Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXII (1917)
- Issue
- Heft 23 (8.6.1917)
- Date
- 1917-06-08
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite HX) 11 >-׳D1 i נ. j u HAU Nr, 23 ״Gcrii.״..vi1 und Juden“ Im Junihcft der Zeitschrift ״Der Jude" hat Arnold Zweig die mehr oder minder tiefschiirfcnden Versuche, zwischen Judentum und Deutschtum metaphysische oder psychologische Uebcrcinstiiu• mutigen zu beweisen, als unerwünscht abgelehnt, ״Mögen diese stets zweideutigen Beteuerungen", sagt Zweig, von alten oder jungen Führern der jüdischen Seite ausgehen, es wäre gut, sie zu un* tcrlassen, aus einer großen Zahl von Gründen des Geistes, der Politik und des Taktes.“ An diese Worte muß man unwillkürlich denken, wenn man die soeben erschienene Schrift ״Gerinnneu und Juden" von Mathias Mieses*) liest, die mit eigentümlichen Mitteln den Beweis zu erbringen sucht, daii zwiseiien Deutschen und Juden eine innere Verwandtschuft besteht. Seit Hermann Cohens Schrift ״Deutschtum und Judentum“ ist dieses Problem von mandien jüdischen und nicUtjüdischcn Autoren b.luuidelt worden und es läßt sidi bereits heute ztisaninienfasseud konstatieren: diese Versuche sind entweder in so allgemeinen unverbindlichen Formuliemngen gehalten, daß aus ihnen nichts Feststehendes, Uebcr/xugciules zu entnehmen ist, oder sie können, wenn sie durch konkrete Beispiele b> legt werden, durdi mindestens cbcnsoviele Gegenbeispiele von gleicher Beweiskraft ad absurdum geführt werden. Arnold Zweig hat mit Recht darauf hingewiesen, daß im Grunde alle Menschen alle Eigenschaften, Antriebe, Richtungen 1.11 Kei ne oder ausgebildct haben, ״unbeschadet der selbstverständlichen Voraussetzung, dal» man über die Tatsache scharfer nationaler Differenzierung einer Meinung ist — so daß Gemeinsames selbstverständlieh vorkommt." Wie cs also manche Acbnlichkeiten zwischen Juden und Deutschen geben mag, st> gibt cs bestimmt audi Achnlichkcitcn zwisehen Juden und Italienern, Spaniern, Holländern, Franzosen, Engländern usvv. In den Schritten Cohens aber und seiner Sekundanten wird stillsdiwvigend vorausgesetzt, daß diese Verwandtschaft zwisehen Deutschtum und Judentum eine e.nziga tige, historisch und psychologisch begründbare Erscheinung sei. Ein Schulbeispiel dafür, wie solche subtilen Fragen nicht behandelt werden dürfen, gibt die Broschüre von Mieses, ln iiir wird nicht nur der * Beweis einer inneren Verwandtschaft zwischen Germaiien und Juden versucht, es wird stets hinzugefügt, daß durch diese ״Verwandtschaft“ mit dem Deutschtum Berührungspunkte mit niclitgermanisehen Völkern undenkbar sind. Was wir schon bei den Vorgängerinnen dieser Broschüre deutlich . empfunden haben, daß sich gegen die angeführten Beispiele geistiger Wesensgleichlicit und gegenseifiger Sympathien eine hundertfache Anzahl ebenso beweiskräftiger Gegenbeispiele finden *) Matthias Mieses, Germanen und Juden. R. Löwit-Vcrlag, Wien und Berlin, Mk. - ,80, Zu beziehen durch den Jüdischen Verlag, Berlin W, 15. läßt, das tritt i» der ''eh,dt von Mieeer! mit t!mlk'r Aufdringlichkeit Wir konmu es tm.v niciil vereng,e 11, iia folgendeii einige Beispiele der Miuwa'scheii Beweisführungen zu zitieren. Behauptung: ״Die Germrmonhilic der Juden datiert nicht seit Kricgslicginn oder seit den letzten Pogroms. . . sie geht lief in die Vergangenheit zurück, Ist eine Ersehciimng von ehrwürdigem Alter und naiüriiiluT, eiemeularer, instinktiver Selbstverständlichkeit,'‘ Beweise: ״Im Talmud werden die Germanen als Macht gepriesen, die Rom im Zaum hält“. ln der Mischlin ״wird das Wort Germane als Ehrenhoeiclimuig für einen wcil'cu Mensehen im Gegensatz zu einem Neger gebraucht". ״Nach der Schlacht von Kotronc in Kalabrien im Jahre 6S2. . . wurde׳ Kaiser Otto 11, . . . durch 'einen Juden Kalonyinus, der ilun ein Pferd gal), gerettet.“ Hans Hein/. Ewers stellt in einem Buch fest, ilnlf er in West-Indien 11ml anderswo beobachten konnte, ״dnb der Jude überall sieli /um deutschen mehr als zu einem anderen Volke hingezogen fühlt‘* usw, usw, Behauptung: ״Die (ieniinnopliiile der Juden dürfte auf tiefliegende seelische Motive zuriickgclieii, auf eine psychologische Aehnüchkeit, eieren Signatur aus einer ganzen Reihe gleichartiger Ohjektivationen des Kultur-, Sprach- und < iesellsdiaftslebeiis sieh feststellen hißt." Beweise: ״Die starke Seite des Deutschtums ist die Leier“. . . ״Der Schwerpunkt der licbriiischen Poesie lag immer ebenso auf dein Gebiete der lyrischen Dichtung. Das einzige poetische Genie, das das Judentum hervorbrachte, war der Lyrikef Heine. Den lyrischen Weilenschlag hört man sogar mit,, merkwürdiger Auffälligkeit aus der Prosa der jüdischen Journalisten heraus.“ — ״Der Mchräcr mit seinem lyrischen Gemüt. , . kannte in seiner Sprache nur die drei prinzipiellen Zeitunterschiede: die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft." ״Dem Hebräischen analog Ist cs i n grollen ganzen mit dem germanischen Verb bestellt,“ .״Die Schrift von rechts nach links stellt. , . eine ndduktive, nach innen laufende (und datier auf Innerlichkeit des Schreibenden schließen lassende) Bewegung dar... Die Hebräer, Syrer, Araber schreiben nach links ,.. Die alten Germanen schriebeu die Runen in ihren kontinentalen Sitzen gerade wie die fernen Semiten von rechts nach links,“ -- ״Der Semit läßt den schwanken Selbstlaut, ohne ihn speziell zu verzeichnen nötig zu finden, gleieligiitig vorbeipassieren,“ ״ln der deutschen selbständig erzeugten Gabdsliergcrschcii Kurzschrift werden ähnlich die Vokale als nebensächlich behandelt,“ ״Der Jude betet im Plural, gellt im Familienleben auf, war durch fahrtausende mittels eines beispiellosen Ritualdrills mit allen Mitgliedern seiner, . . Gemeinschaft in jeder Bezicbuiig uniformiert.“ ״Der Deutsche ist genau so als Kollektivist berühmt. Der preußische Drill hat sein Renomnice,“ ״Das Miiiiatur/isclicren. das haarspaltcnde Spezialistentum ist ein Charakteristikum der deutschen Wissenschaft. Ein düiindrähtigcs Bohren stellt and! die gesamte Geistesarbeit des Talmud, der rabbinisdien Dezisoren mul Kasuisten dar“ usw, usw. Behauptung: ״Trotz aller konfessionellen Verhetzung fühlt sieli auch der Germane in den verschiedensten Zeiten zu den Semiten hingezogen." Beweise: ״Die (judenlieheiule) Phantasie mancher mittelalterlicher Deut* scher konstruierte sidi eine Ueschiclitsfabel von germanischen Legionären , . ., die kriegsgcfniigenc Frauen ans Palästina mich Deutschland heimführton und mit ihnen Kinder zeugten, die dann zu Ahnherrn des dcutscheu Judentums geworden sind.“ Deutsche Gramatiker haben zur Erklärung der Aussprache deutscher Dialekte den Vergleich mit hebräischen Vokalen hcrangez.o• gen. ״Die deutsche Poesie, in der die Volksseele erklingt, hat für die Juden sympathische Kliiugc". (Beispiele: Friedlich Schiller in den ״Räubern“: ״Wir lasseil ein Manifest ausgehen 111 alle vier Enden der Welt mul zitieren mich Palästina, was kein Schweinefleisch ißt“; oder Möricke: ״War seines Glaubens mir ein Jud\ jedoch ein echt und fromm Gemüt“ oder Grillparzer 111 der ״Jüdin von Toledo“: ״Ich selber lieh׳ es mellt, dies V״ii«, (loch weiß 1s1i, was sie venm/iert, es N UK.*t-r Welk“,) ״D,;־■ deutsche Voik scheute *sieh nicht, an dcr dciii ■c iicn I'nie den Jmleunaineii (edzuniikern. 1 östen•ieiiirsehe Ministerium 1k\s Innern!»cfimlct sieh Am Judenplatz“. Diese kleific Bliitenlc.se mag genügen, um v.*j. der Stichhaltigkeit der Beweise, die die Schrift führt, ein Bild zu geben. Hätte die Broschüre das Ziel gehabt, sieh in Parodieforni über die Schriften Hermann Cohens und der anderer Autoren, die die Verwandtschaft zwischen Deutschtum und Judentum beweisen wollen, lustig zu ntadicn, so hätte man herzlich lachen können. So aber will sie ernst genommen sein und wir haben allen Grund, sie als Symptom der Zeit bitter ernst zu nehmen. In ihr taucht die längst als unrichtig widerlegte Ansicht wieder auf, daß die Ost Juden ״für die Verbreitung deutscher Ar*, jenseits der Grenzpfähle des ethnographischen Deutschlands still, aber gründlich, nicht Weniges geleistet" liaben. Dal« kommt eine ganz neue, sonderbare Theorie zur Anwendnng. Die Erscheinung, daß alle Ostjuden jidiscii sprechen, d. 11., daß ein großer Teil von ihnen - der vor der Einwanderung der deutsehen Juden bereits im Osten gelebt und siavisch gesprochen hatte ־ das Jüdische annalmi, Ist für den Verfasser ein Beweis, daß cs diesem Teil der Ostjuden, ganznterkwürdigenves.■ zum Germanentum hinzog." Diese Begründung stell ungefähr den Rekord dessen dar, was man sielt au* dem Gebi ■t« der jüdischen Sprachforschung geleistet hat. His'ier hatte man sich begnügt festzustellen, daß die Ostjmlen aus Treue zu ihrem einstigen Vaterland den ״mittelhochdeutschen Dialekt" in ihrer neuen Heimnt beibchalten hätten. Hier aller wird behauptet, daß Juden, die niemals deutsche Menschen und deutsche Kultur gekannt liaben, sieh so rum Germanentuni hingezogen fühlten, daß sie sich ״der sprachlichen Suprematie“ der p ,s Deutschland ausgewanderten Juden beugten. Der Verfasser hat sein an Monomanie grenzendes Analogisieren so weit getrieben, daß er Germanen und Juden ein gemeinsames ״übersp uin* tes Sclbstbevvußtsein" zuschreibt. Er findet bei beiden Elementen Männer, die ihr Volk als das ״Herz der Menschheit" empfinden und glaub; darin eine beide Völker besonders auszcichncnüc Ueberiieblichkeit zu erblicken. Dem deutschen modernen Rassefanatiker, der ״sämtliche njehtgermanisene, dunkelhaarige Nationen der Erde als Niedcrrassen“ qualifiziert, -stellt er den Juden zur Seite, der ״sich seit jeher als auserwähltes Volk" betrachtet. Und es braucht nicht Wunder za nehmen, daß hier der Deutschenhaß, ״der Antiteutonismus“, dem Antisemitismus analog gesetzt wird. Diese Analogie zwischen Deutschen- und Judenhaß, ehe nun schon zum abgegriffenen Requisit vieler jüdischer und deutscher Apologeten geworden ist, braucht keine Widerlegung. Sie ist Zu billig. Anders ist es mit der Gegenüberstellung des germanischen Rassefanatikers im Slile Cliambirlains mit den Ju• den, der glaubt, ״alle Völker des Erdrunds sind bloß dazu da, tun eine Folie zu diesem Stamme Das Helsingforser Programm Vorbemerkung der Redaktion Anlässlich tles Beschlusses des Zentralkomitees der russischen Zionisten, das von der dritten allrussischen Zionirtcnkoiifm'iiz in ticlsingfors (Dezember 101)6) gefaßte Programm als Grundlage der gegenwärtigen jiidi* sehen national-politischen I'ordemligen 11er russischen Zionisten zu proklamieren, veröffentlichen wir nachstehend die wichtigsten der darauf bezüglichen Beschlüsse der genannten Konferenz. Naeli den einleitenden Vorträgen von J. G r u ״bau m und S c i d c in a n n , die auch von Ifr. Tschlenow, Alejnikow, Dr. Lurie u. a. unterstützt wurden und zum ersten Mal auf einer zionistischen Konferenz die Notwendigkeit dtf Beteiligung der Zionisten an der revolutionären Iteweguug und der Aufstellung von spezifisch jüdischen, nicht auf die bloße Gleichberechtigung beschrän&cn For* derungen begründeten, faßte die Konferenz nach einer zweitägige» 1 lebattc die Resolution, die wir hier an de» Spitze der Beschlüsse als ״Ei nl ei tung" bringen. Spatcr wurden von der Konferenz die von W. Schabotinsky in seinem Vorträge über di« nächste politische Tätigkeit der russischen Zionisten“ vorgcsclilagcncii Punkte, die die gefaßte Resolution erläuterten und spezialisicrten, nach einigen Aenderungcn, als ״Programmprojekt" autgenoinmen. Nachdem der jüdische Historiker und Publizist S. M. iinbnow die theoretischen Grundlagen des Autono• niismus in seinen ״Briefen über das alte und neue Judeutnm" gegeben hatte, nachdem der ״Verband zur Erreichung der jüdischen G 1 e i c!1!> e * rechtigung" prinzipiell die Forderung der Glcichln׳- rcvhtigung durch Voll hercchtigung ersetzt hatte und nachdem die sogenannte ״Regenerationsgruppe“ (״Wos roshdjcnj diese Vorläuferin der späteren Sejmisten- Partei, und die ״Poaie Zion“ die Idee des Autonomismus erweitert und mit den Grundprinzipien des Zionismus theoretisch in Einklang gebracht hatten, stellten die Be- Schlüsse der Helsingforser Konferenz den ersten Versuch im russischen Judentum dar, ein national-politisches Pro!»ramm, das nicht bloß auf Kulturfragcn beschränkt ist, in Einzelforcleruiigen konkret zu formulieren. In der letzten Stunde der ersten, unglücklichen russisclien Revolution wurden diese Beschlüsse• gefaßt. Die darauf einbreehende Reaktionsepoche, die bis zu den Ereignissen vom März 1617 reicht, schloß jede Möglichkeit ihrer Verwirklichung aus, Als aber jetzt die Freiheit siegreich ins Land zog, standen die Zionisten mit ihrem national-politischen Rrograuun nicht mehr einsam. Die Grundlagen dieser Forderungen sind inzwischen Gemcing'iit des gesamten organisierten russischen Judentums geworden. Die letzte Beratung der zentralen Organisationen der russischen Zionisten setzte eine spezielle Kommission ein, die die Aufgabe hat, die Helsingforser Beschlüsse einer eingehenden Prüfung zu unterziehen, sie mit der neu geschaffenen politischen Lage in Einklang zu bringen mul dem bevorstehenden Delegicricntage der russischen Zionisten, der am 24. Mai in Petersburg eröffnet Werden wird, als Material für das festzusetzende naiional-politiseiie Programm vorzulegen, Einleitung. In der Erwähnung, daß die Organisierung des jüdischen Volkes zur nationalen Selbstbetätigung naeli dem zweiteil Punkte des Baseler Programms als eine der wesent- Iheilsten Voraussetzungen für die Verwirklichung des Zionismus erscheint, indem sie die Kräfte des Judentums in der Diaspora vermehrt, ihm neue kulturelle, materielle und politische Mittel im Kampfe für die Schaffung eines normalen nationalen Lebens in Palästina zuführt; in Anbetracht ferner des Umstandes, daß in den Ländern der Diaspora die nationalen Organisationen sieli nur unter dem Schutze des Staates entwickeln können, was nur bei einer demokratischen Einrielitung des Staatswesens möglich ist, — sanktioniert die II!. Konferenz den bereits auf natürlichem Wege erfolgten Eintritt der zionistischen Massen In den Freiheitskampf der territorialen Völkerschaften Rußlands und h;iU es für notwendig, die nationale Vercimgung des» —.. ■״■..—.—י.. %...—....... .׳ Judentums auf dem Boden der sich vollziehenden Um- Wandlung des russischen Staatswesens zum Zwecke der Anerkennung der jüdischen Nationalität und der gesetzlichen Selbstverwaltung in allen Sichen des jüdischen Nationallebcns durchmfüliren. Infolgedessen wird die Zionistische Organisation in Rußland folgende Plattform vertreten; 1. Die Demokratisierung des russischen Staats wese ns auf der Grundlage eines konscquenten Parlamentarismus, einer weitgehenden politischen Freiheit, einer Autonomie der nation a 1 e 11 Gebiete und der entsprechenden Garantien für die nationalen Minderheiten. 2. Eine vollständige und absolute Gleichberechtiguug der jüdischen Bevölkerung, 2, Die Garantie der Rechte der Minderheiten bet allgemeinem, gleichem,direktem und geheimem Wahlrecht ohne Unterschied der Geschlechter, bei allen staatlichen, provinziellen und Gemeindewahien. 4. Die Anerkennung der jüdischen Nationalität a!s eines Ganzen mit dem Selbstvervv a 11 u ngs r ec h te in alten Angelegenheiten des nationalen Lebens. 5. Die Einberufung einer allrussischen jüdischen Nat io n a 1 vc rs am m iu 11 g zur Ausarbeitung der Grundlagen einer nationalen Organisation. (1. Das Recht der Verwendung der nationalen Sprachen bei Gericht, in der Schule und im öffentliehen Leben. 7. Das Recht für die Juden, statt der Sonntagsdie Sabbathrulic zu halten. Das politische Programm der russischen Zionisten Als Programmentwurf der Zionistischen Organisa* tion in Rußland nimmt die dritte Konferenz das ihr vorgeschlagene Projekt der national-politischen Fordcrungen in folgender Form an: