine Würdigung der KokmisationsmöglichkeHcn in Palästina gibt und die bekannten Palästinaplünc der Ententcrcgierungcn bespricht. ln diesem Aufsatz heißt es unter anderem: ״Die grolle Frage des Augenblicks ist und bleibt, wer künftig über das Heilige Land Hoheitsrechte besitzen wird. Mit anderen Worten: kommt cs noch zu einer Verteilung des türkisch-asiatischen Besitze», oder bleibt alles in großen Zügen so, wie cs jetzt ist? Beim Beginn des Weltkrieges entstand in Engla nd eine kräftige Bewegung für die Zticrkcnnung Palästinas an die Juden, jedoch unter englischem Protektorat. Auch in der f r a 11 z ö s i s e 11 c n Presse wurde dem Plane lebhafter •Beifall gespendet: doch allmählich entstand eine starke Strömung, die Lösung der zionistischen Frage der amerikanischen Union an zu vertrauen. Dies wurde damals in erster Linie wünschenswert erachtet, um Meinungsverschiedenheiten zwischen England und Frank■ reich zuvorzukommen und der Türkei die Abtretung Palästinas — an einen neutralen Staat ־- zu erleichtern. Nun jedoch auch die Vereinigten Staaten in den Krieg verwickelt und Feinde der Türkei geworden sind, ist die Lage wieder ganz verändert und es erhebt sich die Frage, wie es sein wird, wenn die Entente darüber die Macltf erwirbt, von neuem. Die Befehlshaber des englischen Heeres, das in Paläntina Krieg führt, haben von einem Palästina unter englischem oder französischem Protektorat gesprochen. Lord Rothschild schrieb in den ״Times“ über ein Palästina unter Siizeriiiiitüt eines der Ententcländer. Audi hat man jenseits des Ozeans den Versuchsballon einer Neutralisation Palästinas aufgclasseii, tun den Juden in der Tat das Bewußtsein beibriuge» zu können, daß sic mui ein eigenes Land haben werden, Von italienis eh c r Seite wiederum ist gemeldet worden, daß auf der jüngsten Konferenz führender Staatsmänner der Entente Siidpaliistina als Deckung für die Verbindung zwischen dem Suczkanal und Mesopotamien zur englischen Einflußspliäre erklärt worden sei, dagegen Nordpalästina mit den heiligen Stätten zum gemeinsamen Protektorat Englands, Frankreichs und Italiens, Es sollen fortan Mesopotamien England, Syrien Frankreich, die Villajets Smvriia, Kon ja und Adana Italien als Interessensphären z.ugeteilt sein. Aber naturlieh muß, wenn es zu dieser Verteilung kommen soll, zmiiiclist die Entente die Türken überwunden IuiIh’ii; auch in Palästina hat ci'stere indes 81:11011 reichlich die Erfahrung gemacht, wie widerstandsfähig diese noch sind. Noch immer stehen die englischen Truppen vor Ciaza, das 80 km von Jerusalem ^entfernt liegt, ohne julocli vorwärts zu kuiunu’u, Gewiß, wenn die englischen Heere ihren Einzug in die Heilige Stadt hallen könnten, so würde sich •ein ganz neuer Aspekt für die politischen Verhältnisse im Heiligen Lande eröffnen; aller so weit ist cs noch nicht, lind mehr als ein befugter Beurteiler hält cs sogar für sehr zweifeiliaft, oh die- Entente jemals die ifand auf Jerusalem legen wird. Für den proailiierten Zionisten bedeutete das gewiß einen Rückschlag, jedoch für die Suche, die der Zjonisnius vertritt, braucht es ein solcher keineswegs ■zu »ein. Wird doch auch von Seiten der ZcHtrahniiclitc, die natürlich den Türken in seinem asiatischen Reiche 1 lerr bleiben lassen wollen, deutlich für eine Mnsseiiauswanderung der Juden nach Palästina Stellung genommen. Das Deutsche Reich, so schrieb unlängst noch Major Carl F, End res, handelt in seinem eigene» Interesse, wenn es sich mehr als bisher für die Verwirklichung der zionistischen Idee zu interessieren beginnt. Und fernen ״Es wäre töricht, wenn die türkische Regierung der jüdischen Einwanderung Schwierigkeiten in den Weg legen würde, denn der Vorteil, den die Türkei aus cinciii׳ dichtbevölkerten, kräftig arbeitenden und rcidi werdenden Palästina ziehen kann, ist ungeheuer,“ Das bckannte konservative Blatt ״Der Reichsbotc“ ließ »ich u. n. folgend ermaßen aus: ״England strebt mir »einen eigenen imperialistischen Pliinen nach und will das jüdische Palästina zu einem Pufferstaat zwischen Aegypten und Indien machen. Diese Pläne müssen nun die Zcntralmächtc dadurch vereiteln, daß sie selbst für den Zionismus Stellung nehmen. . . ״ Und der bekannte deutsche Publizist Dr. P. Roh rbach erklärt nicht weniger deutlich; ״Die palästinensischen Bemül Hingen der Juden können auf alle Sympathie der detit- »eben Oeffenllichkcit rechnen und sic haben für ihr Streben von den Zcntralmächtcn mehr zu erwarten als von der Entente.“ Wir können alle diese politischen Berechnungen auf *ich beruhen lassen, dürfen aber doch in jedem Falte feststcllen, daß das Ideal der Zionisten jetzt, in dem Jubeljahr, der Verwirklichung sehr viel näher gerückt ist. JUED1SCHD!יö N DS'012/, U Wird cs diese Generation noch erleb11־ dürfen, <.':0, ab fruchtbare Folge des gräßlichen P,-.la׳,t111:1 ein jüdischer Staat wird, in welcher Form immer? Auel! liier bleibt die Zukunft uns verborgen: aber wir kennen das Wort des Heilands, daß Jerusalem von den Heiden getreten werden wird, bis die Zeiten der S leiden erfüllt sind ... Ob wolil Aussicht besteht, daß die Heilige Stadt wieder unter das Banner des Kreuzes kommen wird, nachdem sie nun schon bl3 Jahre von den mohammedanischen Türken beherrscht wird, hängt nach unserer stets inangelhajten mcnsddiclicn Einsicht zu einem guten Teil von dein weiteren Gange der Kriegs* Operationen im palästinensischen Lande ab: aber cs ist auch möglich, daß wir noch nicht den entscheidenden Ereignissen nahe sind, sondern erst bei ihrer Vorher«• tung stehen. Wie sehr übrigens auch die Meinungen über das künftige Los der Juden im Zusammenhang mit der Lehre von den ״letzten Dingen“ auseiuaiukrgchcn, so hat sich doch bei der Christenheit jmmer die Ueberzeugung erhalten, daß, auch nach den Auslegungen der Schrift, die Fremdlinge in der Zerstreuung das Land ihrer Väter wieder als Erbe besitzen ,solle» und Jerusalem wieder aufgebaut werden soll, ׳ Schon ,,Vater Brakei“ zweifelte daran keinen Augenblick, wenn er auch per* uönlich nicht an eine persönliche Wiedergeburt aller Juden, Kopf fiir Kopf, glaubte, sondern au eine Bc* kchnuig der Voiksmasse, Wir wollen nicht mehr sehen, als die Schrift 1111s deutlich offenbart, aber Aufmerksam* keit auf die Zeichen der Zeit ist uns geboten, Stehen wir vielleicht audi noch 'nicht vor der Erfüllung der Prophetie von Christus, ■— daß überraschende Dinge im Osten sich vorbcrciten, wird wohl von niemand mehr bezweifelt. Wir stehen vor einem neuen, außer* ordentlich bedeutsamen Blatte in der Geschichte des jüdischen Landes, Der ^wei,tausendjährige Traum des jüdischen Volkes, so ,jubelte bereits eine überseeische jüdische Zeitschrift, ist jetzt vor der Verwirklichung“ Eine weitere Stimme können 'wir noch aus Oester* rcicii verzeichnen. Außer dem ״Linzer Tagblatt", über das wir im Leitartikel der letzten Nummer berich* teten, hat jetzt auch das ״Deutsche Volks bl att“ in einem Leitartikel zur Paliistinafragc Steilung geuoiumen. In diesem Artikel, der ״Weltkrieg und die Juden frage" übcrschricben ist, heißt cs: ״Unter den Fragen, die ,bisher mir eine theoretische' Behandlung erfuhren und die der Weltkrieg zu größeror Bedeutung gebracht hat, gehört, so sonderbar dies midi erscheinen mag, midi die Judenfrage, Das Bestreben, die Juden als •eigene Nation anerkannt zu sehen, ist von nnsrhi'i׳ Reite seht»» längst kräftig betont worden, aber midi auf jüdischer Keile ist dieser Wunsch vorhin!• den 11ml der zionistische Gedanke hat in den letzten Jnhreu eine kräftige Entwicklung gefunden. Er äußert sich in zwei Richtungen. Zunächst in dem Verlangen, auf Gewährung nationaler Minderlicitsrcchtc für die Juden überall dort, ,wo sie i,n geschlossenen Massen wohnen, so in Rußland, Polen, Galizien mul Rumänien. Aber auch die Erriditimg eines eigenen jüdischen Staats- Wesens in I'nliistiiia ist in letzter Zeit wieder ernster erörtert worden. Und diesem Teile der Judenfrage kommt nicht geringe politische Bedeutung zu. Der Vicrvcrbaml 11:1t hier mit nicht zu verleugnender Geschicklichkeit den Vci'Midi geninelit, fiir «eine eigenen Zwecke 1111» den jüdischen Bestrebungen für *ich Nutzen zu ziehen, indem er durch Verheißungen für die Zukunft die Sympathieu und die Unterstützung der Jiidensdiaft zu ge- Winnen sucht; das damit verfolgte Ziel ist leicht erkennbar: die englische Politik würde sehr gerne das Entstellen eines jüdischen Puifers^witcu als Bollwerk für den Siie/kanat sehen.“ Der Aufsatz schließt: ״Wir glauben, sagen zu dürfen, daß weder Oesterrcich-Ungarn noch Detiisehlmul gegen die ' Errichtung eines .selbständigen jüdischen Staates etwas cinzuwenden hätten, ja sie würden sogar gut daran tun, diese Gründung möglichst zu fördern, und zwar in völlig selbstloser Weise, ohne dabei, politische Nebenabsichten zu verfolgen, wie dies bei England der Fall ist, wenn es sich der Lösung der Paliisti,11afra״c geneigt zeigt.“ Die dänische Presse und der Zionismus Dieselbe Erscheinung, die dem Leser in der gesaniteil Weltpresse entgegn »tritt, ist midi in Dänemark zu verzeichnen: die größten und zuigesetiensten Zcitimgeii der I laiiptstadt mul der Provinz bringen in ihren Spalte« baldig Artikel über nllgemcln-jüdisdic Fragen und das bis zum Kriege in jüdischen Dingen wenig interessierte dänische Publikum wird durch Miin- 11er wie Georg Brand cs und Professor Simonsen!nit jüdischen Fragen bekannt gemacht. Der Krieg hat diese Fragen dem dänischen Publikum׳ nnliegcbradit und im allgemeinen sind es auch die mit dem Kriege zusammenhängenden Fragen, die besprochen werden: Hilfsarbeit für die vom Kriege betroffenen Juden, die Lage der jüdischen Minorität in Polen etc. In der letzten Zeit jedoch findet mau immer hihifi* gcr Artikel, die Bich niefit nur an das Eoz.ialc Verstandiiis des Publikums wenden, r.ondcm auch die iintio* ruueu Fragen des Judentums, P a 1 ä § t i 11״ a und den Z10 - ni smus, behandeln. Diese Artikel zeugen oft von einer genauen Kenntnis der zionistischer. Gedankenwelt und entstammen nicht einem aktuellen Kricgr.hitcrcssc, 6011* dem einer wirklich ernsten Beschäftigung mit den modernen Strömungen Im Judentum, Zu nennen sind die Aufsätze, die in ״Hj cm nt et“, einer «ehr ver* breiteten illustrierten, ,Wochenschrift erschienen, sowie die zahlreichen gut Informierten Artikel, di• ״Poll* tiken", ״Derlingske Tiden de", ״Nationaltidende“, ״E x t rnb 1 ad et “ etc. brachten. In den letzten Tagen ist wiederum ein Aufsatz־ erschienen, der sich unter der Uebersdirift ״Juden- Sand“ mit dem Zionismus beschäftigte. Diesen Artikel bringt die Septembernununer des ״Pressen» Magasin“, das vom dänischen Journalistcnvcrcin herausgegeben wird und eine sehr große Verbreitung hat Der Verfasser des Artikels, Dr. Je 11 sen, gibt ' einen Ucbcrblick über die Entwickelung des Zionismus' und stellt fest, daß der Gedanke des jüdischen Nationalismus seit der Zerstörung des Tempels, also fast zweitausend Jahre, in! Volke gelebt tiat. Es wäre nur gerecht, wenn das jüdische Volk, das H-15 Millionen Menschen zählt, ein nationales Zentrum in Palästina erhielte. Dr. Jensen spricht dann von der allgemeinen Lage im Lande, das, abgesehen von den blühenden jüdischen Kolonien, einen öden und traurigen Anblick darbicte. Den Juden ist cs gelungen, dem unfruchtbaren Boden Früchte abzugewinnen, in den wüsten Gegenden Ptlanzimgcn anzulcgcn und Ackerbau zu betreiben. Doch ״nicht als Ackerbau-Land hat Palästina eine Zukunft, sondern als Ziel für Touristen bat cs einzig dastehende Aussichten, Mit seinen hohen Bergen und tiefen Seen bietet cs ein jedes Klima, jede Flora, jede Fauna. Mit seinen heilenden Quellen und seinen allen Nationen heiligen Erinnerungen wird Palästina im Laufe ganz kurzef Zeit eines der ersten Touristcnläridcr der Weh werden, wenn cs einmal gute Verbindung mit der Umweit bekommen wird. Der Krieg hat jetzt schon Eisenbahnen ins Land gebradit: wenn diese Linien, die in der Richtung Nord-Süd gehen, Qucrlinicn bekommen, die über die Berge hinüber zum Meere hinunterführen, ist die Tür des Landes weit geöffnet. Bis jetzt jedoch fehlt dort vor allem eines: Gesetz und Ordnung im Lande, Zivilisation.“ Auch auf das Verhältnis der jüdischen Minorität zu der arabischen Bevölkerung geht Dr. Jensen mit viel Verständnis ein: er streift auch die Frage, wie sicli die verschiedenen ch ris tl i c hen Völker der Schaffung eines jüdischen Palästinas gegenüber verbal* ten werden, und spricht schließlich die Hoffnung au«, daß die Araber ebenso wie die anderen fremden Nationeu zu der Ueberzeugung gelangen Werden, daß das jüdische Volk sein historisches Recht auf Palästina hat. Dr. Jensen knüpft daran noch einige allgemeine Bemerkungen über die zahlrcidicn Gebiete, die jüilisclies Können und jiidisdier Geist beeinflussen und bcherrschen. Zum Schlüsse macht er folgende »ehr intcr* cssantc Bemerkung: ״Sehliefllldi kann man noch daran eriimern, dal die Juden das Volk •des Friedens sind. Eines der wichtigsten Gebote des Talmud ist: Frieden zu »liftea. Vieles deutet darauf hin, daß wir einen jüd liehe« Frieden bekommen werden, insofern als der Friede in erster Reihe da» Werk jüdischer Männer werden ,wird.“ Tatstat Pascha über die Palästinafrage Der türkische Großwesir Talnat Pasch« hat auf dem kürzlich nbgehniteiien Kongreß der Parteien für Einheit und Fortschritt in Kunst,׳mtinopel eine Ansprache gehalten, die unter amlerem mich die Palä* stinnfragc lieli/indelte. Der Großwesir führte über diesen Punkt aus: ״Die Städte Gaza und Jaffa waren aus militiiriseilen Gründen geräumt worden. Unsere Feinde haben auf Grund dieser Räumung eine Gcseliichtc von Vcrlolgiingen und Grausamkeiten erfunden, die man siel! immöglich vnrstellen kann. Die Agenturen und Blätter haben nicht aufgehört, uns mit allen möglichen Ver- Iciimdtingeti zu überschütten, aber die Wahrheit kam sehr rasch au den Tag. Die kaiserliche Regierung hatte bei der Anordnung dieser Räumung alle erforderlichen Schutzninflrcgcln ergriffen. Die Depeschen, die nach der von neutralen Journalisten, Notabein, Rabbinern, Konsulu und den bei der 1 lohen Pforte beglaubigten Botsclmftcrn der neutralen Mächte angestclltcn Untersuchung abgesendet wurden, haben alle diese Verleumdungen 1 ü* gen gestraft. Es wurde noch einmal durgetan, wie weit die Veröffentlichungen unserer Feinde von der Vi ahrlieit entfernt waren. Eine Depesche des Reiilcrschen Büros luekMe jüngst, daß der gewesene amerikanische Botschafter in Koiistaiilinopel Mergenthau eine Reise nach Europa und dann nach Aegypten lmteriioiumeii hätte, mn die Mittel für die Schaffung einer jüdischen Regierung in Palästina sicher zu stellen. Als wir diese Nachricht lasen, glaubten wir an eine Erfindung der genannten Agentur, denn dem Gedanken der Bildung ״einer jüdischen Regierung in einem Teile unseres Landes iiachz.ulaufen, wäre eine große Undankbarkeit der jüdischen Welt, Die lausende von Juden, die aus ihren Ländern nach «len Vorschriften Ignatiews durch die Russen, die heute Verbündele der Engländer sind, verjagt wurden, flüchteten zu uns und dort, wo sie irgendwelchem Drucke ansgesetzt waren, fanden sie die volle Fürsorge unserer Re* gierung, Man kann sagen, daß die asitianische Regierung die einzige ist, die den Juden den vollen Genuß ihrer bürgerlichen und politischen Rechte läßt. Die .Regierung' der Vereinigten Staa* ten hat soeben die Pforte durch Vermittlung der schwedischcn Gesandtschaft amtlich davon verständigt, daß Morgenthau keineswegs aus den obenerwähnten Gründen sich nach Europa und Aegypten begeben hätte und daß seine Reise durchaus anderen Zwecken gedient habe. Dadurch wird amtlich bestätigt, daß wir uns in unserer Annähme nicht gei&uttht hajbcn, England das genau wetfl^

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