Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVIII (1913)
- Issue
- Heft 14 (4.4.1913)
- Date
- 1913-04-04
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 14 Seite 137 europäischen Juden'zur Richtlinie nehmen, winde er den osteuropäischen Juden die Möglichkeit geben auszuwaiidern, event. auch nach Palästina, würde er zur Vorbereitung der Auswanderung die Volksidcc liinzuziehcn, ohne die Wurzellosigkeit der deutschen Julien zu predigen und sie dem deutschen Vaterhuulc zu entfremden, so würde der Zetralverciu nicht gegen ihn Stellung nehmen. Dann würde der Zionismus aber auch nicht vorwärts kommen. Das hat /. ß, Herr Dr. H a n t k e auf dem Poscncr Delegiertentage zum Ausdruck gebracht, wo er klar und offen aus führte, daß nur das radikale Auftreten des Zionismus vorwärts bringen kann. Die Loslösung des deutschen Juden soll also mit Hochdruck betrieben werden. Die deutschen Zionisten marschieren an der Spitze, die Zentrale hat ihren Sitz in Berlin, die Organisation wird außerordentlich geschickt ausgebant. ()au/ nach dem Muster der Polen bemüht man sieh, überall neue Stützpunkte zu finden. So werden freigewordene Stellen für Aerzte und Rechtsanwälte in' kleinen Städten sofort mit Zionisten besetzt. Heferendar Felix Rosenblütli erklärt auf dem Turntagc: ״Von einer Bewegung kann nur die Rede sein, wo wirklich Keime ans Licht streben.“ Ein herbes Urteil für den Verband neutraler Jugendvereine. Die Hauptträger der zionistischen Bewegung sind die Vereine Jüdischer Studenten und’ die Turn v e r e i n e. Redner gibt dann eine Schilderuiig der Vereine Jüdischer Studenten. Hätte die Sache nicht so überaus traurige Seiten, man mülite sich über den Idealismus und die Spannkraft der jiiilisclien Jugend freuen. Die Jugend wird aber auf falsche Bahnen gedrängt. Es findet liier eine Vergeudung von schätzbaren Kräften statt. Es ist nicht zu verkennen, dali die Gleichgültigkeit weiter jüdischer Kreise allen jiidischeu Dingen gegenüber grolle Schuld daran trägt, daß ein Teil der jüdischen Jugend auf diese falsche Balm gedrängt worden ist. Es ist aber jetzt dringend notwendig, daß man der nicht zionistischen Oefi'cntlichkcit, die nähere Informationen allein von ziunistischer Seite zu erhalten scheint, die Augen öffnet. Es ist mir in der letzten Zeit bei Verhandlungen mit Behörden usw. oft gesagt worden, ״die Zionisten stellen die Sache aber ganz anders dar“. Die Zionisten erklären, dali jeder, der ihre Ideen nicht anerkennt, entweder ein Dummkopf oder ein Feind des Judentums ist. Diese Kraft,־lusdriiekc, mit der nötigen Kraft nusgerufen, lassen die kritiklose Jugend nicht unbeeinflußt und machen auf die Massen Eindruck. Es wird liier ein grenzenloser Chauvinismus groügezogen, Respektlosigkeit macht sich breit. Wer nicht mit in ihr Horn stößt, versteht eben die Sache nicht, er ist überlebt, hat kein Verständnis für die lteranwachscnde Generation mehr. Redner kritisiert dann das Verhalten des Vereins Jüdischer Studenten in der Affäre Vogelstein in Königsberg. Ein Mitglied des V. J.St. erklärte in öffentlicher Versammlung: ״Ich bin kein deutscher Jude, ich bin Nationaljude.“ Ein Beweis dafür, wie verderblich die zionistische Agitation schon gewirkt hat. Eine Agitation, die das zu Wege bringt, ist verderblich. Wie soll eine solche Jugend im Staatsdienst vorwendbat sein? (iewiß wird die Zeit ihren mildernden Einfluß geltend machen, aber Jugendeindrücke haften stets, was wird aus einer soldtcn Jugend werden, deren ganze Lcbcnsanschauung sich um zionistische Ideen dreht, wenn später die zionistischen Bliitenlräunie nicht ausreifen. Die Verantwortung dürfte schwer drücken. Redner beschäftigt sieh dann mit der Erklärung der Jüdischen Gemeinde Köln in der ״Kölnischen Zeituug“ nach dem Kommers des li. J. C. in Bonn und der Antwort des B. J. C. Die zionistische Beweisführung, daß Patriotismus sich mit den zionistischen Bestrebungen durchaus verträgt, ist׳ sehr mangelhaft, Zimt Beispiel ist die Begründung, die L i c h 111 e i m in seiner Broschüre gibt, eine sehr merkwürdige. Die Zionisten behaupten, daß sic durch ihr jüdischnationales Empfinden in ihren patriotischen Empfindungen in Deutschland nicht beeinträchtigt werden. Daß sie davon überzeugt sind, hat man kein Recht annizweifeln. Es kommt aber auf die Auffassung an. Nicht jeder wird die Ausführungen Köllen sc 11 ers unterschreiben wollen, der die Vaterlandsliebe im wesentlichen von sozialem Gesichtspunkt aus beleuchtet. Je größer die Vorteile, die der Staat bietet, um so größer der Patriotismus. Vcrstaiidesmäßigcr Patriotismus mag wohl mit dem Zionismus vereinbar sein, ob aber mit der ganzen Hingabe an das Vater• laitd, wie wir Sie empfinden, das bezweifeln wir, Sagt doch z. B. der Zionist I3r. Joseph, daß er die ganze Emanzipation hingeben würde gegen die Wiederauferstehung von Zion; wie anders Gabriel R1 c ß e r. Zwischen dem Zentral־.ercin und dem Zionismus kriselt es seit längerer Zeit. Redner beschäftigt sich dann mit der Berichterstattung der ״W c 11“ und der ״Jüdischen Rundschau“, über Versammln!!- gen in Posen. Hamburg und Kattowitz und ging dann zu dem Artikel von Dr. Moses (Mannheim) ini ״Hamburger Familienblatt“ über, in dem derselbe die Zionisten aufgefordert habe, sich den jüdischen Organisationen gegenüber einer anderen Tonart zu befleißigen. Es hat dann eine Friedenskonferenz zwi- *dien den Vorständen der beiden Organisationen *tattgefunden. Es wurde in der Friedenskonferenz von zionistischer Seite festgestellt, daß man zwar in bezug auf die Erfüllung der staatsbürgerlichen Pflichfen durchaus loyal sei und in gewisser Beziehung auch patriotisch, aber es sei undenkbar, daß man JUED1SCHE RUNDSCHAU gleichzeitig deutschnntionnl und jüdisduiatioual sei. Die Provinz dränge ztini Kriege zwischen der ziunistiselten Organisation und dem Zentralerem. Man mache der Parteileitung bereits Vorwürfe, daß sie ■lieht entschieden vergehe. fk>rt also dieselben Vorwürfe wie bei uns. Die Verhältnisse haben sich immer mehr zugespitzt und drängen zur Eutscheidüng. In dem Leitartikel der letzten Nummer der ״Jüdischen Rundschau“, der sich mit der Hauptvcr- Sammlung des Zeiitralvcrcins beschäftigt, wird dies auch klar zum Ausdruck gebracht. Ich resümiere: gegen die charitativc Tätigkeit des Zionismus sind Einwendungen erheblicher Art nicht zu erheben. Hinsichtlich der politischen Tätigkeit gilt das gleiche nicht. Der Zcutralverein kiimptt für die Staatsbürgerliehe und gesellschaftliche Gleichstellung. Der Zionismus erschwert diesen Kampf, indem er dem Antiscmitisimis Vorschub leistet. Der Zcutralverein will seine Mitglieder in der Pflege deutscher Gesinnung bestärken, der Zionismus hindert dies durch die radikale Art seiner Agitation und befindet sich durch die Auffassung, daß die Juden nur Gäste im deutsehen Wirtsvolk sind und in dem Bestreben, sic zu türkischen Staatsbürgern zu machen mit dem Zentralverein im Widerspruch. Ich hoffe, daß sie zu einer Entscheidung kommen werden und wünsche, daß sie für unseren Verein, für unser deutsches Judentum und für unser deutsches Vaterland zum Segen gereichen möge. (Lebhafter Beifall.) Geheimer Justizrat Dr. Eugen Fuchs * Berlin. Unsere beiden Referate sind nicht aufeinander abgestimmt. Ich werde auch nicht den gleichen Ton aiischlngen, wie es mein Herr Vorredner getan hat. Wenn der Zemralverein nach zwanzigjährigem Be* stehen ,seine Stellung zum Zionismus zitm Gegenstand einer Besprechung macht, so werden sie uns nicht gut vorwerfen können, daß eine solche Besprechung noch picht spruchreif ist. Vielleicht wäre cs riehtiger gewesen, das Thema schon früher zur Behändhing ,zu stellen. (Lebhaftes ״Sehr richtig(“) Ich glaube, daß sich in dem Wunsche, daß diese Auseinandersetzung zu einem guten Resultat führen möge, die zionistischen und uie nichtzionistisehcn Mitglieder des Zentralvereins begegnen. Wer die Erregung ]lervorgcrufe» hat, darüber ist natürlich Streit. Es ist daher wichtig, die Dinge historisch feslzustcllen, damit wir zu einer wirklichen Verständigung kommen. In einem vertraulichen Rundschreiben, das die Leitung der ״Zionistische״ Vereinigung für Deutschland“ herumgeschickt hat, ist behauptet worden, daß seit dem Anfang des Winters sich bei uns eine antizionistischc Propaganda bemerkbar gemacht hat. Insbesondere ist auf die Wiedergabe meiner Rede, die ich über So in hart gehalten habe, verwiesen worden. Redner beschäftigt sich darauf eingehend mit dem Rundschreiben und zählt alle Punkte desselben auf. Die Dinge, wie sie in diesem Rundschrei• bei! erwähnt worden sind, sind riehtig, aber sic sind nicht vollständig. Ich denke mir eine Auseinandersetzung so, daß ich nbsehe von jeder Entgleisung eines einzelnen und ich bitte die Zionisten, uns nicht verantwortlieh zu machen für das, was ein Heißsporn gesagt hat, wie wir sie nicht verantwortlich machen für das, was ihre Heißsporne sagen. Wir wollen uns mir daran halten, was in unseren Zeitschriften steht und was von unseren leitenden Personen gesagt wurde und da sage ich, lehnen wir die Verantwortung dafür ab, was Justizrat Auerbach- Frankfurt a. M. in einer Versammlung in Mainz gesagt haben soll (״Einst wird man den Tag verfluchen, an dem der Zionismus geboren ist“). Ich muß sagen, daß ich dies picht gesagt hätte, selbst wenn ich cs gedacht hätte; aber verstehen Sie mich nicht falsch, mir liegt auch der Gedanke fern. Ich bitte nun die Herren, nicht mit dem "Winter des Jahres 1912/13 zu beginnen, ,sondern mit dem ״Mugdan-Rummel“. In der Jüdischen Rundschau wurde uns damals ein Spiegel bild vorgehalten, daß cs ein Wunder ist, daß wir heute überhaupt noch liier Zusammenkommen können. Ich erkläre, die Initiative zur Erregung der Feind■ Seligkeiten jst niemals von unserer Seite ausgegangen. Unsere Parole ist immer gewesen: Es nur nicht zum Bruderzwist kommen lassen. Angefangen hat die Erbitterung, als Sombart in die Welt der Erscheinungen trat und gegen den mußten wir Stellung nehmen. Nicht weil er Zionist ist, sondern 'weil ihm die Zionisten zugejubelt haben und weil wir die Zionisten auf ihren Stolz zurückweisen mußten. Es haben übrigens ilun!licht nur die Zionisten zugejubelt. sondern auch einfältige Zentralvercinsmitgliedcr. aber den Zionisten habe ich cs besonders übel genommen. Die Zionisten erheben Sombart jetzt nicht mehr zu ihrem Bannerträger und sie bedauern, daß sie ihn jemals dazu erhoben haben. Ich war außerordentlich erstaunt, in dem erwähnten Rundschreiben zu lesen, daß in meinem Sombart-Vortragc eine antizionistische Propaganda zum Ausdruck gekommen sei. Redner beschäftigt sich dann mit den Vorgängen in der Kattowitzer Versammlung. Nach dieser Versammlung bin ich mit einem zionistischen Führer, Dr. Fricdc.m an n, einig gewesen, daß cs unmöglich so weitergehen könne. Der Artikel, den Dr. Julius Moses •Mannheim damals im Hamburger Familienblatt veröffentlicht hat, ist mir aus der Seele geschrieben gewesen. Meine Freunde im Vorstand haben damals put mir die Auffassung gehabt, daß — ehe wir eine Öffentliche Auseinandersetzung herbeilühren — der Versuch einer Aussprache im Kreise der Vor- Standsmitglieder beider Organisationen gemacht werden müßte. Wir sind einig darüber gewesen, daß in der Tat im jüdischen Klcinkampf alles verhetzende wegfallen müßte und daß wir nicht vergessen sollen, daß wir einer allen gemeinsam heiligen Sache dienen. Aber wir konnten uns in diesem Kreise nicht cinigen über die Begriffe Jüdisch-national und deutsch-national und deshalb wollen wir hier die Auseinandersetzung ־ hierüber führen, die hoffentlich zu einem guten Ende führen wird. Die Besprechung ist schwierig, weil die Dinge im Fluß sind. Ich will nicht sagen, daß die Zionisten sich allein gewandelt haben, wir haben im Zcutralverein auch eine Wandlung durchgeinacht. Wir )iahen begonnen als formaler Abwehrverein und je mehr wir Abwehr geübt haben, desto mehr sind / wir uns darüber klar geworden, daß Abwehr sielt nicht üben läßt ohne Stolz, ohne Kenntnis der Geschichte, ohne Treue, und daß cs nicht darauf ankommt, daß ein paar Juden Amtsrichter, Landräte usw. werden, sondern daß wir eine Renaissance des Judentums herbeiführen wollen, eine Verinnerlichung des Judentums, die grundverschieden ist von dem * Assimilantcntum, dessen wir beschuldigt werden. Assimilation jst ein Schlag wort, das wir klären müssen. Wenn man unter Assimilation versteht, daß wir uns von dein Kaftan-Judentum freigemacht haben, als deutsche Juden an deutscher Kultur mitarbeiten und' treu bleiben unserem ererbten Glauben, treu unserer" Geschichte pnd die Eigenart unseres Stammes be* wahren, so können wir uns hiermit einverstanden erklären. Wir sind innerlich positiver, jüdischer ge* worden. Wenigstens bemühen wir unc, cs zu sein. Aul der anderen Seite ist das Programm der zionistisehen Organisation mehrfach geändert worden. Juden- Staat und öffentlich rechtlich gesicherte Heimstätte gewinnen in dem Munde eines jeden zionistischen Führers fast ein anderes Gesicht. Ich hatte, als ich zu der erwähnten Besprechung mit den Führern des Zionismus kam, die Auffassung, daß man ein doppeltes patio nales Bewußtsein haben könne, wurde aber eines besseren belehrt. Mir wurde von den Führern des Zionismus erklärt, daß dies gar nicht der Fall sei. ״Für uns ist Deutschland ein Staatsbürger-Gedanke, wir sind jüdisch-national, deutsch sind wir nur als Staatsbürger. ״Da habe ich mir gesagt, daß wir hierzu Stellung nehmen müssen. Wer von uns sagt, daß er deutsch-national und jüdisch-national ist, mit dem wird unsere Auseinandersetzung sehr leicht sein. Ich sage mir, der Begriff des Volkes hat zwei verschiedene Momente, ein objektives und ein subjektives. Das objektive Moment, das kann idi mir nicht selber geben, das gibt mir Geburt, Sprache usw. Das sub- ׳ jektive Moment ist der Wille, den ich mir selbst geben kann. Wenn ich nicht in Deutschland geboren . bin, so wird es mir natürlich nicht möglich sein, mich in einem Jahre zum Deutschen zu machen, wenn ich aber hundert Jahre in Deutschland gelebt habe, dann wird die Frage,^«b ich Deutscher bin, schließlieh davon ablüingen, ob ich es sein will oder nicht. Ich habe cs nie anders gewußt, als daß ich Deutscher bin. Mir ist nie der Gedanke gekommen, daß ich einer anderen Nationalität angchöre. Ich habe nur gewußt, daß ich einer agileren Religion angehöre und jeh bin immer unbewußt als das Kind eines jüdischen Hauses Jude gewesen. Ich bin mit Bewußt-' sein Jude geworden, als die antisemitische Bewegung mich dazu drängte. Mit Bewußtsein Deutscher zu werden brauchte ich nicht, weil ich es nie anders gefühlt habe. Id! müßte mir ein jüdisch-nationales Bewußtsein direkt einreJcn. Wenn jeh mm prüfe, ob es notwendig ist, daß ich cs mir cinrcde, da muß ich mit nein antworten, ich brauche es nicht, denn die seelischen Werte des Judentums liegen für mich in der Religion. Wir können mit einem Juden, der erklärt, daß er deutsch-national und jüdisch-national ist, in der Arbeit ein gutes Stück miteinander gehen, mit einem jüdisch-nationalen Juden, der nur seine Staatsbürgerpflichten erfüllt, können wir aber nichts gemeinsam haben. Wer sich national nur als Jude fühlt, wer predigt, unsere Heimat ist Palästina, wir gehören nach Palästina, der kann nicht bei uns sein. I>r. Moses führt in seinem Leitartikel in der letzten Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ aus, daß wir!•ns selbst schaden würden, wenn wir Mitglieder zurückstollen. Wir sagen dagegen, daß uns diese Mitglieder schaden, wir sind Deutsche, deutsch jst unsere Nationalität und jüdischer Glaube ist, was uns verbindet. Wenn ich unserem Verein heute einen Namen geben würde, so würde er lauten: ״Zentralvercin jüdischer Deutscher“, Redner beschäftigt sich daun mit den Ausführungen von L)r. G o 1 d s t e i 11 im Kunstwart und resümiert dann. Es ist notwendig, daß wir unsere Sache nur mit den Waffen des Geistes führen. Wir wollen unser Verhalten picht nach dem einrichten, was die Anti* semiten sagen und niemand dafür verantwortlich machen, was einzelne Heißsporne sagen. Vergessen wir nicht, daß wir alle Brüder in eines Vaters Hause sind, notwendig ist die Klärung: Willst du deutschnational oder willst du jüdisch-national sein? Dr. Moses hat erklärt, daß die Zionisten im Zentralverein mitarbeiten müßten. Wir werden in der Renaissance des Judentums immer jüdischer und positiver werden und die anderen werden sich überzeugen, daß der nationale Oedanke, den sie allein betonen, ein Ausfluß ihres falschen Volksgefühles ist. Sie werden Ihre Anschauungen revidieren und eine Unter- Scheidung zwischen den Juden des Ostens und des Westens machen und sie werden sich sagen, Deutsch* land jst nicht nur der Ort, wo wir unsere Pfliditen als Staatsbürger erfüllen, sondern wir sind auch gut s