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Jüdische Rundschau · 1911-10-27 · Heft 43 (27.10.1911) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVI (1911)
Issue
Heft 43 (27.10.1911)
Date
1911-10-27
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 512 r Nr 43 J UEDISCHE RUNDSCH A U nicht erwarten ließ. Muffen wir, dal) die nächsten Monate wieder eine Besserung zeigen. Was speziell Deutschland betrifft, srt wurden l<JK): 35 020,8(1 Mk., 1011: 38057,80 Mk. ,gesammelt. Mithin kam ein Mehrertrag von 2727,01 Mk. ein. Besonders die Oelbainnspemlen scheinen in Deutsch• lund sehr belicht, es steht hierin mit 14(100,11 Mk. an erster Stelle. Der allgemeine Erfolg der Sammlungen ist wohl nicht nur der extensiveren, sondern ebenso der inten• siveren N.-F.•Propaganda zu verdanken. Möchte uns das nächste Jahr noch größeren Fortschritt bringen! AUS D€N(3€MCINDeN Berlin. Am Sonntag, den 20. Oktober, findet uni II Uhr vormittags präzise in Berlin, Motel Rull• laו;•:!, Mittelstrnße öl), die ordentliche Mit• g I i e d e r v e r s a in in 1111! g der A. J. K. O. statt. Da «lies seit langer Zeit wieder die erste A. J. K, 0.־Vcr• Sammlung ist, und unter den Mitgliedern große Unzu• friedenheit mit der jetzigen Leitung herrscht, so vor• spricht die Versammlung interessant zu werden, und wir empfehlen unseren Freunden, soweit sie Mitglieder der A. J. K. O. sind, die Versammlung persönlich zu besuchen. Mitgliedskarten sind initzubringen. * Berlin. Austritte aus dem Judentum im Monat September 1011. Frl. Margarete )glück, Berlin, Thoino• siusstr, 21. Fabrikdirektor I laus Hie mul Frau Else, geb. Pcrsicaner, Cliarlottenburg, Oiescbrechtstr, 12. Handlungsgehilfin Fräulein Else Süßholz, Groß• Görschenstr. 30. Frau W\v, Schneidermeister Julie Nadler, geb. Groß, Cliarlottenburg, Motzstr. 10. Berlin. Der Zeitpunkt für eine endgültige Be• schlunfassiing des Reichstages über das Versieherungsgesetz ,für Angestellte naht heran. Die Be• Stimmungen dieses 'Gesetzes sind recht schwere, so• wohl 'für ־die Gemeinden, wie für die Kultusbeamten. Der ״D c 111 s c h I s r a c I i t i s c 11 c Gemeinde•, blind“ beabsichtigt deshalb, wenn irgend möglich, eine eigene Ve r s ich e r u 11 g s k .ר s sc für die Pension und die Hinterbliebenen der jüdischen Kultus• beamten 'Deutschlands ׳zu gründen. Kommt diese Kasse zustande und umfaßt sie eine größere Au* zahl Von Gemeinden, so wird es ihr möglich sein, mit der Z«:it^ günstigere Bedingungen gewähren zu können als Uer Staat solche bewilligt. Die Kasse kam aber mir dann begründet Werden, und hat mir dann Aussicht auf staatliche Genehmigung, ׳wenn eine große Anzahl von Gemeinden sich verpflichtet, alle ihre unter das Gesetz faltenden Angestellten bei dieser unserer Kasse zu versichern. Da die Annahme des Gesetzes innerhalb der nächsten zwei Monate hcvnrsteht, und da in Gemäßheit des Gesetzentwurfs die Ersatzkassen he• ׳ reits bei Veröffentlichung des Gesetzes bestehen müssen, ergeht an alle Gemeinden das Ersuchen, ihre Zustimmung bzw. Verpflichtung bis spätestens «len 2. November cinsendeu zu wollen, damit «ler Bund evtl. ,rechtzeitig an die Konstituierung der Kasse gellen kann. Breslau. Rabbiner Dr. Jakob G u 11 m n 1111, der Vorsitzende des ״Allgemeinen deutschen Rabbiner- Verbandes'', bat den Professortitel erhalten. In letzter Zeit ist dieser Titel an mehrere hervorragende wissenschaftliche Rabbiner in Deutschland verliehen worden: an die Herren Rabbiner May bau in •Her• lin, Dr. Bloch• Pose», L e v y - Breslau. Jakob G u 11• mann, Vater des Privatdo/entcn für Philosophie an der Universität Breslau, Dr. Julius Gutt mann, gilt seil langem als unbestrittene Autorität auf dem Gebiet der jüdischen R e I i g t 0 11 s p 11 i I o s 0 p 11 i c. Alle seine wissenschaftlichen Veröffentliclmngen bewegen sich auf diesem Gebiet, vornehmlich hat er das frühe Mittelalter bearbeitet, die spanischen Philosophen und die Scholastik, den Anteil der Juden an der Entwicklung und Förderung der pliilosaplti• sehen Wissenschaften und die wechselseitigen Be- Ziehungen der bedeutenden jüdischen und christlichen Philosophen, sowie den Einfluß der ersteren auf diese. Oppeln. Der Synagogenßemcindcvcrband für den Regierungsbezirk Oppeln, der unter der Leitung des Jwsti/.rats Berget in Königshütte steht, hat seine diesjährige Jahresversammlung auf Sonntag, den 29. d. M., nach Rybnik cinherufcn. VCReiNS-RUNDSCHAU Berlin. Die Fortsetzung der Genera tvers a in m 11111 g der Berliner Zionistischen Verein!• gung findet am Mittwoch, I. November, in den Sophicnsälcii (Hochzeitssaal), Sophienstraße, statt. Tagesordnung: I. Wahlen des Vorstands und der Rcvesoren, 2. Anträge (vorher schriftlich eiiizureiehcn. Berlin. Am Sonnabend, den 28. Oktober, abends 8י_/י Uhr, findet im Restaurant ״Ru hl und“,׳ Mittctstrnßc bO, eine Mitgliederversammlung der ״Kadimah"־Gruppc der B. Z. V. statt. Herr Dr. Nathan Birnbaum (Mathias Aclier) wird über d i e I d c e eines A 11 j ii d i s c 11 c n Kongresses referieren. Freie Aussprache. Gäste willkommen I Man bittet um pünktliches Erscheinen. Berlin. Am Donnerstag, den 2. November, veranstaltct der ,,Zentralvcrein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ im Oberlichtsaale der Phil• harmoitie, Berlin SW., Bcruburgcr Str. 22/23, eine all• gemeine Versammlung, in der Herr Dr. Franz O p p e n h e i in e r über das Thema: ״K a p i t n 1 i s m 11 s u n d J u d c n t u m" sprechen wird, 1111 An• sclihiß daran findet eine Diskussion statt. Posen. Am 12. November d. Js. findet in Posen der 4. Distriktstag des Gruppenverbandes Posen statt. Tagesordnung: I. Tätigkeitsbericht. Dr. Jeremias-Posen. 2. ״Der Zionismus nach dem 10. Kongreß.“ Referent: Herr Bankprokurist Ka• rcski-Posc». Korreferent: Herr Saliiiger-Filclme. 3. ״Zionismus und jüdische Waiideriingsprobteme.“ Referent: Herr Fabrikant II. Wollheim-Poseii. 4. An• träge und EvcnUiaiia. Diskussion zu jedem Punkt der Tagesordnung. Die Verhandlungen werden um II Uhr im großen Sterit'schen Saal, Wilhclitistr, 1, eröffnet und um 3••/ l Mir fortgesetzt. Um U/j Uhr findet ein gemeinschaftliches Mittagessen im kleinen Stempelten Saal statt. Preis des trockenen Ku• vcrls (unter Aufsicht des Rabbiuats) 3,50 M. Abends 9 Uhr im großen Stern׳sc־hen Saal öffentliche Versammlung. Referent: Herr Rechtsanwalt Grouemaun-Berliii. Alle Gesinnungsgenossen des Distrikts sind zu der Tagung herzlich eingefallen. Kattowitz. 1111 Jüdischen Jugendbund spricht am Montag, den 30. Oktober, Herr Dr.' Walter Stein i t ־/. Breslau über: ״D i e B c d c u t u n g d e s R n s s e 11 f a k t o r s f ü r d i c K u 11 u r,״ Gäste gern gesellen. Stettin. Am 21. Oktober sprach in einer Mit• gliederversatnmhing des Jüdischen Turnvereins Herr Referendar G r e i f c 1111 a g e 11 über ״Die Juden* frag c“. Berlin. Der H c r z! * KI ub, Berlin, eröftnete seine Winterarbeit mit einem im Tiergartciihot vor einem sehr zahlreichen Publikum ahgeltalteuen Lichtbihlcr-Vorlrag Dr. Heinrich L o e w e s: ״Jüdisclic Vnlksarhcit in Palästina“. Mit einer kurzen historischen Einleitung, einer Skizziertmg der Oe* schichte der jüdischen Kolonisation im heiligen Lande begann der Vortrag, der sodann die Zuhörerschaft, die sich bald völlig im Banne der fesselnden Dar* hietiingeu befand, durch clas Oegenwartslebcn der Kolonisten führte. Sämtliche Berulszweige, die «ler hule im heutigen Palästina ergriffen hat, kamen in zum Teil außerordentlich gelungenen und farheiischönen Bildern zur Geltung. Die Arbeit in «len Weinbergen mul aut den Kornteldern, «las Einhringen «ler Ernte mul die Entstehung der Olivenhaine, die den Namen Herzls tragen sollen, zog vorüber und gab Kunde von «lern arbeitsfrohen Sinuc einer kernigen lind schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit wieder im wahrsten Sinne des Wortes bodenständig gewordenen jüdischen Bevölkerung, die, das Herz geschwellt von den Idealen unserer nationalen Renaissance und in dein Bewußtsein ihrer Pioiiicrtätigkeit, mit Liebe und Lust die so lang entfremdete heimatliche Scholle bearbeitet. Und ferner streifte der Vortrag die Tätigkeit «!es Jüdischen Nalioiialfonds, dessen hervorragendste Snmiiieliniltcl, dessen Gründer und vorzüglichste Schöpfungen fm Bilde ihre Wiedergabe fanden. Alle die Stätten, an denen durch Vermittelung des jüdischen Volkssehatzes neues agrikiilturcllcs und industrielles Lehen empor* geblüht ist, mul wo neu geschaffene schmucke und freundliche Stadtviertel, sowie der jüdischen Kunst mul dem jüdischen Wissen geweihte Stätten aus steinigen Trümmerstätten hcrvorgewncltsen sind, ent* standen vor den Augen des ehrlich begeisterten Audi• torimns. Hinzu kam, daß die prächtigen Bilder in Heinrich Locwe einen Interpreten fanden, wie er besser kaum gedacht Wertteil konnte, der den riehtigen Ton für sein Publikum fand mul den Ein• druck der Bilder in jeder Weise wirksam unterstützte. Dem arbeitsamen, aufstrebenden Herzl-Klub gebührt flank dafür, daß er einen größeren jüdischen Publikum in Berlin diese genußreiche Darbietung ver• schafft hat, die besser als zahlreiche theoretische Re• ferate es vermocht hat, Interesse und Verständnis für die jüdische Gegenwartsarbeit in Palästina zu erwecken. Es kann nur dringend gewünscht Wertteil, ־ dntt keine Ortsgruppe sielt die Gelegenheit entgehen läßt, ihre Winlcrpropaganda durch Arrangierung eines Lichthihlcrvnrtragcs mit «len oben geschilderten von «ler Z. V. f. I). zur Verfügung gestellten Bildern in wertvollster Weise zu ergänzen. Neben dem direkt frappant starken moralischen Eindruck, den der Vortrag machte, ist auch sein agitatorischer Wert für den Natioii.dfonds bedeutend. Die Versammlung spendete 11 Oclbüume aut den Namen «ies Vortragenden, hg. Berlin. Die Jüdisch-nationale Fraucnvcrcinlgung hat ihre Wintertätigkeit mit einer am Mittwoch «leu 18. stattgcfimdcncn Mitglietlervcrsaiunilung he• gönnen, in welcher das Arbeitsprogramm für den Winter besprochen wurde. Die Leitung der ver• sehiedenen Kommissionen haben folgende Damen übernommen, für Propaganda: Frl. Mally Rosenb I ii t h , für Kunst, Literatur und Geselligkeit: Frau Erna Fürst, mul Frau Hccki Engel, für Jugend• er/ieluing: l'rl, S. Kassriel. Zur Leitung der Krankeiifiirsorge hat sich Frau Rabbiner Dr. Arthur Levy bereit erklärt. — Die hebräischen Kurse finden auch in diesem Jahre unter Leitung der Organisation für hebräische Sprache und Kultur statt. Des ferneren beabsichtigt die Fraticnvereinigimg, einen Kursus für Geschichte des Zionismus und Palästinakuudc zu gründen. Berlin. Der ״Neue Jüdische Gcmcindevcreiii'׳ begann seine Wintertäligkcil mit einer Versammlung in der die Herren Dr. Zwirn und Dr. Löwy über die Vorgänge im Judentum im letzten Jahre referierten. Erörtert wurden die Vorgänge aut dem Gemcimletage und «lie hohe Bedeutung, die das vom ״N, J, (L V.“ gefortlerle Proportionalwahlreciit für die Wahrung der Rechte «ler Minorität hat. Der Ei», fluli der Bestrebungen .des Gemeimlevereiiis auf tlic Berliner Jüdische Gemeinde lasse sich nicht verkennen. Das geforderte Gemeindeblatt erscheine. Daß «lic Jüdische Gemeinde nicht nur Vcrwaltungskürpcr zu sein habe, werde anerkannt. Das Pr0|M)rlionalwah|. System sei einer freilich schon seit «lein 15. Februar eingesetzten Kommission, v«m deren Arbeiten mau noch nichts weiter g« hört habe, als Anregung mit auf «len Weg gegeben. Zwei neue Synagogen werden ge• baut. IIdl!'entlieh fänden sieh dafür brauchbarere יTerrains als für «lie Svnagogc Fasaiicnstraßc, «lie an die Stadlhahn gc«|uclsd1t sei. Bedauerlich sei, daß man von den Arbeiten der Scelsorgvktmimissitni nichts höiv. Was vor allem aller nötig tue, sei eine Erneuerung des jüdischen Gei des. Es sei ein Unding, wenn die Her• liucr Jüdische Gemeinde von Männern geleitet werde, die als leitende Persönlichkeiten in «ler Berliner Re' form-Gemeimi«־ den Ztislaml duldeten, daß ein Pie• «liger, dessen Kinder getauft seien, amtiere. Der Gemcindcvcrciu mit dem Ziel, jüdisches Leben zu wecken und jüdische Anhänglichkeit zu erhalten, habe noch ein unabsehbar weites Arbeitsfeld und dürfe in seinen ,Leistungen nicld ermatten. Daß er ins Weile wirke, Sei «lankbar aiiziierkcimeii. Seinem Vorsitzenden, Rechtsanwalt Dr. Klee, gehöre «ler aufrichtige Dank aller Einsichtigen dafür, «lall er auf dem Gemeindetage bei allem Entgegenkommen in «ler Form zuerst siel! dagegen gewandt habe, daß durch einen Peers-Schub die radikalen Tendenzen die Uebermacht erhielten ״ml von der so zurechtgestutzten Majorität ein Juden• gesetz angenommen wurde, «las die Zustimmung• «ler Gcsamtjudeiilieit Deutschlands niemals finden könne. In der weiteren Diskussion wurden eine Reihe pätla. gogischcr Fragen erörtert, und auch die Frage ge• streift, wie es möglich sei, den übermäßig hohen Preisen des koscheren Fleisches, «lie Minderbemittelten «lie Führung einer koscheren Wirtschaft beinahe um möglich machten, ein Ende zu machen. Lebhaft he• dauert wurde auch, daß die Anregung des konserva• tiven Repräsentanten Lewinski auf Schaffung einer Sevlsorgeorganisation in der Berliner Gemeimle noch zu keinem positiven Ergebnis geführt habe. Die An• Stellung eines Rabbiners, «ler lediglich sicli mit «ler soziaRseelsorgorisehcn Frage zu befassen habe, sei dringend erwünscht. Interessant sei der Hinweis tlnraut, daß «In.׳ Forderung «Ies Parodii.ilsyslcms von immer weiteren Kreisen aufgestellt werde. Auch in erklärt liberalen Kreisen Charlollcnhurgs sei jetzt diese Forderung, weil man einsehe, «laß es so nicht weilet• gehe, mit Nachdruck erfolgt. Die Samenkörner, die der Neue Jüdische Gcmeindeverein ausgestreut bat, fangen an aiifzugeheii. Dessau. Am Sonntag, den 22. hielt die Orts• gruppe ihre diesjährige sehr gut besuchte General• v e r s a m tu 111 n g ab. Zunächst wurden drei neue Mitglieder in die Gruppe aufgeimmmeii. Sodann gab Herr Dr. Moses den Bericht über die Arbeit des vergangenen Jahres, die eine nicht geringe, aber auch erfolgreiche war. Herr Go I d in a 1111 gab den Kas• senhericht, wonach der Knssciiabschiuß durchaus günstig ist. Hierauf genehmigte die Versammlung die neuen Statuten durch en hloe Annahme. Und dann wurde zur Vorstandsvvahl geschritten, die folge״• des Resultat ergab: 1, Vorsitzender I lerr Dr, Mose>; Stellvertreter Herr S c g a 11; Schriftführer I lerr G o I d* mann: Kassierer Herr Löwensicin; Beisitzer Ii. Weher, Salomou N u ß b a 11 in und Z. S e m m «׳ I mann: Kouimissiar des Nationalfomls Herr Reiß. So kann nun die Ortsgruppe• wieder neu gestärkt ind mit frischer Kraft an die Arbeit des neuen Jahn « herangehcii. Möge diese eine segensreiche und ויי• sprießiiehe werden zum Besten unserer Bewegung, zum Wolde des ganzen jüdischen Volkes. Essen, Ruhr. Unsere Ortsgruppe eröffnete ihre Winterarheit am H>. Oktober durch einen im Sa.'e des Hotei Union veranstalteten Vortrag des Heini Dr. jur. Julius R o sei! fei d. Einige Tage vorher w.,r eine erhebliche Anzahl unserer üemeinifcmitglicdvr durch ein Zirkular eingeladen worden, in dem ein Vortrags-Zyklus des Herrn Dr. Rosenfeld ״Z u r E i n f ii 11 r u n g in den Z i«» n i s in 11 s“ aiipcküiidii-t wurde, der folgende 3 Themata umfassen soil: 1. Ucberblick über «lie neueste jüdische Geschichte, 2. Die heutige Lage der Juden, 3. Religiöses und nationales Juden: um. Der heutige erste Vortrag hat!»• einen leidlich guten Besuch aufzuwe :seit. in seinem gut durchdachten, von eingehendem Studium «ler Ge• schichte ••־ nicht nur der jüdischen‘ - zeugenden Rc• ferate behandelte der Vortragende die Geschichte, he 1 sonders der deutschen• Juden, seit Moses Mendels solm und scliililcrte in formvollendeter, geistvoller Weise den Einfluß der Mendclssohnscheii Arbeit, der großen französischen Revolution und «ler Juden• emanzipation auf die Entwicklungsgeschichte der Juden. An «las mit großem Beifall angenommene Referat schloß sielt eine lebhafte Aussprache, die sich durchweg auf einem erfreulich hohen Niveau hielt. Wir dürfen mit voller Zuversicht von der wertvollen Mitarbeit des Herrn Dr. Rosenfeld einen bedeutenden, «lauernden Erfolg für unsere Ortsgruppe erwarten. Düsseldorf. Am Dienstag, «len 17. ds. Mts., sprach in der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe Herr Dr. med. Grüneberg aus Elberfeld über ״Das R a *.? 0,!י I? r?k1 c m“. Uebersichtlicli und gemein• 1 verständlich behandelte der Redner die Kernpunkte 9

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