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Jüdische Rundschau · 1917-09-07 · Heft 36 (7.9.1917) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 36 (7.9.1917)
Date
1917-09-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 3ö U.־. I Seite 297 J U ilDISCH 5. der gewählten obersten Instanz der Gemeinden das Recht und Hie Macht zur Wahrnehmung aller jüdischen Interessen zu geben. Die Zionistische Organisation in Polen ist überzeugt, daß ihre Forderungen in voller Ucbcreinstimnning mit den Interessen aller Juden des Landes, mit dem jüdischen bürgerlichen, religiösen und nationalen Gewissen und den Pflichten und Rechten dem Reiche gegenüber stehen. Die Zionistische Organisation in Polen ist terncr überzeugt, daß in der gegenwärtigen historischen Epoche der nationalen Befreiung und der Demokratisierung des gesellschaftlichen Lebens ihre in dieser Erklärung zum Ausdruck gebrachten Forderungen erfüllt werden müssen/‘ Die deutsche Orthodoxie in Polen Die beiden deutschen Gründer und Führer der ״Agudath-Haorthodoxim“ in Polen Rabbiner Dr. Pinciias Kohn und Rabbiner Dr. Einanuel Carlebach haben vor einigen Tagen zu einem eigentümlichen Mittel ihre Zuflucht genommen, um ihre Stellung in Polen, in | der sic sich scheinbar sehr unsicher fühlen, zu hefestigen. Sic haben cs für nötig befunden, sich von einigen Rabbinern der polnischen Provinz ein langatmiges Vertrauensvotum öffentlich aussprechen zu lassen, in welchem nicht nur ihnen für ihre segensreiche Tätigkeit, sondern auch der deutschen Zivilver* * waltung der Dank dafür ausgesprochen wird, daß sic diese beiden Rabbiner ausgcwälilt hat, um sie nacti Polen zu entsenden. Die Erklärung enthält zugleich einen Protest gegen die scharfe Kritik, die die jüdischen Parteien an der schädlichen Wirksamkeit der beiden Rabbiner (geübt haben. Inzwischen hat sich eine neue Stimme gegen die deutscheu Rabbiner und ihre Gründung erhoben. In den Nummern 32—34 des ״Israelitischen Wochenblatts für die Schweiz" unterzieht J. Bin nun aus Warschau unter dem Titel ״Die deutsche Orthodoxie und ihre Leistungen in Polen‘‘ die bisherige Tätigkeit der ״Agudath ־ Haortliodoxim“ einer eingehenden scharfen Kritik. Der Verfasser beweist, daß die Agudath-FIaortliodoxim ein ' Unglück für das polnische Judentum und ein schwerer Schaden für das Ansehen der deutschen Verwaltung ln Polen ist. Aus dem Aufsatz des Verfassers, cier mit den jüdischen Verhältnissen in Polen sehr vertraut zu sein scheint, entnehmen wir die folgenden Abschnitte: ״Es ist ganz natürlich, daß, wenn man in einem fremden Lande, dessen Verhältnisse man nicht keimt, eine imposante Bewegung schaffen will, 11'iaii entsprechende einheimische Kräfte iiirizuzichen muß. Vor allein müssen die Leute, die zu einer solchen Arbeit hinzugezogen werden, ethisch sehr (loch stehen, ihr Name muß acblunggebictcnd sein. Es können Leute sein, die mehr oder weniger fällig sind; vertrauenerweckend und achtbar müssen sic unbedingt sein. Und hier schon waren die Vertreter der deutschen Orthodoxie in ihrer Wahl nicht , sehr glücklich. Sic hatten jedenfalls die besten Absichten, hätten aber diese Wahl vorsiditiger treffen!missen. Es haben sich aus diesem Grunde die Ver* liältnissc so gestaltet, daß manchem fähigen und hervorrngenden Orthodoxen die Mitarbeit unmöglich gemacht wurde. 'Die würdigsten und besten Männer wunden ganz konsequent abgestoßen und Leute von zweifelhafter Bedeutung zugezogen, Man hat eine Mo• nopolisieruug der Frömmigkeit proklamiert und u. a, wurde ein Prinzip atifgcstclit, daß orthodoxe Nationaljudcii und Zionisten nicht zur Organisation /!!gelassen werden können. Die Folge war, daß die grobe Masse wirklich frommer, hervorragender Talmudisten und ihr liegen bleiben, Ich bin ein Stück Holz, ich habe gar keine Seel« in mir. . /' Man glaube aber nicht, daß Herr Eliasberg von dein unrichtigen, aber immerhin diskutablen Standpunkt aus'gelit, auf Eigentümlichkeiten des Jidischen, die schwer zu übertragen sind, zu verzichten, um die Einhcitlichkcit der Sprache, in die er übersetzt, nicht zu zerstören. Keineswegs! ״Lieg dort und habe die Kränke (1). Und schau nicht heraus“. ״Alle Gedärme würden ihm licrausfnllen“ .(ibid). ״Und was den Rest angeht, so werde ich ihm schon was pfeifen (!) dem alten Terast“. (S. 9.) Auf solche und ähnliche Wen- düngen verzichtet Herr Eliasberg nicht, besonders dort nicht, wo sie so gut wie gar nicht charakteristisch sind. Man wird den Eindruck nicht los, daß er sich zum Ziel gesetzt hat, das Jidisclie in Jargon zu übertragen, * Was Herr Eliasberg sonst dem Meisterwerke Perez’ angeln! hat, sicht man erst recht ein, wenn man, wie gesagt, sich auf solche Forderungen beschränkt, die jiinn .ui das Uebersetzungs 11 a n d w e r k stellen darf, stcllen tiuiß. Jeder Warenhausbesitzer z. ß. wird von dem Uebersetzer seiner Preisverzeichnisse erwarten, daß er die Sprache des Orginals so weit beherrsche, daß er, allenfalls mit Hilfe eines Wörterbuches, etwa Stick- Stoff nicht mit Stickereien, Salzsäure!fleht mit saurem Salz verwechsle. Mim verzeihe diese Kalauer; idi glaube, daß man nur so die Lächerlichkeit der Verwechslungen veranschaulichen kann, die Herrn Eliasberg 60 häufig unterlaufen, den ungewollten Humor, den er in Perez’ Chassidisclie Geschichten hincingebraCht hat. Ich greife einige heraus, ohne die Gewähr bieten zu können, daß cs die drastischsten sind: ״Der Row hat irgendeinen Fall nach dem Chaje Odom entschieden und den Ra w Schule hon Aruch nicht für maßgebend erklärt.“ (S. 11.) Mir ist ein RawSchuIchan Arudi unbekannt. Aber Herr Eliasberg■ läßt mich־ nicht im Stich und beweist mir zugleich, daß es sich nicht um Lomdim, tüchtige Arbeiter auf dem gen:’!!:dir,blichen Gebiete, von der Mitarbeit In der A;;1u!:1tl1-1 Iaorlhodoxim abgestoßen resp. ausgeschlossen wurden. Es begann in dem orthodoxen Organ ״Das jüdische Wort“ ein Kampf gegen Nationaljiulcn und Zionisten, ein Kampf in einer derartig abstoßenden Form, daß die anständigen Chassidim sieb sofort von der Agudatli- Haortliodoxim zurückgezogen haben. Die ganze Bevölkeruug, sowohl die polnische als die jüdische, sicht in der Tätigkeit der Vertreter der deutschen Orthodoxie eine gerinn nisnlorischc Tendenz. Diese Meinung wurde sehr oft durch verschiedene Artikel der oben genannten Zeitung bestärkt und hat die jüdischen 'Aufgaben der Aguilah in großen Zweifel gestellt. Das haben die Führer der Agudah empfunden und Buchten durch polcnpatriotischc Artikel, in denen man die Nationa• listen und Zionisten in unerhörter Weise nl3 polctifeiiidlieh geschildert hat, ihre Position zu retten. Die ehrliehen Chassidim und Rebbes waren darüber empört, weil die polnischen Zeitungen diese provozierenden Artikel gegen die Nationaljuden und Zionisten abgedruckt haben. Einer der hervorragendsten Rebbes hat in einer öffentlichen Sitzung gesagt: ״Noch einige solcher Artikel und wir alle werden Zionisten.“ Die doppelte Pölifik-Buclifülirung hat cs Üazu gebracht, daß man im ״Israelit“ oft die Orthodoxen als Nationaljuden bezeichnete und im ״Jüdischen Wort“ das Nationaljuden• tum aui das schrecklichste bekämpfte, Und in einer solchen Weise wollte man die Orthodoxie organisieren und zusammenschlichen. Die Folgen waren entgegen• gesetzt. Trotz der Unterstützung der Agutlah durch den Gerer Rehlic bekämpfen die Agudah ganz «/fen die hervorragendsten, sogar derer Chassidim, die ersten chassidischcn Familien Polens und die bedeutendsten Rebbes, wie der Ratzincr, Grodzisker, Piasozner, und mit ihnen natürlich alle ihre Anhänger. Der Kampf ist jetzt entflammt nicht zwischen Chassidim und Nationaljuden, sondern zwischen Chassidim verschiedener Richtungen selbst. Das ist die drhofftc Einigung! Es wurden vor einigen Monaten Unterhandlungen geführt, um alle Chassidim doch unter einen Hut zu bringen, und ganz charakteristisch sind die ״minimalen“. Forde• rungen, welche die hervorragendsten Rebbes und Cliassi* dim als Bedingung zur Einigung gestellt haben: 1. Abänderung des Namens ״Agudath-Haorthodoxim", welcher so oft kompromittiert worden ist. 2. Sofortige Demission des Sekretärs. 3. Tennung der dcutscl1c11>Dclegicrten von der Agudah. 4. Trennung des Organs ״Das jüdische Wort“ von der Agudah und öffentliche Abgabe einer Erklärung, daß dieses Organ mit der Organisation nichts Gemeinschaftliches hat, 5. Abgabe der Mandate durch manche Verwaltung»« milglieilcr. Diese Forderungen beweisen genügend, wie die Verhältnisse sich zugespitzt haben und wie die ernsten Männer sicli von dem, was bis jetzt geschah, völlig trennen möchten.“ Und weiter heißt es in dem Aufsatz: ״Die Sachlage ist nunmehr folgende: Die deutsche Orthodoxie prahlt in ihrer Presse — und cs ist absolut falsch —, daß fast die ganze jüdische Orthodoxie in der Agudah sich vereinigt hat. Die Agudah und ihr Organ wird vielleicht mit Unrecht oder Voreingenommen« heit sowohl in den jüdischen Kreisen als auch bei den Nichtjiulcii als deutscher Apparat angeschaut. Die deutschen Behörden sind in ihrer Tätigkeit bisher sehr vorsichtig und korrekt; sic wünschen nicht, daß man später, welcher Gruppe cs auch sei, den Vorwurf machen könne, deutsche Politik getrieben zu haben und daß einen Flüchtigkeitsfehler handelt.. ״Chaje Odom — er• klärt er in einer Anmerkung •— unü Schulchon Orudi sind rituelle Gesetzbücher, von denen das erstcre bei den Chassidim weniger Ächtung genießt,“ (Siehe fluch S, 17, wo er vom ״Verfasser des Schulchon Orudi“ spricht.) Läßt sich die Komik, die in dieser Erklärung liegt, die Unwissenheit, die sic kundgibt, anders als durch einen Kalauer illustrieren? Herr Eliasberg weiß also nicht, daß Chaje Odoin ein Teil des Scluilchan Arm־h ist und daß es keinen Raw Sdiulelion Aruch gibt, sondern eine in usttm der Chabader Chassidim ver• anslnltetc Bearbeitung des Schulchon Orudi von R. Sduieiir Snlriian aus Ladi, die von seinen Anhängern schlechthin ״Dem Raw8 Schulchon Orudi" genannt wird. - Was Herr Eliasberg dafür nicht alles weißt Er 'Kennt eine ״chnssidischc 'Misdiiic" (Inhaltsangabe und S. 147). 1111 Original heißt cs ״Mischnath Chassidim" und bedeutet die ״Lehre der Chn ״.idiin"; er kennt ein Buch 11,1״a! Akudo“ (S. 12׳ und wiederholt), soll heißen ״Akedo“; ein zweites mit dem Titel ״Mgillo Tmlrin“ (S. 221 und wiederholt), soll heißen ״Mgallcii Tmirin“ und er liiflt diese ketzerische Satire zu einem knbba* listischen Buche anvoiiciercn. Um seine Bibdfcsligkcil zu zeigen, verwechselt er König David mit König Saul (s. S. 186 ,,schlank wie König David“). Wie sinn• entstellend solche Kleinigkeiten wirken, dafür nur einige Beispiele. Perez läßt in ״Sogt man: Verrückt, so glaub’81“ einen Cliassid von einen! Mann erzählen, der seiner Frau durchgebrannt war. Sie wurde mithin eine Agu• nah, eine Verlassene. ״Was tut man. Man schreibt an die Rebbes. Es hilft nichts. Nun fragt man bei den Rebbes an, ob cs gestattet sei, sich in diesem Falle an den ״Maggid“ zu wenden." ״Hamaggid“ ist näm• lieh eine bekannte hebräische Wochenschrift, die in einer besonderen Rubrik ״Takanath AgUnah" solche Ver• lustanzcigen mit Personalbeschreibung erfolgreich zu ver• nach dein Kriege gerade den Chassidim ohne jeden öru 11 d der Vorwurf gemacht wird, sie wären das einzige Element, auf das sie während der Okkupation sich gestützt halten. Warum machen es aber die beiden Dclcgierfen, die Pscudopolitiker der deutschen Ortho• doxie? Cui bouo wird eine solche Politik gethieben, die weder im Interesse der Juden noch in dem der Deutschen ist? In den Eiiiigungsfordcrungen der ver« nünftigen Chassidim sicht mau ja die Befürchtungen sehr klar. Dir Orthodoxie möchte sidi organisieren, will aber gleichzeitig die Beziehungen zur deutschen Orthodoxie grundsätzlich :indem. Nach dem Kriege werden die deutschen orthodoxen Vertreter nach Deutsch* land zurückkehren, die Konsequenz ihrer falschen Po• ' litik wird das polnische Judentum und hauptsächlich die Orthodoxie in Polen zu tragen haben. Die Polen und die russischen Antisemiten werden es schon ver« stellen, in böswilliger Weise die gegenwärtige Tätig* keit der Agudath-Haorthodoxim auszunützen. Es wäre vielleicht noch Zeit, jetzt einigermaßen die ungeheueren politischen Felder, die später auf dem polnischen orthodoxen Judentum lasten werden, auszubessern, und dies eben und nur allein bezweckt dieser Artikel. Die ppnze Tätigkeit, die ganze Taktik der deutschen Orthodoxie in Polen hat absolut nichts Gutes geleistet und muß un« bedingt einer gründlichen Revision unterzogen werden. Neue Menschen müssen dafür gesucht, neue Wege ge« bahnt werden, um die Orthodoxie in Polen durch eine richtige Organisierung vor dem Untergänge zu retten, der bereits in Deutschland seinen Anfang genommen hat dank eben dieser schädlichen Tätigkeit der deutscher! Partei-Orthodoxie. Die bisherigen Mittel haben sich nicht nur nicht bewährt, irn Gegenteil: sie haben def jüdischen Sache kolossal geschadet. Die Vertreter der deutschen Orthodoxie in Polen haben durdi ihre Tätigkeit statt Ordnung, Organisation und Einigkeit nur Wirrwarr, Chaos und neue Zersplitterung geschaffen“. Nationale Jugendarbeit in Galizien Die Organisation der Schomrim und Zc'fre« Zion in Galizien hat auch während des Krieges einen weiteren großen Aufschwung genommen. Man kann in der Tat von einer Jugendbewegung sprechen. Trotz aller militärischen Einberufungen, trotz der bisherigen Okku* pation in Galizien und der dadurch bewirkten Zerstreu- 1111g der jüdischen Jugend in alle Teile Oesterreichs hat die Zahl der Mitglieder in Galizien die Ziffer 2000 überschritten. Es gibt Ortschaften, in denen eine Schomritngruppe und eine Zc'irc-Zion-Gruppe nebeneinander bestellen. Der prinzipielle Unterschied zwischen beiden Gruppen besteht darin, daß die Schumcr-Organisation die Tendenz hat, die jüngeren Mitglieder durch den moralischen Einfluß der älteren zu charakterfesten Juden zu erziehen, wobei auf die körperliche Ausbildung und die Erweckung der Liebe zur Natur großes Gewicht gelegt wird, Als Vorbild dient die palästinensische Schoincr-Organisation. Die Zeirc-Zion-Qriippen dagegen setzen die intellcktuellc Ausbildung ihrer Mitglieder in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit, An Orten, wo beide Gruppen nebcneaiunder bestehen, existiert stets ein gemeinsames Loknlkomitee zur Leitung beider Gruppen. ln beiden Arten von Gruppen werden Kurse in allen jüdischen Fächern nbgclialtcn, Auf die hebräische Sprache wird das größte Gewicht gelegt und cs wird ausnahmslos durchgesclzt, daß die Mitglieder sich vom dritten Jahre ihrer Zugehörigkeit zur Organisation an ausschließlich «ler hebräischen Sprache als Vortrags- und Umgangssprache bedienen. Neue öffentlichen pflegte. Die besonders Frommen scheuten sich jedoch, sidi dieses weltlichen, aufklärerischen Or« gans zu bedienen. Herr Eliasberg weiß nicht, um was cs sich hier liandclt. Was also vermag Intuition nicht zu ersetzen? Maggid, sagte er sich, heißt ja ״Prediger“. Aber warum sollte cs nicht gestattet sein, sich an den Maggid zu wenden? Der Maggid — kombiniert er — ist gewiß ein Gegner des Chassidismus. So verwandelt sich bei ihm die hebräische Wochenschrift ״Hamaggid" in einen m i s n agi d i s c he 11 Maggid“ (S. 33.) Perez läßt Reb Jochcncn, der in eine Erzählung eine lange Episode einflicht, sich gleichsam cntschuldigend sagen: ״Dies habe ich Emil agaw urcho: neben« bei (beiläufig) erzählt. Erwähnt man Rabbi Süscheles Namen, muß 111:111 doch etwa« von ihm erzählen.“ ״Die» alles", übersetzt Eliasberg, ״habe ich euch recht aus« führiieh (!) erzählt״ (ibidem). ״Die Leute beteuern", erzählt Perez, ״daß Rabbi Süschcle, sooft er vorbetet, ihnen durdi die Bewegungen seines Kopfes wie durch seine süßen Melodien alle Gebete erkläre, verdolmetsche". ״Denn man behauptet“, übersetzt Herr Eliasberg, ״«faß in den Mienen seine» Gesichtes und in seiner süßen Stimme das Oebet der ganzen Gemeinde verkür* I pert wird." (S. 251.) Diese Stichproben dürften genügen. Wird nicht Herr Eliasberg selbst «finschcn, daß er gut tun würde, unserer Literatur eine Schonzeit zu gewähren und in« zwischen ein wenig Hebräisch und Jidisch zu lernen? ״Nehmt eine Melodie“, läßt Perez in der ״Seelen« Wanderung einer Melodie“ einen Talnoer Chassid sagen, ״und zerschneidet sie! Singt sie verkehrt 1 Orcifet die Mitte heraus und singet darauf־ Auftakt und Schfußf Nun! Habt Ihr eine Melodie? Ihr habt wohl alle Töne, es fehlt kein einziger, nur daß die Seele fort ist. Ihr habt eine lebendige weiße Taube hingeschlachtet \

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