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Jüdische Rundschau · 1913-05-09 · Heft 19 (9.5.1913) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVIII (1913)
Issue
Heft 19 (9.5.1913)
Date
1913-05-09
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 19 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 189 111,ן aus Rücksichten und seine Verfechter können ,len Schwerpunkt nicht so verlegen, daß sic eine Sache ,.rgenüber allen anderen Ihr nunderwielitig erkannten Dingen mit allem Nachdruck in den Vordergrund ste!ien. Die Zionisten wollen nichts anderes, als diese Selnverpunktshestim!11 ung machen. Es kommt für den ciii/elnen nicht darauf an, zu wissen, auf (irund welcher Theorie er cs tut, sondern darauf, daß die jtekenncr eines Willens sich untereinander durch diesen Willen verknüpft fühlen und daß sie als lest cs rundament anerkennen die Einheitlichkeit des Hintes. Wenn sie den Nationalismus als Kulturwert eiiiM'luit/en, so heifit das, daß man das Rauschen des lilutes nicht für unerheblich hält. Die Blutsiuineinschaft läßt die Willeiisgeuiciiischaft als uatürlieh mul notwendig erscheinen. Der jüdische Nationalisttius steht gegen den deutschen Nationalismus des Zentralvereins, weil dieser gar kein deutscher Nationalismus ist, sondern ein verlkisertes jüdisches (icmhl darstellt, weil jene nur dadurch dnrtun wollen, dal1 sie den Schwerpunkt nicht auf ihr Judentum legen wollen. Wenn sie aber trotzdem sagen, sie wollen dem Judentum die freue halten, so steckt dahinter doch die unerhörteste Treulosigkeit, denn treue liahcn, heißt, so den Schwerpunkt bestimmen, daß in.11!׳ eine Zukunft schaffen kann, die die Vergangenheil fortset/t. Wenn der Zentralverein den jüdischen Nation,־dis- 111 ns ablehnt, so lehnt er jene Juden ab, die so Juden sein wollen, daß das Judentum ein eintieitiiilics wird. Diesen Juden möchte der Zentralverein das Recht der Gleichberechtigung in Deutschland ,!h!kennen, oder er erklärt wenigstens, daß ihr Standmmkt dem Kampf um die Gleichberechtigung schadet. l:s ist aber die Frage, ob nicht Menschen, die die Wahrhaftigkeit ihres Wesens so betonen, wie wir, dein Staate gerade dadurch wertvoller sind. Nur kleinliche Zweckincnschen können behaupten, ein Mensch, der sich verleugnet, werde anderen wertvoller. Nur der Mensch, der sich bejaht, kann gewutet werden als ganzer und absoluter. Aut der einen Seite stehen die Leute, die sich di utsclmational gebärden, weil sie im Zwiespalt mit sich selbst sind und weil sie so ihre Entjudun*' beschleunigen wollen, auf der anderen Seite dne Zionisten. Sie haben ein von einer Empfindung volles Herz, und diese einheitlichen Menschen hat der Zentralverein allerdings zu eliminieren gesucht, weil sie die Unsicherheit, Zerrissenheit und innere Unwahrhaftigkeit allzu deutlich bemerken und weil man den traurigen Erscheinungen des Uebcrgangs gegenüber mißtrauisch werden muß, wenn man jene sieht, die auf dem Wege zu einer besseren Zukunft sind. Durch dieses Streben werden wir wertvoller naht nur dem deutschen Volk, sondern allen Mensclun, für die es ein Judcnproblem gibt. Die ganze Frage ist für uns also die: wenn wir den Kumpf zwischen ״deutsclmational“ und ״jüdischnatioiial" beobachten, wollen wir jüdischer werden oder ent• judet werden? Julius Simon •Heidelberg: Die Haltung des Zentralvereins hat auf alle unorientierten Leute einen peinlichen Eindruck gemacht. Sie verstanden nicht den Zweck dieser Demonstration. Die Oricn• tierten verstanden den Zweck und empfanden die Sache nur um so peinlicher. Wir müssen hier noch mals aussprechen, was in der vorgcschlagenen Resolution zum Ausdruck kommt, daß wir die Verlautbarung des Zcntralvereins als Denunziation empfinden. Denn er stößt die uninteressierte Oeffcnt• liclikeit aut ein schweres jüdisches Problem hin und brandmarkt unsere!Auffassung׳ als staatsgefährlich. Der Vorwurf der Vaterlandslosigkeit wird von vielen Leuten mit Begeisterung aufgvnommcn. Früher haben ihn die Hainaus gegen uns erhoben, heute haben ihr Geschäft Juden übernommen. So haben in der Türkei Jurten die Zionisten als türken feindlich dominziert, in Deutschland wieder Juden die Zionisten als türkophil hingestcllt. Der Zionismus ist nicht nur von mehr als gewöhnlicher Bedeutung für die Juden gewesen, sondern auch für die Länder, in denen Juden als Zionisten leben. Man verstehe mich nicht falsch. Derartige Wirkungen liegen nicht in unserem Programm, aber ebenso wenig, wie man die Judenfrage in Deutschland für sich isolieren kann, kann man die Wirkungen des Zionismus auf die Umgehung unterschätzen. Wenn eine Bewegung wie die zionistische wirkt, gewinnt die Umgebung auf sie Einfluß und sie auf die Umgebung. Daß wir ein machtvoller Faktor geworden sind, hat uns der Zentralverein bestätigt. Erlauben Sic mir als einem Manne praktischen Tuns, daß ich mich heute von jeder theoretischen Diskussion fernhafte. Ich will über Tatsächliches, über sichtbare Wirkungen sprechen. Stellen wir nur fest, welche Wirkungen der Zionismus auf die Jugend gehabt hat, eines ist unbestritten, er war von ungeheuerem erziehlichem Einfluß. Er hat ihr einen neuen Schwung gegeben, mit nichts zuvor vergleichhar. Gibt es etwas Höheres, als alle Sehnsucht junger Herzen in einem Brennpunkt zu sammeln, ein Volk an seine Scholle zu knüpfen? Vor dem Zionismus war die Jugend gebannt in die Sphäre des Alltags. War ihr das Judentum noch mehr als ein Schamgefühl? Und wie hat sich die Jugend der entjudeten Epoche entwickelt? Wir sehen, wenn wir «m uns schauen, wie alles nach Geld ringt, in der Anbetung alles Nichtjüdischcn in den Staub sinkt, ••ach oben hin •idi duckt und uns ständig kompromittiert. Verwechselt hat man uns mit jenen, ״'» gestern, bis der Zionismus kam. Wir waren ״ei von der Ängstlichen Besorgnis, ob ein stark betontes Judentum auch von der Umgebung er• *tagen werden wird, frei von jeglichem Versuch, unser jüdisches Bewußtsein deutschem Empfinden unterordnen zu wollen. Wir empfanden unser Judentum als etwas Starkes, Einheitliches, Selbständiges, nur ven innen aus Wandelbares, ohne ״wenn“ und ohne ״aber" und suchten danach zu leben. Es ist das große Recht der Jugend, an ein unbedingtes Leben zu glauben, die Unbedingtheit unseres Judentums war es, die die jüdische Jugend unter unsere Fahnen brachte. Wir hohen diese Jugend über den Alltag, wir lehrten sie, Praktisches tun für ideale Zwecke, wir erzogen sie zur Opfer Willigkeit. Der Zentralverein sagt, er tue dasselbe, er wolle die Jugend nur zur di'ulsehvolkischen Empfindung erziehen, Sieht man aber aus diesen Tendenzen etwas anderes erwachsen, als mangelndes (Solidaritätsgcfühl mit den anderen Juden und in Wahrheit keinen Willen, seine oft nicht geringe Energie für jüdische Dinge einzusetzen? Wir weiten den Blick unserer Anhänger auch für das allgemeine Wohl und erlichen so ihre Erkenntnis über die kleinen selbstsüchtigen Interessen eines engen Pflichtenkreises zur Einsicht in die großen Aufgaben des Staates, in dem sie leben. Unser Schicksal wollte es, daß wir in einige wenige Berufe gedrängt sind. Wir sind in Deutsch• larnl zum größten Teil Händler oder Aer/tc oder Rechtsanwälte oder Zeitungsschreiber. Wir gehören int wesentlichen einer wirtschaftlichen und geistigen Schicht an. Was Wunder, daß wir die grölten Zu* saimiieithäiige des Lebens nur einseitig zu sehen gewohnt sind. Wir sind im Wirtschaftlichen noch fast ausschließlich in manchestcrlicheii Anschauungen befangen. Da kommt der Zionismus und weist auf die Bedeutung des Bauernstandes für den Staat hin und plötzlich stehen wir notwendigen gesetzgeberischen Maßnahmen ganz anders gegenüber als bisher, plötzlich begreifen wir die Gefahr der Landilucltt, plötzlich stehen wir mit ganzem Verständnis dem Kolonisationsproblcm gegenüber. Der Zionismus verstrickt uns in die Bestrebungen, Juden bodenständig zu machen und weckt in uns eine Sehnsucht nach item Leben auf der Scholle, weist auf die Gefahren großstädtischen Lebens hin und plötzlich selten wir Bestrebungen, wie die der Bodenreformer, ganz anders an als früher. Der Zionismus betont die• Stärkung der wirtschaftlich Schwachen und damit tritt auch das Genossenschaftswesen für uns in ein neues Licht. Der Zionismus hat uns auf das Problem der Ausbeutung jüdischer Arbeiter hingewiesen und unser Verständnis für die Lage des arbeitenden Volkes ist noch einmal so ursprünglich wie früher. Der Zionismus fordert unerhörte Opfer um Palästinas willen und Opferwilligkeit für den Staat ist uns nun selbstverständlich. Der Zionismus ist cs, der auch jüdischen Frauen und Mädchen Anteil gibt am nationalcit Werke, und wir heben auch die jüdischen Mädchen und Frauen aus dem Kleinkram des Lebens. Der Zionismus träumt von der Wiederbelebung jüdischer Kultur, und neue Ehrfurcht vor geistigem Schaffen ist die Wirkung dieser Sehnsucht. Der Zionismus lehrt uns, die Kräfte der Jugend zu stahlen, und in der Arbeit für ein neues Muskcljudentum blüht uns Verständnis für nationale Regcncrationsbestrebungen. Der Zionismus ist cs, der die Juden zu wahren Bürgern erzieht, und ich frage, ob das nicht Bürger sind, wie sie sich der Staat nicht besser wünschen kann? Der Zentralverein sagt, das alles geschehe um des jüdischen Volkes willen, um Palästinas!willen. Jawohl, aber wie kleinmütig ist er, da er nicht abzuschätzen versteht, welche Ausstrahlungen diese unsere Betätigung auch für unsere Gastländer hat. Wir wollen die Juden regenieren, aber unsere neuen!Kräfte kommen auch den Ländern zugute, in denen wir leben. Wir wissen, daß nur ein Feil der Juden nach Palästina gehen wird, aber wir wollen, daß cs möglidist viele tun, und mit allein Nachdruck lege ich Wert darauf, dies zu betonen. Aber glauben Sie, daß Deutschland es mißverstehen könnte, wenn Juden nach Palästina gehen, um dort zu arbeiten, glauben Sie nicht, daß solches Tun den jüdischen Namen erheben wird. Auch wir haben Beziehungen mit diesem Lande. Auch wir sind geschmückt und genährt mit deutscher Kultur und Wissenschaft. Ist Deutschland wirklich so arm, daß es keinen seiner Söhne entbehren kann oder ist es nicht so reich, daß es geradezu wünschen muß, überall neue Fäden an/uKiüipfcn, wohin seine Söhne kommen. Ist das nicht im tiefsten die Verfeinerung des nationalen Lebens, die unsere Zeit erstreben sollte? ohne daß wir es wollen, — die Wirkung der Geschichte selbst wird dahin führen — diejenigen, die hingehen nach Palästina, werden von dort aus diesem Lande auch nicht schlecht lohnen können. Gehen Sie deshalb unbeirrt ihren Weg weiter, ohne nach rechts zu schauen, ob man uns schmäht, ohne nach links zu schauen, ob man uns verdächtigt. Sie dienen damit dem jüdischen Volk. Sic dienen sich selbst und Sie dienen dem Lande, in dem Sic leben, und Sie dienen zugleich auch, um Hcrzls Wort zu gebrauchen: ״Der Erhöhung menschlicher Gesittung überhaupt". Im Namen des ״Bundes Jüdischer Corporatloncn“ gab Herr Dr. Rosenkranz die fol• gende Erklärung ab: ״Der Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hat auf seiner Tagung, auf der gegen den Zionismus Stellung genommen wurde, gegen die Vereine Jüdischer Studenten den Vorwurf erhoben, sic seien Vorkämpfer vom Zentralverein mißbilligter Anschauungen in der jüdischen Akademikerschaft Deutschlands. Der B. I. C. rechnet sich diesen Vorwurf zur Ehre an, Der B. I. C. sieht seine Aufgabe in der Verbreitung historischen Stolzes und starken Zukunftswillcus unter der jüdischen Studentenschaft Deutschlands, Ohne die Ikrechtigung und Verpflichtung des deutschen Juden zu Abwehr• und Gleich• brrcchtigungsbcstrclningen zu verkennen, kann er in deren Betätigung kein vollwertiges jüdisches ideal erblicken. Diese negativ gerichtete jüdische Energie droht aber dem größten Teil der überhaupt jüdisch zu interessierenden deutschen Juden sogar einziges jüdisches Ideal zu werden, wenn ein so großer Verband wie der Zentralverein, ausschließlich diesen Bestrebungen dienend, deren — selbstverständliche Notwendigkeit dauernd verkündet, um unter den zumeist völlig indifferenten Juden Anhänger zu werben. Deshalb hat der B. I. C, den in positiv jüdischem Sinne geringen Wert des Z. V. schon lange erkannt und den ihm angeliörenden Vereinen Jüdischer Studeuten die korporative Zugehörigkeit zu diesem vor geraumer Zeit verboten. Durch seine Resolution gegen das National• Judentum hat der Z.V. die Neutralität in inner* jüdischen Fragen, die trotz aller gegenteiligen Beliauptungcn in seinen Lebensäußerungen schon seit vielen Jahren nicht erkennbar war, offen gebrochen. Er hat damit zwischen sich und den positiv jüdischen Bestrebungen, die der einfache, ungekünstelte Sprachgebrauch als nationaljüdisch oc• zeichnet, eine Scheidewand errichtet, weil er in ihnen mit Recht eine Beeinträchtigung seiner matten Ideale sicht. Der B. I. C., stolz, darauf, vom Z. V. als ein Hauptträger der Idee eines größeren Judentums angesehen zu werden, wird sich weder durch die offene Feindschaft des Z. V., dem kein B. I.C.'er mehr angeboren darf, noch auch durch den schmähliehen Vorwurf uupatriotischcr Gesinnung, aut den ausführlich zu antworten er für unter seiner Würde hält, in seiner Arbeit für das jüdische Volk beirren lassen.“ Herr Lichtheim gab im Namen des ״Kartells Zionistischer Verbindungen" folgende Erklärung ab: ״Das ,Kartell Zionistischer Verbindungen‘ spricht seine schärfste Entrüstung über die Resolution des Zcntralvereins gegen den Zionismus aus, da diese Resolution sachlich völlig ungerechtfertigt ist. Das ,Kartell Zionistischer Verbindungen* ist aber auch der Ansicht, daß d׳c Tätigkeit des ,Zcntralvereins deutscher Staatsbürger jüdische« Glaubens* im allgemeinen nicht zweckentsprechend, ja sogar schädlich ist, da der Zentralverein die staatsbürgerlichen Interessen der deutschen Juden in einer Weise vertritt, die vom jüdischen Standpunkt nicht gebilligt werden kann. Aehnlich wie der Zentralverein wirken die sogenannten K. C.-Vcrbindungen innerhalb der Studentenschaft in einer Weise, die wir als Juden und deutsche Staatsbürger nicht billigen können. Der Zentralverein wie der K. C. suchen die Gleichberechtigung der Juden durch Ableiignung der Judenfrage und durch allmähliche Aufgabe aller jüdischen Ziele zu ver* wirklichen. Auf diese Weise wird den wahren Interessen der Juden nicht gedient, denn die Ocffentliclikeit wird über das Judentum falsch informiert und gleichzeitig werden die Lebcnsintcrcsscn des jüdischen Volkes geopfert. Aus diesem Grunde er- Klärt das ,Kartell Zionistischer Verbindungen‘ die Bekämpfung des Zcntralvereins und der Ki C.-Verbindungen als notwendig und begrüßt den Versuch, durch Neubildung eines Vereins den Staatsbürgerliehen Interessen der deutschen Juden in besserer Weise zu dienen." Im Namen des ״Deutschen Kreises der Jüdisch «n Turn erscha 11“ gab Herr Dr. Sally Hirsch die folgende Erklärung ab: ״Der Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hat in seiner letzten Hauptvcr- Sammlung scharfe Angriffe gegen die zur Jüdischen Turnerscliaft gehörenden Turnvereine erhoben. Die im Deutschen Kreis der Jüdischen Turnerschaft vereinigten Turnvereine geben auf diese Angriffe folgende Erklärung ab: Die jüdischen Turnvereine bekennen sich zu einem nationalen Judentum; National-judcnturn ist nach unserem Programm der Wille zur Erhaltung des jüdischen Volkes aut Grund des durch Abstammung und Geschichte bedingten Gcmeinschaftsbewufitscins aller Juden. Wir glauben nicht, daß wir durch dieses unser Programm den Kampf des Zcntralvereins um die Oleicliberechti- . Turner erhobenen Angriffe ist "nur zit erklären durch unsere Erfolge. Der Zentralverein hat es mit ansehen müssen, wie die jüdische Jugend in hellen Haufen in unsere Vereine geströmt Ist, während er selbst nicht imstande war, der jüdischen Jugend ein Ideal zu bieten, das die Kraft gehabt hätte, sie gegenüber den judentumzerstörenden Tendenzen unserer Zeit an das Judentum zu fesseln. Da* antinationalc Judentum versucht jetzt ebenfalls durch Gründung von Turnvereinen die Jugend zu gewinnen; aber man wird sich davon überzeugen müssen, daß eine Turnbewegung nie und nimmer aut der Grundlage des Kampfes gegen den Antisemitismus oder der Neutralität ins Leben gerufen werden kann, sondern daß eine Turnbewegung immer national »ein muß: national ist di* von Jahn begründete deutsche Tumbewcgung, und auch eine jüdische Turnbewegung ist nur als nationalc Bewegung denkbar.“ Dr. Hantkc läßt über die vorgelcgte Resolution abstimmen, die unter stürmischem Beifall einstimmig angenommen wird. Unsere heutige Tagung ist zwar nicht formell ein Dclegiertcntag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, aber •le ist es durch die Art ihrer

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