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Jüdische Rundschau · 1915-06-04 · Heft 23 (4.6.1915) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XX (1915)
Issue
Heft 23 (4.6.1915)
Date
1915-06-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 184 JÖBDI9CHE RUNDSCHAU Nr. 23 Westösterreich Innerösterreich Wien: Torczvner, sei!. Kr. 50,- Jf. 37,— Dr. Emil Krasnv. ״ .,40 ״ 30,10 Alfred Lanzer, Hof- 11. ü. richtsadvokat . ״ -40 30,40 B. Hahn. 20 — 15,20 Emil Kafka (1. Rate) . . . ״ 10,80 ״ 8,20 Staatsbalmrat Reiner . . . ״ -,10 ״ 7,60 Res.-Feldw. Moritz Lamberg ״ -10 ״ 7,40 Mähren-Schlesien spitz: Felix Ungar (1. Rate) Kr. 10,— .H. 7,40 Galizien Neu-Sandec: Ing. Israel Reich .... .ff. 3,— Südslawische Länder Dugoselo: Slavko Deucht . . Kr. 10,— M. 7,40 Däne in a r k Kopenhagen: Viggo Koppel Kr. 20,— ,24,— Canad a Federation of Zionist Societies of Canada M 138,87 Aus de m Felde ohne Heim atadr esse: Gefreiter Erich Landsberger.J(. 20,— Verschiedene Spenden: N. N., Walter Preuß, z. Zt. im Felde, L>r. Walter Frankel (3. Rate), Norbert Hochstein, z. Zt. im Felde, Ing. W, Zweig, Israel Lager, S. Blaustem, Einj.-Freiw. Korp., Ing. Laszkowitz, Frl. Nelly Jellinek, Chajm Hason, Sanskiniost, Wigotzky, Dr. Emil Lederer, J. Eisenstädter, Fritz Weil. . .. M. 39,15 Hebräisches Schul werk Deutschland Berlin: Dr. J. Münz. . . M. 10, Dr e s d e n: H. Benski. . . Jf. 100,— J. Kahn. S. Hurvvitz. B. Hurwitz. . . ” 10- S. Durst. -10 ״ . . Frankfurt a. M.: Isaac Heymann. . . .1(. 100 - Walter Sündheimer. -.5 ״ ■ Mainz: Ed. Seheiering. . . 1 5,— Militsch: Grete Jutkowski . . M. 50.- Zabrze: R.-A. Schindler. Dr. Weinstein. ״,5 ״ ■ ■ Dänemark Kopenhagen: Viggo Koppel Kr. 10,— Jb 12 — Verschiedene Spenden: Alice Nothmann, Etella Drimmer, Renee Brandt, Roh. Guttmann, Dr, Walter Frankel (3. Rate).M. 6,90 Gesamtausweis dieser Nummer: Zentralfonds 1915 (einschl. Hebräisches Schulwerk ..J€ 2 094,92 Bisheriger Gesamteingang für Zentralfonds 1915 (einschl. Hebräisches Schulwerk .756,57 47 ״ Berichtigungen. Der in Nr. 13 der ״Jüdischen Rundschau“ unter Zentralfondseiugängen veröffentlichte Beitrag des Herrn Altmann in Höhe von Kr. 50,— M. 37,04 war nicht für den Zentralfonds, sondern für eine Uebenveisung nach Palästina bestimmt. Der in Nr. 10 ausgewiesene Betrag von M. 50 - ist nicht von Herrn Berthokl, sondern von Herrn Max Bodenheimer-Darmstadt für den Zentralfonds gespendet worden. B e r i c 111 i g u 11 g d e r GcsamtaufsteHung: In die Gesamtaddition im Ausweis in Nr. 14 15 hat sich ein Irrtum eingeschlichen, der dann auch in den folgenden Ausweis in Nr. 19 übernommen wurde. Der Gesamteingang im März betrug demgemäß nur Mark 18 864,78. Dadurch und in Anrechnung der in dieser Nummer enthaltenen Berichtigung vermindert sich der Gesamteingang um M. 2539,07. Dieser Betrag ist bei der Gesamtaddition der vorliegenden Nummer bereits in Abrechnung gebracht. Aus Palästina (!) a s L e b e n s m i 11 e 1 s c h i f f. - D i e Heuschrecke n.) Jaffa, 19. Mai. Die Lebensmittel konnten nach ziemlicher Verzögerung endlich von dem amerikanischen Regierungsdampfer ״V u 1 k a n“ ausgeladen werden. Nach Uebereinkunft rnitDjemal Pascha erhielt die arabische Bevölkerung zusammen mit der christlichen von den durch die jüdische Hilfsaktion in Amerika aufgebrachten Lebensmitteln 450 0 (die Christen 190/0, die Mohammedaner '26 ■■״,) und die jüdische B e v ö 1 k e r u n g die Testierenden 55 0/0. Die Verteilung der 55 0/״ a m e 1־ i k a - n i s c h e r Lebensmittel unter die Jude n geschieht auf folgender Grundlage: Jaffa erhält 9 0/״. die Kolonien bei Jaffa 41,4 0/0, Jerusalem ״ ,0/<> 60 ״ Haifa ,0',״ 2 Haifa ״ 3 ff ״ Tiberias D 4 "/«, Tiberias ״ <״ 7 fj ״ Saffed .״/'> 1 Saffed .ס׳» ו Für den V e r k a u f wird nur ein unbedeutender Teil reserviert, während der Hauptteil gratis an die Bedürftigsten verteilt wird, oder auf Borg, um Arbeiter beschäftigen zu können. Was die Heusclireckengefahr anlangt, ist die Situation in den Kolonien zurzeit kritisch. Die eben ausgekrochenen flügellosen Heuschrecken kommen jetzt in kolossalen Massen aus den arabischen Dörfern in die ji'tdischen Kolonien und es ist äußerst schwierig, sie erfolgreich zu bekämpfen. In allen Kolonien wird fieberhaft gearbeitet. Unglücklichweise genügen die vorhandenen Arbeitskräfte nicht. Die meisten Schulen Jaffas sind geschlossen und Schüler und Lehrer sind in die Kolonien gezogen, um an der Bekämpfung der Heuschreckengefahr zu arbeiten. In einigen Gegenden, besonders in Ein-Oanim, R i s c 11 o n - 1 e - Zion und Rechobot h haben die Heuschrecken großen Schaden verursacht, besonders in den Weinbergen, wo sie die Blätter abgenagt haben. Soeben erschien ein riesiger Schwarm in den Ben Schemen benachbarten Dörfern. Besonders die Mandelpflanzungen in den Tälern sind arg bedroht, aber man arbeitet mit Anspannung aller Kräfte und hofft, das Uebel mit Erfolg bekämpfen zu können. Während es in den Kolonien gelungen ist, die Eier und die ausgekrochenen Tiere zu vernichten, nähern sich den jüdischen Kolonien ungeheure Schwärme aus der Richtung der arabischen Dörfer und die Kolonien müssen ohne Ermattung arbeiten, um der neuen Gefahr zu begegnen, die sich von außen naht. Durch Vermittlung des Agronomen O e 11 i n - ger wurde eine Sendung von ״Coccobaeil Ins acridior u m״ nach Palästina gebracht, der zur Vernichtung der Eier sehr geeignet ist. Ueber die Resultate der Anwendung ist noch nichts bekannt. Die Generalversammlung des Hilfsvereins der deutschen Juden Der Hilfs verein der deutschen Juden hielt am 30. Mai, nach einer Sitzung seines Zentralkomitees, seine General- Versammlung ab. Den! uns vom Hilfsverein übersandten Bericht über die in dieser Versammlung erstatteten Referate entnehmen wir, daß Herr Dr. Paul Nathan die Tätigkeit des Hilfsvereins auf dem Gebiete des SchuJvverkes skizzierte und sich über die Erwerbung des Technikums in Haifa folgendermaßen äußerte: ״Der Hilfsvercin war in hervorragendem Malle auch an der Schöpfung des Technikums in Palüstina beteiligt, das eine selbständige Gründung gewesen ist. Durch Unbequemlichkeiten aller Art, seit Ausbruch des Krieges auch durch finanzielle Schwierigkeiten, war es nicht möglich, das Institut wie gewollt fortzuführen. Die einzige Möglichkeit zur Sanierung bestand darin, daß die alte Gesellschaft, die es in der Hand hatte, den Konkurs anmeldete und daß der Hilfsverein der Deutschen Juden nach sehr eingehenden Beratungen dieses große Unternehmen übernommen hat. ln diesem Augenblicke wird es nicht betrieben und kann es nicht betrieben werden. Man muß den Frieden abvvarten, um definitiven Beschluß darüber zu fassen, nach welcher Seite hin die weitere Entwickhing des Werkes stattfinden kann.“ Unsere Leser sind über die Art und die Ursachen der ״Unbequemlichkeite n“ genügend unterrichtet, die zur Konkurserklärung des Technikums und seiner konkurrenzlosen Er- Steigerung durch den Hilfsverein der Deutschen Juden den Anlaß gaben. Der weitere Bericht des Herrn Dr. Paul Nathan behandelte die Tätigkeit des unter Leitung Justizrat Bres- 1 auers stehenden interkonfessionellen ״Russen ko mite es“, das mit den von der russischen Regierung hierfür zur Verfügung gestellten Geldern in Höhe von 244 Millionen Mark die Heimbeförderung und Unterstützung der bei Kriegsausbruch in Deutschland weilenden russisehen Staatsangehörigen durchgeführt hat. Ferner erstattete Herr Dr, Paul Nathan Bericht über die Tätigkeit des ״Jüdischen Hilfskomitees für Polen“, das die amerikanischen Hilfsgelder verwaltet. Das ״Jüdische Hilfskomitee für Polen“ arbeitet zusaminen mit dem interkonfessionellen Komitee für Polen und mit dem speziellen polnischen Komitee. Die Kommission, die das ״Jüdische Hilfskomitee für Polen“ nach Polen entsendet hat, hat sieh bemüht, Aufnahmen über die Greueltaten zu machen, die begangen worden sind und erwägt nun die Veröffentlichung dieses Materials in Deutschland und im neutralen Ausland. Herr Dr, James Simon teilte mit, daß 40 000 Mark zur Hilfeleistung für Palästina verwendet worden seien. Die Versammlung erteilte der Verwaltung einstimmig Entlastung. « Herr Professor Otto Warburg und Herr Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee, die bisher im Zentralkomitee des Hilfsvereins der Deutschen Juden gesessen hatten, hatten vor der Sitzung des Zentralkomitees und der üeneralvcrsatnmlung in motivierten Briefen an den Vorstand ihren Austritt aus dem Zentralkomitee bekanntgegeben. Frau Susanna Bentwich Frau Susanna Bentwich, die Gattin unseres hochgeschätzten Gesinnungsgenossen Herbert Bentwich, ist in London gestorben. Frau Susanna Bentwich, eine durch ihre Liebenswürdigkeit und Güte ausgezeichnete Dame, die an der Seite ihres Gatten und als Mutter ihrer ebenfalls in weiten zionistischen Kreisen bekannten Kinder Norman 11 und Margot eine den führenden Zionisten aller Länder und den Besuchern der Zionistischen Kongresse vertraute Erscheinung war, hat sich mit einem außerordentlichen Eifer und in oft gerühmter Hingabe zionistischer Arbeit gewidmet. Die verschiedenen palästinensischen Institutionen, so vor allem der Bezalel, erfreuten sich ihrer Mitarbeit. Eifrig betätigte sich Frau Bentwich auf dem Gebiete jüdischer Wohltätigkeit. Mit ihrer Familie trauern um sie die Zionistische Organisation und ihre vielen Freunde. Frau Professor Schapira Kurz vor Redaktionsschluß erhalten wir aus Palästina die Nachricht, daß Frau Professor Schapira, die Witwe Professors Hermann Schapira in Heidelberg, dem die Gründung des Jüdischen Nationalfonds zu danken ist, am 22. Mai in Jerusalem gestorben ist. ZIONISTISCHE BEWEGUNG Amerika. Das Provisional Executive Committee for General Zionist Affairs in New York berichtet in einem vom 29. April 1915 datierten Berieht u. a., daß der Dampfer der Vereinigten Staaten, das Kohlenschiff ״Vulkan“, das 1000 Tons Lebensmittel für unsere Brüder in Palästina mit sich führt, am 24. April in Jaffa angekommen ist, nachdem es in Alexandria angelaufen war, um dort noch weitere 100 Tons Zuck er, Reis und Kaffee an Bord zu nehmen. Ferner teilt der Bericht Einzelheiten über die Anleihe für die palästinensischen Orangenpflanzungen mit. Nach dem Bericht des Herrn Dr. R11 p p i n , daß sofort ein Betrag von 600 000 Frcs. nötig ist, um die Orangenpflanzer in den Stand zu setzen, ihre Ländereien für das folgende Jahr zu bebauen, wurde in Amerika ein Komitee gebildet, um diesen Betrag als Darlehns-Fonds aufzubringen, der als Hypothek auf die Orangenpflanzung sicherzustellen wäre. Durch den Edelmut einer Anzahl jüdischer Philanthropen ist es nun dem Provisional Executiv Committee for General Zionist Affairs gelungen, einen Darlehnsfonds von 600 000 Frcs. zusammenzubringen. Der Bericht würdigt die Bemühungen des Herrn Samuel Pewsn e r aus Haifa, welcher sich in dieser Angelegenheit

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