Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVII (1912)
- Issue
- Heft 4 (26.1.1912)
- Date
- 1912-01-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4 JUEDISCME RUNDSCHAU beite 29 gend-Abteilung, Mädchen• und Schülcr-/\btcilung). Dieses Schauturnen soll der OcffcnUichkcit die krfolge der. Arbeit des Barkochba" vor Augen füll» rcn. Seine Bestrebungen, die jüdische Jugend durch gesunde Leibesübungen zu starken, aufrechten Men• schm und selbstbewußten Juden zu erziehen, müssen die Zustimmung aller guten Juden finden. Aber er fordert mehr als Zustimmung. Er verlangt tätige Mitarbeit eines jeden an seinem grollen Er/iehuiigswerke, dessen Bedeutung immer noch unterschätzt wird. Aber er will nicht durch Worte überreden, sondem durch die Tat überzeugen. Daher ist cs wünsehenswert, daß alle, die in Berlin an der Erziehung unserer jüdischen Jugend Anteil nehmen, durch eigene Anschauung ein Bild von dem Wirken und Schaffen des Vereins gewinnen. Der Bar Kochba“ wird dann nicht nur auf wohlwollende Sympathie, sondern auch auf Mitarbeit rechnen dürfen. Der Eintritt ist frei. Man bittet im eigenen Interesse des zu erwartenden Andranges wegen pünktlich zu erscheinen. He r R.*A. Dr. KI c c wird die Ansprache halten. Berlin. Wie wir erfahren, weilt zurzeit in Berlin der bekannte jüdische Schriftsteller Herr S. J. Orsoiclii. Herr Onoichi hat sich in einer Reihe Rczitationsabendc, die er in der letzten Zeit mit gro 'iem Erfolg abgehalten hat, als hervorragender Vor• . trag skünstlcr bewertet. — Dem Verein jüdischer Studierender aus Rußland gelang es, Herrn Onoichi auch für einen Vortragsabend in Berlin zu gewinnen. Der Abend soll voraussichtlich ain Sonnabend, den 27, Januar, stattfinden. Näheres wird noch bekannt gegeben. — Bestellungen auf Karten, die im Preise von 3, 2, und 1 M. vorhanden sind, nimmt das Vcrcimburcau (Friedrichstr. Ml, Tel. Amt Ztr. 3359) schon jetzt entgegen, Berlin. Am Sonnabend, den 27. Januar er., vcranstaltct der Verein zur Pflege hebräischer Musik ein Konzert, welches abends 8 Uhr präzise im Blüthncr>Saai, Lützowstr. 76, stattfindet. Billets zu diesem Konzert ä,3, 2 und 1 M, sind bei Bote & Bock, Leipzigcrstr. 37 und Taucnzienstr. 7, sowie bei A. Wertheim, Leipzigerstraße und Kanstr, 3 und an der Abendkasse zu haben. Bremen. Die Zionistische Ortsgruppe Bremen veranstaltet am 27. d. M. einen Rezitationsabend für jungjüdischc Literatur. Berlin. Personen, die gegen Vergütung die Propaganda für eine grolle Lebensversicher1mgs»C1e־ Seilschaft für Groß-Berlin in jüdischen insbesondere zionistischen Kreisen übernehmen wollen, werden gebeten, Bewerbungsschreiben nebst Referenzen an den Vorsitzenden der ü. Z. V., Herrn Dr. Ilcymann, Berlin NW. 40, ln den Zelten 8, zu richten. Berlin. Am Montag, den 21. Januar, begann iin Zionistischen Verein West-Berlin der Sokolowsehe Zykius: ״Einleitung in die hebräische Literatur" mit einer Skizzierung des alten jüdidisehen Schrifttums bis zum Abschluß des Mittel• alters. Wir werden über diese Vorlesungen noch des näheren im Zusammenhänge zu berichten haben. - >lc zweite Vorlesung finuet am Montag, den 29. , nnuar, abends 9 Uhr, im Konservatorium des Westens Grolmanstr. 27/28) statt. Eintrittskarten für die drei blgcndcn Vorlesungen zu 1,50 M. an der Abendcasse. Der »«gekündigte Diskussiousabend von Herrn >. Gustav Landauer über: ״Judentum und Sozialisrnus" mußte wegen Erkrankung des Herrn Referenten aut Mittwoch, den 7. Februar (Sezession) verschoben werden. Chnrlottenburg. In die Reihe der vom ZIonistischen Verein West-Berlin bisher veranstalteten Diskussionsvorträge, deren besonderen Wert wir nicht zum wenigsten in ihrer leidenschaftslosen Sachlichkeit erblicken, brachte der Vortrag Dr. Schmarjah Levin s über ״Die kulturellen Aufgaben des Zionismus", der am 20. Dezember v. Js. vor einem ״vollen Haus" stnttfand, eine interessante Abwechslung. Es ist hier nicht der Platz, und es ist dem Berichterstatter, der nur trocken nachschroibeu kann, auch unmöglich, dem hohen Schwung gerecht zu werden, mit dem der Vortragende seine These von der entscheidenden Notwendigkeit verfocht, in diesem Augenblick die kulturelle Seite des Zionismus ganz besonders innig zu pflegen. Für Dr. Levin handelt es sich dabei keineswegs um eine zionistische Frage. Das Erkennen des nositiven Inhalts des Judentums und dessen Pflege bedeutet ihm die Rettung des Judentums überhaupt. Der ungeheure Zwiespalt unter dem der Jude, gleichviel welchen Landes und welcher Richtung, heute leidet, ist vor allem ein seelischer. Und nur indem wir der jüdischen Seele Erlösung bringen, vermögen wir den Juden als Mensch und als Volk zu retten. Diese Erlösung, die uns das innige Vertrautwerden mit dem positiven Inhalt des iudentums bringt, ist möglich nur von Palästina aus. )enn es gibt heute keinen Platz in der Welt mehr, wo der Jfude sich vollkommen frei, gänzlich unabhängig und ungehindert gehen könnte, außer Palästina. Der tiefe grundlegende Widerspruch zwischen Judentum •und Christentum beherrscht die Welt und liillt es nirgends, auch nicht im freiesten Laude, zu, daß er von Juden frei, öbjektiv, jüdisch diskutiert wird. So wird uns allmählich die ganze Welt der Ersehe!- nungen verfälscht. Die ganze Wissenschaft ist heute, bewußt oder unbewußt, beherrscht von der Tendenz, den überragenden Wert des Christentums und entsprechend den geringeren des Judentums darzulcgcn, und das ganze Leben folgt diesem Vorbild. Alles, was wir imsern Kindern an Judentum zu geben im• Stande sind, leidet unter die er Fälschung, ist von ihr angekränkelt. Die jü!Lehen Lehranstalten und Institutionen wagen nicht, räch diesem Geist zu widersetzen, können es vielleicht auch nicht. Und so unterrichten sic uns sehr wohl über .״die möglichen gram* matiknüsehen Feinheiten und historischen Bczichun* gen dieses oder jener. Traktates und dieser, oder jenes Siddurs. Den positiven Inhalt und Wert des Judentums!:her gegenüber den heute die Weit beherrschenden Anschauungen lehren sie nicht und — wie die Tatsachen gezeigt haben — dürfen sie nicht lehren. Das ist heute nur mehr möglich in Palästina, wo das Christentum vorläufig noch unsere freie kulturelle Entwicklung und Erkenntnis nicht zu hindern vermag. An dieser Quelle des Judentums strömt noch jüdisches Lehen und vermag noch jüdisches Wissen geschürft zu werden. Das wissen die andern sehr wohl und gehen sich alle Mühe, uns diese Möglichkeit zu entziehen. Dr. Lcvin ist überzeugt davon daß der eigentliche Kampf um den Zionismus einmal in Palästina zwischen Judentum und Christentum aus• gefochtcn werden wird. Denn, wenn es uns gelingt, aus palästinensischem Geiste das jüdische Ideal wieder auf/urichten, wird dem christlichen damit der . Boden entzogen. Und das weiß niemaiitf besser, als die verschiedenen Kirchen, die aufs eifrigste bemüht sind, im Laude herrschend zu werden, nicht mir die einheimische Bevölkerung, aber auch die Plätze und Stätten, die Erforschungen und Ausgrabungen in ihre Hand zu bekommen. Das ist die Aufgabe des Zionismus: in Palästina das jüdische Geistesleben wieder aufzurichten, ihm dort Stätten zu bereiten, von wo aus das Judentum der ganzen Welt befruchtet werden kann. Das jüdische Schulwerk in Palästina ist heute vou diesem Geiste bereits ergriffen. Der Zionismus hat die Aufgabe, möglich zu machen, daß von Palästiua aus eme jüdische Mission in die ganze Golusweit ausgehen kamt. Forschungsinstitute müssen errichtet, Hochschulen müssen angestrebt werden. Sie werden unsere Stellung im Lande festigen, sie werden uns vor allein das einzige Mittel in die Hand geben. [ mit dem dem Zerfall des Judentums in der Welt ent* gogengearbeitet. das jüdische Volk dein Judentum gerettet werden kann. Diese Aufgabe ist zugicith eine solche, die uns eine neue und unschätzbare Propagandagclegcnheit gibt und Verständnis und Syt». [lathie in Kreisen findet, die uns sonst nicht freundlieh gcgenübcrrtchen. Dem Vorträge folgte eine leb. hafte Diskit'.siou, au der!:ich die Herren Blitz, Berger und Aron beteiligten. Heidelberg. Am Montag, den 22. Januar, sprach hier Herr Kurt BI u m c n f c I d über ״Zionismus und Assimilation. Heidelberg gehört zu denjeuigen Städten Deutschlands, wo von einem jüdi• scheu Leben wenig «!er fast gar nichts zu spüren ist. Die liier zum größten Teil liberalen Juden stellen dein Zionismus durchaus ablehnend, ja oft mit fanatischcr Erbitterung, gegenüber, so daß die wenigen in hiesiger Gegend ai; igen Zionisten an einer wirksame« Propaganda unserer Idee unter den Juden Heidelbergs schon fast verzweifelten. So sah denn mich mancher Gesinnungsgenosse dem Vorfrage mit skeptischer Ablehnung zu. Die Versammlung, die für Heidelberger Verhältnisse außerordentlich stark bcsucht war, ließ besonders deutlich den Wert derartiger Vorträge für die hiesigen Juden erkennen. Nachdem Herr Rechtsanwalt Dr. Gölten! aus Mannheim die Versammlung eröffnet hatte, setzte Herr Uhuucnfe'.d in einer l>/a stiindigen, meisterhaften Rede die Verwerflichkeit der Assimilation und den Zionismus als die einzige Lösung der Judenfrage auseinander. In der Diskussion, die sieh an dem Vortrage anschloß, vertrat Herr Jeitel den Standpunkt des orthodoxen Juden, Herr cand. mal. Scapski den des ,,deutschen Staatsbürgers jüdischen Glaubeim“. ln seinem Schlußwort zerpflückte Herr BIu m e 11 f c I d in seiner bekannten meisterhaften Jüdischer Turnverein Bar Kochba Berlin Wir veranstalten am Sonntag, den 20 Januar er., nachmittags 3 '/? Uhr pünktlich, in der Turnhalle des Dorotliccnslädiischen Realgymnasiums, Georgen• Strasse, Ecke Prinz-Louis-Fcrdinand-Strasse (direkt am Bahnhof Friedrich-Strasse) ein Scliautumon dar Jugondabtsllangon (1. u. 2. Jugcndabteilg., Mädchenu. Schülcrabtcilg.) Dieses Schauturnen soll der Ocffcntlichkeit die Erfolge unserer Arbeit yor Augen führen. Unsere Bestrebungen, die jüdische Jugend durch gesunde Leibesübungen zu starken, aufrechten Menschen und selbstbewussten Juden zu erziehen, müssen die Zustimmung aller guten Juden finden. Aber wir fordern mehr als Zustimmung. Wir verlangen tätige Mita! beit einer, jeden an unser!« grossen Erzlchungswerke, dessen Bedeutung immer noch unterschätzt wird. Wir wollen nicht durch Worte überreden, sondern durch die Tat überzeugen. Daher bitten wir einen irden, durch eigene Anschauung ein Bild von dem Wirken und Schaffen unseres Vereins zu gewinnen. Wir glauben dann nicht mir auf wohlwollende Sympathie, sondern auch auf Mitarbeit rechnen zu dürfen. Eintritt frei. Wir bitten im ci!:cm1111׳)lcrcttc, Je»)!וו erwartenden Andranet» weßen pilnküieli nt mcltclncn. UcrrlUchuo״w»״t Dr, Kleo hat die Ansprache frcundllcliit übernommen. Form die Einwände der Diskussionsredner. — Auch an dieser Stelle sprechen wir Herrn Blumcnfeld uii* sern herzlichsten Dank aus. Möge sein Vortrag der Anfang einer tatkräftigen zionistischen Arbeit in Heidelberg werden. J. L. Nürnberg. Am 28. Dezember fand die General- Versammlung' der Zionistischen Ortsgruppe Nürn-, bcrg-Fürth statt. Aus dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden, Herrn Zahnarzt Singer, sei folgendes hervorgcliobeu. Es wurden in den monatlich stattfindenden Mitgliederversammlungen regelmäßig Vorträge gehalten; u, a. wurden folgende Themata behandelt: ״Die Siedlungsgcnossensehaft nach Dr. Oppenheimer", ״Parteien um! Parteiungen im Zionismus", ״lieber Herode:!", ״Die Juden in Wciniiigors Geschlecht und Charakter", ״Menschentum und Volkstum". Außerdem wurden einige öffentliche Versammlungen abgehaltcn: Im Monat März fand ein Rczitationsabeud inodern-jüdisch .*r Dichtungen statt, für welchen Herr A m b r u n n ans München gewonnen wurde. 1111 Monat Juni vera 1־ staltctcn wir eine größere öffentliche Versammlung, in welcher die Herren i >r. Mossinsohn über ״l) ,i s jüdische Leben in Palästina" und Parteisekrelär Blumen leid über das Thema ״Warum s i n d d e u t s c h e luden Zionisten?“ sprachen. Ucber den Verlauf dieser Versammlung ist bereits ausführlich berichtet worden. Nach dem Kongreß hat unser Delegierter Herr Rechtsanwalt Dr. J. Münz einen ausführlichen Bericht über die Kongreßverhandhingen erstattet. Er entwarf in meisterhafter .Weise ein Bild von dein jüdischen Parlament, dem Stand der zionistischen Bewegung und ging dann ausführlich aut du: Kongrellbesehlüsse ein. Linen Lichtblick inne rhalb der zionistischen Ortsgruppe Nürnberg-Fürth bildete die Einberufung des bayerischen •Gruppen- Verbandes, über den in der ״Jüdischen Rundschau" ein ausführlicher Bericht erschienen ist. Von unsern geselligen Veranstaltungen sei die Ihirimfeier im Marz und die Chanukahieier im Dezember hervorgehoben, um deren erfolgreiches Gelingen sich hauptsächlich die Damen Frau Ellern, ferner Frau Heinemann, Frau Dr. Münz und Fräulein Karpt bcmüht haben. Beide Festlichkeiten brachten einen Ucberschuß, der teils für die Ortsgruppe verwendet wurde und teils dem Nationalfouds zufloß. Die Chanukahfeicr hatte dadurch eine besondere Bedeutung erlangt, daß Herr Parteisekretär Rosen bäum die Festrede hielt. In trefflicher Weise schilderte er die HcUlcilküinpfc der Makkabäer, um alsdann aut die heutige Lage der Juden überzugehen und einen Vergleich mit der damaligen Zeit anzustellen. Im Anschluß hieran sei bemerkt, daß Herr Rosenbaum in Erlangen, Bamberg und Würzburg mit großem Erfolge Agitationsreden gehalten bat. Die National* fondüsammlungcn unserer Ortsgruppe beliefen sich 1m vergangenen Geschäftsjahr dank der rührigen Tätigkeit unseres Nationalfonds-Kommissärs Herrn 'Maier aul etwa 1200 M. Die Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: I. Vorsitzender: Herr Zahnarzt Singer, Josefsplalz 25, Tel. 8319: 2. Vorsitzender: Herr Lehrer Lautmanu; Schriitiiihrcr: Herr Rpr. Kahn; Kassierer: I lerr S. H eine in ann; Nationalfouds-Kontmissär: Herr H. Maier. A. S. München. Am 20. Januar hatte die hiesige Zionistische Ortsgruppe das Vergnügen, Herrn Sekretär Kurt B I u m c n f c i d wieder einmal in ihrer Milte zu sehen. Er verstand, wie immer, sein Referat, welches sich mit dem ״Zionismus nach dem X. Kongreß" beschäftigte, in recht anregender Weise auszufüUrcn. Neben einem klaren Ueberblick über die derzeitigen Verhälinisse des Zionismus in den verschiedenen Ländern besprach er auch die Tätigkeit der Leitung, hierbei besonders die Erfolge der Agitation in Galizien usw. hervorhebend. Er befaßte sich auch eingehend mit den Aufgaben, welche der Leitung in der nächsten Zeit bevorstchen, streifte die derzeitige Lage in der Türkei und Palästina und bczeichnete cs als eine der wichtigsten Aufgaben, dafür zu sorgen, daß sich nicht nur eine große Anzahl westeuropäischer luden in Palästina nnsiedetn, sondern daß auch türkische Juden dort hinziehen. Jüdische Studenten müssen sich an türkischen Hochschulen ausbilden mul dann als türkische Juristen, Mediziner usw. in Palästina .,»!!siedeln. An den mit großem Beifall aufgenommenen Vorlrag schloß sich eine Diskussion an. F. Chemnitz. Am 15. ds. sprach in einer Vcrsammhing unserer Zionistischen Ortsgruppe Herr Lehrer David Zucr, Chemnitz, über ״Ahasver in der Literatur und seine Beziehungen zum J u ü e n t u m". Der vorzüglich ausgcarbeilctc, aut um lassender Kenntnis der Literatur aufgebaute Vortrag weckte allgemeines Interesse. Der Redner ging aut die Entstehung der Sage vom ״Ewigen Jiiucu" ein und verfolgte sic durch die gesamte Literatur bis aut die neueste Zeit. Die Zuhörer dankten durch, reichen Beifall. Cleve. Wohl 100 Personen hatten sich Sonntag, den 21. d. M., aut eine Einladung der Zion. Vereinigung für Deutschland hin im Hotel Bollinger cingcfunden, um sich über den Zionismus zu inlormicren. Herr Siegfried Coß m a n n - Cleve begrüßte die Versammlung und die Herrn Rainer und erteilte dem ersten Redner Herrn Referendar Alfred IM atz-Köln das Wort zu seinem Vorträge: ״Die G r 1111 d 1 a g e 11 d e s Z i o 111 s m u s". ln cinstündigcr gediegener und eindrucksvoller Rede entwickelte der Retcrent die Gründe der Judennot und die vcrschiedcucn erfolglosen Versuche, sie zu beheben; schilderte daun ucii Zionismus als das einzige ideale Mittel zur Abhilfe. Hierauf nahm Herr Kaufmann Adolt Koch-Essen das Wort zu seinem Vortraget ״Die praktische Arbeit in der zionUti-