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Jüdische Rundschau · 1913-12-19 · Heft 51 (19.12.1913) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVIII (1913)
Issue
Heft 51 (19.12.1913)
Date
1913-12-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 550 JUEDISCH- RUNDSCHAU Nr. 5! ZIONISTISCHE BEWEGUNG Mitteilungen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland In (kn nächsten Tagen geht allen Ortsgruppen und Vertrauensmännern eine ausführliche Inform a t i o n lilvcr die Angelegenheit des I laifaer Technikums zu. Wir bitten auch an dieser Stelle, ilie Informationen und Weisungen dieses Hund- Schreibens in ernsteste Erwägung zu ziehen und uns baldmöglichst über die Art zu berichten, wie die Ortsgruppen unsere Ratschläge duichzulühren gedenken. ׳ Wir bitten alle Gesinnungsgenossen dringend, tms die Nummern der ״Jüdischen Rundschau“ vom 7. November d. J. (Nr.!ל) frcimulichst zuzusemlcn. Herr Rechtsanwalt Dr. Klee hat sieh freundlich bereit erklärt, während der Weihnaehtsferieu 111 den Ortsgruppen Nürnberg, München, Karlsruhe, Konstanz und Frankfurt a. M, in Erfüllung früherer Zusagen Vorträge zu halten. * Hie Berliner Zionistische Vereinigung hat eine kurze, neue Broschüre herausgegeben, die den Titel ״Palästina und die Juden“ trägt. Hie Broschüre widerlegt in kurzer und populärer Form die gewöhnlichen Eiuwänd« gegen den Zionismus und enthält eine Uebersicht über die wichtigsten zionistisehen Institutionen der Palästina-Arbeit. Am Schlaft ist der neueste Bericht des deutschen Konsulats in Jaffa abgedruckt, der die Verdienste des Zionismus in Palästina eingehend würdigt. Hie Broschüre ist ein ausgezeichnetes Aufklärungs- und Propagandamittel, von dem zu hoffen isf, dall alle Gesinnung*• genossen für seine Verbreitung sorgen werden. Die Broschüre ist zum Einzelpreis von 10 Pf., 6 Stück für 50 Pf., zu beziehen durch das Bureau der B. Z. V., Berlin SW 08, Friedrichstr. •19. Gegen Voreinsendung des Betrages und 5 Pf. für Porto wird sic dem Bcsteiler zugesandt. Ortsgruppen erhalten bei Massenbestcllungen die Broschüre billiger. Der Neue Jüdische G c in e i tt d e v e r e i 11 hat bekanntlich anläßlich der Wahlen in Berlin eine Agitations-Broschüre an sämtliche Berliner Juden verschickt. Herren außerhalb Groß-Berlins, die Interesse für die Broschüre haben, können sie gegen Einsendung von 10 Pf. franko zugcschiekt erhalten. Reflektanten bitten wir, sich an Fräulein Martha Rosenberg, Charlottenburg, Fricdbcrgstraßc 3, zu wenden. Zu C I a n u k a - G c s c h c ח k e n empfiehlt der Beza lei den verehrten Gesinnungsgenossen den Ankauf seiner Erzeugnisse in Silber-Filigran, Damaskusmctailwarcn, Olivenholz- und Batikwaren. Große Auswahl echt persischer T e p - piche zu bedeutend herabgesetzten P re i s e n. Prospekte stehen gratis zur Verfügung. Adresse für Bestellungen und Geldsendungen: Verein Bezalcl E. V. Berlin W, 15, Bleibtreustr, 34/35. Eigene Verkaufläger in der Provinz: in Posen: bei Herrn Julius Engländer, Viktoria- ׳ . strafte 8, ״ Breslau: bei Fräulein Martha Blunienthal, Freibürget Straße 34, ״ Königsberg: bei Fräulein Marie Eliasow, Vorderc Vorstadt 23, ״ München: bei Frau Rahcl Straus, Kobellstr. 13, ״ Hamburg: bei Herrn Leopold Landau, Gr. Bleichen <17, ״ Heidelbergbei Frau Julius Simon, Klingentcich, ״ Frankfurt a. M.: bei Fräulein Alice Kassel, Sternstraße 38. Ausweis Schekel für 1912/13; Bunzlau 1,—, Ficidelbcrg Schekel 1913 14: Hagen 7,-. Landesorganisationsbeiträge: 1. Ortsgruppen: Stuttgart 27,-•, Breslau (Eiuzclbcitrag) 3,—, Posen 200,-•, GleiwiU 40, Hagen i. W. 16,—, Konstanz. 132,—, Qlogau Zion. Diskutierklub 11,-, 2. Einzelpersonen; Simon Scbcrck, Posen, 10,—, Fritz Sondlieimcr, Frankfurt a. M., 150,--, Dr. Hülse Bunzlau, 24,— Hr. Bcrlowitz, Königsberg, 2. Rate, 5,—, Dr. Leo Cohn, Posen, 10,-, L. Laqueur, Breslau, 10,—. 3. Verschieden« Spenden; Hamburg 1,-, Dt. Eylau 50,-. Eingang vom 11■ bis 17. Dezember: Schekel 1912/13: 3,- M. Schekel 1913/14; 7, M. Landetorganisationa beitrage: (»S9,-- M, Gesamteingang! Schekel 1912 13; 8014,—, Schekel 1913/14: 140.— M. Landetoreani• aalionabeiträge: 15885,27 M. TURNEN und SPORT Verband jüdischer Rudervereine Die Erkenntnis, dall körperliche Betätigung der Jugend ein hervorragendes nationales Lr/.ieiiungsmittel bilden kann, findet nllmähtieli die allgemeine Verbreitung, die ihr schon seit langem zu wünschen war. I >ic jüdische Tiirnersclwift wird mehr und mehr von Zionisten imleistin/l, und das F11 in f es t aut dem XI. Kongreß hat einen neuen Beweis dafür erbracht, in wie engem Zusammenhänge der Zionismus bereds mit denjenigen Organisationen steht, welche durch Turnen, Sport und Wandern National• jiidcn licranzielieu wollen, Wold die glücklichsten Bedingungen für eine gute nationale I 1/iel11mg bietet der Rudersport, Hie bestellenden jüdischen Rudervereine - die Ruderabteiluug der Vereine Jüdischer Studenten zu Berlin, der Jüdische Ruderklub Ivrin zu Berlin, und die Ruder,ibteihmg des Bar Kocliba in I laiuhurg - haben den Wert des Rmlcrns für die Juden auch dem allgemeinen Publikum erkennbar gemacht. Die beiden jüdischen Regatten, die bisher veranstaltet wurden, haben vielen Hunderten unsere Bestrebungen in sinnfälliger Weise vor Auge» geführt, die bisher völlig fern gestanden haben. Gerade dadurch, daß das Rudern und die damit verbundenen Wettkämpfe in voller Oeffeiitlichkeit vor sieh gehen, hat die ׳Betätigimg der Rmlcrvereiiie einen weitgehenden und erhebenden Einfluß auf weiteste Kreise im nationalen Sinuc ״tisgeübt. Es ist indessen nicht zu verkennen, daß es bisher an Bemühungen gefehlt hat, den Rudersport in groflz.iigigcr und für das nationale udcntimi nutzbringender Weise auszugestalten, lie drei genannten Vereine, die bisher mir im all* gemeinen Verband der Jüdischen Turncrsehalt zusainmeugesehlosseu waren, halven sieh daher unlängst zu einem Verband Jüdischer Rudervereine vereinigt, der besondere gemeinsame In• teressen wahrndimen soll. Ls ist zu hoffen, daß der Verband der jüdischen Ruderei die Ausbreitung und Beachtung verschaffen wird, die ihr nach ihrem Wert für Propaganda und innere Lr/ielumg zukommt. Die Aufgaben sind freilich nicht klein und möglichste Unterstützung, gerade von zionistischer Seite, wäre dringend zu wünschen. Wenn dem Verband Gelegenheit zu guter Arbeit gegeben wird, so kann er zweifellos viele junge Kräfte zionistisch beeinflussen. Auskünfte werden von stud. jur. Willy Lfcmann, Kaiser-Willidm-Stralle 24, erteilt. Berlin. Das Projekt eines jüdischen Sportplatzes bei Berlin beginnt jetzt greifbare Gestalt zu gewinnen. Die mit den Vorarbeiten betrauten Herren, haben sieb davon überzeugen können, daß in maßgeblichen Kreisen die Notwendigkeit einer solchen Schöpfung, welche die Bestrebungen der jüdischen Jugendpflege in wirksamer Weise zu fördem berufen ist, anerkannt wird. I>er Jüdische Turnverein Bar Kochba bat sich entschlossen, den Reinertrag seiner M akkabäc r f e icr, die am 27. Dezember, in den Gesamträumen der Philharinouic 'stattfindet, dem Platz.fonds zu überweisen. Erste künstlerische• Kräfte Berlins werden sieh in den Dienst der Veranstaltung stellen. AUS DEN GEMEINDEN Warnung. Ein junger Manu, der unter seinem Paletot eine russische Uniform trägt, erklärt in verschiedenen Städten Norddeut.schlaiuis jüdischen Bürgern, die er ״besucht“, er sei russischer Staats- Beamter gewesen und sei desertiert, da er zu einer Strafe verurteilt sei. Audi in den Kiewer Prozeß will er verwickelt gewesen sein. Er operiert mit bekannten russischen Namen, und behauptet, diese Leute seien seine Verwandten und Freunde. Audi benutzt er die Namen derjenigen Personen, die er bisher in deutschen Städte״ aufgesucht hat, um sich unter Berufung auf deren Freundschaft von anderen Geld zu verschaffen. Er hat bereits in Hamburg, wie uns mitgeteilt wird, zahlreiche Leute geprellt. Er spricht perfekt Deutsch und auch Englisch und Französiscli. Anscheinend kommt er von Kopcnhagen. Er ist der Unterstützung nicht würdig, Frankfurt a, M. 111 Frankfurt halten sieh zwei yeinenitisclte Juden aus Palästina auf, die Beiträge sammeln. Sie sind nicht Abgesandte der neuen yetnenitisclien Einwanderer, die sich zum großen Teil nach den Kolonien gewandt haben, sondern der alten ycmcnitisclicn Gemeinde in Jerusalem. Ihre Unter- Stützung ist also Chaiukah und hat mit dein Aufbau des neuen Jischuli nichts zu tun. Berlin. Am 14. Dezember wurde auf dein Friedh'*i der Adass Jisroel•Gemeinde der Oberkantor der Synagogengeincind« in Posen, Jacob L c i h o w i t z, der im hiesigen Krankenhause im jugendlichen Alter von 31 Jahren einem tückischen Leiden erlegen war, zur letzten Ruhe gebettet. Seine sämtlichen Herliuer Kollegen und eine Abordnung des Vereins Jüdischer Studenten mit ihrer Fuhne gaben ihm da» Geleite. Israelitische Erziehungsanstalt Ahlem. Am 7. Dezember fand di« diesjährig« Kuratoriums- Sitzung unter dem Vorsitz des Justizrats Dr. Bcrend in den Räumen der Zion-Loge zu Hannover statt. Der vom Vorstand erstattete Bericht weist vor allem auf die vor kurzem veröffentlichte Statistik der Zoglingc hin, die ein außerordentlich günstiges Ergehnis zeigt. Ls wurde» bislang beruflieh ausgcbihict: 233 Knahen und 83 Mädchen. Von den beruflich ausgcliildctcn Knallen sind: 218 Gärtner, 5 Bäcker, 0 Schuhmacher, 3 Tischler, I Tapezierer. Von diesen sind bereits ca. 40 selbständig. Von den Mädchen betätigen sieh etwa 70 in der praktischen Hauswirtschaft. Augenblicklich bdiiulen sich in der Anstalt: 87 Knahen und 30 Mädchen. -•• Den größten Teil der Sitzung nahm die Besprechung über die »ehr üble finanzielle Lage der Anstalt ui Anspruch, Es soll nunmehr trotz der für solche Sammlungen ungünstigen Zeiten, durch eine umfassende Propaganda versucht werden, die notigen Betriebsmittel Jierbei/usdiaffen. Der Vorstand hofft, daß es an gesiclits der vorzüglichen l.cisUmgcn der Anstalt geliiigen wird, die großen erforderlichen Mittel heranzuzic'heii. Ratibnr. Anläßlich des humlcTtjährigen Be- Stehens unserer jüdischen Gemeinde hat die zionistische Ortsgrupjic beschlossen, das anderwärts gut .bewährte 5״ p c n d e n b ti e 11 für den Jüdischen Nationalfonds‘•, das schon äußerlich durch seine künstlerische Ausstattung einen vornehmen Eindruck macht, auch hierorts aiiznschaffen. Die Eingänge sollen hauptsächlich zum Bau von Yeinenitenhäiisem verwendet ׳,verden. Als Erster hat sich nunmehr der Gemeindevorsteher Hugo Schuck mit einer Spende von 30 M. ins Spendcnbuch eingetragen. VEREINS-RUNDSCHAU Berliner Vereinskalender Dezember: Mittwoch, 24.: F e s t k 0 m in c r s anläßlich des Kartelltags des K. Z. V., Spichernsäle. Dienstag, 27.: Makkahäerfeier, Turnverein Bar Kocliba, Philharmonie. Dienstag, 30.; Chanuka-Kindcrfest der jüd.- nation. Frauenvcreinigung. Sophiensäle, 4 Ulir nachmittags. Januar 1914: Sonntag, 4.: Chanukafeier des Neuen Jüdischen ( meimlcvereins, Bhimeiistr. 141. Donnerstag, 8.: Palästinakurs IV. Prof Warburg, Kl, Saal der Spichernsäle, 9 Uhr. Donnerstag, 15.: Palästinakurs V. Dr. Lev in. Kl. Saal der Spichernsäle, 9 Uhr. Donnerstag, 22.: Palästinakurs VI. Dr. Tschienow. Kl. Saal der Spichernsäle, 9 Uhr. Sonntag, 23.: III. Frauenabteilung des Bar Kochb a , Stiftungsfest. Neumanns Festsäle, Rosenthaler Str. 36, 4 Uhr. Notiz für die Berliner Vereine Die verfügbaren Räume im Zionistischer» Zcntralburcau, Sächsische Str. 8, stehen Montag und Donnerstag Abend jeder Woche gegen rechtzeitige vorherige Anmeldung den zionistischen Vereinen Berlins zu Sitzungen kleineren Umfangs zur Verfügung. Außerhalb dieser Abende können die Gesuche in keinem Falle Berücksichtigung finden. * Berlin. Das Bureau der Berliner Zionistische!» Vereinigung befindet sich in Berlin SW 68, Friedrichstr. 49, Burcauzeit 9—5, Tel. Zentrum 11289. Alle Anfragen, Briefe usw., die Berlin betreffen, sind an das Bureau zu richten Berlin. Im P a 1 ä s t i n a - K u r s der B e r 1 i n c 1 Zionistischen Vereinigung hat am Dien*■ tag, dein 16. Dezember, der dritte Vortrag von Dr. Franz Oppenheimer über: ״Das genossenschaftliche Prinzip in der palästinensischen Kolonisation“ stattgefunden. Das weitere Programm ist: ■4, Donnerstag, (len 8. Januar 1914: Prof. Dr. O. War bürg: Jüdisclie Landwirtschaft in Palästina. — 5, Donnerstag, den 15. Januar 1914: Dr. Sch mar ja Lev in: Thema Vorbehalten. -- 6. Donnerstag, den 22. Januar 1914: Dr, E. Ts c 111c now: Die moderne Entwicklung Palästinas. -- 1X1 jeder Vortrag ein in sich geschlossencs Gebiet behandelt, ist es immer noch möglich, mit dem Kurs zu beginnen. Die Vorträge fincten aus technischen Gründen nicht mehr im Zionistischen Zcntralburcau, sondern i in kleinen Saal der Spichernsäle, Spiclicrnstr. 3, statt; sie beginnen pünktlich um 9 Uhr; da der Saal für alle Teilnehmer ausreicht, wird jeder Vortrag nur einmal gehalten. Berlin. Wir machen wiederholt darauf aufmerk- *am, daß die H i 81 a d r u t h ibrith ihre hebräisclien Kurse wieder aufgenommen hat. Teilnebmer können sich noch melden im Bureau der Hisiadruth, Knescbcckstr. 80/81, Eingang Otto Ludwlgstrnfte. Die Kurse finden am Montag und Donnerstag, abend* 8"/» Uhr statt. Berlin. Anmeldungen und Anfragen für de« hebräischen Kindergarten der jüdisch-nationakn Frauenvereinigung sind an Frau Hanna Ra- 4

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