Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1912-12-13 · Heft 50 (13.12.1912) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 50 (13.12.1912)
Date
1912-12-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2651763-2651812--08695-2665962
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr 50 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 485 dispensierten — weil sie einen Beruf hatten?? Und ob es wohl, als zu Anfang des XIX. Jalnlnimlevts die europäischen Volker sich unter die verhallte i reiiid• herrsehnft des Korsen beugen niultleii, als ״Ei». Heiligkeit“ aufgefaßt und getadelt wurde, wenn man bei allen Zusammenkünften und Gclegenhntc» davon sprach, wie diesem unerträglichen Zustande ein lud• diges Ende gemacht werden konnte?! -־ Wie lädier• lieh wirkt doch solch eine Uehersehät/ung privater Bedürfnisse und Ueuuemlichkcitcn in ihrem Verhältnis zu den sozialen uml nationalen!,flichtcn, denen ntan sich doch verschrieben hat! Wie dürftig und ärinlicii ist solch eine Auffassung vom Wesen des Berufes! Man ist doch nicht auf der Welt, einzig und allein tun sieh zu ernähren — sondern man ernährt sich, um auf der Welt zu sein und um dort, als einer von vielen, im lltindc mit Gleiehgcarteten, den grollen Aufgaben der Menschheit leiten zu können! - ■ Und wie jämmerlich ist die l'*urcht, durch uuserit uitent• wegten Zionismus iiuseri! Bekannten langweilig zu werden! Natürlich kamt nur die Konzentrierung aller Interessen mul aller Fälligkeiten auf einen einzigen Brennpunkt — wie das stets so in den heroischen Epoche» der Volkergeschichtc der!־'all ist — uns das gewaltige Ziel erreichen lassen. Und dieses Ziel ist: auf eigener Scholle endlich ein »Urinales Volks• und Indlvidual-Lcbcn, wie es uns bisher ver• sagt ist I Es gilt also, meine Verehrten, jeden einzelnen, der j stell י unser» Reihen angcscldassen hat oder noch i cingliedcr» wird, mit dem intensiven Bewußtsein da• von zu erfüllen, daß cs etwas anderes ist,!Mitglied eines *•beliebige» Vereins zu sein oder sich einer Volksbewegung wie der unseren anzusehlicllcu. Dort arbeitet der Mechanismus der Bureaukratie — hier herrscht die Bewegung aller! Dort genügt es, einen Vorstand schalten und walten zu lassen — hier heißt es: jedermann an die Front! IKirt zahlt man seinen Beitrag und damit genug — liier gehört Out und Blut, alles Sein und Werden, alles I )enken uml alles Wollen der einen groben Sache! Zionis• mus ist Lebensaufgabe! Wenn das erst jeder einzelne von uns erkannt und empfunden bähen wird, dann wird den starken Körper unserer ür* ganisation stets auch eine Seele beschwingen und mit pulsierendem Leben beschwingen — uml dann werden wir gesiegt Italien! Mit solchen Gedanken, die auch der kleinlichsten Arbeit den Zug ins Große verleihen, lassen Sie uns, meine Verehrten, an unsere heutigen Aufgaben heran• tTCten. Zionistischer Verein West-Berlin Ein Beitrag zur A g i t a t i o » s m e 111 o d c. Zum Kapitel ״Agitation“ erscheint mir eine kurze Beschreibung der Art, wie wir unseren Verein West- Berlin gestaltet haben, nicht uninteressant. Weniger an kleineren Platze», als speziell in t irollstädten dürften sieh Verhältnisse älmlich denen, die 1111' in unserer Arbeit bestimmten, gleichfalls herausgebildct haben. Indem ich hier beschreibe, wie wir diesen besonderen Umständen Rechnung trugen, rege ich vielleicht andere zu einer Beschreibung ihrer •Methoden an uml gehe damit «len Anstoß zu einer Diskussion, die recht nützlich werden kann. Der Zionistische Verein West - Berlin bestand früher unter «lern Namen ״Zionistische Ortsgruppe Charlottenburg“. Er verdankt rein lokalen Lrwägu». gen seine Existenz, konnte aber natürlich niemals gegen «lie grolle Berliner Zionistische Ortsgruppe aufkoinmen, «lie unterschiedslos — uml mit Recht . alle (iroß-Berlitier Zionisten in sich vereinigte. Als ״Orts'M iruppe hatte daher der Verein keine L’xi• Stenzberechtigung mehr. Der Wunsch, die intimere Hast einen palästinensischen Tanz zur Gitarre, von der ein wiegendes, weiches hebräisches Lied klingt. Ein gottbegnadetes Asyl ist Teil Awiw, ein Tal des Frühlings für unser Volk, wo die Kinder in utiherührtcr Reinheit als Söhne ihres Volkes aufwaehsc». Gut behütet ist Teil Awiw. Wenn «lic Nacht herein• bricht, schreiten die starken jüdischen Wächter, «len Tarbttseli auf «lern Kopf, mit schußbereitem Gewehr um die jüdische Stadt. Ein Bollwerk jüdische» Lebens ist Teil Awiw, geliebt׳von seinen Bewohnern, geachtet von den Arabern. Und nicht mehr lange, so wird ein zweites neues Teil Awiw sich an das alte aiischlicßcn wie jetzt schon Nachalath Benjamin, weithin bis zum Meere, dem blauen, wunderbaren! Wer aus dem wilden sinnlosen Getriebe «ler schmutz{, gen, verwahrlosten Altstadt mit ihrem Geschrei von Tausenden von zerlumpten Arabern, ihren Kamele» Eseln und verwilderten Hunden nach Tel! Awiw' kommt, weiß, dall hier ein neuer starker Volksgeist waltet, dein die Zukunft gehört. Bilder aus dem jüdischen Familienleben von II. S. Moscnthal. — Verlag von MaxKoch, Leipzig, Hier erscheint in neuem (nicht allzu schönem) Gewände ein Buch wieder auf dem Büchermärkte, das in den interessanten Diditungskreis der deutschen Ohcttolite ratur gehört, die um die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts reiche, wenn auch meistens ein wenig blaßfarbige Blüten trieb. Diese Dichtungsgattung — die übrigens in der deutschen Literatur eine Zeitlang großes Aufsehen machte, um jedoch bald wieder ln Vergessenheit zu geraten — war aus Aussprache, die bisher eben «lie Kleinheit «les Ver• I eins ermöglicht hatte, aufrecht zu erhalten uml aus• zuhauen, führte «laiin zu «ler Umwandlung in «ler licuti• gen Art. Dieser Wunsch wurde unterstützt «lurcli die Erwägung, «laß die Berliner Zionistische Vereiuiginig eben infolge ihrer Größe sich immer mehr als ungeeignet zu einer rein sachlichen Aussprache erwies. Die Versammlungen «les Berliner Vereins sind seihst im ungünstigsten Falle von mehreren himdert Personen besucht, «feren ziouisljsche Vorbil* düng sehr verschieden ist umt deren Zusammen• Setzung in «len allermeisten «»der gar in allen l allen den jeweiligen Referenten nötigt, sein Thema unter dem Gesichtspunkt der Propaganda abzuhaudeln. Tat• sächlich waren denn auch sämtliche Veranstaltungen des Berliner Vereins in den letzten beiden Jahren Agitationsversanmihuigen mehr <nter minder großen Stils. Damit ist einmal das Bedürfnis nach Propaganda dieser Art in Berlin gedeckt, und es wäre uusiimiß, daneben das gleiche au anderer Stelle ver• suchen zu wollen. Andererseits aber besteht fort• während und in steigendem Maße das Bedürfnis nach einer Aussprache im engen Kreise, die den Zionisten seihst die Möglichkeit der Erweiterung uml Fort• hililuug ihrer Ansichten und Kenntnisse bietet, der Entwicklung der auftatichcnilcu!•‘ragen «lie Wege ebnet mul die Basis für eine Behandlung auch solcher!•*ragen gibt, «lereii Eigenart sie entweder dem Lichte der Ocflentlichkeit auszusetzen noch nicht gestattet oder aber auf ein allgemeines Interesse noch nicht rechnen kann, ln dieser Erwägung haben wir «lie alte Charlottenburger Ortsgruppe in neuer Gestalt weiter leben lassen und im verflossenen Winter gearbeitet. Diese Arbeit glieilertc sich wie f«>lgt: Es kam uns zunächst darauf an, von berufenen Referenten die Fragen der Politik, «les Landes und des Volkes in einer allem Agitatorischen abgeneigten Weise he• liandi'ln zu lassen. So referierte uns «las Mitglied des E. A. C. Herr Dr. Viktor laeobso» über ״Zio• nistische Politik“, und unser Kreis war wohl «ler erste außerhalb «les A. C., in dein die Grundlinien moderner zionistischer Politik «largelcgt wurden. Speziell «liescr wichtige und interessante Vortrag zeigte, daß sich ein solches Thema im öffentlichen Kreise überhaupt nicht behandeln läßt. Zwei Abende über die kolonisatorischen Eiitwiekhiugsmögliili• keilen Pa! istinas gaben eine so anregende und «letaiiliert«• Aussprache über alle Dctailfragc», au «ler sich «lie berufenste» Kenner «les Landes beteiligten, daß sic sehr wohl als Grundlage praktischer Bctätigmigsiiiögliciikcite» dienen konnten. Der Vortrag Dr, Lcwius über kulturelle Prägen fiel in etwas aus «lein speziellen Ralnucu dieser Veranstaltungen heraus, weil wir «len allzu grollen Andrang von Publikum, das nun gerade von Dr. l.ewin Propa• gaullistisches zu hören erwartet, nicht verhindern konnten. Die drei Abende, an denen Gustav Landau ühcr Sozialismus und Jnlius Bah über den Einfluß «les Judentums auf «lie moderne deutsche Literatur spniclien, waren in ihrer Art Höhepunkte unserer lätigkeit. tu ähnlicher Weise, d. h. immer unter dem Gesichtspunkt der intimen Aussprache, wurden dann die Reichstagswahlen, die zionistische Agitation*• methode und manches andere hehamlelt. 1 ).«neben liefen zwei Kurse über jüdische Kolonisationsfrageii von Trietsch und hebräische Literatur von S«1kolow, die beide gleich vollendet waren. Im Laufe unserer Arbeit hat sich gezeigt, «laß natürlich von einem engeren Vereinslehen Bei «ms nicht die Rede sein kann. Das ist auch nicht heahsichtig(. Nichtsdestoweniger hält der Verein gut zu• summen umt ist imstande, seine» Verpflichtungen gegenüber «ler Organisation vollständig nachzii• Ri*1111111*11. Alles ,•igilaloiisilie, :null liiiihicliilii'li einer Propaganda für den Verein selbst, wird unterlassen. Es wird lediglich dahin gestrebt, wertvolle Referate und Diskussionen hcrbeiztiführen. Und da zeigt sich, daß allein diese Art Betätigung genügt, um das Inter• esse der Mitglieder zu erhalten und auch andauernd, wenn auch in kleiner Zahl, neue Mitglieder zu/u• führen. So erziehen wir nicht unsere Mitglieder zu Zionisten, aber es gelingt uns vielleicht, unsere Zio• nisten zu besseren 4io»1sten zu erziehen. Irn neuen Jahr will der Verein in almlii'her Weise fortfahren; darüber wird ein;mtlermal berichtet werden. _ J. B. Der englische Staatsrechtslehren Dicey iiberdie russiscliejudenlage Eine sehr interessante Einleitung hat der bekannte Staatsrechtsichrer Dicey «len vor kurzem in englischer Sprache erschienenen ״Rechtsleiden der russischen Juden“ (von L. Motzkin)*) vor.uigeschickt. Inter• essant ist sie deswegen, weil in ihr der Abscheu sich . widerspiegelt, «len ein großer englischer Gelehrter über die gegen die russischen Juden geübten Brutal!• täten empfindet. Dicey beginnt seine Betrachtungen mit folgen• den Worten: ״Dieses Buch sollte die Aufmerksam* keit aller Engländer gebieterisch fordern. Es tut die grobe und offenkundige Ungerechtigkeit dar, welche die russischen Juden unter der Regierung des Zaren zu erleiden haben. Die systematische Mißhandlung der jüdischen Zaremmtertancn — heute, im Jahre 1912 — findet kein Gegenstück in irgendeinem an• deren großen christlichen Staate der modernen Welt, weder in England, Frankreich, Italien oder Deutsch• Iniul noch in «ler amerikanischen Republik. Das Un• recht, das den Juden unter dein Gesetz und mich mehr unter dein Verwallmigssystein Rußlands zuge* fügt wird, ist für einen Engländer fast unglaublich. Sehr viele Russen sind, wie wir wissen, hoch zivili• siertc und recht humane Menschen, ja, sic zählen in ihren Reihen eminent begabte Männer, welche jedem Lande der Welt zum Ruhme• gereichen würden. Wo änttner Literatur gelesen wird, übt mehr als ein russischer Schriftsteller ein«־» bedcutcmlen und verdienten Einfluß aus. Es wird uns daher schwer zu glauben, daß ein Staat, ausgezeichnet durch so hervorragende Bürger, die Stätte eines grausamen Despotismus ist, jedenfalls was russische Juden atibcl.mgt. In Wahr• heit aber ist das russische Reich nicht ein durchweg zivilisiertes Land. Bei «ler Behandlung von Juden wenden eben russisches Recht und russische Behörden barbarische und mittelalterliche Methoden an“.... ״Was das bestimmte• Ziel der russischen Politik gegenüber den russischen Juden sein mag — sagt Dicey weiter das /.«> cntsehciilen ist für uns nicht notwendig: «ler Effekt «liescr Politik ist absolut gewiß. Die russische Slaaiskunst zwingt die russischen Juden zu wählen zwischen dem Exil auf der einen Seite und «lern Untergang, oder, was noch schrecklicher ist, der fortgesetzten Herabwürdigung jedes Juden, der das russische Reich bewohnt, auf der anderen Seite.“ Um diese seine wohldurchdachtc• Uebcrzeugung zu begründen, geht Dicey alle Einzelheiten der ״Legal Sufferings of the Jcws in Russia" durch. Er stellt zunächst fest, daß die russischen Juden eines «ler elementarsten Burgerreehte beraubt sind, dessen sieh auch die Uiuiil.ineu despotischer Monarchen •1 ״The Legal Suffering of the Jcws in Russia“ im Verlage T. Fisher Unwm (London). dem Geist des ״Ucbcrgaiigcs" im Judentum geboren. Das Ghetto war gefalle» und mit schrankenloser Hast stüiinten die Freigewordenen in die Räume der Kultur, der ״BiUlung“, die sielt ihnen geöffnet hatten. Damals entstanden die Ghcttogcschichten, zwei Zielen zustreliciul: Sie wollten das ״Volk“ für die Gedanken der neuen Zeit (wie sie sich im jü• dischen Geiste der damals Führenden widcrsptogclte) reif machen und wollten gleichzeitig die guten, alt• hergebrachten ethischen Und Gcfülilsmotueute, die in «ler Ghettogemeinscliaft so deutlich sichtbar waren, erhalten. Denn der jähe ״Ucbergang“ löste gerade• zu beängstigend plötzlich die Baude «liescr Gemein• schaft. So ist die ühettolitornUir eine Schöpfung der Tendenz, der neuen Ideen, gemischt mit einer gewissen romantischen Wehmut, Die! c ist gewissermaßen das erste Sorgenzcidien der Verfechter jener neuen Ideen, welche das Judentum mit der Welt• kultur abstrakt verbünden wollten. Auch ein drittes Moment gedanklicher, ülcellcr Tendenz war bei der Entstehung dieser Gattung maßgebend, nämlich der Wunsch, der Christenwelt zu zeigen, daß im Juden• tum Ethik, Moral, reine Gefühle stets lebendig waren und sind. Es war der Wunsch, die Emanzipation volkstümlich in anderen Völkern und im eigenen Volke zu machen. Besonders •das erste re war ttämlieh nicht der Fall. Eine Dichtung, die mit soviel Ideen und Tendcnz.cn verknüpft ist, hinter der ständig der Oc• danke steht, verliert dadurch an Ursprünglichkeit und schöpferischer Kraft. Nur in wenigen Fällen hat in den Werken dieser Literatur die reine Diehterkratt the Gestalten lebendig gemacht. Dann wurden entweder die seliaffcnslieiiiincnilcn Ideen bei• Seite geworfen oder die einzige, für eine Kunst wert• volle — der romantisdie Sinn— gewann die Oberltand. Gerade aus diesem rein romantischen Dichterempfinden hat Ar «ln Bernstein seine beiden wahrhaft lebendigen Erzählungen ״M c n «I c I O i b o r“ und ״V ö g eie der M a g g i 11“ gestaltet, die wert wären, heute• noch weit mehr Beachtung zu finden als es svirkliclt der Fall ist. Auch Leopold Kompert, der bekannteste Glieltodicliter, hat in einigen seiner Erzählungen Wertvolles geschaffen. Bert hold Auerbach war wie in allen seinen Geschichten auch in jüdischen Erzählungen viel zu stilisiert und unwahr. Die große Zahl der übrigen Ghettodicliler, von denen nur Eduard Kttlkc, Fanny Lcwald, L. Pliilippson, M, Lchmnan, S. Kolm, in gewissem Sinne auch Mcrzhcrg-Fmnkel und Ludwig August Frankl genannt seien, treten weit zurück. Vor allein fehlte die dichterische Kraft, welche die Schranken der Tendenz geweitet hätte, und so trat an die Stelle einer echten Romantik falsche Scntimcntalität. Die lilccn eines ״Judentums in der Welt und im Geiste“ zerbröckelten im Lehen Und daher naturgemäß in der Dichtung vom Ghetto. Nur Karl Emil Franzos, ein Dichter, der wirklich Scher war, mögen die Bilder, die er geschaut hat, oft noch so verkehrt und verzerrt gewesen sein, hat das Leben der jüdischen Gltettogemcinschaft lebendig schildern können. Denn er warf den größten Teil der alten Tendenzen über Bord, weil sein Auge nicht Teile und Einzclfällc sali, sondern Massen und Kultur•

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.