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Jüdische Rundschau · 1911-08-25 · Heft 34 (25.8.1911) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVI (1911)
Issue
Heft 34 (25.8.1911)
Date
1911-08-25
Page
– (sequence 7)
Language
German
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7 ׳. m&wEst.’*t torai Nr. 34 J U IIDISC II iZ R U N!>SC11 AU Seite 309 Weiterverkauf erwerbe״, l;i(U aber am dm* völlige Unkenntnis dieses Herrn über das Wesen lind den Zweck des Nalinnnlfomls schlielSe״.! s ist wiiklich merkwürdig, dalt ein ,Mann, der die | inriehtungen des Nationalfonds einer KriUk unler/ielu noch nicht einmal diese grundlegende Bestimmung d.s Nationalfonds kennt» dali derselbe nicht he reell- Ugt ist, auch nur eine Quadratelle des Hodens, den er erworben bat, w i c d e r z. u v c r k a u f e n, Aid weni- ״er unterrichtete Kreise mutt diese Kritik aber den bindruck mache״, als oh das Direktorium des J, N׳. F. nützliche Verwendungsmöglichkeiten seiner Gelder vernachlässigt habe. Darum ist eine solche Art der• selben höchst gefährlich. Nun sind wir nicht so eingebildet, um nicht zu wissen, dal( unsere Verwaltung immer noch an manchen Mängeln krankt. Dafür üben wir aber die notwendige Selbstkritik, die viel wichtiger ist als der Tadel eines Atillenstcliemlen, weil wir einen viel besseren Hinblick in unsere Verwaltung und die Schwächen derselben haben, als andere. Wir sind fortwährend bestrebt, unsere Hrfalmm. gen anszmmlzen. So habe ich z. lt. auf dem letzten Kongresse offen aut gewisse Schwachen in unserem Veitrage mit der I lätiserliatigesellsehafl ״Aelm/at Haiit" hingewiesen. Diesen Mängeln haben wir versucht lui unserem Vertrage mit der ״Nachlath Benjamin*‘,. der Selnveslergescllschaft von ״Aclui/at Hajit" wieder gut zu machen, indem wir dieser Genossenschaft eine ewige Keilte für die Hemitzung des (iniml und Hodens, wtuiir wir das Darlehen geben, auferlegt haben. Wir beabsichtigen in Kürze noch einen weiteren Versuch ״nt dem Hrhhaurecht zu machen, um auch für die städtische Siedehitig und etwaige Hinrichtung von li.iilenstädten eine gesunde Cirundlage zu schaffen und die Higentümer der Häuser iu ein dauerndes Verhalinis zum Jüdischen Nationalfonds als Besitzer des Druiul und Hodens zu bringen. Als einen grollen Mangel unserer Verwaltung empfinden wir die Hu• Übersichtlichkeit derselben. Wir erwägen daher den (icd.mkcit, einen Inspektor iu Palästina nii/tistclleu, der nach kaufmännischen (irundsät/eu alle unsere Besitzungen in Palästina beaufsichtigt und deren Ver• w.iltimg einriehlct. Oh wir für diesen Zweck dem l’.ilastinaamt einen ständigen Heanilcn lu igcbeii, oder ob wir denselben zeitweise Iiiniibersebicken, das bleibt noch zu erwägen, teil halte es aber auch für eine Pflicht der Männer, welche an' der Spitze der Ver• ivalumg des Nationalfonds stehen, sieb von der Hut• Wicklung unserer Hinrichtungen in Palästina persönlich zu überzeugen. Darum habe auch ich die Absicht, in kurzem seihst eine Inspektionsreise nach Palästina zu unternehmen. Eine neue Schwierigkeit taucht nunmehr für unsere Verwaltung auf, die ich nicht unterlassen möchte, an dieser Stelle zu erwähnen. Seitens der Misrnehi wird Klage darüber geführt, dal( die Arbeiter in Palästina und auch solche, die auf den N’ationallöiulsgüteru angcsicdelt sind, durch ihr öffentliches Auftreten die religiöse Empfindung eines großen Teiles der jiidiselten Bevölkerung Palästinas verletzen. Das Bureau der ״Misrachi' tritt an uns mit der Trage heran, welche Schritte wir tun und getan haben, um derartige Milistäude zu verhüten? Ich muH mm zunächst sagen, dal( 'uns von einem verletzenden Verhalten von Ar• heitern auf Nationalfoiulsliiudcrcien nichts bekannt geworden ist. Ich mul( aber auch deutlich erklären, dall ich nicht glaube, dal( der J. N'. F. hcrcchligt ist, eine religiöse Polizei über die auf den Ländereien des Nationalfonds oder sonst in Palästina augestelllen Arbeiter ans/iiübcii. (Stürmischer Beifall. Zurufe: Das hat niemand verlangt!) Aber Sie werden es verlangen. Ich erkläre — wenn es nicht verlangt werden sollte, um so besser — daß dies unmöglich ist. Eine Formel, die ich vertreten könnte, dürfte viel• leicht dahin lauten, dal( unsere Bureaus und Vcrwal• tungsciimchtungeu so beschaffen sein müssen, dall jeder gesetzestreue Jude ohne Ueeinlräeltügnug seiner religiösen Uchcr/cugimg auf unseren Besitzungen leben und arbeiten kann. Wirk ö 11 u e u die V o 1 b e d i 11 g 11 n g c u schaffen für die r e I i g i ö s e Freiheit auch des aller fr ö m m steil J u den, aber nicht für einen Zwang, d 11 rch den wir die Gewissensfreiheit des ein• zeinen beschränken würden. (Lebhafter Heifall.) Es gibt eine einfache Möglichkeit für die gesetz.es• treuen Zionisten, dem von ihnen gerügten MUtsumd ein Ende zu machen, nämlich dall siel! gesetzestreue Arbeiter in großer Anzahl der Kolonisation in Palä• stina widmen und der Einfluß dieser Elemente mall• gehend wird. Ich möchte aber doch hervorliehen, damit kein Irrtum hieraus entsteht, daß aut allen unseren Besitzungen die strengste Sabbatruhe;111 Sabbaten und Feiertagen herrscht (Zurufe: in der Theorie), soweit unsere Verwaltungsorgane darauf Hin- Mult haben, (Widerspruch von den Misrachi) und daß wir auch darauf acuten, daß die religiösen lieslim• inungen bezüglich des Srhmiltah-Geset/es eingehalten werden können. Die Misrachi haben aber auch keim*• lei Veranlassung, mit unserem Verhalten ihnen gegen• «her unzufrieden zu sein. Wir sind denselben m der Trage der Bildung einer Kolonie aus gcsetzcsircuen Juden aufs weitgehendste cntgcgcngckommen. Leider waren unsere Bemühungen in dieser Richtung bis jetzt ohne jeden Erfolg. Den Misrachi ist es bis jetzt nicht gelungen, das erforderliche Minimum von SU 000 Hits. aufzubringen, welches nötig gewesen wäre, um diese Kolonie mit Inventar und nötigen Hinrichtungen z.u versehen. Wenn cs dem Misrachi gelingen würde, mehr positive Kolonbafionsarheil in Palästina z.u liislin, dann wunlen amh vermutlich diese Klagen a11f!1üren, da daun die Anhänger der geselzeslrcuen Kidihiug sellisl mit der prakliselicu Ailiiit zur 1.111:11• timg mul zum Ausbau ihrer hicdclimgen genug zu tun haben werden. (Heifall.) Zum Selilu •w gestalten Sie mir noch, den Wunsch zu äußern, daß die schöne Tntwiekbmg, welche der Natioualfomls bis jetzt genommen hat, nicht durch eine allzu heilige Kritik gestört werden möchte.׳ Die Mög. lichkeitcn dieser Entwicklung sind ganz unbegrenzte. Wenn ich atieli zu Hingang meiner Ausführungen betont habe, daß’ wir ein Uekordjaltr zu ver• zeichnen haben, so könnte doch der Fonds eine viel• f a 1111) 11 11 ־ e r e B e d e 1111111 g erlangen, als cs heute der l all ist, wenn wir alle Kräfte hierfür cinsetzen wollten. Bedenken Sie, wenn iu der ganzen Welt nicht mehr geleistet würde, als was jetzt an Agilations• arheit in Südafrika und Belgien schwebt, dall wir dann einen Jaliresertrag von über 12 Millionen Mark erzielen könnten, daun haben Sic einen ftegrifl davon. Und dieser Jalucseitrag ergäbe immer nur erst einen Heilrag von *einer Mark für den Kopt der jüdischen Ile• vülkcrtmg der Well. Kein inneres Hindernis siebt der Hrreiclmug dieses Zieles entgegen. Dann würde a h e r a 11 e I) d a s türkische Volk e i 11 s e 11 e 11, welchen Nutzen die zioiiislische Bewegung dem osmauischen Keielie bringen kann, da wir daun auch tat• sächlich in der l.age wären, die menschenarmen mul brachliegenden Länder׳,strecken Syiicns und Palästinas in Valeur zu setzen und mit friedliebenden um! fleilli• gen Menschen zu besiedeln. Hoffen wir, daß dieser Zeitpunkt nahe ist und .,uieh die gciciitc'ii Männer lind Trauen unter uns ihn erleben mögen. Dann sind, wenn ein gehobener *Ton mir an diesem Jnbiläniiiskoiigreß auch in einem sncli• lieh trockenen Geschäftsbericht erlaubt ist, Talsperren, Oelb.mmWähler, (inrieiislndic, I lafenanlageu, Museen und I loeliseliulen kein (iehild der Phantasie, keine l ata Murgaiia mehr, sondern iu greifbare Nähe ge• nickt. Die zionistischen Maurer haben aller dann an 1 im 111 ewigen Denkmal für das jüdische Volk gebaut, mul es kann alle Mitarbeiter au diesem Werk, wenn es einmal vollendet ist, das I locbgefübl von Goethes Taust ei lullen, und sie können daun mit ilun erklären: ,,l.s wird die Smir von unsern Hrdrnlagcn nicht in Acnuvii uiitcigclieii." Stürmischer Heifall,) Vizepräsident Dr. Tsehlettow: Ich habe Ihnen einige Mitteilungen zu machen: Die in Hasel auwesen• den Antwcrpeiur Zionislen tragen Herrn Präsidenten* Wolf Iso l!n in (las (ioldeue Buch ein. (Beifall.) Die holländische Landsmannschaft und die anwesenden I lolländer tragen das Mitglied des E. A. C., I lerrn Jacolms Kanu, in das Goldene Buch ein. (Beifall.) Die russischen Zionisten tragen die Herren J. L. Ci o I d Ir erg, T e m l< i u , I )1־. K o h a 11 •Bern• stein, Dr. Tsehleuow mul M. Ussischkin zur Feier ihrer .Uljälirigcu Arheit im Dienste des Zionismus in das Goldene Buch ein. (Beifall.) — Der Perm.־»• ncuzausschuß tritt sofort zusammen. Das Wort hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates des I. C. T., Dr. KnUcncLsohn! Huber Kongreß! Auf dem neunten Kongreß in Hamburg ist zum erstenmal ein Baukreferat erstattet worden. Es waren damals besonder.* Verhältnisse, die dies veranlalllen. Auf dem Kongreß konnte nämlich keine (ieneralversanimlmig der Bank staUtimleu, des. halb war ein Kongrcltrcicrat über die Tätigkeit der Hank notwendig. In diesem Jahre sind wir iu einer besseren l.age; wir haben am Montag die General• Versammlung der Batik. Daher wäre jetzt cigvnt• lieb ein Bericht überhaupt nicht nötig; ich erstatte einen solchen ganz. kurz, aber doch, weil das Lehen unserer Banken mit den palästinensischen Verhält• nissen so eng verknüpft und verbunden ist, und die Hanken ein so wichtiger l’nklnr für Palästina geworden sind, lieber den I. T. werden wir am Montag eingehend verhandeln. Nur ein paar Daten aus dem Bericht, den Sie inzwischen iu I fänden haben. Im Jahre 1990 betrugen die Umsätze des I. C. T. S Millionen Pfund, P)IU dagegen O'/a Millionen. Brutto• wie Nettogewinn waren relativ besser als löilö. Wir waren leider nur iu der l.age, dieselbe Divi (lende wie H)'.I9 z.u verteilen, die Gründe sind Urnen bekannt; es. wäre wubl möglich gewesen, etwas höher zu gehen, wir haben es aber vorgezogen, bei der alten Dividende zu!)leihen. Das Aktienkapital der A. P. C. ist um üj 000 Pfund erhöbt worden, natür׳ lieb aus den Mitteln des I. C, T. Nun das Wichtigste ans dem I. C. T., zur Illustrierung unserer Mittel im Orient. Ich neune die Vcrgleichszahlcn, tun die Entwicklung Ihnen deutlicher z.u machen, nicht per 1. Januar, sondern per '10. Juni B)H. Das Kapital der A. P, C. betrug am I. Januar 1010 <10 |׳.ts Pfund, jetzt 93 800 Pfund. Der Kredit beim I. C. T. am 1. Januar 1910 050 Pfund, jetzt *170(10 Pfund. (Hört! Hörll) Außer• dem hat die A. P. C. noch einen Akzept-Kredit von 12 000 Pfund. Hs aibeilon also jetzt dort ITJ00!) Pfund. Ich hoffe, daß die Herren, die auf dem vorigen Kongreß den Antrag gestellt haben, daß wir die Mittel allmählich nach Pnlästinn hcrübcrhiingcn sollten, durch diese Ziffern befriedigt sein werden. Das Aktien• kapital der A. L. H. C. beträgt 15 000 Pfund, die Schuld 30100 P.fund. In Summa hatten wir vor D/a Jahren 123 288 Pfund, jetzt 197900 Pfund drüben. Das ist nicht nur geschehen infolge des Hamburger Kongrcßbesddusses, sondern weil das Geld jetzt In Palästina nötig ist. Damit, verabschiede ich den!, C. T. und komme zur A, I . B. C. Von diesem jungen lustistut können wir wirklich mit T1 ende und Genugtuung berichten, mit seiner I nt Wicklung sehr zufrieden sein. Die Divi• (lende von 1909 iu Hohe von 0״,״ haben wir für 1010 bcibehalUm und auch 1911 sind die Geschälte gut, und es ist mindestens auf denselben Gewinn z:1 rechnen, wenn nicht auf einen noch besseren. Die:. .; Ergebnis inulS um so mehr befriedigen, als in Konstan tinopel 1910 eine Anzahl neuer Banken eröffnet worden sind, mit einer scharfen Konkurrenz, über die ade Banken klagen. Glücklicherweise ist es dem jungei; liistilnt gelungen, nicht mir auf dem Gebiete des Bark• gcscliäfls, sumlern auch des Kommissionsgeschäfts äuHcrst wichtige Verbindungen und Beziehungen zu gewinnen, so daß wir noch bessere Kesultate in der /.iikiiiifl erhoffen dürfen. Noch wichtiger aber ist, daß wir durch diese Bank wichtige Vertretungen u 11 d V c r I) i 11 d u 11 gen in K ס n s t a 111 i n o p c I bekommen haben, die uns zeigen, daß wir auf dem Oe• biete von Konzessionen niebt mehr so verlassen uml hilflos sind wie früher. Und mm zur ältesten und liebsten Tochter, zur A. P. Zunächst einige Worte über Handel und imhi• Ktrielle Entwicklung Palästinas iu diesem Jahre. Leider war 191t) die Linie in Palästina sehr schlecht, so schlecht, daß man genötigt war, für 1300 000 Francs Weizen eiuziiftiltren, um die Bevölkerung zu ernähren. Unter diesen schwierigen Umstünden wäre z.u er• wallen, daß naiiieiiilieb in solchen Agrikulturländern ein sehr großer Rückgang des Handels cintrctcu würde. Glücklicherweise war das nicht der Fall. Die Weizeueiuftilir I1.1t den lmj>ort natürlich erhöht, der Export bat sieh um 2T Millionen Francs vcrgrüBerl; im ganzen stellen sie auf gleicher I lobe mit je 25 Mil• lioucn Tranes. Die Erhöhung der Hxportziffern bc• ruht auf der Produktion von I riiclileu usw.; allein der Export von Orangen )elief sich auf (> Millionen Francs Wert. Ich er• wähne das ans zwei Gründen: erstens weil die A. I*. C, einen wesentlichen Anteil an dieser Vergrößerung des I lamlels hat, daun aber wird es Ihnen auch Freude he• reiten, wie fruchtbar dieses schöne Land geworden ist. Sie keimen den Vergleich Israels mit der Sonne, die, wo sie liinkomml, das Land befruchtet und neues!.eben schafft, und wo Israel weggehl, entsteht eine Wüste, ich glaube, es ist das etwas übertrieben, wenn man von anderen Ländern spricht, aber es trifft zu für Hrez Israel. (Beifall.) Die Touristik hat sich in diesem Jahre tim fast 51)°,״ vermehrt: 717(1 gegen 55(10. Die In du• strie im Lande entwickelt sich leider wenig, sie steht fast nul demselben Punkte wie irülier. Leider geschiebt für Wege und öffentliche Bauten noch immer sehr wenig; wir wollen auf Besserung hoffen. Dem jüdischen Handel fehlen sprachkundige, unter• 11ehmu1׳'\sl11slige Leute. Auch die 111 ׳ i a len der Bank entwickeln sich gut. Die kleine Filiale in Jaffa hat in der ersten Zeit einen kleinen Verlust gehabt, doch darauf kommt es nielit an; es ist zu erwarten, daß sic der jüdischen Kolonisation in der Umgebung Nutzen bringt. Referent berichtet daun weiter kurz, über einzelne Operationen der Bank. Besonders entwickeln sich die Kredite für die Plan tagen und für die anderen Unternehmungen. Die I. c i h g e 11 os s c n s c 11 a f t c n haben sieb in diesem Jahre lediglich um unseren Kredit von 17 000 T'rcs. vergrößert, leider nicht mehr. Hoffen wir, dall diese beiden Instiliitc in Palästina sicli mehr entwickeln. Hs ist eine der wichtigsten Aufgaben, dal) wir kooperative Tätigkeit den Leuten in Palästina heihringen. Wir haben 1200 Mitglieder, wir arbeiten sehr hübsch, aber das muß sich bedeutend vergrößern. I )ic D e p o t I: i 111 a g c n betrugen am 31. IX*• /einher 1909 •1978 330 T'rcs., am 30. Juli 1911 5 99$ (KM T'rcs., d. i. also in diesen anderthalb Jahren eine Vergrößerung der Einlagen um 31) •V«. Wenn wir bedenken, dall die Ernte schlecht war, keine besonders günstigen Imlustrievcrhältiiisse bestehen und trotzdem die Einlagen sieb um mehr als eine Million vergrößert haben, so folgere ich daraus, was icli schon im vorigen Jahre betont habe, daß man fühlt, wie sehr sich die Vermögenslage des Landes verbessert bat. Mau merkt es, d n I) G e I d ins Land hinein• kommt. Unsere Investierung betrug am 31. De• z.cmber 19W 5 07$710, jetzt 7?.*>213 Frcs., ci. '1. also eine Zunahme um mehr als 2•/״ Millionen oder um 52״;״. (Beifall.) Manchem wird vielleicht eine solche Vergrößerung etwas amerikanisch Vorkommen. Ich erkläre Ihnen, das ist nicht amerikanisch, das ist zio• nistisch. (Lebhafter Beifall.) Nun, $ Millionen, das ist noch kein Goldregen nach amerikanischen Begriffen, aber wenn Sic bc• denken, daß 'der gesamte Umsatz, in Pnlüstiua 50 M i 11 i o n c n j ä 11 r I i c 11 beträgt, Import und Export,' und daß wir davon 8 Millionen investiert bähen, so werden Sie daraus ersehen, was für ein mächtiger Faktor für Palästina jetzt die A. P. C. ge• worden ist. Wold sehen wir keine plötzlichen Sprünge, cs ist wie ein Baum: wenn wir ihn ein Jahr nicht gesehen haben, dann merken wir von außen keine große Veränderung; aber in diesem Jahr hat der Baum schöne Früchte getragen, er hat einen neuen Ring angesetzt und namentlich sind seine Wurzeln tiefer cingcdrungen. Und wenn man bedenkt, daß er auf einem so unendlich teuren Hoden gedeiht, dann wird er jeden gewiß befriedigen müssen. Sic wissen von dem alten Wanderer, der an einem Baum sich so

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