Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIX (1914)
- Issue
- Heft 10 (6.3.1914)
- Date
- 1914-03-06
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10 JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 107 Mannheim. Die Zionisten treffen sicli jeden Dienstag, abends 9 Uhr, im Restaurant der August- Lamey-Logc, C. 4. 12. Stettin. Regelmäßige Zusammenkünfte der Zionisten beim Vorsitzenden der Ortsgruppe, Herrn Herrnann J acob, Turnerstr. 10, Eingang Arndtstraße, an jedem Freitag 9 Uhr. Fremde Zionisten stets willkommen. Straßburg (Eis.). Zionisten treffen sich jeden Mittwochabend im Cafe I'iccadiliv (Kleberplatz). Wiesbaden. Zionisten treffen sich jeden Mittwoch abend um 9 Uhr im Cafe Berliner Hof. Plauen. Die Plaucner Gesinnungsgenossen treffen sich zwanglos jeden Donnerstag Abend von 9 Uhr ab im Cafe Central, Plauen, Ncundorfcr Str. Bcuthcn (O.-S.), Zionisten treffen sieh jeden Mittwoch abend Cafe Jtisczyk oben. Herr Hans Kirschner übernimmt gern die prompte Weiteibeförderung von Nationalfonds-Spenden. Braunschweig. Zionisten treffen sich jeden Donnerstag, abends V:9׳ Uhr, im Cafe Liiek. Ratibor. Zionistischer Stammtisch mit Damen alle 14 Tage Sonnabends abends 9 Uhr in Brucks Hotel. Cüthen (Anh.). Zionisten treffen sich jeden Mittwocli. abends 8'/* Uhr, in Heidenreichs Restaurant, Magdeburger Straße 4. Rybnik (Ob.-Schi.). Zionisten treffen sieb jeden Donnerstag, abends 9 Uhr, in Bertholds Cafd. . Breslau. Am Mittwoch, dem IS. Februar, sprach Herr Dr. Martin B über-Berlin auf Veranlassung׳ des ״Vereins der Zionistischen J11 g e n d" vor mehr als 200 Personen über ״Jüdische Religiositat.“ Sein Mahnruf zur Erneuerung der Religiosität und damit auch der Religion der Juden übte insbesondere auf die Jugend starke Wirkung und gab vielen Anregung zu selbständigem Nachdenken und gegenseitigem Meinungsaustausch über diese wichtigen Probleme. Kattowitz. Obwohl mitten im Gemcimlewahlkampf stehend, der unsere Kräfte völlig in Anspruch nimmt, hielten wir es doch für unsere zionistische Pflicht, auch unsererseits gegen jene schmachvolle Kundgebung des antizionistischcn Komitees zu protestieren, und so veranstaltete unsere Ortsgruppe! am 22. Februar eine öffentliche, sehr gut besuchte Versammlung, für welche Herr Kurt Blumenf e l d als Redner gewonnen war. Sein Vortrug, wie auch die zu Beginn des Vortrages vom' Redner ge- ׳machte Mitteilung über den eben errungenen Erfolg in der Frage des Technikums, weckten den sturmischen Beifall der Versammlung. In der Diskussion meldete sieh ein Gegner, Herr Referendar Dr. Schweitzer, zu Worte, welcher den vergeblichen Versuch unternahm, die jüngste Tat des anti/iouistisclien Komitees zu verteidigen, 111m antwortete mit Worten von schlagender Beweiskraft Herr Arnold Wiener, der Leiter der Versammlung, sowie in seinem Schlußwort der Referent. Die Versammlung schloß mit eipcr nahezu einstimmig angenommenen Resolution im Sinne des Zionismus. Karlsruhe. (Unliebsam verspätet.) Die Protest- Versammlung der hiesigen Ortsgruppe fand am 19. Februar im Saale des Hotel l.jon statt mul erfreute sieh eines guten Besuches. Herr Rechtsanwalt l)r. 1־ r i e d b e r g hatte das Referat übernommen. In kurzen Worten erläuterte er das Programm des Zionisuius, gab eine klare Darstellung des Sprachenkampfes in Palästina und geißelte in sachlicher Weise die Kampfcswcisc des antizionistischcn Komitees. Unter den zahlreichen Besuchern befanden sich auch zwei Miluiiterzciehncr der famosen ״Erklärung“, welche in der Diskussion ebenfalls das Wort ergriffen. Unser Gg. Herr Nahum (iold innnii, der in der Versammlung ebenfalls anwesend war, wies die Umwände seiner Vorredner in der ihm eigenen vorzüglichen Weise mit Entschiedenheit zurück. Eine Resolution wurde angenommen, die der zionistischen Leitung die• Sympathien der Versammlung ausdrückt und das Vorgehen des antizionistischcn Komitees in jeder Weise verurteilt. Kurz nach Mitternacht schloß der I. Vorsitzende der Ortsgruppe, Herr Willi Bahr, die würdig verlaufene Versammlung, die für den Zionismus in unserer Stadt einen nicht zu unterschätzenden Erfolg bedeutet. Ciithcn-Anhalt. Am 18. Februar fand hier die P r o t c s t v e r s a 111 m I tt n g gegen die Annoncentaktik der Aiitizionisten statt. Es sprachen die Herren 111g. Olsclianetzky und stud. ing. Otto Marum (Mataphia). Die Aiitizionisten hatten sich wohlweislich gedrückt. Der Zionistische J 11 g e n d v c r - ein hat eine Timiabtcilung eingerichtet, die 15 Mitglieder zählt. Die jüdische Turiicrschaft Mataphia hat bereitwilligst ihre Geräte zur Verfügung gestellt. Um das Interesse zu wecken, sprach Herr S. Feldmaun (Mataphia) am 25. Februar im Ziouistisclien Jugendverein über die Bedeutung des Turneiw für die nationale Erziehung. — Die Bibliothek des Zionistischen Jugcndvercins, der sehr eifrig arbeitet, umfaßt bisher 00 Bande. Bremen. Herr l)r. Bloede sprach am 17, le- . ' brtiar in einer gut besuchten Versammlung. Den glänzenden Vortrag über den Sprache 11 kampf leitete Herr S e h r a g e n 11 e i m mit einigen Worten über die Arbeit des Hilfsvcrcius und des Zionismus ein. Zwei Herren der hiesigen Gemeinde beteiligten sich an der Diskussion, die nichts Neues brachte. Eine größere Sammlung für das Schulwerk in Palästina war der Erfolg des Vortrages. Tarnowitz. Am 21. Februar 191 I tagte im jiidischert ücincindcliausc die infolge des antizionistisehen Inserats von unserer Ortsgruppe cinberufcnc Versammlung, welche außerordentlich stark besucht war. Nachdem Herr Apothekcnbesitzer l’anofski die Sitzung eröffnet hatte, hielt Herr I>r. Stahl (las Referat. Ausgehend von der Erklärung legte er klar und deutlich die inneren Ursachen dar, die schließlieh zum Sprachenstreit und zur Erklärung geführt hatten. Sodann begrüßte Herr Rechtsanwalt Dr. 1)0 b r z y n s k i, Bcuthcn O.-S,, die Versammlung und forderte sie auf, die vorgelegte Resolution allzunehmen. Die Resolution wurde mit grober Majorität gutgeheißen. Myslovvitz. Am 25. Februar fand die General- Versammlung des Zionistischen Jugendh 11 11 d 1׳ s statt. Der Vorsitzende erstattete ausfiihrliehen Bericht über den seit zwei Jahren bestellenden Verein. Zur Bereicherung des zionistischen Wissens kommen die Mitglieder jede Woche zusainmen, abwechselnd referiert ein Mitglied über tlic neuesten zionistischen Ereignisse. Broschüren, ״Jüdisclie Rundschau“ und ״Welt“ werden den Mitgliedern vom Verein kostenlos «!gestellt. Die Vcr- ׳ Sammlung stimmte in den bekannten Protest gegen die antizionistischc Erklärung ein. Für den Schulfonds und den Nationalfonds wurde eine Sammlung veranstaltet. Dortmund. Am 2f>. Februar hielt Herr Referendar Mendel einen Vortrag über: Geschichte und Organisation der modernen Auswanderungsbewegung. Der verhältnismäßig gute Besuch, auch seitens der Nichtzionistcn, war uns wieder ein Beweis, welch erhöhtes Interesse unserer Bcvvegting auch liier entgegengebracht wird. An dem Vortrag knüpfte sich eine Diskussion, an der sich unsere Mitglieder Fabian, Ncufeld, Eisenstein und Cohen vom hiesigen Hcr/.l-Klub besonders beteiligten. B» Inseratenteil untersteht nicht der yerantwortlMlilt der Bedabtion. inshseondsrn 1M für die ilngahen bezüglich ritueller Baren heine Bewähr nhernointgEi GUSTAV GO] G. m. b. H. r Bi« Inb.: Architekten S. Eliatberg & Gustav Goerke BERLIN, Viktoriasirafje 10 Möbel, Innenausstattungen, Teppiche, Beleuchtung 25 Räume ständig «usgesletll r.ijen- Werksloll Filiale: Breslau, Tauenizicn-Plaiz 10a MohrenstnJfa Kolonnaden. 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