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Jüdische Rundschau · 1916-12-01 · Heft 48 (1.12.1916) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXI (1916)
Issue
Heft 48 (1.12.1916)
Date
1916-12-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 396 JUEDISCHE RUNDSCHAU Lebensverhültnisse ein/uarbciten, oder aus ihren erwachsenen Söhnen, werden sich vermutlich die Ansiedler rekrutieren. Das wird ein glänzendes Ansiedlermatcrial bilden, das allen Sehwierigkeiten gewachsen sein wird. Wenn nun mit diesem und ähnlichem Mensclieiunaterial die erste Hundertschaft angesicdelt sein wird, dann wird cs ein Werk werden von weithin sichtbarer, geradezu symlxdischcr Hedentung: das jüdische Volk aut dem Wege zur Wiederaufriclituug, der starke Ansatz zum Wiederaufbau der eingedrückten und halbvcrwüstctcn jüdisdicn Seele. Vcrq 11 icku ngsf all igkeit? Von Dr. L. Weinberg. Die ,,Jüdische Rundschau‘' beschädigte sich \or einigen Wochen mit einer Arbeit von Dr. Sigbert I e 11 e 111 w a u g e r, die unter dem Titel ״Die Judenfrage als wissenschaftliches und politisches Problem‘1 zuerst in der ״Zcitsclirilt für Politik“ erschienen ist »md, wie sic sagt, berechtigtes Aufsehen erregte. Die ״Jüdische Rundschau“ hat in fast liebevoller Weise den Extrakt dieser Soli ritt in Thesen /usammeiigefallt‘), die m klarer knappci Form den Gedankengelialt der f'ciiehtwaiigi'rsehcli Arbeit vor Augen füllreu, und bemerkt dazu, daII die darin zum Ausdruck kommenden (icdniikcii zum Teil ganz neu. zum Teil in dieser Scharfe und Konsequenz mich nicht üirmuliert seien, Dr, Femhtwaiiger will eine Losung de! wissen* schädlichen Jmlciifragc um eines aiilierordciitlieli nraktischen Zieles willen, um die politische Judenfrage lösen, tun der jüdischen und nichtjüdischcii Welt eine neue Richtschnur ihres Verhaltens gehen zu können. Fcuchtwangcr hat die Welt vergeblich nach der reinen Art ahgesmht und stellt fest: es gibt heute weder etwas rein Jüdisches noch rein Nicht jüdisches: das Judentum ist \cn|11ickt mit den Wesenheiten der Welt, so wie die Welt in einem gewissen guten Sinn uijiidct ist. Diese Verquickung, so meint er, habe sich als unlö-bar erwiesen. Man solle sie achten als eine unwandelbare < ivschichtstatsache mul solle sic zur Grundlagr einer neuen jüdischen (ieschichtssfhrcibiiiig und Wcseusc rl'orscliimg machen. Dann werde man finden, rlah das Judentum nur in diesem Zustande seiner Verquickung mit iiitlujüdisehen Kulturen bis in die Gegenwart hinein fruclitbar gewesen sei, während es im Zustande seiner Isoliertheit, im tihctto, zur Entwickhmgslosigkrit verurteilt gewesen sei. Man werde dann als treibenden seelischen Faktor alles jüdischen Leln-us und Blühens die V e 1׳ q u i e k 1111 g s f ,111 i g k e i t der Juden erkennen und nadi dieser Erkenntnis zu einer für alle Teile wenn auch nicht seelisch so doch praktisch befriedigenden unendlich vereinfachten Lösung der soviel Kopfzerbrechen 111 der Welt verursachenden Judenfrage gelangen. Ik׳r Jude werde im l.iehte dieser Erkenntnis nicht mehr zu trennen begehren, was seiner Wesenslvestiinrining genuilä ziisammengefügt sei: der Nicbtjude werde durch das Mittel der Erkenntnis zur Liehe lunl Achtung des jüdischen Einschlags seiner Kultur sich durchringen, die weiter nichts als eine Art Selbstliebe und Selbstachtung sei. Die ,,Jüdische Rundschau“ will in diesen Oedoiikcngäiigcn merkwürdigerweise nicht die bekannten •- meinetwegen neu fundierten - kleenwege assimilatorischer Betrachtungsweise unseres Volksproblcms erkennen, macht eine achtungsvolle Vcrbcugung vor den der wissenschaftlichen Erforschung der Judenfrage neu gewiesenen Wegen, lehnt aber im übrigen die Resultate der Fctichtwangersclicn Un. tcrsuchmigen ab. Sie wehrt sich entschieden gegen die neue Lehre, die ui der Verquickimgsfiihigkcit das dominierende Wesen «les jüdischen Geistes sehen will. Sie macht «lein Verfasser den Vorwurf, diesen durchaus unbewiesenen Satz., der möglicherweise sich als das Resultat der neu zu begründenden wissenscli.aftliclieu Disziplin ergehe, gewissermnflen a’s axio* malische Wahrheit vorweggenommen m haben; und rechnet ihm als logischen Fehler an, eine hervor* stechende Funktion des jüdischen Wesens, eine in die Augen springende formale Elg 0 111 ii m I i C11 k e j t des jüdischen Geistes zum Weseu selbst erhoben zu haben. So sehr ich mit dein Versuche der ,,Rundschau“ einverstanden bin, der neuen verderblichen Lehre zu Reihe /11 gehen, und so sehr 1(11 sympathisiere mit den treffenden Worten des Srh'ußnbsatzcs die gegenüber dem eigentümlichen Wunsch nach I larmonisicrting des Eigenen mit dem AndcrsgcartetiA! den bewußten Willcnsakt der eindeutigen Entscheidung für das Eigene betonen sehe ich doch nicht alle Nebel geschwunden, dir sieh drückend auf meine Stimmung legen, Die moderne Judenfrage ist ein Volkskrankheitsnroblem Die Krankheit hat den jüdisdicn Volkskörner in Siechtum verfallen lassen und die Umwelt fühlt sich in Mitleidenschaft gezogen. Man will heilen, sucht den Herd der Krankheit festzustellen und bedar! dazu natürlich einer exakten Diagnose. Es ist cinleuebteml, »lall m m sie aus der Oaluthgeschicbte des jüdischen Volkes ableiten muß: und es ist denkbar, daß die von Feuditwanger vorgcsch'agcne Methode der Geschieht ssohrellHjng den Weg zur Er- ’) Vergl, Jüdische Rundschau Nr, 16, ״Erkenntnistheorie der Judenfrage". I 1 kenn Eli» ••luiet. Bei seiner Untersuchung bildet mm ח יי;ci ein Doppeltes: 1. Die Judenfrage habe n.,cn (irimd in der Vcrquickimgsläliigkeit der Juden und 2, diese Verquivkiuigstühigkeii sei dem jüdischen Wesen eigentümlich; sic sei recht eigentlich das judisehe Wesen selbes, da mir u! der Auswirkung dieser Fälligkeit das Judentum Kultmfaktor sei. Daraus würde sicli die Merkwürdigkeit ergehen, daß die Juden frage überhaupt keine Frage Pt, Was man bisher darunter verstanden hat, ist das Produkt einer gesunden Entwicklung. Denn was kann gcsiinder sein, als seinem innersten Wesen entsprechend zu werden und zu wachsen. F'curhtwaiigcr /teilt ans dieser Entdeckung die richtige Konsequenz, Er macht den Versuch, den Kranken und seine Umgebung davon zu überzeugen,!laß die Krankheit nur in der Einbildung bestelle, ja daß der eingebildete Kranke niemals gesunder gewesen sei als jetzt. Leider sind die Schmcr/en durch diese Art der Mehniiillimg nicht geringer geworden. Aber damit ist der I all nicht abgetan. Mau muß sich mit der Veiquivkungslahigkvit beschäftigen, die der Ehre teilhaftig werden soll, das jüdische Wesen aus/umaihen. Will mau das Wesen,, die geschichtliche Eigenart des jüdischen Volkes erforschen, so scheint es mir geratener zu sein, zur Untersuchung nicht die auch noch so schön zureehtgemnehte — Gallithgeschuhte, sondern eine Geschichtsepoche des jiidischeu Volkes zu wühlen, in der das Volk noch ein gesunder < )rganismus war und, noch nicht in alle Winde \er*trc111, aut eigenem Boden lebte. Mir scheint, daß in solchem normalen Zustande das Volkswesen, der Votksgeist klarer, reiner und strahlender sieh offenbar( als in der Abnormität des Galuthzn• Standes. Zum mindesten hätte das auf so abgelegcneu Pfaden gefundene Resultat nicht so kritiklos liingenomiucii werden dürfen, Mail hätte untrrsudien müssen, oh der Jude in dem Zustand seines normalen Voiksdasciiw, also in einer Zeit der Exk'ti• sivität, wo ähnlich wie im Ghetto die Fälligkeit zur Verquickung nicht zur Geltung kommen konnte, wirklich unfruchtbar, entwickliingslos geblieben ist, wie das F'ciichtw auger behauptet. Diese Uebvrlegtmg hätte bedenklich stimmen müssen. Was das Wesen eines Volkes ist, worin seine Eigenart bestellt, ist ein tief geheimnisvolles nicht gerade au der Oberfläche liegendes Etwas. Man weiß, (laß dieser Schatz nicht so leicht zu heben ist; aber er ist da tief verborgen; man sucht nach ihm aus innerstem Bedürfnis und man Ist beglückt, wenn Manuel wie Martin Huber ihn uns zwar nicht in unvcrhiilltcr 's.miicnklailieit offenbaren, aber doch seineu («lau/ und seinen Schimmer ahnen lassen. Wir wollen uns auch weiterhin damit begniigen, das geheimnisvolle Wehen des Volksgcistes zu fühlen und seines Reichtums!ms zu freuen. Aber eines wissen wir. Das Triebhafte, Animalische in uns hat mit unserer Volkswcsensart nichts zu tun. Der Trieb zum leben, zur Erhaltung mul zur Fortpflanzung des Lebens ist in keinem Sinne Eigenart. In jedem Geschöpf, in jeder Pflanze ist dieser Trieb lebendig mul schallt Kräfte und I al1i;׳kcitc11׳ in der Fülle und in der Intensität, wie sie erforderlich sind, um dem Individuum für sein vegetatives und animalisches Bcdürfen zu dienen. Es ist klar, daß im Fal'c besonderer Bedrohung und Gefährdung des Lehens aus dein Giuiiiltrieb zum Lehen Ircsondcrc Kräfte und Fälligkeiteii wachsen, die mit dem Wegfall der Gefahr einsciilimmieni müssen, so wie ein Organ verkümmern mußte, wenn ihm zufälligerweise sein Tätigkeitsfeld genommen würde, in diese Kategorie• gehört die Verqiiickimgsfahigkeit, eine Verwandte der Anpassungsfähigkeit, der Fälligkeit sich zu assimilieren. Sie stammt aus dein Bedürfnis des Ein/elgcschöpfcs, sieh zu erhalten, ist rücksichtslos egoistisch ihrer Natur nach und schon deshalb nichl ein Stück nationalen Wesens, Sie ist so sein rein anmiaü(die Fälligkeit und so sehr das Gegenteil von jüdischer Geistesart, daß sic sich nicht scheut, auf deren Kosten sieh dnrehzuset/on. Es ist deshalb grundfalsch, wie die ״Rundschau“ es tut, sie als yine hervorstechende Funktion des jüdischen Wesens (Hier als eine in die Augen springende formale Eigentümlichkeit des jüdischen Geistes zu bezeichnen, Mau dar! sic durchaus nicht in Beziehung zum nationalen Wesen der Juden bringen. Diese sogenannte Verquickutigslähigkci! jüdischer Individuen ist ebensowenig nationaler Arl, wie es die Fälligkeit irgendeines Juden ist, da, wo eine wirtschaftliche l.iieke sich auftut, liiiu'inzuspringen und sich gleich zurechtzufiiulcu. Wenn man unter die Wölfe gerät, Ist es nützlich und Icbenserlialtends, Verqiiickimgsfähig keit zu besitzen, d, h. in diesem Falle die Fälligkeit, mit ihnen zu heulen, Not bricht Elsen; die Not des Lebens macht erfinderisch. Es ist nicht schwer cinnisehcM, d;1ß überall, wo l eben Ist, die Wahrheit dieser Wort? gilt. Die Erkenntnis dieser Dinge ist von einiger Bedeutung. Fs ist ein hohes Glück und eine hohe 'Sittlichkeit, seinem in der Nationalität ruhenden Wcsei! entsprechend sich aus/ulebcn, dieses Wesen zu entwickeln und zu vervollkommnen. Es unterdrücken heißt sich als Persönlichkeit aiifgchcn; es pflegen ist wahre Kultur der Persönlichkeit. Alles Triebhaftanimalische dagegen ist maßlos, rücksichtslos, ego- 1 istisch seiner Natur nach. Hier gebietet die menschliehe Mora! zu mäßigen, zu dämmen, zu hemmen und gar zu unterdrücken. Die nationale Sittlichkeit erfordert es, die egoistischen Triebe da auszuschalten, wo sie sich feindlich stellen zur nationalen Art und ihrem Fortbestände gefährlich werden. Alle Kräfte und Fähigkeiten, die im geistigen Wesen des Individnums wurzeln, heben den Einzelnen über sich. hinaus. Um diese■- Geiste« willen der das Individuum als Glied des Volksgan/cn sich fühlen läßt, ist der Einzelne zur .Selbstaufopferung fähig. Den aiiimalischeii Trieben ist eine solche Selbstaufopferung 11atlirgciiiiiß fremd. I (iernach ist die Vcrqiiickungsfähigkcit und das ans ihr entspringende mciistlilic ht I landein zu hewerten. Ein oberflächliches Ansehen lültrt da leicht in die Irre. Mau muß hier aus einer falschen Ver- Kleidung heraus das wahre Wesen erkennen. Der erste Ei.!druck ist so altruistisch: mau sorgt sicli um Anderes, um I remdes unter Hintansetzung seines eigeneu Selbst! Dieser fabelte Eindruck verleitet zuweilen dazu, in dem Streben muh Assimilation — nichts anderes ist es ja mit dem Vcrquicktingswillcn — den Willen zum Untergang zu sehen. Also eine Tragödie. Nichts ist irreführender. Es ist der Wille zum Untertanehen, der robuste Wille, durch Auf* gäbe der eigenen Art das elende nackte Dasein zu fördern. Damit scheint mir die neu entdeckte Ver* qmekungstähigkeit der Juden genügend geklärt zu sein, Dali der Jude entwickliingslos sei m dem Zu-• stände, wo diese Fähigkeit nicht zur Auswirkung gelange, ist eine beweis|ose Behauptung. I),e Fähigkeit des Juden, fremde Kulturen zu (ordern, soll natürlich nicht bestritten werden. Aber darin bestellt ebensowenig seine ureigenste Aufgabe, wie es die Aufgabe irgendeines .anderen Volkstums sein kann, eine fremde Kultur sich an/iiempfiiuleii. Mit der neu angenriesetun politischen Heilmethode, die darin bestellt, dem Kranken und seiner Umgebung die Gesundheit einzureden, ist daher wohl nichts aii/uhmgen, Wir brauchen deshalb nun nicht gleich zu verzweifeln, als ob wir um eine Hoffnung ,inner seien. IXmn mir scheint: wir kennen die Krankheit schon seit geraumer Zeit, wir kennen ihren Herd und wir kennen schließlich auch das unsere Körper und unsere Seelen befreiende Heilmittel. Die neueste Dumarede des Abgeordneten Friedmann (ileiclt den Reden fast aller op!>os1t1<>nellcu Abgeordneten, die m der Duniasitzung vom 1(1. November gehalten wurden, ist auch die Rede des jüdischen Abgeordneten Fried man 11 von der Zensur arg zngericlitet worden. Es ist das erste Mal, daß die russische Zensur, dazu noch mit so roher Hand, die Dumaredeu fast vollständig gestrichen hat. Einige Uehcrrcstc aber lassen doch auf den ganzen Charakter dieser grollen Rede schließen. Abgeordneter Eriedmuim sagte; ״Ungeachtet dessen, daß die Duma in der vor!- gen Session beschlossen hat, daß die Sprache eines Presseorgans nicht als Grund zu seiner Unterdiükkuug dienen darf, ist die jüdische Presse nach wie vor unterdrückt. Nach wie vor ist das jüdiselie Volk seiner Prc .sc beraubt und in de! letzten Zeit ist ihm sogar die Möglichkeit genommen worden, (ichct- und Schulbücher m seiner Sprache zu haben. Wie früher bleiben Hunderte von jüdischen jungen Leuten außerhalb der Hochschulen. Zu Beginn dieses Jahres erklärte der Kultusminister in der Budgetkomission, er bedauere, daß die Universität in Warschau durch die deutsche und nicht durch die russisehe Macht eröffnet wurde. Ich weiß nicht, ob unsere Regierung bedauert, daß in den okkupierten' Gebieten die Prozent norm nicht von der russischen, sondern von der deutschen Macht annulliert wurde. Dagegen weiß ich, daß, als für das hiesige psychoneurologische Institut unlängst Hochschulrechte ver- Hellen werden sollten, der Miuisterrat die Einrichtung der Pro/entnorm für die Juden kategorisch verlangte. Die jetzige Universität in Warschau kennt keine Prozentnorm, aber die Warschauer Universität, die nach Rostow am I km evakuiert wurde, hält jetzt noch an der Prozent norm fest Sogar Studenten des Warschauer Veterinär-Inst totes können jetzt nicht mehr in diesen! Institut studieren, weil es nach Nowotschcrkask evakuiert wurde, wo die Juden kein Wohnrecht besitzen Neulich fragte man mich, ob an der Hitkowinaor Universität in Czernovvitz eine Prozent norm existiert: ich konnte darauf keine Antwort geben, weil ich nicht weiß, ob diese Universität gegenwärtig funktioniert. Falls diese Universität aber doch existiert und die Prozentnorm dort nicht angewandt wird, so ist das nur deshalb, weil die Juden aus der Bukowina flüchteten, noch bevor wir dabin kamen, nachdem sie so vieles ertragen haben, als wir zum ersten Mal nach der Btikowina kamen. Ich weiß nicht, ob unsere Regierung es bedauert, daß im jetzigen Warschauer Sfadtrat für die Juden keine Beschränkungen existieren, dagegen weiß ich, daß in dem Projekt der Städlcordnutig, die gegenwärtig im Ministerium des Innern msge,arbeitet wird, alle Beschränkungen für die Juden aufrecht erhalten werden (Hier folgt eine leere ,spalte.) Wenn es unserer Regierung gelingt, (hier folgt eine leere Zeile) irre zu führen schloß Abgeordneter Friedmatin seine Rede so sollte dies ganz anders *ein in bezug auf die Reichsduma. Das ganze Land richtet jetzt seine Blicke auf die Duma, indes muß gesagt werden, daß ln Punkt Gerechtigkeit und Mcnsclditihkcit cs mit der Dtma nicht besser bestellt Ist, als mit der Regierung. 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