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Jüdische Rundschau · 1911-06-16 · Heft 24 (16.6.1911) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVI (1911)
Issue
Heft 24 (16.6.1911)
Date
1911-06-16
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 24 JUEDISCHE RUNDSCHAU?)ule 271 Ebenfalls für die Statutenänderung sprachen sich! die Vertreter der Gemeinden Hamburg (I)r. Lew), Magdeburg (Wed) u. a. aus. jnsti/r.il Fricdmann-Glogau: Die Vertreter der Grollgemeimlen sind uns mit Worten gekommen, die wir als Drohungen anseheu müssen. Sie hätten mit diesen l:rklärungcn noch warten künmm. Wir alle, die wir liierher gekommen sind, sind der Uchcrzcu- ״״ng, daß wir ebenso voll und ganz eintreten wollen für die lirolle und die Wirksamkeit des (iemeimle* blindes wie die Grollgemeinden. Ich gehöre viel• leicht zu den ältesten Vertretern, die die (iemeimle• tage besuchen. Ich habe diese Tagungen vielleicht sclion viel früher besucht, als unseren jetzigen Aus• ichiillniitglieder. Wir haben früher auch Kämpfe ge• habt. Das Statut oder die Orundvcr• fa»ווי ng einer Vereinigung ist die• j c II i g e Grundlage, auf d e r die v e r s c h i ed e 11» n M i t g I i c d e r d e m B 11 u d e b e i g e treten sind. Die (Jrundverfassung muH so lange bestehen bleiben, als nicht zwingende Gründe eine Abänderung verlangen. Darum werden solche Statuten auch mit besonderen Kautelcu versehen, mit eine Aenderimg nicht so leicht zu ermöglichen. Auch unser Statut geht ja von einem solchen Prinzip aus, cs erfordert eine Zweidrittclmajoritiit, Zweimal ist uioer Statut bereits geändert worden, einmal 188$, als 0' notwendig war, die neuen Institutionen in das Statut mithineiuz.uheziehen, und 18<JS, als wir dem Binde die Rechte einer juristischen Persönlichkeit verschaffen wollten. In beiden Fällen handelte es siel! nur um redaktionelle Aemlerungcu. In de! ganzen Zeit ist keiner darauf gekommen, dal! § H einer Aenderung bedürfe. Nun frage ich mich: wozu der Lärm? Was ist die Ursache, dafl mit ein• mal das Bestreben hervorgetretcii ist, diesen bewährten Paragraphen zu ändern? Ich glaube, der letzte Gemcimletag hat die Sache ins Rollen gebracht. Das Rollen ist so gewaltig gewesen, dall überall in den (lemrinden die Geister aufgerüttelt worden sind, weil das vorige mal der Vorschlag des Ausschusses nicht in toto angenommen worden ist. Was ist denn da• mals geschehen? Man hat verlangt, dafl in einem neuen Organisatioiis-Liitwurf diejenigen Bcstimiuuu• gen atisgemerz.t werden sollen, die der Würde des deutschen Judentums nicht entsprachen. Das ist dasjenige, das von einzelnen Seiten so verübelt wurde. Pas ist doch aber keine Ursache, um ein so lange bestellendes Statut zu ändern, gegen das man sonst nicht das geringste vorz.uhringcn hatte. Es wird überall gewarnt vor Gelegenheilsgcsctzen. Statt Ge• Icgenlieitsgesetzc pflege ich immer zu sagen tendenziöse Gesetzgebung. Die ganze Aktion wird gemacht, um, wenn der Orga• msationsentwurf wiederum Vorkommen wird, zu ver• hindern, dall die gleiche Tendenz wie vor 2 Jahren zu! Geltung kommt. Was werden Sie denn erreichen, wenn in der Tat die Aenderung des Stimmrechtes so vorgenommeu wird, wie es der eine oder andere will? Wenn der Organisationsentwurf dem nächsten Oeineindetag vorgelegt werden wird, und es wird nur eine knappe Majorität erreicht, so wird auch hiermit nichts erzielt werden, denn der Minister wird sicher erfalircn, was hier gesprochen worden ist. War das nun alles so wichtig, dall deshalb ein aiillerordcntlicher Gemeiudetag einberufen werden miilite? Schon aus diesen formellen Gründen kann ich mich nicht entschließen, mich mit den Aenderungcu einverstanden zu erklären, oder überhaupt in eine Diskussion ciiizutreten. Es ist nicht richtig, dall die Großgemeinden eine Vertretung entsprechend ihrer Seelcnzahl beanspruchen können, wie man sagt, aus demokratischem Prinzip. Hier handelt es sich nicht um einen ü e m e i n u c t a g der p r e u ß i s c h c n Juden, sondern der Gemeiudetag ist eine Ver• t r e t u n g der Ge m e i 11 d e n. Jedes Mitglied soll gleiche Rechte haben, ganz gleichgültig, ob es reich isi oder nicht. Selbstverständlich denke ich nicht an die Zwerggemeinden. Sie brauchen ja nicht alle Gemeinden aufzunelunen. Sie sehen ja auch, wie es Anträge regnet. Es gibt ja keine prinzipiellen Grund• sätze sondern Ansichten, weil man nicht weiß, wie man es machen soll. Lassen wir also alles, wie es "ar. Es hat bisher nichts geschadet, das ist eine Tatsache. Sie sehen, wie der Bund gewachsen ist, darüber kann es Keine verschiedenen Meinungen!!eben, und der Bund ist g r0II ge w 0rd cn unter diesem gleichen S t i m m rech t. Was nun den anderen Punkt anbetrifft, über die Vornahme der Wahlen, so muß man es jeder Gemeinde überlassen, den Vertreter zu wählen, den sic für geeignet hält. Dnzulrüglichkeiten kommen überall vor, durch Gesetze kann inan ihnen nicht begegnen. . Professor Phllippson erklärt, daß man, um keinen Streit mit dem Rabbinerverhand zu haben, vorläufig davon abschcn wird, den Organisations-Entwurf clnzubringcn. Redner macht ferner darauf aufmerksam, dall es falsch ist zu verlangen, daß alle Mitglied.:.• des Bundes das gleiche Recht haben. Auch das deutsche Reich setzt sich aus verschiedenen Staaten zusammen, die auch nicht alle gleiche Rechte besitzen. Dr. Cohn-Dessau: Ich bin zwar erst zum erstenmal in Ihrer Mitte, glaube aber trotzdem ein Recht?u haben, hier zu reden, da ich seit 10 Jahren m der vordersten Reihe derjenigen stehe, die die Bemiinpfung• des Antisemitismus als ihre Lebensnut- Rahe betrachten. Als die beiden zionistischen Re* P/äscntanten meiner Gemeinde mich auf ein impernhves Mandat fcstlegcn wollten, habe ich aut dieses Mandat verzichten wollen, und die übrigen Repriisentanten haben mich daun so gewählt, ich kämpfe nie gegen Personen, und ich habe die Gepflogenheit,' mit Orthodoxen vom äußersten Flügel und mit Zio* nisten Hiebt zu diskutieren, .Darum richte ich meine Ausführungen mir au die Mitte. Wir wollen nicht um die Sache hernnircdeu, sondern auf den Kernpunkt cingehen. Mit der geplanten Statutenänderung dient der (iemcimlebmul nicht den großen mul nicht den mittleren Gemeinden, sondern lediglich den kleinen. Der Gemcimletaß ist nicht die Vertretung der deutschen Jtulcnlieit, er ist lediglich die Vertretung der deutschen jüdischen Gemeinden. Wenn jetzt der Gcmcindchmid nett geordnet werden soll, so war das bisher nicht notwendig, als grundsätzlich die Mehrzahl der Vertreter der deutschen luden derselben Gcsiummgsrichtuiig angehörten. Seitdem die Hyperorthodoxen und seitdem vor allem die Z.iouistcu in, den öffentlichen Kampf eingetreten sind, du kam die Mnchtfragc. Wir sind uns bewußt, nach besten Kräften Gercchtigkcil hier zu vertreten, aber die I lerrcn von der anderen Seite glauben, daß wir nach der Macht allein streben und vor allem, daß sie jetzt die Macht haben, und die wollen sic behalten, unbekümmert darum, oh die jüdische Masse ihren Standpunkt teilt. (Redner macht einige ungehörige Bemerkungen über Orthodoxe und Zionisten.) Es scheint also, als ob wir die Demokraten sind. Wenn also so die Frage zu einer Mnchtfragc gemacht wird, so muß man es sich gefallen lassen, dall wir cs ebenso machen. Es ist keine Drohung, wenn ich dem Knüppel des Gegners auch den eigenen cntgcgcnhnltc. Es wäre ein Verbrechen um die deutsche Judenhcit, wenn Sie den D. I. G. B. sprengen würden. Die Gemeinde Dessau wird jedenfalls im Falle einer Ablehnung der Statutenänderung dem Bunde voraussichtlich nicht weiter angehören. Warum hat der Ausschuß nicht rechtzeitig dafür gesorgt, daß die kleinen Gemcimlcn informiert wurden, dann hätten sie auch gewußt, in welcher Weise sic ihre Mandate zu vergehen Italien. Die Gemeinde Ballenstedt a. H. autwortet auf meinen Vorschlag, sie hier zu vertreten, daß sie das Mandat bereits einem andern Herrn, der sich zufällig darum beworben habe, übergehen habe, dasselbe aber zurückziehen werde, nachdem sic erfahren habe, daß dieser gegen die Statuteniinderung stimmt. Sie sei gerne bereit, ihm (Cohn) mit der Vertretung zu vertrauen. Das sei die Art, wie die Mandate der Orthodoxen und Zionisten vielfach znstandekämen. Die großen Gemeinden, die dank ihrer pekuniären Leistungsfähigkeit und intcltigcnz den größeren Einfluß verdienten, dürfen sich von den kleinen nicht an die Wand drücken lassen. Der Entwurf eines Orgnnisationsstntuts solle zuriickgcstcllt werden. Im preußischen Abgeordnctenhause mit seiner starken Zentrinnsfraktion gelte die Stimme eines orthodoxen Rabbiners, wie Dr. Kahn-Fulda, mehr, als die aller Liberalen zusammengenommen. Man müsse die Zusammensetzung des 'Gemeindetages so gestalten, daß er befähigt sei, an der jungen Rennissance unseres jungen Judentums, die sich anbahne, an seinem T eile mitzmvirken. Justizrat Bcrgcr-Köln rät dringend zuin Vergleich, da es ein Verbrechen wäre, den Gemeindebund zu sprengen. I)r. KIcc-Bcrlin: Ich habe die Absicht, zum Frieden zu reden, ich habe diese Absicht seit Stunden. Es fällt mir aher nach der Rede von Herrn Dr. Cohn außerordentlich schwer und kostet mich Selbst- Überwindung, nach diesen durch nichts gerechtfertigten Angriffen, meine Absicht aufrecht zu erhalten. Diese Angriffe waren besonders deplaciert In einem Augenblick, wo die Zusammcnziclumg aller Kräfte durchaus nötig ist. Ich muß besonders auf eine hiergefallene Acußerung zurückkommen, weil diese recht deutlich die Ungerechtigkeit zeig», mit der Sie uns gegenübcrstchcn. Es ist hier gesagt worden, daß gerade diejenigen Herren hier das Wort führen, die sich sonst um die Arbeit nicht kümmern. Wünschen Sie denn unsere Mitarbeit? Wenn wir in Treue und Anhänglichkeit für das deutsche Judentum arbeiten wollen, so wird uns keine Möglichkeit zur Mitarbeit gegeben. Ein einziges Mal nur ist man uns in gerechter Weise entgegengekommen, das war damals, als man mich in den Ausschuß des Verbandes Deutscher luden gewählt hat. Wir sind deutsche Juden wie Sie, wir sind deutsche Gcmeiudcmitgliedcr wie Sic, wir zahlen unsere Steuern wie Sic. Ich erkläre an dieser Stelle ganz offiziell, um• ich bitte den Ausschuß, davon Notiz zu nehmen: Wir reichen d i e I I nnd zu gemeinsamer Arbeit aut allen Gebieten, bei denen Sie uns g c - meinsamc A r b c i t s m ö g 1 i c h k c 11 e n z. e i - gen werden. Wir haben hier die Frage, sollen wir eine Statutenänderung vornehmen. Ich bin g c g c n diese Statutenänderung, weil ich f ü r ein Judengesetz hin. Wenn wir aber ein solches bekommen sollen, so bekommen wir cs doch nur durch eiserne strenge Arbeit, und wenn cs gelingt, die überwiegende Majorität der deutschen Juden unter einen Hut zu bringen. Solche Gesetze kann man nicht in drei bis vier Jahren schaffen. Wir arbeiten mit dem alten Gesetz CD Jahre, so werden wir eben noch 10 Jahre mit ihm weiter arbeiten. Es ist nun die Absicht geäußert worden, den Organisationsentwurf in der Versenkung verschwinden zu lassen. I c h stehe durchaus auf dem Hoden einer n d e 11 g e s e t z g e b u 11 g, aher es ist nicht mögich, mit einem solchen Gesetz dtirch/udringen, in dem Bestimmungen stehen, die einem grollen Teil der Juden contre coetir gehen. Weil ich nun für ein Jiidengesetz bin, muH ich gegen die Statutenändermig sein. Wir wünschen eine Erklärung, ob sich der I>. I. G. B. überhaupt nicht mehr mit der Judengeset/gehung befassen will, oder oh er eine Kommission cinsetzen will, die über die Aenderungcu beraten soll. I lier ist immer die Rede vom demokralisclien Prinzip, nachdem die Umgestaltung des D. I. U. B. vorgenommeu werden soll. Sie wünschen demokratisches Wahlrecht für die Gemeinden, sor* gen Sie zunächst dafür, daß all e G e - m e i 11 d e ח d c ווו o k r a t i s c h e s Wahlrecht b c k ס m m e 11. i.ucb-l׳'rankflirt a. M.: Bi־j zur vorigen Tagung konnte tlcr Gemeindet,•1g von sich sagen: ״ich lebte still und friedlich." Da trat eine große Aufgabe an ihn heran, der Entwurf zum Orgaiusatioiisstatiit. Nun traten latente Kräfte zutage, die sielt nicht einz.wängcn lassen. Diese Satzungsänderung soll diesen Kräften nicht gerecht werden, sondern sie soll auf einem Umweg zu dem Organisationsslatut führen, in das sich der Gemeindelag nicht ein/wängen lassen wollte. Die Lage ist durch das Stillschweigen, das der Ausschuß so lange geübt hat, verschärft worden. Man hat eine Geheimnistuerei gepflegt, die der Sache nicht dienlich ist, und auf Anfragen nicht geantwortet. Redner kommt alsdann auf das vom Abgeordneten Cohn •Dessau erwähnte Vorkommnis mit dem Ballcnstcdtcr Mandat zu sprechen, bekennt sieb als derjenige Delegierte, dem das Mandat zuerst übertragen worden war und verliest alsdann ein Schreiben des Gcmeindevor- Standes, aus dem hervorgeht, daß Ballenstedt wegen seiner finanziellen Abhängigkeit von der Dcssaucr Gcmci n d c und der dort verwalteten Cohn-Oppenheimscheii Stiftung zum Widerruf gezwungen war, obwohl die Herren mit den Ansichten Lochs übereinstimmten. Man befürchte, dafl im anderen Falle der Zuschuß, den die Gemeinde für ihre Existenz benötige, entzogen werden würde. (Allgemeine Bewegung.j Loeb-Frankfurt (fortfalirend): Man vergegenwärtige sich doch einmal die Zusammensetzung des Ausschusses mit seinem überwiegenden Ein Hüll aut die Geschäfte des Bundes und den Verlauf der Tagung. Mit Benjamin Hirsch ist der letzte Vertreter der Orthodoxie aus dem Ausschuß geschieden. Die Herren reden hier immerfort von Hyperorthodoxen. Ja, meine Herren, ich will Ihnen kurz er* klären, was nach Ihrem Dafürhalten die Orthodoxen und was die Hyperorthodoxcn sind: Orthodoxe sind diejenigen, die sich noch hin und wieder von den Liberalen ins Schlepptau nehmen lassen. Hyperorthodoxe sind diejenigen, die immer eine eigene Meinung haben. Die Herren aus den Großgemcinden haben uns mit ihrem Austritt gedroht, und Berlin ist ihnen vorangegangen. Madien wir uns doch einmal klar, was die Erfüllung dieser Drohung für Konsequenzen hätte! Zunächst einmal gibt es eine Fülle von Aufgaben, die, wenn der Gcmcindcbund nicht wäre, der Gemeinde Berlin zufielcn, ich erinnere nur an das Archiv. Meine Herren, ich überschätze den Einfluß, den ich auszuüben in der Lage bin, durchaus nicht, aher das kann ich Ihnen versprechen, daß ich und meine Freunde die 10 000 M a r k, d i c nach Austritt der Groll• e tu e i n d e tt a u f z. u b r i n g e n wären, m i t c i c If t i g k c i t h c t b c i s c h a f f c n würde. Cohn-Dessau versucht den großen Eindruck, den die Verlesung des Ballenstcdtschcn Schreibens auf die Versammlung gemacht hat, abzuschwächen und erklärt, daß er auf die Ausübung dieses Mandates verzichten werde. Senator Fischer-Hannover wendet sich gegen die Behauptung, daß der Verband Hannoverscher Synagogengemeinden, in dessen Namen er gesprochen, nur auf dem Papier existiere, und führt als Beweis ein Protokoll aus dem Jahre 1010 an. Aus der Versammlung findet seine Behauptung lebhaften Widerspruch, besonders von Seiten der Herren Dr. M a n n hc i m e r -Oldenburg lind Dr. Lewinski- Hildesheim, die dem Redner zurufen, daß cs sich bei dieser Tagung nur um eine Versammlung von Synagogen Vorstehern gehandelt habe, die sich lediglich mit der Frage der Wandcrbcttclci zu befassen hatte. Rabbiner Dr. Roscnthal-Breslau: Was mich zunächst veranlaßt, das Wort zu ergreifen, das ist eine Bemerkung des l terrn Prof. P h i f i p n s o n. Er hat gemeint, die Opposition ein wenig mit dem Versprechen beruhigen zu können, daß der Organisations-Entwurf vorläufig nicht cingcbrncht werden würde, und zwar hat er dieses Versprechen damit motiviert, daß nach der erfolgten Stellungnahme des Rahbincrverbandes die Einbringung des Entwurfes vorläufig nicht möglich sei. Ich kann nun im Namen des Rabbinerverbandes erklären, daß dieser einen derartigen Verzicht auf das tiefste bedauern würde. Sic mögen unsern Beschluß billigen oder nicht, er ist von der lautersten Absicht getragen. Wir sind von der Notwendigkeit eines Organisationsgesetzes auf das tiefste überzeugt und haben das volle Vertrauen zur Leitung Bis zum Kongreß ist die Schekelsammlung erste zionistische Pflicht!

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