Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVII (1912)
- Issue
- Heft 36 (6.9.1912)
- Date
- 1912-09-06
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 36 JÜMD’.CCi*. C RUNDSCHAU Seite 343 um sich nach Jaffa, nach Jerusalem gegangen wäre, (ics Hezalels anzunehmen. Man kann auch in Palästina die meisten Geschäfte auf gesunder Basis aufhauen, genau wie andmwo Vor allem ist es aber 110twemliff, daß wir in Paläsii'ia mehr und bessere Arbeitskräfte haben Herr Kann beruft sieb immer auf die Verantwortung die wir mit unseren Institutionen in Palästina zu tr’aeen haben, wir tragen aber diese Verantwortung per» denn wir sind unseres endlichen Sieges gewiß.’(l'ebb! Beifall.) Knplanskl führt aus: Er mul seine Freunde schäl/vu den Bczalel als eine I1!stituli״u die Arbeitsgelegenheiten schafft. Der Bczalel ist min ein dotier Betrieb geworden, keine Schule, und deswegen verlangen wir von ihm folgendes: Es sollte ciiiiiial den Leitern des Bczalel klargvmaelit werden daß von ihnen, ob sie die Arbeiter im Bczalel als Lehrer, sozusagen väterlich, behandeln wollen oder als 1 oiter eines Betriebes, in jedem 1‘allo korrektes Verhalten zu verlangen ist. Wenn der Bczalel ein Ihiti.eb ist, dann soll dort wie in allen modernen Beziehen eine Arbeitsordnung existieren; es existiert an;׳• Mich auch eine solche, aber sie ist den Arbeitern nie bekanntgegeben worden. Wenn das A.-C. sich des Ih/ ilel so minimmt, so bitte ich. stall es mich da eneigisch eingreift. Ich habe die Verpflichtung, dem A. •.. init/.uteilen, dall in )laliistineiisisclieu Städten, wie Safed und Tiber ms, sttirmiseh verlang(־ wi.d, dall der Bczalel Filialen in diesen Städten er• oline und so Arbeitsgelegenheit für die jüdische!10• voiäeriiiig in diesen Städten schafft. Wir haben uns mit ׳lein Problem der städtischen Bevölkerung Dalastinas zu wenig befallt, aber es ist eine Tatsache, dal! aus diesen Städten eine grolle Zahl Cli.ilukka* iuden jährlich auswandert. Es ist mm die Frage zu!(Wen, ol> wir diese Elemente nicht durch Arheils. gvlegcnhcitcn festhaltcn köimtcn. Uchernll herrscht e i n e Meinung, dall der Bczalel berufen ist, da ein• zu,״,reifen. I )ie H e 11 א c 11 e m 1■ u K u I o n i v d e s II1־ z a 1 e I wild sehr geloht. Bei der Werkställe mag das stiinmeii. Was aber sclnncrzlieli berühr!. ist die Tat• Sache, daß die Bodcnstiickc, die den Arbeitern überlassen werden, völlig brach liegen, Redner ist immer überzeugter Anhänger der P. L. 1). C. gewesen uml begreift nicht die Angriffe, die gegen tlic Leitung der Institution erhoben werdenr |)ie Verluste, die die Gesellschaft erlitten hat, liegen in der Natur der Sache. Sic leidet am Mangel von Ile• tricbskapital, das sei nicht Schuld der Leitung, $011• dem die der Organisation. Der Kongrcßhcschiull betreffs der Aktion für die P. L.!>, G, sei nicht durch• ceiiihrt worden. Die Lehrfarm Kincreth war eine Notwendigkeit. Redner kritisiert das Verhalten der Herren Hermann und Aron so 1111 gegen die Arb! ilerscliaft von Kincreth und befürwortet die Um• Wandlung der Oelhaiimspemle in einen Pflanzlings• fonds. Dem nächsten Kongreß solle man einen dahin• gellenden Antrag verlegen. Redner weist die Angriffe Kanus auf die Administration zurück und he• tmit, daß auch die heutige Administration der. 1.G, A. sielt von der früheren sehr vorteilhaft unterscheide. Nicht jede Administration ist schlecht. Sie ist sogar notwendig dort, wo es gilt, Männer und Frauen zur Landwirtschaft z.u erziehen und so als wissen• schaftiiche und wirtschaftliche Leitung zu funklioi nicrcn. Ich habe von den Kolonisten nicht klagen gehört, daß die Administration bestellt, sondern daß sie zu selten cingrcifl und ihnen keine Wissenschaft• liehe Anleitung gibt. Bei den geringen Mitteln der W o I f f s o h 11 Stiftung solle man sich auf Ledigenheime he• schränken. Der Wächterorganisation!tl iuschomer“ müsse ihre Selbständigkeit gewahrt bleiben. Redner wird seine Rede am Montag vormittag fortsetzen. Schluß der Sitzung 8•/» Uhr. Montag, den 2. September. Vormittagssitzung• Beginn 10 Uhr vormittags.) Kaplanski setzt seine Rede von gestern fort. Cs wurde schon öfter erklärt, dall es die Aufgabe de, Nalionulfouds sei, eine in Palüstina seßhafte Kaucrnklasse zu schaffen, und es ist dies eine Frage, ־'־ mit der Schaffung des Agrarkredits zusammen- Gegen das geplante r! 1.; ,׳.־•eh diese 1 linde che Arbeiter Familie m Arbeiter nicht der Fall, und Fr .0:1!;!•ine Arbeit findet, ־... , <> .׳ ז niiuhen. Aber .ni se übchvtimlcn sind, so noch immer nicht die Mögerhaben. Du־ jüdische Ar• Dies ist beim jihli ־,eilen Wenn er . :11' ' so kann ,־ selbst, we.!n hat der jmii. lichkeit, eine beiter muß deswegen einen höheren Lohn verlangen, und man sollte von den jüdischen Kolonisten erwaiten, daß sie jüdische z\!־heuer beseliäliigen, trotzdem sie etwas }einer sind. Tatsächlich steigen'auch die Löhne der arabischen Arbeiter konstant. Es inull sieh »len Kolonisten atieh die Ueber/eiigung attfdr.'mgcn, daß der jüdische Arbeiter infolge seiner Intelligenz, prodtiktivcr ist. Die Privntiutorcsscn der Kolonisten widersprechen 1L־n nationalen Interessen des Zionis• nuis in l\1lu;tin.1. Das wichtigste Problem ist die Schaffung einer wirklichen Datiemklasse, Die Kreditfrage ist erst die zweite Frage, die ernte die Erziehung zur Landwirt- Schaft, Dnrcli den Agrarkredit wird eine (irund• besitzerkinsse geschaffen, die Ikuiernklasse aber auf andere Weise. Die ein wundernden Arbeiter müssen Gele :cnlieit haben,, laudwirGdiultlich erzogen .7.11 werden. In den jüdischen Kolonien haben sie dazu mir eine geringe Möglichkeit. Der imgcscludte Ar• beiter hat keine Möglichkeit, in den Kolonien Arbeit zu findet). Die zweite Möglichkeit ist in den Arbeiter• gnipiien in dem System der Okkupation, das mittelst der Kruzolh angewendet wird. Das sind freie Arbeitergruppen, die ohne Administration die Bearbeitung eines Grundstückes übernehmen. Audi sie können das Problem der Er/icluing zur Landwirtschaft in geringem Malle lösen, denn sie sielten in Lohn, müssen das Inventar unversehrt z.iuüekcn.tatle» und deshalb bedacht sein, möglichst intensiv zu arbeiten. Daher können sie nicht einen großen Teil ihrer Mitglieder ans ungesehulteu Arbeitskräften nehmen. Die dritte Möglichkeit, die der Siedliiiigsgcnosscusdiafteu, löst das Prnhicut in höherem Malle, weil sie in der ersten Zeit unter Administration stellt 11ml so inigeselndte Arbeitskräfte aufneluiien mul auleiueu kann. Das ist aber erst eine Frage der Zukunft. Die wichtigste Möglichkeit sind die Betriebe des N’ationalfomls und der Oelhaiunspende. Wir erheben ׳da eine Forderung, die au die der nationalen Werkstätten in Frankreich erinnert. Wir verlangen nationale Betriebe, es gibt keim: andere Möglichkeit, das Problem der Landarbeilerselmlt zu lösen. Die Oelbatmispciule bezeichne ich nun deshalb nls kostbaren Betriebsfonds des Nationalfonds, Weil sie die Möglichkeit bat, in jiidi• sehen Ad!11inistrntio11:.betriebc־n den Proletariern Arbeit zu verschaffen und sie zu Landarbeitern zu erziehen. Redner wendet sich gegen das von Pr. Bode», h e i 111 c r vorgeschlngeiie 1 läuslersystcui, nach dem den Arbeitern kleine Grundstücke zugeteilt werden sollen, die sie in ihrer freien Zeit bearbeiten. Diese Arbeiter wollen nicht unbedingt Boden- Besitzer sein. Es genügt für sie, wenn sic Erb- Pächter auf Nationalboden sind, damit sic die Mög* lichkeit haben, alte notwendigen Amcliorntioncn und Investitionen zu machen. Ob der Arbeiter dabei aber dem Nationalfoiuls in 50 Jahren den Boden aitsz.alilt oder einen Pachtzins zahlt, ist völlig gleichgültig, ja noch mehr, sie verlangen es sogar. Die Arbeiterschaft und das Interesse der breiten jüdischen Massen verlangt es, dall der Nationallomls als Kolo• iiisatiousfoml.s erhallen bleibe. Den Souvcränitätss gedanken, der im Nationalfomis sfeckt, dürfen wir nicht aufgeben. Dieser Soiivciüiiil.ifsgedaiikc ist, dall das jüdische Volk die Möglichkeit hat, große Grnm stucke pro den besitzlosen Ansiedlern zur Verfügung zu stellen und daß der Naiionaliouds ewiger Besitzer des Bodens bleibe, die Ansiedlmigsinethodc in der Hand habe, die Bodciinrcisc reguliere. Ich wende mich mm uagcgoii, daß mau diesen Grundgedanken aufgäbe und den Nationallomls m einer Anstalt machen will, die ausschließlich privatwirtschaftlichen, nicht uatioiialwirtschaftlkiieii Interessen dient. Ich resümiere: durch die Agrarpolitik einer Agrarbank wird in Palästina eine Schicht von jüdischen Boden• Besitzern geschallen. Dabei kann aber nicht die geringste Garantie geschaffen werden, daß diese Grund• und Bodeubcsitzer Arbeitsgelegenheit für jü• disclie Arbeiter schaffen. Aber eine Baticrnklasse wird durch dieses System nicht geschaffen. Diese kann nur geschaffen werden, indem man den Arbeitern die Möglichkeit gibt, zur Landwirtschaft erzogen zu werden uml ihnen daun der Nationalfomis .den Boden in Erbpacht überläßt. Um sic dann zu kolonisieren, kann der Nationalfomis nur den Balten geben, nicht das Inventar, das der Arbeiter noch braucht. Dazu brauchen wir ein Pcrsoiialkrcditiiistitiit, mul ich glaube, wenn wir den Arbeitern Boden und Gebäude geben, dann wird die IGA geneigt sein, den Personal- Kredit zu gewähren. Jetzt muß sie hei der Kolonisation Boden, Gebäude und Kredit gewähren. Da sie mm entlastet werden winde, so wäre sic geneigt, ko• ordiniert mit uns vorz.ugelicu. Wenn sie das aber nicht will, dann müssen wir ein Institut für Personalkredil schaffen. Jetzt aber will mau mit diesem Institut;mfaugeu. Aclmlich stellt es mit dem I iäiiserbau. Ich bin noch jetzt, wie vor einigen Jahren, gegen den Kredit an die Aeiuul/aih Bnltli, denn tlic grolle Haupcriodc in Palästina hat keine jüdischen Bauarbeiter nach Palästina gebracht, denn nur zum geringsten Teile sind solche dort beschäftigt worden. Mail hat es den Leuten überlassen, für ihre privatem Interessen zu sorgen, die den nationalen Interessen durchaus entgegengesetzt sind. E׳; wird Wolmuugsspekulation getrieben, und dazu bat also der NaUonaifomis seinen Kredit gegeben. Gegen diese Politik müssen wir uns wenden. Der Natioualtouds wurde mit der ausdrück־• liehen Erklärung begründet, dall er Boden für das di ..... .... ... ... .... hänge. Gegen das geplante Institut wendet sieh R« itncr in längeren Ausführungen. Fs sei berufen, nur solche Betriebe zu schaffen, an deren Förde• rung die Arbeiterklasse kein Interesse habe. Herzt bat cumv.il eine wenig bekannte Definition de. Zionismus gegeben, indem er sagt: der Zionisnms sei eine grolle Arbeitsgelegenheit für das jüdisclie Volk. 7)ies ist eine Definition, tlic jedem verständlich sein muH. Bei der Palästinaarbeit, die wir machen wollen, werden wir Arbeitsgelegenheiten schaffen. Der jüdische Hauer in Palästina ist heute noch ein unerreichtes Ideal. Ich habe zwar Juden gesellen, die jüdische Bauern sind und glaube,.daß dadurch der .Beweis erbracht ist, daß sieb dieses Ideal verwirklichen läßt. Aber in der Hauptsache sind die Kolonisten in Palästina kleine Grundbesitzer, die mit mchtjiidischcn Arbeitskräften arbeiten. Diese Erscheinung läßt sich sehr einfach erklären. Erstens •st der jüdische Arbeiter in seinen Lebensausprüchen nicht so bescheiden, wie der arabische, und muß daher einen höheren Lohn verlangen. Der arabische Arbeiter erhält 1 Frcs., während der jüdische nun• destens 2 Frcs. täglich haben muß. Der, *?r:,wls,! Arbeiter hat in seinem Dorfe einen Rückhalt und kann sich daher mit dem niedrigen Lohn begnügen. jüdische Volk schaffe, und Dr. Schallt hat leierlieh im Namen Herzls auf dem V. Kongreß erklärt, dall das Geld des Nationalfonds zu keinerlei Bankgeschälte» verwendet werde. Schon aus diesem Grunde ist es sozusagen eine sittliche Uiimüglieiikeit, diesem Vorschläge Folge zu leisten. Gründen Sie Agrarkreditiiistitiiliouen aus der Bank, aus der A. P. C., wie es im I lang vorgcschlagcn wurde, oder als Agrarfomls, wenn sie einen solchen für notwendig halten, aber das ist ein Geschäft, und wenn sie Geschälte innchcii wollen, dann nehmen Sie den Mut, einen eigenen Agrarfomls zu gründen, aber rühren Sie nicht an dem Nation,ilfomlü, der nicht dazu geschaffen worden ist. Greifen Sie auf den Beschluß ries VHI, Kongresses zurück־ uml beschließen Sie, dem nächsten Kongreß die Schaffung eines Agrarlands. voivtisUiIagen. Wenn die Schicht des jüdischen ßiirgertums an dieser Schaffung ein Interesse hat, daun soll sie das Geld dazu auftreihen. In einen fertigen Fonds zu (;reifen, ist ein Zeichen von Schwäche. Gegen diese Politik muß ich mich wenden. Durch die Macht der Verhältnis•,!; sind wir gezwungen, Klcinkolonisation zu treiben, die nicht grolle Massen an den Boden gleich fesseln kann, aber webe uns, wenn wir darunter Kolonisation verstehen, die von kleinen Gesichtspunkten geleitet ist. Das ist ein Unglück. Wen» wir aber mit dem Nationalfomis besitzenden Juden die Möglichkeit gehen, (irundbesit/cr in Palästina zu werden, daun ist es muh mehr eine Täuschung des jüdischen Volkes. Wir aber müssen das Vertrauen des jüdischen Volkes zu gewinnen suchen durch die Großzügigkeit, wie sie Her/I propagierte, denn die jüdische Jugend sucht ein Ideal, für das sic kämpfen will, und dies können Sic ihr geben, wenn Sie auch in der Vorbereitung*• Her/I uns lehrte, arbeit den Ziig ins Grolle, den nicht aus den Augen verlieren. Dr. Dodcnlieimcr, der Vorsitzende des Direktoriums des Jüdischen Nationalfomis, erstattet ein .•n!erielit filier die Tätigkeit dieser Institution, |'r teilt mit, daß das Vermögen des Nationalfomis drei Millionen Mark Überschriften hat, und daß die Ein• nahmen ständig wachsen. Wir werden das vollstän• dige Referat Dr. Bodeuhcimcrs in der nächsten Nummer unseres Blattes «!)drucken. An das Nationalfoiuls-Referat schloß sich eine rege Debatte, über die wir noch ausführlich herichten werden. Herr Podlischcwsky sprach über die Bedeutung der Palästinaarbeit. Herr Cowcn, London, über die Kunstgcwerbeschule Bczalel und die Aufgaben der zionistischen Organisation in England. Herr Dr. Halpern betonte die Notwendigkeit, die Privat• initiative nnzuregen. In der NachmUtagssItzung berichtete Dr. Hantkc über Organisation, Propapnuda und Finanzen. Er hob hervor, daß eine ausgedehnte■ agitatorische Tätigkeit unumgänglich nötig sei, und daß fiir politische mul kulturelle Aufgaben grö. Here Mittel als bisher bercitgcstellt werden mußten. Die Finanzlage sei günstig, und es werde gelingen, die Aiisgahen des abgeschlossenen Rcclmiingsjaurcs aus den laufenden Einnahmen zu decken.* Fiir das nächste Jahr schlägt das Engere Actions-ComiU einen Etat vor, der Ausgaben uml Einnahme» in Höhe von 20000(1 M. Vorsicht. — Wir werden auch das Referat von Dr. Hantkc in der nächsten Nummer vollinhaltlich bringen. In der Diskussion rät Herr Wolflsolui zu grö- Derer Sparsamkeit. Demgegenüber führt Julius Simon aus: eine Auf• Wendung größerer Mittel sei nötig, uut die Bewegmig in großzügigem Malle weiter/.uführen. Dr. Alexander Marmorck spricht über die all. gemeine Situation der zionistischen Bewegung. Er will deren politische» Charakter gewahrt wissen. Einen ausführlichen Bericht über die Debatte des zweiten und der folgenden Sitzungstage behalten wir uns für die nächste Nummer vor. 111 der Dienstag-Sitzung wurde die Debatte über die einzelnen Referate fortgesetzt. Am Nachmittag fand die Geiieralversaiiunluiig sowie eine Aufsicht«, ratssitziui(׳ des I. C. T. statt. Ferner tagte eine vom Zentralkomitee eingesetzte Bmlgctkonuiiission, auf deren Vorschlag das Zentralkomitee am Mittwoch Vormittag den Etat für das nächste Jahr mit einigen Modifikationen g e n c 11 tu i g t e. Gleichzeitig wurde dem E. A. C. Entlastung erteilt. h\ der Mittwoch-VormittagssiUung erstattete ferner Dr. Schemarja Lewin sein bei• fällig au!genommenes Referat über die kulturelle Tätigkeit in Palästina. Er würdigte insbesondere die Leistungen des Hebräischen Lchrcrvcrbaiulvs (Mcrkas I lamoritii), namentlich die von diesem Verbände ein• gerichteten Ferienkurse. Zum Schluß verlas er unter lebhafter Aufmerksamkeit ein Schreiben des Herrn Feldstein, in dem derselbe die Schaffung eines Instituts für liebrliische Sprache und hebräisches Schulwesen in Palästina vorschlägt und für diesen Zweck den Befrag von 40 000 Frcs., sowie 2000 Frcs. für die Vorarbeiten spendet. -־ Diese Mitteilung rief stürmische Beifallskundgebungen hervor, und der Vorsitzende Dr. Hantkc־ sprach Herrn Feld• stein den Dank der Versammlung Rir seine hoch• herzige Stiftung mis. Zur Durchführung der nötigen Vorarbeiten wurde ein Ausschuß eingesetzt, bestehend aus den I Icrren S o k o I o w, Dr. Lew! 11, Feldstein, Zlatopolsky und l>r. Klcc als juristischen Beirat.