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Jüdische Rundschau · 1912-06-07 · Heft 23 (7.6.1912) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 23 (7.6.1912)
Date
1912-06-07
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 23 JUEDlSCHil RUNDSCHAU Seite 209 Der V. Jüdische Turntag Wie bereits kurz. mit^eteill, fand der V. Jüdische Turntag;ll28- .יי- ״. Mai d. J. in! Marinehniis zu Berlin statt. Am Somit.׳»}», den 20., mittags 12 Uhr, eröünefe tler Vorsit/emle des Ausschusses der Tnmer• schalt, I lerr Rechtsanwalt Pr. J ״ I ״ w i c /., den Turn• tag vor ungefähr 75 Delegierten und /ahli eichen Gästen. Kr begrüßte die Vertreter aller der jüdischen ruinbcweguug uahcstehemlen Organisationen und verlas die eingelaufeueu BcgrüiUmgstclcgramme. 1» das;•risidinin des Turntngcs wurden sodann gewählt: die Ihrrcit Dr. Jalowic/., Dr. Tuch (Hamburg), |)r. Immerglück (Wien) als Vorsit/emle, Zahn• nr/t tinna und Rechtsanwalt Heilbrunn als Sehidiführcr. Nach Erledigung der üblichen Formali- I, 11! 1! nahm Herr Dr. Jalowic/ das Wort zu dem allgemeinen Rechenschaftsbericht und fulirte ungefähr folgendes aus: l ast ein Dezennium ist verflossen, seit int J;1111 c 1W> ,inliilllicli des Baseler Kongresses die Jüdische Tmitcrschaft mit einem Bestände von 0 Vereinen hegründet wurde. Im Jahre 1007 umfallte sie bereits 1(1 Vereine mit 1215 Mitgliedern und ca. 1500 Zoglitt: 111. Auf dem IV. Turntage 1000 stellte der Vorsit/eude einen Zuwachs von 20״« der Vereins- und Mii 'licder/ahl fest. In der Berichtsperiodc ist die Zahl der Bmnlesvercine von 17 auf 27 gestiegen (Bcnall). Die Kraft und das Ansehen unserer Bewcgimg ist dadurch beträchtlich gestiegen. Unter den .an:, , whlosseiicn Vereinen befindet sieb der Jüdische Turnverein Zürich, der in die offizielle Organisation de. Schweizerischen Turnerschaft, den patriotisch gerichteten Eidgenössischen Turn verband, als gleichbncclitigtes Mitglied aufgenoinmen wurde. Diese Inkoipotierung beweist, dalf Patriotismus uiul Nationaljudemum sich harmonisch ergänzen. Mit besonderer Genugtuung begriilleu wir, dal! der Jüdische Turnverein in Jaffa als erste Tiirnorgaiiisation Baläsiinas stell unserem Verbände angescnlosscn liat. (ötiir• tniselter Beifall,) Im Mittelpunkt unserer heutigen Beratung stellt die Reform unserer Verfassung. Es soll unter anderem der Teil unseres Programms, der die systematische Er/ieliung unserer Jugend in bcwulU-jitdisdicni Sinne bezweckt, stärker betont und besser ausgebaut werden. Unsere Vereine sind in der Tat jüdische Jugendvereine, die das Turnen zu ihrem Hauptinhalt ge* tuaclil haben. Die jüdische Jiigeiidvcrciiishewegnm׳, die getrennt von uns ihre eigenen Wege geht, ist umgekehrt gegangen*. Sie hat versucht, durch Vorträge und Pflege der (ieselligkeit auf die jüdisch״ Jugend einzuwirken. Da sieh das Interesse der Jimgen hierdurch aber auf die I )alter nicht erhallen fällt, sind die Jiigeinlvcrcine auf den (icdaukcu g.•kimim.it, ein Turn- und Sportprogramm aiifznnehinen. Die Mitglieder der Jiigendvcrciiie können jedoch weil zweckmäßiger in unseren Vereinen turnen. Auf dem II. Westdeutschen Verbandstage der jüdischen Jugendvereine wurde eine Resolution angenommen, die den Jugeiulbundmitgliedern empfiehlt, bereits bestelreiitlei» jüdischen Turnvereinen ohne religiöse oder politische Tendenz beizutreteii. Da unserem Verbände derartige Tendenzen nicht iimewolmen, so stellt dem Beitritt in unsere Verbamlsvercine nichts im Wege. Wir wollen hoffen, dal! sich die Mitglieder der Jugend• Inmde nicht unnötig separieren und ihre Kralle nicht durch überflüssige, lebensunfähige Neugriinduiigen vei schwenden mögen. (Beifall.) Offenbar in Kampfstimmung gegen uns ist das ״Turnkailcll deutscher Juden“ geg»findet worden. Es möchte die Brüchte unserer imihcvnlleii Tätigkeit ernten (sehr richtig!), indem es die durch den Aufscliwung unserer Bewegung ins Lehen gerufenen, aber unserem Verbände noch abseits stehenden Turnvereine zu sieb lurüher/u/iehen sucht. Diese Nctigvimdüng ist keinem lebendigen Bedürfnis entsprungen und (I,־!her nicht cxistcnzbercchtigt. Auf unseren früheren Tagungen wurde darüber Klage geführt, dal! die Zionisten, insbesondere die Vorstände der einzelnen Ortsgruppen, ein atiller• ordentlich geringes Interesse für die jüdische Tnrnsache an den Tag legten. Jetzt hat man sieh auch in zionistischen Kreisen zu der hrkeuntnis durcligerimgeii, dal! die jüdische Turnbewegung mit ihrem positiven, auf die Erstarkung und Gesundung unseres Volkes gerichteten Programm ein bedeutsamer Faktor in der jung-jüdischen Bewegung ist und von den Zionisten tatkräftig gefördert werden ■•misse. (Lebhafter Beifall.) Unser Verhältnis zu den anderen jüdischen Organi• sah'onen ist gegeben. Die einzige Vor; usset/ung, die die Jüdische Turnerschaft verlangt, das einzige Dogma, das sic aufstcllt, ist das jüdische BewulJtsein, ist das jüdische Volk. Und darum ist uns willkommen lind darum mul! zu uns kommen, wer immer für lebendiges Judentum arbeitet. Wir konstatieren mit Ereiiden eine starke Auf* wiirtslK'wegung unseres Bundes und dürfen 1ml froher Zuversicht in die Zukunft blicken. Unsere gute Ent- Wicklung war die Folge unseres treuen, kraftvollen i'osih,iltcns an unserer Tendenz. Sic wird mich in Zukunft unsere einzige Richtschnur sein, und wir werden bleiben cliasak, cltnsak, weemoz! stark, stark und׳fest! (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Sodann erstattete der Geschäftsführer des Aus- Schusses, Herr Rechtsanwalt ITr. Zirker, einen ans• •uhrliclien Geschäftsbericht, dem wir folgendes entnehmen: I >ie Jüdische Turnerschaft hat in der Berichtsepodiu besser als je abgeschnitten. Es sind ihr neu bcigetrdcn die Vereine in Bus ko Witz Brcs- Ja י• . Br ii 1111, Budapest, Dort m und, Esse n, II a I b c r s t a d t, IT a m Burg, I g I a u und Z ii - rieh. Diese Beitritte bedeuten einen Zuwachs von etwa 700 ordentlichen Mitgliedern. Wenn einige vorliegende Aufiiahmegesnchc genehmigt sind, hat die Jüdische Turnerschaft die stattliche Zahl von ca. SW)() Mitgliedern erreicht. (Beifr.ll.) Die Propagandatätigkeit des Ausschusses bestand vor allem in der Herausgabe der Jüdischen Turn- Zeitung der offiziellen Monatsschrift des Ver* h,indes. Ferner dienten ein V r r 11 a miss c 11;111 - turnen in II am hurg anliilSlich des Zionistenknngrcssvs, eine V e r b a 11 d s 111 r 11 f a 11 r t nach Hui• ringen, die I lerausgalic des J ii d i s c 11 e ח Liederh u c lies, die Forderung des 11 e b r ä i s c 11 e 11 K 0 m - III a 11 <1 0 b 11 e 1• e s der Propagierung unserer Idee. Als Flugblatt wurde ein Vortrug des Reichsratsabge* oidneteii Mahler: ״Warum sind wir jüdische Turner?" verbreitet. Für die Dresdener Hygiene,׳ms- Stellung hatte die Turuersehaft reichliches Material zur Verfügung gestellt. Der Verbaiidsturmvart, Herr Turnlehrer Erich Burin, erstattet einen ausführlichen , Turnbericht. Er betont, dal! namentlich das Jugciulturnen einen erheblichen Aufschwung genommen lud und die beste Gewähr für einen turnerisch tüchtigen Nachwuchs bilde. Der allgemeinen Entwicklung folgend, hat die Jüdische Turuersehaft dem Sport die weitgehendste lieiiicksichtigiing in ihrem Programm eiliger,iuint und dadurch viele wlrtvollc Kräfte für sielt zu gewinnen gewollt. Die Generaldebatte hiaehtc manches Wort ehrlicher Kritik und viele wertvolle Anlegungen Ihr die künftige Arbeit. Sie zeigte, dal! die in der Turuersehaft organisierte lugend, fern von jeder satten Selbstzufriedenheit, die auf den Tagungen mancher Jugendorganisationen so krall zutage tritt, Ansprüche an sich stellt. Dal! sie sich ihres Wertes mul ihrer Pflichten hewnlU ist. Eine fruchtbare Tcnden/debalk* bildete den Höhepunkt der Tagung. Sic entwickelte nach den verschiedensten < icMiTuspuuUteti das Problem unserer jüdischen Jugend. Als Ergebnis dieser Debatte fand der ITmlrTi/pnrugrapli der Jüdischen Turuersehaft eine Abänderung in folgender Fassung: ״Die Indische Turuersehaft he* z w e c kt (I i e ין I a 11 in ä Ii i g c K ö r p e r E r / i e 1111 n g d e s j ü d i s e h e 11 V o 1 k e s 1111 d d i e Pflege 11 a t i o n a l j ü d i s c her (i e s i 1111 u 11 g.“ Mit der einstimmigen Annahme dieser Fassung Kchloll der erste Tag. 2. Tag: Ahnung, den 27. Mai, vorm. 9 Uhr. Der Vorsitzende eröfinele die Tagung׳׳ und '׳erlas folgenden Telegrammweehsel des Turntages mit dem gleichzeitig in Posen tagende» XIII. Delegiertentag der deutsche» Zionisten: 1. Die organisierte nationaljüdisclie Jugend entbietet dem XIII, I)ckgicrleiitag der deutschen Zio- 1 nisten ihren ('null. Wir hoffen auf ein harmonisches Zusammenarbeiten unserer historisch verbundenen Organisationen. Jüdischer Turntag, 2. Der XIII. Uelcgierlciitag e!widert mit Freuden Euren brüderlichen GrulS. Wir empfinden mit Euch die Bedeutung einer in strammer Selbstzucht ci/ogencn jüdisdmationnleu Jugend für die Erliillnng unserer lioffmmgen. (Stürmischer Beifall.) Der zweite Vcrhamllmigstag war durchweg mit der Beratung und Annahme eines neuen Organisations- ,Statuts ausgclüllt. Die Turuersehaft, die bisher ans leinen Turnvereinen bestand, uiufalU fortab liehen Turnmul Sportvereinen auch solche uatioiialjiidisclien Organisationen, die liehen Turnen und Sport auch .•imleren Zwecken dienen. Es ist hier in erster Linie an Stiulcntcnkorporationcn, Jugcmlvereine, Her/Ikltihs usw.-zu denken. Somit ist die'Turuersehaft auf die breiteste Basis einer positiv-jüdische» Jugend- Bewegung gestellt und hat infolgedessen die Pflege der hebräischen Sprache in ihr Programm aufgenominell. Die hebräische Sprache findet auch dadurch eine spezielle Förderung, daß der Turntag die Derntisgabe eines hebräischen Leitfadens für die speziellen Zwecke der Turnvereine beschlossen hat. Eine wichtige organisatorische Neuerung brachte der Turntag dadurch, dal! er die Turuersehaft in verschiedene Kreise teilte, um durch Kreisvoistämlv die Verwaltung des Verbandes dezentralisieren und den Verhältnissen der verschiedenen Länder entsprechend individtialisicren zu können. Die Ausarbeitung des Organisationsstatuts war eine beide Arbeit tur die kurzen Stunden des Turntages. Allgemeiner Jubel herrschte daher, als gegen Abend das ganze Statut einstimmig genehmigt winde. Als letzter Punkt der Tagesordnung wurde die Neuwahl des Ausschusses vorgenoninien. Folgende I lerren wurden per Akklaination gewählt: , , ״ Rechtsanwalt Willy G r e 1 f e n h n g e ״ als Vorsitzender, ... .... Zahnarzt ITenrv U 11 ״ a als Geschäftsführer, Richard Bin Da als Schatzmeister, Stefan Doernbcrg als Verbandsturnwart, Erich B u r i n als Beisitzender. (Stürmischer, langandauerndcr Beifall.) Der Vorsitzende schlicht den V. Jüdischen Turntag mit einem Dank an die Delegierten für ihre fleißige Arbeit und einem dreifachen lledad auf die Jüdische Turnerschaft. (Die Versammlung erhebt sich und singt stehend die llatikwali.) Im — * Der Krcisaussehull des deutschen Kreises der jüdischen Turuersehaft konstituierte sich am T, Juni wie folgt: Stephan Doernbcrg, Vorsitzender, Julius Berger, Geschäftsführer, Fritz. Abraham, Turnwart, Felix Rose n b I ii t h mul Dr. Ernst W o I f f, Beisit/cr. Auf den Kreisaiisscluili sind ein grober Teil der Funktionen, die höher der Tumcrscliaflsausscluiil aiisühte, übergegangeii. U. a. die Aufnahme neuer Vereine, das Inkasso der Beiträge, die Weber* wachiing und Leitung des Tiirnbctriebs im deutschen Kreise ». a. in. Korrespondenzen wolle man vorliiutig an die Adresse des Herrn Julius Berger, Berlin W. 15, Bleihtreuslr. Ti, richten. Sombartlietze und kein Ende Von Ben S n c w. Seit mehr als einem halben Jahre tobt jetzt der Kampf »1111 Sombart und seine Stellung /.»in Judentum. Schon schien es, als ob die Kämpen, des langen Streiteils müde, die Waffen niederlegen wollten, da wurde vor einigen Wochen bekannt, dal! Sombart in Frankfurt wie in vielen anderen Städten seine Anschauungen persönlich vortragen wollte. Man konnte sich von vornherein denken, dal! in Frankfurt, der Stadt der klaffendsteii Gegensätze, in der f rage, was das Wesen des Judentums bedeutet, die Meinungen von neuem heftig aufeinaiidet'plat/en würden, zumal, da auch die ״Frankfurter Zeitung“ sich kurz, vor Smnbarts Auf* treten mit seinem Jiidciiliuchv beschäftigte. Der ״Israelit“ brachte als Präludium einen Artikel ״Sombart als zionistischer Apostel“, von J.!5״ zu dessen Autorschaft sich in Nr. 2t der Frankfurter Lokalbeiiage des Israelit Herr Dr. Isaac Breuer |1ekennt. Damals hatte Sonihai! in IT.mkfiiiI noch nicht gesprochen. Nichtsdestoweniger fühlte Herr l)r. Breuer sieb veranlaßt, Sombart und, last not least, die Zionisten in einem Tone zu behandeln, in dem im allgemeinen nicht in einer sachlichen Zeitiiiigspolemik gekämpft zu werden pflegt und der infolgedessen bei Freund und Feind den lebhaftesten Unwillen erregt hat. Ich kann Herrn Dr. Breuer in der von ihm gewählten Tonart nicht folgen und versage es mir daher, seine Schreibweise gebührend zu cliarak* terisieren. Dann •kam der grolle Abend. Sombart sprach, und wenn man den Zeitungsberichten Glauben sehenkeil darf, so bot sich das ergötzliche Schauspiel, dal! Herr Dr. Breuer ״im Namen der Religion“ — ich wiilite nicht, wann diese Herrn Dr. Breuer dazu das Mandat übertragen hätte in geradezu rührender Einmütigkeit mit Herrn Jnsti/rat Dr. Aucibadi, einem bekannten Vertreter des extremsten Liberalismus der deutschen Judeiilicit, Sombart und, last not least, den Zionismus tot/iireden suchte. Wenn mau' den Berichten der Zeitungen auch weiter Glauben schenken darf, so tat Herr Dr. Auerbach das in der gehörigen Form, Herr Dr. Breuer indes in durchaus ungehöriger Form. Das wäre mm an sich nicht so schlimm. Es gibt eben Leute, die nicht anders können. Aber sonderbar uiul! es erscheinen, wenn I lerr Dr. Breuer neuerdings in Nr, 21 des ״Israelit“ in seinem Artikel ״Die Sombartepömle“, in dem er wiederum in einen durchaus ungehörigen Ton verfällt, darüber jammerl, dal! der zionistische Hauptredner, ״ein fabelliaft schlecht erzogener Mensch, so pöbelhaft sprach'*, dal! die Auseinandersetzung von Mund zu Mund ״besser“ unterblieb. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen, lautet ein altes Sprichwort, das Herrn Dr. Breuer, obwohl er sogar Lessing kenn!, unbekannt gcbVuben zu sein scheint. Aber es ist auch zu arg, dal! der jugendliche zionistisehe Redner mit dem ״greisen“ Dr. Breuer so verfuhr. Doch, pardon, ich glaube, dal! I lerr Dr. Breuer selbst das 'JÜ. Lebensjahr noch nicht oder vielleicht gerade überschritte» hat. Sollte es da nicht .äugebracht sein, dal! er bei seiner das Lächeln verpönenden ״ernsten Welt- und Lebeusanscluiiutng“ sieh einmal an die Brust schlägt und cinschen lernt: peccatum est extra intiros et intra? Vielleicht gilt von ihm dasselbe, was er von dem zionistischen Redner erhofft, ״dal! seine Jugend noch Aussicht auf Besserung offen lülit“. Nur soviel über den Ton, den ich im Interesse Breuers ״nicht vor Gericht stellen möchte". Was aber ist au Breuers Kritik Somharts richtig. Richtig ist ohne Zweifel, dal! Sombart den Wert der jüdischen Ideen verkannt bat, und daß •so sein Urteil über die Juden in wesentlichen Punkten falsch ist. Aber ist Sombart deshalb Antisemit? Ist mau deshalb berechtigt, ihn der gemeinsten Gesinnung zu zeichnen, •von ihm zu behaupten, daß der Anti-

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