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Jüdische Rundschau · 1914-02-27 · Heft 9 (27.2.1914) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIX (1914)
Issue
Heft 9 (27.2.1914)
Date
1914-02-27
Page
– (sequence 8)
Language
German
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J U EDI SC H E RUNDSCHAU Angriffe der Gegner. In der Diskussion sprach noch Herr Ing. Wi nkelsbergcr aus Chemnitz; die Diskussion zog sich bis nach Mitternacht hin. Der Abend war für unsere Sache ein großer Erfolg. Lübeck. In der aus allen Kreisen der hiesigen jüdischen Gemeinde besuchten P r o t c s t v c r s a m in• | u n g gegen die antizionistischen Annoncen in deutsehen Tageszeitungen kam cs zu eindrucksvollen Kundgebungen gegen das Vorgehen unserer Gegner. Im Anschluß an das sachliche und mit Beifall aufgenommene Referat des Herrn Rechtsanwalt Dr. Laud a u wurde unter ausdrücklicher Z u s t i in m u n g a 11 e r a n w c s e 11 d c n N i c!11 z. i o 11 i s t e n die Resolution der Z. V. f. D. einstimmig angenommen. Die Versammlung nahm einen würdigen tmd erhebenden Verlauf. Duisburg. Die von Herrn R.-A. Cohn, Duisburg-Ruhrort, geleitete Protcstvcrsnm m I u n g der‘ Zionistischen Vereinigung am 17. d. M. war sehr gut besucht und bedeutete in ihrem ganzen Verl auf einen glänzenden Erfolg unserer Sache. Dr. Epstein wies die Angriffe unserer Gegner in yornelimcr Weise zurück. Sodann legte Dipl.׳•Ingenieur Kaplanskv, Köln, die Veranlassung zu der antizionistischen Aktion, den Sprachcustrcit in Palästina, dar. Eine Protestresolution wurde angenommen. Die am Tage nach der Versammlung eingelatifeneu Beitrittserklärungcn zeigen die Wirkung der cindrucks• vollen Veranstaltung. Samtcr. In der am 17. Februar abgchaltcncn Versammlung wurde einstimmig folgende Resolut io 11 angenommen: ״Stolz, auf unser Bekenntnis zum Zionismus stellen wir noch einmal in aller Öffentlichkeit gegenüber den Angriffen der antizionistischen Erklärung fest: Wir sehen im Zionismus den einzigen Weg, das jüdische Volk und das Judentum vor sicherem Untergang zu retten. Nur in der Verbindung mit seiner alten historischen Heimat wird das jüdische Volk wieder gesunden. Das Bekenntnis zum Zionismus ist im Einklang mit unserer Stellung als deutsche Staatsbürger. Niemals ist das von berufener Seite angezweitelt worden; unseren jüdischen Gegnern war es Vorbehalten, uns der Allgemeinheit als schlechte Bürger hinzusteUcii. Von Parteilcidcnschaft verblendet, gefährden sic so die Stellung des gesamten deutschen Judentums. Wir werden, unbekümmert um alle Angriffe, unsere Arbeit fortsetzen.“ Marburg. Am 14. Februar hatten wir eine gut besuchte Versammlung, in der Herr cand. jur. M a y über den Zionismus und seine Stellung zum Deutschtum sprach. Es folgte eine lebhafte Disku sion. Rvbnik. In einer gut besuchten öffentlichen Vcr- Sammlung sprach am 22. Februar Herr Rechtsanwalt Fach man n aus Königshütte über den Zionismus. In der Diskussion sprach Herr Rabbiner l)r. B r a u n s c h w e i g e r, der sich nicht ganz unserem Vorgehen im Spraehenkampfc anschlietlen konnte, aber die öffentliche Erklärung gegen uns in nichtjüdischen Blättern entschieden miltbilligte. Herr S. Manneberg sprach besonders als jüdisches Geineindemitglied sein tiefstes Bedauern ans, daß sich dem erwähnten Aufruf auch Rylniiker Gcinrindcmitglieder anschließen konnten und sprach die I loffnung aus. daß sich derartige Fälle hier in Zukunft nicht mehr ereignen. Zum Schluß wurde einstimmig eine Resolution angenommen, welche das Vorgehen des antizionistischen Komitees verurteilt. Die Versammhing bedeutete für uns einen vollen Erfolg. Fulda. Die von der hiesigen zionistischen Ortsgruppe für den 21. Februar einberufene Protest vcr- Sammlung im Ballhaus nahm einen sehr erfreulichen Verlauf. Der Vortrag des Herrn Referenten, Zahnarzt B ii t o w, Alsfeld, über ״Das Wesen des Zionismus“ fand begeisterten Beifall. An der Diskussion beteiligten sich Herr Lehrer Spiro, dessen Ausführungen in der Hauptsache mit dem Vortrag des Herrn Referenten übercinstimmtcn. Kiel. Am 17. Februar fand die angekündigte Protcslvcrsammlung statt. Die Versammlung war gut besucht. Als erster Redner erörterte der erste Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Herr Sanitätsrat Dr. J a c o b, die Grundlagen des Zionismus und wies die Einwendungen der Gegner als unbegründet zurück. An zweiter Stelle sprach R.-A. Tann e 11 w a I d über die Sprachenfrage. Im Anschluß an die Diskussion wurde für das Iiebrüische Schulwerk gesammelt. Aachen. Am 18. Februar sprach Herr Assessor Strauß in dem überfüllten Wciusaal des Elisen- Imuineus über das Thema ״De r Zion i s m u s, eine Erwiderung an das antizionistische Komitee.“ Seine gründlichen, geistvollen und in der Form gemäßigten Ausführungen fanden reichen Beifall bei der überwiegend aus Gegnern bestehenden Versammlung. Die Diskussion dehnte sich bis 1/2 Uhr aus und gab Herrn Assessor Strauß Gelegenheit zu einem Schlußwort, in dem er mit Eindringlichkeit und Wärme nochmals unter dem Beifall eines großen Teiles der Ver- Sammlung die Berechtigung des jüdisch-nationalen Standpunktes darlegte. Hagen i. W. In der am 17. Februar abgehaltenen I rotestversammluiig gegen die Zionistenhetze, die sehr gut und vorwiegend von Nichtzionisteil besucht war sprachen Dr. ined. Stargardtcr und Assessor Strauß, Aachen. Der ersterc geißelte die gehässige Darstellung, die die zweite antizionistische Broschüre vom Zionismus und den Zionisten gibt, und erörterte die unmotivierte und schmachvolle Er- Klärung der Antizionisten in den Tageszeitungen. Der ״״aCL!j?Prac*J schr eingehend die Sprachenfrage b״״,dcn um das Technikum, In der Diskussion wurde von gegnerischer Seite die Erklärung LrA':״0״‘״I?tCn Nfoschüre fast gar nicht besprochen, dagegen der Zionismus sehr heftig vom Standpunkt des Patriotismus angegriffen. Die beiden Hauptredner verließen aber dann, nachdem sic gesprachen, den Saal, ohne die Erwiderung von Herrn Dr Stargardtcr abzuwarten. In später Stunde wurde c i 11 s t i m m i g (die Gegner beteiligten sich nicht an der Abstimmung, indem sie den Saal verließen) die Resolution angenommen: ״Das Bekenntnis zum Zionismus ist im Einklang mit unserer Stellung als deutsche Staatsbürger. Niemals ist das von bcrufener Seite ange/.weiielt worden. Unseren jüdischen Gegnern war es Vorbehalten, uns der Allgemeinheit als schlechte Bürger hinzustellen.“ Crcfcld. Am 17. Februar fand hier eine Protest- Versammlung gegen die antiziouistische Erklärung statt. Die Vcrsaminltmg war sehr gut besucht. Nach einer kurzen Einleitung, in der Rechtsanwalt W i I - czek über die jüdischen Einwanderer in Palästina und deren Sprache referierte, sprach Rechtsanwalt Dr. Göttlich über den Zionismus und den Sprachenkämpf in Palästina. Seine Ausführungen fanden ungeteilte Zustimmung. Hamborn. In gut besuchter Versammlung refe- 1 ierten am 18. d, M. über die antizionistischen Angriffe R.-A. Löwcnbcrg, Dr. mcd. Joseph Meyc«r, I lamborn, Erau Bertha Epstein und Dr. Epstein, Duisburg. In der lebhaften Diskussion wurde das Vorgehen unserer Gegner einhellig, insbesondere mehrfach von orthodoxer Seite scharf verurteilt. Der sehr erfolgreiche Abend hat dem Zionismus neuen Boden gewonnen. ßcuthcn, O.-S. Am 10. d. Mts. veranstaltete die hiesige Zionistische Ortsgruppe eine stark hesuchte Protestversammhing gegen die bekannte Verrufscrkläning gegen den Zionismus. In beredten Worten zerpflückten die beiden Referenten, die I ferren Dr. Dobrzynski und Arnold Wiener, Kattowitz, die Erklärung, wiesen auf das Dcnunziatorischc ihres Gliarakters Inn und kcini/eicliiicteii in scharfer Weise die Unwahrliaftigkeit, die aus verschiedenen Sätzen spricht. Die Zeiten seien aber vorbei, wo man von einigen wenigen I inan/gröltcn Belehrungen über Patriotismus aunahm und sich Vorschriften über jti- «fische־ Politik mul jüdische Weltanschauung maclicii ließ. Besonders scharf wurde von den Rednern dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß sieh auch in tler Beiithener Gemeinde Männer gefunden haben, die die Erklärung unterschrieben haben. Mit Recht betonte• Dr. Dobrzynski, daß man sieh in Beutlien wahrlich nicht über eine unvoriiclunc Kampfesweise seitens der Zionisten beklagen könne und daß hier in den meisten jüdischen Organisationen Zionisten, melirfach sogar au leitender Stelle, produktive jüdische Arbeit leisten. Obwohl man anychmcn mußte, daß die meisten Bcuthcncr Herren sich der Tragweite ihrer Unterschrift nicht bewußt gewesen sind 11 a t d o e h e i 11 e r d er Herr e n seine Unterschrift schon z u r ii c k g e z. o g e 11 - , so wurde doch eine entschiedene Resolution von der Versammhing mit großer Mehrheit aiigeiioinincn. An der sich lebhaft gestaltenden Diskussion beteiligten sieh die Herren Rabbiner Dr. Kopfstein mul Dr. Oalliner, Hugo Lesser, Direktor Gattei und Lehrer Lisenherg. Braunscliwcig. Am l<). Februar sprach Herr Parteisekretär Kurt R o s e n h a u 111 über das Programin des Zionismus, Als Herr Rabbiner Dr. Riilf von der Veranstaltung hörte, verteilte er persönlich in der jüdischen Religiousseliiile, deren Direktor er ist, die zweite Broschüre des Antizionistischen Komitees an alle Schüler mul Schülerinnen mul trug ihnen auf, die Broschüren ihren Litern zum Studium niit/11nehmen. Mit solchen Mitteln wirkt der Präsident einer Loge zur selben Zeit, wo die Groll-Loge eine Mali nmig zuin Frieden erläßt. Einen streitbaren Mit kämpfer fand Herr Dr. Riilf an dem Direktor der Samson-Sdiule zu Wolfcnbüttel, der den zionistischen Lehrern dieser Anstalt verbot, an der Versammhing teilzunehmen, einen anderen Lehrer aber, «len er als Gegner des Zionismus kennt, In die Versammhing entsandte. Dieser Herr trat dann in der von über LJO Teilnehmern besuchten Versammlung auf mul erging sieh in heftigen Angriffen gegen den Zionismus, bei welcher Gelegenheit er unsere llrüder in Rußland als sitllidi und moralisch bedeutend tiefer stehende Menschen bczclchnctc. Ihm antwortete Herr Rechtsanwalt Block, Hannover, der auch in liebenswürdiger Weise die Leitung der Versamm• hing übernommen hälfe, und besonders der Referent in einer glänzenden Replik. Die Versamm׳ hing, durch Herrn Dipl.-lng, Lcwinski (K.Z. V.] vorbereitet, ist nach einer Pause von etwa acht J,ihrer wieder die erste zionistische Veranstaltung in Braut*- schweig. Sie dürfte einen engeren Zusammenschluß der Zionisten in llratmschweig und damit eine stärkere Betätigung zur Folge haben, welche bei dem äugen schcinlichcii großen Interesse ~ der Besuch war für Braunschweiger Verhältnisse außerordentlich stark -- zu einigen I lolfnungeii berechtigt. Dresden. Wie angekümligt, veranstalteten wir unsere Kundgebmigsversaiiiinlmig am lü. Februar. Herr Dipl.-lng. Landau hielt einen Vortrag über ״Z i o n i s in u s und A n t i z. i o n i s m u s“. Wir mußten uns diesmal auf die Veranstaltung einer kleineren Versammlung beschränken, und zwar mit Rücksicht darauf, daß in letzter Zeit bei uns mehrere größere Versammlungen stattgefundcu hatten. Trotzdem kam nach dem Vortrage eine Aussprache zustände. Endlich wurde eine Resolution vorgclegt die begeisterte Annahme fand. ' Nürnberg. Hier sprach am Id. Februar in einer außerordentlich stark besuchten Versammlung Herr Rechtsanwalt Max Stern über die Hetze gegen den Zionismus. In durchaus sachlicher und vornehmer Rede trat der Referent den > von den Gegnern dea Zionismus verbreiteten falschen Darstellungen überzeugend entgegen und verbreitete sich insbesondere an der Hand authentischer Quellen aufklärend über die Ursachen und die Wirkung des vielfach erörterten palästinensischen Sprachenstreits. Dem mit stürmischen* Beifall aufgenommenen Vortrag folgte eine kurze Diskussion, in welcher unter allseitiger Zu- Stimmung fcstgestcllt wurde, daß die zahlreich anwesenden Gegner offenbar aus Mangel an Gründen die ihnen gebotene Gelegenheit, ihr Vorgehen zu rechtfertigen, nicht ergriffen. Köln. Die ״Erklärung“ des antizionistischen Komitees hat hier bei Zionisten und Nichtzionisten allgemeine Empörung wachgcrufcn. Der hiesige Rabbiner Dr. R o s c 111 h a I hat in öffentlicher Predigt dagegen Stellung genommen. Interessant ist folgende Tatsache. Die hiesigen Herren, deren Namen unter der Erklärung standen, haben, soweit befragt, bestätigt, daß ihnen der Text vor der Veröffentlichung in keiner Form Vorgelegen hat, daß sic von der ganzen Erklärung keine Kenntnis hatten und nie gestattet haben, ihre N .ו m e n darunter zu setzen. Da gleiches aus anderen Orten gemeldet wird, so besteht die berechtigte Vermutung, daß die ganze Erklärung eine sehr zweifelhafte Aktion ist. In der hiesigen Protest Versammlung ist darum auch eine gegen das Vorgehen des antizionistischen Komitees gerichtete Protestresolution einstimmig angenommen worden. Alle anwesenden Nichtziomsten, darunter Mitglieder des antizionistischen Komitees, haben für die 'Resolution g e s t i m m t. Brlcscn. Am 21. Februar (and eine gut besuchte Versammlung statt, in welcher Protest gegen die Erklärung des antizionistischen Komitees eingelegt wurde. Nach sachlichen Referaten der Herren An״- tiieker B e r 11 s t e i n und Arnold Mendclsohn wurde die zur Verlesung gebrachte Resolution cmstimmig angenommen. Die Sammlung für das hebritische Schulwerk in Palästina ergab ca. 100 M. Zwei Mitglieder traten der hiesigen Ortsgruppe bei. Essen-Ruhr- Vor einem zahlreichen Publikum sprach am 10. Februar Herr Assessor M. Strauß- Aachen über den Sprachenkampf in Palästina. An das in vornehmster Tonart gehaltene Referat schloß sich eine sehr lebhafte Diskussion, die bis 1 Uhr (lauerte. Am 17. Februar sprach Herr Dr. Grüneb e r g - Elberfeld im Jüd. Jugendvcreinc über den Zionismus. Auf den sehr gehaltvollen Vortrag folgte eine interessante Aussprache. Hohcnsalza. Am 10. Februar fand eine gut besuchte Protestversamintung gegen die Angriffe der Antizionisten statt, an der auch Gegner teilnahmcn. An der Diskussion aber beteiligten diese sich nicht. Fine für das hebräische Schulwerk eingeleitcte Sammlung ergab *Kl M. Gcra־R. Am 22, Februar sprach hier Herr Parteisekretar Rosen ha um. Vor dem Vorfrage versandte der neutrale jüdische Jugcrulbund an alle seine ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder ein Schreiben, in welchem aiifgcforilert wird, den zionistischen Vortrag zu boykottieren. Es geht nichts über Neutralität, Elberfeld. Linen überaus eindrucksvollen Verlauf nahm die Protestversainmhmg der Zionistischen Ortsgruppe ״Ivria, L I b e r f c I d - B a r m e n“. 2(K) jüdische Männer und Frauen erhoben einstimmigen Protest dagegen, daß die Träger eines hohen jüdischen Ideals von Leuten, die ihr Judentum fast ausnahmslos nur noch im Kampfe gegen den Zionismus betätigen, in der Ocffcntlichkcit herabgesetzt und auf Grund vager Beschuldigungen diskreditiert wurden. Besonders charakteristisch war, daß ein Vertreter des geschiehtliehen Judentums hervorhob, daß nur derjenige ein Anrecht auf Kritik am Zionismus hat, der, selbst auf nationalem Boden stehend, noch weitere Forderungen als der Zionismus für das jüdische Volk erhebt, daß jedoch d i e Kreise, die vorgeben, die Führer in Juda zu sein, sich aber in Wirklichkeit nicht nach jüdischen, sondern nach deutschen Gesichtspunkten orientieren, jedes Anrecht auf diese Kritik verloren Uahen. Die Wahl der Mittet dieser Leute sei eine so skrupellose, daß es nicht nur Sache der Zionisten, sondern aller anständigen Menscheu sein müsse, diesen Kampf auf das Schärfste zu mißbilligen. Die Llberfeldcr Versammlung war charakteristisch dafiir, daß die antizionistischen Agitatoreu Führer darstelien, (lenen die Truppen fehlen. In unserer Gemeinde müssen an dem gesunden Sinn unserer jüdischen Mitbürger alle Versuche, das antizionistische Gift zu importieren, kläglich scheitern. Elberfeld. Am 15. Februar sprach in einer gut besuchten Versammlung der Ortsgruppe Herr Diplom- Ingenieur Kaplausky über den Sprachen* k a in p f in Palästina. Die Grundlage des Vorträges bildete eine Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des Schulwerkes in Palästina. Auf Grund dieses Exposes wurde allen Zuhörern die Bedentung der nchriiischcn Sprache für eine kulturell und wirtschaftlich geschlossene judenheit in Palästina klar, und es bedurfte mir geringer Anstrengungen, um zu zeigen, daß der Kampf, der sich gegenwärtig in Palästina ahspielt, eine Lebensfrage für die nationale Geschlossenheit unserer Siedlung darstcllt. Eine Sammlung für das hebräische Schulwerk beschloß den außerordentlich wirkungsvollen Vortrag unseres hochgeschätzten Freundes. Bochum. Am 18. Februar fand in unserer Stadt die von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland veranstaltete Protest Versammlung gegen die neue Kampfesmethode der Antizionisten statt. Daß die ״liberale" Gemeindeverwaltung kein Mittel unversucht lassen würde, um das Zustandekommen der Zionistischen Versammlung zu verhindern, war voraus- Zusehen. Hier sei nur erwähnt, daß der Sekretär 1 % ו 1 1 I! f 3 1־ ן 1

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