Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1912-09-06 · Heft 36 (6.9.1912) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 36 (6.9.1912)
Date
1912-09-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2651273-2651763-2651798--08540-2665793
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Üe k* 341 Nt. 36 In der Mittwoch־Nuchmiltags8lt/.ung wird nach kurzer Debatte auf Antrag *les A. C. Wien als Ort des nächste n K o 11 g res• s cs best i in m t und als 7. e i t ין u 11 kt tt i e zweite lliilfte des August lUl'J in Aus• sicht genommen, Auf Antrag des A. C. beschlicht das Zentral• komilec, «lall liiiebseiisaiiiinhiiigen einzelner Lands• inannscliafleu und Föderationen für ilire hcsoiidcrcii Zwecke nicht s t a 1111 n f t sein solle 11. Alsdann wurde die I* a last i 11 a d e h a 1t e zu Ende geführt und «lie Sitzung nach einigen Schlnlt• Worten des Vorsitzenden geselilnssen, nachdem I lerr Julius S i m «י n •Mannheim «lein Leiter den Dank der Versammlung ausgesprochen halle. * Am M«11 י tag allen«! halte «lie Itcrliuer zio• nislische Vereinigung die Mitglieder des Zentral• komitres im Logenhatis zu einem llankctt gelailen, an'dein etwa |0<ז Personen teilnahmen. Herr Dr. Main Oidcon Hey mann, 11er Vorsiizeiule der Orts• gruppe, begriillte die Gäste mit herzlichen Worten. Die neue Serie unserer Pnlästinnlichthildcr, «lie in plastischer Weise zur l)arstcllung gebracht wurde, er• regte das lebhafteste Interesse, besonders tler aus• ländischen Gäste. Am Mittwoch abend, nach Schild! der Ver• haiulhmgen, fand im Tiergarlenliof ein öffentliches Meeting statt. Wie immer bei diesen Gelegenheiten, wenn der Herliuer jüdischen Bevölkerung Gelegenheit geboten wird, die zionistischen Führer aus aller Welt in ihrer Milte zu sehen, war der grolle Saal überfüllt. In der Versammlung, die Kurt Blume 11• f e I d leitete, sprachen 11. a. die 1 ferren S t a n d , K a p I a n s k y , I. i e h t h c i m und Wien e 1־ über die ״Oege 11 war t sn 11 fga be 11 des Zionis• m us". Zionisten! Die Ablösung der Roselilinscliaiialiwüusdie ist eine gute (lelegcnheit, dem ״Jüdischen NalionalfomLs" Fernstehende zu Freunden zu gewinnen. Immer mehr wendet man siel! in jüdischen Wie niehljiidiseliei! Kreisen von der türiehlen Sitte ab, Freunde und Bekannte bei festlichen Gelegenheiten mit mehr oder minder stereotypen und geschmacklosen Karten zu überschwemmen. Die allein vernünftige Reform, .sieh von dieser Verpflichtung durch irgendeine Spende zu ent• binden, ist überall auf dem Maisehe. Da kann es nicht schwer fallen, auch dem Gleichgültigsten klnr/iiniacheii, «lall die Summen, die hier zum jüdischen Feiertage gespendet Werden, in erster Linie dem jüdischen Volks- Schatze zugute kommen sollten. Und wer so zum ersten Male Fühlung ge- Wonnen hat mit einer Institution unserer grollen nationalen Bewegung, dessen Anteilnahme wird leicht wncbzuhaltcn und fortziientwickein sein. In vielen Städten sind nach den 1ms zu• gegangenen Nachrichten die Vorbereitungen für eine zweckmäßige Propaganda der Ablösungen und die ninsammlung der Betrüge in vollem Gange, Säumige Ortsgruppen und Kommissare mögen sofort das Nötige veranlassen, Wie alle unsere Sammlungen stellt auch diese eine Kraftprobe dari Der Wettstreit «1er einzelnen Ortsgruppen möge das Seine tun, den Eifer anziisporncn, denn vielleicht findet sieh nach Schlull der Ausweise wiederum ein Statistiker, der die Leistungen nach Maßgabe der Schckclzahler oder der jüdischen Einwohner gegeneinander abwägt. Wir wissen, wie riesengroß die Aufgaben sind, die gerade jetzt des Nationalfonds in Palästina warten. Unserer Arbeit sind von Kennern des Landes und kolonisatorischen Autoritäten die Wege gewiesen und die Anforderungen an unser» Fonds, damit aber auch die Möglichkeiten seiner Entwicklung, wachsen stetig. Unscix Erfolge aber werden mit in erster Linie abhängig sein von den finanziellen Opfern, die wir zu bringen imstande sind. Roschhaschnnah 5673 soll uns ein Prüfstein sein für da. Maß unserer Leistungsfähigkeit. Jüdischer Nationalfonds Zentrale für Deutschland. _JJJJ•ms£11 E RUNDSCHAU_ י.-ד*/7 Die nächste Ausgabe unserer Zeitschrift gelangt wegen der Feiertage am Donnerstag־, den 12. September 1912, am ersten Tag־׳ Ro.schhnschanah in die Hände ihrer Leser. Ausweis Schekel: I lalhetsl.'ull I M., Breslau 3 M. l.:m(lesor1!i111is.1llonsbeUr.'ige: I. E i n / c I p c r sollen: Leo Winter, Köln Hl M. '2. Ortsgruppen: Katlowilz '1 AL, Kiulmva 'i,7r. M. Eingang vom 29, August bis 4. September 1912: Schekel: 7 M. L :1 n u c s «> r g a n i s a t i o n s b e i• träge: 16,73 M. Gesaintelugang: Schekel: 5470 M. Lau• «I e s o r g a 111 s a t i o 11 s b e i t r ä g c: 15 795 M. Adresse für Geldsendungen: Zionistische Vorelnlgimg für Deutschland, Berlin W. 15, Sächsische Straße 8. Postscheckkonto: Berlin 8091, Bankkonto: A. M. Iluyinaiin «V Co., Berlin, Unter den timten 59. Bücher und Zeitschriften Lunch Kudüuaii 5672. {Jüdisch.) Verlag ״Kudimah", Wilna. Nachdem der Kariimah-Kalcmlcr zwei Jahre in russischer Sprache erschienen war und eine tler• artige Verbreitung fand, «lall er jedesmal in einer zweiten Auflage hcrausgcgcbcii wcrtlcn mußte, liegt er nun zum erstenmal auch in jüdischer Sprache vor. Dabei erstrebten «lie 11:ratisgeber, wie einleitend be• merkt wirtl, den jüdischen Massen ein Volks- 11 a 11 d li 11 e 11 zu übermitteln. Und «lies ist ihnen auch völlig gchmgru. Der etwa 175 Seilen stark«• Lnach enthält eine Fülle statistischen, i'hroimlogiselieit und biographischen Materials in systematischer, üb1*rsk־l1t• Heber Anordnung und •klarer, präziser Form. Die statistische Abteilung enthält gniaue Angaben über die Zahl «1er Juden mul die größeren jüdischen Ge• mcinden in «Icr ganzen Well, über die berufliche Glietlenmg «Icr jüdischen Bevölkerung in Rußland in ihrem Verhältnis zur allgemeinen Bevölkerung, über die jüdische Emigration nach Amerika und deren Struktur, Dieser Teil ist von B. Goltlberg bearbeitet, der auch die allgemeine Redaktion des Lunch besorgt Jini, Die Abteilungen ״/.inuistischc Chronologie" und ״Biographien" stammen von M. Selialit, während Dr, J, 1.111 je ans Jaffa «las Material über ״Die jü• «liselien Kolonien in Palästina" geliefert hat. In (««,liier Gesamtheit Ist «Icr ״l.uaeh Kmlimali" das Pro• tlukt einer fleißigen, sachverständigen Arbeit — ein nützliches I lamlbm-h für jetlcn, der sieb mit sozialen jüdischen Fragen befallt. Berlin. J 0 s e f L i n, TURnen sport Der Tag der Jugend Um es gleich vorne weg zu sagen, am Sonntag, den 8. September, findet das Sporlmeetiiig der ji'uli• sehen Jugend jiiiSclutlzcudorf statt. ,Es winl ein heißes Ringen wcrtlcn, das die 1()() Sporlsleiitc aiisziifeilden haben, «lie sich zu <1011 Kämpfen um die Meisterscliaft gcmchlct haben. Man wird sich diese Zahl vor Augen Iialieu müssen, um gewahr zu werden, «laß die jüdische Turnbewegtmg marschiert. In ihren Berliner Vi-rbaudsverciueii sind nahezu 1000 Turner und Sporlsleiitc organisiert, deren Beste am nächsten Sonntag zum Start antreten werden. Aber ein Novum bedeutsamer Art ist der Preis- Stafetten lauf der jüdischen J11 gcndv c c c U\ e Berlins. 15k studentischen Korporationen tlasinoiiaea und V. J. St., die Ruderriege des Jüdischen Jugcndbtuul ,,Ivria", der Herzlklub sowie die einzelnen Abteilungen des Bar Koehba und der Sportnblc’hing (Jugeiuhnanuscliaft, Fußballriege) haben ihre Beteiligung fest /!!gesagt mul ihre Mannschäften trainiert. Ein wunderbarer Bezalel-Preis, gestiftet von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland als Wanderpreis, wiril «lern Sieger dieses Jahres ausgchäiidigj, den er im nächsten Jahre zu verteidigen haben wird. Und «laß auf dem friedlichen Boden des Bar Koehba sieb die Jugend zum Zwecke des volkstümlichen Sports und der Propagierung der physischen Regenerierung der jüdischen Rasse sammdt, dafür liegen heute schon noch. weitere Anmeldüngen jüdischer Studentenvcrcinc •zwecks späterer Beteiligung am Turnen und am Sport' vor. Ein ganz wunderbarer Preis, ausgeführt vom Ju• welicr Jncoby, dank der Miutlfiz.cuz eines der be-‘ kaimtcsteu 1u1d angesehensten Berliner Juden, winkt sodann den Siegern «Icr 10 lOO-in-Slafette. lieber• liaupt gibt es Preise genug. Herr Juwelier t-'reum!• lieh ha! eine prächtige (iahe zur Verfügung gestellt, desgleichen A. von Gutfeld, außerordentliches Mit• glied der Sporlabtcilmig «les li. K. u. a. Von Vcr• einen hat der Jüdische Jngcntllmml ein Prachtwcrk zur Verfügung gestellt. Audi für die W e 11 k ä m p f e der Damen sind Preise ansgesctzt. — So kann denn dem Sportfest der jüdischen Jugeiul Berlins, «las alljährlich in diesen Tagen ab* gehalten wird, ein günstiges tl««roskop gestellt wer. «len, Die Jugend weiß heute, daß es ihre Aufgabe ist, niihl nur in pulilisilien Versammlungen sieh zu belaligeii, somlcni «laß sic «lie Idee der Regeiicralicii «les jutlHclieii Volkstums in physischer Beziehung vcrwiikliihcu kann. Aber was «Ire jüdische Tum. lu'wcgmig will, «las s«di «las Programm des Spurt• festes sagen. Wir wollen schon heule auch auf dieses Itiuwciseu, Und mm gehl der Ruf an die Freunde der jiidi• scheu Jugend: in Strömen lünzupilgem am 8. Sept e m I) e r, 11 .1 c 11 m i 11 a g s '] Uhr, n a c 11 Schul• zemlorf•), um das Zustandekommen eines wnh• reu Volksfestes zu ermöglichen! Die jüdischen Feiertage stehen vor der Tur. Wir fühlen uns wieder so recht als Jude. Mag die kleine Vorfeier, eine kleine jüdische Olympia, zeigen, daß die jüdischen Massen in unserem Lager stehen! *) Der Sportplatz, «les jüdischen Turnvereins Bar Koehba liegt in S «• 11111 z e 11 «I o r f. Züge gehen dort• hin ab Stettiner Bahnliof (Strecke Velten)* über < n•• suudbrunnen, und zwar um 1•׳•2' ,׳ tu!«! 3•׳. Man kann auch nach Tegel mit der Straßenbahn fahren und von dort gehen. Der Weg «lauert 33—10 Mi• nuten und ist herrlich. Der Sportplatz, seihst ist ideal gelegen am Rande des Waldes und wird all• sonntags (auch im Winter) von der Sportabtcilung benutzt. Alle Mitteilungen usw. sind zu richten an Dr. Felix A. Thcilhaber, Virchow-Kraiikenlimis, V6RCIH S ־ RU H DSCH.A U Berlin. Zionisleu treffen sieh jeden Mittwoch Ahciul im Garten des Restaurants Tiergarlenliof, Mit• glieilcr der J11« Iis1-ht1.it i« >11.111*11 I rauen Vereinigung sind zum Empfang der Gäste anwesend. Eschweilcr. 111 ihrer am 2. September ahgeh.1l• lenen Generalversammlung wählte die Zionistische Ortsgruppe ,ihren alten Vorstand, «lie Herren Julius K a 11 f m a n n , Selig 1.11 c a s und Ref. Antlr«5 M e y c r wieder. Die Zahl der Mitglieder beträgt ca. SO, der Eingang der Gelder, auch tur den Nationalfomls, zu dessen Kommissär .1 lerr Ref. Paul Stiel bestimmt wurde, war befriedigend. Die Ortsgruppe veranstaltete 61 den Ollen |;•,»■liUTiler, Slolbri'i׳,, Langci'wehe, Höngen, Jülich, Lumich mul lirove regelmäßige Vortragsabcmle. Das Programm lür «lie Wuilcioibeit wurde feslgelegl. V«>r Begum des geschäftliehen Teiles hielt Herr Dr. Grün eher g, Elberfeld, ein interessantes Referat über ,,Die jtnlischeu Siedlungen in Palästina". Ihren Dank für seine Ausführungen gaben «lie Zuhörer durch eine Sammlung für das Elberfeldcr Jemenileiihaus Aus• druck. \\<j ///. Jidlsclier Nationalfonds Zentrale für Deutschland Ccld'cinluiißcn sind uu\4ct11icMllcl1 zu Hehlen an Herrn Max Woll• lelncr, Cimrlutlenhur/, Roscher-StraOc 5# j Pnr Jaal110י>״ NutloimlfumU tat «1mm W*Un«n\C. uoilon nl» uoimmtolguntttm «10• jihli.clum Volk««• tu erworben um! auf owIk» Zi'lloii tu ortinlioii. Vom fi. ZlonUtonknnKro*■ ,11101 ({Ofpritiitlot, boallxt nr Imuto ein VurmOgiai von nalmtu 0 Milllouou Mark, M. Dr. 11 a n t k c mul Frau gratul. Dr. Simons ob 11 und Frau.1,— Joseph B.( Berlin, gralul. Frl. Z. Grün und M. K o r i 111 y zur Verlobung.—,50 Arthur Zwirn und Frau gratul, ihr. I. R u b b i 11 o w i t z (Breslau) z. Prädikatsasscssor ]»־־־• dieselben aus demselben Anlaß Frau Rabbinowitz 1,—.2,— Büchse Trauerhaus S ch u 11 m a n n Q 011 - Heb.4.15 Ludwig Aron gratul. s. I. Siegbert Stein zum Geburtstage.ן,— Julius G u e g c,n h e i m , Memmingen . . . 2j— Apotheker Bosch w׳itz, Jcssnitz. gratul. Dr. Martin Le wy und Frau, Köln, z. Hochzeit -,50 Johanna Preuss dankt Frau Prciss und Frl. Ka ji t oro wi ts ch für ihre Aufmerksamkeit in Warnibrnim.1,—

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.