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Jüdische Rundschau · 1915-05-07 · Heft 19 (7.5.1915) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XX (1915)
Issue
Heft 19 (7.5.1915)
Date
1915-05-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 150 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. IQ Zentralfonds 1915 Ausweis der eingegangenen Beträge Deutschland Berlin: Dr. A. Maaß. Alwin Loewenthal. JL 150,. —,100 ״ Wille David . 50,- R.-A. Hans Steinitz. 30,- C. Ltwvin. 20. |. Leporte. 15,— Leo Herrmann (1. Rate). 10 — Hans Goslar. 10,- Frieda!1inner. 10- Assessor G. Böhm. 5,— Rose F riede . 5,- Beut h e 11: Jacob Goldstein ........ JL 50,- Julius Nothmann . 25,- Dr. Kopfstein. 20,- Frau Dr. Emmerich. JL 10- Bonn: Max Schatz ......... JL 23,— Breslau: Leo Grünthal (1. Rate). JL 30,- Dr. Lasker. 20,- Dr. B. Schwarz (1. Rate). -׳,20 Anonymus durch stud. F. 5,— Alex Walk u. N. Klotz. 5,— Unterarzt Georg Weyl, z, Zt. im Felde וו 5- Chemnitz: David Leder. 10,- Frau Dr. Götz. 10,— J. Lichtmann. >f 5,- C ö 1 n: Ref. Arthur Cahn. JL 10- Crossen a. O.: Oberlehrer Moses Calvary JL 20,- Danzig: Dr. J. Landau. JL 10- Darmstadt: Berthold Bodenheimer . 50- Dr. L. Isaac. f> 10- Dt s c 11. ־ E v 1 a u: Rechtsanwalt Lewin JL 10 — Dresden-A.: Viktor Bileski . . . . JL 10- Duisburg : R.-A. Dr. Harry Epstein JL 20 — Düsseldorf: Frau Simon .... JL 5- E s c h \v e i 1 e r: S. Lucas. JL 5 Essen: Heinrich Auerbach. 5,— Floß i. B,: Ferdinand Bloch . . . JL 100,— Frankfurt a. M.: Postrat M. Joseph, Oberursel . . JL 50,- M. Joseph, Oberursel. JL 50- Julius Kronenberger. 20 — David Hamburger. V 10,- Bruno Bender . . . . . . . . . fl 5,- Freiburg: Dr. M. Melamid . . . . JL 10,- Fulda: Gustav u. Oscar Nußbaum . M 20,- Gnesen: Eugen Oelsner. jl 10- Gollub: Isaac Kiewe. JL 20- Gotha: Emil Samson. 5,- Halberstadt: Ernst Baer. M 20- A. S. Winter. 20,- Otto Levi 11. Mary Sternberg . . . ff 6- Fanny Baer. ff 5,—- Halle a. S.: Dipl.-Ing. Dr. Löwenberg JL 25,- Hamburg: Dr. Weißbrem, z. Zt. Bad Spa . . . JL 20,- Heinrich Mayer. 20,- Feldarzt Dr. Hugo Meyer (1. Rate) . ff 10,- Karlsruhe: Heinrich Maaß. Jk 20.- S. Kaufmann. ff 10,- K i s s i n ge 11: Dr. J. Bamberger . . JL 10,- Königsberg i. Pr.: Zahnarzt Eduard Deutschländer . . M. 10,- Jacob Jacoby.. ff 5,— Leipzig: Dr. Georg Rosen .... JL 50,- L i s s a: Georg Eisenstädt.. 5,— B. Nürnberg. ff 5,- L 11 d w i g s ]1 a f e n a. R 11.: Louis Freisieben JL. 25- M a!1 1111 e i m: Richard Kaufmann. Mk 25,— Frau E. Gutmann. >7 10,- M ii 11 c he 11: L. Neumever. Mo, 30,- Neuwied: Jacob Lew . . . ... . JL 10,- Nürn b c rg: Max Jacobv . Jk 13,— 5- A. Weichseibaum. Oels: Willy Goldschmidt. JL 5,— Posen: J. Rosentha!. Jk 30 — j. Auerbach . 30,- Moritz Krause.. 20,- R a t i b 0 r: Walter Zernik. Ji 20- Hugo Marcus. 10.- Straß bürg: Frau M. Epstein . . . JL 5- Zabrze: Max Lewin. JL 5,- Aus dem Felde ohne 1 leiinatsadrcsse: Feldunterarzt M. Drevfuß anl. seiner Bei'örderung. JL 20,- Unterarzt Salonion. 10,— Unterarzt Fürst. 10,- Lazaretrinspektor-Siellvertr. Freund . 10,- Werner Jakubovvski. וי 10,- Verschiedene S p e n cf e n: Julius Wertheirn, Dr. Th. Weißeiberger (1. Monatsrate), Prof. H. Glaser (1. Monatsrate), Arthur Rim (1. Monatsrate), Aron Calvary, z. Zt. im Felde, Georg Böhm, Robert üuttmann.JL 15,82 Westösterreich Jnnerösterreich Wien: Samml. Zion. Zentralkomitee für Wcstösterrdch . . .Kr. 41,80 JL 31,25 Böhmen Prag: Paul Herrmann .... Kr. 5,— JL 3,80 Teplitz: Zion. Jugend . . . 76 ״ —.100 ״,-- Südslawische Länder Z a g reb: Dr. Ivan Jacobi.JL 40,— Hermann Licht.14,07 ״ Hebräisches Schulwerk Deutschland Berlin: R.-A. Hans Steinitz .... . . . JL. 30- Frau Amalie Rosenthal . . . -30. ״ . . . Dr. Max Wolff. —,25 ,ו Bettv Frankensteiu (1. Rate) . ¬,5 ״ . . . Breslau: Lippmann B'och. . . . JL 202,50 Leopold Altmann . -,25 ״ Unterarzt Georg Weyl, z. Zt. im Felde 5 ״,- Frankfurt a. M.: S. H. Goldmann. . . . JL 30,- Martin Levigard. -,20 ״ . . . Bruno Bender . -;5 1: .־ .־ Gnesen: Eugen Oelsner . . . Gotha: Leopold Heilbrunn . . . . . . JL 5,- Halberstadt: Siegfried Hirsch . . . JL 100,- Karlsruhe: Jacob Goldberg . . . JL 10,- Leipzig: Dr. Raphael Chamitzer . . . JL 100 - Lübeck: Hugo Mever .... . . . JL 10,- Mainz: Lazarus Friedmann. . . . JL 10,- Ludwig Friedmann. -10 ״ . . . Zahnarzt Epstein. -.10 ״ ■ L. Sochat . -,10 ״ . . . Argentinien: B u e 11 o s - A i r e s: Federation Sionista en Argentinia £ 52.70 JL. 93,80 Verschiedene Spenden: Alice Nothmann, Etela Drimmer, R. Brandt, Feldarzt Dr. Hugo Meyer.JL 5,50 Gesamtausweis dieser Nummer: Zentralfonds 1915 (einschl. Hebräisches Schulwerk) .JL 2 555,74 Bisheriger Gesamteingang für Zentralfonds 1915 (einschl. Hebräisches Schuiwerk) .,, 48 200,72 Berichtigung. Die in Nr. 10 ausgewiesene Sammlung durch Herrn Dr. Bruno Isaac war nicht für den Zentralfonds, sondern für das Hilfswerk für Palästina bestimmt. Die Litauische Presse gegen die Juden In der letzten Zeit sprach mail viel von freundschaftlichen Beziehungen, die in den letzten zehn Jahren zwischen Litauern und Juden herrschten und sprach viel von der Notwendigkeit einer noch engeren Verbrüderung dieser beiden Nationalitäten, die gemeinsame Interessen und eine gemeinsame, sie verbindende Arbeit haben. Wenn man jedoch die litauische Presse verfolgt, so wird man finden, daß sie dieser Verbrüderung durchaus entgegenarbeitet. Die einflußreichste litauische Zeitung ist die in Wilna erscheinende klerikale ״Vi 11 i s“. Diese Zeitung hetzt unaufhörlich gegen die Juden, ohne dabei vor den schändlichsten Verleumdungen Halt zu machen. In einer ganzen Anzahl von Briefen, Artikeln und Feuilletons wiederholt sie die üblichen Märchen von der mangelnden jüdischen Loyalität und bringt als unbestreitbare Tatsachen alle verleumderischenGerüchte, die im Volke zirkulieren. Wir bringen hier einige Proben dieser Agitation: In L e i p o 1 i g i s, Gouv. Suwalki, sollen die Deutschen auf eine Aufforderung der Juden hin alle litauischen Läden geplündert haben. Auch in Wilkowszken hätten die Deutschen auf Geheiß der Juden litauische Läden geplündert, die jüdischen unangetastet gelassen. Aehnliehe ,,Nachrichten“ werden auch von anderen Städten mitgeteilt. Zugleich treibt die Zeitung systematisch Boykott agitation. In einem Feuilleton, das überschrieben ist: ״Eindrücke aus der Kriegszeit in Sclunud“ (Viltis Nr. 264), ist in Form eines Dialogs geschildert, wie ein Jude einen Bauern um sein Vieh betrügt, indem er ihn mit der bevorstehenden deutschen Invasion zu schrecken sucht. In einem Brief aus Tels wird mitgeteilt, daß die Juden vom Militär für billiges Geld Schmalz aufkaufen. Der Zweck dieser Verleumdungen ist klar. Man muß die Kriegszeit dazu ausnutzen, um die Juden aus ihren wirtschaftlichen Stellungen zu verdrängen, die auch ohnedies durch den Krieg stark erschüttert sind. Die Zeitung ״Rygos Corsas“ teilt in einem Brief aus Novvyje Schagory (Nr. 96) mit: Obwohl es verboten ist, Fleisch und andere Lebensmittel auszuführen, beachten die Juden diese Vorschriften nicht. Man erzählt, daß die Juden in abgelegene Dörfer reisen und die Bevölkerung durch falsche Angaben von kriegerischen Ereignissen derartig in Schrecken versetzen, daß sie ihnen für einen ganz geringen Preis Vieh und Geflügel verkaufen. Dieses führen die Juden dann nach Mitau und verkaufen es dort zum dreifachen Preise. Die Zeitung ״S i e t u v o s Z i n i o s“, die sich sonst stets eines loyalen Verhaltens den Juden gegenüber befleißigt hat, beginnt neuerdings ebenfalls gegen sie zu agitieren. In Nr. 180 dieser Zeitung finden wir z. B. folgendes: Die Deutschen haben nichts zu essen und schon längst würde bei ihnen Hungersnot herrsehen, wenn die Juden ihnen keine Hilfe brachten. Die Juden unterstützen sie auf jede Weise und führen Kühe und Geflügel über die Grenze nach Preußen. Als russische Soldaten die Juden einmal dabei ertappt haben, haben die Juden einen unterirdischen Gang gebaut, in den sie den Deutschen Lebensmittel bringen. Mitunter kommt ein deutsches Flugzeug und geht in der Nähe von Scliawli nieder. Dann beladen es die Juden mit Kühen, Gänsen usvv. (!) und das Flugzeug kehrt nach Preußen zurück. Solche und ähnliche unsinnige Berichte werden durch die litauische Presse ins Volk gebracht. Das Gefährliche hierbei ist, daß diese Nachrichten in der Tat Glauben finden und die Bevölkerung zu tätlichen Ausschreitungen gegen die Juden veranlassen. Die Anleihe für die Orangenplantagen geglückt Eine erfreuliche Nachricht kommt aus Arnerika: das, nach den Plänen Arthur Ru pp ins ausgearbeitete Anleiheprojekt für die palästinensischen Orangenplantagen, ist verwirklicht worden. Eine Summe von 600 000 Francs ist gezeichnet worden. Die einzelnen Darlehen, aus denen sich diese Summe zusammensetzt, verteilen sich wie folgt: Von Jakob H. Schiff. 100 000 Frs. Von Julius R o s e n w a 1 d. 50 000 ,, Von Adolf Le w i s o hn. 12 500 ,, Von Ouggcnheim. 12500 ״ Von Baron Edmund Rothschild. . 200 0C0 ,, Von der Jüdischen Kolonialbank 100 0C0 ,, Vom Jüdischen Nationalfonds 100000 ״ Vom Provisional Executive Committee for General Z i o - nistAffairs. 25000 ״ Diese Anleihe, deren Durchführung unser Palästina amt als unbedingt notwendig bezeichnet hat, um die Orange n plant a gen der jüdischen Kolonien vor der Zerstörung zu bewahren, ist ein neuer Beweis des starken Verantwortlichkeitsgefühls, mit dem sich das amerikanische Judentum der jüdischen Siedlung Palästinas annimmt. Daß der amerikanische Botschafter in Konstantinopel, Mr. Henry Morgenthau, sich für die Anleihe warm eingesetzt hat, ist für den Erfolg außerordentlich bedeutsam gewesen. Mitteilung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Unsere Bureaus sind von jetzt ab an den Wochentagen von 8 3!/2 Uhr ununterbrochen geöffnet // Am Sonntag von &’/2—!1/2 Uhr Zionistische Vereinigung für Deutschland Jüdische Rundschau G. m. b. H. Jüdischer Nationalfonds, Zentrale für Deutschland •■••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••»•«•••••••■••••••ו

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