Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVIII (1913)
- Issue
- Heft 17 (25.4.1913)
- Date
- 1913-04-25
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr.דו JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 171 Nach 11cm mit stürmischem Beifall aufgenommenen Vortrag sprach als erster Diskussionsredner Herr Dr. jttartin Auerbach als Vertreter des Bar Kochbn. Er führte aus. daß der Bar Kochba, obgleich nicht zionistiscli, sich als national-jüdischer Verein schwer {furch die Zcntralvcrcins-Rcsolution getroffen fühle umi deshalb Schulter an Schulter mit den Zionisten ״cgen die in der Resolution und im Laufe der Zentralvcreins-lieircralvcrsamnilung zum Ausdruck gebrachten Angriffe Front mache. — Vom Zentralvcrein waren, trotzdem der Vorstand offiziell geladen war, offizielle Vertreter nicht erschienen. Den Standpunkt des ZentrnlVereins vertraten in nicht sehr glücklicher Weise d;e Herren Heinzen, Wolffsberg und Isaacsen. Letzterer gab, nachdem er zum zweiten Male das Wort crgritfett hatte, zu. erst im Laufe des Abends die Resolution des Zentralvereins kennen gelernt zu haln 11 (!). Von unseren Freunden sprachen die Herrin I»r. Halpern, Dr. Unna und Dr. Kalmus. Herr 1)1. med, Julius Möller-Altona, der Vorsitzende der hievten Moria-Gruppe, beklagte als Vertreter der imhizionislischcn Orthodoxie die Bahn der Fehde, welche der Zentralvcrein beschritten habe. Das sei ein logisches Denunziantentum gegen Tausende, die begeistert ein Ideal verfolgen. Mit flammender Entrüstnng sprach als letzter nichtzionistischer Diskussion-iediuT Dr. Eftist^jTuch, mehrfach durch tosenden Be;iah unterbrachen, vom rein national-jüdischen Standpunkt gegen den Zentralvcrein. Zu vorgerückter St»:;de wurde mit allen gegen neun Stimmen folgen.!«־ Resolution angenommen: Die «on den jüdisch-nationalen Organisationen Hamburgs cinhcru'cnc öffentliche Versammlung sp; iclit ihre Entrüstung darüber aus, daß der Zentr.ibcreiii deutscher Staatsbürger jüdischen Glau- Inns durch seine Resolution seinen bisherigen Stand- Punkt «1er Unparteilichkeit verlassen hat. Er hat sich hiermit des Rechtes begeben, sich ferner als die Vertretung der deutschen Juden aller Riehtungeii zu bezeichnen. Die Versammlung bedauert aufs tiefste, daß von jüdischer Seite die Loyalität der national-jüdisch gesinnten Staatsbürger äugezweifelt worden ist und daß damit die Mitarbeit eines jeden aufrechten Juden im Zentralvercin un-!״״glich geworden ist. VEREINS-RUNDSCHAU Berlin. Die Rcligionsschulc Talmud Tora Kne- »cfh Jlsroel, welche ca. 200 Schülern Thorakenntnis und Zcitbildung vereint, beibringt, wird Sonntag, den 4, Mai, nachmittags 4 Uhr, durch eine Anzahl ihrer Schüler einen Szijum (Abschluß eines Talmud-Traktits) vornehmen lassen. Mit demselben sind sodann Reklamationen und div. Vorträge verbunden. Der Fraucn-Vcrein Kneseth Israel wird sodann für die Kinder der Talmud-Thora eine Feier veranstalten. Die Eigenart und hohe Bedeutung sowohl des Vereins, seiner Bestrebungen, als auch dieser Feier, wird hoffentlieh viele Kreise zur Teilnahme an derselben veranlassen. Die Feier findet in Haverlands Festsälen (früher Dräsel), Neue Fricdricbstr. 35, statt. Damen und Herren als Gäste sind herzlich willkommen. Berlin- Der Verein jüdischer Studierender aus Rußland veranstaltet am Sonnabend, den 26. d. M,, n״ großen Saal des Tiergaiteuhofs (am Bahnhof Tiergarten) einen großen jüdischen literarischen A b c n d. Der bekannte jüdische Dichter, Herr S c hal״m Ascit, wird aus eigenen Werken verlesen, ts gelangen u. a. auch ganz neue, noch nicht erwhienene Dichtungen zum Vortrage. Beginn der Vor- , aiistaltung um 8','a Uhr abends. Karten ä 3, 2 und I I M. sind int Vorverkauf zu haben: Bureau des Vereins | jüdischer Studierender aus Rußland, Fricdricbstr. 129 | Oeleph. Nr. 8680) und an der Abendkasse. •‘-|f * § Leipzig. Die zionistische Bewegung hat in der | jüdischen akademischen lugend zu Leipzig itt letzter I it bedeutend an Ausdehnung und Vertiefung ge- II wniincn, Diese erfreuliche Tatsache ist nicht zum 1 wenigsten auf die unermüdliche Tätigkeit des Ver- 1 eins Zionistischer Akademiker zurückzuführen. Es |j ningcn daher jetzt zu Beginn eines neuen Semesters 1׳ einige Worte über seine Entstehung und sein bis- 1;׳1« יgcs Wirken gesagt sein. Gegen Ende des Sommer- 1 5<v1esters 1912 traten mehrere zionistisch gesinnte 31 Studenten und einige .Mitglieder der Zionistischen ■ jחי;*gruppe Leipzig; usammen, um einen engeren Vor- I 'i.-iucl der zionistisch« n Akademiker Leipzigs ins Leben I «I rufen. Bald war über Richtung und Programm «״« Vereins ein Einvernehmen erzielt, so daß die 1jirunduitg des Vereins Zionistischer Akademiker zu Leipzig vollzogen werden konnte. Zum ersten Vor- 11■׳enden wählte man Dr. Steinmarder. Zweck 's Vereines sollte die Pflege aller zionistischen Be- Lebungcn innerhalb der jüdischem Studentenschaft ipzigs sein. Im einzelnen wurden in das Arbcitsrogramm wöchentliche öffentliche Vorträge über alle : roblcme des jüdischen Lebens, monatliche Revuen Jl׳cr jüdische Tagesfragen, hebräische Sprachkurse ' '» ein Kursus für jüdische Geschichte und Literatur 1״ 1־'* Palästinakundc aufgenommen. Gesellige Veranaltungen und Ausflüge waren hierzu als angenehme "pnzurtg gedacht. Diesem großzügigen Programm 5”]fPf«H«rtd gestaltete sich das Wintersemester 0 2/13 auch reich an Anregung und Unterhaltung. I 4• rÄ,Re hielten Dr. Prager über ״Das i ü - I 11* Problem und der jüdische Aka- I -ent 1 ker“, Dr. Brodetsky ״Der Anteil der Juden an der K u 11 u r", S. Sack ״Die H c - bung des Volkes und die Entwicklung des J udc n t u nt s“, Dr. Steinmarder ״Revue a u s d c m jüdischen Lehe n“, Dr. Brodetsky ״Christliche Zionisten", stud. med. Gaffa 110 witsch ״Bialik als Volks- und N a t i o n a I d i c h t c r", Davis T r i c t s ch ״Die Grundlagen des Z i o 11 i 8 m u s", Dr. Prager ״Das Probien! der jüdischen Assi in i- I a t i o 11" und Dr. Brodetsky ״N a t i o n a 1 '1 s - m u s u 11 d Kosinopolitismu 8“. Sämtlichen Vorträgen schlossen sich längere Diskussionen an, in welchen alles Für und Wider zu lebhafter Erörtcrung kam und die Kenntnis von jüdischem Wesen und jüdischen Dingen bei allen Teilnehmern bedeutend gemehrt wurde. Leider büßte die Vereinigung durch Weggang nach Berlin die hochverdienten Vorstandsmitgliedcr Dr. Steinmarder und Dr. Prager ein. Ihnen zu Ehren fanden stimmungsvolle Abschiedsabende statt. Nach außen entfaltete der Verein durch ein glänzend verlaufenes orientalisches Kostümfest ״Ein Markttag in j er u s a I e m", am 3. Februar 1913, eine würdige Repräsentation. Ferner führten ein Chaiiukali-Abcnd und ein geselliger Abend die Mitglieder und zahlreiche Gäste zusammen. Kurz vor Semcstcrscliluß wurden die Neuwahlen zum Vorstand vorgenonimen. Es gingen daraus hervor, als erster Vorsitzender Dr. S. Brodetsky, als zweiter Vorsitzender cand. ehern. B. Gorlinskv, als erster Schriftführer stud. med. M. Gordon, als zweiter Schriftführer cand. jur. J. Wolf, als Schatzmeister cand. rer. merc. F. Nathansohn und als Beisitzerin Frl. stud. A. Ka 11 an. Das Klublokal des Vereins Zionistischer Akademiker befindet sieh Emilicustraße 9,1. Das Programm des jetzt bcginnenden Sommersemesters ist in Vorbereitung und wird demnächst bekannt gegeben werden. Da der Verein entsprechend dem modernen Charakter der Universität Leipzig auf allen Korporations/wang und jedwede Beeinträchtigung der persönlichen Freiheit seiner Mitgliedcr verzichtet, ist allen jüdischen Kommilitoiicn zionistischer Gesinnung der Anschluß möglieh und erscheint im Interesse der Sache auch dringend geboten. Halbcrstadt. 111 einer stark besuchten Vcrsammhing der Schckclzahlcr sprach am Donnerstag, den 17. April, Herr Dr. Julius Pr a g e r-Berlin, über das Thema ״Zur Psychologie des modern c n Judentum s“. Die cinstiindigcn, interessnnlen Ausführungen des Redners, die in eine Betonung des; Einlicitsgcdankcns im Judentum ausklangen, fallden den lebhaften Beifall der Versammlung, die dem Redner durch die Stiftung zweier Oelbäumc für seineu Vortrag dankte. Bcuthcn O.-S. Am Mittwoch, dem 16. April, hat sich im Cafe Juscz.yk (obere Räume) ein zionistischer Stammtisch begründet. Der Besuch war ein sehr guter und cs herrschte Vorzugliehe Stimmung. Der Stammtisch versammelt sich jeden Mittwoch abend und sind Gäste stets willkommen. Nürnberg. Die Zionistische Ortsgruppe Nürnberg - Fürth veranstaltet an jedem Donnerstag, abends 8'/^ Uhr, im Caf<5 Central zwangslose Zusainmenkünfte, um deren regen Besuch auch seitens durchreisender Gesinnungsgenossen gebeten wird. Briesen, Westpr. In einer gut besuchten Ver- Sammlung sprach am 5. April Herr Parteisekretär Rosen bäum über ״D er Balkankrieg und das jüdische P r 0 b I c in". An diesem Abend ist es uns auch endlich gelungen, hier eine Ortsgruppe zu gründen. In den Vorstand wurden folgende Mitglieder gewählt: Dr. med. Wolff, 1. Vorsitzender, M e n d c I s o 11 n ir. stellvertretender Vorsitzender, M e 11 d e 1 s o 11!1, Kassierer, Apotheker Albert Bernstein, Schriftführer, Frau Paula Meyer, Nationalfondskommissürin. Karlsruhe. Für Monfag, den 17. März d. J., hatte die hiesige Zionistische Ortsgruppe zu einem Vorträge eingeladen, der ziemlich gut besucht war. Herr Rechtsanwalt Dr. Fried berg, hier, sprach über Landsbergers Buch ״J u d c n t a u f e n“ und erntete mit seinen Ausführungen allgemeinen Beifall. Die anschließende Diskussion gestaltete sich teilweise recht lebhaft, so daß der Vorsitzende die Versammlung erst gegen Mitternacht schließen konnte. — Eine Purim feicr größeren Stils abzuhaltcn, war der Ortsgruppe lokaler Umstände halber, dieses Jahr leider nicht möglich; dafür hatte man die Mitglieder für Samstag, den 5. d. M., abends 9 Uhr, zu einer gemütlichen Abendunterhaltung nach dem Hotel Lion eingeladen. Verschiedene Vorträge deklamatorischer und musikalischer Art trugen zur Unterhaltung der Anwesenden bei. — Ein kleiner Ball bildete den Schluß des Abends. Allen Mitwirkenden, ebenso Fräulein Jenny und Herrn Jakob G o 1 d b e r g, die sich für das Zustandekommen des Abends so sehr bemüht hatten, sei an dieser Stel.c der Dank der Ortsgruppe ausgesprochen. Der Besuch seitens der Mitglieder ließ zu wünschen übrig und seien hiermit die hiesigen Gesinnungsgenossen wiederholt dringend gebeten, bei den Veranstaltungen der Ortsgruppe pünktlicher und regelmäßiger zu erscheinen als bisher. Frankfurt a. Al. Die Zionistische Jugendgruppe Frankfurt a. M״ kann auf ein Semester intensiver Arbeit zurückblicken. Der gute Besuch der Veranstaltungen und die stets anwachsende Mitgliederzahl zeigen, daß dieselbe auch von Erfolg begleitet war. — Den Mittelpunkt unserer Tätigkeit bildeten die Vcreinsabcndc. die regelmäßig alle 14 Tage statt* fanden. — Dieselben wurden stets eingcleitct durch einen Gcschlchtsvortrag des Herrn Obericher D. Tachauer. Die stets wachsende Besucherzahl wird Herrn Tachauer die beste Anerkennung für seine Tätigkeit gewesen sein. Vielen werden auch diese Vorträge der Anlaß gewesen sein, sich eingehender mit der Geschichte unseres Volkes zu beschäftigen. — Anschließend an diese Gcschichtsvortriigc wurde dann stets noch von einem Mitglied der Jugendgruppe ein Referat über ein zionistisches Die 111 a gehalten, worüber dann freie Aussprache stattfand. So sprachen Frl. Clcmctuc Mayer über: Ilerzl* Juden- Staat, Frl. Sophie Stern über den II. bis V.. Kongrell, Frl. Frankel über die Arbeit der jüdischen Frau in Palästina, Herr Ellern über ״Pirisker", Herr Zahnarzt Nathan über die vorzionistische Kolonisation, Herr Ernst Rothschild über den I. Zionistcnkongrcll und das Basler Programm, Herr Robert Erber über: ״Nationalismus und Tcrritorialisinus", Herr B. Herrn an 11: ״Das neue jüdische Leben in Palästina." -• Diese Einrichtung, die den Zweck hatte, zur Vertiefung des zionistischen Gedankens bei unserer Jugend beizutragen und die stets anwesenden Niditmitglicder mit der Ideenwelt des Zionismus vertraut 7u machen, wurde begeistert aufgenommen. — Unsere Mitglieder stellten sich gerne für diese Referate zur Verfügung und cs sei ihnen an dieser Stelle unser herzlichster Dank ausgesprochen. - Ferner wurden mit der zionistischen Ortsgruppe gemeinsam größere Vorträge veranstaltet. Besonders zu erwähnen ist noch die am 7. Dezember verg. Jahres stattgefundene Chanukahfeier, bei der Herr Referendar Nuß ha um aus Hanau die Festrede hielt. Viele Damen und Herren trugen durch Rezitation, Gesang und Tanz zum Gelingen dieser Feier bei. — Der hebräische Sprachkursus, den Herr B ermann aus Jerusalem in dankenswerter Weise leitet, erfreut sich reger Beteiligung. Anmeldungen zu diesem Kurs, an dem auch Nichtmitgliedcr teilnehmen können, sind an Herrn B. Bermanu, Altkönigstr. 9, zu richten. — Als Purimfeier und zugleich als Schlußveranstaltung wurde ein gemeinsamer Ausflug in den Taunus unternommen. — Lieder zur Laute, Gesang und Rezitation jung-jüdischer Gedichte verschönerten die kleine Feier. — Wir hoffen, daß die Zionistische Jugendgruppe immer mehr der Mittelpunkt der nationalen Jugend Frankfurts wird und bitten unsere Gesinnungsgenossen, uns ihr Interesse auch weiterhin zu bewahren. — Gcfl. Anmcldungen und Beiträge sind an Frl. R. Grünblatt, Battonnstr. 9, zu richten. Elberfeld. In der General-Versammlung der Ortsgruppe Ivria vom 6. April wurde vom Vorstand der Geschäfts- und Kassenbericht erstattet. Die Gesamteinnahmen der Ortsgruppe beliefen sich auf 1032 M. Hiervon wurden für Palüstinazwcckc 2774 Mark verausgabt, während sich der Rest auf die Kosten der Ortsgruppe (595 M.) auf das Abonnement der jüdischen Rundschau (210 M.), auf die deutsche Landsmannschaft (138 M.) und die Weltorganisation (285 M.) verteilt. Eine von der Ortsgruppe veranstaltctc Bcznlelausstcilung erzielte einen Erlös von 1000 M. und bei dieser Gelegenheit wurden dem Verein Bezalel etwa 60 neue Mitglieder — meist Nichtzionisten — gewonnen. Ein Teil unserer Arbeit war ferner der P. L. D. C. gewidmet. Für über 1000 Mark Anteile konnten ohne allzugroßc Anstrengungen — zum Teil wiederum bei Nichtzionisten — untergebracht werden. Unsere Mitgliederzahl stieg trotz gro* ßcr Verluste durch Fortzug von Mitgliedern im Ver* einsjahr von 75 auf über HK). Elberfeld stand in der Statistik des Nationalfonds ganz, vorn, an einer Stelle, wo cs nach seiner jüdischen Bevölkerung*- Ziffer nicht stehen dürfte, wenn eine ganz.e Anzahl von Städten, die heute hinter uns stehen, auch nur einigermaßen ihre zionistische Pflicht und Schuldigkeit täte. Nichts anderes bezwecken diese Zeilen als das Ergebnis, daß eine ganze Anzahl von Ortsgruppen uns in Zukunft überholen soll, aber so, daß ihre Eingänge größer werden als die unsrigen, nicht umgekehrt. Das geistige Leben in der Ortsgruppe war rege und gab dem jiidischcn Leben Elberfelds sein Gepräge. Kein Monat, der nicht eine öffentliche zionistische Veranstaltung gebracht hätte. Ein von der Ortsgruppe völlig getrennter H e r z l - C I u b sorgt für die Vertiefung zionistischer Gesinnung und hebräische Sprachkurse, von unserem Freunde Herrn Dipl.-Ing. Sliosberg organisiert und von dem trefflichen Herrn Richard Adler geleitet, leisteten dem Redürfnis, die hebräische Sprache zu erlernen, im Bereich des ganzen Ortsgruppen verbände* genüge. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zu* sammen: R.-A. Dr. Bernstein, Dr. O r ü n e b e r g, Vorsitz. N. Mehl, Schatzmeister, L. Fleischhacker, Biblioth., S. Götze, H. Hesse, W. Meyer, O. Walter, S. Zuckermann, Beisitzer. Die Korrespondenz führt im Nebenamt Dr. Grüneberg. Allen Damen und Herren, die sich um das Gedeihen unserer Gruppe verdient gemacht haben, sprechen wir unsern herzlichen Dank auch an dieser Stelle aus. Köln. Auf der Generalversammlung des Jugend- Vereins Gabriel Ricßer vom 15. d. M. stand die Wahl der Delegierten zum Frankfurter Dclcgiertcntag zur Debatte. Es war der Antrag cingcbraclit worden, die Wahl der Delegierten dem Vorstand zu überlassen. Hiergegen wandten sich die anwesenden zionistischen Mitglieder mit der Erklärung, daß sie sich nur mit der Wahl solcher Mitglieder einverstanden erklären könnten, die einem von mehreren Vcrbandsvcrcinen zum Delegiertentag gestellten Antrag auf Ausschluß des Zentralvereins D. St. J. Gl. aus dem Vorstand des Verbandes ihre Stimme zu geben bereit seien. Diese Stellungnahme begründeten und vertraten die Herren Dr. Kramer, Dr. Gidion, Ref. Strauß und Hallenstein. Sic führten aus, daß im Vorstand