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Jüdische Rundschau · 1917-07-20 · Heft 29 (20.7.1917) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 29 (20.7.1917)
Date
1917-07-20
Page
– (sequence 3)
Language
German
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JUED1SCH E RUNDSCHAU Seite 239 Nr. 29 Die Politisierung der Jüdischen Orthodoxie Tie Ido: der liiiibcnifiiny eines alljüüischen K 011 g 1' e s s e s des russische 11 Reiches, die immer größere Kreise ergreift, /.willst ״״cli diejenigen deine nt e des russischen Judentums, sich politisch ' zu• s;i11uiu‘i1/nsd!liel'eu, die Iris jetzt den Aufgaben der jiiilisclie״ Oefientlichkeit fernstanden. I>ic jüdische O rthod״ sie, die die überwiegende Mehrheit des rassi• sehen Judentums ausniacht, besitzt vorläufig keine סון• 111i-clיv ׳1< זg inis.ition. Nur hie und da beginnen sich!,leine (iruppen.zu bilden, die im traditionellen |ude״tum wurzeln und um die Sympathien der breiten jüdischen Massen werben. Bis jetzt erschienen auf der polisisehen Bihlfl ielie zwei solche orthodoxe Organisationen, die sogenannte ״Freiheit und Tradition“ in Moskau und das ״N e z a c h Jisrael“ in Petersburg. ״I r ei heit und Tradition" ist, wie bereits iimgcteill wurde, eine progressiv-orthodoxe Vereinigung, die bald nach Ausbruch der Revolution entstand und unter dem Einfluß der jetzigen allgemein-politischen Fordeiungeu stellt. Sie verspricht die Forderungen der n1ssisrt.cn ilemokratie zu unterstützen, für die Vcriiiilitung jeder Spur des alten Regimes zu klimpfeu 11ml für die baldige Einberufung einer Konstituante, die die wahre Stimmung im Reiche wicderspiegelii soll, zu wirken. Was die jüdischen F'rageu betrifft, so fordert die Vereinigung die Wahrung des Rechtes aut Sabbathruhe in Handel, Industrie, Schule und Armee, die Sicherung der jüdischen Ehe- und Scheidmigsgesetzc und die Gleichberechtigung der jüdischen Sprachen. I>ie Vereinigung erklärt sieb in ihrem offiziellen Aufruf mit P alästina, dem jüdischen historischen Heimatlande verknüpft und verspricht, ״für das Streben nach c i 11 e m 11 n a h h ii 11 g i g e n jüdischen r c I i g i ö s 11;»t i o 11 a I e 11 L e b 111 ־ in Palästina tatkräftig e i 11 z 111 r e t e n.“ Als ihre nächste Aufgabe betrachtet dir Vereinigung die Vorbereitung zum :111 j ii d i s e h e ״ Ko 11 grell, der noch vor der Einberufung der Konstimauu׳ st.ittfimlen soll. In die Leitung der Vereinigung worden in der letzten Versammlung der Vereinigung in Moskau die Herren R. S. Ciotz, J. S.!,ersitz, Rabbiner Fr. J. Mase, S. R a b i 11 o \v i t s c h , Rahhincr Nurok und der orthodoxe Rabbiner Grau• hart gewühlt. Eine zweite Verbindung, die sich die Wahrung der jüdischen Tradition zur Aufgabe stellt, wurde vor kurzem in Petersburg konstituiert. Sie nennt sich ״Ncz.ach Jisrael“ (die Ewigkeit Israels). Diese Organisation ist schon eine direkte Folge der Vorbereitiings.irbeit zum jüdischen Kongreß und stellt sich zur Haiiptaufgäbe die Bekämpfung der cntgegenstehcuden Elemente innerhalb der jüdischen Qründuiigsversaiinnhmg. Die imigcbildite Vereinigung veröffentlichte in den jildischen Zeitungen einen vom provisorischen Komitee Unterzeichneten Aufruf, in dem es die breiten, in der lieberliefcrting wurzelnden und unbewußt nationalen jiidischen Massen auf die Gefahr Hinweist, die die rel'gionslosen Richtungen, die jetzt an der Spitze der jiidiselten Politik stellen, dem Judentum gegenüber bilden. Der Appell fordert die jüdischen Massen auf, gegen die Tendenzen, die RcTgion von der Gemeinde zu trennen, zu kämpfen und für das Primat der Religion, der 11 e b rü i s e h e 11־ S p r a c fi c und der Treue zu Pa- 1 ii s t i 11 a einzuiretcii. Im provisorischen Komitee befinden sich nulter dein Petersburger orthodoxen Rahbiner K a 1 z e!teil c n b o gen, der Kronnibbincr Dz. Eisen stadt, der greise Gelehrte Dr, A. A. Harkawi, der Vorsitzende der ״Chowewc sfat ewer“ I, M a r k o 11, der hebräische Schriftsteller Stimmt Epstein, J. B. Wolff aus Kowno, J, Mark aus Libatt, Dr. Schn versohlt aus lloniel und andere. Diese beiilen Vereinigungen beabsichtigen, demnächst ihre Griiiuhuigskonfereiizcit cinzuhertilen. Die natioual-orlliiKloxe ״Ne zach Jisrael“ und die demokratisch-orthodoxe ״F r e i 11 e i t ti 11 d T r a d i - 1 i «11" berühren aber beide nur einen kleinen Teil dl׳r religiös gestimmten Intelligenz und der gutjüdischcu Orthodoxie, die den Forderungen der Zeit innerhalb und nur,erhall! des Judentums Konzessionen zu machen bereit sind. Die weiten Kreise der Orthodoxie und die au ihrer Spitze stehenden alten Rabhuniin und chassidischen Rcbbcim, die auf dem künftigen Kongreß des russischen Judentums sicher einen angesehenen Flitz eiiinelimeii wirden, haben noch nichts von sich hören lassen. Ihre Organisierung wird die Frage der nächsten Zukunft sein. Von den jüdischen politischen Parteien in Rußland Von der ״Volksgruppe“ Die sich um m. M. W i u a w e r gruppierenden jii• eliseheii Politiker, die in der allgemeinen Politik die Anseliamingcti der K;1 d e 11 e n vertreten und in jüdischen Fragen den Assiniilntitcn am nächsten stehen, sind aus dem allen ״Verband zur Erlangung der Oleichberechtigitug" hcrvorgcgniigen und betrachten, obgleich sie die Idee der Organisierung des Judentums tunlichst unterstützen, den Kampf gegen den Zionismus als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Sie haben jetzt beschlösse״, das Programm ihrer Partei, die unter dem Namen ״Volksgruppe“ bekannt ist, einer Revision zu unterziehe״. Diese Gruppe ist eine der wenigen, die nach der Revolution bis jetzt keine Parteitagung abgehallcn hat. Eine Kommission wurde eingesetzt, die die Grundsätze der Partei, den neuen Verhältnissen entsprechend, zu revidieren hat. Der Kommission gehören an die Führer ler Partei M. M, Winawer, II. D. S1 tosberg. S c 11 e (t c I, Kal m a n 0 \v i t 8 c h , die Leiter des Partei• 01'g;|us ״Jewrejskajn Ncdjelja“ S t e r n b e r g , S e xv u, n. Die Kommission wird nach der Beendigung ihrer Arheit eine Konferenz der Parteimitglieder eitiberufen. Meinungsverschiedenheit unter den P1,a!c Zion Wie bereits mitgeteilt worden ist, erneuerte die letzte Beratung der russischen Poalc-Ziou in Moskau vom 15. 10. April den Besdiluß der letzten Jahreskonferenz, sieh au dem zionistischen KongrelS nicht zu beteiligen und die Arbeit in Palästina selbständig, ohne Kontakt mit der Zionistischen Organisation, zu führen. Diese Frage rief eine aufgeregte Debatte hervor und wurde mit einer kleinen Mehrheit im oben angegebenen Sinne entschieden. Die Minorität scheint sich mit dem Besdilull nicht zufrieden geben zu wollen. 1111 Zasamiiiiiiiltang mit dieser Streitfrage wurde auch die S p r a c h e n f r a ge erörtert. Die sogenannten 1״< o 11• g r e s s i s t e 11", entschiedene Anhänger der hebräischen Sprache, hatten die Majorität. In Odessa führte diese Meinungsverschiedenheit zu einer Spaltung der Ortsgruppe. Die kmigrcssistisclic 'Minorität, die s!ch ״die radikalen Poale-Zion“ nennt, trat aus der Ortsgruppe aus und bildete einen selbständigen ״Arbeiterklut)“, der gegenwärtig 500 Mitglieder zählt. In der Proklamation dieses Klubs heißt es: ״Wir erblicken einen harmonischen Zusammenhang zwischen dem Sozialismus und der Solidarität mit dem nllwcltlicheu Proletariat und unserem nationalen Ideal. Der Kongreß ist die einzige souveräne Vertretung der gesamt zionistischen Weltorganisation. Die Sprache ist für uns nicht bloß ein Mittel der Agitation und des Verkehrs mit den Massen, sondern ein untrennbares Lebenselement des Volkes.“ Diese Gruppe, die auch unter den Poale-Zion in anderen Städten Anhänger gefunden zu haben scheint, nahm auch an der zionistischen Konferenz in Petershing teil, wo sie durch die Herren Pc rinnt 1111 und Grün fehl vertreten wurde und die allgemeinen Ansiebten der Poale-Zion bezüglich der Palästinaarbcit vcrfocht. S. S. und Sejmisten Nachdem die S o z i a l i s t c n-T erri torla liste n (S. S.) auf ihrer letzten Beratung die Forderung der national-politischen Autonomie aufgcstcllt und die AYbcit für die Realisierung des ,Territorialismus vorläufig ver■ schoben hatten, blich n'chts mehr übrig, was einer Verstämlig'img zwischen ihnen und den Scj misten (״Jü• Mische Sozialistische Arbeiterpartei“) in1 Wege gestanden hätte. Letztere bejahen bekanntlich auch den Territorinlismus als Prinzip, denken sich aber seine Realisicrung erst mittels des künftigen jüdischen Landtags (Sejm) in Rußland, ev, durch Landtage in allen Ländern, in denen eine große Zahl von Juden lebt. Wie die Zei- Utiigcii mitteilen, führen die Leitungen der beiden Parteien ihre politische Arbeit zusammen und treten genieinsam als die ״Vereinigte Jüdische S o z. i a - listisehe Partei (S, S. und J.S.) auf. In Petersburg, Moskau und Kiew׳ fanden bereits genu'itisame Meetings der beiden vereinigten Parteien statt. Gleichzeitig faßte die Konferenz der Sozial!- s t e 11 * T e r 1׳ i t o r i a 1 i s t e 11 (S. S.) in N e w -York den Beschluß, den Z i o n i s tu u s in seinen politischen Aktionen zu unterstützen und sieh an der Bewegung zu beteiligen, die die Verwirklichung der jüdischen Bestrclmngcii in Palästina zum Ziel hat. Die Konferenz setzte auch eine spezielle Palästiuakommission ein, die die Möglichkeit der wirtschaftlichen Erschließung Paiüstiuas 1md die Grenzen ihrer Kapazität von neuem zu erforschen hat. Die Idee eines jüdischen Soldatenrates Zwecks Organisierung der vielen Tausende jüdischer Soldaten, die im russischen Heere zerstreut sind, wurde in Moskau ein ״V e r e i 1! d e r j ü d i sc h e n S o 1 d a t e n der Moskauer Q a r 11 i s o 11“ gegründet, der am 3. Juni eine Versammlung der jüdischen Soldaten, Offi* ziere, Militärärzte und Sanitätsmannsehaftcn abhielt. Der Militär-Arzt Schümann machte in seiner Einleitungsrede die Versammelten darauf aufmerksam, daß der jiidisclte Soldat Aufgaben und Bedürfnisse hat, die der allgemeine Arbeitet׳• und Soldaten-Rat nicht befriedigen kann mul die die Existenz einer bcsoiiuercit jüdischen Militiimiganisation erfordern. Er zeigte, daß hier und da :1111 i sein i t i sc 11 c Tendenzen im Heere sich bemerkbar machen, z. 15. wurden in Ta r 11*0 pol jiidiselte Sohlateji inilihaiHlelt, In einer anderen Stadt faßte eine Kompagnie dm Beschluß, keine jüdische Offiziere zu dulden ttsw. Wollt kämpfe auch das progressive Rtilil.iml gegen den Antisemitismus, dieser Kampf sei aber naturgemäß vor allein die Aufgabe der Juden selbst und müsse von einem jüdischen Soldatenrat geführt werden. Noch wichtiger sei aber die zweite Aufgabe, die kulturelle. Der allgemeine Arbeiter- und Soldateii-Rat kenne die Kultur-Bedürfnisse des jüdischen Sol• ilaten nicht und sei nicht herufm, eine jüdische Kulturläligkcit, die zweifellos nottue, zu entfalten. Dazu kotnme ״och eine Reihe von Neheiifragen, die eine Organisation jüdischer Soldaten erforderlich erscheinen lasse. Der Vertreter des Moskauer Arbeiter- und Soldatenmtes Hi II man 11 begrüßte die Versatnmcl.cn und gab der Freude Ausdruck, die die Führer der russischen Revolution über die jüdischen Soldaten empfänden, unter denen keine Spuren einer Gegenrevolution zu merken seien. Er hielt aber die Grundidee der Bildung eines jüdischen Sohlalenrates für verfehlt. Der Kampf gegen den Antisemitismus werde vom allgemeinen. Rat der Ar• beiter- und Soldaten-Deputicrten geführt, weil der An• tixemitisimis eine Gefahr für die Revolution darstelle. Eine speziell von Juden ausgeltende Bekämpfung des Antisemitismus -ei daher überflüssig und xveitig /.weckmäßig. Wold wisse der Redner, daß das Verlangen des jüdischen Soldaten mich einer eigenen Aiince nicht dein Streben der Ukrainer und Litauer gleich sei, die auf diese Weise ihre nationalen Armeen aufzustellen bezweckten. Trotzdem halte er es seitens der Juden für taktisch verfehlt, eine besondere militärische Organisation za bilden. Was die Kulturarbeit betreffe, so könne der jetzige liebelst,•111J dtireh die Bildung einer jüdischen Kiihursektion beim allgemeinen Rat der Arbeiter- und Sol.latendepiitierten beseitigt werden. Die Rede r!ef eine heftige Debatte hervor. Zum Wort meldeten sich?5 Redner. Die Bundisten unterstützten die Ansicht des Vertreters des Rates der Arbeiter- und Soldaten-Deputicrten. Die Ver.rctcr der Poale-Zion und der Sejmisten dagegen ent* rollten ein buntes Bild der spe/iell-j ii d i s c h e tt Bedürfnisse, die nur durch eine jüdische Sohluten-Organisation befriedigt werden könnten. Hie Frage wurde von den Versammelten im Sinne der Gründung eines jüdische״ Soldntcnratcs entschieden, und die ersten Punkte der Statuten wurden angenommen. Aus Mangel an Zeit mußte sich die Versammlung auf die Walt! eines provisoiischcu Präsidiums beschränken, das aus 12 Personeu, darunter 'Militärärzten, Fähnrichs und Soldaten besteht. Der Werdegang der Judenemanzipation in Finnland Den filmischen Juden war es nicht vergönnt, ihre Emanzipation durch einen Regierungsakt verwirklicht zu sehen, wie cs in Rußland der Fall war. Die finnischen Juden erhalten ihre (ilcichberetlitigung in kleinen Dosen und haben um jede neue Errungenschaft einen erbitterten Kampf aiiszufechten. Das ' jüdische Komitee in I iclsingfors, das die Propaganda für die Fmanzipatiim führt, 11:1t seine wichtigste Stütze in der finnischen so/i. 11demokratischen Partei, die die Mehrheit itn Landtag bildet. Aber auch diese Mehrheit ist in dieser Frage nicht entschlossen genug, um mit einer Abstimmung diese Schmach Finnlands aus der Welt zu schaffen, - Den ersten Sieg feierte die Judenemanzipation Mitte Mai, als der Landtag das von der russischen Provisorischen Regierung ciiigcrckhte Gesetzesprojekt erörterte. Das Projekt sprach von den Rechten der ״russisch cn Staatsbürger in Finnland“ und zcrliel in zwei Teile: I. die Freiheit des llandels und der Berufswahl und 2. das passive und aktive Wahlrecht. Die erste Frage wurde von dem Landtag einstimmig bejaht. Die zweite Frage rief eine Spai- Hing der Stimmen hervor. Einige Vertreter der Altlinoittnitcti und der Agrarpartei sprachen gegen das passive Wahlrecht der Juden, Mit der Mehrheit der so/ialdetn״• kratisehen Stimmen wurde auch dieser Teil des Geretzesprojektes positiv entschieden. * Damit War eigentlich die Frage der bürgerlichen Freiheit für einen bedeutenden Teil efer finnischen Jude״ nämlich für die russischen Staatsangehörigen — erledigt. Bald darauf überreichte die Petersburger Regierung ein zweites üeset/esprojekt über die G I e i c h h e r e c h - tigung der J liefen in Finnland.. Am 2./I5. Juni gelangte diese Clcsetzesvorlage im ־Landtag zur Verliaudluug. Zur Verteidigung der Judenemanzipation traten auf der Vertreterder schwedischen Partei Dr. Lillie, die Sozialistin Fr,nt Karhigcn und die Sozialistin Frl. Ir. Pult in. Frau Koskiueii (Suamctoramschc Partei) dagegen vertrat die Ansicht, daß nur denjenigen Juden, die gegenwärtig in Finnland wohnten, die Emaßzipation gewährt werden könne, aber die Aufnahme n c u c r Juden müsse auf das strengste verboten werden. Der Vertreter der Agrarierpartei 1.;1 u t 0 verlangte die Zulassting von ncueingevvanderten Juden, die sich mit Landwirtschaft und Viehzucht beschäftigen wollen, Dagegen müßte eine Reihe von Maßregeln getroffen werden, um die Einwanderung jüdischer Kaufleute zu verhindern. Um die Ernanzipationsbcstrcbiingcii zu unterdrücken,!,rächten die finnischen Antisemiten ein altes Argument ins Gefecht. Die Vorsitzende des Ticmhutzvereins, Frau Fon-K:1110\v versuchte schon lange, den Landtag für ein Verbot des jüdischen Schaechtgcsetz.es zu gewitinen. Die Debatte über die Judenemanzipation schien ihr am geeignetsten zu sein, tun ihre Lieblingsfrage von neuem aiif/urollen, und sie veröffentlichte jetzt ein besonderes Werk über die Grausamkeit der jüdischen Religionsvorseliriftcn über das Schlachten. Die Atitiscmiten benutzten dieses Märchen als ein Kampfmittel gegen die Juden und rollten die Schcehitn-Frngc wiihrcnd der Behandlung des Emiinzipationsgesetzes vor den Mitgliedern des Landtages auf. Als Gegengewicht gegen das vorgesclilageite Emanzipationsgcsctz verlangten sie die Annahme eines Gesetzes, das die Schcchita verbiete. Die Fortsetzung der Debatte wurde auf die nächste Sitzung des Landtages vertagt. Die Juden und die Antisemiten entfalten inzwischen eine rege öffentliche Tätigkeit in! Kampfe für und gegen die Emanzipation. Gedenket des Hilfswerks für Palästina! Gedenket der Evakuierten t

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