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Jüdische Rundschau · 1911-08-25 · Heft 34 (25.8.1911) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVI (1911)
Issue
Heft 34 (25.8.1911)
Date
1911-08-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 398 in europäischen Stnnls- oder Rentenp;tpU־ren .׳mm• legen, und Sie werden sich .,ins der Skala, die in der Aufstellung unserer Saninielmillcl /ti sehen isi, davon überzeugen, dal) unsere siimllielien /t1gci|osscn11׳.׳ Spenden uniniUeibare Verwendung in Palästina ge• funden liaben, Leider scheint die Meinung, daß »iei Nalionalfoiids eine (iesellschalt s^ci, deren Kasse für alle zionistischen /.wecke zur Verlüumij^ siehe, auch in sehr einflußreichen Kreisen Full gelallt zu haben. Mau hat sogar vorgesclilagvn, dall «ler J. N. I'. die Kosten des Kongresses iibcriieluncn oder überhaupt das Defizit der Organisation zu decken berufen sei Man Obersicht dabei, dall die Verwendung der (leider unseres Fonds nur im Rahmen seines Zweckes niög• lieh ist. Es gibt gewill auch sonst noch eine Menge liisliliitioiicn, wclcnc eine Unterstützung von zionisli• scher Seite wohl verdienen würden, es ist aber ein tlnrecht an die lliife des Nalionalfnmls zu denken, anstatt für solche Uu,criiehimmgen Sammlungen ein• zulcitcn, um dieselben finauziell zu unterstützen. So ist z. ti. der iic/alel ein überaus segensreiclies Unternehmen. Jedermann wird cs billigen, wenn der Nationalfonds diesem Untcrncluncn zwei seböne Häuser zur Verfügung gestellt hat, in welchen er sich nach seinen liedürliiisseu ciurichtcii und enlwickeln kann, man wird uns auch nicht ernstlich tadeln, dal) wir die Miele für die ersten Jahre teilweise erlassen haben, i's wird andererseits verständlich sein, dall wir für die Folge auf eine regelmällige Zahlung der Miete auch von dieser Institution rechnen müssen. Wir müssen es ablehnen, aus diesen einstweiligen I lUlelcistiiugen eine Regel herzuleiten und es als eine moralische Verpflichtung des Natioiialfomls zu betrachten, auf eine Verzinsung seiner in solchen (inmdstückcu angelegten Kapitalien dauernd zu ver• ziehteii. Selbstverständlich wird der Nalionalfoiids, wo es sich um ein Unternehmen handelt, das II uu• 'derten unserer Stnmniesgenossen neue Erwerbsmog• lirhkeiten erschlicht, sieh mit einer niedrigen Ver• ziusung begnügen und dem Hczalel gegenüber nicht etwa als harter Hausherr, der auf seinen Zins pocht, auftreteu. im Laufe der Zeit sind «luitt Natlounlfonds Unternehmungen ,™gegliedert worden, die man als Toehtervereine oder •(iesell• sehaftcu desselben bezeichnen kann. Ich neune nur die O c I b a 11 nt spende, den Genossen• s c h a f ts f o n *I $ und die David, und Fanny W «| f fso I) n •81 i f t u ng zur Errichtung von Arbeilerwolinungeu in Palästina. Auch andere (iesellsehaften sind durch Kreditgewährung zu dem Nationulfonds in ein näheres Verhältnis getreten, s<> «lall derselbe ein erhebliches Interesse au deren Verwaltung hat. Was die Oeibainnspende betrifft, so mul) aber *ler Irrlttm aufgeklärt werden, der auch durch die gestrige Frkliirung des Herrn Prof, Wnrburg unterstützt wird, als oh der Nalionalfoiids die Verwaltung der Pflanzlinge n in Palästina führe. Diese stellen nach wie vor unter der direkten Leit 11 n g d e s Pa I äs t i n a. R cs sort s in Berlin. Der J. N. I־'. hat vorläufig lediglich die Sammlungen für die Ocl• batunspeiule und die Verwaltung des Fonds selbst übernommen und weist die für die Pflanzungen er• forderlichen (leider gemalt dem Beschlüsse des Vor• Standes der ()elhatiuispeiide an. Immerhin halt es die National fotulsvcrwaltung für ihre IM lieht, bei diesem ihr so nahestehenden Uiiicnichmeu mit dem Palästina-Ressort darüber zu wachen, dal) eine ge* ordnete Ciescliällsgcbalirung slaltfindet. Sie hat deshalb eine Inspektion über unsere ()elbaumpflaiiztiiigeii veranlagt, aus der hervorzugelieii scheint, dal) sieh dieselben in einer normalen Entwicklung befinden, wenn wir auch noch mit den Schwierigkeiten einer ersten Vcrsiichspcriodc rechnen müssen. Die Fest• legung auf eine mathematische (irenzc der Kosten eines Oelbaunies möchte ich aber auch Herrn Pro• fessor Warburg mich nicht empfehlen. Die J, N. F\• Verwaltung hat durch eingehende Korrespondenz mit dem Leiter des Palüstinaaiiites dafür Sorge getragen, dal» die Ausgaben nach einem jährlichen Voranschlag eingerichtet werden mul eine Uebersehreitung dieses Budgets nur in Ansnahmcfällcu stattfinden darf. Wir hoftci auf diese Art zu erreichen, dall die Arbeiten im Kabinen unserer finanziellen Kraft geleitet werden und die Kosten der Verwalt u n g im Ver• hiittnis zu den Leistungen stehen. Der gegenwärtige Zustand ist noch nicht ganz zulänglich und hat zur Erörterung von Kompetenzfragen zwischen den ein• zellten Verwaltungen Veranlassung gegeben. Wir halten es darum auch für unsere Pflicht, die Einflußsphäre des Nationalfomls gegenüber diesen Verwaltungen klarzustcllen, damit Mißverständnisse und hieraus fließende Verstümmln• gen vermieden werden. Die wichtigste Frage, welcher die Nalionalvcr• .waltung nunmehr gegenübersteht, ist die einer ge• lauten Besteuerung von 10׳״« seiner i n n a h in e 11 zu Gunsten der Organisation. Es wäre gewiß ein sehr hc1|ucmer Weg für die Zentral- Icitung der Bewegung, wenn ihre Mittel aus Schekelgeldern nicht ausreiclien, in die Kasse des National• fomls oder der Bank zu greifen uml ihren Bedürfnlsscn daraus Befriedigung zu schaffen. Ich halte aber diesen Ausweg für einen sehr gefährlichen Weg, titr einen Holzweg schlimmster Sorte. Es ist ein Irrtum, wenn man annimmt, daß man auf diese Art niit einem bestimmten im voraus absetzbaren Einkommen rechnen könnte. Im Orgenlei; is! ml', aller Bestimmtheit zu erwarten, daß in dem Augenblick, in dem die Besteuerung des Nationalfomls beschlossen wird, die Limiahmeii desselben wesentlich zurück• neben und infolgedessen auch die Einnahuicmielle der Besteuerung versickern wird. Ich bin der Ucberzeu- JUED1SCHE RUNDSCHAU gimg, wenn die Spenden für organisatorische Zwecke und nicht luimilh'lbar für Zwecke der Kolonisation in Palästina gesammelt weiden, eine I laiipUricbfedcr für die Popularität der Sammlungen des J. N. F. versagen wird. Mau möge »km Impoinlcrabiic des moralischen Momentes nicht vergessen, das den Spender erfüllt, wenn er seine Spargroschen dem J. N. F. widmet, mit Grund mul Hoden in Palästina zu erwerben. Fs ist auch ein Irrtum, der widerlegt werden muß, als oh der NaUonallumls nicht schon heute einen erheblichen Teil zn den Kosten der Organisation hei• trage. Wenn der Nationallomls 10 ",״ seiner 1.111• nähme den S.imiuelstellen überläßt, so^ ist es ohne weiteres ersichtlich, daß die von diesen Sammelstellen entwickelte Propagandatätigkeit durch Verbreitung voii I lughlättern, durch Veranstaltung von Versammlungen, durch Wort und Schritt ebenso sehr der allgemein zioiiisliseheu Propaganda dient, als der speziellen Arbeit ihr den Nationallomls. Gail/ davon abgesehen, daß auch die Beteiligung *les Nalionalfoiids an wichtigen, allgemeinen, zionistischen Fiiirichtimgeii, wie z. I). dem P a I ä s t i 11 a A 1111 in Jaffa, sowie au »ler ״Welt" als eine Beteiligung an den Kosten der all* gemeinen Organisation * zu betrachten sind. Wem» mau das Fazit dieser Summe zieht, so wird sich ergehen, daß diese Ausgaben auch heule schon einen he• deutenden Prozentsatz aiisuiachc». Es soll nicht hestritten werden, d 11 ß d e r N a t i o 11 a I f o n d saue h seinerseits durch »I i e Einrichtungen der allgemeinen Organisation außero r »I e n 11 i e he Vorteile genieß». 'Es ist selbstverständlich, 11 a ß »ler N a t i o 11 a I - fomls ohne »I i e s e allgemeine Organisali oii und ihre F 1111 k l i o 11 ä r e. in den vers c 11 i c »I e 11 e 11 L ä 11 d e r 11 ii h e r 11 a u p t nicht existieren k ö 11111 c.• Es ist aber lii .׳rhei zn berücksichtigen, »lab wie bei jctlcr geordneten Organis.dion ein Kail in das andere greitcu muß, wenn »lie Maschine arbeiten soll. Alle tlicsc Dinge sin»! früher .schon liervorgehohen worden, und cs lohnt kaum, sie zu wiederholen. Aber eines möchte ich doch niciil unterlassen, nochmals zu betonen. Die Spannkraft der zionistischen Propaganda wird wesentlich beeinträchtigt, wenn die Uobcrzctigting allgemein wiril, daß der Schekel nur eine Ausliilfe sein soll, in Ergänzung anderer Mittel zur Erhaltung der Organisation. (Beifall.) Wenn es notwcmlig ist, wird inan die Steuerschraube einfach etwas höher aii/jchcn. Dein wird man dann nicht entgegen• hallen können, daß auf diese Art die Mittel des . N. F. völlig seinem /.wecke entzogen werden, )eim hat inan einmal diesen Weg beseliritten, so ist es unmöglich, sich später auf dies prinzipielle Bedenken zu berufen. (??) Nicht!; ist leichter, als so unter Umgehung des •Zweckes des Nationalfomls die Gelder desselben für alle möglichen anderen Unternelmiungeii zu verwenden und alle Mühe und Arbeit, welche die bj'wälirtestvn Führer unserer Bewegung daran gesetzt liaben, um »len Fonds ein für allemal aul die sichere (irumllage seiner Zweckbestimmung zu stellen, wird vergeblich gewesen sein. Hier muß mau ilcnjcnigeu, die hierauf hinarbeiten, entgegenrillen: ״Cnvcaui consules ne »piiil ilctriuicuti capint fumliis imster Jtid.iietis," Deslialh habe ich aber .׳null schwere Bedenken, oh das Direktorium die VeraiiUvnrlimg Ihr die Durchführung eines solchen Be- Schlusses tibenidiincii könnte. I rotzdem möchte ich diesem formellen zionistischen Moment nicht die ausschlaggebendc Bedeutung geben. Wenn dieser Bescliltih als ungesetzlich erachtet würde und wirkungslos bleiben müßte, wäre »lies ein 1־ ins• ko, dem wir »teil Kongreß unter keinen Uiuslämivn aussetzen dürfen. Ein Mittel der Besteuerung dieser Institution dürfte iiberlt.umt erst dann versucht werden, wenn alle anderen Mittel versagt haben, die notwendigen (ichltpielleii für die Erhaltung unserer Bewegung zu erölhien. Solange man nicht die Propaganda intensiv ausgestaltet, solange man nicht neben dein Schekel den Jahresbeitrag der Mitglieder »ler Bewegung, die zu einer freiwilligen Steuer in »ler Lage siml, eingeführt hat, solange hat man kein Recht, aul »las Mittel der Besteuerung »ler Institutionen zurückzngreifen. Dies führt dazu, »laß sieh selbst der Führer der deutschen Landsmannschaft, Herr 11 a n t k e, zu der Behauptung versteifen konnte, der Fonds gehöre dem E. A. C. Nein, er gehört dem jüdischen Volk (Lebhafter •Beifall) uml wir, die Verwalter, sind dem Großen A. C. und dem Kongreß für die treue Verwaltung gcntäli seinem Zwecke verantwortlich. Unser•: Leitung wird gewiß zu diesem Mittel nicht greifen. Wer nicht uns Vertrauen in die Werbekraft unserer Bewegung mul in seine eigene Fällig, keit hat, die frische Quelle der Begeisterung wieder flieben zu h-.sen, die uns au den Werdet;igeu »les politischen Zionismus ei ü'lt hat, verdient es nicht, durch das Vertrauen des Kongresses in die Leitung »ler zionistischen Weltorganisation berufen zu werden, teil bitte Sie alle, etwaigen ׳Versuchen, die Besteuerung des N a {i o n a I f o n d s e i n z 11 führen, mit aller Entschiedenheit entg e g e 11 z 111 r e t c n. (Beifall.) Die Nationnlioiidverwaltung hat aber nicht nur eitel Loh geerntet, sondern hat auch im Laufe der verflossenen Jahre einige Kritik erfahren. Es scheint, »laß man ln einzelnen Kreisen »ler Auffassung huldigt, daß »ler Nationalfomls noch nicht genug im Rahmen seiner Zwecke in Palästina getan hat. So hat Ilerr Professor W a rbtirg der Nationalfundsvcr• "'״.1,״P, Vorschläge unterbreitet, weicltc Vcrwcndungs. möglielikciteu sich in »liescr Richtung noch weher Tür »Ic'i Fonds ergeh.,1 würben. Aus diese Vorschläge trefien zum Teil die früheren Bemerkungen zu, daß sie sielt nicht streng im Rahmen unserer Zweck- Nr. 34 bcsliumiung bewegen, zum Teil sind sie sehr bead! tenswert. I s mag alter darauf hingewjesen werik•״’ dal» die llelia:;»‘, welche wir jetzt schon für!»:il.isti! musische Au!gaben feslgclcgl halten, nach »lein .Mal)' stab »ler gegenwärtigen Vermehrung unseres I (ן,'!״,‘ eine dreijährige cifiigo Samntelarheit aller unser״ Sauiiuclstellen erfordern wimle. Nach unseren bis herigeu Erfahrungen wiril aber kann ein J;,lu Ver. gehen, ehe sieh schon weitere Venvcmh111gsmüg|,f||] keilen in dieser Richtung von selbst ergehen, Dartiin ist es überflüssig, sieh schon jetzt hier über sie den Kopf zu /erbrechen. Seit ich an »ler Spitze »les J, N. | steile, ist noch kein Pfennig, um den sich »I,«; Ver; mögen des Nationalfomls durch die Sammlungen ver". nielnte, für einen anderen /.weck verwendet worden* als für KohinisatiousailH'ilcn in Palästina. So wün! sehenswert fiir uns die I ׳ordcrting aller iiiiteriichimmgeu in Palästina ist, müssen wir aucii bald wieder daran denken, einen Teil unserer Gelder an/iisaiiuncln, wozu wir schon auf Grund unserer Statuten verpflichtet sind, wonach ein Viertel unsere* Kapitals in leicht flüssig zu niacheiiilen Werten dauernd nii/ulegeii ist. Fs ist iiiaueliuial notig, zeitweise Seil»*!, besehraiiktmg zu üben, und wenn sieh das Direktorium darauf beschränkt, diejenigen Projekte gründlich m prüfen, welche ilas Palästina,nul uns empfiehlt, hat cj reichlich genug zu tun 111111 nicht nötig, sieh den Kopf darüber zu zerbrechen, was wir mit den Geldern anfangcu sollen, die wir imcli gar nicht' haben. Ich muß mich auch gegen den Vorschlag aus. sprechen, neue Fomls für Kolonisation und Kulturarbeit zu gründen, welche geeignet sind, die Wcrbetälig. keit »les Nationalfonds ein/tischrünkcn. Wir hallen jetzt so vielerlei gemeinnützige Fomls und Wirtschaft• liehe Unternehmungen, auch einen Kulturfonds, dall cs wirklich nicht nötig ist, noch einen neuen Fonds für derartige Zwecke zu schaffen. Nicht die Gründung neuer Fomls ist ein Erfordernis, sondern der Aushau der h c s t c h e n »I e 11 Einrichtungen, dies kann nicht deutlich uml dringend genug wiederholt werden. In einer Aeußcruug Prof. W e i z u! a ti 11 s in der ״J ü »I i. s c 11 e n R 1111 »I s c 11;111", daß die Richtlinien unserer Arbeit im Kongreß festgclcgt׳ werden sollen, scheint mir mir eine gewisse Unzufriedenheit mit »lern Er• folg unserer Tätigkeit /um Ausdruck zu kommen, da »loch kein ernster Realpolitiker erwarten kann, »lall in dieser Hinsicht mehr getan wird, als durch meine früheren Erklärungen auf dem Haager und Ham. burger Kongreh geschehen ist. Es ist nämlich meine Meinung, daß cs besser ist, etwas zu schaff e n ,;11 s »I a r ii I» e r zu re 11 e 11. Man könnte uns höchstens den Vorwurf machen, daß wir noch viel 1 zu viel Lärm von unserer Arbeit schlage». Wir könnten vielleicht noch viel beschenk• 11er sein. Denn im Grund siml es doch nur winzige Samenkörner, die wir aiisstreuen. Wenn ich auch nicht »las W»1rt ohne Einschränkung unterschreibe, daß die Zionisten die besten siml, »lie am wenigsten reden. Diese Unzufriedenheit des Herrn Professor Wei/.mnnn können wir ja sehr gut verstehen, »la mich lins vieles zu längs;mi vorangelit. Wir müssen aller mit uiiscmi Mitteln rechnen uml den .Schranken, welche uns *lie Zweckbestimmung »les Fonds unterlegt. Ich komme nun zuletzt zu einigen Einwendungen, welche von I Icrrn M. K. in der ״I In/efirah" gemacht worden sind. Herr K. tadelt »lie großen Aus.;.ר I» e 11 d c s N a t i o 11 a I f o 11 d s. Fr meint, cs wäre »esser, hier zu sparen. Wir wären Herrn K. sehr ver• humleii, wenn er uns »len einzelnen Posten unseres Budgets angehen möchte, bei weichem wir mit »ler Sparsamkeit beginnen sollen. Ich glaube nicht, dall Herr K. damit einverstanden wäre, daß wir un>erc Sparsamkeit mit der Fiit/iehuug unseres Beitrages ftir »las Palästinaaml beginnen würden, das ja licrr K. seihst als eine sehr nützliche Einrichtung betrachtet. Was aber die Spesen f ii r 11 i c S a m 111 u!stellen betrifft, die einen großen Posten unserer Ausgaben ausinachcn, so wäre zu befürchten, »laß die aiul.r• ordentlich fruchtbringende Arbeit dieser Bureaus für die Folge eingeschränkt werden müßte, wenn wir mit unseren Ausgaben, die docli der Propaganda »lienen, sparsamer sein wollten. Dasselbe gilt für die Publikationen, für welche wir in unserem Billiget hc• lastet sind. Ein jeder, »ler mit den Dingen vertrant Bl, wirtl wissen, welche kolossale propagandistische Be• deiitmig die Publikationen »les Nationalfomls in »ler!*resse der ganzen Welt haben. Durch »hcsc wird die Aufmerksamkeit weitester jüdischer Kids־.׳ focUl;u»«m\d :n»t unseren Fomls uml seine Tätigkeit gelenkt und nichts kann der Ausdehnung und der Popularisierung unseres Fonds mehr dienen, als diese Veröffentlichungen, für welche wir im Verhältnis zu ihrer Bedeutung mir ganz un• erhebliche Opfer bringen. Wenn Herr K. »!!von spricht, daß der Nationalfomls keinen Boden ver• pachten solle, ohne dafür entschädigt zu weiden, so entspricht das durchaus einem ständigen (iruml• salze unserer Verwaltung. Auch für unsere Ver• Pachtung an die I*. I.. f>, C. haben wir eine Tut• Schädigung erhalten, zwar nicht in barem Geld, ab*'( m Aktien dieses Untcrnelm: ns. Wir wollen die Hoff• uimg noch nicht aufgehen, daß wir von diesen Aktien eine entsprcchemle Dividende ziehen. Es mag aber darauf hingewiesen wcrilen, »laß durch die Tätigkeit der I*. L. D. C. unser Land nicht schlechter geworden ist, so «lall, wenn unsere Erwartungen in dieser Rieh* tung getäuscht werden sollten, und wir das Land wieder i 1 unseren Besitz bekommen, wir auch *Inn« durch die Verpachtungen an die P. L. D. C, keinen wcsentlicaen Schaden erleiden werden. Der Vorschlag des Herrn K., der Na.ionalfonds möge Boden zum

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