Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVII (1912)
- Issue
- Heft 23 (7.6.1912)
- Date
- 1912-06-07
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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beitu 2t.׳» JUEDISCHE RUNDSCHAU IS Gegenüber diese» unerhörten Ucherg nffe.1t stellen wir foli'Ciulcs fest 5 Die Uctlc des Ilcini I)r. 01*141״ Schmidt’ stellt einen *י rohen Ne״ti.1׳IihiM>r11cl1 wir. א I des Statuts des Zcntralvcrcius Inveielmel es;11s seine Aufgabe, die deiitselien Staatsbürger jüdischen Glaubens uluie Unlersebied der religiösen oder polt• tischen Kiehltmg zu sammeln. Die Ausführungen 1)1'. Ooldschmidls bedeuten eine schwere Verletzung dieses Nentialilätsprin/ips. Herr Dr, Goldschniidt bat Dingo erörtert, welche mit dem /entralverein und seinen Aufgaben nicht das geringste /u lim haben; (l eb• halte Zustimmung.) Nun siml wii allerdings der Ansicht, dall der ^entralverein seine Aufgabe, welche nueb wir als eine notwendige für die deutschen Juden erachten, nur dann erfüllen kamt, wenn er seine Neutralität in politischen und religiösen Fragen wahrt. 11ml tlafl er in dem Augenblick sieh den Tn1lc>slnlt gibt, wo er darauf aiisgc-lit, einen leil dm dmitselien Juden von dieser Aufgabe aus/u<eld1elle11. Aber das ist ja seldielllich eine Sache, die lediglich den Zentral• verein angolil, Was uns aber angcld, ist folgendes: Wir können es uns auf die Dauer nicht gefallen lassen, (lall man sielt erlaubt, uns in einer öffentlichen Va׳• Sammlung des Zcnlralvcreius dtirelt einen ulfi/iellett Redner. in dieser Weise auzugroifeu. Schon früher allerdings hatten wir die Empfindung, dalt man den Grundsatz der Neutralität uns gegenüber in der Praxis nicht immer wahrte. Ich erinnere mir an den vor kurzer Zeit in der Zeitschrift ״Im Deutschen Reiche" eiseltieneiten Artikel mit der Ueherschrift: ״Deutsch• gei manisches Museum". Dieser im übrigen recht he• dcutungslose Artikel enthielt einleitend die ebenso geistw׳c geschmackvolle llemci'kiing, dal) ,,/war ein geringer Teil der deutschen Juden Zionisten seien, dall alter die übrigen sielt desto etiler an das deutsche Vaterland aiigcschlossen hüllen!" Man balle erwarten dürfen, dall die Redaktion der Zeitschrift eine der• artige taktlose Bemerkung nicht passieren lieb. Auch anliibliclt der Einan/ipationsfeiern sind hie und da Uoborgriffe auf das zionistische Gebiet erfolgt. Immer• bin konnte man dies als eine Erscheinung lokaler oder nrivaler Natur deuten. Eine andere Mewaudtuis aber liat es mit der Rede Dr. (ioldsclmtidls. Hier wird hewullt mul höchst offiziell in Auti/ionismus gemacht. Sie bedeutet eine offene Provokation. Wir Zionisten stellen auf dem' Standpunkte, dall unsere Mitarbeit in anderen Organisationen diesen lediglich zur Ehre gereichen kann. Wir können uns aber derartige An• griffe auf unsere Anschauung nicltl bieten lassen. Wir sind der Uebcr/engung, dal) unsere Leitung diejenigen Schritte ergreifen wird, welche im Interesse unserer Ehre erforderlich sind. Spezielle Vorschläge inöehlen wir in dieser Hinsicht nicht machen. Wir vei'lraiieu darauf, dall unsere berufene Vertretung, das Zentral• komilcc, das Erforderliche veranlassen wird. Wir ghuben auch, dall unsere Leitung, wenn es erforderlieh sein solltCj nicht vor der Parole /miiekselnceki 11 wird, dal) die Zumislen ans dem Zenlrnlvcreiii aiisselteiden, Will man den Kampf, gut, wir werden den l'elule• liamlselmlt nufgreifen, (Lebhafter Beifall.) Die Schlußreden Julius Simon: Wir sind am Ende der Tagung .ingclaiigl, Gestatten Sie mir, noch einige Worte im Namen des Zentralkomitees zu sprechen. Dieser De• legierteiitag war ein merkwürdiger, nicht mir dtirelt die Zahl der Delegierten, und nicht nur durch die He• Schlüsse, die er fällte, und die für den Geist sprechen, der jetzt unter uns ist, — er war auch merkwürdig dadurch, (lab er mit einer gewissen Emphase gestern eine alte Streitfrage glaubte aufrollen zu müssen und dal) es zum Selilub sieh herausstellte, dall die Seltwic• lipkeiten, die existieren, den ganzen grollen Aufwand mehl erfordert hätten. Der Delegierleiilag war ferner merkwürdig dadurch, dall jemand unter uns weilte, von dem wir bisher nicht gewohnt waren, dal) er nicht aktiv in die lieratuugen eingriff, — der unseren Beratungen folgte, ohne selbst das Wort zu ergreifen: NX01 ׳ ff sohn! Es bedarf keiner Erwähnung, dall er auch so schweigend hier int Saale an den Herattmgen den stärksten Anteil nahm, und ich habe das Bedürfnis, zu sagen, dal) wir es wissen, wie sehr er, ohne liier in die Debatte cinzugrcifcn, bemüht war — mul er• folgreieh bemüht war — für die Harmonie dieser ’l'agtmg .zu sorgen. Aber auch das auszuspreeben, ist vielleicht zu selbstverständlich, denn David Wolf!• 80111t ist mit uns und unter uns, wie wir wissen, immer, wenn er es kann, und für ihn ist es im Grunde, he• dcuttmgslos, welches Amt er gerade in der tktrtci ausiibt, tun für uus alle z.w wissen, xvie er dennoch in der Führung der Bewegung ist: er ist darin - das dürfen wir alle sagen - ein Vorbild für 1ms alle, wie man einfach der Sache dient, und so zu dienen — gemeinsam zu dienen, glaube ich, wird für die Folge unsere gemeinsame Aufgabe sein. Ein Wort des Dankes gebührt auch Herrn Soko. low, der im Aufträge unseres E. A. C. an den Vorhand• .lungcii des Delegiortontagos teilgenommen hat. Man nuilitc, um die Verhandlungen eines Dele• giertentages künftig anziehender und anregender zu S' Iten, jetzt vielleicht eine neue Gruppierung er. n, weil die alte geschwunden ist. Eines möchte ich sagen, dal! diese Gruppierung weder darin bc• sielten kann, dall man streben soll, in Palästina ein geistiges Zentrum zu errichten, das unabhängig von den materiellen und ökonomischen lledinguugen ist, und dall wir auch keinen Charter erstreben können, in dem Sinne, dall uns Palästina ohne unsere Arbeit ewa in den Scholl fällt, sondern, weil wir alle wissen, dal) jeder Flilibreit l.audes, den wir erringen, erst mit unserem Schwellt getränkt werden muh. Dal) es über auch keine Kleinarbeit sein kann, über die man die grollen Ziele vergibt und grobe Mittel nicht an• wendet. So glaube ich, ball dieser Delegiertenlag in voller Einheitlichkeit wieder dasteht unter der Lieht• gestalt des allen Eiilirers, für den wir alle in gleicher Weise empfinden: unter Theodor llcrzl! Wolfi's'ilm: Eigentlich habe ich das grobe Lob, das Herr Simon soeben unter Ihrem Heifah ausge. Sprüchen hat, nicht verdient. Es wäre vielleicht niög• lieh gewesen, dall ich wirklich ein solches Verdienst hier gehabt hätte, weint ich hätte eingrcifen .müssen, und ich will Heien ganz offen gesielten, dall ieli liier• lieigckommen hin einzig und ansschlielilid! nur deswegen - weil ich mir gesagt habe, es könnte doch der l all sein, dall hier irgendwelche Streitigkeifen entstehen, dall liier in irgendeiner Weise ge• kämpft wiitl und weil ich mir gesagt Italic, dall ein Kampf in der deutschen l.aiMlsiuaiiiiseliull für uns sehr schädlich und überflüssig wäre. Und so bin ich liictlicigekommen, um einen Kampf' zu verhindern. Gestein nachmittag glaubte ich auch wirklich, dall ich werde eingrcifen müssen. Es isl hier ein Kampf entbrannt, der eigentlich ganz überflüssig war, denn hier in der Eamlsinaimsehaft sind wir ja nicht in der Lage, irgendwelche Beschlüsse zu fassen, oh wir in dieser Richtung arbeiten sollen oder in der anderen. Das isl die Sache des Kongresses. Wenn trotzdem liier darüber gestritten wird, so wäre es nicht seliiicllieh, wenn es in friedlicher Art geschieht. Herr Simon sagte scherzhaft, wir miibten eine neu.־ Grupnieiuug erfinden, weil die alten audiörten, und ich bin derselben Ansicht, nur glaube ich nicht, dall wir dafür erst sorgen müssen. Ich bin überzeugt davon, dal) Gruppierungen sieb bilden werden, wird es nieiil aul der linken, dann wird es auf der rechten Seite sein! Und das ist gut so! Es ist gut, dall wir zwei verschiedene Ricl1tunf׳en in unserem Lager haben, die gegeneinander känipleii, denn, wenn nicht ge• kämpft wird, dann ist man leicht geneigt, cin/iistlilafcii. Aber abgesehen davon, ist der Kampf im Zionismus notwendig, schon deswegen, damit nicht die eine oder die andere Richtung vollständig sielt austoben kann. Wenn wir /. II, die eine Partei iieliuizu, die die radikalste ist, und die verlangt, dall wir lieber warten sollen, bevor wir gewagte Unteinelmiinigeit machen: Wenn diese Partei ans Ruder käme ttml nur so gearbeitet würde, die Radikalen würden es selbst bereuen. Wir müssen arbeiten! Wenn die andere Pailei gesiegt hätte, und nur die andere, die unter alten Umständen etwas tun will, ob es gut oder schlecht ist, vielleicht wäre» wir schon bankrott. Es ist daher gut, dall wir zwei Richtungen haben, die gegeneinander kämpfen, wenn nur beide Riehiungeit cs gut und ehrlich mit der Sache meinen, mul daran ist ja nicht zu zweifeln. Die einen wollen nach Pa• listina kommen mul unser Ziel erreichen nach ihren Gedanken, die andern nach ihren. Wir wollen ja alle ein mul dasselbe, und wir werden desto eher /um Ziel kommen, wenn verschiedene Richtungen aul das eine Ziel losgehen. Und so .schadet es auch nicht, wenn wir uns hier und da befehden. Wir finden dann doch wieder den richtigen Weg. Ich sehe den Kampf gern, wenn er auch manchmal zu scharf war, woran beide Parteien die Schuld haben. Ich freue mich, dal) wir in der besten Harmonie auseinander• gelten, mul dall ich keine Gelegenheit hatte, einz.itgreifen. Wenn das geschehen ist, so ist das aber nicht mein Verdienst, sondern es isl das Verdienst unseres Vorsitzenden, der die Sitzungen unparteiisch und so tatkräftig geleitet hat, dall keine Partei Ur• saehe hatte, sielt zu beklagen, und der allen gereiht geworden ist. -- So werden alle mit mir einverstanden sein, wenn ich unserem Präsidium und insbesondere seinem Vorsitzenden, Dr. Ilantke, den herz, liebsten Dank für seine Arbeit nicht nur heute, son dem für seine tmeniüulliche Tätigkeit das ganze Jahr hindurch in llirem Namen aiisspreehe. Es ist cigent lieh nicht richtig, dall wir auf einem deutselien Dele gieitintag seihst sagen, dall die deutsche Landsmannsehal't die beste mul notwendigste für den Zionismus ist. Wir sind der Zahl nach viel kleiner als manche andere Landsmannschaft, aber unsere Arbeit für die Gesamtorganisation ist bedeutender, wie die jeder anderen Laiidsmannscliaft. Es ist eine Tatsache, wir wachsen langsam und sicher, ein Beweis dafür, dall die Gesamtleituag sich jetzt in guten Händen befindet. Was wir z.u tun habe», ist, auf diesem Weg weiter fortz.uschreiten in Harmonie und Eintracht, lieber Prinzipien können wir streiten, aber wir müssen wie Brüder atiseinamleigelien. Durch Uneinigkeit haben wir unser Vaterland verloren, sind wir aus dem Laude getrieben worden. Nur durch Einigkeit werden wir unser Ziel weichen, wird Erez. Israel wieder unser Land sein. Dr. Hantkei Man sagt im allgemeinen, dal) jeder dort am stärksten ist, wo er sich in seinem Element befindet, und so darf ich daran erinnern,!dall ich schon in unserem Bericht davon gesprochen• habe, dall die Kraft d,er Zionistischen Vereinigung für Deutschland in der Energie ihres Auftretens nach mitten und in der Fähigkeit zur organisatorischen Zusammenfassung beruht. Und wenn Sie sich die Verhandlungen dieses öelegiertentages überlegen, so werden Sie mir zugehen, dall dieser Delegiertentag uns in unserem Element gezeigt hat. Blicken wir auf die Debatten des heutigen Tages zurück, so hat sich auch hier unsere ungeteilte Aufmerksamkeit dem organisatorischen Aushau unserer Bewegung /•״gewendet• mul in ganz charakteristischer Weise• die Einheitlichkeit mni die Energie unseres Auftretens ״ach ״üben gezeigt. Die!*hatte insbesondere, die wir heute Nachmittag geführt haben, mul! dies jedem zeigen. Diese Debatte ist der Beweis dafür, dal) der Friede, dm wir beule konstatiert haben, kein fauler Friede ist, wie wir ihn vielleicht nianclimal früher bei uns konstatiert haben, wo er nur /!!. * stände gekommen ist dtirelt stundenlange Debatten hinter verschlossenen Turcii. Die Resolutionen diesis I )elegiertentages sind fast sämtlich einstimmig;!11• genommen worden, ohne Vorbeteihing im Ilim,;ז. zinimcr, weil sämtliche Delegiert( n sieh einig wul׳k,t in der Sache selbst, und die Grundidee aller Red.״, die heute hier gehalten wurden, w.u die I estlegn.i«׳ der .1llge111ein.cn Ansicht, dall tun die radikalste Vu• trclmig des nationalen Gedankens nach atillen dm Sieg des Zionismus in der .deutschen Jmliiiiuit garantieren kann. Eine Bewegung, die Dilter•10,!! gehabt hat, gesundet n.ilürlieli nicht dadurch, tlati du• eine Seite der anderen ihre Uchcr/ctigliitg anf/n. dringen sucht, sondern dadurch, dal) alle sieh n!u׳r neu entstandene Prinzipien ohne Konzessionen einig werden. Deswegen glaube ich, dal) unsere Debattai mit ihrer radikalen Stellungnahme gegenüber allen niehlziimislisilieu Elementen der Ausgangspunkt lur eine dauernde, friedliche und energische Arbeit tur den Zionismus in Dcplschlaml werden. Und v! hat sich dieser Delegiertentag als eine gute I und■ grübe des letzten Kongresses erwiesen, und so winl er die beste Vorbereitung für den XI. Kongrel» sv!n. Wenn wir so hinatisgeheii, so werden wir wieder eine deutsche Landsmannschaft zeigen, die weder eine Majorität noch eine Minorität besitzt, sondern in der es nur einstimmige Resolutionen geben wird. teil danke Herrn Wollfsnltn für seine freundlichen Worte, und ich möchte die letzte Minute des Dele• giertentages heuul/en, um der Orlsgiuppc und dem Gruppcnverhaml Posen mul vor allem den Damen und Herren, die sielt mit so gutem Erfolge lur die Vorbereitung des Dclcgicitcntagcs ahgeiuülit haben, unseren herzlichsten Dank aus/usprcche». teil schliche den H. Delegiertentag der Zionisti• sehen Vereinigung für Deutschland. In der nächsten Nummer veröffentlichen wir eine Zusammenstellung sämtlicher Anträge, die auf dem ZDelegicrtcntage gestellt wurden. Aullerdem bringen wir das Natioiialloiidsrefviat und die :msddiellende Debatte, sowie das Palästinareferat Motzkins. Berichtigung Dem iiciigcwältltcn Zentralkomitee gehört nicht Herr Dr. Isaae Straus, sondern Rechtsanwalt Dr. Elias Straus-Mimdicii au. Vom Verein Esra Am '2. dieses Monats fand im Sit/ungssaale der Jüdischen Gemeinde unter zahlreidter Beteiligung Herfilier und answäitiger Delegierten die ordentliche Generalversammlung des Vereins ״Esra‘1 stab. Vor. sitzender Herr Moritz Dorn erölfnet die Versamml lug und teilt in seinem Bericht über die vorjährige I atig• keit des Vereins mit, dall die Einnahmen 2M>')I M. gegen 17 001 M, im Vorjahre erreicht haben. Die Bc׳• iiiulitmgeii des ״Esra", die bestellenden Kolonien Palästinas mit jüdischen Landarbeitern zu versehen, haben im Berichtsjahre zu einem grollen Er• folge geführt. Es ist gelungen, etwa OjO Juden ms dem Yeinen (Siularabicn) zur Auswanderung jtaeli Palästina zu veranlassen und daselbst in den vcr• scliicdcustcn Kolonien als Landarbeiter uutcTztihringcu. Die Juden im Yetuett sind bei grobem jüdischen Wissen und hoher Intelligenz sehr lieiUig mul überaus genügsam. Diese vorzüglichen Elemente in den Dienst ues jüdischen Kolonisationswerks gestellt zu haben, ist ein Erfolg, der nicht hoch genug zu veranschlagen ist. Für die Einwanderung dieser Verneinten hat der Verein ״Fsra" einen Betrag von 10 (MH) Frcs. ausgegeben und dadurch die jüdischen Kolonien tun 200 erwachsene jüdische Landarbeiter bereichert. I ).׳(liehet! hat der Verein ״Esra" seine Plane zur Sellltaftuiachuug indischer l.amlarheiter aus dem Osten Europas weilet neUiebe« und zu diesem Zweck vor kurzem 'JOOUU Eres, überwiesen. Der Betrag wird zur Errichtung einer Kraukcnstatiou, Herstellung eit er Wasserleitung und Bau von 10 Arheiterwoluumgen in der Kolonie C11 e d e r a h verwendet werden. Auch der Bau von 12 Arbcitcrhäusern in K 11 fr ■Saba dürfte nicht mehr allzulange auf sieh warfen lassen, da die Aussicht vorhanden ist, dal) die l.oknlbcliörden die nötigen Hatierl.nibnisse endlich erteilen werden. Nach erfolgter Decharge׳•Erteilung wird Hut Moritz. Dorn per Akklamation für die nächsten zwei Jahre wieder zum Vorsitzenden gewählt. Ebenso werden die ttirniisiii.ilSig aussclieidemlc'n Herren Rabbiner Dr. Eduard Micher fehl, Dr. Eschelbaeher, Gelieimrat Landau und Professor Dr. Sohernheim wicdcrgewähll. Au Stelle des aus Oesinulhcitsriick• sichten nusseheidemleii langjährigen Schatzmeisters des Vereins, Herrn Konsul Julius Frieilemamt, wird Herr Berthohl Israel zum Schatzmeister, und Herr Konsul Julius Frieileinaiin seihst zum Mitglied des Zentral• komitees gewählt. Gleichzeitig wird letzterer unter grollen Ovationen der Versammlung zum Ehreninii* glied des Vereins ״Esra" ernannt.