Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1914-03-06 · Heft 10 (6.3.1914) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIX (1914)
Issue
Heft 10 (6.3.1914)
Date
1914-03-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2651869-2651880--09489-2666820
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions (1 not found in this text)

Seite 106 JUEDJSCH E RUNDSCHAU Nr. 10 fallt 515 Nummern und bietet eine große Anzahl von wertvollen Büchern zum größten Teil jüdischen Im halts zu sehr billigen Preisen an. AUS DEN GEMEINDEN Karlsruhe. Fräulein Jenny Gold borg, bewiihrtes Vorstandsmitglied der zionistischen Ortsgruppe, hat sich mit unserem Gesinnungsgenossen Carl Ellern verlobt. Wir sprechen dem Brautpaare unsere herzlichsten Glückwünsche aus! Berlin. Nach Referaten der Herren Rechts• anwalt Dr. Abraham l.oeb, Rechtsanwalt I e binwiez und Handelsredakteur Goslar wurde in einer jüdischen Massenversammlung folgende Resolution an• genommen: ״Die am 25. Februar in den Soficnsülcu tagende, vom ״N e neu J ti d i s oh e 11 ü e 111 e i 11 d everein" einberufeue und von mehreren hundert Angehörigen der Groll-Berliner jüdischen Gemeinde besuchte Versammlung protestiert einstimmig gegen die ton religiös-radikaler Seite in einigen preullisehen Gemeinden gemachten Versuche, ausländische Brüder durch Entziehung d es Wahlrechts in den Gemeinden zu Juden zweiter Klasse zu degradiereu. Sie hält es fitr ausgeschlossen, dal! dergleichen Versuche in der Berliner jüdischen Gemeinde jemals irgendwelche Aussicht auf Erfolg hätten. Sie vermißt aber auch in Berlin eine systematische religiose und wirtschaftliche Fürsorge für die ausländiselten Juden, sie fordert Maßnahmen, die geeignet sind, den ausländischen Juden Gelegenheit zur Ancigiumg der für eine geregelte Wirtschaftsführung notwendigen Kenntnisse zu geben und die Begründung einer gesicherten Existenz zu ermöglichen. Sie fordert deshalb zunächst für die Kinder jüdische Kindergarten und Volksschulen, weiter umfassende religiöse, kulturelle und soziale Fürsorge für die Erwachsenen." Berlin-Neukölln. In recht wirkungsvoller Ver- Sammlung propagierte am 2(1. Februar der ״Nette J u d i s c 11 e G e m e i n d e v e r c i n“ in Neukölln seine Tendenzen. Referate hielten die Herren Rechtsunualte Grcifcnhngcn und Dr. Klee. Herr Zahnarzt Landau, der die Versammlung leitete, konnte am Schluß einen erfreulichen Zuwachs an Mitgliedern feststellcn. G. Berlin. Der soeben erschienene XII. Jahresbericht der Jüdischen A r b e i t c r k o I o n i e in W e i IS e n s e e weist beachtenswerte Ziffern auf. Als Folge der ungünstigen Lage des Arbeitsmarktes weist die Zahl der Aufnahmen die in keinem früheren Jahre erreichte Flohe von W2 Manu auf. Seit Bestehen der Kolonie hat dieses Institut ledige Männer beherbergt. Leider ist die finanzielle Lage des Vereins eine ungünstige: er hat noch in diesem Jahre mit einem Defizit von (1211,51 Al gearbeitet imd würde, wenn ihm nicht von Freunden wirksamer sozialer Hilfsarbeit größere Zuwendungen zuteil werden, in naher Zeit in eine für seine Wirksamkeit gefährliche Verschuldung geraten. An dem uiigünstiften wirtschaftlichen Ergebnis sind verschiedene Faktoren beteiligt: die durch die allgemeine Arbeitslosigkeit notwendig gewordene Aufnahme minder leistungsfähiger Personen, die Verteuerung der Lebensmittel, der Zwang, sowohl an den jüdischen wie au den staatlichen Ruhetagen zu feiern. Augesichts des Segens, den das Institut einerseits; durch seine Hilfe an den Arbeitslustigen, andererseits durch Verminderung des unwürdigen Wamlcrhettcls stiftet, verdient es die Förderung aller Menschenfreunde. Möge sic ihm in reicherem Maße als bisher zuteil werden! Willkommen sind auch alle Naturalieuzuwendüngen, insbesondere von gebrauchten Kleid u 11 g s s t ii c k c n. Berlin. Die Deutsche Zentralstelle für jüdische Wanderarmenfürsorge erläßt folgende Warnung: Unter der Angabe, früherer Zögling des Schächterselten Seminars in New York gewesen und nunmehr als Nachfolger Aschkcnasys als Rabbiner nach Buenos Aires berufen zu sein, versucht ein gewisser Dr. Chas, Smolcnsky unter Vorlegung einer grollen Anzahl von Empfehlungen angesehener deutscher Rabbiner für ein von ihm herauszugebendes Werk bei wohltätigen Glaubensgenossen zu sammeln. Soweit uns bis jetzt Bescheide der Herren Rabbiner vorliegen, sind die Empfehlungen echt. Sie wurden erlangt, weil Smolensky eine gute wissenschaftliche Ausbildung besitzt und viele der empfehlenden Herren sich auf die ihnen bekannten Unterschriften ihrer Vorgänger verlassen haben. Hingegen ergaben an wohl unterrichteter Stelle in New׳ York, sowie bei einem Vorstamlsmitgliede der lea eiiigczogcncn Erkundigungen, daß Sm o I e n sk y weder auf dem Sc 11 ii ch־ t c r s c h e 11 Seminar a u s g e b i I d c t noch von der I ca nach Buenos Aires engagiert i s t. Die Tätigkeit des Mannes bedeutet einen groben Atißhrauch der jüdischen Wohltätigkeit, und cs ist nicht nur vor der Gewährung irgendwelcher Unter- Stützung zu warnen, sondern cs empfehlen sich strengste Maßnahmen, um ihn, der übrigens an verscliiedenen Plätzen mit einem gewissen Ben Halcvi Eisner (Stelzfuß), der der Deutschen Zentralstelle als Gcwohnhcitspctcnt bekannt ist, zusammen war, unschädlich zu machen, VEREINS-RUNDSCHAU Berlin. Am Sonnabend, dem 7. März, voranstaltet der Jüdische Turnverein ״Bar Kocliba“ einen Purim-Ball in den Räumen der Ressource, Oranienburger Str. IS. Zur Aufführung gelangt: ״Der Poiret von Tirschtiegel“, verfaßt von Groncniann, Barth umj Hildesheimer. Billetts sind nur im Vorverkauf bei J. Lewin, Zigarettengeschäft, Gcrtraudtenstrallc 20, zu haben, Beginn <7 Uhr. Eintritt 2 M. 1111 übrigen verweisen wir äuf das in dieser Nummer veröffentlichte Inserat. Berlin. Die j ü d i s c 11 - n a t i o 11 a I e Franc 11־ v e r e i n i g u 11 g versendet folgendes Rundschreiben: Liebe KinderI Weil Ihr Euch voriges Jahr so gut amüsiert habt, veranstaltet die Jüdisch-nationale Fraucnvcrcinigung auch in diesem Jahre am Sonntag, dem 8. März, im grollen Saale des Tiergartenliofs (am Bhf. Tiergarten) einen P u r i m - K«i 11 d e r ־ ball. Einen richtigen Ball mit Tanz, Theater und Vorträgen, einer Polonaise mit Ucbcrrasehuugen und einer Kaffeetafel. Eintrittskarten für Euch lind Eure kleinen Freunde kosten 50 Pf. Dafür bekommt Ihr Kaffee und Kuchen. Eure Eltern zahlen 75 Pf., hekommen dafür aber nichts, sondern dürfen nur zugucken. Der Ball beginnt um 1׳a4 Uhr nachmittags. Ihr müßt aber recht pünktlich sein, denn tun 7 Uhr ist er schon zu Ende. (Eintrittskarten für Kinder und Erwachsene sind zu haben im Kaufhaus des Westens, im Warenhaus Herrn,um Tictz, Leipziger Str. und Alexanderplntz, und im Saale.) Berlin. Zum Besten des hebräischen Scluihvcrks in Palästina veranstalten die Berliner HerzI- Klubs am Sonntag, dein 8. März 1914, im Logenhaus. Kleiststr. 10, einen F ii n f - IJ h r - T c e mit Vorträgen und Tanz. Ihre freundliche Mitwirkung haben u. a. /!!gesagt: Fräulein Konzertsiingerüi Martha Haller, Herr Komponist Willi Rosen, Herr Josef Isenbürg, Herr Walter Mond, Fräulein F'lorcncc Sterilstein, Salonorcliester Feneekel, Nach dem Tee geht unter großer Mitwirkung ein technischer Sketsch in Szene. Karten ä 2,75 M. im Sekretariat, Große Präsideiitenstr. 2, bei Hermann Tietz und bei Louis Lamm. Berlin. Am 9. März veranstaltet das Komitee zur Errichtung von Volks- und Wirtschaftsscliuleu in Palästina eine Nachtvorstellung im Deutscheu Theater. Mitwirkendc: die Damen Mariannc Alfcrmann und Erna Dcncra, Kgl. Sängerinnen, Amanda L i n d n e r, Ehrenmitglied des Kgl. Schauspielhauses, Koiizertsüngerin, Elisabeth O h Ihoff, Hedwig Reicher, Johanna Terwin; die Herren Kammersänger Werner A1 b e r t i, Viktor Arnold, Otto Bake, Wilhelm Diegclmann, Kammersänger Julius L i e b a n , Prof. Mayer- Mahr, Alexander M o i s s i, Rudolf Schildkraut u. a. Der Reinertrag wird zum Besten der Volks- und Wirtschaftsschulen für Mädchen in Palästina verwendet. Eintrittskarten (ab Dienstag) 15, 12, 10, 8, 5, 3, 2,50, 1,50 M. bei Bote & Bock, A. Wertheim und im Deutschen Theater. . Berlin. Im Zionistischen Verein West- Berlin wird am Dienstag, dem 10. März, 9 Uhr, im Grand - Restaurant, Prager Platz (Eingang Prinzregentenstr.), Herr Ingenieur I* e w s n c r aus Haifa über 0 1״ J ah re Entwicklung in Palästina“ sprechen. Herr Pevvsner, der zum engsten Kreise Ach ad Haams gehört und einer der ersten Pioniere in Palästina ist, weilt zurzeit liier als Vertreter der Bevölkerung Palästinas anläßlich der Verhandlungen mit dem Kuratorium des Technikums. Infolge seiner eingehenden Kenntnis des Landes ist Gelegenheit gegeben, einen athentischen Bericht zu hören. Gäste — Damen und Herren — sind willkommen. Nächster Uiitcrgrundbahnhof: Nürnberger Platz. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 20 Pf. erhoben. Berlin. Der Charlottenburger hebräisehe Club veranstaltet am Donnerstag, dem 12. März, 9 Uhr abends, in den Johann-Georg-Sälcn eine hebräische P u r i m f c i e r. Für humoristischc Vorträge, Unterhaltung und Musik wird reichlieh gesorgt. Karten;1 I M. und 50 Pf. sind zu bekommen in der jüdischen Lesehalle und in der Buchhandlung von Oonczcr. Berlin. Am Sonnabend, dem 14. März, abends 9 Uhr, veranstaltet der Verein ״Ibriah“ in den > Königssälcii, Neue Kö’iigstr. 26, eine Purim fei er mit einem reichhaltigen Programm. Darunter zum erstenmal das Mitwirken des Vereinschors, ausgcbildet und dirigiert vom Tcmpclchordirigentcn Herrn N. Katz, Die Vorträge haben freundlichst übernommen. Deutsch: Fferr Dr. Heinrich Löwe; He- * briiisch: voraussichtlich Herr Pinclias Kolm aus Palüstina. Ein Teil des Ertrages ist f ü r d e n Schulfonds in Palästina bestimmt. Karten ä 75 Pf. sind zu haben bei Herrn M. G o n z c r, Oranienburger Str., im Papierwarengeschäft von J. F. Kraus, Fricdriclistr, 223 (Tel.: Kurfürst 695b), und an der Abendkasse. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. Berlin. Am 15. März, nachmittags 4 Uhr, finoct irn großen Saale des ״Haekcschcn Hof“ das Stiftungsfest der I. Frauenabteilung des Jüdischen Turnvereins ״Bar Kochba“ in Form eines Kinderballes statt. Berlin. Die jüdisch-nationale Vereinigung ״Hatikwah“ veranstaltet am Montag, dem 16. März, ihre erste Generalversammlung. Tagesordnung: Statutenberatung; Vorstandswahl. Nach der General- Versammlung spricht Herr R.-A. Dr. Klee über: ״Die letzten Vorgänge in Palästina," * Breslau. Am Sonnabend, dem 7. d. Mts., veranstaltct der ״Verein der Zionistischen J u g e n d“ seinen nächsten Kursabend über die Haskalah, Ort und Zeit wie üblich. Vorher Versammlung der Frauengruppe. Breslau. Für Donnerstag, den 12. d. Mts״ lädt der ״Verein der Zionistischen Jugend" zu einer P u r i m f e i e r, bestehend in geselligem Beisainmcnscin, ein. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr im Lokal des V. J. St., Wcrdcrstr. 13/19. V Hannover. Die Vereinigten Turnerschäften (Jüdische Turnerschaft Hannover und Turnvereinigung von 1914) veranstalten am Sonntag, dem 8. März, anläßlich ihres 10 jährigen Stiftungsfestes ein Schauturnen, das in der Turn* halle der Oberrealschulc am Clever Tor, nachmittags 4*/* Uhr, stattfindet. Abends 8 Uhr wird in samtliehen Fcstrüumcn des Hansahauses ein Ball abgehalten. Breslau. Zionisten treffen sich beim ״hebräischeu Stammtisch“, alle Montagabend von 9 Uhr ab im Cafe5 Vier Jahreszeiten, blaues Zimmer. Magdeburg. Zionisten verkehren täglich 1m Re• staurant Katz, Viktoriastraßc; ab Januar: Breiter Weg. München. Die Mitglieder der Zionistischen Ortsgruppe haben seit geraumer Zeit ihren Stammtisch im Caf* Luitpold, Briennerstraße, wo sie sich jeden Donnerstag, um y,9 Uhr abends, treffen. Auswärtige Gesinnungsgenossen und Freunde sind als Gäste stets willkommen. Nürnberg-Fürth. Jeden Donnerstag Abend <5 Uhr Stammtisch im Caf£* Central in Nürnberg. Weitere Einladungen .ergehen nicht—״• Sonntag, d. 8. Marz 1914 tm Logenhaus, Kleist-Strasse 10 zum Besten des hebräischen Schulwerks in Palästina Karton im Vorverkauf k Mk. *2,75 (Inkl. Too und Gob&ok) l°\ 8°kr©tftriftt׳, Gr. i’r&*idont«nftr. 2, bat Hermann Tiets, hofpsigor StrM«o und Aloxundorptats und bol I*onia Lamm* An der Abondk&nao Mk. B,5ü Herzl~Club 1 Berlin * Herzl-Club II Berlin

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.