Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XX (1915)
- Issue
- Heft 53 (31.12.1915)
- Date
- 1915-12-31
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 53 JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 437 trächt kommenden 16 Jahre als maßgebend betrachteil wollen, so würde die natürliche Zunahme nur 369 000 Seelen betragen. Da aber die Juden sich in diesen 16 Jahren 11m 636 000 Personen vermehrt haben, so sind wir berechtigt, die restlichen 266 400 Personen auf Konto der '!: i n w a 11 d c r 11 n g nach Kongreß-Polen aus dem übrigen Ansiedliuigsrwon zu buchen; das würde also pro Jahr rund 16 6:;() Einwandere!׳ aiismachen. Hiermit betrüge die Zahl der niclitpoluisclien, d. h. der nicht im Lande geborenen Juden in Kongreß-Polen im Jahre 1913 nur 2,0% der Oesamtbevölkcrung (oder 13,5 % der jüdischen Bevölkerung). Ich werde an einer anderen Stelle auf den angeblichen Sprach- und Kulturunterschied, der /.wischen den Juden Polens und den übrigen Juden Rußlands bestehen soll, noch zu sprechen kommen; hier sei nur festgestellt, daß von einer ״Ueberflutung“ Polens durch die ״russifizierten“, riichtpolnisclicn, Juden in Anbetracht dieser Zahlen doch keine Rede sein kann. — Was den Anteil der jüdischen Bevölkerung in den verschiedenen Gouvcrnements anbetrifft, so steht das Gouvernement Wars c 11 a 11 (20,2 %) und der Kreis Warschau (31,4 VA an der Spitze. Aber es wäre falsch, anzunehmcii, daß nur in der Hauptstadt und in dem Hauptkreis des Laudes die jüdische Bevölkerung so stark vertreten ist. So weisen eine ganze Reihe von Kreisen — und zwar nicht nur in den Städten, sondern auf dem ganzen Oebiete -• eine Dichtigkeit der jüdischen Bevölkerung auf, die ihren durchschnittlichen Anteil an der Ciesamtbevölkcrung Polens zum Teil weit übertreffen. Es gehören hierzu die Kreise: Minsk-Mazovviecki (17,7״״), Bedzin (1(1,0״״), Br/.eziny (18,8 %), Lodz (20,8 0;״), Konskie (10,6«״), Opatow (15,1%), Sandomierz (18,2״״), Lublin (22,3 0/0), Hrubies (16,7 ״/o), Pulawy (10,1«״), Sicdlce (21,7%), Biala (21,5״״), Radzyn (18,2 0/0), Wlodawa (20,8 %), Lornza (19,0 °/0), Makow (17,1g״׳), Mazowicek (16,8«״), Ostrow (18,2 0,0), Szczuczyn (17,3 0/0), Plock (16,1 %) und Warschau (31,4 0/0). Die nationale Zusamincnsct zu n g der Bevölkerung Kongreß-Polens ist für die Gestaltung der rechtlidien Verhältnisse des Gebietes von allergrößter Bedeutung. Jeder, der an das polnische Probiem herantritt, muß sich vor allem darüber Rechenschaft geben, wie das Zusammenleben verschiedener Sprach- und Kulturgcmeinschaften im Osten geregelt werden könne. Daß wir in Kongreß- Polen nicht mit einem national-einhcitliehen Gemeinwesen zu tun haben, ist aus folgenden Zahlen klar zu ersehen. Es gab in Kongreß-Polen im Jahre 1913: absolut ",0 <in Tausenden) Röm.-Katholische (resp. Polen) 9919 76,0 Griech.-Orthodoxe (resp. Russen) 484 3,7 Protestantische (resp. Deutsche) 697 5,3 Israelitische (resp. Juden) 1 957 15,0 Im Jahre 1907 wohnten in Polen 73,4 o/0 Polen, 13,7 % Juden, 5,1 go Deutsche, 3,5 % Ruthcncn, 2,8 % Litauer, 1,1 % Russen und 0,3 % Weißruthenen. Die Polen stellen demnach die Majorität der Bevölkerung dar, und es soll keineswegs bestritten werden, daß das Land einen vorwiegend polnischen Charakter trägt. Es ist aber weit davon entfernt, nationalcinhcitlich zu sein. Denn es besteht doch ein großer Unterschied zwischen einem Lande, in dem eine Nation infolge ihrer zahlenmäßigen Ucberlcgcnhcit dem Gemeinwesen ihr Gepräge aufdrückt, ohne daß die anderen neben ihr wohnenden Nationen ihre Eigenart verlieren, und einem Lande, in dem überhaupt nur eine Nation konkurrenzlos für sich ansässig ist. Worauf es ankommt, ist also nur die Feststellung, daß es neben den Polen noch andere Nationen mit stark ausgeprägten besonderen Merkmalen im Lande gibt; es bleibt nunmehr der weitsichtigen Realpolitik überlassen, bei weichen von diesen Nationen die Ansprüche auf Berücksichtigung ihrer Sprache und Kultur befriedigt werden müssen. Von seiten der Juden wird " diese Forderung noch dadurch bekräftigt, daß sie infolge einer eigenartigen Verteilung auf Stadt und Land an vielen Orten kompakte und geschlossene Siedlungen bilden. Von allen Juden Polens wohnten im Jahre 1S97 nur 176199 Personen auf dem Lande, gleich 2,7%; mehr als 45 % wohnten in den Ortschaften lind 50 % in den Städten bis 10 0();) Einwohner. Im Durchschnitt machten die Juden 37,7 % der gesamten städtischen Bevölkerung aus. Der städtische Charakter der jüdischen Bevölkerung Polens tritt in diesen Zahlen klar zutage. Was die einzelnen Städte Polens anbetrifft, so besitzen wir leider für die neuere Zeit keine gcnaueren Angaben über ihre jüdische Bevölkerung. Warschau ist die größte jüdische Gemeinde Europas mit 297 977 Personen 36,23 % der Gesamtbevölkcrung. Augenblicklich wird die jüdische Bevölkerung Warschaus sogar auf 40 % geschätzt. Die Stärke der Juden in den einzelnen Stadten Polens ist eine ganz außerordentliche, SD daß viele darunter fast ausschließlich als jüdische Städte zu bezeichnen sind. So bildete die jüdische Bevölkerung in nicht weniger als 283 Städten über 25 «,0, in 195 über 50 % und in 34 Städten über 75 ״/ס der Gesamtbevölkerung. In 9 Städten machten die Juden sogar über 90 0/0 der Gesarntbevölker'ung aus. Der G eschlechtsaufbau der jüdischen Bevölkerun״ Polens Tt stark verschieden von dem der anderen Nationalitäten. Es trafen bei den Juden auf ie 1COO männliche Personen 1057 weibliche (bei den Protestanten nur 1000, bei den Katholiken 986). Das auffällig starke Debervviegen der weiblichen Bcvölkerung ist mit der stärkeren Auswanderung der Man- 11er erklärt. Auf dieselbe Ursache der Auswanderung ist zurückzuführen, daß der Altersaufbau der Juden viel ungünstiger ist als der der Gcsamtbcvölkerung Polens. So gab es unter 100 männlichen Juden nur 41 Personen im arbeitsfähigen Alter (20 bis 59 Jahre), dagegen waren in demselben Alter bei der Gesamtbevölkcnuig von 100 Personen 45 arbeitsfähig. Die n a t ü r 1 i c 11 e Zn n a 11 m e der Juden Polens betrug im Jahre 1908 13,1 Personen auf 1000 jüdische Einwohner. Die Juden stehen demnach im Vergleich zu den anderen Nationalitäten des Landes an der dritten Stelle; denn cs kommen zuerst die Deutschen mit 19,8 "״, dann die Polen mit 17,1 %, dann die Juden und zu allerletzt die Russen mit nur 10,3 <>/n. Die geringe Zunahme der Juden ist zum Teil durch die berufliche Gliederung und zum Teil vielleicht durch den städtischen Charakter der Bevölkerung zu erklären. Es ist jedenfalls bezeichnend, daß das Gouveruement Piotrokow, wo die Zunahme der jüdischen Bevölkerung am stärksten ist, nämlich 27,2 0/0, gleichzeitig den niedrigsten Prozentsatz (32,0 «״) der städtisehen Bevölkerung aufweist. Sehr gering ist der Uebersciuiß in den Gouvernements Warschau (nur 7,0 ״«), Lomscha mul Plock, am niedrigsten allerdings im Gouvernement Suwalki: 2,4 0״. Außerordentlich wichtig sind die sprachliehen Verhältnisse der jüdischen Bcvölkerung Kongreß-Polens, zumal bei der Volkszählung. die Muttersprache zugleich ah das Merkmal der Zu-' gehörigkeit zu einer bestimmten Nationalität betrachtot wurde. So gab es im Jahre 1897 14,05 0/0 Juden, darunter nicht weniger als 13,42%, die die jiddischdeutsche Sprache, den ״Jargon“, sprachen, so daß nur 0,63 sich einer anderen Sprache bedienten. Dieses Verhältnis hat sich im Laufe der 16 Jahre noch mehr zugunsten des Jiddischen verschoben. So gaben im Jahre 1913 von 1 957 000 Juden rund 1 94200:) Personen 14,87 % der Gesamtbevölkerung die jiddische Sprache als ihre Mutter- und Familiensprache an. Nur 0,13 <״׳ der Gesamtbevölkerung sprachen somit eine andere Sprache. Von den 1 321 100 Juden Polens sprachen im Jahre 1897: 1 264 907 Personen -= 95,8 % den Jargon, nur 46 330 Personen — 3,5 »0 die polnische Sprache, 6439 Personen — 0,5 % das Russische und 3126 Personen 0,2 % deutsch. Man hört in der letzten Zeit öfters die Bchauptung, daß die nach Polen aus dem übrigen Ansied- Iungsrayon eingewanderten Juden das ״russifikatorisehe“ Element im polnischen Lande seien. Nun sollte man meinen, daß dies nur dann möglich wäre, wenn die eingevvanderten Juden eine andere Sprache als die einheimischen sprächen, ln der Tat sprechen die Juden des Ansiealungsrayons dieselbe Sprache wie die olnischen; der Prozentsatz der jiddisch-sprechenden uden ist im Ansiedlungsrayon sogar höher als in Kongreß-Polen und erreicht nicht weniger als 07,95 %. So steht »zu hoffen, daß das Märchen von den Juden des Ansiedlungsravons als Träger der ״Russifikation“ in Polen endlich aus der Welt geschafft wird. Elija Goitein-Stiftung 1. Ausweis der bisherigen Zuweisungen. Aus Mannheim: Emanuel Altstiidter M. 50,—, Simon Aronsfrau 5, , Josef Baer 20,--, Frau Josef Bacr 20, , Frau Sigmund Baer 10,--, Frau Rosa Blum 100,- , Dr. Wilhelm Bodenheimcr 20,—, Jakob Bornstein 3, , Dr. Gustav Cahen 20,- , Sally Cahn 10,— , Julius Egenhäuser 5, Feibelmann 2,—, Dr. Siman Fclsentha! 25, , Dr. Fritz Fulda 5,—, Ludwig Götzl 25, , Frau Dr. Ida Goitein 18,—, Frau Dr. Goitein für N. N, 50, , dto. 5,—, dto, 2,—, dto. 50,— , Frl. Rosa Grünbaum 3,—, S. Grünbaum 10,—, Dr. R, Gumperz 20, , Familie Gutmann-Wohlgemuth 400,-., Joset Herbst 5, , Martin Hirsch 3 —, Direktor Jakob Kahn 100,- , Kahn & Berg 10,—, Moritz Kalter 20,—, Richard Kauffmann 25,—, Cäcilie Kaufmann 10,—, Jakob Keller 20,—-, Krumick 2,—, Sigmund Lcvi 5,—, Louis Lewinsky 30,—, D. Liebhold 10,—, Sigmund Lob 5,—, Edmund Löwen ihal 30,—, Benni Mainzer 20,•—, Dr. Ludwig Mann 20, —, Frau Regina Alarschall 20,—, Ludwig Mayer 3,—, Frl, Mayer 3.—־, Dr. Julius Moses 20,- , Max Neckarsuhner 10,—, Frau Dr. Neter 10,—, Josef Neter 200,—, Frau Josef Ncter 20,-, Theodor Ncttler 15,״-, N. N. 1(),-, Frau Jacob Neu 2,— , Ferdinand Richheimer 20,—, Frau Dora Rosenbaun! 25,--, Hans Simon 20,—, Otto Simon 15,—, A. Trautmann 3,—, Frl. Amalie Unna 10,-, David Weil 10,״-, Frau David Weil 25-, Nathan Weiler 5, — , R.-A. Heinrich Weinberg 5,—, Weinmann 2,—, Julius Weiß 10,—, Julius Wertheim 7,—, Ferdinand Wohlgemuth 5,—, Moritz Wolt 30 — ־= M. 1410,-. Aus Heidelberg: M. Mark M. 50,—, Julius Simon u, Frau 500,-, Dr. Tryfus 20,- M. 570,-. Aus verschiedenen י Orten: Willy David-Berlin M. 100,—, Johanna u. Julius Rosenfeld-Berlin 5,—, Frau Jakob Fuhrmann-Keczkemit (Ungarn) 18,—, Robert Guttmann-Prag 3,07, Dr. Edmund Jerusalem- Wien 30,—, Leutnant Strauß-Hamburg, z, Zt. im Feld, 50,—, Harry Goitein, z. Zt. im Feld, 10,—, Gefreiter Weil, z. Zt. im Feld, 1,— M, 217,07. Insgesamt M. 2197,07. ZIONISTISCHE BEWEGUNG Oesterreich. (Zion i s t i s c 11 e Vertrauens m a n n c r - s i t z u n g.) Sounta״, am 5. I kvember, Sand unter Vorsitz des Vizepräsidenten Adolf Stand eine Sitzung der erweiterten vestostcrreichi-ch■ n, ga'ids.lien und Bukowinaer Zionistischen Zentralkomitees statt. Aus dem Tätigkeitsbericht des Präsidenten Dr. Karl Pollak sind folgende Einzelheiten hervorzuhebeii: Auf dem Gebiete der zionistischen Arbeit wurden die Bemühungen hinsichtlich der Schekel- und Zentralfondssnnimliuigen eifrig fortgesetzt, die ,,Jüdische Zeitung‘׳ ausgestaltet und alle Büros erhalten. Ein Teil derselben, der trüber dem Palästina-Amt gehörte, ist mehreren hebräischen Kursen zur Verfügung gestellt. Als zionistische Arbeit im weiteren Sinne ist das unter Leitung des (lg. ()bering. Robert Stricker stehende Kriegsarcbiv zu betrachten, das bereits wertvolles Material besitzt, von dem manches für die Mitteilungen dieses Archivs verwertet wird. Das Z, K. begann in letzter Zeit auch mit der Herausgabe von ״Mitteilungen“, welche die Aufgabe haben, Gcsinmingsgenossen und weitere Kreise über wichtige und aktuelle Dinge zu informieren. Auf dein Gebiete der K 1׳ i e g s 11 i 1 f s f ii r s o r ge sind zu nennen: Das Ambulatorium, das bis jetzt fast 50000 Patienten behandelt hat; das Rechtsschutzbüro, das in 7150 Fällen Rechtshilfe erteilte; das Seliadenerliebungsbüro, das bereits 22000 Formulare des Fragebogens versandte; der von Frau Patak gegründete und geleitete Kinderhort. Die materiellen Unterstützungen an die Flüchtlinge dauern, wenn auch im eingeschränkten Maße, fort. Die Gesainteinnahmcn zugunsten diu־ zionistischen Kriegs- Iiilt'en belaufen sich bisher auf 107 000 Kronen. Der Bericht wurde mit lebhaften! Beifall zur Kenntnis genommen. Nicht minder erfreulich war das Referat des gegenwärtigen Leiters der NF-Sammelstelie für Oesterreich, des üg. Dr. E. Zweig. Es genügt, die Spendegsummcn in den vier aufeinanderfolgenden Semestern der Jahre 1914 und 1915 zu betrachten: 62 200 Mark, 28600 Mark, 10 801) Mark und 55 200 Mark, Im Zusammenhänge mit diesen Referaten und den Ausführungen des Gg. Obering. Robert Stricker, wurde die Gesamtlage der Juden und der zionistischen Partei einer eingehenden Erörterung unterzogen, die mit der Annahme folgender Resolutionen schloß: 1. Die Versammelten geben ihrer Ueberzeugung Ausdruck, daß es nach wie vor Aufgabe der Zionisten aller Länder ist, unser Palästinawerk aufrecht zu erhalten und auszubauen. 2. Die Versammelten■ billigen die von diesem Gesichtspunkte geleitete Politik des AC und sprechen ihm und dem Leiter des Palästinaamtes Dank und Anerkennung aus. 3. Die Versammelten verpflichten die Österreich!- sehen Zionisten, alle Parteiinstitutionen nach Kräften zu fördern, um die Autorität des AC zu stärken und um für die starke, nach dem Kriege zu gewärtigende Palästinainnnigration gerüstet zu sein. 4. Die Versammelten erwarten, daß auf dem Friedenskongreß die Judenfragc zur Sprache kommt und vertrauen dem AC, daß es die geeigneten Mittel und Wege finden wird, um eine möglichst einmütige Kundgebung der Juden aller Länder für die Forderung hervorzurufen, daß den Juden überall die bürgerliche und politische Gleichberechtigung und in den Nationalitätenstaateu and! die nationale Anerkennung־ gevvährleistet werde. 5. Das AC wird aufgefordert, in geeigneter Weise vorzusorgen, daß vor den! Forum des künftigen Friedenskongresses die Interesse!! des politischen Zionismus gewahrt werden. 1111 Hinblick auf den Friedenskongreß begrüßen die Versammelten die Bestrebungen hinsichtlich eines jüdischen Kongresses in Amerika. 6. Die Versammelten wünschen,, daß schon in der nächsten Zeit ernste Schritte gemacht werden, um die alte Einheit i!1 der österreichischen Partei wiedcrhcrziistcllen. 7. Die Versammelten erblicken in der Fürsorge für die Waisen der jüdischen Kriegsopfer eine der dringendsten und windigsten Aufgaben und fordern die Parteileitung auf, eine diesbezügliche Aktion einzuleiten. AUS ALLER WELT Aus Amerika, Einem Berichte aus N e w York zufolge wurde in der letzten Sitzung der in San-Franzisko tagenden Konvention der ״Amerika!! Federation of Labour“ eine Resolution gegen die Einwanderung gefaßt. Die jüdischen Delegierten enthielten sich der Abstimmung. Aus Oesterreich. Der Konteradmiral d. R., Ge za dell’ Adami v, Tarczal, gab in einer Zuschrift an die ״Neue Freie Presse“ die Anregung zur Herausgäbe eines Werkes, betitelt ״Die Juden Oesterreich- Ungarns im jetzigen Weltkrieg“. Das Werk soll alle Materialien hinsichtlich der Beteiligung der österreich-ungarischen Juden am Kriege systematisch sammeln und würde so ״nicht nur ein historisches Denkmal und für die kommenden Generationen ein Ansporn sein, gleiches zu tun, sondern auch für die Stellung und das Ansehen der gesamten Judenhcit der ״Monarchie von großer Tragweite.“