Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1912-12-13 · Heft 50 (13.12.1912) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 50 (13.12.1912)
Date
1912-12-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2651273-2651763-2651812--08694-2665961
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 484 Körpur und Seele unserer Organisation Referat, erslatlet vor dem I. Ncmlwcsldrntschen Gruppen■ irbandstng In Hamburg, .1111 H. IH. lorj, von Dr, William Unna. Meine Damen und Herren! Für;eilen Juden, der, wie wir, aus dem Studium der Geschichte die Erkenntnis gcwpnncn hat, da» an dem vit ihiindertjährigen und vielgestaltigen Leid unseres Volkes einzig und allein seine Zersplitterung die Schuld trägt, ist es wahrlich ein erhebendes lkwulltsein, die Zeit miterleben zu dürfen, die eiuilieh dies.T unseligen Zersplitterung ein l üde bereitet, di• die zersprengten Kräfte 1ml Umsicht und iiusdniternder Eiteigie wieder .s.iiiiiuell, die H.iiiMrni wieder an Haustein fügt /n einem neuen, stol/eu Gebäude des Judentums. Wir leben - wie inan so sagt — im Zeitaller der Technik; denn ihre Wunderwerke sind cs, die den l.ebeiismogliehkeiten der Menschen von heute den Zu« ins Gigantische geschaffen haben, der das Signum unserer Zeit ist. Aber nicht minder gewaltig als die Kunst, aus totem und eben darum gefügigem Material hundertstöckige Wolkenknt/er, schwimmende und durch die Lüfte segelnde Paläste zu erbauen, erscheint mir das Wunderwerk, I Imiderllaiisemle von Menschen, deren einstmals gemeinsames Fliehen und Erstreben längst den Stempel der Einheitlichkeit verloren hatte, Uumlerttausende also von differenzierten und divorgierenden, ungefügigen L e h e \v e s e 11 zu einer neuen modernen Lebensgemeinschaft zu reorganisieren. Unsere staunende lUwmiderimg, die wir der Dampfmaschiue und dem elektrischen Motor zollen, deren fabelhafte Leistungsfähigkeit auf einer wunderbaren Präzision ihrer I Icrstellmig beruht, beansprucht mit gleichem Recht die tadellos funktionierende Masehincrie einer grollen, über Länder und Meere sich erstreckenden Volksorganisation, wie wir sie in unserer zionistischen Organisation zu unserer stolzen Freude verkörpert sehen. Jedoch, m. D. u. II., es ist Ihnen nicht imhekamit, da» das Zeitalter der Maschine neben dem ge• wattigen Aufschwung auf allen Gebieten des I ebeus auch durchaus uncrirculielie" Erscheinungen in die Welt gebracht hat: n.imlieli die Mechanisierung, nicht mir der toten, sondern in gewissen Beziehungen auch der lebenden, der geistigen Substanz. So hat ja z. II. der weitaus größte Teil des arbeitenden Standes seine zuvor selbständige und individuelle I laud• Werkertätigkeit an die maschinelle Fabrikation verloren und sieht sich verurteilt, selber Maschine zu spielen. Da» solche Arbeiter dem Objekt ihrer Arlieit nicht mehr mit der Liebe des selbständig Schaffenden, sondern ohne innere Anteilnahme, interesselos gegenüberstellen, ist selbstverständlich. Und wie sich daraus die unheilvollsten Komplikationen für das ganze soziale Leben ergeben haben, so hat andern•■eils muh das bis zum Leichtsinn niisartcudc Verhallen, da1׳ liiail der Sjeherlieil des Mje<1l1i11c11׳h1׳l1i1b»0111 .׳• gegcnziihriiigeii sich gewöhnte, sieh mIhmi m»manchesmal bitter gerächt, wir sind ja leider nur allzu oll Zeuge dessen, wie eine übertriebene VertrauenNM'hgkeit In die maschinelle Itctrichssichcrhcil ihre Opfer an Menschenkraft zu fordern vermag. Wozu, meine Verehrten, erzähle ich Ihnen all diese Binsenwahrheiten? Nicht, um in oraloriselien Vergleichen zu schwelgen — solidem um nüchtern und sachlich die Gefahren auf/udeckcn, die aus der hewulltcu Mechanisierung unseres Orgaiiisationsleheiis für die zionistische Arlieit entstehen küiiitlen und * wie mir scheinen will hier mul da auch leider schon in der Euiwickhmg begriffen sind! Denn *las ist ja ohne weiteres klar: wem! wirklich all die Tagebuchblätter aus Erez Israel Von Dr. Hugo Lüw, Jaffa. Vor der Küste Palästinas. Unfaßbar sind all die tausend Bilder, Auf dem Schiffe spiegelt sielt der Orient. Beduinen mit wilden, bärtigen Gesichtern, kranke Araber, die von Mekka lieiinpilgcrn, stille Hoffnung auf Genesung im Herzen, gutmütige Türken, Griechen, Syrer, Asiaten, (lieht verinmmule Frauen, deren Gesicht den Ungläubigen ewig ein Geheimnis hlviht, Italiener, Balkaiiliewohner, aiiswamlermle Juden ans (i.dizicu und Rnllland, Schnorrer au*. Jerusalem. mit laugen Locken und gestreiften Kitteln und endlich, unter vielem Menseliengewirr erkennbar, ein Trupp Juden aus dem Jemen, die nach Erez. Israel wandern, um den alten heiligen Boden mit junger Begeisterung, zu pflügen. Diese unsere Brüder, Jahrtausende von unserem Stamme nach Arabien zersprengt, und haben sich dorh alle Liehe zu ihrem Volke mul ihrer Religion bewahrt. Die Tränen traten mir in die Augen, als ich diese halbnackten Menschen, Greise, junge Frauen, Männer und Kinder mit so schlichter, selbstverständlicher Begeisterung von Gott mul Erez Israel reden hörte, das für sie die Erlösung ans dem G.didli ist. Ein Wunder, kaum fallbar, war cs, als moderne, westeuropäische Juden mit diesen bcdiiincnhaftcn Ge• staltcn vom gleichen alten Stamme hebräisch sprachen, als lägen nicht zwei• oder dreitausend Jahre zwischen uns und jenen. Wie Araber scheinen sie zuerst, hager und dürr, bärtig, mit wilden Scliläfenlockcn, I innclcrttaiisendc, die zu unserer i 'ahne schwören, mehr als mechanische Il.imllanger, wenn alle Qtialit a t s a r b e i t e r, alle (I e n k e 11 d e Zionist e 11 w.ueii, die sieh der ungeheuren Eutsehlicltiing, die da*. Bekenntnis zum Baseler Programm für jeden einzelnen bedeuten sollte, liewiiltl wären tnisete Bewegung müßte eine ganz andere, noch eine weit, weit mächtigere Stolikraft entfalten, als sie an sich schon bisher bewiesen hat! Mit einer solchen Armee brauchten wir nicht im Schneckentempo, solidem könnten wir mit Stiirmesschritten unserm Ziele zu• marschieren. Ich hin weit davon entfernt, das Fazit unserer bisherigen Leistungen etwa unter• schätzen zu wollen. Das Vermögen unserer Ko• Inuiaihaiik z. B. ist ein a 11 s e 11 n I i e 11 e s Kapital, wenn mau bedenkt, da» es sielt ans einer Unsumme von ■kleinen und kleinsten Zeichnungen zusammen• gefunden hat. Aller die Energie, die sielt auf den Ruf lies I iihrcrs zu dieser Leistung einmalig aufiaffte, verpuffte leider gar zu schnell. Der Zustrom von Geld verebbte sehr bald; mul so ist heule unsere Bank au der ihr ursprünglich /iigcclachtcn gewaltigcn Aufgabe bewertet zu einer traurigen Bedeutungslosigkeit verdammt, - Der Nationalfonds, der eine I liihe von '3 Millionen Mark erreicht hat, ist unser Stolz; »leim diese stattliche Summe wurde aus Pfennigen aufgeliätift und stellt unserer nationalen Emsigkeit ein besseres Zeugnis aus, als man dies /, B. dm Polen oder den Georgiern nacliriilimcn kamt, die schon früher als wir sieit fiir ihre politischen Bestrebungen einen N.-F. geschaffen haben, ohne doch einen gleichen finanziellen Erfolg aufweisen zu küimen. Und doch ist auch diese unsere Leistung an ihrer Stcigcrnngsfäliigkcit bemessen ־׳״ lächerlich gering. Demi eine ganz bescheidene Rechnung sagt uns, da», wenn von alien elf Millionen Juden in der Welt nur die I läifte der 100()()» in I )cutsclitaud lebenden Jiiileiifamilien sieh für den N.-F, inter• essieren würde, indem sie ilun allwöchentlich nicht mehr als 'JO Pf. pro Familie ziifiihrte - da» dann schon alljährlich die Summe von 1.. Million Mark zusainmenkäme, die heute das jährliche Gesamt• e rg e h 11 i s unserer angestrengtesten Sammeltätigkeit in allen Ländern der Well clarstellt. Ich will Sie weiter darauf hinweiseii, »lall, wenn nur jeder einzelne von den 10 001) organisiertet! deutschen Zionisten sie!! der kleinen Mühe imlerzielien wollte, im Laufe eines jeden Jahres aus dem Kreise seiner Bekannten 1ms mir einen einzigen neuen Gesinnungsgenossen /n werben (was doch wohl keine Schwierigkeit be• reiten dürfte), da» dann die Schar unserer Anhänger statt langsam zu wachsen - alljährlich sich ver• doppeln würde, so da» wir bald niclit mir cnialitativ, wie Nc'iicm jetzt, sondern auch (piaiititntiv die ttnlie• stritten stärkste Richtung int deutschen Judentum bilden würden. Und so könnte ich Sie, meine Ver• elirtc ii — nach Art dieser paar willkürlich heraus• gerissenen Beispiele — auf eine ganze Fülle voll Möglichkeiten hinweiseii, die alle, dank dem vor• ziiglic'heii l'iiiiktioiiieren unseres Orgatiisaiionsnppa• rates, schon heute einer Realisierung zugänglich wären, wenn ja wem! eben nichl jeder einzelne von im111. .׳. einer II e b e r ׳. e 11.1 I z 1111 g der laT.luiig'i־ fällig keil im'.ei ei'G1j*,a11is.dinnsiu.1sc l1i11e für sieh selber die I'ilaiilnii׳. hcrlcilcic, sieh von der Arbeit drücken zu dürfen. Man sield ja zu seiner Beruhigung, wie prachtvoll unser Zentralhuieaii arbeitet, indem es unausgesetzt im Laufe eines Jahres Tausende von Briefen, Tausende von Anregungen über die ganze deiilschc Lnndsmaiitischal'i ausschiittct — was liegt da schon (so sagt sieh jeder einzelne!) au meiner bescheidenen Mitarbeit! Man liest ja allwöchentlich mit freudiger (icntigltimig in den Ausweisen unseres N.-F. wie mmiler seine <(>ncl|cu fliellen — was macht es da schon aus, wenn mau die eigene Börse etwas fester hält! Wir Italien ja jetzt in aller Welt unsere Parteisekretäre, deren nusschlicKlichcr Beruf es ist, die pechschwarzen Augenbrauen huschig, das Auge kampfbereit - doch blickt mau ihnen tiefer ins Auge, spürt man den blutsverwandten Sinn, die liefe Liehe zur Familie, zu ihrem Volke mul zur Mensch• heit. I larle Wochen sind sie vom Jemen gefahren, liinigerm! 11ml dürstend, haben all ihr armseliges llali und Gut. verkauft, haben ihre Berufe als Hand• worker, Selmeider, Goldschmiede verlassen - aber aus all ihrem Wesen spricht eine wunderbare Schlichtheit und Stolz, eine glückselige Ziikimflshoffmmg au Erez Israel, Das Meer liegt weich und mint in der Früh* sciiuic; am 1 lori/oitl lieg! ent c|1mkh־r Streifen, Sind es Ido» Wasser und Wolken oder ist es schon die Küste lies gelohten Landes? Jaffa. Erez Israel, tausend und tausendmal ersehntes Land, mein Fuß tritt dich, mein Auge schaut dich, da sind sandige Straßen, wirr mit verfallenen Bauten, am Brunnen hinken Eselheiclen, Kamele in langen Reihen von einem kleinen Knaben geführt tragen »Ile lnulilc aus den jüdischen Dörfern zum Hafen, Abrahams Sprache klingt aus dem Mumie spielender Kinder, Palmen ragen /tun I liniinel, der sielt blau in durchsichtiger Luit über der Stadt und den fernen Bergen Juda wölbt, heiß brennt die Erde, das Meer, das ewig unergründliche, wirft seine blauen Wellen wie einst vor vielen tausenden Jahren, Boden der Heimat, ich küsse deinen Staub. Wie in dunklen Träumen glaube ich dies alles Nr. 50 Agitatoren des Zionismus zu sein was braucht sich da der einzelne von uns noch mit der ״Widersi*enstigen Zähmung‘' ahzugcbcii und aliztiirgern! Und so erwächst - so paradox es klingt! aus der von uns allen bewunderten Vervollkommnung unsere( Organisalionsmaseliine die tielaiir einer zunehmenden Betriebs-U 11 s i e 11 e r 11 e 11 , der wie lern gleichmütig arbeitenden Räderwerk der I aliriklielnebe noch so manche lebendige Arbeitskraft aus Lässigkeit /tun Opfer fallen könnt»*, wenn »lern mein rechtzeitig cntgegciigcirelen wird. I.)ie Mittel, die dazu dienen, dies zu verluden, sind 'diejenigen, die man überall anwendet, um dein nivellierenden Eiufhi» des < )rganisatioiishetrichcs den Reiz des Indiviiliieih'ii gegeiiiiherziistellen; um dem erlahinlen Interesse des einzelnen Arbeiters die Liebe zur Sache /niück/ngelieii; Man um» »las Individuum davon überzeugen, «lall nach wie vor seine persön* liehen (Juuhlälcii sein wohl »lein Werke, .111 dem es mit/uwiikeu beauftragt ist, eine besondere Not! zu gehen vermag und daß das Werk gerade dieser per• südlichen Note auch keineswegs eiitrateu kann. Das Iteißl: jeder einzelne Zionist muß Tag für Tag erfüllt sein von der gewaltigen Verantwortung fttr das Gelingen unseres Werkes, die auch auf 1I1111, dem ein fachen Soldaten, und gerade auf i 11 in lastet. Denn was nützte wohl einer Armee ein noch so tüchtiger < ieneralstah, wenn nicht auch jeder einzelne Soldat treu auf seinem Posten stellt und in entschadenden Mniuculcn zirihewnß( (int und Blut au die Sache, für die er kämpft, zu setzen bereit ist. Wir sind solch eine Armee im Feuer und — auch das klingt vielleicht paradox! - wir befinden uns dauernd in entscheidenden Momenten! Das muß weit mehr, als es bisher der Fall isi, jedem einzelnen Zionisten zu lebendigstem Bewußtsein gebracht werden! Denn was heißt das: Zionist sein?! Das heißt: ielt erkenne die ungeheure, vielgestaltige Notlage unseres Volkes; ich erkenne ihre Grundlage unsere Heimatlosigkeit; ich erkenne ihre bisherige l lilfslosigkeit — uiisern Mangel au historischem Gefühl, au nationalem Pilicht- und Krafthewußtseiii; und ich erkenne den einzigen Weg der Rettung unseres Volkes aus allen Noten und allen Niedrigkeiten: die R c v o 1111 i o!11 e - ru u g des J u »I e 11111 in s! Ja, meine Damen und Herren, Zionist sein, heißt: in puncto Judenlrage R e v o 111 11 o 11 n r sein! N i e »I e r in i t d e 111 alte 11 es lebe das neue Judentum! — mit dieser Kampfparole müssen wir geschlossen Sturm laufen gegen die Bastillen unserer — leider! — feindlichen Brüder, Und!um, meine Vereinten, sehen Sie sieh bitte im Geiste einmal unsere ,,Stürmer“, unsere ״Rcvoiutionäre“ etwas an! ״Natürlich hin ich begeisterter Zionist“ -• versichert uns Herr X. ״ich habe ja erst im vorigen Jahre 1 M. Schekel bezahlt!“ ״Und ich hin sogar auf die *״Rundschau“ abonniert“ — renommiert ein anderer - ״und meine Schwester trägt eine Brosche aus dem Be/alel!“ . . . Erkundigt man sieh aber anfclringlielierweis»* weiter, ob sie ihrer zionistischen (ieMiunmp etwa sonst noch Opfei an Zeit mul Arbeitskraft bringen, dann heißt es: ״Sehen Sie, liesli'1 lim11.1111 1111 ,־• cnieil |i>'111f da hat liiail 11.11111 lieh 1111״ ־so etwas“ keine’ Zeit tilmg! Wir Italien ja auch iiiim׳i׳ Zeiili.dlnueaii in Bcilin; das macht die Sache;111.׳/ allein.“ Uder aher mau erhält die Antwort: ״Wissen Sie, lieber Ercmiel, man kann 110111־ nicht immer vom Zionismus reden! Man macht sich ja dadurch nur unbeliebt, imei mau kommt auch in den Verdacht, furdithar einseitig zu sein. Ich hin lieber ein zwar stiller, aher guter Zionist!" ... Das Blut kocht ein.111׳ in den Adern, muß man solch lahmes Geschwätz mit anhören! Uh es wohl unter unserii Almen solche Leute gegeben hat, die - etwa als sie Juda Makkabi zum entscheidenden Kampf )׳,egen den Erbfeind au.rief - sieh seil er von allen selbstverständlichen nationalen Pflichten schon einmal gesellen und erlebt zu haben, mein Blut Weiß es, wenn auch die Vermmlt es anders sagt. Das ist die alte Stadt Jaffa, wo einst vor Tatiseiulat von Jahren der Prophet Jona weilte, ehe er atisgesaiult wurde, um Wehe über die Stadt Ninivch zu rufen. Wa־. lag nicht alles dazwischen, bis hier neues jüdisches Lehen entstand. Aher die Kinder wissen es nicht, sie sehen die hebräischen 1׳irmenschilder der Basare in der Stadt, sie wissen, daß ihr Volk in Palästina Weinberge, Oraugeiigartcn und l eider hat wie »־inst, sie sprechen jeden Juden UelMT.usvU an und vv!mlwo)tot ihnen, sie singen und tanzen mul wissen nicht■, von all den veilior• gcneii demütigenden Seclenkainpfen des Unhilli. In Teil Awiw. Der mächtige Ban des Gymnasiums bebt von Musik. Auf einer Bank in der Herzf- Straße sitzen kleine Knirpse und raufen sich um eine Orange. Ist dies nicht dieselbe Sprache, die hier vor dem Unlergvmg unserer Heimat ge- Sprüchen wurde? Ist dies kein Trugbild der Sinne? Ich getraue mich nicht, zu ihnen zu sprechen, sie würden midi aiislachcn, »las ich so wenig Hebräisch kaim, 1 linier zicheii durch die Straße und singen, hebräische Marsclilieder. ln einer dunkeln Garten* cckc sitzt unter Bananen verträumt ein Liebespaar und flüstert in der Sprache Salomos mul Sulamiths. Eine dänmirige hohe große Stube mit Steinfliesen. Lächelnd, mit geröteten Gesichtern, kommt eine Schar junger Mädchen hereingcstürzl. Sic fassen sich bei den Händen und tanzen um den Tisch in fliegender

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.