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Jüdische Rundschau · 1912-12-20 · Heft 51 (20.12.1912) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 51 (20.12.1912)
Date
1912-12-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 406 JUEDISCME RUNDSCHAU Nr. 5 t 20,—, S, Schocken, Zwickau 20,־ , Julius Siuuui, Mannheim 20,־ Mark. 11. Eiituulige Pr i träge: l)r. fricdcmamt .11), , Ur. Sandler 2t), , Sehorck, l’oseu 20,־■•, Ur. Hodeuhcimcr 10, , Dt. Sch. l.evin 10, , Richard Hiallcr 10, . Selmar Itütovv , Ur. Eclix KoscnhÜilli 5. , Erd/ Abraham >, , Sie״, fried Wei/m,5 11111׳,—, blich Burin r>, - Mark. Summa •U3,-- Mark. Weitere Beiträge sind zu riehleu an Richard Hi all er, CharloUcuburg;, Leilmit/str. S<». ßus:aewjßeMe1«Dcia Uerlin. Zu den vielseitigen linlicii Aufgaben, die sieh die Ifnci-Ihissd.ogeit gestellt haben. gehören aueli die Bestrebungen itir die Wohl!,ihr) unserer jüdischen Kinder. tiuuz, besonders lulfshcetui fti!•, und auf die Eiirsorge etiler Mciiselienfreunde;lUgew’ieseit sind diejenigen, denen das (iesehiek dm Vater oder gar beide Eltern gerauht hat, vor allem aber die von jüdischen Müttern atillerehelieh geborenen Kinder. Um für diese beklagenswerten Geschöpfe /11 sorgen, Lhabeu die vier Berliner Logen tlie ״Zentrale fiir jüdische Müntlclpnege in Gruß-Merlin“ gegründet, wenn aneli, wenigstens in maueliai Stadien, die Ile- Iiorden dem jüdischen Kinde tnnlielist einen Vormund gleicher K'elij:ion zil stellen niigeli.illni sind, so lehrt tiorh die ITl.dnung, dall diese Vnrsi'luiii nullt iiiuner ürucgchaltcn Wertteil kann, vielmehr, dall *las Kind einem Vormund aiuleier Konfession ameitraut wnd. der hatiirgemält tlie spezifisch jiidiseiieu Ite1ln1tni .se seines Mmulels niehl kennen kann, und so, hewtilU oder iiiiIh'wiiIII, tlas Kind dem (iluiiheu seiner Vater entfremdet. Ans dein läßlichen l.ehen wissen wir aber auch, wie oft ungeeignete, vielleicht mit ainlereu Angelegenheiten iiherburdete Vormündei due iliueu heilig sein sollende I,flieht verabsäumen, wie wenig sie sieh!eitler lim tlas körperliche und geistige Wohl tler ihnen aiiverlraiitcn Kiutler kümmern. Das soll und muH durch die neue (irimthmg anders werden! Jeder, der sieh unserer Zentrale freiwillig /ur Vertilgung Ztmd zur Mitarbeit stellt, »null von dem (ieil.mkeii durchdrungen sein, dall er dem unglücklichen Waisen־ kimle den Vater nach besten Kräften erwt/cu soll. Die Zentrale winl ihm bei dieser lätigkeil mit Kat und Tat /ur Seile stellen, — Aber noch eine weitere Aufgabe bat sieli die Zentrale gestellt! Vielen l'amilien ist es versagt, eigene Kinder zu hesit/eii. Gent möchte nun so manches Ehepaar einem trcimlcn, jüdischen Kinde Aufenthalt und Pflege gewähren, oftnials auch es adoptieren; nur ist es ihnen nicht bekannt, wohin sie ,sielt in diskreter Weise wenden können. Auch da/11 wird unsere Zentrale gern hehilf lieh sein. In erster Linie winl natürlich auf die Mithilfe tler Logenbrüder und Schwestern gerechnet, tlueli Wertteil auch andere jüdische Mämienmd brauen, deren PersünlieliKeil tler Zentrale hinreichend Gewahr bietet, herzlich gebeten, sieh an dieser wahrhaft nicnselienfro.iidlielicn Tätigkeit /n heleiligen. Voraiissel/mig ist nach dem (iesel/, dall tlie Vormünder tleutsihe Ueiehsangehnnge sind. Zu jeder iialiercn Auskunft ist das llureau tler Zentrale für jodi sehe M 1111 de I p f le g e , Herliu W., Kleiststr. 10. gern bereit. München. Am •I. I)e/e1nber d. Js. veranstaltete die Vereinigung jüdischer Akademiker an der Uuivcrsitüt München eine öffentliche Versammlung, in welcher Herr Ur. Weigl, Poli/ei.117| hier, einen Vortrag: ״II e be r d a s S e h ä c 111 e n v 0 in S t a n d ptinkt tler Physiologie, tler Hygiene und tler Humanität‘' vor einer zaldicichen Zuliöreiseliaft von I lenen und U.iiueii hielt. Die Versamiulimg war veranlaßt tlureli die bekannte Ai-ilatioii der Münchener Ortsgruppe der I־*ra11t,11reehtk׳ri<11:e11. Hie Ausführungen, tlie den Grmnltuii einer rein wissenschaftlichen, streng objektiven, von jeglicher Polemik freien Prüfung der frage wählten, schlossen mit dem Ergebnis, tlnll der Ecdiicr auf grnml seiner mehr als zehnjährigen lieob.ichümgcii in Stadt und Land zu der wissenschaftlichen Ueber/ciigimg gelangte, das Schächten müsse in jeder He/iehmtg als einwandfrei und empfehlenswert bezeichnet werden. Sodann beleuchtete Herr Rahhiucr Hr. Weiner tlas Seliäelileii als rituelle Vorschrift vom jüdischreligiösen Standpunkte. Alsdann ergriff I rl. I.ida II e y in a n 11 das Woit und predigte, sieh besonders an die anwesenden Damen wendend, ״< i I a 11 h t nicht de r W 1 s s e 11 s e h a ft! (i I a 11111 11 i e h t 11 e 11 < i c i s f I i e h e u , d e u u s i e f ü h 1 e n e n e 11 mit ihrer V o r c i u g e 1t o m tu eulwif i v v v g I a u b t 1111 r tl e in w a h r e 11 w 0 i 111 i e 11 e 11 < i e - UHU!" Sie sprach tlie Ansicht aus, dall mit dein Schächten GratisamkciUai verbunden seien, mul stützte sieh auf ein (iutaeltfen, welches im ganzen für tlie rituelle Methode, jedoch mit zahlreichen Vorhelultuugen en1tr.it. Nachdem brl. I lt111:11111 <׳ dieses (intachten unter lebhafter Unruhe verlesen hatte, ermahnte sie die jiidiseiieu I)amen,!alles zu lesen, was liegen das Schächten geschrieben worden wäre, tlaiml sie die Ueher/eiigung gewännen, dall ,es eine grausame tiutl timpiiik'iiselte bötungsaft sei. 1Herr Ur. Wer* ner stellte darauf fest, ulall tlie I)anicit somit zugegeben hätten, tlie Wissenschaft sei .׳ml unserer Seife; wir könnten tlamit zufrieden sein mul uns über ihre Gegnerschaft zu trösleu wissen. I rl. Ur. Augsnurg verstichle mmmelir, ihre Partnerin mH der uemcrkiiiig lieratiszultaucn, tlall nicht alle Vertreter der Wissenschaft unsere Meinung teilten, sondern dalt sieh eine ganze Anzahl ״Wissenschaftler“ gegen das Siliäditeii erklärt hätten. Sie verwahrte sieh gegen den Vorwurf, irgendwelche lic/ielmtigen /.um Antisemifistiuis zu haben mul veilas sodann aus einem neuen Machwerke der aufisemifiselini l.ileratur einen AitiKel eine‘. Selil.ohtlioldiul.lors Klein, dei eine HemIiiiiIuiiii: nuerliöiter Kollegen (Eindrücken der Augen, Kuoelieiihriiihe, Verletzungen der Nasenloeher) heim Srhäehlen als ein alltägliches Voikoinumis lünsteilte. Uie frage, was tlivscr Herr Klein für eine Persönlichkeit sei mul wo er sieh befinde, vermochte die 1 ):tim׳ nicht zu beantworten, 111. Ur. Aiigsiuirg vertrat den Standpunkt, tlall sie gegen den Seli.'iiitlsehuill nichts einzuwemleii habe, sondern der nach dem verlesenen berichte angeblich grausamen Voihereitimgsliamlinngcn wegen die Metliode bekämpfen müsse, tim eine autlete zu wühlen (nicht etwa um das löten tler Tiere überhaupt zu verhindern!) Sodann eikl.iile Rabbiner I >.. Ehrentreu, er I1.itte 11:11*11 jahrelanger Praxis keinen einzigen fall der geseliihlerten Art heoh.ielitel und hetonte, tlall tlie ganze Schauergeschichte tler Wirklichkeil I lohn spreche, ja von böswilligen Schachtgcgneni zum Zwecke der Täuschung gäu/lieh erfunden sei. Die von tler Dame als besonders grausam gehr.mil• markten Vorbeliaiiilliiiigsnrheiteii, wie das Nicdcrlcgvii tler Tiere, würden in sclnmemlster um! humanster Weise vollzogen, da die .geringste körperliche Verkt/iing das Objekt für den (ieimlS untauglich mache; der tlas Schächten Vollziehende mülfte sieh demzufolge möglichster Vorsicht hclleiliigen mul jeden Augenblick seiner emiiieiilen Verantwortung bewußt sein. Aus den Aiisliihtimgci) der Uame ergäbe sieh mit I leiiilulikeii, tlall sie uoeli 11 1 em als einem S e 11 a e h t a k 1 1־ h v i g e w o 1111 t bähe lind im blindem I׳.niafisums Ied1j;liel1 auf gnuul mysteriöser Eruschürcu urteile, tl e r e 11 V e 1 f a s s e 1־ sie nicht e i!ן in a I h 111 r e i e 11 e ml I e g i t i m i e r e 11 könnte. Herr Ur, l en eilt wa uger ciklürtc uoeli ergänzend hierzu, dall Erl, 1)1*. Angspurg mir vom Schächten gesprochen li.ihe, sie habe aller niehl angegeben, welche lütungsait vor/tt/ichen sei und verhrcitete sich austidulich über die Mängel amlerer Schladrtarlen, tlie keineswegs einwandfrei wären. Nachdem der Relcreiif dos Almuds, Herr Ur. Weigl in ruhiger, sachlicher Würdigung des Vorgefallenen tlie Angriffe der Damen Punkt für Punkt widerlegt halte, wurde die Versammlung geschlossen. für tlie jiidiseiieu I raneii ergibt sich aus Vorstehendem die Pflicht, ans dem I raueuvereiu atis/useheiilen, solange diese hältliehe, tlureli nichts begründete Agitation niehl eiligestellt wird; tlas sind sie sich mul tief Ehre des Judentums schuldig. 1 Aי r>> f ■j Wir lullen tlie Mitglieder und Schekelzahler der Zionistischen Ortsgruppe Ilaiidmrg-Altinia wiederholt cindi inglittist, tlie ihnen im l.nnfc tler vorigen Woche zngegangeiieii l'rageliogeii für die Zenlral-Karlothek des /nnustisthvn Zeuiralhiiieaus mts/tif11ltv*11 und au tlas llnre.m tler Zionistiselien Ortsgruppe, Gr. Hleieben <>?. umgehend /unick/usendcn, ferner erstiehen wir dringend, tlie Jahresbeiträge und Schcknliiu für tlas Jahr h(17J gemäll tler jedem Milglied und Sein■׳kcl/ahlcr /iigegangcueit Zahlung*• auH'orderiuig tlem llankkonto tler Ortsgruppe hei tler Dresdner Hank in Hamburg oder dem Postscheckkonto N'r. '1275 zu über׳weisen. Der Vorstand. * P a I a s t i 11 a K u r s 11 s (Uo/cut Dr. S. Suskiu): Nächster Abend: Montag, den 2J. Dezember, <) Uhr, im Logeiiiicim. \ZgRe1N5rRUND5CHAU Berliner Vcrcinskalcndcr >111111 aheml, 21׳.: Kadim.'di: Vortrag Ooiizer. Mittwoch, 2'».: Jüdischer Jugcntlvcrvin Charlotten* bürg: Hall. ♦ CI1:1nmlc11l>u1*j*. Mit Jüdische Jiif'ciiclvcm CharloDcnlmrg veranstaltet am Mittwoch, den 2! Ue/emher, einen Hall in den ,,Piaehtsiilen de Westens“, Spieliernstr.!1 (am Nürnberger Platz). An tlem Programm sei folgendes Itervorgdiolren: bür <li Kaffeetafel ist es tlem vorbereitenden Ecstatissehu gelungen, einige Kmistjeriiuien und Künstler zu gt wimieii. Line gut aiisgestattete Tonihola fimlct sta und eine rei/emle Uaiiieuspemlc wird zur Vcrtcilmi gelangen. Aulfertleiii sind noch einige Ueherr.iscliui gen geplant, die wir aber uoeli nicht verraten wollei Der Aheml verspricht, allen Teilnehmern ein!vel genußreicher uml vergnügter zu wertlen. Nähere ist aus dem luseral in tler heutigen Nummer ersielttliel Berlin. Uie ״Kadimalr" (Gruppe tler ü. Z. V, veranstaltet am Sonnabend, den 2־). Ue/emher <) Ul alunds, ,״, Restaurant Niss cIb a ״, ״, Orai.icnlmrgi str.dle -0 I eine Versammlmig, in tler I lerr A. A Oonz er über ״Uns.cre na t ion ule Z tikuii f t referieren wirtl. Im Aiiscldull daran Uiskussitm. (i.tsfe herzlich willkommen. Nür11bcrg־Eürlh. Ute Ziouististlie Ortsgruppe leiefle am 7. Dezember wie alljahrlith so aueli dieses Jahr wieder ihr (di.inul allfest. Der kleine Saal 111t Hotel ziiiii /:oltleneii Adler war diclitbeset/t. Nach einem stuiniiungsvolh11׳ Prolog, ungetrageu voll I rl. I lem'ietle K ״ r p f, hielt I lerl Zahnarzt Singer eure schwungvolle Ansprache, tlie Zeit der Makkaluer uml des Hellenismus in eine sinnreiche Parallele stellend zur (iegenwait, in der es gelte, tler alles gU'ithinathviidcn Assimilation durch Bekennen zmn positiven Judentum, zum Zionismus, trotzig tlie Stirne ZU bieten. Weiter loden J.ugoidn tler uml Re/üatioiten emamlcr ah Ins zum llolu piuikt des Programms, dem (.huiUtkahicstspwl von flau Anna O o | tl s e 11 m i tl t. Den präihtigcu Inhalt dieses festspiels mul seine aiisge/eieluiete Uaistelliiiig naher zu sdiihleru, tliufte /u weit fiiliieii, Naeli weiteren Rezitationen tiutl gt sanglitheii Vorträgen folgte mich ein heiteres Sin;;- spiel Irl. Kar וין, Herr Brom und Herr Lcvy leisteten Vorzügliches in Oe.au!; uml .Mimik - und den würdigen Ahsi'1111115 des Abends bildete ein geiiiulluher lau/. Es darf nicht \ers.11m1t Wertteil, allen Mitwirkemlen, insbesondere aber I!•m K a r p I mul l il, Ilemietle K a r p I, tlie durch ihre ti Ist ilige und Imigt In1ngs\tdle 1.111;:1,1*11 das meiste ziiiii <1elingeii de■ Alieiuf• In 11111;;eil, au tlnser Stille 11111־ In 1/lulisleii Dank zu sagen. Berlin. Die Makkaliaei leier der H, Z. V. fand am Kr. tl. M, im KlimlwinlloSihaiueiika-Si.d in Oestalt eines literarisch-musikalischen Vortragsabends statt, llcir Ludwig llar tan las mit gutem (uliugeii zwei Psalmen, den Tod Sinisoiis aus tier Ihlit l, U’oseufeltls ״Sliiriu", ״I ),1s R.ilt n" aus Buhei s ״l.egeutle des haal'.iliem" uml ״Von Jaffa nach Jerusalem" aus tlem neuesten Ihieh von Schahnu Asch, tlas soeben tler jüdische Verlag heratisgegefit■m hat. fr.m Mmam llorwifz hatte einen giolleii Lilolg mit ihren Vor• Ifsiiugt'ii aus dein I lohen l.ied und von Heines U,mt!:1 (.'1:11:1 mul einem (111 iisiim tlelpluui sl.uk xvikürzten) f'rajiuienl aus den I lehraiselien Melodien, Bei Selialoni Astlis wiimleivoller l i/ahliui;: ,,Der /aihiik uuii Dorfe“ vergriff sie sieh leider ein wenig im Tonfall. ־ Uie Höhepunkte des Abends bildeten wieder üuil.miue l.icilervorlräge. Diese indischen Volkslieder (wie .,A!ef heiss“, ״( lott 1111 sein .Misehpol", ,,Das Petkeie“) liaheii sieh langst auch unter den nichtzionistischen Juden Westeuropas das Bürgerrecht erober!, uml w׳ir erkennen mehr uml mehr, welch einen dichterischen, musikalischen und kulturgeschichtlichen Schatz wir au ihnen luheii. Ls muH aber erwähnt wertlen, tlall sieh liehen diesen Peilen aueli sehr iniiitlerweilige l.ietler in diesen leil des Piogr.iinuis t'iuzi 1-.111 D*1t־l1t*11 pflegen, hin Produkt, wie /. II. das Pngrnmlicd (״Die Manie uml das Kind“) ist kein Volkslied, wenigstens niehl in dieser (lestah. wo tlie Klavn ihegl( itun!! Wagmisthe uml Hugo Wolfsihe Manier mehr sddeehl als recht naehahmt, uml vom Volksliedeii'li.ir.ikter wenn er je voili.tiuleii war iiiehls übrig lallt. Es hetlurlle tler hervorragenden (lesangsmitl Vorlragskmist (inll.iiiius, den seine I rau am Klavier treliheh unterstui/u•, um aueli diesen l.icdfiu einen Erfolg zu verseliatteii, den sic nicht verdienen. - Das sehr zahlreiche Publikum war in gchuheucr I eststimuuutg uml nötigte tlureli seinen Ifeifall Herrn (ioll.iiiin zwei Ziigaljen ab, tlaruiiter tlas elektrisierende ,,Tau/Iietl der (diassitlun“. — Das feinsinnig /iis.iiiimeiigcstcllte Programm uml tlie ein-!eilende Ansprache des Herrn Egon Rosenlterg machten de» Aheml zu einer wahrhaft erhebenden Makkahäerfcier. Berlin. Am Sonnabend, »len 11. Ue/emher l‘fl'2, sprach Herr Rabl». Ur. Warschauer im Verein Jüd. ,Mädchen über das Thema ״Die S 1 r ö m ti 11 gen im J title n tu in tler (icgeiiwart lind i h r e g e m eins a m e n V e r p l I i c b 11111 g e 11“, Uie;mlleroitlenilich inleressanlen Ausfiilmmgeu tk׳s so allgemein beliebten Redners taiulen bei den zahl• reich Versaiiimelteit lehlialteu lleüall. In tlem darauffolgenden geiuntlielieii Beisammensein wurden jütlist'lie Hifhliiiigeii uml Jarg’imlndcr vorgetrageii. läilieek. Aus tlem hiesigen Verein für (*‘rauen• Stimmrecht sind infolge tler bekannten Münchener Schacht-Resolution sämtliche jutlise ich Mitglieder (111 tler Mehrzahl I )auieu) a 11 s g e l r v׳ t e 11. I )er Verein hat in der Versammlung, in tler er dies zur Kenntnis brachte, sein Bedauern über den Oesamtanstriü sowob) als auch über die Ivesohilion seihst erklärt. Das solidarische Vorgehen tler Ausgetretenen, tlie, nebenbei gesagt, den verschiedensten Richtungen int liitleuuiin augetiöieii, verdient volle Anerkennung. Uie Stellung zur Erauenstimmrechtsfrage als solcher braucht Von tlem Austritte selbstredend nicht berührt zu Werden. Aber auch tlie I raucnstiinuireehts-Vercmc wertlen von diesem, holieu'luli zur Nachahmung niiregenden Vorgehen, Nutzen zielieu, insofern, als tlerartige Vorkommnisse :■io davon aldialten dürften, sich in Zukunft mit Dingen zu befassen, tlie nuHcrbalb ihres Progr.iiuities liegen und zu deren Beurteilung sie nicht berufen sind. Hannover. All! S. Dezember veranstaltete tlie hiesige Zionistische Ortsgrup1>e ihren diesjährigen Uli a 11 u k a 11 b a 11, Uie Veranstaltung war gut bcsticht und brachte — tun tlas vorweg zu nehmen •־־ einen erfreulichen Ucbcrsehutf. Auf den Prolog folgte tlas Au/üiitlcii der ChaimkahlichUr uml die Re/i* tation von Morris Roscnfelds ,,Cli.uiiikaltliciuer“ (Herr A. K a t z e n s t e i n). In der Eestredc zeigte I lerr

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