Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVI (1911)
- Issue
- Heft 28 (14.7.1911)
- Date
- 1911-07-14
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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p Nr. 28 Herrn l>r. Mossinsohn uml im Intcrvssc der Ortsgruppe• [,״,I «l«׳s Zionismus, von irgend welchen Schritten ih/iisclu'11. In «kr Diskussion bemühte sich der erste Redner, Herr KVehtsanwalt Dr, Münz, noch cinimi) auf <he \\isr:1chislen friedlich und versöhnend ein/uwirken, inilcni er darlegte, da» der Zionismus sich nicht in ifircmlemcr Person, sondern nusschlieillich in dem |1f(!11״1;1׳׳n wiedcrspicfjle. Es half alles nichts. Herr Oberndorfer, der Vertreter der Misrnchisten, trat I1tfv«)1 1!ml verlas unter heftigen Angriffen aut De,!ttoss 1111״-״ folgende, im Namen von '20 Herren ah- «eichene Erklärung: ״ *׳Herr Dr. Mossinsohn hat in seinem Referat dii. hnlischc (iymnasittm als diejenige Anstalt hinjjes־ llt, der «las Judentum seine Kultur und seine la!׳׳i>sance verdanken wird. Nachdem in dieser Sei ״'<’ dem altüberlieferten Judentum der Hoden e״!, ■:en wird, dadurch, dal! gerade durch Herrn Dr. .Mossinsohn der Abtall gepredigt wird, was der Um.»rieht in Hibelkritik bedeutet, sehe ich mich vn i.iiallt, im Aufträge von ■.20 Mitgliedern fol׳ gi .׳ Erklärung ab/.ugeben: Vir Unterzeichnete erlauben uns hierdurch un- •.cp!1 Austritt aus «ler zionistischen Ortsgruppe Nv...bcrg-Fürth der Vorstandschaft zur Kenntnis zu »linken; selbstverständlich bleiben wir nach wie «׳, neue Anhänger des Zionismus. Wir ,unternehmen diesen Schritt mir schweren lt«׳:/cns, weil wir uns bewullt sind, die Ortsgruppe, an •Irren Entstehung, Leben und Gedeihen wir mit Ile.׳/ und Seele mitgewirkt haben, durch unseren Ai.־•Irin und öffentlichen Protest zu schädigen. Wir wiil/en aber die Verantwortung hierfür au: die Vorstandschaff der Ortsgruppe ab, weil wir es au Hilten und Warmmgcn nicht (eitlen heilen. I:s ist jedem, der sieh mit jüdischen Angelegen• heilen einigermailen befallt, bekannt, daß Herr Dr. Mossinsohn ein Apostel des Unglaubens ist, weil er sich als Lehrer am Jaffaer Civmnasitun nicht scheut, durch Unterricht von Hibelkritik die Jugend dem Judentum zu entfremden und ihr den Geist des Zweifels ciiizuimnfen. Der christliche Staat gestattet den jüdischen Schülern während des Religionsunterrichtes nach alter jüdischer Sitte die Kopfbedeckung auf/.ubehalten. Der jüdische Lehrer des jüdischen ()),in• nnsiiims, Herr 1 >r. Mossinsohn, gestaltet dies nicht. Wir sind Zionisten, wir wollen aber auch Juden bleiben," Nach Verlesung dieser Erklärung verheilen die Misrachisten sofort den Saal. Herr Hlumenfcld und andere Herren charakterisierten dann in entsprechender Weise dieses Verhalten. Diese Handlungsweise der 20 Misrnchisten wurde in der n ul) e r ord c 1111 i ch en General vor• Sammlung der Ortsgruppe vom 2S. Juni, die zur Besprechung über den Vorfall einberufen war, allseitig aut das schärfste gebrandmarkt und als eine Art Hochverrat, begangen am Zionismus, gekennzeichnet. Die betreffenden Herren hätten das Recht gehabt, Herrn Dr. Mossinsohn sachlich zu erwidern,.obwohl er ihnen auch hierzu in seinem Referate keine Ver• .mlassimg gegeben hat. Statt dessen haben sie in disziplinloser Weise in einer P r o p a g a n d a v e 1 sa m m I u n g ihren Austritt erklärt sowie de• iiK iidrativ geschlossen den Saal verlassen, ohne auch nur eine Rechtfertigung seitens des Herrn Dr. Mossinsohn abzuwarten. Dieses Vorgehen richtet sich nicht allein gegen die Ortsgruppe, sondern muH als bewußter Verstoll gegen den Zionismus angesehen neiden, da in der Ocffcntlichkcit die Ortsgruppe als di׳! Trägerin der zionistischen Bewegung mit dem Zionismus für identisch gehalten wird. Diese Auf• JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 321 Kolm-Ansbaclt herausgegebenen ״Jüdischen Blatt“ ־־ einen Bericht über diese innerzionistische An• Gelegenheit zugesandt haben, und zwar einen Bericht, der nicht nur stellenweise objektiv unrichtig ist, sondem auch eine Spitze gegen die Leitung der zio• niMischcn Partei enthält. Seitens der Zionistischen Ortsgruppe א ii r n b e r g F ii r t h wird uns noch geschrieben: Sehr geehrter Herr Redakteur! 20 Frankfurter Misrachisten veröffentlichten eine Erklärung. in welcher Heim Dr. Mossinsohn vorge- '’•'׳■rfen wird, ״in einer zionistischen Versammlung zu Nürnberg Tnora und Miswaus für veraltet und ver• diniert erklärt und die thoratreuen Juden unter (;inein unästhetischen Bilde gekränkt und verächtlich gemacht *u haben". Diese Behauptungen der Misrachisten entsprechen nicht den Tatsachen. Wir erklären hiermit: t. Es ist unwahr, dal) Herr Dr. Mossinsohn die י iiora und die Miswaus für veraltet und versteinert bezeichnet hat. Er hat nicht einmal dem Sinne nach ,,inen derartigen und ähnlichen Gedanken geäufiert. Herr Dr. Mossinsohn hat von Thora und Miswaus überhaupt nicht gesprochen. 2. Es ist unwahr, dal) Herr Dr. Mossinsohn die thoratrcucn Juden Verächtlich gemacht hat. Er hat vielmehr in der Diskussion nur das Verhalten der 2d Nürnberger und Fürther Misrachisten, welche unter persönlichen Angriffen aut ihn öffentlich ihren Austritt aus der zionistischen Ortsgruppe an/.cigten und sodann, ohne seine Rechtfertigung abzuwarten, sofort den Saal verlieben, gebührend bezeichnet und hierbei ausgeführt, dal) ,,diese Art von Ortho• doxen einer Konservenbüchse gleichsteht usw." Herr Dr. Mossinsohn sprach also nicht von der Orthodoxie וחי allgemeinen, sondern nur von den 20 Misrachisten, die keineswegs mit der Orthodoxie identisch sind und deren Verhalten in der Nürnberger Versammlung als tinjüdisdi bezeichnet werden!null, Frankfurt a. M. Der Vortrag von Dr, B, M 0 s s i 11 s o 11 n •Jaffa hatte infolge der Gerüchte von Protesten, die von niisraehistischer Seite gegen dessen Berufung geplant seien, eine überaus grolle Zuhörerschaft schon vor Beginn des Vortrages im Saale des Kaufmännischen Vereins versammelt. Der Saal war stark überfüllt. Herr Rechtsanwalt Dr. S c h w a r /. s c h i I d eröffnete die Versammlung und wendete sich unter Zustimmung der Anwesenden in scharfer Weise gegen die .1110* iiyinen Unterzeichner folgenden Zettels, der am Ein• gange «les Saales jedem Versaimiiluiigsbesuclier in die Hand gedrückt wurde. ״Wir protestieren gegen die Berufung des Herrn Dr. Mossinsohn zu einem Vortrag. Das sogenannte ״I lebräitschc Gymnasium" in Jaffa, die Wirklings• siätte des Herrn Dr. Mossinsohn, ist eine Stätte der religiösen Verderbnis für die jüdische Jugend des heiligen Landes, Herr Dr. Mossinsohn ist derjenige Lehrer dieser Anstalt, der den Bibehtnterricht auf Grund der christlichen Bibelkritik erteilt, Herr Dr. Mossinsohn batte den Mut, vor wenigen Tagen in einer Versammlung in Nürnberg zu sagen; ״Die Orthodoxie gleicht einer Kon• servenbiiehse, deren Inhalt nur solange gut bleibt, als sie luftdicht verschlossen ist. Wird sic aber geöffnet, so «lall Luft eindringt und die Außenwelt damit in Berührung kommt, so verdirbt der Inhalt." Dadurch hat Herr Dr. Mossinsohn das Recht verwirkt, vor Juden mit jüdischer Gesinnung über jüdische Angelegenheiten zu sprechen. Mehrere g e s e t z e 81 r c u e Z i 0 n i s t c n." Das Wort nahm'dann Herr Dr. Mossinsohn zu einem inhaltlich wie rhetorisch glänzenden einstün• digen Vortrag über ״Das jüdische Leben in Ercz Israel". Es würde liier zu weit führen, das ungc• lieure Material zusammenzustcllen, das der Redner gab. Von der Schilderung des alltäglichen Lebens führte er zu einer Betrachtung der allgemeinen Lage, beleuchtete eingehend die türkischen Verhältnisse, die Frage der Araber, klärte die sogenannten ״Pogrome in Syrien" auf, besprach die kommerzielle Zukunft des l.audes mul zeichnete in geradezu rührender Weise die Erstarkung des jüdischen Einflusses in natio* Haler Beziehung nach innen und aulien. Eine ausführliche Charakterisierung der Kindergärten ״die Retorten für nationales Judentum“ des Beza• leis, die Kennzeichnung des Wertes des Itcbräi• scheu Unterrichts im hebräischen Gymnasium für das nationale Judentum beschlossen den form־ vollendeten Vortrag. Die Schlullworte des Redners: ״Palästina wird das Herz des jüdischen Volkes", ent• fesselten langaiulatiemde Beifallsstürme. Dem Referate folgte eine kurze begeisternde An• spräche der Frau Pe w s 11 e r-Philadelphia, die für «len Schekel propagierte und insbesondere ,die Frauen zur Mitarbeit aufrief, In der Diskussion, die von Herrn Fritz S o 11 d 11 ei in er geleitet wurde, sprach zunächst Herr Lehrer Haruch Stern, der an ll.tiul eines Artikels im ״Haschiloach" darlcgtc, daß der Geist, der das Hebräische Gymnasium leite, ein unj ii d i s c 11 e r sei. Als er nach Ablauf seiner Redezeit eine A u s t r i tt s e r k I ä r u n g von mehreren׳ Misrachiste» aus der zionistischen Ortsgruppe überreichen wollte, rief dies hei einem Teile der Versammlung scharfen Protest hervor. Herr Martin Levigaara erklärte, dal) das Prinzip der Meinungsfreiheit gebiete, jeden nn/.uhöreu. Man solle auf die verantwortliehen Leiter des Gymnasiums in positiv-jüdischem Sinne einwirken. Rechtsanwalt Dr, Kowalski wendete sieh scharf gegen die störende Weise, in der einige Gegner des Dr. Mossinsohn die Ruhe der Versammlung störten. Der glänzende Vortrag des Referenten verpflichte zu Dank. Professor A. W e y I gab dann die Ucberzcugtmg der gesetzestreuen Juden wieder und polemisierte in scharfer, aber ruhiger Weise gegen die Ausschaltung der Göttlichkeif der Thora beim Unterricht im Hebräischen Gym• nasitim. Das jüdische Volk verlange die Achtung seiner Ucbcrlicfcrung an allen jüdischen S c h u 1 e 11. Seine• Anschauungen, in vornehmer Art vorgetrageu, waren von häufigem starken Beifall unterhroeheii. In einer rhetorisch hervorragenden Ersvide■ rimg verteidigte sieh Herr Dr. Mossinsohn geschickt gegen verschiedene ihm zur Last gelegte Vorwürfe, begründete seine Art, die Schüler über Hibelkritik zu unterrichten, die alles eher als ״christlich" sei, und erklärte, warum die Leitung des Gymnasiums der An• sieht sei, den Religionsunterricht dem Hause zu überlassen. Seine Ausführungen fanden ebenfalls sliirmi• sehen Beifall, hei einem Teile aber ebenso scharfen Widerspruch. Als indessen Lehrer Sfcrn nochmals auf dem Pult erschien und sprechen wollte, war die Unruhe der Versammlung, die in furchtbarem Gedränge bis 1 Uhr ausliarrte, so gestiegen, dall kein Wort verstandlieh war und die Versammlung־ geschlossen werden muüte. Trotz, des unerfreulichen Zwischenfalles be• deutete diese Versammlung für unsere Bewegung einen grollen Erfolg, der sich mich darin zeigte, dall wir au diesem Abend 30 neue Schekelzahler ge• wannen. Der nach der Versammlung erfolgte Austritt einer Anzahl unserer inisrachistischcn Mitglieder ist selbstverständlich bedauerlich, aber nicht zu überschätzen. Es haben 20 Misrachisten ihren Austritt aus unserer Ortsgruppe erklärt, von diesen war eine Dame überliaupt nicht Mitglied und drei Herren wegen Nicht• crfüilung ihrer Mitglicderpflichtcn bereits in unseren Listen gestrichen. Andererseits haben vier Herren ihren Austritt aus der Misrachigruppe erklärt und sich der Deutschen Landsmannschaft angeschlosscu. Voraussichtlich werden diesen Schritt noch eine Anzahl amlerer Mitglieder der Misrachigruppe unternehmen. Die Austrittserklärung der 20 Frankfurter Herren hat folgenden Wortlaut: ״Die uiiter/eiclincteii geset/estreuen Zionisten, entrüstet über die seitens der Frankfurter Zionistisehen Vereinigung zu der heutigen Propagandaver- Sammlung erfolgten Berufung des Herrn Dr. «VI o s s i rt s o 11 n , der ein Lehrer «les hebräischen Gymnasiuiiis zu Jaffa ist, «las eine jüdisch-nationale Schule sein will und dabei sowohl «lic Unterweisung in der praktischen Ausübung des Judentums prin/.iniell ablelmt, als auch das religiöse Moment beim unterricht der Bibel mul «ler übrigen jüdischen Literatur systematisch ausselialtet; der nach einer im Zentralburcau der zionistisclien Federation ״Misraelii" dahier befindlichen und von jedermann einzuschcnden amtlichen, von Herrn Dr. Jakob Thon unterschriebenen Mittciluug des Zionistischen Palästinaa m t e s in J a f f a an «las Z i o 11 i s 11 s c h c Aktionskomitee in Köln den biblischen Unterriebt nach den irrigen Resultaten Christlieber Hibelkritik erteilt, der vor wenigen Tagen, am 22. Juni, in einer zionistischen Versammlung zu Nürnberg, Thora und Mizwaus für veraltet und versteinert erklärt und die thoratreuen Juden unter einem unästhetischen Bilde gekränkt und verächtlich gemacht hat, erklären ihren Austritt aus der Frankfurter Zionistischcli Vereinigung. Die Verantwortung für diesen unseren Schritt müssen wir dem Vorstände der zionistischen Vereinigung zuschieben, den der Vorstand der hiesigen «Misrachigruppe wiederholt — mündlich und schriftlich, direkt und indirekt — vor der Berufung dieses Redners aus prinzipiellen Gründen gewarnt hat." Die Frankfurter Misrachigruppe veranstnitctc am 6. Juli einen Diskussionsabciid, den sie als Fortsetzung der Mossinsoliiiversatnriiiung atisgnb. Die Vertreter der zionistischen Ortsgruppe waren offiziell ferngeblieben. Den Vorsitz, führte Dr. Feucht• w äuge r. Herr B. Stern legte die Gründe dar, die die Frankfurter Misrachisten zu ilircin Vorgehen in der letzten Versammlung gezwungen hätten. Herr Prof. Wcyl beleuchtete sodann die Stellung, die die rcli* giöse Belehrung überhaupt im jüdischen Schulwesen eingenommen hat. In der Diskussion suchte zuerst Herr Levigaard, gestützt auf private Aeußerungen von Dr, Mossinsohn, den Nachweis zu führen, daß der biblische Unterricht im Gymnasium niclit gegen die traditionelle Auffassung des Judentums verstoße und die Auskunft des Palästina-Amtes den Tatsachen nicht entspreche. Herr Stern widerspricht dem unter lebhaftem Beifall der Versammlung. Darauf beleuch* tctc Herr N. Goldmann die prinzipielle Seite der Frage. Ferner beteiligten sich an der Diskussion die Herren L e v i g a r d , Perlmutter, H a f f k i n und G o I d 111 a n 11 II. Als letzter sprach Herr Josef B a m b erg er gleichfalls vom Standpunkte der misrachi• stischcn Sezcssionisten. München Die Zionistische Ortsgruppe München hatte für den 27. Juni zu einem öffentlichen Vortragsabend ein• geladen, dem eine große Anzahl Zuhörer anwohnten. Als erster Redner besprach Herr Dr. Mossinsohn, Lehrer des hebräischen Gymnasiums, in Jaffa, ״D a s jüdische Le b e n in P a 1 ä s t i n a“. In überaus klarer, sachlicher und unparteiischer Weise skizzierte der Redner das jüdische Leben in Palästina, das er mit Recht als das Leben des jüclisehen Volkes überhaupt bc/cichnctc. An der Hand von Tatsachen zeigte er. wie sich jetzt dort eine neue jüdische Kultur entwickelt und welche Bedeutung diese Kultur nicht nur für uns luden, sondern für die gesamte Menschheit bilde. Vor 30 Jahren sind die ersten Einwandrerer ins Land gekommen, wie sah cs damals dort aus und wie hat sich seit dieser Zeit dort das Leben entwickelt! Nicht der Druck von außen, sondern ein innerer Drang führte die ersten!Moniere nach Palästina, der Drang, neue Werte zu schaffen, wie cs im ״Golus" nicht möglich ist. In eingehender Weise schilderte er die bisherigen Leistungen und die Entwicklungen im Lande, dabei betoncml, daß der Jude nicht mir auf dem Lande bodenständig wurde, sondern daß er auch in die Städte Handel und Industrie verpflanzte und bei all dem die jüdische Eigenart zu wahren wüßte. Die tote hebräische Sprache hat sich wieder zu einer lebendigen entwickelt, und wo man hinsieht, blüht neues Leben. Auch auf die Schulverlüiltnisse kam Redner ausführ• lieh zu sprechen und erwies der orthodoxen Taciikcmonischutc in unparteiischer Weise volle Gerechtigkeit, indem er sic ebenso wie den B c z a 1 e l, das hebräische G y in n a s i u m in [affa usw. als nutzbringend für das Land hinstellte. Es würde zu weit führen, all das Schöne und Interessante, das der Vortrag brachte, hier ausfiihrlich zu würdigen; der große Beifall der Versammluiig, in der neben Zionisten auch Liberale und Orthodoxe stark vertreten waren, zeigte, daß der Redner bestrebt war, ein richtiges Bild zu liefern, ohne seine persönlichen wissenschaftlichen Anschauungen bei dieser Gelegenheit zum Besten zu geben, Ich betone dies, weil von anderer Seite versucht wird, vor Herrn Dr. Mossinsohns Vorträgen Grauen zu erwecken und Zwiespalt in die zionistischen