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Jüdische Rundschau · 1914-06-26 · Heft 26 (26.6.1914) · page 5

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Seite 281 Nr. 2 י _;__ njc notwendigen Assimilationen an Völker und Staate», an Kulturen und Lcbensvcrhültnissc haben ihre Opfer gefordert und werden ihre Opfer fordern. Aber im Kampf ums Dasein kann die Anpassung ei״e Bedingung der Arterhaltinig sein. So wird es ein Segen sein, wenn der neue «Schub, den der \X׳ille zur Einheit des Judentums treibt, gesättigt ist mit den Kultnrformen der Lander j״ jeen cs lebte. Methode und Technik, Erzielunn!• ״ml Ideale, Geschichte und Erfahrung ״Iler Völker werden durch das Medium ihrer Juden helfen, unser Werk der Gesittung vorzubcrcitcn. Amerikanische Zielstrebigkeit, englisches Persönliehkeitsbewuliisein sollen iu den Juden für Palästina aktiviert werden, per Anpassung an die ״breite Natur“ der Russen verdankt die jüdische Arbeit die wertvollsten Eiemente: Hingabe an cm Ideal, der Mühsal spottende Begeistert׳ng und eine Opferfreudigkeit, die des Fragens uitwolint ist. Unter diesem Gesichtswinkel müssen Ailuisotli deutscher Juden auch gesehen werden. Fi•• empfangen in ihrem Vatcrlande ein Besit/tunt, so wertvoll und zukunftsreich, dali es in das jüi:iwlie Einheitswerk eingebaut werden nuill, Aus (Kutschern Idealismus haben wir Kräfte empfangen, l ichte, Jahn, Humboldt waren unsere Lehrer. Und Sclidlers ״Nichtswürdig ist die Nation, die nicht ihr Alks freudig setzt an ihre Ehre“, hat uns aus dumpfer! Dämmern emporgerissen. Hegels Idealisimis cliiuiifliitct in breitem Strom das erste zionistische Werk, Moses Heß* ״Rom und Jerusalem“ als brauseniler Protest gegen jene kalten Sezierer, die das nationale Judentum vom religiösen loszutrcnncn versuchten 1m׳t fauchend die jüdische Nationalität zur ,sze1rIcnselK.il“ stellten; Verräter eines historischen blies, weil sie um der Emanzipation willen die jüdisclie Nationalität nicht ״wünschten“. __J UED1SCHE RUNDSCHAU Deutsche Schulen und deutsches Lehen haben uns den Sin״ für Ordnung, Pflicht, Exaktheit stark ge* macht und uns zu einer Disziplin erzogen, in der der Einzelne Kraft^ und Weihe gewinnt in seiner Eintuguiig in die Gemeinschaft. Der Geist dieses Systems Kommt der Artung der Juden entgegen, waren wir doch das einzige Volk, das in einer überwertigen Idee organisiert war. Deutsche Zionisten sollen diesen Geist fruchtbar machen für ihr Werk der Gesittung, Das wird ein Segen sein und zugleich dankbarer Patriotismus. Nicht und nirgends aus wirtschaftlichen Not- Wendigkeiten, aus dem iiationalethischeii Imperativ spannt sich der Wille auch für die Achusa. Wir wollen die Einheit des Judentums erhalten, wir wollen unsere große Eigenart bewahren. Und stellt sich vor uns die hange Frage wie vor Hermann Cohen: ״Wenn die Zeremonien immer mehr schwinden, wenn andererseits die politisch-nationale Verschmelzung 111111 mit ihr die ästhetische Gleichartigkeit der Gefühlsweisc immer mehr zunimmt; mit welchem psychologischen Mittel sollen wir denn die geistige Eigenart für unsere religiöse Eigenart bewahren können?" dann werden uns Geschichte, Erfahrung, Verpflichtmig mul die Verheißungen unserer Propheten eine andere Antwort gehen als die resignierte des Weltweisen: ״Es gibt im letzten Grunde keine andere Möglichkeit als die Erhaltung des hebräischen Sprachgcfulils für den Grtmdfcxt unserer religiösen Gedanken'‘. Und das Mittel wird ein anderes sein müssen, als ,,die hebräische Sprache in wie heschränkten! Umfange immer, in dem wichtigsten Teile der Hauptgebete unerschütterlich festzuhalten." Wir wissen, der Gelehrte vermag sich ein Sprachgefühl anzustmliereii. Eine Gemeinschaft hat nur ein Sprachgefühl, wenn sie die Sprache spricht. Und eine gemeinsame Sprache, in der sicli eine seelische Eigenart erhalten soll, kann nur auf einem gemeinsamen Boden wachsen. Und nur der Wille zur Einheit kann diesen Boden schaffen. Dieses soll uns Paläslina wieder geben: Eigenart, Sprache, Boden und die Einheit, welche die (.ebenden verbindet, die Geschlechter und die Zeiten! Wege zu diesem Ziele will die Achusa bahnen. Von den vier Ecke» der Erde werden sie kommen, jeder mit seiner Sippschaft beschwert und doch gehoben mit der geistigen ifabe seines Landes. Sic werden arbeiten wie die Träumer und werden dahingehen. Aber, die ans dem Dunkel aufsteigen: ein Geschlecht bauend auf dem andern —• in ihnen wird die'Gewißheit sein. Sic sind die Einheit, nicht mehr nur im Willen. Sie wachsen auf dem gemeinsamen Boden, der ihre Heimat ist. Die gemeinsame Sprache wird ihre Seele empfangen. S i e werden die Einheit des Judentums sein, weil sie nicht mehr zerrissen werden vom Fluch der Diaspora, dem Dualismus der Assimilierthcit und der jüdischen Eigenart. Was die Väter aus den Lindern nach Palästina gebracht an geistigen Werten, was sie selbst empfangen im Austausch sittlicher Güter —: ihnen wird cs nicht mehr Assimilation sein. Es geht in sie ein, Gut von ihrem Gute! In dieser bodenständigen Gemeinschaft wird die Wanderung durch die Völker lind durch die Länder, wird das Galuth erst schöpferisch für den jüdischen Univcrsalismus, für den Humanismus unserer nationalen Propheten. Die letzten Ziele sind die Freudigkeit des Anfangs. Beginnen wir in Freuden! Finanzielle Leist! im Jahre 1913 Schekel Jt Landes- Beiträge Jt Organis.• Fonds X National- Fonds u. a. Palästina- Spenden X Zentralfonds inkl. Schulwerk 1918-1914 י Jt Schekel Landes- Organis. Beiträge Fonds Jt X National- Fonds u. a. Palästina- Spenden Jt Zentralfond■ Inkl. Schulwerk 1913-1914 X Aachen . . . Allenstein , . Annabcig . . Bamberg . . . Berlin .... Bernburg. . . Beutlien . . . Bischweiler . . Bonn und Beuel Bremen . , Bremerhaven . Breslau . , , Briesen W.-Pr. Cassel ... , Chemnitz . , Cöln .... Crone , , . , Cötlien . , . Cosel .... Danzig . . , Darmstadt , . Dessau . . , Deuisch-Eylau . Dortmund . . Dresden . , . Duisburg . . Düsseldorf . . Eberswalde . . Elberfeld. . . Emden . . , Erfurt . , , . Erlangen . . . Eschweiler . . Essen .... Eydtk ulinen . Filelme , . . Frankfurt a. M. Frankfurt a. O Freiburor j, Rr . Fulda . . . Gailingen . . Gleiwitz . , Q10;;au . Gnescn . ’ ' Gollult, , , ’ Göttingen . . Gross-Strehlitz. Hagenau. . . Halberstadt . . Halle , . Hamburg. [ j Hameln . Hannover . , Heidelberg . , Herlisheim , , Hildesheim , . Hoch leiden , . Hohensalza . , Jarotschin , , ngwciler. . , Insterburg , , Karlsruhe! , Kattowit! , : "׳& BO.- 6.— 10.— 2032.— t._ 303.— 5.- 28,— 8’.- 474.- 21.— 148.- 210.— 64.- 178.- 10.— .72.— 21.- 67.- 00.- 72,- 60.- 64.- 189.— 4.— liä,— 24.- 160.- 108.- 128 - 6.- 667.- 6.- 108.- 30.- 40.- 18,- 89- 30.- 8.- 23.- 13.- 135.- 45.- 675.- 210.- 7.- 2.- 7. - 78.- 60.- 10.- 180.- 698.- 8. - 8.- 21.- 13.- 7.- 9.- 619.- 5 — 170.- 21.- 81.- 26.- 8- 405 - 33.- 36.- 61.- 240.- 6.- 18- 15.- 60 - 32.- 38.- 7.- 104 - 50- 118.- 19. - 18- 12U- 20. - 4t.- 17 - 100.- 62.- 60 - 6 - 316.- 6.- 00.- 38. - 18.- 126.- 82.- 29. - 30. - 5. 80.- 9.- 61.- 37. 437. 26. 100. 36. 27. 8. 8. 39. 20. 18. 12. 60. 247. 7. 19. ln dieser Statistik sind nur Oruppen 60 — 105.- 15.- 2 736.- 6,- 60.- 20.- 336.-■ 10.- 60.- 160.- 167.- 5.- 5.- ־.61 -.6 -.82 -.05 -.84 -.20 -.100 ־.107 -.20 ■ -.20 -.00 ־.25 -.80 -.808 -.5 -.61 -.10 -.80 103.- 20.- 318.- 7.— 48.— 24.- 10.- -.60 ־.10 6.- 35.- aufgeführt. Eine 126. 742.— '26.— 81.— -.26־5 20 -.014 2 -.36 —.10*6 -.113 - 11 -,0,30 8 -.105 -.174 -.830 -.017 2 —,197 -.90 -.615 1 -.601 -317 -.00 -.453 -.103 -.184 -.248 -.24 -.1300 -.»11 —.»9 -.»20 -.»30 -.61/0 -.616 -.25 -.794 2 -57 659 - ICO,- 50.- 407.- 238.- ־.173 -.»43 -.54 -148 - 900 1 -.357 -.052 0 -.90 - 803 402.- 4L- 35.* 252.* 100,■ 38.■ 803. 118 L• ««.• 222.- r>׳\— 20.— .54.— 21 807.— 1 790 - 4.- 20t).- 106.- 4 131.- 120.- 590.- 028.- 61.- 0.- 640.- 6().- 232.- 102. - 223.-- 218.- -.200 ״ -,470 -.75 -.073 2 -.60 -.52 -30 -.60 -.()40 ־.480 -.634 2 -.67 -.05 -.221 -.56 -.6 ־.97 -.60 -.25 -.407 •.120 •.589 2 ■■52 •.428 ׳,886 ׳,70 *.28 607. 1046•■ 10. 161. Königsberg , . Königshütte . . Konstanz. . . Koschmin . . Kröben . . . Krotoschin-Militsc Lnurahiitte . . Leipzig . . . Lissn .... Loslau , . . Lübeck . . , Magdeburg . , Mainz .... Mannheim . , Marburg . . Memel. . . Mergentheim Messingwerk Metz . . . Miloslaw . . Miltweida . Mühlhausen i. Thür. Mülhausen i. Elsas■ München . . Myslowitz . Neuwied . . Nicolai . . . Nürnberg. , . Ober-Ingelheim. Oels .... Offenbach . , Ostrowo . , , Pforzheim , . Plauen. . . . Pless .... Posen .... Ratibor . . . Rawitsch . . . Rees .... Regensburg . . Rybnik. . . . Saarbrücken. , Samter . . . Schönlanke . . Schopplnitz . . Stettin .... Stolp i. Pommern Stralkowo . . Strassburg . . Stuttgart . . . Sulz. .... Tarnowitz . , Thorn .... Tilsit .... Trier .... Varel .... Wesel .... Wetzlar . . . •Wiesbaden . . Winzenheim. . Wrcschen . . Wronke . . . Wiirzburg . ' , Zabrze. . . , Zwickau . , . 834.— 488.- 260.- 6 076.- 236.— — — 1 080. - 44 - 132.— — 248 — 12.- 16.- — 46.— 6.- 16 - — — ־ 16.- 36.- 25.- 806.- 22.- — — 75.- 250.— 175.- 86.- 1318.— 29 - 15.- 77.- 129.- ö.- — — — 80.- 177.— 26.- 630.— 7.- [ 10.— 10.- 186.- 85.— 1 100.- 6.- 100.— 107.- 294.— 200.— 1012.- 11.— 11.- — 46.- 100.- 63.- 6- 268.- 6.- 6,— — — 7.— 20.— — 674.— 29.- — 6.- 698.— 21.- — * 20,— 20.- 3 — — 19.- 6.— יי— — — 60.— 180.- 20.- 037.- 167.- 234.- 260.- 1611.- 21.- 21.- — 129.- 10.- 3.- — — 26.- -- 67.- 167.- 8- 61.— 998.- 7.- 19.— — ־־־־ 10.— 10.- 6.- 8.- 39.— 72.- 20.— 193.— 2.- 12.- — 182.- 12.— 1.— 6.— 42._ 21.- 4.- — 187.- 29.— —י- *— — 198.— 200.— 180.— 2 114.— 00.- 172.— 65.- 818.— 18.- 6.— — -.48 ־ 11.- 6.- י— 128,— 60.- 124. - 36.— 72.-- 45.- 24.- — 88.— 12.- 15.— י— — 22.- 22.- — 148.— 25.- 75.- 40.- 236.- 113- 50.- 46.- 279.— 7.— 17.- 18.— 165.- 8.— 0.- — 28.- 64.- 133.- 120.- 1 210.— 60.— 81.- — 660.- 80.- 01.— 1007.- 9.— 27.- — 66.- 28.— — 12.- 42.— 6.— 20.- 16.- 65.- 6.— 11.- 210.— 78.- *׳־־.י -.9 2.- 9.— 166.- 84.— 76.— — 789.- 7.— 2.— — — 8.- 8.— — — 80.- 90.- — 108.- 18.- 48.- — 02.- 40.- 51.- — 216.— 40.- 78.— 60.- 930.— 4 313.- 200.- 70.- 186.- 1 701.- 20.- 150.- 390.- 120.- 1 069.- 87.- 27 t.- 60.- 60.- 1870.- 48.- 22.- 20.- 435.- 68.- 768.- 467.- 30.- 40.- 176.- 64.- 80.- 20.- 111.- 93.- 436.- 49.- 885.• 120.- 12.- 10.- 110.- 60.“ 888.- 1000.- Anzahl Ortsgruppen erstrecken sich auf mehrere Städte, die infolgedessen hier nicht aufgeführt sind.

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