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Jüdische Rundschau · 1917-05-25 · Heft 21 (25.5.1917) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 21 (25.5.1917)
Date
1917-05-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
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J U E DI S C H E R UKDSU! A 1 J Seite 175 \'1 21 ׳•'»׳»׳״"< I in< 11 storisclic Leben wird sicts durch TR{-! gk»'l"ß*' gcschaifcn. Vereine״ mich wir uns, um das drille und grollte Wunder zu voLbringcn, geben wir dem seil Avei Jahrtausenden zerstreuten Volke seinen heim!liehen Hoden, sein historisches Valerland, seine 11:111׳״!:d1'ol!t!se!10 Unabhängigkeit zurück! ,« Die Konferenz der hebräischen Organisation in Rußland 1 iir dm lt)./2'l, April wurde in Moskau eine Kon- 1,0 1/ <111״ .׳t iesellschaft zur r'örtloruiig der liehriiisehen Spi n'lie" mit folgender Tngestmlninig eiiiberulen: 1. Dus,׳r< Anlp;al1e11 (Refe-eiii: IlilU'I S 1:11 ״ p 1 ״ i k i), 2. V״lk und Spruche (Referent: Dh. א, H i .11 i k), t 1 lebr.nsclie Privaler/iehtmg (|)!-. Jos. K 1:1 tt s ״ e r)’ 1 Iv hebräische Presse (l)r, Al.‘ (i I ü e k s o h n), 1( 1 ■ר'n.iiiisienuip der Se hriftstel 1er (J. Tscliernou׳tz), 11• Das hebräische Theater (Zorn ach), 7. Der \ I latehia (1\\. S 1 ■j 1 o p n 1 s k i), 8. Das hebräische ן I *■!י •י■׳• S1 •min 1r (Di־. |. Mn hiletvcr), ). Die l-'röbelsei'irti׳ (j. Aller 111 a 1t 11 und |. Ilalpcrn), 10. Die lnln iiselie V1 dk -seliule (M, Rin es), II. Die hebräische Mm lisch ule 11.. S r m j ,1! 1 / k'1), 12. i'iiiaii/fragen (Sch. I'1 ■! ׳ t /), l'J. Organisierung der I ehrer, provisorische Km••'■ 11• r l.ehrer, II. r.itig.a'iishcricht der Gesellschaft mul Walde ). Vor dein zionistischen Delegicrtcntag in Rußland Der /iniii'tisehe De'egierleiiai! in Rull!,and ist für ,1,1 21, V. 11 (1. Juni nach R e t e r s b 11 rg einberufen. Ihr leitenden /ionisiisehe« Organe sind vorläufig pemuht , eine großzügige Rr0|);tgand.1 und Organi- <.!:•< msCiitigkeit zu entfalten. Aulier dem ,Mosl, 1 ,er R a y ס n k o in i t e e , das am 8./2I. April seine I! •akiiiifereii/ ahgehalten hat, fand am •1.- 6/'i7. t<). V’d 111 I ׳■ I, a t e 1 i 11 o s I a w unter dem Vorsitz von V י־. I! r 11 e k eine Konferenz der Vertreter der ZioletiM'licii Organi-aibon der (ioiivcriieincnts Jckatc-!; ׳> ׳s la w , 1' n 11 a w a und K r i' 111 statt. An der Konii'i'i. 11/ nähme 1 <10 Delegierte teil. Die Konferenz wählte cm Rnyoiikomiice, dis seinen Sil/ in Jek.iterinoslaw hat. 1111 »eli/.eil'g wurde aueli in Minsk ein zionistisches R mnikiiiiiiiee für die Gouvernements Minsk, W i - 1 11יי, lind M o 11 i I e \v gebildet. Die* ,.Jewrejskaja Shisii" bringt eine Reihe Berichte 1111, ׳ grolle zionistiselie Versammlungen in den Provinzstadu'it, dir den Ausehhill weiter Kreise au die Zionistisch«• < )rg.inisation b!׳wtrktcii. In Odessa waren auf eine! öffentlichen Versammlung der Zionisten, auf 111 1 die I lerren U s s i s e 11 k i 11, Kl a u s 11 e r und T 1 1 w 11 s Aiisjrraeheii hielten, mehr als 20110• Rersoncn ,uiweseiKl. In Kiew wurde von einen! grollen zionistiseheii Meeting im Saal des St.nlitlieaters einslimiuig ׳ e« von Ing. N. S v r I, i 11 emgebraehte und begründete Resolution angenommen, die nationale Rechte in Rull- II >1'I fordert und der Uchcr/cHgimg Ausdruck gibt, dal! die alte indische Sehnsucht nach l’al «slina bald verwirklielil neiden wird, In Minsk veröffentlichte das Z1 חס i s t o n k o in i t e c zu Rehaelt eine zionistische Flugschrift, die in 25 00) Fveiiiplaren unter der jiidisehen Bevölkerung der Stadt verbreitet wurde, Auf einem zion stisehen Meeting im Slndt!h!׳aier schlossen sielt der Ortsgruppe 700 neue Sehekt Izahler au. In (.' hark o w vereinigte eine zionistische Masscnver* Sammlung eia Publikum von 5000 Personen. Ein Vcr- Ire!er der 1.eilen begrüßte den Zioiiiaitus im Namen di•1 lettischen Nation. Nach «,incm Voitrag von A. M. Gold steiu über den ״Zionismus im gegenwärtigen Augenblick״, den er vor einem 3111»!) köpfigen Amlitoriuui in J e k a t 0 111 1 ׳ o s i a vv hielt, wurden 1500 neue , Zionisten au.'gemmnnen. Aelmliche B •richte über grolle in «lieseu I '■inieiisio'icn bis jetzt nicht gekannte zion ist isehe Veranstaltungen liegen aus Poltaw«, Rostow, 1' s e h i I a , K e r t s e h , K 11 r s k , Al o h i I e w und an• deren Städten vor. Gas von der Zionistischen Zentrale gewählte ״II a 111> t Ir ii 1׳ o des N 111 i o n a I f o n d s für Rußland", | das in Moskau unter «lent Vorsitz von Dr. j. Tschle• n o w Iteslehl, :'urtlerlc auf, iiberall den T.ig der Veroffotit• lichimg des llmaiizipatioiiseilikles 11. Nissan 51.7׳ diircli 101ו0;״1;״ו1וו ich ins (lolilene Buch de• Jüdischen Na• timt,1 Runds zu \c׳•ewigen, Diese Sunmamg s״ll bis zur laiiffitmig des zionistischen Delegier,entages fortgesetzt werden. Von den jüdischen Arbeiter-Parteien in Rußland Konferenz, der Panlc-Zion j Am 0/22. April wurde in Moskau im Saal Poljakmv | ein!׳ Konferenz der jüdischen sozialdemokratischen Ar- 1 heitcrpnrlci ״I’oale-Zion" eröffnet. Zugegen waren 1 117 Delegierte aus '!!) St.'nltcn. Ins Rr.'i ,nlium, wurden j gewahl;: 1״ Berlin! aut h (Arski), l'eehtsanwalt N. j Ra fa Ilses (Nr) und W. 1׳ e I i v (Adiin). Vcrlrctei' 1 der Zentralkomitees der Seimislcti tmd der 7,ioniste1t- | | Ierniori.disien (S. S.) ׳ibeibracliten der Konferenz ihn•! \ filiickwuns«iic. Die Konferenz tialtm, wie die ״iinlikija Vi'iedoniosti" mitteilt, folgende Tagesordnung an: I. bi'riehle der Ortsgruppe, 2. Bericht des Zcnlndkoniitees, d. die Stellung zur Provisorischen Regierung, •1. die Internationale und der Krieg, 5. unsere n.'itinna len iimleeuugeu, (t. der Jüdische Kongreß in Rull- I,•ititl und die I VniokraiisHTiing der Gemeinden, 7. «las gegenwärtige Ralasiiiiaprohlent, 8. die Stellung zu «len autle reu jüdischen sozialistischen Parteien, '1. die Stellung zu den russischen sozialistischen Parteien, 10. die Vorbeniliingeii zur Konstiniruite, 11. Organisation, Presse und Propaganda, 12. Wahlen /um Zentralkomitee. Die Konferenz wurde erst am l'L/'2ö. April geschlossen. Der Wortlaut der gefällten Beschlüsse liegt noch nicht vor. Konferenz der Sejmistcn Au der vom I5R2S. Marz bis Fl. Mar/ (I. April) In Moskau tagenden Kotucreuz der Jüdischen Sozialistischen Arbeiterpartei (Srjiiiisten) nahmen ungefähr 10 Delegierte teil. Referate wurden über die Grund• prin/ip'cu der Partei gehalten, über ihre Stellung zur Rmw,>sn1isrhc11 Regierung, zu amlcren jiidiseh-proletarischen Rarlcieu und zum bevorstehenden Jüdischen j Kongrell in Riilllaml. Ferner wurden die Aufgaben «les j Kongri sses, die Reorganisierung der Gemeinden mul j die Formulierung der nationalen Forderungen behandelt, j Die Konferenz hcsclilol! unter anderem, eine jüdische natioiial-poliosi 111■ Autonomie zu lorderu. Der Kom• i petfiiz des Zentraloigans dieser Autonomie (Sejm) unterj sieht: du׳ Befriedigung der kulturellen Bedürfnisse, «he; liitenllirhc Iursoige, die soziale Hilfe (professionelle I tüiil technische Ausbildung, Regulierung der jüdischen! Emigration, Kol>»n1satitmsfr;1gen ttsw.), das nationale | IliKlget und die ualionale Vertretung. F'erner hesehloll j die Konferenz, in der Partei und in der Press«• eine Diskussion über den T e 1׳r i t o 1׳ i a I i s 11 ווו s und sinne Realisierbarkeit zu eröl'lneii, Dabei betonte «Iic Konlereiiz, dall die Partei ihren G1*u11dnuschauuugc(1 in «ler A.11i1.1sM111g des jiidiseli-natiounlen Problems treu geblieben sei. Am J ii d i s e h e n K o n g r 0 11 toil/iinehnieti beschloß die Konferenz unter der Bedingung, daß er ein voransbestimmtes Arbeitsprograinin haben Wird. Ihrerseits schlug die Koitferenz vor, daß «ler Kongrell die Provisorische Regierung veranlassen solle, ein Gesetz betreffs dev Reorganisierung der jüdischen GemeiniK’n im Sinne ihrer Anerkeiiming als eines sich seihst verwaltenden nationalen Ganzen mit einer die Gesamtbcdurfiiisse der jüdischen Bevölkerung umfassenden Kompeteitz sowie einem System der direkten progressiven Zwaitgssteuern zu erlassen, Firner solle der jüdische Kongreß «las Problem «ler Verteidigung der bürgerlichen und nationalen Rechte «ler Juden in den l ändern, in denen sie soh lte Rechte nicht besitzen, behandeln. Der Kongreß soll ferner seine Stellung zu einem gleichzeitig mit der Einberufung der Friedenskonferenz ab/uhnltcndcn Jüdischen Weltkongreß formulieren. Die Sejmistcnkonfereitz trat auch in einer h: sonderen Resolution für eitle V ereint g u 11 g al’et jüdisch-proletarischen Parteien zum Zwecke «ler Vertretung der jüdisch-proletarisch«.•!! Interessen ein. Vom jüdisch-amcrikanischcn Kongreß N a e 11 e i n c r t c I c g r a p 11 i s r hon Mitlei- I u 11 g e r g a b die in V o 1 k s \ e r s ,1 m in 111 11 g c זיו d n r e h g e l ü 11 r t e No 11t i u 1 c r 1111 g d e 1 K a tul i - <1 a t e n für die M 11 g 111 d s c h .1 ft «les J ii d 1 - s e h e 11 K o n g 1 -•' e s i n A m r r i k a e i 11 e M atur i t ä 1 dir zionistischen K .1 n 11 i d a t e 11. Im Warschauer Stadlrat ln tler Sitzung des Warschauer Stadtrats vom 10, Mai wurde «Iic Frage tler Verbesserung der Lage der Warschauer Handwerker behandelt. Nach «lern Referat «les Ratmann Roset, «ler dem Stadlrat Vorschlüge hierzu unterbreitete, nahm der jüdische Rat• mann Truskcr das Wort und wies darauf hin, daß bei den Maßnahmen zugunsten des I lamlwerks auch die jüdischen Handwerker berücksichtigt wcrilcn sollen. Die indischen Handwerker, die jetzt häufig zur Arbeit in den Zechen herange/ogen werden, seien ein wichtiger Faktor für «lie K I c i n i n «I ti s t r i c Polen!» mul die von ihnen verfertigten Waren seien früher litt Werte von Himderttau enden von Ruh ■In nach Rolllatul versandt worden. Der Redner zählte eine lange i.iste aller Arten jüdischer Handwerker auf, die jetzt bereits in Vereinen zusamtm ״geschlossen sind. Die Zahl jüdischer Meister betrage in Warschau ungefiilir 15110h. die Zahl ihrer Gesellen 50 000. Jetzt sei «'in großer Teil von ihnen ohne Arbeit. Wenn die Stadt für die Handwerker sorge, sei es ihre Pflicht, auch die jüdischen Handwerker zu berücksichtigen. Herr Trttsker forderte daher, «lall zu dem Atis?dtuß, der sieh mit «ler l.age de־• I lamlwerks in Warschau beschäftigen soll, auch Vertreter des zentralen jüdischen!!rofes io Hellen Vereins herange/ogen werden. Einer der folgenden Redner, Ratinann Sikorski, sprach ■־.!di dagegen aus, daß auch jüdische Vertreter zu «len Beraumgeii des l lamlw crkerausschusses eingeladen werden, weil er, wie er sagte, au den Lachkenntnisscn der jüdischen Handwerker zweifle, Ihm antwortete «ler jüdische Ralinaiii! P ii hi ( / k 1 . indem ei gegen dies«• I Icr.absct/img von 17 (!11(1 jüdischen Meistern protestierte. Er sagle unter aiidereni, der Stadlrai habt zwar schon oft «■ine besondere Politik in der Jmlenfrage an «len Tag gelegt, in diesem i alle aiier >1*1 er sicher, dall der Sladtrat sieh «ler Meinung des Vorredners nicht nnsehlicHcu werde. l ei der Beratung ״her die Theater- und Kmem.-itograpliensiciicr ergriff der auiNcmitische Ratmann llski das Wort zu heftigen jndeiifeimllieheii Ausiallen, indem -einekts vermißt wird : ״Territorialpnnzip“ gegen ״Persoualprin/ip“. In der Knllusgeiiieiiule ist «lie Nation schon katastriert und kousiluiiert, ja «he Möglich• feit, «lie bei nationalen Katastern fmcli immer droht, 11,ii! Nnliousangehöiigc Ireiwilhg (wie die Westjinlen) mler gezwungen (wie gegenwirtig die Jinlen in < latiz'en) 111 renn « Kataster ein.;ereilst werden, ist hei ihn 11 nicht vorhanden, sie um a-sen alle Juden. Die Gemeinden halten St! uerireilicit, sind 1 re« heztiglieit Schuigrtin• düngen, Armenpflege, Spitalern usw,, kurz sie stellen fiu die Juden einen so koslbnreii Besitz au Autonomie dai. wie man ihn nicht besser wünschen konnte lind wie es in gleichem Au-niaß ftir die Juden bei «ler!cif issuni.sin il'׳j; cin/tnülircmlcn n־«t onalen A״t 11t״mie um sehr schwer erreichbar wäre, schon wc:c11 des Widei-t,iiulcs der jüdiseheii Assiniilanteii und der herrscliemleu Nationen. Deshalb verlangen du׳ Zionisten Au-gcstaltung «D1 Kullusgemeiiiden zu Voiksgemeind n, nicht aber ihre liesehri.'ikuug auf den Kultus, wie Oppenheiiner. Die Broschüre Ros.•nl'elds ist, iroi/dem sie nur di Seiten umiaßl, an Material so reichhaltig, «laß sie ein« ausgezeichnete Infor1uations1|ucllc «larstellt. Alter sie liiuterlällt doch ein Gefühl mich ״mehr", mau wünscht, daß der Autor, der die 'Ost jinlen frage so mcthmliscli zu behandeln versteht, «lies gründlicher besorge als es auf wenigen Blättern möglich i׳t. Es sind feiner einige Punkte in seiner Darstellung cuthaFen, die einer näheren Ausführung bedürfen. So deutet er, wie schon »t früheren Arbeiten, au, daß die Wirtschaltstendenzen m einer immer größeren Bedeutung des Jidischcn und zu einer K o n z c n t r a t i o 11 «ler Juden führen, etwas, «las ungemeitl bedeutungsvoll wir«', alter im Widerspruch mit allem stellt, was bisher als Tatsache gal!. Ebenso fehlen ein genaueres Eingehen auf die so wichtige fcrufsuimchichtung der Juden uml nähere Vorschläge ®ו ihrer wirtschaftlichen Organisation. Man vermißt Mich ein«!! *ns'ühr'xhen Flinw׳ *uf die Notwendigkeit mul Niil/lichkeit «les Palävlina/eiitniius. Wie mit be• kaimt, wird aller der nach Lektüre dieser Broschüre, wie der früheren Arbeiten des Autors, waehgentfetie Wim sch nach einem ausführlichen Werke aus seiner Leder in Kürze erfüllt werden. Man kann eine gruutllegende Arbeit erwarten. /11 dtesei stellt die vorliegciiil«׳ Broschüre nur eine Art Ouvertüre «Lar. Um sn mehr iוי ailen denen, welche nni den behandelten Mateniii noch Wenig vertraut sind, ihre Lektüre als eiste l itifuhruug in :dl die behandelten Prägen dringend zu empfehlen. ״Das Erwachen“ Es war siehe!• ein sehr glücklicher Gedanke unserer Froundi• in der Schweiz, dort eine Zeitschrift zu gründen, die bei der hohen Bedeutung, die eine zionistisch«,■ Presse beute im neutralen Ausland hat, dazu berufen sein dürfte, das einigende Band zwischen den Zionisten der ganzen Welt nt stärken und eine Tribüne zu werden, die sowohl von den Zionisten als mich von solchen, die sich erst über den Zionismus und seine Ziele orientieren wollen, begrüß! worden wird. Die vor kurzem hier angekiindigte Halbmonatsschrift ״Das Erwachen, Organ der jungjitdi selten B e wegti 11 g“") liegt in ihrem ersten Hefte 1vom 15. Mai vor. In «lein einleitenden Tenetettznrtikcl der Redaktion werden die großen jüdischen Ercignisse «ler Kriegszeit ztisainmenfassend behandelt. Es wird an ihrer Hand gezeigt, daß fast in allen Ländern tler Erde die Judenfrage durch die Entwicklung «ier letzten Jahre ein neues Aussehen erhielt, daß sich neue günstige Tendenzen, aber auch neue Gefahren zeigten. Der Aufsatz, der in seinem zweiten Teile die Aufgaben der ziouistisclieri WleltpoHtik be-^ *) ״Das Erwachen", eine Halbmonatsschrift, Zürich], lintheschergasse 13. Bezugspreis vom 15. Mai bis zum Schluß Bes Jahres Frcs. handelt, veitriti den Standpunkt, «lie zionistiselie Puiitik beruh(■ auf der Erkenntnis, daß die Verwirklichung «les Zionismus ebenso im Interesse des jüdischen Volkes wie in dem der europäischen Industriest;taten und «les Orients seihst liegt. ״Nur auf enter dauernden luteressengemeinschaft kann die zionistische Politik ihre Pläne aidbauen . . . Die Interessengemeinschaft Iic•• steht ui der dringenden Notwendigkeit der Europäisieruiig de> Orients. Diese Aufgabe können weder die Oriontalen noch die Europäer allein durchfuhren, i >1e Om׳n• talen körnten «lies deswegen nicht tim, weil sie mit «ler europäische״ Kultur nicht genügend vertrau!!and. Dazu macht «lie Mens« lieuanntit große Schwirl!;;keilen bei der I.osting dieses gewaltigen Problcuis. Die Europäer sind dieser Aufgabe deswegen nicht gewachsen, weil sie «lern (feiste des Orients gänzlich fremd sind. Dazu koinint noch, daß die europäischen Machte ihre arbeitsfähig«• Bevölkerung nach dem Kriege für sieh brauchen werden. Diese Europaisieruiig nicht gewaltsam, sondern friedlieh, an «las Bestehende unknupfend, kann nur ein orientalisches Volk vollziehen, das zugleich eine europäische Schulung hat. Das sind die Juden‘־. Und der Aufsatz ticlilWlt: ״Die Aufgabe der zionistischen Politik besteht itt der Verbreitung der richtigen Auffassung. In diesem!*unkte kann eine Verständigung der Völker rasch erziel( werden. Unsere Aufgabe wird erleichtert, wenn alle in Betracht kommenden Staaten die ßcdeutung unserer Bestrebungen erkennen werden. Nicht abwartend und verschweigend, sondern die zionistische Idee in der ganzen Welt popularisierend, das soll «Iic zionistische Politik. Je mehr Faktoren für uns sein werden, desto größer sind unsere Chancen, «lest«• schneller kommen wir zum Ziel. Wir wollen mit der ganzen Welt im Frieden leben. Wir wissen, daß «Iic gesamte Menschheit an der Verwirklichung des Zio• nismus ein Interesse hat und darauf beruht unsere Ueber- Zeugung, daß wir von allen zusammen und von jedem gesondert letzt und in der 7,י >mft unterstützt werden.“

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