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Jüdische Rundschau · 1912-01-12 · Heft 2 (12.1.1912) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 2 (12.1.1912)
Date
1912-01-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seile 12 Nr. 2 J U E DI S C i I E RUNPSCHA U Bride siml zu richUm an den VuimIaihBד* 1 ״• Vereins Bezalel, Prof. O. Warbtirg, Berlin W. I*», Sächsische Simile 8, Geldsendung*״־ niminl ciitgegc» der Schatzmeister des Vereins, Herr Bertmml Ham• burir Berlin V(13 .׳, Bleihtrcuslmlle 3115 ׳ (Deutsches Poslscheek-Koiil״ Nr. ■HJOO, Oesterrciclusehes I ״st•!,clieck-Kontii Nr. 53318.) H.mk-K<mlo misiii's Vereins: Direktion der Diskoiiln-Gescllscliafi, IH’po'ücii• lasse Unter den Linden II (vorm. Meyer <«lm) Berlin W. 8. Ausschuß und Vorstand des Vereins ßcznlel. Die vorstehenden Ausführungen /eijjen durch 1.11■ Suchen und Zahlen, was der Hc/alel in wenige n J.ihien geschaffen mul vollhmclil 11.11, .•!hei• andererseits auch, was ihm fehlt, tun seine Arbeit m dem bisherigen Umfange aufrecht erhalten zu können. Die ilriiigcuilc tief ahr besteht, «lall alsbald hunderte fleißiger und mit Milbe .־ititpUriin r Ar■ heiler entlassen werden müssen und wieder aut «las Pflaster geschleudert werden, von «lein sie sieb ffcr.uk• eben im Schweiße ihres Angesichtes ciiipiirgemib.ii haben. Und «lies ist mehl etwa «lie I «>!}־.«' ein er unentrinnbaren Welt-Koiijiinl.lnr, «uler eine• leulitsinnigen f,rodiiklioiisvctiiii'liniiig, ohne für «teil Absatz gesorgt zu haben, denn die Aufträge bauten sielt, lind sicheren Oewinn verheilleiide Bestellungen naiicii «ler Erledigung ■ . smidern die Ursache ist einzig und allein die, dall die Schaffung des Betriebskapitals trotz der!׳rollen Ueberschiisse des Vereins mul «ler Ge• wiitne beim Verkauf «ler Waren nicht mit «lein rapiden Wachstum «ler Schule Schritt /11 halten vermochte. Ls ist Pflicht jedes Zionisten. Iner aushilfsweise durch Beteiligung .111 einer, ״ach iiieiischliclicr Voraussicht in bc/ug auf Rückzahlung mul Verzinsung durchaus gesicherten Anleihe ciu/topriitgeii bis durch Gründung einer Erwcrbsgcsetlsclialt, «uler »lureli die Uehersehiisse «les Bezalel ein gröberer Behicbs• fonds an Stelle dieser Anleihe zu treten vermag, was, wie es scheint, schon in kurzer Zeit zu er• warten steht. Hier gilt es nicht, für neue imerprobte Versnobe Opfer zu hiingen, sondern, ohne die Befürchtung irgendeines Verlustes, für eine in bester Entwicklung begriffene Sache leihweise uuil für eine kurze Spanne Zeit einige Mittel zur Verfügung zu stellen, durch יdie \erhiu«lert wird, «lall eine grolle Anzahl arbeitswilliger uml arbeitsfähiger Juden in Palästina ihre Existenz• niögliclikeit verliert. Jeder Zionist möge bedenken, •welch ein moralischer Schlag es für unsere Bewegung wäre, wenn es beillen würde, dall ein so eminent segensreiches Unternehmen wie der Bezalel, aut das wir Zionisten mit Recht stolz sein können,.nicht einmal in der Lage ist, seine bisherige Position in Jerusalem aufrecht zu erhalten, und «lies nur aus dein Grunde, ,weil es nicht «len Kredit fordern kann, «len bei uns jede Fabrik, wenn sie auch nur halbwegs so gut Lnuliert ist, wie der Bezalel, mit Leichtigkeit zu erlangen vermag. Darum wenden wir uns mit der dringenden Auf• fordcrmig an die Einsicht und vor allem au «las i fei/ aller Zionisten, dem Bezalel über seine angenblickliehe Notlage hiinvegzuUclfcu mul schlimmes Elend von den betroffenen Arbeitern ab/11 wenden, ehe es zu spät ist. Wer schnell gibt, gibt doppelt, denn Gefahr ist im Verzüge. Prof. Dr. Otto W a v b «1 r g. Kaiscrsal.un.uulcr «־röftuet batte, übernahm «ler Grün• der «ler U.isiiionä.1, Dr. I g«»n R oscubcrg, «lie Leitung. I r erzählte allerhand Nachdenkliches aus der l iruitduug •zeit «ler Korporation mul konnte zu• letzt mit berechtigtem Stolz darauf hin weisen, wie weit die I las1uoa.il es min gebiacht habe mul wie sicher sie (1r.1t/ ihrer einst ••<! stark ange/w« ifel'eu Existenz• miigliehkeit) nun «ia-telie. Ab. nächster hielt Richard I. i c b I 11 e i in die Tciulen/rede. An den Schluß seiner Rede setzte er die bekannten Worte llcr/ls über die Fahne aU Symbol einer hier, Dainil leitete er zur Weilte der neuen I tasmonäerfaluic über, die Rcfci'cmlar Ix in er mit markigen, wirkungsvollen Wollen voll/o;;. Daran schlossen sieh die Ansprachen der Vertreter «In־ KaiUllkoipoialiunen und des Präsi• ,1111.11-• «les K. Z. V. '.«•daun spiacli Präsident Prof. Warbtirg fnr «las F. A. <i, mul Dr. II a n t k e für «lie zümistisehe Vereiuigtmg lür Deut schlautl. I Ir. II c y 111 a 1111, der für «lie B. /. V. spraeli, gedaebte «ler nach Palästina filtergesieilelten I Insmouäer. Be• sonderen Beifallssturm erregte ein längeres Schreiben David Wol ff soll ns, «ler leider vci hindert war, persönlich zu erwlieineii. I ur «leu B. J. sprach Dr. Rosenkranz. Mit Dr. Unnas launige.u Damen• toast und den Ansprachen «ler Vertreter versehie• «lener befreinuletcr Korporationen sciiloll der offi• /teile Teil. Hieran sciiloll sich «lie Fidulität, deren I löhcpuukl eine mit höchstem Beifall aulgeuouuiieue Mimik bildete, die jüdisch-politische Tagesfragen in sehr geistvoller Weise persiflierte. Denselben glänzenden Verlauf nahm «ler Ball vom I. Januar in «len Festsakn «les Briidervereius. Hier bildete den .Mittelpunkt eine nberaiis witzige, flott gespielte Operette mit dem Titel: ״Ja, damals III Egypten . . .", die einen ganz niißciordcut• liehen Erfolg niif/uweiseii batte. (Es verlautet, «lab sie aut Wunsch zahlreicher Gaste 1111 Laufe diese• Winters bei atulerer Gelegenheit noch einmal zur Aufführung gelangen soll.) Die Gäste blieben bis (1 Uhr in frohester ׳Stimmung beisammen. Es ist richtig: begeisterte Reden beim Bier, geist• reiche Bierspiele und gut getanzte Tw«»stcps machen noch keine Zionisten. (Gott sei Dank!) Aber es bleibt die erfreuliche Feststellung, dall hier eine Ver- Sammlung, die man sonst nicht bei zionistischen Ver• nnstaltmigen findet, durch Reden, «lureli ihnen bis dahin ganz unbekannte jüdische Lieder, durch «len Gcsaiuteiiulrtuk vornehmer Veranstaltungen und die frische Begeisterung der K. Z. Ver. klar zu Bewulit• sein gebracht wurde: hier ist etwas im Aufblühen, woran ihr einfach nicht mehr Vorbeigehen könnt! I Her ist eine Macht im Werden, mit der ihr zu rechnen habt! Im ganzen: der Name der Hasmonäa hat sich durch dies Fest in weiten Kreisen einen Klang erworben, der. den aller bisher beliebten liberalen Institutionen wo nicht übertrifft, /imiiiulest erreicht. Mit ein Schritt auf dem Wege, den bahrschen Witz in einer Reihe von Jahren miverstäiullieh zu machen. 1>nef aus Mannheim Stiftungsfest der Hasmonäa ln dem neuesten Stück Hermann Bahrs ״Das Tänzchen“ äußert der getaufte Generaldirektor L a v i 11 sich etwa dahin, man Italic schon sein Crux mit seinen Kindern, sein Jüngstci sei ausgerechnet Zionist, Dies Wort mochte mau als Motto voraiistelleu, wenn man die Bedeutung bewerten will, die «las Stiftung!•• fest der Verbindung im Kartell zionistischer Vcrbiit• diingen (K. Z. V.) ״Hasmonäa‘‘ für «las jüdische Lehen in Berlin hat. Papa, Mama und (meist) zahlreiche lauten waren entsetzt, als das eben flügge gewordene Sohiielieii der zionistischen Verbindung heitrat. Man sali den Sohn nicht nur ßesmmingsinüßig in Gefahr, sondern auch gesellschaftlich degradiert, Denn «lie Stufen• folge gesellschaftlichen Aufschwungs gebt ja nach ihrer Anschauung von der jüdischen Gesellschaft über die Baldgetnuften zu den Getauften. So drängt sieb der Zionismus durch ein Familienmitglied zuerst ein: der Sohn ist Zionnt mul noch dazu in der /ionistischcn Verbindung organisiert. Eine peinliche Tal- Sache. Aber eine, die bereits propagamlMischcr wirkt als alle Verbreitung zionistischer Ideen. Denn für Ideen ist immei mir ein kleiner Teil zu haben. Andere müssen mit anderen Waffen bekämpft werden. Und deshalb war es ein im höchsten Malle an• crkcnncnswcrtcs Unternehmen, daß «lie Hasmonäa , »ich entschloß, die Feier ihres zehnjährigen Be• Stehens in einem möglichst großen und vornehmen Rahmen zu begehen. Schließlich sind Verwandtenherzen bestimmbar. (Und um so eher, wenn man den Sprößling in irgendeiner Form glänzen sehen kann.) So bot der Kaisersaal des Zoologischen Gartens am 3. Jnnuar ein prachtvolles Bild. An $00 Personen hatten sich cingcfuudcn. Die Daiucutrihimcn waren überfüllt und der letzte Platz im Saal besetzt. Nach• dem der Erstchargierte den Kommers mit einem Es ist gewiß merkwürdig, aber cs ist eine• Tat• saclie ״ so sehr auch Zeit mul Raum immer mehr übcrbrückt werden, so raschlebig wir auch «labin• eilen gewisse Zustände sind doch mich ziemlich schwerfällig geblieben, haben das alte Tempo wenig verlassen, lind so ist cs richtig, daß z. B. «ler Koiicx, der «las jiidSdie Siitl• mul «las jüdische Nord• (leiitsclilaml verbindet, ein ziemlieli loser ist. In den aus dem «leiitseheii Norden kommenden jüdischen Blättern liest inan mehr Vorkommnisse aus dem Aus• laml als aus dem «leutsclien Süden. Es ist «laukeiis• wert, «laß Sie, Herr Redakteur, «lies ändern möchten. Unter «len Berichten, die wir meistens vermissen, .sin«) es fiir uns Mannheimer besonders die aus tin• sc rer Stailt selbst. Und doch ist die hiesige Jüdische Gemeinde eine ziemlich große mul ziemlich rührige. Wenn auch «ler Zionismus hier noch nicht in weiteste Kreise gctlrungeii, so •umfaßt er «loch eine, mau konnte sagen Ixuleiistäiulige, Gruppe. Und wenn es auch sonst muh manche dunkle Ecken und migclüftele Winkel hier gib‘.; so ist man neuem Leben, zumal auf so/.,.üv׳m Gebiete, nicht unzugänglich. Insbesondere legt man in maßgebenden, gebildeten Kreisen Wert darauf, tatkräftige mul bewährte Eie• mente dorthin zu bringen, wo sie beute vonnöten sind. So ist bei «ler am 20. Dezember v. Js. statt• gehabten Neuwahl des Synagogenrats erstmals ein Zionist - und zwar ohne jede Madie, ohne Agi• talion -• aus freien Impulsen, das Gute dort zu nehmen, wo es zu linden ist — in «len Rat ge• wählt worden. Allerdings ist der Gewählte kein Üc• «ingercr als Herr Dr. Julius Moses. Wer ihn kennt — und wer sollte in zionistischen Kreisen den lange bewahrten Kämpfer und .Verfechter unserer Idee nicht kennen? der weiß, welch glücklichen Griff man «kimit getan hat. Denn Herr Dr. Moses ist nicht nur ein guter Zionist und — nach altjüdischcr Tradi• 1:011 ein tüchtiger und vielbcsdiäftigtcr Arzt, sondem auch eine allbekannte angesehene Per• süulichkeit unserer Stadt. Und somit kann man melit nur Denn Dr. Moses selb•{, sondern vor allen Dingen der jüdischen Gemeinde Mannheim* zu dieser Wahl gratulieren. Und mm etwas ober «lie Winterkampagm* des hie• M;:e1) jüdischen Vcrein-we-cns. Begonnen 11.1t sie 11111 «iiutii Vorirag (״Die Juden in der Schauspielkunst“) im Verein für jüdische < i e s c 11 i c 111 c u 11 d Literatur. Nummer Zwei war eine Ver».11»mbmg «ler zioni'iiselien Ortsgruppe, in der Herr Julius S i m «r 11 iihcr den let/t*11׳ Kongreß in Basel referierte. Daß die Ausführungen, sowohl bc/ngluli de!. Kon• greises selb•!, ,11• aueh vom persönlichen Slam!• pmikt des Referenten aus, in sachlicher freue wie 111 impulsiven Regungen wietlergegeben winden, kann hier wohl erwähnt werden, ebeiis«! soll aueh das in «ler lebliaüeii I»ökiission beinahe heftig«• Aufeinanderplatzen von Vertretern «les Misracbi und der Po.de Zion, das aber, abgesehen von für «las Publikum aufklärenden Momenten, weder keine I olgen 11.illc nicht vergessen werden. Ein zweites zionivtisches Referat inulltc wegen Absage des Referenten versdmhcii werden. Diesen beiden Kiuidgchiingcu ver• 1 mstaliger Regie folgen «lie hiesigen G h a 11 11 k a ver-;! 11 s t a 11 1111 g «• 11. Die Bne - Bntli Loge und «ler d.irangegliedeite Fratien-Vcreiii Charitas batten du .dlj.ihi-liehes lest, «las in einer Kimler-Auffiibrung mul lieuiHimg «ler Icl/lcrcn gipfelt, bcicits am zweiten Ghamikatag, d. U. am dritten Ent/iindungsabcml abgehalten. Die Aufführung, die von guten Dilettant«1.׳• kraften eingciibt und geleitet wurde, kamt als eine sehr gelungen«• bezeichnet werden, «lie Bewirtung aber, «lie hinter Kaffee und Berge von Kneben viele «ei• gmigle I«i1nle1!;esiel1ler .uilleliebteii ließ, •«!/Ir doch dem G.ui/en «lie Krone auf, von deren Gl.n1/ itoelt Reflexe bis in «len spaten Abend oder 111• in den bullen Morgen hinein auf «fas Rchaiimiciiscin und die Unterhaltung der Erwachsenen fielen. Zwei Tage spater, aber am Nachmittag, fand die kleine Feier «ler Jütlisiliiii Kinderstube statt, mul -- hier möchte Schreibend llieses, wenn es nngingc, etwas länger verweilen. Ist doch ihr und ihren Kolleginnen vom Vorstand der Jüdischen FraiiemVcriiniguiig, «ler der Kinderstube da• Leben gab - diese «las Sorgen- und Schmerzenskind , *las aber «loch mm anfängt, sich zum Glückskind zu entwickeln. In der Ansprache, die «len kiiitllielien Produktionen mul der Beseiicnkiuig von uber hundert, vom zweiten bis über das sechste Lebensjahr gehenden, anw esenden Kleinen vorausging, betonte die Voisit/cnde folgendes: Mit «lein uinlten Geburtstage, den die Jüdische Kinderstube heute be* gehen darf und «ler wohl atu markantesten für die Berechtigung mul das Bedürfnis ihrer Einrichtung spricht, scheint die Sturm• und Draugperiode der• selben, wenn nicht ganz hinter uns zu liegen, doch stark gemildert zu sein. Wenn wir auch unzulänglicher Mittel halber noch 1n.1nch1n.1l genötigt sind, Kinder ziirückziiweiseii, wenn wir auch noch schmerzlich ein eigenes Heim — das «1er Sache Festigkeit und Sicherheit gäbe — vermissen, so ist doch die oft mit Schmerz und Trauer vernommene Kctlcnsärt ״Für diese Ausländer habe ich nichts übrig!“ so ziemlich verstummt. — Der Tatsache, daß die Kinderstube lebt und leben wird, weil sie leben muß, weil der Segen, der von ihr aiisgelit, indem sie diesen durchweg begabten Kindern die erste Grundlage tüchtigen Werdens und künftigen starken, aufrechten Seins gibt, auf die ganz«• jüdische Gemeinschaft zurück• fällt — kann sich heute kein denkender Jude mehr verschließen. — Doch, mein Herr Red.d,tun, verzeihen Sie, ich merke schon, daß ich vom Berichten ins Plaudern komme, aber von den Insassen unserer Kinderstube, die *len ganzen Tag über hier ein Heim und alles, was sie brauchen haben, mul von «lenen, die der Stulle entwachsen und *kitm nach «ler Schul«: wieder zu uns kommen, um ihre Aufgaben zu uiaclici; und sich unter guter Anleitung Handarbeiten uiui Handfertigkeiten zu widmen, möchte ich noch lang«: weitcrre<lcn, wenn ich nicht min doch zur letzten uml originellsten Veranstaltung unserer Ghauukaltfestc kommen müßte. Um( dieses ist ein vom Verein Itezalci arrangiertes j ü d i s c h 11 i s t o r i א c h e s K o s t ü 111 fest, das seiner ״sehr beachtenswerten“ DarSnctun• gen halber wohl verdient hätte, liier eingehend besprocheu und geschildert zu werden, Ich aber kann nur einzelne, gnn/. markant und plastisch hcivorgetrctciic Gestalten — und auch diese leider nur irangelhalt ~~ wiedergeben. Es waren 23 Personen, Männer und Frauen, teils Typen aus fnih-historisiüier und teils solche ans «ler Jetztzeit vorgesehen, die, jede Gcst1.lt für sich, hinter der Bühne hervortretend, die eine Seite des langgestreckten Saales hinab, die andere wieder nach «1er Bühne zurückwandcltcn, um dort in Reih und Glied vor dem Zuschauerrauine Aufstellung zu nehmen. Jede Erscheinung wurde auf ihrem Gange von der entsprechenden Musik begleitet, allem voran aber erklangen die herzbewegenden Töne des Liedes HatikwaJi und des Makkabäcrmarsclies. Dann trat als erste der Gestalten der ״ewige Jude“ in den Saal. In phantastischer Kleidung, müde und schleppend, das totenblasse Angesicht aber nach

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