Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXI (1916)
- Issue
- Heft 52 (29.12.1916)
- Date
- 1916-12-29
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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inus mvaciiscii. Auch tms Zionisten waren die V«r1_;.:in^e um uns eine ernste Lehre. Klar und deutlich ist die zentrale Steilung, welche die zukünftige jüilisclie Siedln!!); in Palästina im Aufbau des neuen Judentums eiuniinmt, in unser Bewußtsein getreten. Wir hibcit an uns selbst erfahren, wie nahe 1ms seelisch Palästina gerückt ist, wie es das Schicksal der jüdischen Siedlung in Paliistina war, das piis vom ersten Tage an unter allen jüdischen Praxen am tiefsten berührt hat, wie ein jeder von uns nur eines Austolies bedurfte, um in dieser Weltkrisis /ur Erhaltung des jüdischen liesit/Standes beizutragcii lind wie alle unsere Ziikimitslioifiiiiugi'11 verknüpft sind mit der Möglichkeit einer Vergrößerung unserer Arbeit in Palästina. Und wo wir versucht haben, fiir Palästina zu arbeiten, die wirtschaftliche oder die rechtliche Lage seiner Bevölkerung sicher zu stellen, haben wir gesellen, dall auch für das tiiehtjiidisclie Ohr das Wml Palästina seinen alten Klang nicht verloren hat. I lat die Liebe zu Palästina, wie sie in uns mit Grund der historischen Vergangenheit ,und unserer Zukitnftshoffnungc» lebendig ist, sich als fcstveraukert in tmseren Herzen erwiesen, so sind wir uns auch der zionistisollen Ik1׳l1-1i!u11g des ,Problems der jüdischen Diaspora von Monat zu «Monat stärker bewullf geworden. Wir dürfen uns eiugestelu'ii, dall wir erst allmählich die Bedeutung dieser Frage fiir den Zionismus erkennen. Diese Entwicklung hat einige Jahre vordem Krieg Ix׳- gomun. Unsere Aufmerksamkeit wurde aber zunächst auf die Zukunft der Diaspora in Deutschland selbst gelenkt. Die Er/ichungsfnige für unsere eigene Jugend, die Möglichkeit einer teilweisen Hch.aisicrtmg des dctitsehen Zionismus waren es, die schon den l.eip/.iget ndegierlcntag beherrschten. Diese Praxen werden auch diesmal unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Wir dürfen aber die (jenen«■׳artsarbeit nicht losgelöst von den liediirlnissen der jüdischen Gesamtheit einzig und allein gesehen vom Standpunkt des deutschen Judentums betrachten, wie ja eine wahrhaft zionislischv Betrachtung stets von der Judeiilicil als einem einheitlichen Körper ausgehen muH. Und so erweitert sich unsere Erziehungsarbeit zum Problem der jüdischen Diaspora überhaupt. Die heutigen Zeitläultc sind der Lösung der zionistischen Gegenwartsfrage nicht günstig.! Die Prägen de־s Tages drängen nach Entscheidung und j heischen augenblickliche Losung. Weder im Osten noch! 1111 Westen war aber die Jiuleuheit genügend vorbereitet, um eine solche Entscheidung /11 treffen. Und auch die 1 wenigen (inmdsätzr, die man als sicher ait/useheii sich '! gewöhnt hatte, erfordern unter den Erfaliriiiigcii der j letzten zwei Jahre eine nein׳ Prüfung. Es nnierliegt abet keinem /wcilel, dall die Präge der jüdischen Diaspora in Zukunft ganz besonders starke Berücksichtigung (inden muH, Ihre natioiialokoMomiselteii Giumilagcu miis-nu fistgestellt, ihre Beeinflussung durch das fortschreitende j Eindringen fremder Kiiltiiiemilüssc .studiert werden. Die heute vom Standpunkt des Tages und von allgemeinen politischen Gesichtspunkten erörterte■ (Mjiidciitrage wird sich dann wieder den Prinzipien emordnen, von denen wir Zionisten bei der Prülting indischer 1׳ ragen aus- «igelten gewöhnt sind. Unsere Arbeit fiir Palästina, unser Sehnen nach Palästina kann darunter niemals leiden. Denn die ,Ergebnisse dieser unserer zionistischen Gegenwartsarbeit werden immer nur eine Verstärkung unserer palästinensischen ifcstrebmigcn bedeuten, indem die jüdische Diaspora nationalisiert und auf das palästinensische Zentrum vorbereitet wird, so dall dann Pader Pösinig unserer Präge wetteifern. Hei solchen Erwartungen fiir die Zukunft ist es doppelt notwendig, imitier wieder feststellen zu müssen, dall die Ergebnisse unserer momentanen Arbeit nur in der Abwehr der Erschwerungen, welche der Krieg über die Judeiihcit gebracht hat, und darüber hinaus in Vorbereitungei) für die Zukunft bestellen können. Dies gilt für Palästina nicht weniger als für die Ostjinlenfrngc. Unsere Siedlung in Palästina ist auf das tiefste in Mitleidenscliaft gezogen. Ihre ökonomischen Grundlagen sind erschüttert. Nur mit grolier Anstrengung ist es gelungen, den Tniiseiiilci׳ von Juden in Palästina, die durch den Krieg jeder Krwerbsinöglichkeit beraubt oder von ihren Einiiahineipu'lk־!! abpcsdmitteii sind, Hilfe zu gewähren, so dall drohende Hungersnot ahgcwaiult werden konnte. Leider ist es nicht immer möglich gewesen, unsere Gesinnungsgenossen in Palästina gegen Vcrdächtigiingcn' zu schützen und das Millfalleu ihrer Umgehung ahzuwehren, aber der Hestand des Ganzen ist erhalten geblieben und damit hat die zionistische Bewegung sieh das wichtigste l'umlament liir ihre zukünftige Arbeit in Palästina bewahrt. Niemand von uns verkennt, welch schwere Wunden so die letzten Jahre unserer Arbeit geschlagen haben. Aber unsere optimistische Auffassung von der Zukunft darf sieh auf Momente stützen, die gerade deswegen unangreifbar sind, weil sie auf allgemeinen Gesetzen beruhen und unabhängig sind von den Tagesereignissen, Kein Zionist hat den (ilaulx'ii au den Zionismus verloren. Kein aktiver Zionist ist seiner Arbeit untreu geworden. Aber Pausende von Juden hallen Ungesehen, dall es em jüdisches Volk gibt, und dall ihre Zukunft dieselbe ist, wie die der ostjüdischen Massen. Ebensoviele empfinden neu die Verpflichtung, sich in den Dienst des jüdischen Volkes zu stellen und ihre Kräfte der zionistischen Arbeit zu widmen. Die Pimdanteiik׳, auf denen diese Arbeit in '1(1 jähriger Tiitägkeit aiifgehatit ist: unsere Siedlung in Palästina und Unsere Organisation, sind erhallen geblieben. Die öffeiitliehe Meinung Europas und Amerikas haben die Bedentung einer zioiiistisdien Lösung der Jtidenfrage intensiver zu erkennen begonnen und die Sviupnlhien der Welt für Palästina linhen von neuem deutlichen Ausdruck erfahren. Int Wetteifer mit den Zionisten anderer Länder hat der deutsche Zionismus seinen redliehen Anteil au diesen Ergebnissen genommen. Unser Painlesvvrband darf sieh * * *agen, dall er nach seinen Kräfteil und entsprechend den äußeren Schwierigkeiten das seinig'c dazu heigetragen hat, um dem Aktionskomitee die Dtn,ehfiihruug seiner schweren und verantworttuigsreichen Aufgaben zu ermöglichen. Wir wollen 1ms heute, wo wir naeli 1יי־• jähriger Pause wieder als der organisehe Körper des deutschen Zionismus znsunnnentreten, geloben, auch weiterhin unsere Pflicht zu erfüllen und dem (icbot der Stunde zu entsprechen, wie es die zionislische t iesanitorgaiiisati.m von uns erwarten darf. 1 k'ln'i die einzelnen Arbeiten unseres Laudesverhaudes sind sic unterrichtet. Der < icschäftsführcndc AussehnII hat sowohl die Ortsgruppen und Vi rtratieiisinanuer als auch unsere in 1 fVliie stellenden Mitglieder durch eine grolle Reihe von Rundschreiben und Leidposthriefen über alle Einzelheiten zu unterrichten gesticht. Wir lialieu dem Verlag jüdische Rundschau die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt, um die Jüdische Rundschau inhaltlich immer mehr uuszugestahen und weitesten Kreisen zugänglich zu machen. Die Rund■ schau gibt heute ein getimtes Bild des jüdischen Lebens in der ganzen Welt und ist zum ersten Pmpagamlnmittcl unserer Organisation geworden. Außer der jedem MitgcUem’feif Rundschau,‘’a'ulfcf* '«Ten‘ ein- ״BfS' jfwT1n101t.11• lieh erscheinenden Feldpostbriefen haben wir den /.ionistisehen Soldaten alljährlich auch zu Ghanukkah und zu [»cllach Sonderausgaben der Jüdischen Rundschau und andere Werke zionistischen Inhalts übersandt. In den Ortsgruppen wird das zionistische Leben nach Möglichkeit aufrecht erhalten. East sämtliche Ortsgruppen wurden im Laufe der Beriehts/cit Ixsucht und erhalten ausführliche Berichte über die Lage in Palästina und die Arbeit unserer Organisation. Unser Ifilfsvvcrk für Palästina hat uns die Möglich* keit gegeben, in den letzten zwei Jahren über 130 000 Mark für Palästina zur Verfügung zu stellen. Der Ihnen zugegangene Bericht unseres Vi’iteihmgskomitces zeigt Ihnen, wie notwendig die Fortsetzung dieser Aktion ist und wie zw eckmäßig die I lilfsgelder von unserem Ko* mitee in Jaffa verwendet werden. Auch unser Hilfskomitee hat dank der ihm zur Verfügung gestellten Mittel viel Gutes stiften körnten. Durch das Hilfskomitee Italien wir auch eine umfang* reiche Nachriclilen-Veriiiittlting eingerichtet und zur Versorguug der jüdischen Gefangenen mit jüdischer und hebräischer Literatur eine Zentralstelle fiir Bücher* bedarf geschaffen, die ihre Arbeit in den letzten Mo*!taten begonnen hat. Besondere Aufmerksamkeit haben wir nach wie vor der Jugendarbeit gewidmet. Wir sind allen Anträgen atil Forderung jüdisch-nationaler Jugendarbeit gern nachgekommen und haben, was in unseren Kräften stand, getan, um diesen so wichtigen Zweig unserer Tätigkeit auch während des Krieges fortsetzeii zu können. Eine besondere Erleichterung gewährt uns hierbei die tut* mittelbar vor Allsbruch des Krieges zustande gekommene Fusion der beiden jüdisch-nationalen Studenten-Verbände. Die Sammlungen für den Jüdischen Nationalfond, die bei Beginn des Krieges zunächst gestockt hatten, sind bald wieder auf die alte Höhe gestiegen und haben im Jahre P)l(>, ganz abgesehen von den okkupierten Provinzen, den Iktrag von mehr als lltllflltl Mark er* gehen. Auch unseren organisatorischen Plliehtcii gegen das Aktionskomitee sind wir nach Kräften iiaehgekomineii. I eitler war in beiden Jahren die Fiiisaiiimhmg der Schekel-Gelder infolge der Loslösung so vieler üesiniiungsgenossen von ihrer ()rtsgruppe sehr erschwert. Dagegen haben die Sammlungen für den Zentralfond und für den Misduuar erfreuliche Resultate erzielt. 1Ganz besonders dankbar sind wir unseren Gesinmingsgenossen fiir die Bereitwilligkeit, mit der sie ttn* screm Landesverband die Mittel zur Weitcrtühmng tutserer Tätigkeit zur Verfügung gestillt haben. Unser Etat ist während des Krieges zunächst herabgeg.'ingcti, bald .Iber wieder;Ulf die alte Höhe von 22 000 Mark gestiegen. Die Aufrechterhaltuiig des Zusammenhanges mit den eingeAtgenen t icsinmnigsgcnosscn, die Versmdüng der jüdischen Rundschau ins Feld, die Feldpostbriefe, die Aufrcchterhaltiutg des zionistischen Pcrsonal-Kalasters, die Information der Ortsgruppen, die erforderlichen Reisen, die Anfreehterlialtnng der Jugendarbeit und die Förderung einer Reihe allgemein jiidischer Aufgaben, die auch an uns heratitreten, erfordern die Unterhaltung eines grollen Bureaus und eines entsprechenden Beamtenstabes. Dank dem Kriegsbeitrag, den das Zentralkomitee im Jahre 1915 ausgeschrieben hat und der von etwa 1700 Zionisten bezahlt worden ist, haben wir unsere Arbeiten durchführen können 111h! noflcn, das Jahr I<)1(1 nur mit einem Defizit von eintgen tausend Mark absclilicOeu zu können. Wir werden Im Oedland Aus dem Zxklus: ״Heimat“ Von David Schimonowitz. Die beiden verlorenen Maulesel aulz.usuchcn diese Aufgabe wurde mir und Mosche Jossi übergeben. Die Maulesel hatte der Plantaginbesit/.er erst vorgestern gekauft und deshalb fürchte er, sic könnten hei der Rückkehr von der Weide nachts den riehtigen Hof verfehlen und sich verirren. Fs war sieben Uhr früh; alle Arbeiter waren schon in der Plantage und allen ihr Frühstück. Die meisten saßen auf den Matten, die am Weiher ausgebreitet lagen, und ihr Scholl diente ihnen ais• Tisch. Die Verwöhnten unter ihnen verwendeten kunstvoll die Holzkistchen, die zum Verpacken der ()rangen dienten, als Tische und verzehrten nun zufrieden ihr Brot und ihre Oliven Ein herzerquickendes Morgenlüftchen bewegte die glatten, glänzenden Blätter, ZAvischen denen in Fülle goldgrünc Orangen hingen. In den Kanälen, die vom Graben aus die Plantagen nach heilten Richtungen durchschnitten um in die jeden Baum umgebenden Löcher zu iniindcn rauschte das Wasser in jubelnder Geschäftigkeit. Icli und Mosche Jossi. die wir zu früh gekommen waren, legten 1ms nach genos-cner Mahlzeit im Schatten einer Bananenpahm• oder, wie der Baum in Lrez-Israel lieillt einer Eva-Feige nieder. Ringsum die runden Blumen' die wie Gurken Wachsen und in ihrer dunklen Röte seiden erscheinen. /wischen den langen, breiten Stenge In flogen summend (einflügelige Bienen umher. Mit Entzücken blickte ich durch die dichte Plantage, deren weitverzweigte Bäume alt und in schattiges I Hinkel gelagert sind. An einem solchen Tage durch das Oedland zu ziehen, war nicht gerade übermäßig׳ angenehm, doch Mosche Jossi zeigte nicht die geringste Unzufrivdenbeit. Mit Gleichmut zündete er seine Pfeife an und hörte auf die Neckereien, mit denen ihn die Arbeiter üherschüttcten. ״Mosche Jossi! - ruft ein Arbeiter, während er ißt - wenn du auf die Suche nach den Maultieren gehst, kehre dann nicht etwa beiläufig hei den Rechabitern ein, die Zeit drängt!“ ״Mosche Jossi! erhebt ein zweiter seine Stimme verwende dich bei den Rcchabitcrn dafür, daß sic mich zu ihrem Hauptmami ernennen! Fiir dich werden sie alles tun!“ ״Ile, ihr Bösewicliter, wozu die Dummheiten? -- wendet sich cm dritter ironisch an ste - Mosche jossi könnte ja im Zorn überhaupt nicht zu uns zumckkehreu, er könnte ja fiir immer bei den Rechnfiitcrn bleiben - tmd was soll dann ans tms werden?“ Alle lachen mul Mosche Jossi lacht auch mit und sein lalü'umchos, mit spärlichem schwarzem Bartwuchs bedecktes Gesicht wird dailurclt breiter. Mosche jossi ist etwa!7 Jahve alt, ilink, geschickt und beweglich, doch soll er nach der allgemeinen Ansicht nicht ganz bet Verstand sein, l ast ganz Lrez-Israel hat er zu Fuß durchmesseit tmd nrahisch spricht er wie ein Araber. Deshalb hat man beschlossen, er müsse das Verlorene suchen gehn, er und kein anderer. Ich wurde von dem Plaut,igcnbcsitzer ihm zur Begleitung mitgegeben. Der Grund lag auf der Hand: Ich war noch ein Neuling nml meine Versäumnis war nicht so fühlbar wie die eines erprobten Arbeiters. O, unser Plantagenhisitzer! Er will mich Lebensart lehren . . . Nun, meinetwegen . /um Teufel mit ihm und seineu Rechnungen! Die grolle Glocke der Kolonie Läutet mit Macht, die Arbeiter erheben s;ch uu'd gehen all ihre Arbeit. Ich und Mosche Jo>si stehen aut, hinden uns eilt weißes Tuch um den Kopf, das wir mit einem schwärzen Bande Zusammenhalten. Unsere Schulte ziehen wir aus und weilen sie über den Rücken, nehmen unseren Stab aus Maitililltolz zur Hand und machen 1ms auf den Weg. Ein schmaler schattiger Weg führt zwischen zwei Plantagen; von Zeit zu Zeit treffen wir eilende Arbeiter, die sich verspätet haben. Die Schöpfmaschinen knarren, die Esel brüllen, die ganze Luft, ist erfüllt mit den Stimmen des Lebens und der Arbeit. Allmählich wird der Weg breiter und vor unseren Augen debilen sich weite Weinberge aus. Die Glut der Sonne nimmt zu und jetzt erst spüren wir so recht die Hitze des Tages. Der Weg steigt an tmd nach einer knappen Stunde selten wir die Kolonie in ihrer gesamten Ausdehnung Vor uns, ganz in Grün getaucht. Unsere bloßen Füße verbrennen über dem harten Lehmboden und schürfen sich ab au Steinen, die von der Sonne durchgl&ht sind. Zu beiden Seiten erhebt sielt jetzt, wie eine goldene Wand, stehemies Getreide. IHe Luft ist hur ganz besondere lu ill und ein erstickender Geruch entströmt dem Feld. Große Störche spazeicn über das Getreide und stecken ihren Schnabel einst zwischen die einzelnen Halme, wahrend ihr Körper auf ihren laugen Keinen hin und I 'H’r schwankt. Mosche Jossi fällt es plötzliclt ein, daß es gefährlich ist, barfuß übers Feld zu gehen: mau könne von einer Schlange gebissen werden; und wir beeilen uns, wieder auf den grollen Weg zu kommen. Mosche Jossi bleibt einen Augenblick stehen, als überlege er etwas, dann winkt er mir, icli solle rechts gehen der Teufel werde schon die Maultiere nicht holen und dort, rechtsab vom Wege, gebe cs einen Feigcngartcn, der einem Effendi aus dem nahen IHtrf gehöre. Die Feigen seien zwar itoi'h nicht ausgtreift, aber die Saburhccke trage Herrliehe Fruchte, berühmt in der ganzen Umgebung; es sei daher mir angebracht, zuerst an ihnen unseren Durst zu stillen. Wir nahem uns dem Garten und schlagen die Früchte mit unseren Stocken ab. Dann wälzen uär sie im Sand, um sie ihrer Dornen zu ent- 1 ledigen, öffnen die Schalen und verschlingen in einem Schluck den ganzen roten, glatten Inhalt. Mosche Jossi findet diese S|K׳ise licr/crquickcml; uml so sitzt er gemütlich im Schatten der Feigenbäume, deren Acste über die Heeke hiiiausreichen und verschlingt ergnügt diese süßen 1־ rächte eine nach der anderen. Ich beging die Dummheit, zu bemerken, wir würden nie die Maultiere finden, wenn wir noch lange so sitzen