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Jüdische Rundschau · 1916-07-21 · Heft 29 (21.7.1916) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXI (1916)
Issue
Heft 29 (21.7.1916)
Date
1916-07-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 29 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 239 1* 14 % ו? C r. r. ’S & t. I i 1 1 i! | j I | I I t! I i 1 Ag r «1 m: Kr• 85,— Sammlung; Kr. 10,— Dr, Herr- Sa r a j e vo: Kr. 50,— N. Abinuni. Hyit ra: Kr. 208 - Sammhmg Ahavath Zion. Sratma r. Kr. 11,00 Dr, V, Jordan Diverse;• Kr. 10,—. Dänemark. Kopenhagen; Kr. 32,40 V. Koppel. Holland; Amsterdam; Neil. Zionistenbond Sammlung M. 1614 10. Haa g: M. 250, J Fischer; M. 40,- Leon ׳Fischer; M. 20,— A. S. Winter. R u in ä n i e n Galat/; Sammlung Federation (Spezifikation folgt), Frcs. 12SÜ,—. ' *׳ ״ Bukarest; 05,78 ״Chowewe Zion David״. Vasliri: 306,35 Sammlung 1. H. Herschkovici. Hebräisches Schulwerk Bi rlin: M. 10,— K. Kaniiusky; M. 10,— Sulmann; Al. 20, - Dr. II. Mühsam; M. 10,— Dr. Münz; AI. 30,— Fritz Moses; M. 10,— L, Pincoff; M. ¬סי, - Dr Zlocisti; M. 30,— R.nA. Stcinitz; M. Kl,-- U.-O. W. Jacubowski im Felde; M. 50,— I. riiomann; M. 10,— Hans Lcvy im Felde; M. יו, Ivan Weillbrem; M, (1,~ Dr. H. Meyer im Felde. Bamberg: M, 5,— J, Strauß, B e 11111 c n; M. 10,— Ä. Eiscitberg. Breslau; M. 25— Dr. Po/uonski; M. 10,— Dr. S. Zober; M. 202,50 L. Bloch; M. 10,— Dr. H. Badt. Cassel; M. 20,— S. Strauß. Chemnitz: M. 5.־ - Goldhaber; M. 10,— Shou• Berger; M. 12 50 Pfeffer; M, 10,— Weidberg; M. 100,— Dr. Sichel iin Felde: M. 10,— S, Schwarz; M. 10,- D. Klebe. Dresden: M. 10,— W. Sdienkcr, Eherswalde: M. 75,- Fr. Braus, Essen: M. 10,—- Roscubcrg. Frankfurt a. M.: M. 5,— A. Nothmann; M. Hl, -!. L. Goldschmidt. G I a d b a c h: M. 12,— M. Schapiro. Ci 0 11 u p: M. 10,— U.-O. Gollup im Felde. G n e s e 11: M. 5,— E. Oeisner, Hamburg: M. 10— 1. Rosenow; M. 10,— F. Benzian; M. 15,— K. Blumberg! M. 10,— S, Goldsehinidt. Hannover: M, 50,— K. Sdileißner; M. 50,— M. Wolf. Königsberg: M.. 50,— Dr. Josephsohn; M. 10,— Postawclskv. Leipzig: M, 5— I. Deul. Magdeburg: M. 5,— U.-O. S. Stein, Manu heim: M. 15,— S. Golm; M. 25,— E. Altstaedtcr; M. 25,— R. Rctwitzer; M. 10,— Dr. Blum im Felde. Mainz: M. 25,— Karl H. Bacr. München: M. 20,— N, Levinger; M. 50,— Dr. K. Wolfskohl. Nürnberg•. M. 20,— Dr. H, Geßncr; M. 10,— Dir. Rafalowicz; M. 15,— A. Weichscibaum im Felde.. Schlüchtern: M. 20,— S. Scliichel im Felde. Straß bürg: M, 100,— Dir. H. Levy. Tarnowiti M. 10— I. Rein. Wcinhcim: M. 25,— Dr. Pfälzer, Weiße nf eis: M. 20,— Dr. H. L׳evi; Diverse M. 12,-. Oesterreich- Ungarn Bnd weis: Kr. 50,— V. Fürth. Hostomitz: Kr. 10,— Dr. E. Sadis. Gablonz: Kr, 10,— I. Dusdiinsky, Pilgram: Kr. 10,- Dr. L. Dnb. Pilsen: Kr. 10,- O. Beck. Prag: Kr. 100,— Karl Rcsek. Wien: Kr. 156,29, Sammlung It, J. Ztg.; Kr. 60,— Sammlung, Agram: Kr. 112,— Sammlung. Tor ei na: Kr, 5,30 K, Tomaschoff. Budapest: Kr. 10,— A. Rothkel. Dänemark Kopenhagen: M. 16,20 V, Koppel. Rumänien Galatz: Frs. 383,30 Sammlung. Bukarest; 17,40 Chowewe Zion David, Sch we i z Zürich: M. 100,— H. Conhcim. Gesamtausweis dieser Mummen Ztntralfonds 1916 (einschl. Hebräisches Schul werk) .M. 11217,85 •״*gesamt bisher elngcgangen , , . M. 33 641,74 Zionisten! Gedenket der Baumspende am 20. Tammus! Immerwährende Mitgliedschaft für verstorbene Mitglieder der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Das Zentralkomitee der Zionistischen Verciniginig für Detitsehland hat in seiner letzten Plenarsitzung beschlossen, verstorbene Mitglieder des Landesverbandes in den Jahresberichten dauernd als immerwährende Mitglieder zu führen. Der Mindestbetrag für die dauernde Eintragung der verstorbenen Mitglieder ist auf 25(),— M. festgestezt worden. Das hierdurch angesammelte Kapital soll getrennt verwaltet werden! und zwar in der Weise, daß Kapital und Zinsen jeder Eintragung in einem Zeitraum von 30 Jahren in gleichmäßigen Beträgen zur Verwendung gelangen, lieber die Verwendung der Gelder entscheidet alljährlich das Zentralkomitee. Auf Grund dieses Beschlusses ist als erster unser im Kriege gefallener Gesinnungsgenosse Rechtsanwalt Dr. Hugo Ascher, Berlin, von seinen Eltern, Herrn und Frau Leopold Ascher, Berlin, mit einem Kapital von 500,— M, fünfprozentiger deutscher Reichsanleihe eingetragen worden, ebenso haben Freunde lind Gesinaiungsgenossen für unseren im Kriege gefallenen Gesinmingsgenossen Siegmtiiul Rappaport-Kattowitz anläßlich seines Geburtstages am 19. Juli (18. Tammus) die immerwährende Mitgliedscliaft der Zionistischen Vereinigung für Deutschland durch Einzahlung von 350,— M. erworben. Die immerwährende Mitgliedschaft der Zionistisclien Vereinigung für Deutschland für verstorbene Mitglieder entspricht einem tiefgefühlten Bedürfnis vieler unserer Freunde. Von so vielen unserer Besten, die uns der Tod entrissen hat, wissen wir, wie innig sie das Glück fühlten, an der zionistisclien Arbeit mit ihrem ganzen Sein und Können teilnehmen zu dürfen. ihnen, deren Gedenken in der Zionistischen Organisation fortlebt, sollte auch in den Reihen der Weiterarbeitenden der Platz gewährt bleiben. In immerwährender Mitgliedschaft werden sie auch an der Zukunft der zionistischen Arbeit teilhaben, all jene, die uns im Krieg oder im Frieden entrissen werden und denen iiir cigeiler Wille oder der Liebesdienst ihrer engsten Freunde die immerwährende Mitgliedschaft in den Reihen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland gesichert hat. Sechster Delegiertentag der südafrikanischen Zionisten Der 6. Dclcgicrtcntag der südafrikanischen Zionisten wurde am 30. April in der Sclbornc Hall zu Johannesburg in Anwesenheit von über 100 Delegieren durch den Präsidenten der Föderation, 1 lern! A. M. A b r a h a in s, eröffnet. Das Aktionskomitee und das Kopcnh a g c 11 c r Büro der Zionistischen O r - g a 11 i s a t i o 11 haben an die Konferenz Bcgrüßungsschreiben gerichtet. Außerdem waren Beglückwfinschlingen eingetroffen von: Provisiona! Executivc Zionist Committee in New York Oiacham Dr. Gaster, Hauptburcau des Jüdisehen Nationalfonds, J c w i s h Colonial Trust, English Zionist Federation, Zionistenfederation von Canada,Nied c r I ä u d i s c h c 11 Zionistenbund sowie einer großen Anzahl von Einzelpersonen und Vereinen. Der Vorsitzende, Herr Abrahams, erstattete einen Bericht über die Lage der zionistisehen Organisation während des Weltkrieges, während der Bericht des E xc k u t i v-Ko m i t e e s über die zionistische Tätigkeit in Südafrika schon vor der Konferenz im ,,Zionist Record“ veröffentlicht worden war. Es wurde beschlossen, den Bericht des Vorsitzenden englisch und jidisdi zu drucken und ihm die weiteste Verbreitung zu geben. Einen breiten Raum in den Erörterungen des Delegiertentages nahm die Frage der Jugend* c r z i c h u 11 g dn und es wurde eine Reihe von Beschlüssen gefaßt, die insbesondere die Ver* bcsscruug des hebräischen Sprach* Unterrichts durch Beschaffung hebräischer Unter* richtsbüchcr usw. bezwecken. Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, wonach für die Juden aller Länder Gleich be rech* tlgung und die Verwirklichung des zio* nistisclien Programms nach Beendigung des Krieges mit aller Energie anzustreben sind. Die Konferenz meint, daß zu diesem Zweck vorbereitende Schritte fiir die Zeit'der Friedenskonferenz getan werden müssen. Angesichts der zunehmenden Mischehen in Südafrika wurde eine Resolution gefaßt, in der die Konferenz ihren Protest gegen diese beklagenswerte Erscheinung zum Ausdruck bringt. Auf Grund der Berichte des Kopen- 11 a g c 11 e r Büros, die im ״Zionist Re* cord“ veröffentlicht worden waren, wurde die Lage in Palästina eingehend besprochen und es wurde beschlossen, einen Palästina-Notf o n d von 4000 Pfund zu schaffen, dessen Beiträge dem Provisiona! Exccutiv Zionist Committee in Ncwyork überwiesen werden sollen. (Die Sammhingen haben in den ersten drei Wochen einen Betrag von 500 Pfund ergeben.) Bei der Neuwahl des Exekiitiv-Komitccs wurde Mr. A. M. Abrahams zum dritten Mal zum Präsidenten der Föderation gewählt. Zu Vizc-Präsideuten wurden die Herren Di. H. Goodman und [>r. Manfred Nathan wicdergcwählt, zum Schatzmeister Herr Janower. Dem Exckutiv-Komitce gehören außerdem 19 weitere Mitglieder an. Mit dem Gesänge der Hatikwah schloß die Konferenz, die vom Major von Johannesbürg persönlich begrüßt worden war und zu der mehrere Mitglieder des Kabinetts Begrüßungstele• gramme gesandt hatten. Gemüsebau in Palästina Die große Lebensmitteltcucrung und die Oeldknappheit haben während des Krieges mehr als jemals den Kolonisten zum Bewußtsein gebracht, welche hohe Bedeutung die eigene Erzeugung von Lebensmitteln für den Landwirt hat. In allen Kolonien sind die Vorgärtchcn, die in früheren Jahren als unbebaute Bauparzellen mitunter einen recht schlcch* ten Eindruck gemacht haben, jetzt mit frischem Ocmüse bebaut. Besondere Pflege konnte dem Oemüsebau in den Kolonien gewidmet Werden, die eine eigene Bewässerungsanlage haben. Große Sorgfalt wenden auch die Arbeiter, die sich zu diesem Zwecke zu Gruppen zusammengetan haben, diesem Wirtschaftszweig zu. 111 erster Linie wurden Arbcitcrinncn •für den Oemüsebau hernngezogen, die besser als die männlichen Arbeiter für den Garten* bau passen, die dagegen für die schweren Landwirtschaftlidicn Arbeiten, wie die Hackarbcitcn, nur selten geeignet sind, und ,deshalb auch in der Zeit zahlreicher Arbeitsgelegenheiten in den Pflanzung«- Kolonien ohne Beschäftigung bleiben, ln der Hauptsache sind es in Pc t ach - TI k wa h drei Mädchcitgruppcn, die sich mit dem Gemüsebau beschäftigen. י . Die eine Qmppe Wohnt in Pctach-Tikwah lind bearbeitet eien Garten von .31/3 Dunam, der an das Arbeiterhaus des Jüdischen Nationalfonds sich anschließt. Die zwei anderen Gruppen sind in Ein- G a 11 i m , wo sie in zwei Häusern wohnen und die Gärten, die die beiden Häuser umgeben, bearbeiten. Die eine Gruppe hat bisher nur zwei Dunam bestellt und beabsichtigt, weitere 5 Dunam mit Sommergemüse zu besäen, während die zweite Gruppe bisher schon ca. vier Dunam bepflanzt und außerdem 7 Dunam mit Mais bestellt hat. Sie beabsichtigt insgesamt 19 Dunam mit Gemüse zu besetzen. In der Hauptsache wurden Tomaten, Kürbis, Gurken, Zwiebeln, Salat, Bohner! und Kürbia als Winterfrucht nngebaut, während für Sommerfmcht Pfeffer, Tomaten, , Mais, Eierfrucht und Gurken gesät wurden. Die Arbeiten sind alle mit Fleiß und Verständnis ausgeführt. Schade ist nur, daß der mit Gemüse bestellte Boden zum großen Teile aus Mangel an Mitteln nicht genügend gedüngt werden konnte, was auf die zu erwartenden Erträge, eine nachteilige Wirkung ausüben wird. Die Arbeiterinnen haben in ihren Häusern eine geordnete Hauswirtschaft mit gemeinsamer Küche eingerichtet, und die Zimmer machen einen netten und sauberen Eindruck. Die Mädchen sind inbcsonilcre von den Kolonisten von Ein-Ganim jm Gartenbau unterstützt worden. Die Kolonisten, die den hohen Wert des Ocmüsebaucs anerkannt und auch während ruhiger Zeiten diesem ,Wirtschaftszweig ihre Aufmerksamkeit ge״ schenkt haben, wollen etwa 50 Dunam mit Sommergernüse bestellen und haben den Boden hierfür bereits vorbereitet. Die EJn-Oanimcr Kolonisten, die an die Arbeit gewöhnt sind, widmen sich dieser Sache! mit großem Fleiß und Interesse. E* ist ihnen auch gelungen, ihre Orangengärten trotz ihrer schweren Lage gut zu bearbeiten und die ganze Kolonie macht jetzt einen hoffnungerweckenden Eindruck.

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