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Jüdische Rundschau · 1917-08-24 · Heft 34 (24.8.1917) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 34 (24.8.1917)
Date
1917-08-24
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 34 J U E Dl SO H E R U N DSC HAU Seite 281 wechselnden rumänischen Regierungen und das Bojaren- Parlament, •die im Berliner Vertrage feierlich proklamierten Rechte der Juden mit Füßen. Wir machen nicht das rumänische Volk für diese Zustände verantwortlieh, solidem die (icrrschenden Klassen, die auch ihr eigenes Volk niederhalten. Wir folgern aber aus diesem Beispiel, dal! bei der Vereinbarung der Selbstregicrung eines Landes deren demokratische Orimdlagen festgesetzt werden müssen, ebenso wie der Schutz der nationalen Minoritäten. Der Friedenskongreß muß wirksame Maßnahmen ergreifen, um in dem wiedertiergestellten Rumänien die bürgerliche und nationale Gleich- Berechtigung der Juden sichcrzustellen, Palästina, Die Hauptquelle aller Leiden des jüdischen Volkes ist der Verlust seiner historischen Heimat und seine Zerstreuung in vielen Ländern. Die Landlosigkeit beraubte das jüdische Volk der selbständigen Gestaltung seines Lebens, brachte sein Schicksal in eine unerträgliche Abhängigkeit von dem Auflind Absieg der Völker, in deren Machtbereich die Juden siedeln: sie ist die Ursache seiner abnormen Existenz und seiner Ausnahmslagc unter den Nationen der Erde; sic ist vor allein die Ursache der 1ungesunden Berufsgliederung und sozialen Schichtung der Juden, der geringen politischen mul sozialen Widerstandsfähigkeit, der Hemmungen im kulturellen Lehen der jüdischen Volksmassen, ihrer beständigen Wanderungen mul ihrer Ruhelosigkeit. Es braucht keines besonderes Hinweises darauf, wie sehr diese abnormen Umstände auch die Entwicklung der jüdischen Arbeiterklasse beeinträchtigen. Die Erkenntnis dieser Lage, sowie die nie unterbrochcnc geistige Verbindung des jüdischen Volkes mit der alten Heimatschollc riefen die jüdische Volksbevvegmig ins Leben, die die territoriale Lösung der Judenfrage erstrebt durch die Schaffung einer geschlossenen jüdischen Siedlung in Palästina. In der durchgreifenden ökonomischen Umschichtung, die die Zuriickfülirimg eines möglichst großen Teiles de/ Juden zur Urproduktion zur Voraussetzung hat, erblicken wir das unumgängliche Mittel zur Gesundung des jüdischen Wirtschaftslebens. Die Ansiedlung der wandernden jüdischen Massen in Palästina weist ungeachtet aller Hindernisse bereits vielversprechende Ansätze auf. Sic ist der Anfang einer jüdischen Gemeinschaft der Arbeit und Kultur, die mit ihrem Wachstum dazu bestimmt ist, ein Anzichungspunkt für die jüdische Emigration und eine Stätte freier nationaler Entwicklung eines in seiner Existenz gesicherten Volkes zu werden. Die diesem Volksidcal innewohnende große Lebenskraft offenbarte sich sowohl in der imllerordcntlichen Opferfrcndigkeit der jüdischen Volksinassen für die Zwecke des Paläst inawerkes, sowie in der Tatsache, daß dieses Ideal dem jüdischen Volke den Glauben au sieh selbst ztirüekgab und zum mächtigen Hebel einer vielverzweigten nationalen Erncucrungsbewegung wurde, an der alle Klassen ,ii.nsercs Volkes beteiligt sind, Unsere Palüsiina-Fordcruiigcn sind heute nicht 11 ur das nächste Ziel der im Zionismus organisierten Volksbewegung, sic sind die Forderungen der großen Mehrheit der jüdischen Demokratie. ׳ Die revolutionäre Umgestaltung der Grundlagen der jüdischen iVolksexistctiz durch die Errichtung einer nationalen 1 leiinsliitte in Palästina kann nur ein Werk der Selbsthilfe des jüdischen Volkes Kein, Was wir aber von den anderen Völkern und nnmcntlicli vom internationalen Proletariat zu verlangen berechtigt sind, ist die Beseitigung jener künstlichen Hemmnisse, die den Auge die Unterredung zwischen dem nüchternen Bankier und dem ״phantastischen“ Journalisten vorüber/iebeii, die Stand in kurzen Strichen plastisch zeichnet. Ein lebendiges Bild des kraftvoll aufblühcndcn ״Zionisinus in Polen“ entwirft Julius Berger, der über Sclhstgcschnutcs und Miterlcbtcs in Polen berichtet, während der Willi,1er Schriftsteller S. L, Zitron, mit einer groß angelegten Biographie des Rabbi Eliaini Gut• machcr eine Serie Aufsätze ״Zur Geschichte der Zionsliebe״ beginnend, uns in die Zeit der chibbath-zio «istisch .ווי Anfänge in Deutschland zuriiekführt. Einige Beiträge des Heftes behandeln die in letzter Zeit so oft und so widerspruchsvoll heanwortetc Prag« einer besonderen jüdischen ״Aufgabe“ oder ״Mission“, Alfred Lein in sieht im europäischen Juden jene glückliehe Synthese zwischen wirkendem europäischen Kirnstlertum und erlebendem orientalischen Sehergeist, die ihm die Voraussetzung jeder wahrhaften Kultur erscheint. Gegen die jüdische ״Aufgabe“, die erst das jüdisch«! Dasein rechtfertigen soll, wie dies kürzlich Leopold von Wiese in den ״Neuen jüdischen Monats• heften“ dartat, wendet sich mit Schürfe Robert Welt sc hs Bemerkung ״Unser Daseinszweck“. Wellsch weist den Versuch Wiescs, das jüdische Wesen als eine glückliche Ergänzung des deutschen zu kennzeichnen, in seiner ganzen Oberflächlichkeit und Anmaßung zurück. Auch Eduard Bernsteins Ansichten über ״Die Aufgaben der Jude״ im Weltkriege“ finden ihre Widerlegung. Siegfried Be ruf cid weist nach, an welchen Wider- Sprüchen und Störungen in der Argumentation die Schrift Bernsteins gescheitert ist. Eine gründliche Kritik erfahrt Hermann Cohens bekannte Schrift ״Deutschtum und Judentum“ durch seinen ehemaligen Schüler Jacob Klatzkin. ln scharfsinnigen Auseinander- Setzungen zeigt Klatzkin die Haltlosigkeit der Cohenscheu Konstruktionen, wobei von besonderer Ucberzeugungskraft der Beweis ist, daß die Forderung Cohens, die Juden der ganzen Welt sollten Deutschland als das ״Mutterland ihrer Seele“ betrachten, ein nationaljudischcs Kriterium in sich schließt, das konscquenter Weise zum Zionismus führen müßte. Die Diskussion ״Deutschtum und Judentum“, die von der gleichen Schrift Hermann Cohens ihren- Ausgang ge- Werdeprozeß des jüdischen Volkslebens in Palästina erschweren und zu unterbinden drohen, Die Ddiindcrung des jüdischen Kolonisationswerkes widerspricht den demokratischen Grundsätzen der Freizügigkeit arbeifssuchender Müssen und des nationalen Selbstbestimmungsreclites. Das Streben des jüdischen Volkes zur nationalen Konzentration in Palästina ist in vollem Einklang mit den koloiiisatorisehen Aufgaben der Menschheit. Die Erschließung des dünnbevölkerten, zum grüßteil Teil brachliegenden Landes, das hei Anwendung moderner Proiliiktioiismethodcn Millionen neuer Ansiedler aufziiueluncii fähig ist, durch das landlumgrige jüdisclic Volk wäre nicht nur eine Lebciisumwalziing für dieses selbst, sondern auch ein großer Gewinn für die Bevölkerung des Landes und den Fortschritt der k Welt. Es ist klar, daß dieses Sicdlungswcrk nicht das mindeste mit kolonialer Eroberungs-, Expansions. und Aushciitimgspnlitik gemein hat. Das jüdische Volk, das keine staatliche» Machtmittel besitzt, keine Absatzmärkte und kohstoffmoiiopole für die Warenproduktion eines ״Mutterlandes“ sucht, kann nicht daran denken, in Palästina Kolmiialpolitik zu treiben und die Laiulesbc- Völkern!!״ zu bedrängen. Das jüdische Volk erstrebt die Schaffung eines gesicherten Arbeitsplatzes für seine entwurzelten, wandernden Massen, cs will in friedlicher Zusammenarbeit mit der arabischen Bevölkerung die Produktivkräfte des Landes heben. Die jüdische Ko- Ionisation ist bereits ein bedeutungsvoller Faktor der wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas geworden. Die jüdische Einwanderung ist Trägerin der vorgeschrittenen Arbeitsmethoden, der höheren Lebenshaltung und der höheren Lohnaiisprüche, sie kann daher der arabischen Bevölkerung nur dazu verhelfen, ihre primitive Kultur- und Wirtseimftsstufe zu überwunden. So stellt die jüdische Neuhesicdclung Palästinas mit den großen kolonisatorischen Interessen der Menschheit im Zusammenhang, die auch darum an der Verwurzelung des einzigen heimatlosen Volkes der Erde in seinem Lande ein eminentes Interesse hat, da die Welt nicht zur Ruhe kommen kann, solange das־ mit dem Schicksal aller Völker so eng verknüpfte jüdische Volk der normalen Bedingungen entbehrt zur Entfaltung seiner nationalen Persönlichkeit. Das jüdische Volk, dessen Söhne auf allen Fronten in tragischem Kampfe gegeneinander verbluten und das hinter den Fronten an unvermeidlichen und vermeidliehen Kriegsgreucln Entsetzliches’erlitt, hat das Recht zu fordern, daß der kommende Friede auch ihm die Sicherung seines Bestandes und seiner freien Entwicklung bringt.“! * 1 ׳־ Im zwei!cti Teil des Memorandum werden alle angeführten Erwägungen (linsiclitiicli des zu schaffenden Völkerbundes, der ,Durchführung der Selbstbestimmung der Völker und der Judenfrtigc in konkrete Vorschläge zusammengefaBt und präzisiert. Hcrvorzttliebeii sind die Forderungen der Vereinigung und Unabhängigkeit von Polen, der Verwandlung von Rußland, Oesterreich-Ungarn und der Türkei 111 Nntioiuilitätenbiindcsstnatcn, der Verbürgung der Selbstverwaltung der nationalen Minor!• ,taten und der Entscheidung iiber die staatliche Zugehörigkeit umstrittener Gebiete auf Grund einer UrahstimuHing der Bevölkerung unter internationaler Kontrolle. Auf dt׳,» Gebiete der Jiidenfnge stellt: di<! Partei folgende Forderungen auf: nominell hat, uiiiitiut Max lliidebcrt Boehm von neuem mit, indem er Arnold Zweigs Erwiderung auf seinen Aufsatz, jn den ״Preußischen Jahrbüchern“ be* antwortet. Hochm nennt seine Antwort ״Emanzipation und Maciitwille im modernen Judentum" und deutet damit den Grundgedanken seines Aufsatzes an, der im westlichen Einanzipationsjndentum einen nach Macht strebenden Willen sicht. Boctmi1 charakterisiert dieses Assimilationsjudcntum mit den Worten: ״Einstweilen haben jene, tlie Wcltjuden, die Macht über die Erde und sind nicht gesonnen, sie aus der Hand zu geben. .... Wie ein großes Netz, das sicli imtncrklicfi verdichtet, so isddingt sieh die Macht der anglclclicrischen Jtidenlieit um den ganzen Erdball und wohin wir auch den Fuß setzen, verstricken wir uns in seine Maschen.“ Diese gewiß übertriebene Darstellung dient Boehm als Grundlage zur Erklärung des Antisemitistntis: ״Was war es, das diesen Kampf so vergiftete, zu so unerfreulichen Waffetigüngcn führte? Nichts ande res als die Lciblosigkcit des jüdischen Macfrlwillens und die daher rührende Unaufrichtigkeit der Machtauseinaiulersetziiiig. in einem Zeitalter, wo die curopäisehen Nationen sicli schieden, sich auf sich selbst stellten und ihrem Mnchtwilieii in sichtbar umgrenzten Staaten einen Leib gaben, hatte das Judentum wie der Zauberer im Märchen vom gestiefelten Kater die unheimliche Fälligkeit, blitzartig die Gestalt zu wechseln und dabei dauernd seine Substanz zu verleugnen, Die Judenheit war und blieb eine Nation, aber sie gab sich nirgends als eine solche. Ucbcrall spürte man ihre Macht und nirgends war sie zu greifen. Sic bewährte völkische Solidarität wie kaum ein ■anderes Volk, aber sie bekannte sich nie zu ihr. Gerade dies Vcrhalten der assimilatorischen •Judenheit bedeutete und bedeutet für uns die denkbar größte Aufreizung.“ Erst im Zionismus sieht Boehm den gewünschten ״Appell an die völkische Ehrlichkeit der Judenheit“, Boehm verwahrt sicli wiederholt gegen eine Verwechslung seiner Gedanken mit denen des Antisemitismus. Wir fühlen den Abstand. Aber das Uebcrtriebene In der Darstcllung der gegenwärtigen (jüdischen Macht verrät doch unverkennbare Spuren des Einflusses der von ihm perhorrcsziertcn Strömung. Und noch eines: leibhaftig 1. Volle bürgerliche Gleichberechtigung für die Juden aller Länder. Gleiche Bef »,11111 lung der jüdischen Bevölkerung der vom Krieg heim gesuchten Gebiete bei ihrem Wiederaufbau. 2. Freiheit der Einwanderung und Ansiedlung der Juden in allen Ländern. 3. Nationale Selbstverwaltung (auf Grund des Personal-Prinzips) und nationale Gleichberechtigung in Staat, Provinz und Gemeinde für die Juden in den Ländern jüdischer ,Massensicdhing. 4. Sicherung der unbehinderten kolonisatorischen Betätigung der Juden, die auf die Schaffung einer jüdischen Heimstätte in Palästina gerichtet ist. Hierfür ist notwendig: a) Die Beseitigung aller die Freiheit zur Ein» Wanderung und Kolonisation der Juden beschränkenden Maßnahmen, weitgehende Erleichterung der Naturalisation und freie Wirksamkeit der Institutionen für die Zwecke der jüdischen Kolonisation. b) Die Schaffung von modernen, demokratischen Rechtsverhältnissen, sozialpolitische ,Maßnahmen für die Entwicklung der Produktivkräfte des Landes, ferner die Gewährung von wirtschaftlichen Erleichterungen und Bürgschaften zur Förderung der Kolonisation, vor allem die Verwendung von herrenlosen und staatlichen Landereien, sowie der Latifundien sowohl zur Ansiedlung von Einwanderern, wie für die bodenlose bzw. laiidarme ackerbautreibende ,Bevölkerung des Landes. c) Die Verwandlung Palästinas in ein eigenes Selbstvcrwnltungsgcbict und administrative Vereinheitlichung des Landes. d) I3ic nationale Autonomie für die jüdische Bevölkerung in Palästina. Die Durchführung aller obigen Forderungen soll international garantiert werden. Dieses Memorandum, «las dem Holländisch-Skandinaviscltcn Komitee durch die Stockholmer Delegation der Poate-Zion, bestehend aus den Herren Dr. Ch. S11 i 11 o vv s k y, Dr. N. S y r k i n, B. B o r u c h o w und P. Ruthenberg aus Amerika, Serubabei aus Palästina, Jahrblum aus Frankreich, Rafalkes und Sc 111 i in o w i t $ eil aus Rußland und den Mitgliedem des poalc-zionistischen Vcrhandshiiros im Haag S. Kaplansky, L. Ch asan0\v it sch- und Bcrl Locker überreicht wurde, erscheint demnächst in einer besonderen Ausgabe in deutscher, französischer und englischer Sprache, Ein Interview mit Huysman Der Korrespondent der Londoner Tageszeitung ״Die Zeit“ hatte ein Interwiew mit dem Generalsekretär des Internationalen Sozialistischen Büros in Stockholm und dem Führer des Holländisch-Skandinavischen Komitecs, Camille Huysman. Unter anderem fragte der Korrespondent den Sekretär «ler Internationale über seine Stellung zu den von den Poalc-Zion der Konfcrenz unterbreiteten jüdischen Forderungen. Camille Huysman erwiderte darauf folgendes: . , 1 ״Ich gehöre nicht zu denjenigen Sozialisten, die denken, daß die Völker untereinander aufgelöst werden müssen. Umgekehrt, Ich bin der Meinung, daß jedes Volk das Recht auf selbständige Entwicklung seiner Eigenschaften, seiner Kultur, Sprache ttsw. er* Jsaltcu mit II. Das gilt niicli für die Juden, die elienfalls ein Volk sind, Die Juden in Rußland müssen das zu werden ist unser Streben. Trotzdem fühlen wir, daß das Körpcrseiii in Bochms Welt ein anderes ist als das von .uns erstrebte. Sehr instruktiv ist die Arbeit Leo Rosenbergs über ״Arrncnwescn und soziale Fürsorge irn Ostjudentum“, die er in diesem Heft zum Abschluß bringt. Auch Samuel Rappoports kulturgeschichtliche Studie ״Der Sabbath“, die erste einer Reihe von Darstcllungen ״Aus dem religiösen Leben der Ostjudcn“ bietet dem mit jüdischen religiösen Sitten Uavcrtrauten viel Sachliches, Freilich wird aus dieser ersten Studie nicht recht ersichtlich, warum die Uebcrschrift nicht einfach ״Aus «km religiösen Lehen der Juden“ heißt, da die geschilderten Gebräuche zum größten Teil «loch nicht spezifisch ostjiidiscli sind. Einen wertvollen Beitrag über die jüdische Kriegshilfe in Rußland liefert J. ßcham in der Abteilung ״Daten und Materialien“. Aus der Zahl der Bemerkungen ist außer den sction erwähnten R, S a 1 in a 11 s Glosse ״Ein Bekenntnis“ hervorzulieben, die die neuerliche zionistische Um- und Einkehr amerikanischer Juden als ״das wahre Gesicht“ des Volkes aufdeckt. Gustav Landauer und Hermann Glenn setzen sich mit der Kontroverse Trütsdi- Icr-Rathenau auseinander. Beide erkennen den Grundmaiigcl der Antwort Rnthcnaus: daß sie die Antwort eines an der äußersten Peripherie des jüdischen Lebens stehenden Mannes ist, dem ״die Gefahr des Vorliandciiseins der Zeiitrtimsparlci näher zu gellen scheint als das ganze jüdische Problem“. Einen berechtigten Vorwurf erhebt Abraham Schlesinger in seiner Bcmerktmg ״Ein verschlossener Oartcn“ gegen die ״Wissenschaft des Judentums״, die nun schon Jahrzehnte an dem neuhcbräischcn nationalen Schrifttum achtlos vorbeigeht Einen Ucbcrgang zu den belletristischen Beiträgen des Heftes bildet Oustav Landauers eingehende Studie ״Der Kaufmann von Venedig“, einer der zwanzig Vorträge über Skakespearc, die demnächst In Buchform erscheinen werden. Den belletristischen Teil bc- S״»‘« Margarete Sus man mit der Dichtung ״Davids Tod , Martin Bub er mit einer Geschichte vom Baalschein ״Der Strumpfwirker“, Arno Nadel mit Noten zu einem Lied und andere. b. E.

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