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Jüdische Rundschau · 1913-01-14 · Heft 7 (14.1.1913) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVIII (1913)
Issue
Heft 7 (14.1.1913)
Date
1913-01-14
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Seite 65 Nr. ל JUEDISCHE RUNDSCHAU Re• /u• die Stellung der zionistischen Organisation zum Ci•״ tralvercin eingehend erörtert wurde " " Escliwellcr. Anläßlich des Aufenthaltes des ״■״.,״ Parteisekretärs Kurt Hoscnb a 11 m in uiiMiuC ״,!.״,! veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe von Wcl^ weilcr und Umgegend in Eschweifir, Stoiber״ Hängen, Drove, linnlch und Jülich Vortränc in denen Herr Koscnbaum in durchweg ״,״j besuchten Versammlungen über das Thenn |) Zionismus und״ die a u!״ •>׳ b! ic k! i ch c politische Lage sprach. Es freut uns, kon• staderen zu können, daß das Interesse für unsere Bc wceimjT ״ach Herrn Rosenbaums ausgezeichneten, sachlichen Referaten an allen Orten ein wesentlich größeres und umfassenderes geworden ist. Calcar (Niederrhein). Am Samstag, den 25. d M abends, hatten wir die Freude, Herrn Parteisekretär Kurt Rosenbaum hier begrüßen zu können. Herr Parteisekretär Roscnbaurn übernahm bereitwilligst einen Vortrag über: ״Den Untergang der deutschen Juden.“ Für seine interessanten Ausführungen erntete Herr Parteisekretär Roscnbaurn den Dank der sehr zahlreich besuchten Versammlung lH־r Versammlungsleiter Herr Luis Marcus-Rccs rieh• tete einen Appell an die Versammlung zum Beitritt zur /!™gegründeten Ortsgruppe. Der Erfolg des Abends war ein sehr guter, und die Diskussion, die bis nach Mitternacht die Anwesenden zusammcnhiclt, zeigte daß man unserer Sache auch in Calcar immer mehr Interesse enlgegcnbringt. Auch an dieser Stelle sprechen wir Herrn Parteisekretär Rosenbaum noch• mals unseren Dank aus, Goch (Niedcrrbein). Am Sonntag nachmittag, den 20. d. M., hielt Herr Parteisekretär Kurt Rosenba uin einen Vortrag über das Thema ״Der U n ter• gang der deutschen Juden“. An den Vor• trag schloß sicli eine kurze Aussprache über die an• geregten Fragen an. Wir hoffen, daß es uns lingen wird, recht bald eine Omppe in Goch stände zu bringen, Elberfeld. Am 21. Januar sprach Herr Partei• sekretär Kurt Rosen bäum in einer gut besuchten Versammlung über das Thema: ״Der Balkankrieg und die Juden in der Türkei“. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte, meist von Gesinnungsgenossen geführte, Diskussion an. Das N. F,-Kommissariat und den Vertrieb von Wertzeichen hat I lerr Nathan Mehl, Südstr. Saarbrücken. Am 7. v. M. fand hier im unteren Tannhäuscr-Saal «ine zionistische Versammlung statt, die vom ü r u p p e n v e r b an d Rheinland• Westfalen einberuicu war. Den Vorsitz führte Herr cand. ined, Leo Klauber aus L'orbach in Lothringen. I terr Parteisekretär Kurt R o s e n b a 11 nt sprach über das Thema ״Was will der Z i o n i s ■ mu$“. Es war dies die erste zionistische Versamm• lung in Saabrücken überhaupt. Der Bestich war außerordentlich zahlreich und der Verlauf sehr befriedigend, Nachdem der Redner in ausgezeichneter Weise das Wesen des Zionismus auseinandergesetzt hatte, entwickelte sich eine lebhafte Aussprache, an der die Herren Lehrer L i ß n e r, Max u 11 m a n n , Rechts• anwalt Dr. Scheuer, Hermann Köster, sowie der Referent und der Leiter der Versammlung teil• nahmen. Di« Versammlung hat hier außerordentlich das Interesse für unsere Sache erregt, und wir hoffen, daß cs bei geeigneter Bearbeitung gelingen wird, eine Ortsgruppe in Saarbrücken zu gründen. Sol in f(en. Am 20. Januar redete hier Herr Par• teisekretär Kurt Rosenbaum über das Thema ״Orientalische Frage und Judenprobl e m“. Seine klaren, sachlichen Auslührungen fanden auch bei den Gegnern lebhaften Widerhall. Unsere junge, erst im Dezember vorigen Jahres mit 15 Mit• gliedern gegründete Ortsgruppe gewann 8 weitere Mitglieder. Essen-Ruhr. Am 23. Januar sprach Herr Partei- Sekretär Rosen bäum bei uns über das Thema ״Der Balkankrieg und die türkischen Juden“. Trotz der ungewöhnlich schlechten Witte• rung hatten sich zahlreiche Zuhörer eingefunden, die mit gespanntester Aufmerksamkeit dem lebendigen und fesselnden Vortrage folgten. — In der Diskussion meldeten sich sowohl Freunde wie üegner des Zionistnus zum Wort; letztere brachten oft gehörte Lin• wände, die Herr Rosen bäum aufs eingehendste bc• sprach, so daß auch die Nichtzionisten in angereg• fester Stimmung die Stunde vergaßen. Der Abend brachte uns mehrere Anmeldungen und hat sicherlich bei allen Anwesenden Befriedigung und Interesse hinterlassen. Trier. In einer leider wenig besuchten Versamm• lung hielt Herr Parteisekretär Kurt Rosen bäum ein sehr geschicktes Referat über jüdisch-politische Tagesfragen. An den Vortrag schloß sich eine leb• hatte Auseinandersetzung über die verschiedenen Probleme des Zionismus an. die das Interesse der Teilnehmer bis spät in die Nacht hinein wachlne t. Die Versammlung leitete Herr Zahnarzt Fritz Bernheim. 1111 Namen der Anwesenden dankte Herr Loeb dem Herrn Referenten hcrzlichst für den mteressanten Abend. Siegburg. Herr Parteisekretär Kurt Rosen• bäum liielt hier einen mit lebhaftem Beifall aufgc• nommenen Vortrag über das Thema ״Deutschtum und Judentum“. Die Ausführungen erregten um so höheres Interesse, als kurz vorher von seiten des ״Zentralvercins“ über das gleiche Thema ein Referat gehalten wurde. An den Vortrag schloß sich «ine lebhafte Diskussion an, in der der Referent Gelegenheit hatte, noch auftretende Bedenken in witk- *amer Weite zu zerstreuen. Herr Lehrer beug, acr die Versammlung leitete, dankte dem Referenten aufs herzlichste. Wir hoffen in einer nächstens, eigens dazu ein/uberufenden Versammlung die dortigen Scliekclzahlcr z.u einer Ortsgruppe zusammenzuschließen. Selters (Westerwald). In einer auch von den bc• nachbarten Orten Dierdorf, Mögend orf und M o n t a b a u r zahlreich besuchten Versammlung sprach Herr Parteisekretär Kurt Rosen bäum in einem glänzenden Vortrag über das Thema ״Was will der Zionismus“. Die Versammlung nahm einen äußerst angeregten Verlauf und in der Diskussion wurden besonders auch die schwebenden jüdischen Tagesfragen eingehend erörtert. Der Leiter der Versammlung dankte dem Vortragenden in herzlieben Worten vor allem für das Interesse an jüdischen Fragen, das er In trefflicher Weise zu erregen ver* standen hatte. AUS {IfTiÖlmG-ALTOtlA Am nächsten Sonntag, den 10. Februar 1913, abends 8 Uhr, wird im grollen Saal des Curio•Hauses, Rot!1cnbaum-CI1ausscc 13/17, I lerr Rechtsanwalt O r o n c 111 a n n (Berlin) über ״Die Gefahren tendenziöser Juden• Politik“ sprechen. Wir machen es unseren Gesinnungsgcnossen zur Pflicht, vollzählig zu erscheinen und für diesen Abend eine sehr lebhafte Propag a!1 d a zu entfalten. Der Vorstand. Gesellschaft zur Verbreitung Jüdischer Literaturwerke, e. V., Hamburg ln unserer Ziehung für das IV. Quartal 1912, die infolge der Nachlässigkeit mancher unserer Mitarbeiter erst in dieser Woche stattfinden konnte, gewannen unsere folgenden Mitglieder: Hamburg: Hugo Ooldschmidt, Iwan Grüner, Klewansky, Dr. Meyer, Oscar Steiner, Ed. Joel, Melamerson, Jacob Cohen, Frl. Hirschfcld, S. Koch, J. W. V., Dr. I <>■ wcuthal, Unna, Frl. Heilbuth, J. W. V., Felix Lcvy, Horenstein, Rosa Clnvollcr, Rothstcin, Bruck. Hildesheim: Rollfeld, Hannover: Max Wolff, L, l.cwv, Paula Wolff, Frl. Centavcr, Moritz. Schwarz, Marga Josephs. Halberstadt: Siegimuul Hirsch, Beerinann, Löbenstein, Samson, Strumpf, Baßfreund. Königsberg: Alex Cohn, Wistinizki, Anna Le• vin, John Cohn, San.-Rat Kamnitzcr, Klewansky, Sachs', Propp, Lazarus, Saß, Silberstein. Straßbürg: Löw׳, Grünshut, Salomon, Weidmann, Dr. Reh. Kiel: Jüd. Jugendbund, Koch, Goldschmidt. Köln- Bonn: Louis Lcvy, Meyer, Else Cahn. Berlin, Stuttgart, Posen, Freiburg, Wiesbaden, Krotoschin, Königshütte haben zu dieser Ziehung gar keine Lose geschickt, was im Interesse der Sache sehr zu bedauern ist! Die nächste Ziehung für das I. Quartal 1913 soll am 15. April stattfinden. Wir bitten alle unsere Mitarbeiter dringend, uns durch eifrige und pünkt• liehe Tätigkeit zu unterstützen. Ein Hinweis auf unsere Ziehungsliste genügt, um den Wert unserer Arbeit zu bezeugen. Gesinnungsgenossen, die sich für unsere Bestrebungen interessieren, erteilen* wir stets gern Auskunft durch unseren Schriftführer. Zahnarzt Alfred Unna, Hamburg 13. Rothenbatinichaussee 45. * Die Schekclblockinhahcr werden gebeten, dem Unterzeichneten regelmäßig die neuen Schckelzabler mitzutcilcn. — Nach der letzten Versammlung (Curiohaus) sind einige Schekelblöcke und Eintragungslisten nicht abgelicfcrt worden, um deren Zuscndüng ebenfalls gebeten wird. — Adressen für Propaganda sind stets erwünscht. Cand. Jur. D. Melamerson, Lokstedt b. Hamburg, Bccrkampswcg 44. Als eine Neuerung zugkräftigster Art erwies sich am letzten Montag der zionistische Frauen- Stammtisch im Damintor-CafC Der Besuch war über Erwarten erfreulich stark; man plauderte angeregt über zionistische Fragen und (reute sich, eine neue Gelegenheit geschaffen zu haben, bei der man sich zwanglos zusammenfindet und aussprechen kann. — Zionistische Frauen und Mädchen treffen sich von nun ab jeden Montag Nachmittag zwischen 6 und 8 Uhr im Dammtor Caf(■ (Tisch mit blauweißer Flagge). Einführungen gern gestattet! * Im Jüdischen Jugendbund-Hamburg hielt in der Mitgliederversammlung vom 4. Februar 1913 Herr Rechtsanwalt Dr. Tannenwald einen Vortrag über ״Die Organisation der jüdischenOeme indenin Hambur g‘*. Nach einem geschichtlichen Rückblick gab der Referent eine ein• gehende Darstellung der Organisation der beiden in Hamburg existierenden (Icmcindcu, der Deutsch־ Israelit Wehen Ocincimlc uiul der Ijurtui׳iesisch־juu1• sehen Gemeinde. I r hob besonders hersor das Fehlen eines Gemciiulrz.wangcs für nach I lamburg ™ziehende Juden im Gegensatz zu Preußen und der überwiegenden Mehrzahl der übrigen Bundesstaaten, in denen jeder ansässige Jude gezwungen wird, der jüdischen Gemeinde an/ugelioren und zu ihren Steuerlasten beizutragen. Ferner betonte der Referent bei der Organisation der Deutsch-Israelitischen Gemeinde die in Deutschland einzig dastehende Trennung der altgemeinen Gemeindeverwaltung und des Kultus, für welchen von besonderen Organisationen (Synagogenverband, Tcmpelvcrband) Sorge getragen wird, und das für die Wahlen /um Repräscntantoiikollcgium eingeführte Wahlrecht, das als eine Art von Pronortionalwahlsvstcin auch den Minoritätsparteien eine Vertretung gewährleistet. Bei der Besprechung des Aufbaues der portugiesisch-jüdischen (scnhardischcn) Gemeinde hob Dr. Tannenwald das Fehlen eines zweiten neben dem Vorstand bestehenden, von den Gcmeindemitgliedern gewählten Verwaltungskörpers, hervor, und legte dar, daß bei dieser Oemeinde die wichtigeren Beschlüsse des Vorstandes von der sog. Gemeindeversammlung, zu der alle Gcmeindcmitglieder gehören, sanktioniert werden müssen. An den Vortrag, der beifällig aufgenommen wurde, schloß der Vorsitzende des Jugendbundes, Herr Rechtsanwalt Gottschalk, die Aufforderung an die Mitglieder des Vereins, sich intensiver mit den Angelegenheiten der Gemeinden als bisher zu befassen. tzeRei^RUMDScHAU Berliner Verelnskalender Februar: Mittwoch, 19.: Verein jüdischer Studierender aus Rußland: Masken- und Kostümball. Donnerstag, 20.: Histadruth: Oef.entliche Versammlung. Sonnabend, 22.: Jüdischer Frauenbund für Turnen und Sport: Maskenball. Donnerstag, 27.: jüdisch - Nationale Frmienvereinigung: Vortrag für jüdische Akadcmikerinnen. Berlin. Donnerstag, den 20. Februar, abends 9 Uhr, veranstaltet die Berliner Ortsgruppe der Organisation für hebräische Sprache und Kultur im Hotel Ruhland, Mittelstr. (»0, eine öffentliche Versammlung, in der Herr Dr. Suller über ״Unsere Spracheiifragc“ referieren wird. Anschlie* iiend Diskussion, Gäste erwünscht. Berlin. Die Generalversammlung des ״Bezalcl Z. V." findet am Dienstag, den 18. er., abends 8',» Uhr, in den Räumen des Zionistischen Zentralbureaus statt. Berlin. Der Verein jüdischer Studierender au* Rußland veranstaltet am Mittwoch, den 19. d. M., abends 8' Uhr, in den Fcstsälen des Hriid.rvercins (Kurfürstcnstr. Hö), einen großen Masken- und Kostüm ball mit vorangehendem Konzert. Für das letztere sind erstklassige ־künstlerische Kräfte ge- Wonnen, u. a. der bekannte Geigenvirtuose Alexander F i e d e m a n n , Prof. Ernst (Klavier), iTI, R o s o w s k a j a (Sopran) 11. in. a. Nach dem Konzert erfolgt Ball. Für die besten Masken und Kostüme sind wertvolle Preise (goldene Damenuhr, Armband u. a.) ausgesetzt. Karten ä 10, 5, 3 und 2 M. sind zu haben im Bureau des Vereins (Friedrichstr. 129). Hannover. Am Mittwoch, den 19. Februar spricht in den Sälen des Hansahauses, Avgidicnthorplatz (Eingang Marienstraße) Herr Dr. Ernst Kalin us aus Hamburg über das Thema: ״Der Einheitsgednnke im Judentum.“ Die Gesinnungsgenossen aus Hannover und Umgegend werden auf diese Versammlung aufmerksam gemacht und um zahlreiches Erscheinen gebeten, Berlin. In der Jüdisch-nationalen Frauenver* einlgung findet am Donnerstag, den 27. Februar, eine Versammlung statt, in der Frl. Dr. Kitt Friedemann, Dozentin der Lessing - Hochschule über ״Die jüdische A k a d c m i k c r i n und der Zionismus" sprechen wird, Oesinnungsgcnassen werden höflichst gebeten, für diese Versammlung Propaganda zu machen und Adressen von Damen, die sich für dieses Thema interessieren, an die Berliner Zionistische Vereinigung, Sächsische Str. 8, zu senden. Insbesondere kommen Akadcmikerinnen, Studentinnen, Lehrerinnen, Malerinnen und Bildhauerinnen, Schriftstellerinnen, Musikstudicrende und Schauspielerinnen in Betracht. Berlin. Der Verein zur Pflege hebräischer Musik, der sich seit langem um das Gebiet, das er sich zu seiner Arbeit crwänlt hat, verdient macht, hielt unter Leitung seines Dirigenten, Kapellmeister Kellermann, im Blüthncrsaal sein diesjähriges Konzert ab. Die Vorträge gaben, wie stets, Zeugnis von gutem Können und ernstem Streben, ta daß man nur wünschen kann, daß ähnliche Vereine an recht

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