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Jüdische Rundschau · 1916-12-22 · Heft 51 (22.12.1916) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXI (1916)
Issue
Heft 51 (22.12.1916)
Date
1916-12-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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sicn in Kapitalistische umwand ein können. Erst hiernach wird auch das jüdische Privatkapital hir großzügige Wirtsclwiftsiinternehmiingen zur Vcrfügütig stehen. ״Pidjan haben“ (Zur Frage der natioiialjüdischcn Erziehung) Von Cheskel Zwi Klötzel, im Felde ״Zum Pruhlem der jüdischen Erziehung“ hat Sieg- )ried Bernfcld, ein Schüler Gustav Wvnekens und ehemaliges Mitglied der ״Freien Schulgemeinde“, im Junilieft des ״Juden“ eine (iedaukenreihe entwickelt, die bei jedem, der jüdische Erziehung wirklich als ein Problein empfindet, und solche gibt es auch aiilierhalb des zionistischen Kreises, Beachtung finden sollte. Nicht etwa, weil hier ein Letztes über diese Frage gesagt worden wäre und Weg wie Ziel uuverrückbar fcststandcn. Im Gegenteil: es reizt au den Bt rufeldscheii Ausführungen sehr viel zu Ik'deiiken und manches zu offenem Widerspruch. Aber das nimmt ihnen nichts von ihrem eigentümlichen Wert, der darin bestellt, dall hier einmal das Problem der jüdischen Erziehung daigcstcllt wird, wie es sich den Augen unserer heranwaehsemlen Jugend selbst zeigt. Und dir hier in ihrem Namen spricht, hat sielt, sofern ich nicht falsch berichtet bin, zum jüdischen Kern seines Seelenlebens schwerer und später dttrcitgcntn• gen, als zur Erkenntnis der Gesetzmäßigkeit jugeudliehen Daseins überhaupt, (icrade weil Hemfeld so tief m jener Bewegung gestanden hat, aus der heraus der de 11 Ist heil Jugen.d eine Renaissance ihres <icdankens zu erwachsen scheint, sind uns seine Bekennt• nisse und Erkenntnisse gegenüber der j ü d i s c h e n Erziclmiigsfragc besonders wertvoll. I >1c Behauptung, dall in Bernfcld ein Denkender spricht, der einen eigenen Weg mit der Sicherheit eines Bahnbrechers gellt, möge niemand ohne Nachprüfung hiiinchmen; der Aufsatz im ״Juden“, zu dem das hier Folgende nur in lockerer Beziehung stellen wird, bietet Gelegenheit dazu. Was sich als Grundgedanke durch den Aufsatz hmziehl, ist die Notwendigkeit der Auslosung der jüdisrhen Jugend aus dem übermächtigen unjüdischen oder gar ,nitijüdischen Milieu. Nach Bern leid ist das Problem der jüdischen Erziehung in Westeuropa, soweit es sich durch die Gesamtheit des westeuropaischen Judentums lösen lallt, im wesentlichen eine Frage, die sieh an unsere organisatorischen Kräfte wendet. Damit ist gleichzeitig gesagt, was Berit• feld außerdem in>111־ wirkungsvoll betont: daß jüdische Natiiiiialerz.iehuiig nur da wirklich möglich ist, wo alle Bindungen des Lehens aus der jüdischen Gemeinschalt heraus« aehsen im neiijiidisehon Palästina. Außerhalb des jüdischen Zentrums läßt sich immer nur eine je nach den äußeren Verhältnissen graduell jüdisch oriculierte Erziehung ermöglichen. Der Grad der ״jüdischkeit“ unserer Erziehung hängt also 1111 wesentlichen ab von dem Gelingen, da- Lehen der jüdischen Jugend unabhängig zu machen von den äußeren Verhältnissen die sie in eine nicht jüdische Atmosphäre zwingen Das ist der andere ״Pidjan haben“ die Auslösung der jüdisehen Jugeud aus der r ieht jüdischen Bindung in Schule und Beruf. l ür diese jüdische ״Jiigemleiiiauziputkm" fordert Beritfeld von der jüdischen Gesamtheit zweierlei die materielle Hille zum Aufhau einer großzügigen Jugend- Organisation und danach für die jüdische Jugend die Freiheit, von diesen äußeren Mitteln selbständig Gebrauch zu machen und ohne zwingende Beeinflussung seitens der Erwachsenen sich in ihr eigenes indisches Lehen hineitieHtwickelu zu dürfen. Eine jüdische J 11• g e 11 d g e tu e i n s c h a I t, ,,als Insel der (hier jüdischen) Werte im Meere der Zwecksct/crei“ bildet ihm das Ideal des unter iiitsern Verhältnissen Erreichbaren. In ihr vermöchte sie ganz, dem Unbedingten geweiht zu leben, indem sie es wirklich machte. Bernfeld, der als Angehöriger einer nichtjüdischen ״Jugendgcmcinsdiaft“ für die jüdische Jugend schmerzlich ״das Pathologische ihrer ungegliederten Einfügung in die deutsche" erlebt hat, übernimmt die Lebensform, die sich seiner Erkenntnis nach aus der Gesetzmäßigkeit des Lehens aller Jugendlichen ergib!, um sie, mit jüdischem Inhalt durchtränkt, zur Organisationsform des jüdischen Erzieltungs- Wesens in Westeuropa zu machen. Was vielen von uns das richtige Verständnis für Bentfelds Gedanken vorentballen wird, ist der Umstand, daß er zu der Erzieliungsfrage selbst nithl aus einem Bedürfnis des Juden in ihm gelangt ist, Mindern, daß es zunächst der ״Jugendliche" (um meid zu sagen: der Schüler) Bernfeld war, der kritisch tut das allgemeine ErzielHingssv-tcm und speziell an das Wesen der ״höheren Schule“ herantral. Bentfelds Stellung /um Erziehimgsweseii au sieh ist aber die einer heute noch sehr kleinen und vor allen Dingen vom offiziellen Schul- System heftig bekämpften Gruppe, für die der Nmne Wvnekeii Programm ist. Man darf nun leider nicht vormissct/en, daß Wynekeus Schriften, trotz des Aufsehens, das sie erregten, der Mehrzahl der Leser bekannt sind. Damm muß darauf verzichte! werden, näher auf den Gedanken der ״Jugendgemcinscluift" einzugehen und es sei hier nur kurz hingewiesen aul die bedeutungsvollen Gründe, die Bernfeld dafür anführt, daß dieselben Umstände, die im allgemeinen Erzielmiigswescu ein geistiges Aiifsichselbststcllen der Jugend als Gefahr erblicken lassen, die jüdische Gemeinschaft wünschen lassen müßten, eben diese Form der Sclbster/.ielning als Funda ment eines zukünftigen nationaijiülischcii Er/ichuugs- Wesens anerkannt zu sehen. danken der ״Auslösung der jüdischen Ju* g e n d“ befassen. Vor allem mache mail sich klar, daß es sieh liier tim einen Gedanken handelt, dessen Vcrvvirklieliuiig sich nach jeder Seite hin außerordentliche Schwierigkeiten entgegcnsK'llen, Schwierigkeiten praktischer wie ideeller Natur. Man beachte, daß hier zu einer positiven jüdischen Forderung erhoben wird, was bisher bei der großen Masse des westeuropäischen Judentums lediglich als ein völlig unberechtigtes Ansinnen antisemitischer Feindseligkeit angesehen wurde. Denn dieser großen Masse, die sielt heute unter den Begriffen ״jüdische Jugend“ mul ,,jüdische Erziehung“ noch nichts /11 denken vermag, liegt naturgemäß das Verständnis für das Positive der Forderung viel ferner als das Erschrecken über das Ver/.iehUeistcu, das sie enthält. Für sie, die in der gegenwärtigen Lage des Judentums nichts sonderlich Anormales sieht, bedeutet das Aufgebot! der deutschen Erzielumgsgemeiiischaft eine nicht zu rechtfertigende Blöße gegenither judenfeindlichen Unterstellungen. Sobald man sich auf Seiten des Natioiialjudentums daran machen wird, die Frage der jü• disehen Erziehung als eine unserer Hauptmul l.cbcnsfragen auf/urollen und die Aussprache darüber zu er• zwingen, wie es die Diskussion über mancherlei Dinge schon erzwungen hat, über die ninn früher ein ״vornehmes“ Schweigen beobachtete ist ihm der Vor• wurf des ״jüdischen Antisemitismus“ sicher. Darüber hinaus aber der Kampf gegen alle ideellen und siibstantielleu Waffen, die dem Nur-Staatsbürgcrtuui mosaischer Konfession zur Verteidigung seiner politisch-wirtschaftliehen Position zu Gebote stehen. Es wäre töricht und bis zu (׳mein gewissen (irade auch unehrlich, uns zu vcrhehlen, daß ein Kampf um die jüdische Erziehung mit innere! Notwendigkeit aiisgcfoehten werden wird. Es ist lediglich eine Frage der /.eit, wann er kommt! Dann aher liegt eine Schwierigkeit wie mir scheint, die erheblichste darin, daß wir seihst der Aufgäbe dieses ״Pidjati haben“ ziemlich ratlos gegenüberstehen. Wie sollen wir, deren Leben in jeder Minute äußerlich vollkommen und innerlich zu gutem Teil mit dem Dasein unserer Umgehung verflochten ist, die wir doch tatsächlich mit jenen der gleichen ״l.ebonsgeniciti• schalt“ angeboren, unsere Kinder aus diesen Zusammenhängen In ratislösen? Imuicr wieder hat iiiati den Vorschlag gemacht, die Kinder zionistischer Eltern zur Erziehung nach Palästina zu schicken. Ich verkenne keineu Augenblick die Größe dieses Gedankens. Aller eben weil er so groß ist, kann er nur in Wenigen fruchtbar sein. Das Opfer, das seine Ausführung Von den Eltern verlangt, wendet sich an eine geradezu heroische Aufopferuttgsialugkeit. Und da wir doch wohl nicht aunehmen können, daß dns lleroenfuui in nnsern Peilten wesentlich zahlreicher vertreten sei, als außerhalb derselben, so i<t diese Forderung nur eine l.ösimg im einzelne. Fiir die allerdings eine ideale. Für das Problem als solches aber, bleiben diese Ausnahmen belanglos, ja, man möchte sich fragen, was uns denn zu tun übrig bleibt, wenn die Eltern mit der tiefsteil und reinsten Bejahung ihres Judentums glauben da raut verzichten zu müssen, Zeugen des Heranwachsens ihrer Kinder zu sein, um Volljtulcn ans *ihnen zu gestaltcii durch I re/ Israel? Es heißt doch, bei aller Anerkennung des Streitens 11,׳ich dem Unbedingten, mit den gegebenen Verhältnissen zu rechnen. Menschen, die m Palästina Volljudentuiu erlangt halten, werden letzten Endes mir in Palästina Volljmlen bleiben können. Obgleich auch Bernfcld nicht verkennt, daß heute auch in Palästina nicht alle l.i'bi'iisbiiiihiiigen reinjüdischer Natur sind besonders bei den wirtschaftlichen. Aber für uns westeuropäische Juden liegt die Sache doch so, daß wir auf Generationen hinaus damit rechnen inusNi'ii, unser Lehen in Einklang bringen zu müssen mit dem europäischen. Es wäre eine unverzeihliche Selbsttäusehtiug, der sielt nur ganz kritiklose Schwärmer hingeben können, wollte inan sielt der Aufgabe entziehen, mit allem Ernst tinil init aller Sorgfalt an den Aufbau eines neuen, national orientierten jüdischen Lebens bei uns zu gehen weil es ״der Zeit nicht verlohne!“ Wohl nichts tut dem westeuropäischen Judentum mehr not, als die klare Erkenntnis dessen, daß grade ilun - besofiikTs dem deutschen und österreichischen Teil - eine Aufgabe gegeben ist, die es nur lösen kann, wenn es sieb von Grund aus neu orientiert und organisiert. Und der westeuropäische Zionismus möge sich dessen bewußt sein, daß er nicht nur (Pflichten in Erez Israel zu erfüllen, sondern durchaus gleichwertige Aufgaben mt < inlutli zu lösen hat. Nachdrücklicher als je muß der Gedankt• betont werden, daß der Zionismus trotz scuitc Ofgatusationsfoim itls Partei doch immer noch ״das jüdische Volk unterwegs“ sein will und sein muß I >as aber ht ißl, dall er Schritt hallen 111 u ß mii der Entwicklung des ucnijüdischcn Gellankens, l>er I ührci darf seiner Gefolgschaft nicht weglaufett! Denn es bedarf doch gar keiner Frage; heute stehen wir vor der großen, entscheidenden Belastungsprobe oh es dem Zionismus gelingen wird, sieh innerhalb der nächsten oder zwei!nächsten Generation in seinen Hauptgedanken so stark (liiieh/iisct/eii, daß man dann sagen darf: das westeuropäische Judentum ist national geworden! ' Unter diesem (iesichtspunkte muß auch die Frage der jüdischen I r/ivhung betrncblel werden. Es handelt sieh nicht darum, uns Kindern zionistischer Eltern paläsiiii,(reife Juden z.n machen, das ist ein nur- ׳zionistisches Problem. Fs luuulelt sich vielmehr darum, der g e s a ui 1111 ׳ jüdischen Jugend - inklusive der zionistischen, dasjenige Maß von jüdischen Wer• teil durch die Organisation ihrer Erziehung zu geben, das überhaupt unter den allgemeinen Verhältnissen mög» lieh ist. Es gilt, zu erreichen, daß die jüdische Jugend tenbart, ihirctt nas Y.ctimm mres juuiscnen weseuskernes hindurch erkennt, daß sie sich ihrer jüdischen Eigenart bewußt wird und bewußt bleibt. Wir können wohl kaum viele von den Bindungen der niehtjüdiseben Umgehung auflveben, denn wir können und wollen ja nicht auf di*• europäische und cin/elvolkhclu׳ Lebensgemeinschaft ver• /lebten. Aber wir können doch wohl die jüdischen Bindungen so stark machen, können gleichsam das!ü. discln׳ Leben so stark heraiiskon/cutrivrcn, daß sie al» die primären 1uul «ertlich übergeordneten erscheinen. Das erfordert wie eben schon angedeutet — eine Konzentration des jüdischen Daseins. An Stelle des jüdischen Ncbc 11 cinandcrlcbens muß ein M i t eiiianderlcbeii treten. Da bei werden die äußeren Formen dieses Lebens keine andern seilt können als die der Umgebung. So wenig, wie wir daran denken können, eine jüdische Nationaltracht zu tragen, können wir uns vornehmen, ein jüdisches• Er/iclmngsvverk zu schaffen, dns in seinen Formen von dem Erzieltungswescn, wi* es heute in Europa bestellt, wesentlich abwcicht. Hier gilt es, Bernfdd zu widersprechen. Bernfcld der Erzieiningsreforntcr, lehnt die heutige Schule ah und fordert an ihrer Stelle die ״freie Jugemlgemcinschaft", Er leimt deshalb auch den Gedanken der jüdischen Schule ab Er will auf die Beeinflussung des Kinde* verzichten, weil es in seiner Erziehung gänzlich u!f die Schule angewiesen ist, und umso stärker die Jugendliehen ergreifen, welche die Möglichkeiten besitzen, in der selbstgevvähltcn Gemeinschaft ein seelisches Gegen• gewicht gegen den Einfluß des offiziellen Bildungstn• stitutes ai erlangen. Es ist hier sehr schwer, mit Bernfcld vor Nichtciiigeweihtcn zu diskutieren. Trotzdem wird Folgendes vielleicht allgemein verständlich sein. Es ist 11t. E. gar nicht Sache des Judentums, «1 entscheiden, ob die | Schule von heute die Mangel aufweist, die Hemfeld ihr vorwirft oder nicht. Pädagogische Streitfragen so ן allgemeinen Charakters werden gelöst von der Gesamtj heit aller lehrenden und erziehenden Kräfte, und da* ן unter dem Einfluß einer unerläßlichen Entwicklungszeit, I Wir brauchen Hemfeld die Richtigkeit seiner erziehen- | selten Ansichten gar nicht zu bestreiten, Schreiber \ dieses z. B. teilt sie in sehr wesentlichen Punkten, - | und konpen trotzdem es ablchiicn, das mm׳ jüdische Er/iclniugsvverk in Widerspiuch zu set/en zu Gewalten, von denen letzten Eudes seine Existenz, doch abhingt. Da, um ganz deutlich zu sein •־ das jüdische Erziehuiigsvvesen in Deutschland durchaus abhängig ist von der deutschen Schulbehörde, muß es von allen andern Erwägungen abgesehen, um überhaupt c\istieren zu können, sich deren allgemeinen Forderungen fügen. Das weiß Bernfcld genau und grade deshalb uilt er auf die jüdische Schule überhaupt verzichten. Solcher Verzicht erscheint uns aber als das Gefährlichste, «ui sieh im Hinblick auf die zukunftige jüdische Erziehung denken läßt. Es ist kaum zu verstehen Bernfcld weiß, daß alle jüdischen Kinder, soweit sich die Zukunft überblicken läßt, die heute bestehende staatlich organisierte Schule besuchen müssen, Das ist m seinen Augen ein Uehel, und darüber soll hier!a iiielu gestritten werden. Aber unterliegt es denn auch nur dem allergeringsten Zweifel, daß dies Uehel, wenn cs schon eins sein soll! sofort für uns erhAlidi kleiner wird, sobald es jüdischen Charakter aiminunt? Die jüdische Schule mag tausend Fehler haben, die ihrer allgemeinen ״Zweck• sef/ung“ entspringen mul dant tausend Mängel, die sie 111 ihrer heutigen form als jüdische Schule unannehmbar machen. Aber vom jüdischen Gesichts• punkt aus ist es unerläßliclc, daß jüdische Kinder di» jüdische Schule, sei sic, wie sie sei! besuchen. Darüber kann doch wohl kein Zweifel bestehen hei (lenen, die von der ,,Auslösung der Jugend“ aus den nichtjüdischen Bindungen reden. Bernfcld hat so tief• fend davon gesprochen, daß der jüdische Jugendliche, der in die nichtjüdischc Jugendgeincinschaft eintritt, bald ״das Pathologische" seiner Einfügung erkennt. Glaubt er, daß es weniger ״pathologisch“ ist, jüdische Kinder sechs bis zehn Schuljahre dein nicHtjfidisdten Schulmllieti ausAiliefern in der Hoffnung, sie würden als Iler* aiiwaclisetule trotzdem den Weg nun Judentum finden, — durch die jüdische JugendgemeinschaftV Es ist ganz klar und sollte nie verschleiert werden: an der Er/iehungsfrage scheiden sich die Geister wie an keinem arideren Problem. Instinktiv erkennt jeder, daß es sich hier nur um das ״Entweder Oder" liandclt, um Kein oder Nichtsein des Judentums, was auch initiier man darunter verstehen möge. Man sollt* doch etwas mehr auf du׳ ,Entwicklung in der jüdischen l ehret weif achten. Do handelt es sich /. B um dH Entscheidung: .SlinultansclHile oder Konfessionsschule? Ik׳r deutsche Pädagoge int jüdischen Lehrer cntschctdcl sich wohl in den allermeisten Fällen für die Sinmltnnsclsnle. Aber er kann unmöglich verwirklicht sehen wollen, was seine pädagogische Erkenntnis als Ziel ilun weist, denn ׳ er nimmt damit der jüdischen Schule das Ikisehi, der jüdischen Schule, die er als jüdisch** Er/k-ltcr ebenso stark wollen muß, wie •A moderner Lehrer die Sitmiltanschule. Das ist ein Wider־ spruch, der auf den meisten jüdischen Leltrorseclett schwer lastet, weil cs ilnien unmöglich ist, ilitt zu lösen. Obwohl ja eigentlich die Lösung, unserer Auffassung gemäß, auf der Hand liegt. Wäre die jüdische Schul* wirklich nur ״Konfessionsschule", als die sic beispiclsweise das preußisch» Schulgesetz, betrachtet, ״־ so bestände gar kein. Zweifel darüber, daß die bessere pädagogische Erkenntnis ihr gegenüber im Hecht wir«, wenn sie bei Konstituierung der Simultanschule auf ihrem Verschwinden bestände Aber die jüdische Sdtul*

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