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Jüdische Rundschau · 1916-01-21 · Heft 3 (21.1.1916) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXI (1916)
Issue
Heft 3 (21.1.1916)
Date
1916-01-21
Page
– (sequence 7)
Language
German
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I J U E Dl SC H E RUNDSCHAU , jisic1111 .׳ September v. J. kamen die vcr- ״!,Icppti■״ J״'lc" vo״ sl"/ow zurück und f;11Hk11׳ iluc ^,,limiiU'1» 11׳׳"K־'S< geplündert vor. I);1s Elend war dir l׳r**1'• .M't h״ 1״,i,־-י ״'» a 11K c 111 c i 11 e s R c t ■ :״!,״skoimtee gegründet, dem der katholische Oridlielu•. der Schulleiter und der Bürgermeister an- ״,liörl. I'as Komitee verteilt 2 k« Mehl pro Kopf tnh umsonst, teils zu sehr geringen Preisen. Aulierdrin will de .ml Veranlassung von Dr. Landau ein 1 i!1i i s e 11 e s R c 11 u n g 8 k o in i t c e gegründet, das ’di Kriimn Lemberg /.um Ankauf von Holz für jh'iliirfli׳:.׳ erhielt ..... ß 0 יי 1 י! יו d s e h a n 1. His jetzt ist nur ein kleiner Teil der Lhichtlingc zuriiekgekchrt. Die meisten wollen meht zurückkchrcu, da sie wissen, eiall sie ״irlits nnlir vorfinden werden. 20״/# der jüdischen Hmser sind vollständig demoliert, 70 ״/# mehr oder «•eiliger Iwsclüidigt. Kaum 10 ״/# sind. ganz, geblieben. Ts wurde jetzt ein j ü d i s c h e s R e 111111 g s - liOtniDe gegründet, das von der Lcmbcrger Zen- Irak• יוחלו Kronen z.ur Verfügung gestellt erhielt, 1.ein herg. Wahrend der Invasion war die so- ,iale Tätigkeit der j 11 d i s c I) e 11 T o y n b e c -11 a 11 c eingestellt worden. Die Bemühungen der Verwaltung brachten es nunmehr zustande, dall diese wichtige jüdische Institution wieder ins Lehen gerufen wurde. Am D. Januar fand der erste Vortragsabend statt, auf (km Professor I>r. Hausner über ״Kriegswaise״-(Imlz“ sprach. Am LI. Januar hielt l>r. M. Ricke les über ״Die Maßnahmen gegen Pocken" einen Vortragi. Aus Russisch-Polen. Warscli a u. Wenn es qincs Beweises für das nciicrwachtc Lehen innerhalb der Warschauer jüdischen (icscllschult bedürfte, — so wäre vor allem ein Umstand hervorziilu hcn : die Warschauer jüdischen Schriftsteiler und Journalisten gehen endlich daran, sich in einem besonderen Berufs verein zusamnuii/uschlicßen, Ls haben bereits mehrere Ber,innige״ stattgefumlen, auf welchen die Statuten des neuen Vereins ausgearbeitet wurden, so daß aiiziiiieliiui u ist, dall nach vielen gescheiterten Versuchen endlieh ein jüdischer Schriftstellerverein in Warschau zustande kommt. Die wirtschaftliche Lage der jüdischen Sclirihsteller in Warschau ist gegenwärtig keineswegs erlreiilich. Am besten sind noch die Journalist e 11 daran, obgleich auch ihre Einnahmen sich bedenklich vermindert haben. Die eigentlichen Schriftstel- 1 e r aher leiden bittere Not. Jüdische Bücher und Zeitschriften' erscheinen heute nicht, auf dem Felde der s c!1 ö neu L i t e r a i 111־ sieht es leer und öde uns, so daß sich das gesamte literarische Leben und Schnffeil in den Tageszeitungen konzentriert. Einige Ziit bestand zwar unter Aufsicht des Dichters Jakob I) i 11 e s o h n ein ״F o n d s 7. ur Unter- Stützung jüdischer Literaten“, dessen Mittel aus Petersburger und amerikanischen Geldern stammten. Nun ist dieser Fonds erschöpft. Aus dieser Not ist das Streben nach Schaffung eines jüdischen Schriftstellervereins erwachsen. Die l’arole dieses Vereins wird zunächst Kampf tcgeil (I e 11 111111 g c r sein ... Neues Leben regt sich auch in Jugend- und Arbeiterkreisen. Neben den in der neuen Freiheit zu neuem l eben erwachten Bentfsvereiiien machen sich die Anzeichen einer gesteigerten Kulturtätigkeit unter den Arbciterniassen und in den Kreisen der polnisch-jüdischen Jugend bemerkbar Im Mittelpunkt des Interesses dieser Kreise der jüdisch! n Warschauer Bevölkerung stellt gegenwärtig das 11,■ich dem Muster der gleichartigen Lmlz.er An- Malt im Lntstchcn begriffene ״A r b c i l e r 11 e i in“. Die Initiative in dieser Richtung ging in Warschau 11'■״' in Lodz, von den ״P o a 1 e Zion“ aus. Diese »ationalgesimitcn jüdischen Arbeiter hallen sich mit Rrölltem Lifer dem Werke gewidmet. Das neue ״Arbeiterlieim“ verspricht ein geselliger und ktdlurcller Mittelpunkt der jüdischen Arhcitermasscu zu »erden. Den Konzeutrationspimkt der nationalen und *ionistisclicn Jugend bildet gegenwärtig der ״Merkas hazeiriln“ wo sic'11 jeden Abend mehrere hundert jüdische sich die junge Leute zusammen finden, tun freien Stunden durch Vorlesungen, Sprachsludiiitn und Veranstaltungen künstlerischer Art zu ״rxiirzeii. Der ״Mcrkas" wird in immer steigendem "»he zum Sammelpunkt der nationaljüdischcn Jugend Warschaus, hn gesellschaftlichen Leben der jüdischen Jugend arscluuis nimmt auch der ״Jüdische Stu- ״c n t e 11 v e r c i n“ einen bedeutenden Raum ein. '־■üiIrcKli ojui Kf0ß waren dic Schwierigkeiten und Hindernisse, (l'c der Gründung dieses verheißuugsvollen Vereins in den Weg gelegt wurden. Nun aber ina alle Hcmnissc überwunden. Auf jüdisch- *«uonalen Boden stehend, ist dieser Versuch doch u n - Pa r t e i i s c h. Aus der Chronik einer Freitag-Nummer der ׳pwzchrah״ entnehmen wir dic folgenden Anzeigen v'am Sonnabend Abend stattfindenden Vorträge und ״i'7,11״1״lunKcn, die einen Einblick in das rege gesellbi״‘WK und geistige Leben des jüdischen Warschau Vf«' in der Vorstadt Praga findet die Oründungs- ״Sammlung der ״Jüdischen titeratur-Oc- . 1'Schaft״ statt. Im ״Verein jüdischer׳ di» ז״ז!' '•cst der Pädagoge J. Schapiro über J.RMc*il°den des Bibcluntcrrichts". In der Ocscll- Clfc?'״' Sfath Ewer“ hält der Ing. ich׳ Zemach einen Vortrag über ״Die " •n Palästina“. Auf einem dramatisch-musikr.l|'tc_hc.1 Abend im ״Schweizerin I“ referiert 1 111!״”'.r Medern über ״Das jüdische Theater und das jüdische Publikum", Im zionistisch-orthodoxen Verein ״H ns eh ach ar“ spricht der Schriftsteller llillcl Zeitlin über ״Die Leiden der chassidischen Jugend“, Im ״Hasamir“ liest Dr. J. Wjclikowsky über ״Kulturjuden und Judenkultur“. Im Jugemlverein ״M e r k n s“ spricht Sch. S t u p n i t 7. k y über das ״Jüdische Rassenproblcm", Alle diese Vortrage haben öffentlichen Charakter und hängen nicht mit den geschlossenen Zyklen zusammen, die in den verschiedenen Vereinen und Lehranstalten über jiidischc Literatur, Geschichte usw, meistens an Wochentagen abgchalteu werden. Die Verwaltung der ״Abendkurse für Ar* beit e r“ beschloß die Eröffnung eines neuen Massenkurses für etwa 500 Hörer, außer den bereits bestellenden 20 Abendschulen für jüdische Arbeiter, deren Hörcrzahl ebenfalls ca. 500 beträgt. Es wurde auch eine Erweiterung des Unterrichlsprogramms bcschlossen, so daß künftig außer Polnisch, Jüdisch, Deutsch, Naturkunde, jüdische Geschichte und Gesumllieitslchre auch Hebräisch, Kulturgcschichte, allgemeine Geschichte und N a t i o n a I ö k o 11 o m i e an den Abendschulen für Ailieiter unterrichtet werden soll, * Wie die jüdischen Zeitungen mittcilen, befinden sicli gegenwärtig die Finanzen der jüdischen Gemciiicleverwalttmg in kritischer Lage, Die rückstäudigeil Steuern der Zcusitcn betragen eine halbe Million Rubel. Die Gemeindeverwaltung ersuchlc die Stadthehörden, die Schulden von 100 Rbl. aufwärts mit Hilfe der Stadtmiliz einziehen zu dürfen, eine Maßnähme, die in solchen Fällen 'gewöhnlich getroffen wird. Aber auch dies blieb erfolglos, da, wie sich herausstellte, die meisten Schuldner gegenwärtig nicht in Warschau sind. Um das Defizit von 300 (MX) Rbl. zu decken, bemühen sich jetzt dic Vcrwaltungsmitglieder, eine Privatanleihe zu machen. Der Verwalter der unter Aufsicht der Warschauer jüdischen Gemeindeverwaltung stellenden Schulen, Dr, S i e I e n t s c h i k , unterbreitete, dem ״Lod/.er Volksblatt" zufolge, der Warschauer jüdischen Gemeindeverwaltung eine ausführliehe De 11 k s c h r i f t über den gegenwärtigen Zustand der Gemeimleschulen und einen von ihm ausgearbeiteten Reorgauisierungsplau, Dieser Reorganisicriingsplan geht dahin, sämtlichen Gemeindesehulen, wie (31.1(01 lim, Talmud Tlioras und Anfangsschulen, den einheitlichen Charakter einer Elementarschule zu verleihen. Die Denkschrift weist auch auf die Notwemligkeit hin, daß sämtliche Lehrfächer von einem Lehrer erteilt werden, um so die gesamte Schulcrzieliung harmonisch zu gestalten. Es wird auch die Eröffnung von pädagogischen Fortbildungskursen für die Lehrer befürwortet; ebenso die Einführung der ״natürlichen Methode" im gesamten Unterricht nntl die weitere Ausgestaltung der schulärztlichen Tätigkeit. * 111 der letzten Sitzung der V c r w a 11 u n gs - h c 11 ö r (1 e d e r J ii d i s c h e n O c m c imlc-Wer kstatten gelangte dic Frage der Reorganisier rimg des jüdischen Lehrlingswescns und seiner Anpassung an die Zeit Verhältnisse zur Erörterung. Bisher war für die Aufnahme an den Werkstätten der Besuch von allgemeinen Fortbildungskursen obligatoriseh. Dadurch verlängerte sich die praktische Lchrliiigszcit auf etwa 4 Jahre. Diese für weite Kreise des jüdischen Handwerkerstandes sehr schwereu Bedingungen bewirkten eine stete Verringerung der Besucherzahl der genannten Werkstätten. Angesichts der gesteigerten Nachfrage nach gut ausgehil'deteii Handwerkern und in der Annahme, daß diese Nachfrage auch nach dem Kriege nicht abuelimeu wird, wurde es als notwendig erkannt, daß die Werkstätten ein möglichst großes Arbeiterkontingent stellen, ohne Rücksicht auf das Maß der allgemeinen Bildung. Es wurde beschlossen, von nun an auch Kinder im Alter von 13—14 Jahren zur Ausbildung an den Abteilungen für Schlosserei und Tischlerei zuz.ulasscn. Dic Ausbildungszeit wird auf drei Jahre festgesetzt. * In einer der letzten Sitzungen der AtnerikanischenScktlon gelangte ein weiteres Unter- Stützungsgesuch des Evnkuicrungskomitces zur Erörterung. Die 25 000 Rbl., die dieses Komitee im vorigen Monat von der genannten Sektion erhielt, sind bereits zur Verteilung gelangt. Es wurde die vorläufige Bewilligung von weiteren 10 000 Rubeln chlosscn. Außerdem wurde auch die Subventionierung der ischen Volksschule ״Jchudla" in Orodzisk chlosscn. Die jüdische Presse veröffentlicht einen Aufruf für die jüdische Bevölkerung in Praga. Dieser Stadtteil hat durch die Kricgscrcignissc verhältnismäßig am schwersten gelitten. Für den Geschäftsverkehr machte sich besonders die Unterbrechung des Verkchrs mit Warschau und das Aufhören des Viehhandcls fühlbar. Da die Mittel des Hilfskomitees zur Steuerung der noch Im Wachsen begriffenen Not unzureichend sind, wird der Vorschlag gemacht, daß die wohlhabenderen Kreise sich einer wöchentlichen oder monatlichen Sondcrbcsteuerung zugunsten der Hilfsbedürftigen unterwerfen. Seile 23 Lodz. Am 11. Januar wurde ein jüdisches Kinderheim eröffnet. 100 jüdische Knaben und Mädchen wurden mitgenommen, zumeist• Waisen und Kcscrvistcnkimlcr. Alle Aufgenonunencn erhielten Schürzen und Holzpantoffel. Im Heim verbringen sie die Zeit von 0 Uhr morgens bis •I Uhr nachmittags. Sie erhalten dort Frühstück, Mittagessen und Nachtmahl. Auch wurde eine I röbclabteilimg von 2 Klassen 111 il aßennötigen Linrichtimgcn und Bequemlichkeiten für die jüngeren Kinder erolfnet. Die alteren Kinder (ca. 200) werden in verschiedene Schulen geschickt, während das Heim für ihre Verköstigung sorgt. Es ist auch ein Badezimmer, ein Spielsaal und eine Hausapotheke vorhanden. Petrikau. Die Kreis-Kommandantur in Pct ri k a u erließ eine Verordnung, der zufolge sämtliche Melamdim und Chadaritn des Pctrikaucr Kreises sieh einer Registrierung zu unterziehen haben. In Petrikau selbst ist diese Verordnung bereits zur Durchlührung gelangt. 9 Wlozlawek. Die Organisation der ״J ü d i - sehe 11 T c e halle für Obdachlose B c t h - A 111“ erließ vor kurzem mit behördlicher Ocnchmigiuig einen Aufruf, in welchem die jüdische Bcvölkerimg dringend autgefordert wird, sich dem segenbringenden Unternehmen anzuschließen. Dem Gründer des ״Bcth-Am", catul. ing. Joseph Radziwjewski, wurde die Vertretung der Institution!lach außen übertragen. Jeder ObdacMose und Arme erhält für 3 Pfennig eine Portion Brot mit Tee verabreicht, *, Bialistok. Das seit dem 17. Dezember in deutscher und polnischer Sprache erscheinende offizielle ,Amtsblatt“ wird vom 15. Januar d. J. ab auch in jidischcr Sprache erscheinen. Mit der Redaktion des jidisclw״ Teiles würde Herr Herschberg betraut. Das ״Amtsblatt“, erscheint einige Male wöchentlich und enthält neben amtlichen Verordnungen und Bekanntmachungen auch Artikel publizistischer Natur. Seil letz. Am Sonnabend den 8. Januar fand liier ein vom Verein ״J ü 11 i s c h e K u n s t" veranstaltetes jüdisches Konzert statt. Der deutsche Kommandant drückte den Veranstaltern schriftlich sein Bedauern darüber aus, nicht erscheinen zu könne«, und übermittelte dem genannten Verein eine Spende von 10 M. Infolge der Veranstaltung wurde der Straßenverkehr, der sonst nur bis ') Uhr erlatibt ist, für diesen Abend bis 12 Uhr nachts gestattet. N All» Rußland. (Zur rechtlichen L a g e.) Der Minister des Innern, A. N. Chwostoiv, rmpfing vor kurzem wieder einmal die Vertreter der Presse, um sie über die gegenwärtige politische Lage aufzuklaren. Unter anderem berührte er auch die Jude 11 frage, von der er folgendes sagte: ״Das Ministerium bemüht sieh jetzt, dic Gesetze, die sieh auf die rechtliche Lage der Juden beziehen und von meinem Vorgänger, Fürst Sclitseherbatow, fcstgclcgt wurden, allseitig zu erweitern. Alle Juden, die das Wohnrecht in den neueröffneten Städten erhielten, haben von jetzt an auch das Recht, ihren Han d e I in diesen Städten zu betreiben da Menschen, die irgendwo Wohnrecht haben, auch dort eine Mög* lielikcit erhalten müssen sieh ernähren zu können.“ ״teil werde nicht erlauben - sjiraeh der Minister Weiter — daß ein Unterschied zwischen der Politik des Ministeriums und der Praxis der einzelnen Gouvernetire bestehe. Die lokalen Behörden sind verpflichtet, sich den Verordnungen des Ministeriums zu fügen. Die einzelnen Falle von Mißverständnissen, die in der Provinz vorgekomtmn sind, können jetzt als erledigt gellen und werden sich nicht mehr wiederholen.“ Zusammen damit vers|1raelt Chwostow auch, daß ״keine Unordnungen, sei es aut nationalem, politischem, wirtschaftlichem oder gesellschaftlicliem Gebiet, meinerseits /!!gelassen sein werden. Dies befrachte ich als meine Hauptaufgabe." Also sprach der Minister zu den Vertretern der Presse. Die Tatsachen sprechen aber eine andere Sprache. Derselbe Minister wandte sieh nämlich an das Justizministerium mit der Anfrage, ob die Juden, dic auf Grund des Erlasses vom 13. August das Wohnrecht in allen Städten des Reiches besitzen, dort unbewegliche Güter kaufen dürfen. Der Minister des Innern äußerte dabei dem Justizministcrium seine Meinung, die dahin ging, daß diese Frage verneint werden müsse. Das Justizministcrium erklärte sicli den״ auch damit einverstanden, so daß dic Veröffentlichung einer solchen Erklärung demnächst zu erwarten ist, (Von der jüdischen Selbsthilfe.) An erster Stelle in der Reihe jüdischer Kriegs- Hilfsorganisationen Rußlands nach dem ״Jüdischen Komitee zur Unterstützung der Kricgsnotleidcndcn“ steht eine Gesellschaft, die kurz vor dem Kriege durch eine Qruppc national-gesinnter jüdischer Aerzte entstanden ist und die Gesundheitspflege der Juden sich offiziell zum Ziele gemacht hat. Auf der letzten Jahresversammlung der Gesellschaft, am 26. Dezember, erstattete Dr. M. S, Schwarzmann einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der Gesellschaft während des verflossenen Jahres. Ihre Hauptaufgabe sah die Gesellschaft im Kampfe gegen die Hungersnot der jüdischen Flüchtlinge, in irztlicher und hygienischer Hilfeleiitung und in der Kinderpflege. Insge- V t

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