Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIX (1914)
- Issue
- Heft 11 (13.3.1914)
- Date
- 1914-03-13
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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!0 Nr, 11 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seit« 27 /iert sei den? j O'P V»י* ins* .:nies ",ieht itet die IT «I» tc 1 Ser mir׳■ Jtin■ lat, Vtrr tetml rmäditigt Wendigen 1 tum an e 1! 1 a 111 '. antieren * 11 i t e n; a s c 11 - Der Ar- Arbeiterteitig in t in die »mindest {tied ist ein allgliedern Wie das r /1.) ie alles »1 Find schwiciämlich nal anla alle jnmen- Untert nicht ׳rnligcs tktives : auch mente nichts Nation •rkmal von ntiim- 1 Verlieden tsame , die ‘ische ‘ subh ein st im : auf, Volk d. h. gkeit die ilturtseiu aber rade fang auf Ines 'ge־ ,die det. Das Ergebnis des Jüdischen (Fortsetzung.) Tabelle UI. Eingänge im Jahre 1913 pro Kopf der jüdischen Bevölkerung Land > Seelenzabl der jüdischen Bevölkerung Eingänge für den N.-F. in Mark Eingänge fürd.N.-F. pro Kopf in Pfg. 1. Oslasien 2 000 2S00 140.0 2. Belgien. 16 000 9 (XX) 60 0 3. Caitada. 74 000 87 600 60.8 4. Südafrika. 60000 20 800 4t 0 5. Südslavische Länder , 82000 0 000 28.1 6. Schweiz ..... 7. Däncinark.Schwedenu, 19 000 4600 21.2 Norwegen .... 6600 1200 21.8 8. Biasilien. 8000 600 20.0 9. Argentinien .... 49 000 9 300 190 10. Australien. 19 000 3 200 16.7 11. Deutschland .... 015 000 108 000 17.6 12. Holland ..... 106 000 11 600 13.7 13. Oesterreich .... 1813000 141100 11.0 14. England. 244 000 18 900 7.7 15. Nordamerika .... 2044000 143 700 7.0 16. Rumänien ..... 215 900 13 300 6.1 17. Frankreich ..... 100000 6 600 66 18. Itaiien. 46 000 1 000 4.2 19. Rußland. 6000 000 237 800 3.0 20. Griechenland .... 88 000 3 000 34 21. Bulgarien. 22. Türkei und Palästina . 67 750 2 100 3.1 ,841000 7 700 2 2 23. Aegypten. 60 000 700 1.4 24. Ungarn ...... 911000 12 300 1.8 25. Serbien .. 16 700 150 0.1 Die Spenden aus Rußland ergeben im Jahre 1913 eine Steigerung von fast 70 0/0 gegen das Vorjahr. So sehr ־wir uns darüber treuen und der Opferwilligkeit unserer dortigen Freunde Dank zollen müssen, so können wir doch nicht umhin festzustellen, daß die Zahl derjeiiigcn Städte und Vertrauensmänner, die gleichmäßig und intensiv für unsere Sache tätig sind, noch immer eine sehr beschränkte ist. Dazu kommt, daß laut dem in unseren Händen befindlichen Ortsverzeichnisse nicht weniger als tausend Städte mit jüdischer Bevölkerung sich an den Nationalfonds-Spenden überhaupt noch nicht beteiligt haben. Nach unseren, bei der bisherigen Arbeit gesammelten Erfahrungen können wir sagen, daß ca. 4 Pfennig per Kopf der Bevölkerung in Rußland eine fast lächerlich geringe Beteiligung darstellt, und daß es nur einer etwas energischen Ausnützung unserer Sammelmittel, namentlich der Büchsen, bedarf, damit wir in Rußland allein eine Million jährlich erzielem Oesterreich, das in den letzten drei Vierteljahresstatistiken Amerika gegenüber von der lange behaupteten zweiten Stelle weichen mußte, hat am Jahres- | sehluß seinen alten Rekord mit einem allerdings knappen j Mehrbetrag aufrecht erhalten können. Immerhin hat ge- | rade das Krisenjahr 1913 gezeigt, welch tiefe Wurzeln ,die Liebe zu unserem Volksschatz in den breiten Volks-!nassen geschlagen hat. Westösterreich allein hat den Betrag von 122000 Kronen erzielt. Zu diesem Ergebnis hat in erster Linie die Arbeiterheimstättenaktion beigetragen, die dort mit besonderer Umsicht betrieben wurde, sodaß trotz aller politischen Gegensätze Kultusgemcinden, Logen usw., besonders in Böhmen, zum erstenmal mit sehr namhaften Summen vertreten sind. Dein Erfolg in der Provinz schließt sich würdig jener in Wien an, wo es gelungen ist, den Jüdischen Kolonisationsverein zu einer Stiftung von 10 Arbeiterhäusern auf den Namen des verstorbenen Baurates Stiassny zu bestimmen. Die Verbesserung Wcstöstcrrcichs Im zweiten Halbjahr ist wesentlich auf die energische und unermüdliche Tätigkeit unseres Freundes, Herrn Dr, Emil Stein, zurückzufiihren, der nach jahrelanger stiller Arbeit an der Seite des Herrn Dr. Zweig nunmehr selbst die Leitung der Nationalfonds־ Arbeit übernommen und ihr neuen Schwung verlieben bat, — Galizien,, das allein eine Bevölkerung von ca. 900 000 Juden zählt, schloß im vergangenen Jahre weniger giin* stig ab. Es wurde dort nur der Betrag von ca. 30 000 Kronen erzielt. Allerdings wurden außerdem ca. 50 000 Kronen unter der energischen Propaganda des Herrn Dr. Zipper für den Baufond des Hebräischen Gymnasiums in Jerusalem gesammelt, was zu einem großen Teil auf Kosten der Nationalfondssammlungcn geschah. An und für sicli sind die Möglichkeiten für den Nationalfonds inGalizien noch lange nicht ausgenutzt, wenn man bedenkt, daß die Sympathien für Palästina kaum in einem anderen Lande so tiefgehend sind wie bei den Massen Galiziens. Das beweist schon allein die Tatsache, daß trotz der furchtbaren wirtschaftlichen Notlage 250 bis 300 000 Kronen jährlich der Cliaiukkah an Büchse!!spenden zufließen. Um diese Sympathien in Taten für unsere Sache umzusetzen, hat die Naiionalfonds-Verwaltung, dem Verlangen der galizisehen Zionisten Rechnung tragend, eine Land e s s a m m c 1 s t c 11 e für Galizien zu Beginn dieses Jahres in Lemberg eingerichtet, so daß dieses Land von nun an besonders in unserer Statistik figurieren wird. Da die Mitglieder der Nationalfonds-Kommission mit Herrn Dr. Zipper an der Spitze zu unseren Besten in Galizien gehören und unter Benutzung der ihnen zur Verfügung stellenden Institutionen bereits eine großzügige Propagandaarbeit in Angriff genommen haben, darf ein voller Erfolg in diesem Jahre erwartet werden. Der Zuwachs in Nordamerika ist als ein befriedigender zu bezeichnen, selbst wem! man die iiamhafte Vermehrung auf Rechnung der Arbeiterheimstätten stellt. Denn auch die anderen Samniclmittcl, in erster Reihe die Büchsen, weisen eine bemerkenswerte Steigerung auf. Wäre das letzte Samnielmittel in den anicrikanischcn Großstädten entsprechend organisiert, müßte freilich New York allein ein Mehrfaches der Gesamtspenden erlangen. Dies haben unsere dortigen Gesinnungsgenossen auch cingcsehen und gehen nunmehr daran, die schwierige, aber äußerst lohnende Arbeit der Büchscnvertcilung und -Leerung zunächst in New York und dann in anderen Großstädten auf neuer Basis zu organisieren. Es werden zu diesem Zweck Trupps von . ״Nationalfonds-Freiwilligen“ gebildet und die Stadt selbst in kleine Bezirke eingeteilt, ähnlich wie es bereits mit sichtbaren! Erfolge in Berlin durchgeführt worden ist. Es wäre zu wünschen, daß der Gedanke der Freiwilligen- Trupps für den Nationalfonds zunächst in allen Groß- Städten, dann aber allgemein Anklang und Anwendung fände. . Deutschland hat unsere Erwartung, im Jahre 1913 die Summe aufzubringen, die es bereits im Jahre 1911 dank der großen Zuwendung eines Anonymus erreicht hat, nahezu erfüllt. An der Spitze steht die Sammlung für Arbeiterheimstätten mit ca, 44 000 Mark. Bei den anderen Spendenzweigen, in erster Linie den Büchsen, 120.62 p f S )